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22.3.1917 Erstes Blatt
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Lvccmierrr ade Bevanlassung, sich, reckft still zu Verhalten: aller-' Vings hatten sie sich ja noct# rechtzeitig in dos bürgerliche Lager, jMettet und seien von her Regierung, welck«e ihnejn eines ihrer! besten Mastkälber geschlachtet habe, mit Rührung ausgenommen! worden. Tie Lairdwittsftaftskaminer habe nur von einigen Saat- gutzüchtern rücklialtlose Anerkenicnng gesunden, die meisten Land- nnrte seien anderer Meinung. Der Preis für die Saatkartoffeln sei viel^-u hoch und grenze schon an Micher Wenn der Minister erklärte, der Bedarf an Saatkartofseln stelle sich auf 170 000 Zentner, vordem erst 65 000 gedeckt seien, so sei das unzutreffend; Der Bedarf stelle sich aus mindestens 200 000 Zentrier. Tie Zah­lung von 70 Pfg. Provision für den Zentner Saatkartofseln sei viel zu hoch, da doch der ErNpifänger das ganze Risiko traget Nmsse. Er habe sich zu dieser Kritik im Interesse des Vaterlandes genötigt gesel-en.

Abg. Korell-Ingelheim (fts. Dpt.) bespricht ebenfalls die Maßnahmen zur.Lebensmittelver>orgung und beklagt, das; den An­regungen des Kriegsaussch-nsses viel zu spät Folge.gegeben worden sei. Die angeordnete zwangsweise Ablieferung von Speck sei keine Einengung des Nahrimgsmittclbedarfs der Landwirte. Wenn jetzt schon gewisse Kreise von einer großen Abrechnung mit anderen Ständen drohten, so sei das zu bedauern und sei unwürdig der Zeit, in der wir leben. Freudige Anerkennung gebühre allen denjenigen, die jetzt noch ein Stückchen Idealismus bewahrt haben. Tie sich breit machende Splitterrichterei sei zu verurteilen. In die Landwirtschaft habe sich die Profitsucht erst dadurch Eingang verschafft, daß sic die wahnsinnigen Kriegsgewinne der Industrie immer mit angesehen habe. Der Bauer aus dein!. Lande habe das Herz immer noch aus dem rechten Fleck. Zu beklagen sei die mr- günstige Stimmung zwischen Stadt und Land, woran zum Teil die frühere Geringschätzung des Landes Schuld trage. Andererseits werde aber auch den Städterir vielfach unrecht getan, wie die jüngsten Ausführungen des Mg. Mergel! bewiesen. Man müsse die arbeitenden Märmer und Frauen in den Werkstätten sehen, es sollte das Elend der Städter dem Landwirt im Kinobild vorgefühtt werden. Bor diesem stillen Heldentum der Städter habe er alle Hochachtung. Ter Redner tritt dafür ein, daß die vom Lande in den Städten tätigen Dienstboten mehr zu. den Land- wirtschastsarbeiten herangezogen werden und eine größere Be­urlaubung von garnisorrdienstpslichtigen Lercten erfolge. Eine staat­liche^ Kontrolle des Sämereihandels und der Baumschulen werde nicht zu umgehen sein. Weiter bedauert der Redner, daß die Bildung der hessischen Obst- und Gemüseftelle so langsam vor sich gehe. Wenn das Gerücht wahr sei, daß die Gemüsemärkte geschlossen werden sollten, so würde er das für euren großen Fehler halten. Tie Landaufkänfe seien eine recht bedenkliche Sache. Es seien im Gwßherzogtum etwa 44 Prozent der landwirtschaftlich ge- urützten Fläck^e in den &ÖTtbat von wenigen Standesherren. Tie Regierung sollte die Besitzverhältnisse im Sinne des fortschritt­lichen Antrags festzustellen bestrebt sein.

Nach einer Frühstücks parsse richtet Präsident Köhler das dringende Ersuchen an die Redner, sich, kurz zu fassen, da die Ver­handlungen, ev. mit Hilfe von Nachmittagssitznugen, unter allen Unrständen noch diese Woche zu Ende geführt werden müßten.

'Abg. Hartmann (Soz.) macht längere Ausführungen zur Volksernährrntg. Tie auf dein Lande lebenderr Nichtselbstversor>.7er seien ungünstiger gestellt, als die in den Städtgn. Tie Stellung, der kleinen !8anern sei in Hessen überhaupt nicht glänzlend. Der Bauer erl-alte für den Doppelzentner Raps nur 60 Mk. vergütet, während für das daraus gefertigte Oel 327 Mk. bezahlt würden. Es urüßtc bestimmt werden, daß der Liter Oel nicht über 2 Mk. kosten dürfe. Sehr schädlich seien in den Städten die vielen Kon­ditoreien. die ihr Rohmaterial einkaufen könnten, .auch über di^ massenhafte Verwendung israelitischer Händler bei der Verteilung der Lebensnüttel werde auf dem Lande geklagt.

