ttffrmm. Andernfalls lasse aber auch die ganze Behandlung und
Deivahrnug der Lel^nS mittel in den Städten sehr zu »vün scheu übrtg Redner betont zum Sckiluß senrer ändert lxtlbstündigeu Ausführungen, das; dre Hatlptforderung für unsere Zukunft fern müsse: die Rückkehr zur Schelle (Rufe: Es ist zu wenig Sclivlle da!,!), einer gesunden, imtüklirhen LebenÄv^is-e. Ter Landlvitt sehnt sich ,rach Familtenleben und Familienalück. Eine Gesundung »mscres Volkes an Geist und Körper müsse für alle Parteien die vor- nelmrsic Aufgabe sein, von deren Losung sich niemand aussMießau dürfe. (Beifall).
Es tritt eine Panse ein.
Letzter Redner ist beute VITkx. Tr. Schm i tt (Ztr.). Er fillirt ans: Es war für mich und für alle anderen eine freudige lieber- raschnng, das; wir auch im Jahre 1t) 17 ohne Stenererhöliung aus kommen können. Nicht nur unsere Feinde, wir ftLbst butten gar kerne Ahnung, was für sittlickie und wirtschaftliche Kräfte in un serem Volke schlummern Sehr richtig.) Sie n-erstürgen uns für den endgültigen Sieg! (Ltiuter Beifall.) Vor 1911 galt 1870 71 als der große Krieg. Ab<r 1 ms ist er geg^nt 1014-1917. Wir lmben alle vollständig umlc-.nen müssen. Unrleruen 'und Neuvrientiereu ist unser aller Aufgabe. Unckeruen nrußtm die deftigsten Gegner lcmd wirtschaftlicher Schutzzölle, die Gegner der vielgeschmähten Reichs fiuanzresorm. die Vrrweigerer der Heeressordertutge»». die Eigner der Gewerkschrftsbelwegung. Ueberall ein Unrlernen auf Grund der Erfahrungen des Weltkrieges. Wie kleinlich waren dock'! uns-ere Kümpfe um b<K> Ordensgesetz kurz vor Ausstnrch bc3 Krieges 1914 (Sehr rickstig von verschiedenen Seiten h>3 Hauses). Und wie bahnt »ich die Orden im Kriege lunväbrt. Ter Redner gibt zahlenmäßige Belege für die Teilnahme der Oblatni und der Sckklcwstern der göttlickren Vorsehkiug in Mpiuz. Tie vvn den Oblaten geleitet derrtsche Seelsorge in Brüssel 'werde vom GenrralgviUwrnetlr Frei Herrn v. Mssrng wiederholt leblxtft anerkannt. Nicht dis 4 Jahre, sondern 30 bis 40 I-ahre scheinen uns heute diese Kampfe um das Ordensgesetz zurückziuliegen. Auch der Herr- Minister des Iirnern, der damals lebhafte Bedenken gegen die Betätigung der Oblaten im Gro scher zog tum geäußert bat, dürfte umgelcrut 1>abeu. Bon allen Seiten lwl mau die Aufhebung der Ausnahmegesetze gefordert. Ter erste lvar der Abg. Naumann Ter Redner führt eine Reih«' weiterer Stimmen, ans dein Lager der Linken an. Tie Sozialdemokratie war immer gegen Ausnahme gesetzt, abgesehen von dem bedaicerlirbe»» Seiterrsprung-e in dnchnn Hause bei der Mstin'uulng über das Ordensgesetz. (Zuruf des ?lbg. Adelung: Wir niachen nie. Seitens tackln ge), zu Ihrer Ehre, Herr- Llstg. 'Adelung, mul ich sagen, daß Sie bei jener Abstimmung nicht «mlveseuÖ wäre»». Auch wir lxrben in vielen Dingen umlernen müssen, lind ich sage, das wäre ein trauriger Mensch, der nicht -aus den Erfahrneren dieses Weltkrieges gelernt ltzitte. (Lebhafte Zustimmung.) Gleich zu Anfang des Krieges hat die Regierung erklärt, daß sie infolge der patriotisck>en Haltung dev Sozialdemokratie ilrren bisherigen Widerspruch gegen die Be- stätigmtg so zialdemvkrattsckter Beigeordneter aufgegeben lmt. Es hat in ZenttitmSkreiseu lebhaftes Befremden hervorgerusen. daß yiusichtlick) des Ordensgesetzes eine