Ausgabe 
16.3.1917 Erstes Blatt
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** t e 11 u n t> \) cb e r ^ 1 1 1 ö t> i e ti ft Eine B-ekaimt - Sjaf^mo m imfmm Youtigen Blatte behandelt die Wahl der VulKii.u nur* 2 ? efl . Ausschüsse. Wir weisen auf diese De-- laimtmaaKmn besonders hin.

Landkreis Gießen.

^ §!? o h nt --Linden, 15. März. Maurer Karl Weiß,

ftahn >?!'' Maurers und ttorbHändlers Johs. Weiß !., ist mit der Vt'mjcm', Tapserlcitsmetc*ille ausgezeichnet worden. Weiß rückte un Herbst 1914 aus al., Artillerist und kämpfte in Rußland ^erbu-u, ' Mazedonien und in Frankreich.

. i c in -Linden, 15. März. Recht schöne Erfolge haben

rn meslger Geinernde die H a u s s a m m l n n gen aufzuweisen.^ sangen ein für die hessische Ostpreußen-Hilfe 321 Mark, für ore Hruerblredenen der iin Kriege Gefallenen 612 Mark, für die Kneg. gefangenen in 9iußland 380 Mark, für deutsche Kriegs- und 0rv6 oangcne 270 Mark, WeihnachtssammllNlg für cinheimisch>e Krrea, terlnchmer -19 ! Mark urtb für die Großherzog Ernst Lndw-ig- ön ms spende 690 Mark. Sanis tag, 17. März, abends 8 Uhr findet in der hiesigen neuen Schecke ein Lichtbckdervartragl über ./Deutschlands Wirtschaftskräfte" statt.

r. Wenings, 13. März. Einen Missionsvortrag hielt dieser Tage Missionar Gsell aus Frankfurt a. M. dahier und in un­serer Nachbargemeinde Merken Fitz, der von gutem Erfolg be­gleitet toar. Tabei zeigte es sich, daß der Opfersinn in diesen Gemeinden m>ch nicht nachgelassen hat: deirn die beiden Kollekten betrugen etwa 85 Marc und bei der Sammlung von Naturalien kamen eine stattliche Menge von Eiern, Speckstücken, Würsten, Brotlaiben, Butter und SuppenartikÄn zusammen, die zum Teil für unbenntteltc arme .Kinder in Frankfurt a. M., zum Teil für das Rote Kreuz l>estimiul wurden. Für den Verkauf von MissiouS- fchrifteu "

** SJT

kamen in den beiden Gemeiirden etwa 90 Mark zusammen. W i e fe ck, 14. Mär?. Pionier Otto Weller, in einer Miuemve vier -Kompa gnie, i>? ne de die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. Weller steht seit zwei Jahren auf dem >v>esckichen Kriegs­schauplatz.

Kreis Büdingen.

# Altenstadt, 14. März. 2luf ldem hiesigen Friedhöfe wurde der am 14. Oktober 1916 an einer Verwundung verstorbene Musketier Wilhelm Heß bestattet.

4 Orteuberg, 14. Märtz. Am vorigen Sonntag gab in unserer Kirche Lehrer \mb Konzertorganist Peter von der Au ein geistliches Konzert. Bei unserer scharr 150 Jahre alteir, sehr Orgel, schien ein solches UnternelMen sehr gewagt, ros--, ist zur größter Befriedigung der von allen l.mrmenen sehr zahlreichen Zuhörerschaft glänzend Künstler brach.e alte und neue Meister wirkungsvoll Bachs große Fuge D-dur rund das Händelsche r: sehr stimmm:gsvoll kamen dieWinterzeit"

gegen 2926160 Mk. in 1915. Ter Reservefonds hat die Höhe von 339 359 Mk. errercht Verluste Tratte der Verein im abge lausenc.r Geschäftsjahr n«cht zu rerzeichuwl. Unter Leitung voir Pros. Tr. Strecker veranstaltete der VereinW a n d e r Vogel" vorgestern in der Turnhalle der Stadtschule zu Ehren des Reg,erungs. Jubiläums unseres Großherzogs einen Hessen Mittag. Zum Vortrag kamen hessische Lieder und Gedichte und jum Schluß wurden* einige Szenen ausTatterich" gespielt Trc emleiteude Ansprache und die Erläuterung über dre Tickftung von Niebergall 1-atte Pros. Strecker übernommen. Ter Andrang zu der Veranstaltung, die einen ungewöhnlich starken Erfolg errang, war so groß, daß die Turnhalle nicht alle Besucher fassen konnte.

