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15.3.1917 Erstes Blatt
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Erstes Blatt

Donnerstag. 15. März 1917

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sämtlich in Gießen.

UevoluMy in priers

Petersburg, 18. Mär;. (Drahtnachricht WTB. Nichtamtlich). Meldung der Petersburger Telegraphen- LL g e n r u r : Ju Petersburg ist die Revolution a » s g e b r o ch e «. Ein aus 12 Dumamitgliedern bestehender Exekutiv- ausschutz ist im Besitz der Macht. Alle Minister find ins Gefängnis gefetzt. Die G a r n i f o n der Haupt­stadt 30 000 Manu hat sich mit den Redolntionäreu vereinigt. Am Donnerstag (Mittwoch?) dem dritten Tage der Revolution, war die Ordnung in der Hauptstadt wiederhergestellt. Der Deputierte Engelhard ist vom Ausschuß znm Kommandanten von Petersburg ernannt worden.

(WTB.) Grosz es Hauptquartier, 14. März. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Nördlich von Arme nt i 6 res wurden englische Ab­teilungen durch Feuer irerjagt.

Im An c re-Gebiet griffen die Engländer nachmittags ahne ArtilLerievorbereitmrg zwischen Achiet le Petit und Gvevillers. nachts nach starkem Feuer beiderseits von Buc- quoy an. Sie wurden verlustreich ubgrtvicsell und ließen fünf­zig Gcftrngene in unserer Hand.

Än der Champagne dauerten die Kämpfe südlich von Ripont mit wecliselndenl Erfolge an. Auf dem Ostuser der Maas scheiterten. Vorstöße der Franzosen bei St. Mihiel. Einer unserer Flußposten wurde zurückgedrüctt.

O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalls PrinzenTeopold von Bayern.

Lebhafte Vorfeldtätigkeit an nrehreren Stellen zwischen Ostsee und dem Dnjestr.

An der Narajawta stürmten unsere Stoßtrupps Teile der russischen Stellung, zerstörten ausgedehnte Minenanla­gen und kehrten mit zwei Offizieren und zweihundertsechs- undfünfzig Mann an Gefangenen und nrehreren Maschinen­gewehren und Minenwerftrn als Beute zurück.

Bahnhof Nadziw-illow, östlich von Brody, lvurde aus­giebig mit Bomben beworfen.

Von der

Front des Generalobersten Erzherzog Josef

und der

Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls vonMackensen ist nichts Besonderes zu melden.

Mazedonische Front.

Mehrere französische Vorstöße zwischen Ochrida- und Prespa-See blieben ergebnislos. Auch starke feindliche An­grifft nordöstlich und nördlich von Monastir schlugen fehl. An bewen Stellen erlitt der Gegner erhebliche Verluste.

Der Erste Generalquartiermeister Luöendorfk

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Der Abendbericht.

Berlin, 14. Mürz, abends. (WTB. Amtlich.)'

Im Westen bei regnerischem Wetter ruhiger Tag.

, Im Osten lebhafte Artillerretätigkeit bei Brzezany.

Neue Enlenteangriffe beiderseits des Prespa-Sees schei­terten.

* * *

Großes und noch Unübersehbares ist in dem Riese n- nachbarreich des Ostens geschehen. Plötzlich ist der Schleier der Zensur zerrissen, und die Petersburger Telegrupheu- Agentnr, deren Betrieb heute nicht mehr in der amtlichen Gewalt ist, berichtet kurz und bündig, daß in Petersburg die Revolution crusgebrochen sei und daß die Minister bereits im Gefängnis säßen! Die Garnison der Hauptstadt hat mit den Revolutionären gemeinfmNe Sache gemacht, rrnd es verwirklichen sich wieder die Bilder, die uns heute noch als Haupt stücke der französischen Geschichte immer von neuem erschüttern. Die Duma, die durch Beschluß des Zaren gewaltsam vertagt worden war, hat ihre Fesseln gesprengt; ein Ausschuß der Parlamentarier hat die Regie- ruuvg übernommen. Nach drei Tagen, so heißt es, wardie Ordnung" wieder hergestellt. Aber wie?Heilige Ordnung, segensreiche .wimmelstachter" wird sie der Wirren wirk- lw) Herr werden können? Ganz gewiß nicht inr Sinne der Ententepolitiker. Denn den Anlaß zur Unzufriedenheit und Empörung des Volkes haben der <Krieg und die Kriegführung gegeben, die in heillose innere Zustände hineinführten. Wir -k ^ bescheidenen Berichte übler diese Klagen in

der Duma in Erinnerung, soweit sie von der Zensur ins Ausland gelassen wurden. Das russische Verkehrswesen ist danach völlig zerrüttet. Der Güterverkehr stockt, die Ver- k Volkes liegt gänzlich im argen. In der Haupt- uadt wird wohl eine Hungers Panik ausgebrochen sein. Was hatte, waren sicherlich zahlreiche Ruft ^wsenden Frieden. Da hatte das Kabinett Golitzin burmal aufgerafft und die Sitzungen der Duma geschlossen. u>as war dqs Zeichen zum Aufruhr. In einem neuen Züchte erscheinen jetzt auch die kurzen Meldun- f?* 1 ' Ewigen Tagen durch die Blätter gingen, über