Wg. Henrich (fr. Vpt.) meint, die Landwittmschaftskammer dürfe dock nicht zu selbständig handeln und z. B. ohne Hinznziehung der üommnnalverbände bestimmen, daß die Heranziehung der ^peisekattoffeln für Saatzlwecke erfolgen solle. Die Einführung einer Reisekattoffelkatte würde er für sehr zweckmäßig halten. Zur Mllch- frage bemerkt der Redner, die Llbliesernng von 2 Liter Milch pro Kuh sei nicht ausreichend, um den notwendigen Bedarf der Städte zu befriedigen. Vielleicht empfehle es sich, für die Milck, die über 2 Liter hinaus geliefert )vird, einen Preisausschlag zu bewilligen. Beim Abschluß von Lieferungsverträgen kämen viele Mißstände vor. Infolge des großen Mangels an Saatgut werde die Lieferung von Frühkartoffeln sehr schwierig sein. Die an und für sich not- wendigen Reichsgesellschaften müßten besser organisiert werden. Der Redner stellt znnr Schluß seiner Ausführungen bm Antrag, a) die Regierung zu ersuchen, beim Bundesrat die Einführung einer Reicksreisekattosselkatte zu befürworten und b) die vorhanoenest Kraftfutterftosfe den Städten und Gemeinden zu überlassen, die sich auf Grund von Verträgen selber mit Milch versorgen wollen.

Abg. Eißnert (Soz.) ist der Meinung, daß der Mangel an Geinüsen im vorigen Winter weniger durch die Frostschäden verur­sacht worden sei, als durch Hamsterer und Wücher. Die Fleischver­sorgung sei auch jetzt noch sehr mangelhaft, besonders in den Städ­ten. Auf dem Lande würden noch große Mengen Butter auf. Schleichwegen weggeschafft: besonders groß sei auch der Mangel an Fett, das z. B. in Osfenbach fast gänzlich fehle, auch Eier bekomme man dort überhaupt kaum noch zu sehen. Die behördlich bestellten Ereraufkäufer würden die Eier vielfach unter der Hand zu Wucher- Preisen weiter verkaufen. Die Verteilung der Schlüsselware lasse ebenfalls sehr zu »Pünschen übrig. sollte die allgemeine Einführung von jKündenlisten in Stadt und Land erfolgen. Die Verteilrmg der Ware solle nicht durch den Großhandel, sondern birrcf) die Vereinigung der Kleinhändler an das Publikum erfolgen.

Tie Sitzung wurde darnach um 1 Uhr abgebrochen.

Nächste Sitzung: Donnerstag ftsth 9 Uhr.

9. Sitzung der neunten ordentlichen evangelischen Landessynode.

21. März 1917.

Der Vorsitzende Kirchenrat Din gelbey eröffnet die Sitzung 9 Uhr 20 Min. mit einem von Synod. Georgr gesprochenen

Gebete.

Als erster Punkt der Tagesvüdnung kommt zur Verhandlung eine Vorlage des Großh. Oberkvnsistoriums über die während des Krieges im Heeresdienst stehenden Pfarranits- kandk>aten, wonach beantragt wird: 1. Die während des gegen­wärtigen Krieges im Heeresdienst Ziehenden, noch nicht fest ange- iielllen Geistlichen erhalten vom 3. Dienstjahr ab Än sprach an,

^chegehali sowie *ben ihrem BesokdrrngZdienstalhn-

Gelxllt obres definitiv angestellten PsarrZ'

Dsarrgehalt ruht irü>cs bei daiiauigan, »s

Osftzicre, etatsmämgr Feldprckiger, höherr

ein an deren Bezüge heranreichnckes militärisches rf; n * mnni)n1 u p

ßL.? Nach; 5 .nteWu6 H«ben

Rechte für inejeiuoeit aulrechterhallen, dre innerhalb anaemeisemn- Früt nach Rückkehr ins Zivilverhältnis sich zfchf Kirckendienst Mcker zur Verfüg ftcrten. Judes erlöscht Ke bei & Wc miicrf>alb eines halben Jahres na» ©icbewhitritt inhenKircheiie bicinft fi» um ine Erlangung befnutu*r Anstellwig