** Vutzbach, ^5. März. Ter Kreisassistenzarzt Dr. Heinrich Wa g n e r, der seit September vorigen Jahres bei einem Artillerie- Regrment im Felde steht, wurde mit denk Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet.

vermischtes.

* Berlin, 15. März. (WTB.) Tic Berliner Abendblätter berichten, der Advokat GastonLabari,der Verteidiger Zolas, im im Alter von 57 Jachen in Paris g e st o r b e n.

gebrechlichen Aber da- "4 Seiten h re. gelung-. T zu Gehör. B Orgelkonzer

dem 'Mwidelssochschen EliasSei stille besonders wirkungsvoll und ansprechend

tarn Schur.ia in. di?Vesperklänge" von Elgar nndFromme Bitte" von Liszt zirm Vortrag. Tief innerliche Wirkung zeigte sich besonders in der Wieder gab.' des nwdern-eu Orgel-Toccata von Gallerts. Angenehm rmterbrochcn ^ivurde die Reihenfolge der Orgel- Nücke durch den Vortrag einiger Lieder, die der Veranstalter selbst mit gefchulttr Baritonstnnme sang, Lluch eine junge einheimische Sängerin, Frl. Else Haffn-Ortenberg, hatte ihre schöne, klang­volle ?lltstimme in den Dienst des Konzertes gestellt. Mit tiefer Empfindung, Sicherheit tm Ton und Klarheit in der Aussprache, brackcke sic die Arie, au: dem Herrn" urrd ganz

HainesLeite mich in deiner Wachheit", zum Vortrag. Beide Sänger fanden in unserem -Organisten, Lehrer Köhler, einen sachverständigen Begleiter, der sich seiner Ausgabe mit größter Anpassung erl.-döche. Sech zum Verständiiis des ganzen Konzerts trugen die ton dem Veranstalter, jedem der beiden Teile vor­angeschickten kurzen mündlichen Erläuterungen dcr einzelnen Werke bei, nur ans diese Art wird es nröglich sein, auch die edle kirchliche Musik volkstümlich zu machen. Die^ Zuhörer verließe» dankbar für die feierliche 2tndachts stunde die .Kirche und gaben zur Teckrmg der Unfo , ' , eii imd zum Beiten der Kriegssimvrge 87 Mark.

d Usenborn, 14. März. Die unserer Gemeinde gehörige Feld -und Waldsagd kommt am Samstag, den 17. März ans 9 Jache ?nr weiteren Verpachtung. Das Jagdgebiet ist sowohl vom Bahnhof Ortenberg, als auch Hirzenhain in einer knappen Stunts Zn erreichen.

d Selters und Effolderbach, 14. März Am Donners- tag b-ezw, Freitag Abend 8 Uhr fanden in den Schulsälen unserer Gemeinde von der Bevölkerung gut besuchte vaterländische Ver­anstaltungen statt, die von Gesängen der Schulkinder nnter der Leitung d? Lehrer Häuser bezw. -Schäfer verschönt wurden. Im Mi1telvunk> c-s 2lbeirds stand ein von Pfarrer Kahn -Orteuberg gehaltener Lickckbildervortrag überDie Quellen deutscher Kraft, die Bürgschaft deutsckien Sieges".

Kreis Alsfeld.

** Alsfeld, 14. März. Tie Bürgermeisterei teilt mit, daß Wege,? Koblennrangels für elektrische Beleuchtimg kein Strom mehr abgegeben nnrd.

up. Ruppertenrod, 16. Marz. Am vorgestrigen Sonntag fand in unserer Kirche die Gedächtnisfeier für den fürs Vaterland gefallmen Karl Philippi statt. Am 28. Mai 1915 wurde der Gefallene (zur jFahn« geriifen, am 25., Oktober traf ihn eine feindliche Granate bei Verdun. Seine Bestattung erfolgte zivei Tage darnach unter militärischen und kirchlick-en Elnrir in einem Einzelgrab. Sein Bruder war am 22. 2lugust 1914 gefallen. Von den drei Söhnen ist den sckstver geprüfteii Eltern nur der älteste verblieben.