EEE Reift des Zaren ins Hauptquartier. Wahrscheinlicl) hat '^rahnung gewKsamer Erschütterungen die Hauptstadt Ö ^ \I a J] Cn ? ie Mutige Meldung sagt über seinen

Aufetityart uuhts, auch nur wenig über die neue Verfassung, dre ftrtMi ms Recht treten soll. Ob der Zar, dem das Heft ^errsftu worden ist, seine eigenen Rechte wieder­herstellen kann, das ist die große Frage der nahen Zukunft. Hochmut kommt vor dem Fall. Wo sind nun die großen

Worte dieses Herrschers iind seiner Minister, die bei einer unzulänglichen Beschafftilheit der russischen Verhältnisse ins Plaw und Endlose phantasierten? Wir wollen nicht zu frühe verkünden, daß die Petersburger Ereignisse uns einen Sonderfrieden in rnrmittelbcrre Nähe rücken. Aber selbst rvenn es denr Zaren gelingen sollte, mit Anwendung von Gewalt die Zügel wieder zu ergreifen, so würde doch wohl der Geist nicht mehr bei ihn: vorherrschen, der den deutschen Friedensvorschlag abgelehnt hat. DerSelbstherrscher" wird heute einsehen, wie verderblich es war, daß er den Bogen überspannt hat. Ueber die Vorgänge der letzten Tage sind noch folgende spärliche Nachrichten eingegangen:

Nach Meldungen desSvcnska Dagblaöet" aus Haparanba berichten Reisende uns Petersburg, daß die Hauptstadt seit fünf Tagen in vollem Aufruhr ist. Maschinengewehre sind auf vielen Straßen aufgestellt. Die Soldaten wekgerten sich wiederholt, auf die Bevölkerung zu schießen.

Eine tausendkvpfige Menge sammelte sich vor dem sogenann­ten Speicher der Lady Buchanan, wo englische Spenden gesammelt werde::, utn an die Fronten zu gehen. Das Berwal- tungspersonal flüchtete. Ter Speicher wurde zcrtrüm- m ert, große Atengen von Verbandszeug auf die Straße geworfen und verbrannt.

Auch aus den übrigen Teilen des Laiches treffen aufregende Nachrichten ein. Im Wolga-Gouvernement ivurden zahl­reiche Mühlen von den revolutionären Etenveilten angeznildet, be­sonders solche, die große Kornvorräte hatten. Im Busul'usker Bezirk sind staatliche Mühlen abgebrannt. Der Schaden wird ans hundert von Millionen Pud berechnet. Tie Arbeitergruppc t-es ZttutralkriegsindnstriekomiteeS wendet sich an die Arbeiter nrit der Aufforderung, das Geschehene zu. vergessen imd imverzügli-ch an die Drehbänke zurück; utehren. Es wstre ein Äerbrecliie'n ge,reu die Arbeiterschaft, inr gegeiuoartigen Moment die Kräfte zu zer­splittern.

* * *

Wie ruhig nnb g «^ordnet erscheinen uns heute die Ver­hältnisse in Deutschland, einschließlich der Meinungsver­schiedenheiten zwischen dem Reichskanzler und einem Teile des Volkes. Für die Gegenwart, die Fortsetzung des Ents scheidungskampfes ist alles aufs beste gesorgt; da gibt es keinerlei Opposition. Nur um das Programm der Zu­kunft werden noch Reden und Gegenreden gewechselt. Der Reichskanzler H^rr v. Be t h man n Holl w e g hat gestern im preußischen Mgeordnetenhause auf die von unks kurz besprochenen Reden im Herrenhause, das die Vorlage über Anwesenheitsgelder und Freifahrtkarten für die Mitglieder des Abgeordnetenhauses abgelehnt hatte, mit einer längeren Rede erwidert, aus der im Anschluß an unsere früheren

Ausführungen die folgende Stelle wiederzugeben ist. Der Kanzler führte u. a. aus:

Wir werden nach dem Kriege vor die gewaltigsten Aufgaben gestellt >werden, die wohl ft einen: Bolle beschieden sind, die so go- :valtig sind, daß das ganze Voll in allen seinen Schichten, jeder- niann im Volle mit Hand anlegen muß, wem: wir uns überhaupt heransarbeiten wollen (Sehr richtig"! und pine starke aus- w^ärtige Politik wird uns nach dem Frieden iwllvendig sein. (Sehr richtig.) Wir werden von Feinden umgeben sein, dienen wir nickst gegenübertreten ^voller: mit großen Worten, nrit Nenommislereien mit Sichirrdiebrustwerfen (Sehr richtig), sondern mit der inneren Stärke des Volles (Lebhafte Zustimmung). Eine solche Politik können wir mcr treiben, wenn das staatliche, das vaterländische Bewußftein, das in diesen: Kriege doch in ganz neuer: und uns bisher unbekannten Formen zur niunderbaren Wirk­lichkeit geworden ist, frei erhaltei: und gestärkt lvird. (Lebhafte Zustimmung.) Eine solche Politik der Stärke, eine solche innere und eine solche äußere Politik können luir nur führen, wenn die politischen Rechte der Gesamtheit des Volles in allen seinen Schichten auch in seinen breiten Massen voll berechtigte und freudige Mitwirkung an der staatlichen ?lrbert ermöglick-en. (Lebhafte Zu­stimmung). Das erfordert unsere Zukunft, nicht um theoretisckxr Probleme willen, sondern damit wir leben können (Lebhafte Zu- stinnrrung). In diesen: Kriege gibt jeder- Sohn des Volkes in todes- mutigem Wettstreit fein Bestes imb sein Letztes her, niemand känn beanspruchen, daß er etwas niehr täte als der andere, aber wenn in: Krieg manches versagt, türmen wir dann den Krieg gewinnen? . (Zurufe nctn, nein), und können jrör imd) diesem Krieg leben, nram im Frieden die Kraft des Volkskörpers versagt? Auch da sage ich nein. Bor dem Kriege sind die Interessen der Arbeiterschaft heftig in einen an­geblich unversöhnlichen Gegensatz zu den staallichen Interessen und zu den Interessen der Arbeftgeber gestellt worden. Ich hoffe, dieser Krieg befreit uns endgültig von diesem Irrtum (lebhafte Zustim­mung), denn täte er's nicht, so wären wir nicht entschlossen, all' die Folgerungen, die sich ans diesem Kriege ergeben, rückhaltlos zu ziehen, in aller: Fragen unseres politischen Lebens, in der Rege­lung des Arbeiterrecksts, in der Regelung des preußischen Wahl­rechts, bei der Ordnung des Larchtags im ganzen. Die Herrei: sprechen ja vom Herrenhaus. Ich will auf einzellres nicht ein- gel>en. (Sehr gut.) Wem: tvir nicht entschwssen sind, dftse Fal- gernngen zu ziehen, rückhaltlos zu ziehen, und ich sage für meine Person mit dem Vertrauen, das mit.in diesem Kriege eingeivachsen ist, zu allen Söhnen des Volkes (lebhafter Beifall lircks und im Zentrum), werrn wir das nicht tun, dann gehen wir Erschüttermr- gen entgegen, deren Tragweite kein Mensch übersehen kann. (Sehr richtig.) Ich werde diese Schuld nicht auf mich laden. (Beistill links.) Vor einiger Zeit ist hier von der rechten Seite dieses Hauses einWehe"' dem Staatsmann xugerufen worden, der nicht auS diesem Kriege einen starken Frieden für Deutschland

herausholt. Nun, meine Herren, gibt es denn jemand, der nicht sein ganzes Herzblatt daransetzte, um nach diesen gewaltigen Opfern des Krieges dein: Friedensschluß einen Frieden für unsere Kinder und Enkel heraus zii holen, einen deutsck-en, einen starken, einen sicheren Frieder:? (Lebhafter Beifall.) Das ist einfach selbst­verständlich. (Wiederholter lebhafter Beifall.) Meine Herren, da möckste ich dmrn doch auch sagen, wehe dem Staatsmann, der die Zeichen nickst erkennt. (Lebhafter Beifall links.) 2BeIje dem Staatsmann, der glaubt, daß wir rrach einer Katastrophe, wie sie die Zeit überhaupt noch nicht- gesehen hat, deren Umfang wir Mit- leberchen :md Mithandelrcher: überhaupt nicht verstehen können, (leb- hsftes Sehr richtig!), der nach einer solchen Katastrophe gbcuckt, er könne einfach wieder anknüpsen an das, was vorher war. (Leb- qafter Beifall.) Daß er neuen und jungen Wein in die alten ^ 2 chlä::che silllen könnte, ohne daß sie zersprengten. Wehe dem Staatsmann! (Lebhafter Beifall links.)