ähnlich? Erklärung der Regierung ausblieb. Tie alten Vorurteile bestellen noch. Die alte Ungerechtigkeit besieht weiter. Ein Drittel der Bevölkerung wird zu Staatsbür; 7 errr zweiter .Nasse lierabgedrückt. Sollen alle Opfer, die das krtdolische Volk freudig fürs Vaterland gebracht hat, uni sonst gcbrackst »vvrden sein? Wir lvüpschm nicht die Aushebung des ganzen Ordensgefetzes, obwohl sie uns nErlich am angenehmsten wäre. Wir erkennen an. daß Bestimmungen enlhält, die «rch nur nickst als Ausnahmegesetz betrachten. Wir wünschen nur die Aus lx'bung der in dem Ersetz eu'.aalteueu Ausnahmebestimmungen. Wir wissen ferner, daß in ne Delxrrre über das Ordensgesetz zu Aatse utamders-etzmtger» führte. Dir wollen keine Störung des Burgfriedens. Darum wünschen nur nickst wie die Sozialdemokraten eine sofortige Ausladung des Gesetzes. «Zuruf des 7lbg. sldclung: LZarum nickst?), sondern wünsclxm nur, daß der Herr Mnister des Jimerrt milch sin Laufe der Etatsverhandlungen eine bestimmte Erklärung abgibt, daß sofort nach Friedensschluß eine Abänderung des Ordensgesetzes und 2Lbschttffuug der Ausnahmebestimmungen erfolgen tverde >Zusti"unung im Zentrum.)
Der Redner- cubt sodam» die Znstimlnnng des Zentrums zur Bestätigung soziald«'mokralischcr Bürgermeister und Beigeordneter. Freilich werde ein Unterschied gemacht werden müssen. Ein Liebknecht und Henke könnten natürlich nie Bestästtgtutg finden. Der tfteöuct erwartet nach dem Krieiw einen starken Zug nach links bei den näckstten Wahlen. Freilich würdet» die nächsten Wahlen, bei der sich mmtcherlei Mißstiimunng Luft inachen würde, kein rechtes Bild der Volksstimmung geben, sonder»» erst die zweiten Wahlen. Das allerwichtigste in der inneren Politik sei die Haltung der Sozialdemokratie iin Friede»», Er hoffe, daß die hessisck>e Sozialdemokratie auch dann auf Setten der jetzigen Majorität bleiben werde Der Redner fordert die Verhältniswahl für den Landtag. Er pslickstct dem A'bg. Osmkn bei in der sckmrfen Verurteilung der Ausführungen de<> Reichstagsabgeordneten Sttesemann von der Konfiskation eines Teils des Vermögens. Dort lvo die Zensur «cknmal am Platze gelvesen würr, habe sie versagt. Dann ergreift der Redner die Gelegenheit, it: GegeMvart^der drei, Minister die Unzulänglichkeit unserer Rechtsmittel im Steuers nahreu sestzu - stellen. Tie Land^^kommission sei eine gaip; unhaltbare Instanz, weil bei ihr der Besteuerte nickst mehr zu Wort kommen könne. Und doch seien ihre Festsetzungeil maßgebend für den Verwallnngsge- richtslwf. Auch wünscht der Redner lAegsalt der Vermögensgrenze im Steuerstreitverfahret». Mir alle haben nickst gcmrrftt was tu dem Filialsteuergesetz darinnen steht (!). Manck>erlei Verärgerung rverde ungünstigen Eiuslnß auf die neue Kriegsanleihe haben. Wir ''Abgeordnete hckben als gewählte Berttauensleute die Pstickst, auft klärend im Laude zu 'mrleu. Ein Mißerfolg der Anleihe käme einer Niederlage an der Front gleich chn Eriolg wälre einem Sieg gleich zu erachteir. Der Weg zum Siegc' führt über- die Kriegsanleihe. Ich halte es nickst ftcr angebracht, scholr jetzt von .Kriegszielen zu sprechet. Da-n ist die Zeit, wenn wir den Sieg errungen haben. Jetzt gibt es nur ein KnetZsKiel, einen niöglichst lmlbigen und Einstigen Frieden herbrizusührert. (Lebhafter Beifall.)