NP. Ruppertenrod, 15. März. Ter Musketier H. Schott von hier, in Rumänien wunde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

up. Aus dem Vogelsberg, 15. März. Obschon die Reste des strengen Winters noch nicht ganz geschwunden, hat der Früh­ling doch seinen Einzug noch vor seiner kalendarische Anmeldung gehalten. Im Felde ertöirt der Lerchen Sang und aus den Gärten und Hecken der Amsel Schlag. Am Sonntag und Montag konnten die Bienen den kürzlich begonnenen Reinigungsansflug fortsetzen. Der für die Mnterstiaten erforderliche Regen zur Beseitigung der winterlichcm Reste hat eingesetzt.

Kreis Friedberg.

O. Bad-Ranbeim, 13. März. Tie Hauptversammlung des so p a r - und Vo r s ch u ß v e^r ein 6 "genehinigte die Ber- teilnng erster 'echspro^entigen Tividendc ^ is denr Reingclvinn von 42 353 Mk., den «bas abgelanfene Geschäftsjahr ergeben lmt. Der Gesamtumsatz des Vereins in 1916 beträgt 41 102 586,25 Mk., gegen 27 513 686,55 Mk. im Jahre 1915. Tie Zahl der Mitglieder beläuft^ sich ans 605, die Mitgliedergnthaben auf 359 430 Mk., die Haftsumme der Mitglieder beträgt 1815 000 Mk. Tem .Kriegs- Reservefonds wurden 5820 Mk. zugesührt. so daß jetzt 12 000 Mk. ans diesem Konto gebucht sind. An Wertpapieren für Rechnung hat der Verein 540 100 Mk. im Besitz. Ter S hob sich in 1916 von 2350 in 1915, aus 3412 mit 3 004 235 Mk

eigne

CcQk* 21 octiHcbfreit.

Die Kümpfe im Westen.

Berlin, 15. März. (WTB. Nichtamtlich.) Bei Arnientieres, Bnequoti und Grevillers schertertenenglische Angriffe. Wew'r wthergegailgene sehr heftige Feuerlibcrsälle durch' mittlere und schwere Minen noch der Versnck) überraschender Vorstöße ohne Artillerie vor bcrei tun g verniochten die deutsch? Besatzung zu üoer- rumpeln. Der Feind wurde überall unter Zurücklassung von Ge sangencn blutig abgetoieseir. In der Champagne dauerte das wütende Anveunen der Franzojen gegen die verlorene Höhe 185 an. Tie Höhe selbst ist nach wie vor fest in unserer Hand. Auch die französischen Truppen f m Mazedonien zwischen Ochrida- und Prespa-See fochten ebeirso wie die Alliierten nordwestlich und nördlich von Vdonastir nicht glücklicher. Rach starker Artillerie Vorbereitung in breiter Front vorgetragene Angriffe wurden mehr­fach wiederholt, wurden aber jedesmal unter schweren Verlusten abgewiesen. Als die Verbürrdeten zum Gegenstoß übergingeir, wichen die Fvanzosen fluchtartig zurück.

Der Vorstoß der BerMndeten an der Narajomka. bei ivelcheni außer den genrcldeten zwei Offtziere, 256 Mann, 7 Niaschinengewehre und 2 Aiiuemverfer erbeicket wurden, kam einem rußischen Unternehincn zuvor. Tie Russen hatten eine Um­fassende Vtinensprengung vorbeceüet. Vier Stollen waren gegen unsere Stellungen vorgetrieben worden, von denen zwei von neunzig bezw. seckxzig Meter Länge bereits geladen und gedämmt waren. Tiefe Stvllein wurden sämtlich von den Pionieren der Ver­bündeten gesprengt. Außccdenr wurde die ganze Stellung gründ­lich und sachgemäß zcrs rt. Sie wurde solange besetzt gehalten, bis alle diese Arbeiteu i : Ruh? erledigt waren. Tie im' .Heeres­bericht von: 13. Marz gerneldete Gesangenenzahl bei Zloczow- Tarnopol erhöhte sich aus 337.

