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6.3.1917 Erstes Blatt
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fei ein M i ßge schick. baö nichts b<mm ändere, daß der Schritt nn vaterländischen Interesse notwendig war, am wenigsten yM man gerade in Amerika das Recht, sich aufjuregen. Irrtum-- Iiaj Ware die Ansicht, daß der Schritt im Auslande einen be­sonders ttefen Eindruck gemacht hätte. Er wird als das aufgesaßt, w<rs er ist: als berechtigte Abwehraktion für den Kriegsfall.

emem nationalliberalen Redner wurde bewnt, datz man in Amerika keinen Grund zu besonderer Entrüstung habe. Gerade Präsides Wilson habe sich je bemüht, alle Neutralen gegen uns aufzubringen. Ob nicht ein sicherer Weg zur Vermittlung der Instruktion hatte gefunden werden können, bleibe dahingestellt. Ts könne dem Staatssekretär umso weniger ein Vorwurf gemacht werden, als man es stets beklagt habe, daß sich das Auswärtige Amt nicht um genügend Bündnisse für Deutschland bemüht habe.

Ern Redner der s^ialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft wandte sich gegen die ganze Aktion, Ihm trat ein Mitglied des Zentrums nachdrücklich entgegen. Ein Redner der fort­schrittlichen Volks Partei brachte Bedenken darüber vor, wie der Vorgang durch die Presse der deutscher Oeffentlichkeit zur Kenntnis gebracht worden sei. Unserem Botschafter eine Schuld beiHumessen, davon möge man M stand nehmen und warten bis Graf Bernstorff auf deutschem Boden angelangt sei.

Ein konservativer Abgeordneter faßte sich dahin zu­sammen, daß dem Staatssekretär kein Vorwort zu machen sei. das vielmehr gebilligt werden müsse, daß er tatkräftig vorgegange» sei. In demselben Sinne äußerte sich ein Redner der T eu t s ch e n Fraktion. Ter Ausschuß ging alsdann zur Besprechung von Dinzelfragen über.

Mexiko.

Paris, 5. März. lMTB.) Die Blätter veröffentlichen einen Washingtoner Funkspruch, wonach der mexikanische M i ni- st e r d e s Auswärtigen amtlich in Abrede stellt, daß der mexi­kanischen Regierung Bündnis Vorschläge von seiten Deutschlands zugegangen seien.

Die Haltung Amerikas.

Washington, 4 März. (WTB.) Reutermeldnng. Mit­tags vertagte sich der Senat, ohne eine Abstim- m u n g über das Gesetz der bewaffneten Neutrali­tät vovgenornmen zu haben, da die Geschäftsordnung des Senats, die keine Beschränkung der Debatte vorsieht, es einer Handvoll von Pazifisten und Deutschfreundlichen er­möglicht hatte, die Debatte bis zum Mtttag fortzusetzen, wo die gegenwärtige Session des Kongresses von selbst er­losch. Mer 83 von 96 Senatoren Unterzeichneten eine Er­klärung, die sich entschieden für das Gesetz ausspricht und beklagt,^daß es nicht möglich war, e£' noch durchzubringen. Zwölf Senatoren verweigerten ihre Unterschrift, während einer wegen Krankheit abwesend war.

Washington, 5. März. (WTB.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. In einer am Sonntag abend veröffent­lichten Erklärung teilt Wilson dem Lande mtt, es könne sein, daß er mangels der Ermächtigung vom .Kongreß nicht die Vollmacht haben werde, die Handelsschiffe zu bewaffnen oder andere Maßregeln zu ergreifen, um der Tauchb-ootgefahr zu begegnen. Der Präsident erklärte, es würde eine außerordentliche Session des Kon­gresses erforderlich sein, um ihm die nötige Ermächtigung zu geben, aber es wäre zwecklos, eine außerordentliche einzuberufen, solange der Senat unter der gegen­wärtigen Geschäftsordnung arbeite, die es einer kleinen Minderheit ermögliche, die überwältigende Mehrheit im Schach Lu halten. Der Präsident schlage deshalb vor, eine auherorDentliche Session des Senats für heute einzuberufen, um die Geschäftsordnung ab zuändern und für Mittel zu sorgen, um das Land vor einer Katastrophe zu be­wahren.