Di? Sitzung lvird darauf nach l Uhr abgebrochen.
Nächste Sitzung: Donnerstag'friih 9 Uhr.
bauamt, Llsderweg 9, zu erstatten. (Näheres siehe Bekanntmachung.) , _ . .
" An der Groß Herzog Ernst Ludwig-Inbt- UumSIpenbe zur Errichtung eine« ErboluugShe'.ines für verwundete nnd kranke hessische Krieger hat sich da« Arinierungs- Bataillon 9tr. 158 mit dem Beilage von Mk. 1072,75 beteiligt
** Bienenzüchter seien darauf aufmerksam gemacht, daß sie die BieueuvölkerAnnteldtmg bei ihrer Bürgermeisterei vor zunehmeit habeit.
Landkreis Gietzen.
•* Dau bringen. 8 Dtü-z K, ankenträger Heinricb Walther, welcher seit Anfang des Krieges im Felde steht, wurde zum Gefreiten befördert und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und der Hess. Tapferleitsmedaille ausgezeichnet
:: H a r b a cb, 7. Atärz. Heute hielt Herr Lehrer I a k o b von Ober»Bessingen einen L t ch t b t l d e r - B o r t r a g zur Aufklärung über die neue Kriegsanleihe. Ter Redner erläuterte an Hand zahlreicher, sehr scharfer Lichtbilder die Wirtschaflskraft des deutschen Volke«. Es wurde jedem Zuhörer vollständig klar, daß für die bereits gezeichnete und die zur Neuanflegnng konnnende Kriegsanleihe in jeder Hinsicht dnrch da« deutsche Volksverinögen Deckung vorhanden ist, so daß diese Kapitalanlage eine vollständig sichere sei.
H a t t e n r o d , 8. März. Landsturminann Fink, der in den Kämpfen bei Verdun schwer verivundel wurde, ist gestern mit dein Eisernen Kreuz 2. Klasse anSgezeichnel worden.
:: Lich, 7. März. In verflossener Naht wurde hier ein größere Was che die bst a hl verübt. Nach dem Umfange der fortgeschassten Bienge müssen einige Diebe bei der Aroeit gelveseu sein. Zu ihrer Entdeckimg sind Vol'zeilu>nde beüellt.
:: Oneckborii. 7. Biärz. Bei dein am b. dS. MtS. abgehaltenen dickstbilder-Vortrag fvracb- am Anfänge in ausführlicher Weife Herr Pfarrer S eh i ck zur neuen Kriegsanleihe, was noch nachträglich erivähnt sei.
** Wieseck, 8. März, dlm 4. Dlärz erhielt da« Eiserne Kreuz S. Klasse der seit 29 'August 1914 bei der Feldbäckerei Kolonne 2 stehende Fahrer Otto S h i c m a n n.
KreiS Alsfeld.
f. Berns selb. 6. März. Die hiesige Schulstelle, die seit der Eutberiisilug unseres früheren Le'vrers Bernhardt am 9. März v. IS. durch die Lehrer S ch ä f e r - Nieder Ohmen und S ch w a r z - Atzenhain niitverseben wurde, ist seit dem 5. d. M ts. durch SchulVerwalter Wilhelm aus Friedberg wieder besetzt. Lehrer Bernhardt ist — wohl infolge eines Schlages mit einer Handgranate auf den Hintcrkopf — am 1. Dezember v. Is. \n einem Feldlazarett verstorben nnd auf dem Soldateufnedhof tu Moutmedh beerdigt worden.
Kreis Lauterbach.