Englischer Hcereövericht aus Mosopotamien.

Unsere Spitzenabtmlung erreichte einen Punkt 30 Mecken stromanstvärts von Bagdird. Es sind Vorkehrungen getroffen, um eine Ueberschwemmung oer Stadt bei deni zu erwartenden Steigm des Flusses zu verhüten. Die Gewehrsabrik in Bagdad ist lercht wieder in Bettieb zu setzen. Tie Eisenbahnwerkstätten enthalten gntlwauchbare Mascknnen, die unversehrt, darunter fünf Lokomo- tiren, Wagen und eine Menge von Munition gefunden wurden. Unsere Geschütze, die 1916 bei Kut-el-Anrara verloren gingen, sind in Bagdad wieder ausgefunden worden.

Die Revolution in Rutzla'rL.

Wien, 16. März. Die Kunde von dem Ausbruich der Revo­lution wurde von dezr russischen Truppen cm der Front mit Hoch- rufen begrüßt. Bereits Mittwoch waren aus versckncdenen Schuwu- gräberr der Ostfwnt Meldinr^en gekommen, daß in den gegen­überliegenden Stellungen der Maiffen .Hochrufe zu vernehmen seien.

Eine erregte Sitzung der italienischen Kammer.

^ Bern, 15. März. (WTB. Nichtamtlich.) Tie gestrige Sitzung der italienischen Kammer, in der der Verkehrs- miurster ans die vor einigen Tagen von dein Abgeordneten Ercspi gemachten Angrisse wegen der Schiffsfrachten und des Schiffs­raums anttrvortete, war sehr erregt und stürmisch Minister Arlorta erklärte, bereits im vergangenen Oktober sei die Getreidesrage für Italien plötzlich sehr beimrnhtzzcnd geworden, so daß ein gut Teck der Schiffe, die eigentlich für den .Whlentransport bestimmt ge­wesen seien, für die Getteidezufuhr hättm verwendet weräm müssen. Gleichzeitig hätte der KohlentransPort infolge der dringend notwendigen Einfuhr von Metallen tveiter ein-gcschränkt werden müssen. Bezüglich der Mlehnung des Mietsverttags für Schiffe zur Baumwollzufuhr, nreswegen er von Crespi vor einigen Tagen persönlich angegnsfen worden sei, erklärte Arlotta schieß- lich, daß der Borschag nickst nur von ihni, sondern auch von _funr anderen Ministern verworfen ivorden sei. Im Anschuß daran kam es zu einem längeren Wortivechsel zwischm Arlotta und Crespi, der von lärmenden Zwischenrufen, besonders von den SozialistenbMtken ans, begleitet war. Schließlich ergriff Ministerpräsident B o s e l l i unter allgemeiner Ausnierk- samkeft das Wort und bat die Kammer, die unangenehme Er­örterung sofort ernzustellen. Tie politische Seite der Frage könne ganz einfach ans die Frage zurückgesührt werden, ob die Regierung rech oder unrech gehv.rdelt habe, als sie den Vorschlag Cresvis nickst Missenommen habe. Dies sei der Hauptpunkt, auf den die Kmnmer klar und deuttich durcki polittsche Abstimmrmg antworten müsse, der die Regierung die Bcdenttlng der VerttauenSfrage beimesse.

Darauf wurde die Sitzung für kurze Zeit vertagt. Bei der Wiederaufnalmre der Sitzung erklärte der Präsident, daß nach der Hausordnung zur Sack-e vorliegnrde Anttäge an die Kommission verwiesen werden mußten. Aus diese Weise wurde die politische Abstimmung vermiedeir. Ter Kammer lagen zwei Vorschläge ans Untersuchung des Vorgehens der Regierung in der strittigen Frage vor. Einer war vvn Engeiuo Ehiesa cingebvach, der vor der Aus- hebung der Sitzung erklärte, die Kanimer müsse volles Recht haben, zur Sache die volle Wahrheit zu erfahren.