Amsterdam, 5. März. (WTB.) DasMgemeen Han delsbbad" meldet aus London: Die feierliche Inaugu­ration Wilsons wird ihm heute Gelegenheit zu einer

Erklärung über seine Haltung geben.

England sperrt Norwegen die Kohlerrzufrrhr and Amerika.

Kristiania, 4. März, (zf.) ZufolgeMorgenbladet" erklärte der hiesige britische Gesandte, daß seine Regierung den norwegischen Reedereien den Kohlentransport aus Amerika nach Norwegen nicht erlauben werde. Dies bedeute, daß der Plan aufgegeben werden müsse, was, wie das Blatt seststellt, Norwegen, in erster Linie deri norwegischen Staat, sehr schädigt, da er große Mengen von Kohlen in Amerika gekauft und bereits Ächiffe zum Antransport gemietet hat. Me Pläne des norwegi­schen Reederverbandes sind damit vollständig umgestoßen. Die bereits nach Amerika abgegangenen Dampfer sind um­sonst ausgefahren. Die Gararrtiegesellschaft für die Liefe­rung amerikanischer Kohlen war hier gebildet worden, ohne daß man über die Ankunft der von ihr abgeganaenen Tele­gramme, durch die Kohlen in Amerika' bestellt wurden, irgendwelche Sicherheit hatte. Die norwegische Amerika- ttnie hat bereits vollgeladene Dampfer in Norfolk liegen. England verlangt jedoch, daß ein britischer Kontroll- hafen cmgelausen wird und will der norwegischen Linie keineGeleitbriefe" ausstellen. Die norwegische Linie wollte daher die Schiffe nach New Dort zurückbeordern und dort wieder löschen, was jedoch wegen der amerikanischen Gesetz­gebung vielleicht unmöglich ist. Der Abgang der übrigen norwegischen Schiffe mit amerikanischen Kohlen für Nor­wegen ist nunmehr so gut wie unmöglich geworden wegen des englischen Verlangens, bezüglich des Kontrolthafens und wegen der Pftichtreisen, Me* nunmehr auch verlangt werden für neutrale Transporte, neutrale Ladungen auf neutralen Schiffen aus neutralem Land nach neutralem Uni) zwar gleichgültig, ob die neutrale Fahrt das englische oder das deutsche Sperrgebiet passieren muß oder nicht. (Frkf. Ztg.)

Die englische Agitation in Holland.

Berlin 5. März MB.) lieber die Art und Weise, wie ®5 9 I? nb Amtliche Memung in Holland zu bearbeitest versucm, um das Land lernen Wünschen gefügig zu machen, werden interessante Einzelheiten bekannt. Der neue englische (Gesandte ist Holland, Tewnley bildere einen Kreis englmrdsreunülicher Po­larer um Nch, die Holland un englischen Sinne kräftig bearbeitest wllen An der ersten geheimen Beratung dieses englisckr-hottändi- ,chen Propaganda-Ausschusses beteiligten sich anfangs Februar u a der Chef des Reute rbureaus in Amsterdam und der Redakteur Hol- dert vomTelegraas". Daraufhin erschien am 13. Februar im Te- ^araaf" em längerer Arttkel mit der UebersckwiftDer Tmichbvot- ktteg und die Neutralen"', der aus Grund der von Towstley in der vorvergangeneu Sitzung gegebenen Direktiven abgesaßt war Der Schluß des Artikels, der sich gegen die angebliche deutsche Spionage und für den Schutz der gefährdeten holländischen Schiffahrt einsetzt, ist vom Chef des Amsterdamer Reuterbureaus inspiriert, der die Unvorsichtigkeit beging, darin die von ihm geprägten und dauernd 8«>rmlchten Schlagworte und Redewendungen zu verwenden.