ü. G un z en au (Ltrbck'. , 8. März. Uujcr Bürgermeister Philipp Tictz. der als Landsturunucuul an der nmsurischcm Wintersckstack? trilnahut nnd gegenwärtig Wachmann eines Ge- fangttnn: Arbeitskommaudos im na den Metzlvs ist, wurde znm Gefreiten befördert. - Bei der am 27. Februar hier abgehaltenen V.eunhel'.Verweigerung aus den' Ried. (Aschen Distrikt Gunzeuan wnrdeu übertriebene Prck,e ettüell. Buchenstl^iter 1. und 2. Kl. wurden mit 2.V-28 Mark für den Rm., vereinzelt sogar mebr, erworben. Für Bnckxnrei'er wurde !>'r doppelte und dreifache Betrag früherer Jahre geboten.
a. Nt o o s o r iü r und, ». März. In der Nackst von Sonntag ans Nlontag erreichte die Kälte iviederum ll Grad Am'lAoutag Aaebmittag setzte sauite« Eckweelreiben ein und schon am Abend
ivar der hier und da durch blickende Boden mit c^ier neuen Schneedecke belegt. Die Erwartung einer irochmaligen Kälteperiode war also gerechtfertigt.
Kreis Schotten.
O Glashütten, 6. März. Alk ein sehr erfreuliches Zeichen der Opferivilligkeit darf das Ergebnis der hier für die G r o ß h e r ^o g - E r n ft - L n d io i g - I u b i l ä u m S ] p e n b e veranstalteten Sammlung anaesehen werden. Fast ansnahmSlos beteiligten sich alle Haushaltungen. Dank der rührigen Tätigkeit de« Herrn Lehrers Weber, der die Sammlung selbst vornahm, kam die schöne Summe von 186,30 Mk. zusammen, eine hervorragende Leistung für eine Gemeinde von nicht ganz 4>K) Seelen, deren Bevölkerung zumeist aus Kleinbauern und Fabrikarbeitern besteht.
---- F r a n Tj u r t a. M , 7. März. Zu nickst oftentlickier Sitzung bewilligte die Stad t verordnet nt f t tzuug einen Kredit von iveileren 0 M i! l i o n e n Pf a v \ f iir den Kriegsfonds, ferner 30 000 Mk. für die Verstärkung der städtischen Htlfskass-e, 70 000 Mors als Bei In l st für gemeinnützige Vwanstaltnugen und 5000 Mk. für Liebesgabert mt die im Felde stehettden Frankfurter Truppet.
ul. Limburg, 8. März. <Drabtbericht.l Heute nacht ereignete sich ans der Lahnbahnstation Kerkerbach ein schwerer E i \ e n b n h n u n f a 11. Ein dort rangierender Gntrrzug stieß mit einem Militärzug zusammen. Dkebrere Wagen entgleisten. Tie Maschine des ttzüterzuge« ist umgeivorfeu Uitd stark beschädigt. Der Zugführer Heiter au« Wetzlar wurde getötet.
An» Stadt und Land.
Gießen. 6.-Mörz 1917.
** A rn t l i ch e P e r s o n a l n cr ch r i ch t e n. Uebcrtrnssen fvurde crm 2. Mürz dem Lehrer Adwm Hübner zu Ofseit- thal, Kreis Ofsenlxtch, die erledigte Lelyrerstelle an der Volksschule zn Mmetrrod, Kreis Lanterbach: den Schnlamts- aspirantinnen Klara von der Becke aus Ascherslebeu und Marie Weiß aus Laudenau, Lel-rerckintenstclleit au der Bolsschule zu E>ros><st'erau. — Dirrch Entschließnitg Grösst). Ministerimns des Jiutern wurde der Lehramtsrefereudar Eduard Kircher zu Grünberg zmn Lehrmntsassessor er- namit.
** Auszeichnungen. Gefreiter Hch. W e st e ck e r, 7. Komp. Ref.-Inf.-Rgt. Nr. 224. erhielt da« Eiserne Kreuz 2. Klasse am 23. Februar 1917, die Hesusche TapferkeitSmedaille bereits am 29. Oktober 1916. — Musketier Willi V ö l v e l au« Gießen, un Ini.-Ngt. 21, wurde am 27. Januar das Eiferne Kreuz 2. .Klasse verliehen.
** Eine M uster unn der d ie n st u n b rauchbaren nnd nichtkriegsverw'endungsfühigen Mannschaften der Stadt und des Kreises Öftesten siitdet in der Zeit vvm 10. bis 26. März statt. Die zu Musternden erhalten hierztl besondere (.Gestellungsbefehle.