Wfa ^Gegenwärtige Bestimm,mg tritt mit b

D - 916661 Enterte die Vorlage mit

Der Ausschuß hat Zusümmung zu den Vorlagen beantraat

Synod Fuchs wünscht Erleichterungen des Examens für die rm ^olde stehenden Pfarramtskandidaten, die auch wäbrend dem Kriege Gelegenheit finden müßten, ihr Examen z7machen Synod 'Bachseld sttmwt dem Vorredner zu. Synod E ck Gießen weist nach ^ bisher schon alles geschehen sei, um das' Ermn« nach Moglrchkeü zu erlerckstern, ichlreftt srch rm übrigen aber den Aus­führungen des Oberkonsistoriurns an. Oberkosislorialrat F l ö r i n g verteidigt den Standpunkt des Oberkonsistorium«. Nach wenigen kurzen Bemerkungen des Synod. Wagner zu Gießen über die Kandidatur im Felde und einem Schlußworte des Wirkt. Geh Rat D. Nebel wird die Vorlage angenommen.

Es folgt die Beratung des Berichts über die Verhältnisse der evangelischen Landeskirche jip der Stznodalperiode 1910 bis 1914. (Berichterstatter Synod. Jondt.) Aus dem Bericht sei erwähnt, daß die Zahl der Altlutheraner im Jahre 1908 992, im rm Jahve 1914 dagegen 1047 betrug. Freiprotestanten gab es 2660 gegen 3136 im Jahre 1908, Sekten und sonstige Ge- nrenrschaften 6850 geg- <2377 in 1908. Austritte fanden von 1909 bis 1914 statt: Zu den Katholiken 119, zu sonstigen Gemein­schaften 993, ohne Uebertrrtt 422, zu den Juden 2. Ueberttitte zur evangelischen Kirche: von den Katholiken 1079, von sonstigen Gemeinschaften 135, von den Juden 39.

An die Berichterstattung knüpfte sich eine längere Anssprache über einzelne P mrkte d es Berichts von g eringer Bedeutnng.

Arrs Stadt und Land.

Gießen. 22. März 1917.

** Studttheatev. Am kommenden Samstag können die Vorstellungen wieder ausgenommen werden und zwar wird <rn diesem Tage als 10. FreitagsLbonnementsvorstel- lung (auf die notgedrungene Verlegung der Freitagvorstel- lung auf Samstag sei ausdrücklich hingewiesen) Suder- mauns interessantes SchauspielStein unter Stei­nen" gegeben werden. Am nächsten Sonntag werden die schon für früher vorgesehenen Vorstellungen stattfinden, nämlich am Sonntag nachmittag zu Bolkspreism die letzte Aufführung vonRobert und Bertram" und am Abend eine Aufführung des Jbsenschen Schauspiels Stützen der Gesellschaft bei kleinen Preiserr.

**OberhessischerKun st verein. Sämtliche aus­zustellende Werke der Ausstellung desAussteller-Verband Münchener Künstler" sind eingetroffen. Die Eröffnung er­folgt am Sonntag.

** Konzert im Soldatenheim. Zu dem allwöchent­lich im SoldateNheim für die Verwundeten der Garnison statt­findenden Konzette hatten sich als Gäste gestern eine kleine Künst­lerschar eingefunden. Das Programm bot lauter lachende Früh­lingslieder. Tie Konzertsängerin Fräulein Ina Scherer sowie Fräulein Fisi Bort, das beliA>te Mitglied unseres hiesigen Stadttheaters, nrid Herr Karl K ö t s ch a u sanken in abwechssungs- reicher Folge Lieder von Hildach, Gounod, Schumann. Mendels­sohn, Brahms usw. 5perr Karl Burk spielte Svcndsens Ro­manze und Kübeliks ,,Serenade" ftrr Geige. Die Begleitung hatte in liebenswürdiger Weise Herr Pauk Pieper übernommen. Mit diesen Tarbiettlngen wurden den anwesenden verwundeten Vater­lands verteidigerri ein langentbehrter Genuß geboten, wofür sie durck> reich gespendeten Beifall die Dankbarkeit zeigten.

,** T ie erste Marmelade-Verteilung sindet von Freitag, den 23. März 1917 ab in den Geschäften statt, bei denen die Einttagung in die Beftell-Liste erfolgt ist. Es entfallen auf die Person 250 Gramm Marmelade. Näheres siehe Bekannt­machung.