^ Verschiedene holländische Blätter verbreiten die Nachricht, daß .2euychland bei Holland wegen Abtretung eines Lanostreifens m der Provinz Limburg vorstellig wurde.

, Wolfs-Bureau bemerkt dazu: Wir sind amtlich ermächtigt,

M erklärM. daß diese Meldung auf reiner Erfindung beruht.)

Die englischeJudrrstriearmee."

London, 4. März. (WTB.) Reuterm elduna. Der Dik­tator des allgemeinen nationalen Dienstes Neville Cham- b erlain teilte in einer Rede mit, er hätte bereits hundert­tausend Freiwillige für die neue Fndustriearmee. Er setze zuversichtlich voraus, daß er eine halbe Million erhalte.

Kartoffelmangel in London.

Amsterdam, 5. März. Am Samstag herrschte in London großer Kartoffelmangel, so daß viele Käufer wenig oder gar nichts erhielten. Vor den Läden konnte man zum ersten Male das Publikum nach Kartoffeln stehen sehen. Der Mangel ist hauptsächlich den Transport­schwierigkeiten zuzuschreiben.

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Beschlüsse der französischen Sozialisten.

Paris, 5. März. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Ter Nationalrat der So zialistenPartei nahm mit 1553» 6^gen 1377 bei 34 Stimmenthaltungen eine Tagesordnung an, welche die Tagesordnung der üvnjerenz der alliierten Länder ohne Veränderung annimmt. Gm Antrag der Minderheit schlug, vor, eine Veränderung dahin vorzunehmen, daß die Wiederaus- klahme der internationalen Beziehungen empfohlen wird. Bon? ter russischen sozialdemokrattschen Partei wurde ein Schrift­stück zugunsten der sofortigen Wiederaufnahme der Beziehungen verleben. Der Vorschlag wurde namentlich von Bracke be­kämpft, der erklärte, wenn eine solche Äendermrg vor genommen' rp«ecM, würden sich die englischen Sozialisten ioeigem, an der Konferenz teilzunehmen.

ferner Nachmittagssitzung nahm der Nationalrat den Vor- Ichlag des Professors an der Genfer Universität, Mil Hand, an, den anssü-lnenden Ms schuß der internationalen Sozialistenbu- re-aus zu beauftragen, alle Abteilungen bei den Kriegführender und beit Neutralen aufzusordern, Berichte über ihre Tätigkeit voi Eh. Kriege und während des Krieges sowie hinsichtlich der Bot ichaft Wilsons einznschicken. Nach sehr langer wichtiger Beratung nahm der Nationalrat folgenden Anttag Constant an:

Tie französische Abteilung gewährte seit Kwiegsbeginn der na­tionalen Verteidigung ihre volle Mitwirkung. Sie erklärt, das sie sich bemühen wird., die PolltK des Landes wirksam in eilst Richtung zu lenken, die jeden Gedanken am Eroberungen und An­nexionen ausschließt, den Frieden und die Achtung vor den Rechter «der Nationen durch eine internationale Einrichtung wrederyer- stellt und die Aufrechterhaltung eines dauerhaften Friedens tat­sächlich sichert.

Der Kongreß ist mit deui vmi der belgischen Arbeiterpartei an- genommenen und veröffentlichten Anttag einverstanden nnt einem endlich: Tie Konferenz, <nt der Abgeordnest

^er Partei teilnehmen werden, bedeutet keine Veränderung der Haltung in der Frage der Wiederaufnahme der internationalen Beziehungen. Ti» Mehrheit überreichte eine lange Entschlie- tznug rvelche die Auffassung der Konferenz von Zimmerwalt und Kienthal zurückweist. Diese Entschließung wurde vor Rednern der Zimmorwalvec Richtung lebhaft bekämpft. Ter ?ln- trag der Mehrheit wurde schließlich angenommen und die Sitzunc geschloffen.

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Italien und der U-Boottrieg.