** A u fn a h me der Bestände an Brenn Materialien. Es hat sick) als nottvendig erwiesen, den Bestärk der m der Stadt Giesen vorhandtmen Mengen an Steinkohlen, Briketts und Koks festznstellen. Anzugeben ist
der in der Nacht vom 10. auf 1l. Marz Äsestand, soweit er die Menge von 10 Ät
ds. Is. vorhandene
Zentner Kohlen (einerlei welck>er Art und einsthl. Briketts) oder 15 Zentner Koks übersteigt. Die Meldungen sind schrrftlicki oder mündlich bis spätestens 14. ds. Mts., abends 6 Uhr, an das städtische Tief
Schwurgericht.
G testen, deu 5. und tt. März. Bor dem am 5. März d. Is. tagenden Scl>wufgericht liatte sich die am 24. Iisti 1896 dt Daisbach, Utrtertaunuskreis, geborenck Kontoristin Rosa W. wegen
schwerer Urkundensöls cki u n g n n d Betrugs zu mwanttvorten. Tie Angeklagte, die in Gießen ioolmt, ist als Fabrikarbeiterin in der Leitzücbeu Fabrik zn Wetzlar' 1>esck'äftigt. ntr die Hin und Rückreise Wetzlar—Gießen hatte sie sich im Oktober v. Is. in Wetzlar eine Monatssahrkgrte 3. Klasse für 8,40 Mk. gelöst. Die Angeklagte ist geftättdig. die Ende Oktober ungültig geivordene Fahrkarte dadurch verfälscht zu haben, daß sie die mittels Gutnmistempel ubett ausgedxuckteu Ziffern ,,10. IO." ausradierte und dafür das cküort „ddovember" hinschrieb. Mil dieser gefälschten Karte ist sie im ganzen -lioveinber von Wetzlar ttach Gießen hiir und her>,ef«hren, ohne augelxtlten zu iverden Erst am 2. Dezentber 19l6, als sie die Sperre im hiesigen Bahtthof passieren wollte, nrurde sie von der diensttuenden 'Salmsteigschaffnerin, der sie nur ihr Portemoinmie hinlnelt. angel>altett und, als sie zum Barzetgeu der Fahrkarte misgestirdert wurde, sprang sie dnrck> die Sperre nnd rief im Fortlaufen: „Ich bin schoir länger wie heute gesabreu." Sie wurde aber durch das Dazwischcntreten eines Unteroffrziers zum Borzeigeu der Falnkarte veranlaßt und hierbei wurde die Fälschung entdeckt. Die Angeklagte wlll zu der Fälschung gekommen sein, »veil ihr bclaimt gelvesen sei, daß auch andere ihre Monatskarten gefalsckvt hätten. Sie hat auf diese Weise beit Eisen bahn fiskus um beit Betrag von 8,40 Mk. gesehädigt. Tie Ge^ sch»vorene»t bejahten sottwhl die an sie »vegen Fälschmtg eitter ösfcnt- lick>en Urkunde nnd wegen Betrugs gestellte Schtckdfrage als auch die Nebensrage noch mildernden Umstaitden. Tos Gerickp verurteilte die AngeDache, bem ?drtraM- der Grvßherzvgl. Sl-mtsan- nmltschaft e»i tspreckend, zn der Atrndeststtafe vvn 3 Mvnatcm Gefängnis. .
Wegen M ernetds
batte sich am tt. lf. Mts. der 41 Jahre alte Schulmtaeher ur»d Maller Heinrich B. von Trais-Rrünzenberg zn verantivorten. Ter Angeklagte hatte von Adam W. Hl. in Münzenl^rg 5>ttl Pfund Frül-lardoffeln gekauft und ztvar Wie der ^lltgeNagte di'haitpdck. zu dem damals festgesetzten Hdcßstpretse von 9,00 Mk. per Malter, während W. behauptet, nickst ftir 9,60 Mk., sondern für 15>,50 Mk. pro Malter ver lattft z>» haben. Es kam Mi schm den Beiden zu eiitem Prozeß, in üessen Berlauf B. ein Eid zugeschobcm wurde und den er auch geleistet Iwt Es lvird dem Aitgeklagteu »Mnntehr zirr Last gelegt, zu Butzbach am tt. Oktober 1915 vor dem ttttoßh Amtsgericht einen ihm von dem Kläger zugeschobcmen Eid wissettt lick, falsch geschworen lwbeti. Der Angellagte beftrritel uncb ustc vor, einen Meineid geleistet zu haben, und behauptet, nms rc beschworen lmbe. das sei au-ch »oal)r. Die cksttoeisailfnahme war umfangreich, da 10 Zeugen vernommen tzvurden.