Abg. Pachnicke meinte, er hätte Sorge, ob ich die Gedanken denen ich jetzt in flüchtiger Form) Ausdrirck gegeben hätte, arrch durchführeu könnte. Meine Herren! Ich will und lverde diese Ge- darften durchführen. (Beifall.) Und ich tverde mein Letztes daran gebe::. (Wiederholter lebhafter Beifall.) Ich tvlll doch diese Ge- dankcn: um mrseres Lcn:des willen und um unser Volk stark zu machen uud jeder, den: die Stärke unseres Volkes ccm Herzen liegt, ^welcher Politischen Parteirichtung er angehören möge, der muß doch Mitarbeiter:, daß nack) diesen Opfern ein starkes und junges Volk aus dem Verderben und Ur:hell hervonvachsen möge. (Beifall.; * * *

2er österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 14. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirb verlautbart: 14. Mürz 1917.

Qestlicher Kriegsschauplatz.

Die gestern gemeldeten Stoßtrnppsrrnternehmen im Raum von Brzezany zeitigten vollen Erfolg. Es lvurden «Ah gründlicher Zerstörung der feindlichen Kampfanlagnr zwe: russische Offiziere, 256 Alaun und mesft-ere Maschinen­lehre und Minemoerfcr eingebracht. Unsere Flieger beleg ten, Angriffe dcr feindlichen Kampfflugzeuge abweisend, den Bahnhof von Radzivillow mit Bomben.

I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz.

Die GefechtStütigkeit war gestern im allgemeinen gering. Im Gorzischen warfen unsere Flieger auf feindliche Lager bei Eucinico Bomben ab.

S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Im ostalbanischen Seengebiet wird weiter gekämpft. Di» Franzosm griffen unsere Stellungen zwischen dem Ochrida und Prespa-See wiederholt erfolglos an.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant

* *, *

Der bulgarische Bericht

Sofia 13. März. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 13. M8^'

Mazedonische Front: Am Westuser des Prespa-Sees dranqen mehrere fellwliche .Kvmpaqnien vor, sie wurden aber unter großen Verlusten für sie zurückgeschlageu. In der Nach: wurden in der glecch-vr Gegend noch zwei feindliche Angriffe blutig abgennestn. liniere Stellungen westlich und nördlich von Bitvlia standen unter sehr heftigem Artilleriefeuer. Im Cernabogen lebhafte Artillerietätigkett. Auf der übrigen Front spärliches Geschützfeuer zwischen vorgeschobenen Abteilungen. Ai: der ge­samten Front beiderseits lebhafte Tätigkeit in der Luft. Bei Mi- letkewo wurde ein englisches Flugzeug im Luftkampf herunter- geholt.

Rumänische Front: Oestlich von Tulcea spärliches Ar- tillerrefeuer auf beiden Seiten. In der Nähe des Sereth schlugen unsere Truppen eine starke feindliche Erkundungsabtcilung zurück

Schwarzmeerfront: Zwei rmssisck)e Schiffe beschosieu ergebnislos die bulgarische Küste um Durankulak.

Der türkische Bericht.

Konstantinopel, 13.März.H(WTB.) Türkischer Heeres­bericht vom 13. Marz.

An der Tigris front zog«:: sich imsere Truppen nach mnem Kanrpfe sMich Bagdad zurück nnb nahmen zwischen Bagdad und Samara eine neue Stellung ein.

An der Kan ka sus fr o u t winden starke russische Erkuw dungsabteilungeu überall abgeiviesen.

An den anderen Fronten kein Ereigicis von Bedeutung.

Englischer Heeresbericht

aus Mesopotamien von: 13. März:

kftebeit in enaer Fühlrn:g. mit den: Feinde südlich von Bagdad. In der dLackst vom 13.^ räumte der Feind die ganze Grabenlinie, ivobei ivir ihm ans den Fersen' blieben. Wir folgt«: dem allgenieiueu Vorgehen auf beiden Usern des Tigris Nikd besetzten bei Tagesanbriich dre Bahnstation. Daraus nahm die Kavallerie die Verfolgung aus und wir besetzten nach geringem Widerstmw Kokdimaiu. Wir machten hundert Go- sangeue. Auch Kanonenboote beteiligten focf> an der Verfolgung«. Seit dem 23. Februar hatten die Türken alles, was von Wert war, in Bagdad zerstört und entfernt. ^Trotzdem war unsere Beute erheblich. Der Feiiw ließ 500 ^Verwundete zurück. Wir zähltert zwei bis dreihundert Tote rmd nahmen m:s dem linken Tigrisusev 300 Maui: gefangen. Me Bewahner Bagdads nahuien uns herzlich Grs.