Lugano, 6. März. (L. A. > Etwa hundert A b g e ord­ne t.e d e t i t et U e riis ch e n K ü st e n st ä d t e forderten laut der TurinerStamva" von der Regierung die Bewaff­nung der Handelsschiffe gegen die Angriffe der Unters e e boote.

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Aus Schweden.

Stockholm, 5. März. (WTB.) Meldung des Svenska Tele- grambpran. Das Ministerium H a m m e r s kj o e l d reichte gestern fern Rücktrittsgesuch ein, welches der König a b l e h n t e. Das Mi­nisterium befchloß, vorläufig im Anite zu bleiben.

Sto ck ho l m, 6. März. Alle Mitglieder der Regierung haben, wre bereits gemeldet, gestern ihr Rücktrittsgesuch ein gereicht. Bei Behandlung dieses Gesuches im gestrigen Ministerrat sagte der König, er verstehe die Schwierigkeiten, die das Gesuch veran­laßt, hatten. Mr habe . volles Bertra u e u zu seinen gegen­wärtigen Ratgebern. Ein Regiermtgswechsel in der jetzigen Zeit könne ausgefaßt werden, als sei eine Abweichsimg von der bisher konsequent sdurchge'fühtten Nentalit ätspoli tik, m der Il? äu ^ öIten ^ König entschlossen sei, geplant. Deshalbj lehne er das Rückttittsgesuch ab. Er bat an.ss eiudringllchste, alle Anftrengungeu zu machen, um einen Ausweg aus den Schwieriq- kerten zu suchen, die das Rücktrittsgesuch veranlaßt hätten. Daraus erklärten Me Mitglieder des Ministerrats, daß sie unter Festhaltung au dem Rücktrittsgesuch sich der Verwaltung ihrer Aemter nicht entziehen würden, in der Erwartung, daß die von dem König aus­gedrückte Hoffnung sich erfüllen werde.

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Deutschland und die türkischen Finanzen.

Koustantinopel, 5. März. (WTB.) Zu Beginn der Bud­getberatung in der gestrigen Kammer sitzüng erklätte der Fi - nanzministeir zur finanziellen Lage der Türkei, die Vorsckwsfe, die Deutschland gewähtte und die es bis August noch ge­wahren werde, betrugen 142 Millionen türkische Pfund. Die Re­gierung sicherte durch einen mit Deutschland abgffchlossenen Ver­trag für die Zeit nach dem Kriege dem ttirkischen Papiergelde den, gleichen Kurs, den das deutsche 'Papiergeld haben werde. ^Deutsch- larw verpflichtete sich, der Türkei in jedem Jahre drei Millionen türkische Pfund Gold zu überseiü>en und das Papier solle dann in dem entsprecherrden Umfang aus dem Verkehr gezogen werden, selbst wenn erne Anzahl der Noten durch Handelsttansaktionen gedeckt

Gietzenev Stadttheatee.

Goldftsche.

Lustspiel von Franz vonSchönthanund Gustav Ka d e l b u r

Tie eigenartige Vorliebe, die die Direktion unseres Stad theaters für die unwahren Venvicklungslustspiele der Theatersabr kanten ^chönthan-Kädelburg-Bl^Inenfeld-Moser-Koppel-Ellfel^ L'Arrouge usw. bezeigt, ließ auch dieses LustspielGoldfischc aus dem Spielplane ersckieinen. Und wieder erwies es sich, daß die matte Kunst, deren ganzer Aufbau immerwährend auf Mißverstän, nisseu oder Mißdeutungen beruht, uns heute völlig kalt laß zumal da die geschraubten Geistroichelaien der Konversation de maßen verbrauckst sind, daß sie uns nicht als der Sekt vorkommei als den sie sich ausgeben, sondern als Limonade, die sie nicht sei wollen. Nachttäglich eine Rekonstruktton der Haiidlung zu gebe, ist nachgerade unmöglich und auch nicht der Mühe wert. Die Haup fache ist, es kommt nach einer Reihe von Zwischmfällen zu mehrere Bertobmigen, und dieses tröstliche Bewußtsein, das mau schon I>a menn der Vorhang sich kaum erhebt, muß üibtzt die vielen mmöti retardierenden Elementen hinweghelfen. Was sonst noch versöbuev kann, sind einige wirksame Rollen, die man jedoch in gehaltvollere Lustspielen ebensogut finden ckird, und mau muß wohl zn der Ai nähme neigen, daß diese Rollen für die Wähl des Stückes ausschlat gebend gewesen sind. ,