Ta die Geschtwremm die an sie wegen Menteüw gesttllte Schnldftage verneinten, wurde der Angeflagtt freigesprochen.
Dkr Mordprozest Ebcndcr.
X F u l d a , 7. März. Unter Bewaching »mir fünf Artilleristen urtd drei Gendarmen wurden heute morgen hie vcrlvegeit dreiit-
schauenden Ztgcuuer Sritst, vermaim und Mktenn ^venoer. otr bekanntlich unter der dlnllage des Mordes nnd Mordversuchs fu mm gefesselt in den Verhandlungssaal geftihrt. Sie sollen, ime lxueitc> eingehend berichtet, den Förster RomanuS tm KainmerzeUer erschossen, soivie dcn Bauer Wklmer lu-i einer dem Forstenuoroe vorangegangenen Schießerei verletzt balxut. Alle dret Angeuagterr ivcisen ein erhebliches Borstraseurcgister auf, besonder: Ern,t tlt bereits mit 13 Jahren Zuchthaus »vegen Totschlagsversuch von den Schlvnrgerichten Hanau, Mainz und Marburg vorbestraft, zuerst »vurden in eingehender Wvise die Vorgänge in Kämmerzell durch gegangen. Alle einzeln vernommenen Angeklagten vertetdtgen sich außerordentlich geschickt, sprechen ein auffallend gutes Deutsch uno behaupten übereinstimmend, daß sie lediglich Schreckschüste in Dir Lust abgegebctt hätten, um ihre n.it Mtstgabetit und Dretchslegeln beivafsneten Bersolger von sich abzulialteit. 7lnf die ste versolgendem Leute sorbic den Gendar»»tcit von Btztrk hätten ste ntchl ge>4u»nen. Daß trotzdem eüte Kugel getroffen habe, sei einem Zufall zuzu- schreiben. Durck, über»>»äßigen Brannttveingennß ,eteu sie itar. betrunken gewesen. Uebin: das Zusammentressen mit dem Förster Roma n u s im Kämmerzeller Forst gab E r n st E b e »t d e r u. a. an: Nach der Schießerei bei Kämmerzell siitd »vir gememsgkn tn den Wald eingetreten, wo »vir ge»vahrten, daß der uns enlkommena Förster sein Ge.»vehr lud. In unsere Nähe gekommen, forderte uns der Förster aus —• das Gavehr im Abschlag — die Wallen, hcrauszugeben. Mein Bruder Hermann sckwß hieraus ans den Förster und streckte ihn durch ,zwei Schüffe nieder. Auch der lvetter vernom»nene Willfelm Ebender 1>ezeichnete als den Mörder des Försters seinen Bruder Hermann. Er lxcku»»dete u. a., sie hatten ihre Waffen nicht in der Haitd gel>alten, »uie sie ans den Förster gestoßen seiet», sonder»» ihre Wafftm n»tter ihrem mit'geführten Bettzeug versteckt gehalten, als diese mit dem Be»ne»:ken von» »huen gefordert worden seien: „Wenn Ihr die 01e»r>ebre »»icht bergcbt, fckneße ich Euch zusammen". Darüber sei es da»»n zlvischeu sei»»en» Bruder Henna»»»» n»ch de»n Förster zu einem lebiliaften Handgnnenge mtr dem »utheilvolleu Ausgang geko»nmen. Unter großer Spannmtg! »rvrde nun der jüngste der Angellagten, Her»»» a n n E b ander, hervorgerusen. Der Förster habe fckwn von »veitem snn Gewehr geladei». Als er zu uns ka»n. so erzählte Hennann, satze»» wir auf unseren» Bettzntg. Nachdc»n uvir aus seine Anssordenmg, die Waffen herzugebe»», erklärt b<ttten, daß wlir keine hätten, trat er crlr Elt dem Gelvehr auf Wllielnt, und nacbdent dieser fortgelaufe»» war, auf mich zu. Er packte mich an der Bnrst, lsielt mich fest, schüttelte »»»ich heftig und trat »itir, das Gewehr in der Hand, mehrere Male vor die Beine nrit dcn Motten: „Kerl!, jetzt m»ißt Du verrecken . Da habe ich t»t mcinet Angst und um meini Leben zu erhalten, den Förster von vorn in Vie Brust ge schosse»». Der Förster wiederholte nun seine Drohtmg, »vorauf ich mich zur Seite luanbte »mb den Förster von Hinte»» sckwß. Dieder stürzte »tun tot zusa»»tnten. Meilte Brüder standen, als ich mit dem Förster ranp und ih»» erschoß, in »rnmittelbafer Nähe. Geschossen haben sie aber nicht, guch si»rd sie »rickit an den» Förster gewesen.