Landkreis Gießen.

n. Göbelnrod, 22. März. Vorgestern abend 8 Uhr fand in der Schepp'sck)en ^Wirtschaft idahrer ein Lichtblldervortrag über Deutsckl<ands Wirtschaftskraft" statt. Der Redner, Pfarrer Blank, ime* auf Grund reichlichen Zahlenmaterials nach, daß in unserem deutschen Vaterlande die wirtschaftlichen und finanziellen Kräfte noch mächtig vorhanden sind. Auch wurde im Laufe des Vottrags auf dieZwtwendige Beteiligung der Landwittschaft zur 6. Kriegsan­leihe hinge wiesen. Dem Redner, sowie denr Veranstalter der Licht­bilder, Herrn Schott, dmrkte namens der E^emernde Bürgermeister Weber.

Kreis Büdingen.

4- Ortender g, 22. März. Der hiesige Zweigverein vom Roten Kreuz bewilligte in seiner letzten Versammlung der Ver­trauensmänner aus den Mitteln der Vereinskasse 200 Mack für die Unterseebootspende. Der hiesige Vorschuß und Credit- verein, Aktiengesellschaft, ließ i» diesen Tagen für seine Gene­ralversammlung anr 4. April den Bettcht über sein 43. Geschäfts­jahr ettcheinen. Unter dem voriges Jahr nengewählten Direktor bezw. Vorsitzenden des Anssichtsrats, Kaufmann und Stadtvor­stand Weckesser Nttd Lehrer Köhler machte der Verein aufs neire sehr gute Fortschritte. Ter Unssatz erreichte eine Höhe von; 6 467 605 Mark, die Einlagen gegen Kündigungfristen nahmen um 138 000 Mark, die KontokurreirtMthaben um 7 000 Mark zu. Der Verein vermittelte im letzten Geschäftsjahre für 250 000 Mark Kriegsanleihe und beteiligte sich selbst mit 34 000 Mark darauf Es Mrrde ein Reingewinn von 8 160,73 Mark erzielt, mrs verschie­denen Gründen betrug er allerdings 1 500 Mark weniger als im vorigen Jahr. Infolge lAchlaufs der Wahlperiode scheidet das Mitglied des Aussichtsrats, Landrvirt Heinrich Schember ans

Kreis Büdingen.

£) Merkenfritz, 22. März. Am vorigen Sanrstag fand auch in unserer Gemeinde eine vatertändsiche Veranstaltung als

vorberritendc Werboarbrit rits iraf KrLzscmteryc mmtj Lensel-Lirzenbain ftatt- ßcljwr teil mit fernen -chu^ndeiii «rüg durch den »ortrag Vaterlandisch-r Lieder und passender Ge dichte sehr zum Gelingen des schonen A^nds bei. .

v Hirzenhain, 22. Marz. Am Freitag abend sand hier ein Lichlbilderv ortrag von Pfarrer Schr im Pfund Lehrer Hen sei überTie unversieglichen Kraichuellen des deutschm Voltes irr schwerer Zeit" statt In daukenSwerter Weite hatten ine BuderuS-- schen Eisenwerke ihre schöne Arbeiterkantine nebst deren kinemato graphischer Eiurichttmz für den Abend zur Versngmig gestellt v Listberg, 22. März. Am Sonntag abend hatdm wir. wie schon so manches Mal. in unserer Ktrche einen Lichtbilder- ctaib. Unser Pfarrer, Liz. .Herpel, zeigte uns m Wort imd BildTie Waffen des dentt'chen heunatlMres", ganz besonders fühtte er die bedeutenden Rerchtumdr vor Augen, dre dem deut­schen Vaterland in seinen landwittichaftlichkn Gu.ern und in seinen ungeheuren Bodenschätzen geschenkt lind und die lEpen Zweisel ausschließen, daß das deutsche Vaterland jtmai* wrttschaftuch, finanziell oder militärisch besiegt werden könne, wqnn nur ;eder in Opferwilligkeit jeder Art 'frilft, die Quellen erschließen, dre Deutschland gegeben sind. Tie Schulkinder unter Lehrer ^5 akobrs> Leitung trugen sehr schöne Vaterlandlieder und volkstümliche Ge­dichte unserer Kriegsdichter vor.

Kreis Friedverg.

= Friedberg, 22. März. In der neuerbauten, Feuerbe­stattungsanlage fand dieser Tage die erste Einäscherung statt.

Hessen-Nassau.