Indiens Miegsleistungen.

London, 14. März. (WTB.) Unterhaus. Der Staats­sekretär für Indien Cbamberlain brachte einen Anttag ein, die kürzlich von Indien gegebenen einhmrdert Mcklionen Pfund Sterling anznnehmen. Er erinnette dabei an die mckitärischen Dienste der indisck^n Truppen in Frankrcäch, Aegppten, Sueskanal, Ostasrika und Mesopotamien und sagte, die Gesanrtsumme der britisch-indischen S t r e i t! x ä f t e, die p.ftioen

Dienst genommen haben, betrage 300 000 gegen um- ein ev Heeresstärte vor dem Kriege von 231 000 Mann '4r e..wahnLt dann die unvergleichich lereigebigkeit der indischen Fürsten, bie Kriegsmaterial, 7lmbnlanzen und Geld -ur Unters stützung der Notleidenden gegeben hciben. Die Erzeugung Indiens in Handtvaffen sei um das zwanzig fache, die in Felo Artillerie und Munition um das zioölffachc gestieg'.n. Äe Anstrengungen der Recherung wurden unterstützt durch die Fürsten und Führer Indiens.

2lmtlrcher Teil.

Freiwillige Melöung hilftdienftpflichtiger

für den Dienst in der sreiwiüigen Aranken-

pflege.

1. Tic freiwillige Krankenpflege umfaßt die Unterstützung des staatlichen KriegSsanitätsdienfleö in der eigentlichen ran len pflege^ in der K ranke n b e roe r u n g und bei der Depot Verwaltung. An dar Spitze stehen der lw,erlich? Kommissar und Militärinspekteur sowie der stellw Militürinspek.eur der freiivilligen Krankenpflege.

Die freiwillige Krankenpflege u.ärd dem Heeres-Sanitätsdienst eingesügt und von den Militärbehörden verwendet.

2. Meldungen Hilfsdienstpslichtiger, die nick -vehrpflickstig sind, sind an das Bezirkskommando in Gießen oder an den Herrn Territorialdelcgierteii der freiivilligen Krankenpflege für das Großheczogtum Hessen in Tarmstadt zu richten.

Territorialdelegierte sind: in den Provinzen die Ober^ Präsidenten, in Berlin der Polizeipräsideut.

In den Meldungen ist anzugeben, ob Hilssdienstpflichtige bereit sind

2 ) für den Etappendienst,

b) für den Heimatdienst oder

c:) für den Etappen- nnd Heimatdienst und

6) für welche Zeit;

Verpflichtung apf Kriegsdauer erwünscht: Meldungen ftir weniger als sechsmonatliche Dauer bleibea unberücksichtigt.

3. Tätigkeit Hilssdienstpflichftger in der freiwilligen Kranken­pflege kann nur durch Eingliederung in diese Organisation, nach vorhergegangener ärztlicher Untersuchung ermöglicht werden.

Schlecktt beleumdete Personen haben keine Aussicht aus An­nahme. Beibringung von Leumundszeugnissen wird empfohlen.

4. Tic in land- und sorstivirrsck astlichen, sowie in Kriegs- wirtschastsbetrieben bereits tätigen Hilssdienstpflichtigen können nicht angenommen werden. Es kommen in Frage:

Pfleger, Träger, Schreiber, Kausleute, Koch? und solche Per­sonen, die sich, soweit erforderlich, für einen dieser Zweige

für die freiwilligen Krankenpflege ansbild^n lassen wollen:

Kosten entstehen diesen Personen dadurch nicht.