Damit '»iwr die Vernehinung der Altgellagten über dcn Vorgang der Tat beendet. . ———
Cetztc Nu cb riebfett.
Kaiser und Kaiserin in Budapest.
Wien, 7. Marz. Dor Kaiser und die Kaiserin begaben sich heute abend nach Budapest.
Noch ein italienische«? Kriegsschiff grsnnken^
Bern, 8. März. Wie aus Chiaso gemeldet wird, kursiert in Italien seit einiger Zeit das Gerücht, daß auch das Schiff „Giulio Cesarc" durch Sabotage untergegangen sei.. Ei,»e Bestätigung des (Gerüchts ist bisher noch n»cht erfolgt. „Giudio Cesare" ist 1911 vom Stapel gelaufen und hat eine Wasserverdrängung von 22 500 Tonnen.
Italienische Diktatur ftegen die N-Booke Lugano. 8. März. Ein Dekret deS kürngltchen Stell- vertrete-rs verfügt, in der Hamd eirves zu ermntnende»»^ n»iral Inspektors alle zur Verteidigung der Handelssch»fs^ fahrt loider die feindlichen U-Boote bestimmten Dienste zusanintenzirfafsen. Der Adn»iral-J»rspektor ist deftlgt, erstens über alle diesbezüglichen VerteiotguirgS- und Aw- griffsmittel zu Lairde nnd auf nnd unter dem Waffer und m dcn- Lust zu verfügen, sie vorzubereiten und zu brauchen, ztveitens die Betvnfstmng der Handelssch»fse durchziiführe»» und Preise für die Versenkung und Besä>a- dign»»g der feindlichen U-Zoote auszusetzen, drtttens Vorschläge für die 2lbnlachungen mit den neittralen Staaten über die de»» italienischen Handelsschiffen rn den betresfe»»- bcu Terri t orck alge» väs s er»» zusteheuder Beha»»dlung zu
machen. vierte»rs' alle Maßregeln für die Regillierung der Handelssckffffahrl zu treffen, die er zu ihrem Säirche für »ldtia hält.
MunitionSnttingel Sarrails.
Budapest. 8. März. (L A.) Wie der Sofioter Berlcht- ettdatter des „Az Est" uteLbet, sei die Wirkung des U-Bootttieges an der »nazedomscki.e,t Frortt »lark fühlbar. Ter offenbare Wnuy tiol»su»a,»gel scheine eine große Rolle in der neuerdmgs bemerk- cxn-en Aenderiurg von Smatl* Taktik m sptelen. Wahrend früher die Alliierten jeder» Angriff mit Trommelfeuer etnleiteten und beendeten. gehöre heute auch das frül-ere luftige Arttllertefener zu den Seltenheiten. ___—.
Bor-
Mntttr «. d.Ontiee f. riasch.-Efeki;.- lQg.,3aalDQei(ilocr«v.
n. Ärohit^k: Spss.-Karse S.SJsob- ^ tielenba.\, L-tUtswoe biava " Aalocnobll-B.2iHliÄOh1K-15I«t. 'SK- 7«
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ist wieder in Hllen Bretton u. PreisluKi-n
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