So zeigte z. B. die Mlle der Josepbine van Pöchlaar Marth Gersdo rf T, abgesehen von kleineren Aufgaben, zum ersten aus ihrem eigentlichen Feld? als Salandame. Es war crfreulti Al beobachten, wie die Künstlerin durch Moderne Auffassun Mfthos und Rührseligkeit bewußt -abmilderte und sich als rrn Este Dame gab, die Kops und Herz am dechtleu Fl,eck hat. S wurde das gmize Lustspiel neu belebt und von frischem Blute durck chlches Besttebeu muß durchaus anerkannt lverden, wenn e E Achele slch^ (selbst rechtserttgt. Und dies war bei Marth (»erÄVrss der Fall. &\c miUtte alles, tvas man von di-efec Roll erwarten wnnte, spielte voll Temperament und v«Mlb nie die Dam

wäre. Nach dem Kriege würden dieWarenderVerbündetert bei der Einfuhr in die Türkei begünstigt werden. Der Mi­nister bewnte das Entgegenkommen Deutschlands bei der Nicht­zahlung der Zinsen und Vorschüsse, bis das Papier gänzlich aus dem Verkehr g^ogen sei, nämlich für elf Jahre. Das Eutgegen- chmmen werde der Türkei besonders nach dem Kriege sehr wertvoll sein und zu ihrem Fortschrftt beittagen. Die ordentlichen Aus­gaben seien gegenwärtig auf 46 Millionen türkische Pfund fest­gesetzt, würden aber im Laufe des Jahves auf Grund von Ergän- zungskrttüten auf 55 Millionen Pfund vermehrt werden. Wie in allen kriegführenden Staaten würden neue Steuern eingeführt. Dft Erklärungen des Fiuanzministers wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen.

Erfolgreicher U-voottrieg.

Ein britischer Zerstörer gesunken.

London, 4. März. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Mmi- ralität teilt mit, daß am 1. März ein britischer Zer­störer mit der gesamten Besatzung in der Nordsee gesunken ist. Wahrscheinlich lief das Schiff auf eine Mine.

Neue Versenkungen.

Rotterdam, 5. März. (WTB.) Die englischen Damp­ferHuntsman" (7460 Brnttoregistertonnen),Clan F a r q u h a x" (5858 Bruttoregistertonnen), ,Zol o J/ (4000 Bruttoregistertonnen,Loughurst" (3053 Bruttoregister- tonnen), die französischen DampferElorn" (603 Brutto- regrstertonnen), die BarkLamentine" (725 Brutto­registertonnen,, d<p- BollschiffLa Ba Yonne" (2589 Bruttoregistertonnen), der SchonerMarie Joseph" (192 Bruttoregistertonnen), 11 französische Fisch­kutter und zwei Fischdampfer sind versenkt worden.

Der englische DampferClearsield" (4229 Brutto­registertonnen) und der SchonerSusan E. Jncpen" sind als überfällig gemeldet.

Rotterdam, 5. März. DerN. Rott. Cour." erfährt aus Batavia, daß nach einem Bericht aus Nedam der eng­lische DampferPersens" (6728 Br.-R.-T), der sich auf dem Wege nach Deli befand, in der Nähe von Colombo versenkt worden ist.

Kristiania, 5. März. Das norwegische Vizekonsulat m Larwik berichtet, daß die Bark Norma aus Lilesand am 1. März von einem deutsä-en Unterseeboot durch Oieschütz- seuer versenkt worden ist. Ein Mann ist erttunken, ein anderer leicht verletzt wordeiT. Das Vizekonsulat in Queen- stowu telegraphiert, daß die BankStoreneß" aus Lbri- stiania versenkt und die Besatzung in Queenstown ge­landet sei.