5. Gebühr n i f f e;

A. In der Etappe.

Vom Tage der Annahnie durch den Territorialdeligiertenf zwecks Eingliederung in die freiwillige Krankenpflege, also auch während der Ausbildungszeit, die nach der Dien st Vorschrift für die freiwillige .Krankenpflege zuständige Löhnung, die etwa der­jenigen der verschiedenen Dienstgrrde des Unteroffizier- nnd Mannschästsstandes entspricht (23,40 Mk. bis 63 Mk. monatlich), außerdem freie Bekleidung imd Ausrüstung, freie Beköstigung nach Unterkunft oder die Geldvergütung für diese nach den bestehendeir Bestimmungen, freie ärztliche Behandlung, Kur- und Heilmittels^ freie Wäschebereinigung, Versorgung nach deni Mannichaftsver> sorgungsgesetz, Marschgebührnisse bei der Einberufung und Ent­lassung. Famitienunterstützung, freie Eisenbahnfahrt bei gewöhn-- lichen Urlaubsreisen, unter Fortbezug der Gebührnisse, Schulg-eld- beihilsen.

Tie scheinbar geringe Löhnung eines .Krankenpflegers erfährj^ durck die voran gegebenen weiteren Gebührnisse ein? wesentliche Erhöhung, so daß das Gesamteinkommen, wenn überhaupt, so dock nur unwesentlich hinter dem der übrigen HilfsdienstpflichtigM znrücksteht.

B. In der Heimat.

Amiähernd die gleichen Gebührnisse, wie in der Etappe, mit Ansnahnic der Versorgung aus Grund des MarmschaftsversorgungS-- gesetzeS und der Marschgebührnisse sowie der ^chulgcldbeihilfen.

6. B e s ö r d er n n g s m ö g l i chke iten bis zu m Zug­führer etwa Vizefeld ivebel entsprechend vor-' Händen.

7. Hilisdienstpslicktige, die sich während der AusbilduM als ungeeignet erweisen, werden baldigst entlassen.

Bei Ueberweisung zur Beschäftigung oder Ausbildung in der Heimat wird ans Lebensalter, Familien Verhältnisse, Wohnott uf'w. nach Möglichkeit Rücksicht genommen.

8. Tie Meldung der Hilssdienstpflichtigen zieht zunächst nicht ohne weitere Annahme und Eingliederung in die fteiwilligr Krankenpflege nach sich Als angenommen gilt eine Person erst dann, wenn ihr der Territorialdele­gierte eine Einbernsungsmitteilung hat zu- gchen lassen.

9. Tie Ausbildung kann in etwa 46 Wochen beginnen,-

so daß dem Einzelnen genügend Zeit zur Regelung seiner häus­lichen Verhältnisse bleibt. 213BD

Krieqsamtstello Frankfnrt a. M.

Tauksagnnc;.

Für die vielen Beweise herzlicher Teiinahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes, für die trostieichcn Worte des Herrn Pfarrer Wagner, sowie für die überaus zahlreichen Blumeusvenden sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Familie Ludwig Wallbott.

B-'uern, den 15. März 1917. 0134(5

Danksagung.

' Für die vielen Beiveise herzlicher Teilnah- me bei dem uns so schwer betroffenen Verluste und für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichen Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Fung HI. Wieseck, den 15. März 1917 211S

Aufforderung öes Urieg§amt§ zur freiwilligen Meldung gemäß 8 1 Hbf. 2 der Gesetzes über den vaterl. hilfsöienst.

Zwecks notwendiger Ablösung wehrpflich­tiger, im Heimatgebiet beschäftigter .Kraft­wagen führ er wird hiermit zur sofortigen freiwil­ligen Meldung hilssdienstpflichtiger, nicht wehr­pflichtiger Kraft Wagenführer mit dem Führerschein 111 b aufgcf ordert. Der nach Deckung des Bedarfs in der Heimat verbleibende Ueberschuß kommt zur Verwendung für die besetzten 0)ebiete und die Etappe in Betracht.

Tie Meldungen haben unter Beifügung des Führerscheins und ettvaiger Zeugnisabschriften schriftlich oder mündlich bei der Kriegsamtstelle Frankfurt a. M. Abteilung für Liters. Hckfs- dienst, Marienstraße 17 zu erfolgen.

Dabei hat der Bewerber anzugeben, ob er zum Dienst nur im Heimatgebict (evtl, beschränkter Bezirk' oder in der Etappe und im besetzten Gebiet bereit ist.

Frankfurt a. M., den 13. Mär- 1917 2151V

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