= Frankfurt a. M., 22. März. Seit der Ankündigung der verschärften Ueberwachnng des Lebensmittelver- k e h r s auf der Eisenbahn lverden die Züge einer genauen Prüfung unterzögen. Besonders in den von Obertzessen, der Rhön und au* Bayern hier eintreffenden Zügen ^werden die Reisenden scharf aus Herz und Nieren geprüft Am Montag und Dienstag ftelen den Konttollbeamten bereits erhebliche Mengen von Butter, Kar- tofsellr, Eiern und Fleisch in die Hände. Die Waren wurden be­schlagnahmt und denr jeloeils zuständigen Kommunal verbände zu geführt.

Aiechirche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde.

Samstag, d. 24. März 1917. Vorabend: 6.30 Uhr. Morgen- 9.00 Uhr. Abends: 6.55 u. 7.30 Uhr.

Letzte riachrrchten.

Ein deutscher Hilfskreuzer im fernen Osten.

Frankfurt a. M., 21. März. TieFranks. Ztg." berichtet aus Stockholm: Wie gemeldtt wird, ordnete der japanische dldmirall stab wegen des Erscheinens eines deutschen Hilfskreuzers im fernen Osten an,, daß alle Fahrzeuge in japanischen Gewässern durch Kriegsschiffe begleite! werden sollen. Eine Basis für deutsche Tauch­boote im fernen Osten soll, wie es weiter heißt, festgestellt wor­den sein.

Frankreich verheimlicht.

m ^ r ?, 21. März. Der gesamten ftanzösischen Presse ist die Veröfsenttichung der amtlichen deutschen Meldung über das (Ägeo nis des deutschen U-Boot kr reges im Februar von der Zensur nicht gestattet worden.

^ Finnland.

Petersburg, 22. März. (Pet. 2^l.-9kg. Die provssorisck-e Regierung veröffentlicht ein Rtmrifest das die finnische Konstitu tton völlig bestätigt imd ihre volle Anwendimg anordnet. Das INanifeit gewahrt außerdem eine 1 veitgehende polrtischc Amnestie und schreibt für die nächste Zeit die Einberufung des Landtags vor

Session des amerikanischen Kongresses.

. D)^^^ssI.to n, 21. März. (Räuter.) Wilson hat eine außer­ordentliche Zession des Kongresses ft'ir den 2. April einberufen. Das Urteil im Getreideschiebungsprozeß.

Graudenz, 22. März. (L.-A.) In dem Getteideschiebungs- prozetz der gestern vor der hiesigen Strafkammer verhandelt wmrde abends um 10 Uhr das folgende Utteil verkündet 7 do^nbahngehrfte Polenz eristelt 2 Jahre Zuchthaus und 3000 Mark Geldstrafe, ferner wurde aus Verlust der bürgerlichen EhrenreAe auf dre Saug: von fünf Jahren erkawrt. Der kommis sarciche Eilenbähngehrlse Tvatz wurde zu 2 Jahren Gefängnis und znm V^lust der Fähigkeit zur Belleidung öffentlicher Aemter E. bre Daun: von 5 Jahren verurteilt. Der Gastwitts so hn Jäschst erhielt 1 ^ahr und 5 Monate Gefängnis und 3500 Mark Geld- strafe: der Windmühlenbesitzer Leonhard Malicki 1 Jahr 6 Mo­nate Gefängnis und 3000 Mark Geldsttafe und 5 Jahre Ehr. v^st: der Organist Valerian Malicki 6 Monate Gefängnis und 1500 Mark Geldstrafe sowie 2 Jahre Ehrverlust: der Müller Rybarozyk 3 Monate Gefängnis und 3700 Mark Geldstrafe Frau Jchchke wurde freigesprochen. Ter Eisenbahngehilfe Vötzke wurde zu 150 Mark Geldsttafe verurteilt.

Amtltcher Teil.

Vaterländischer Hilfsdienst.

Aufforderung des Kriegsamts zur frei­willigen Meldung gemätz § 7 Abs. 2 des r«esetzes über den vaterl. Hilfsdienst.

Hierzu gibt die Kriegsamtsstelle Frankfurt a. M. bekannt: Zlvecks Verwendung in der Heimat, Etappe oder in den Gene ralgouvernements Belgien und Polen wird eine größere Anzahl

hilftdienftpflichtiger Aerzte

gesucht. Durch diese Aerzte sollen Aerzte für die Front ftergemackr werden, wo dauernd ein großer Bedarf ist.

Meldungen sind unverzüglich schriftlich an die Kriegsamtsstelle Frankfutt a. M. unter genauer Angabe von Namen, Wohnort und Wvhnung zu richten. Den sich Meldenden wird von hier ein Frage­bogen zugesandt, dessen baldige Ausfüllung und Rücksendung er­forderlich ist. 2326 B

Kriegsamtttelle in Frankfurt a. M

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