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H a g, 5. März. (WTB. Nichtamtlich.) Der liieder- landische Ueberseetrust teilt mit, daß seine DerharidlungeTr mit der britischen Regierung zu dein Resultat führten, daß der DampferWells" des Rotterd am scheu Lloyd, der mit Ladung und Passagieren auf der Ausreise icach Niederlän- dTsch^Ostindien begriffen seit etwa 3 Wockfen in Bergen liegt, fetzt seine Reise über Halifax und Panamakanal fortsetzeTi darf, ohne eineri Hasen Englands anzulanfen.

Rotterdams. März. DerN. Rott. Cour." meldet aus London:Daily Telegraph" berichtet aus Madrid, daß der spanische Mini st er rat beschlossen habe, der Preffe Me Ausnahme von Berichten über Ankum st, Abreise lind ^ e st i m m u n g von Ha n d e l s s ch i s f e n zn ver­bieten.

Aur dem Reiche.

Au§ dem Reichrtag.

Die vom Mg. Dr. Heckscher gestellte Anftage wurde wre folgt beaiTttvortet:

Der telegrapMche N achrichten verkehr von Deutsch­land nach ben Vereinigten Staaten von Amerika witt> gegenwärtig nach wie vor durch den Funkdienst der Transocean G. ni.b.H besorgt, der bisher von der amerikanischen Regierung nicht behindert worden ist. Außerdem berichten die in Deutschland zurückgebliebenen amerikanischen Korrespondenten weiter aus draht­losem Wege an ihre Zeitungen.

Ebenso ist der Funkdienst des WolssZcherr Telegraphenbureaus uild deutscher Zeitungen von Amerika nach Deutschland bis jetzt voii amerikanischer Seite anscheinend >licht beschränkt worden.

Demnach bestehen auch jetzt noch Nachrichtendiellste ztvischeu den Leideil Landern, die von Reuter mid der englischen Regierung unabhäiigig sind. Das Auswärtige Amt ist besttebt, diese Dienst» auszugestalten und zu vermehren. Ter Reichskanzler, In Ver- ttettmg: Zimmermann.

Abg. Dr. Werner-Gießen stellte folgende Anfrage:

In. Ober Hansen (Rheinland^ haben belgische Arbeitest an deutschen Stteikversammlnngen teilgenommen. Ist dem Herrn Reichskanzler darüber etwas befannt und welche Stellima nimmt er zu dieser befremdenden Tatsache ? Schriftlicher Bescheid ivürde mir gem'i-gen. '

Beschleunigte Mlieserung von Brotgetreide, Gerste und Hülsenfrüchten.

Berlin, 4. März. Das Kviegsernährttngsamt gibt be- kanttt: Die Abnahme von 5)afer für die Heeresverwalttmg

L Un- üiwuuiujyuuje uno mien oocy f pars am irt

men Mitteln. Bemerkenswert für Gießen war auch die Reichlfaltig- kert gediegener Toiletten. Als Partner stand ihr Oskar Fe i g e l als! Premierlentnant zur Seite. Er vermochte es nicht so ganz sich emes gewissen Pathos zu entledigen, wußte sich aber sonst in seiner streLsamen /Art mit anerkennenswerter Geschicklichkeit seiner Rolle an^upassen. Als zweites Paar sind Helene Kallmar löib Karl Stein maher zu nennen. Helene Kallmar auch diesmal wieder als reizende Naive, Karl Steinmayer als der etwas linkisckre aber liebenswürdige junge Künst-her Hans Roland. Ein drittes Paar blldettir Elly Dornhöfer in taktvollem^ Auftreten als' Ma- öon ^?ßwitz und Rudolf Gol l in der ihm angemessenen ^olle eures Biederlebemannes. Als Väter fungierten recht wacker Wilhelm Hellmuth und Hans Werthmaun. Mtt Lerch machte erneu Herrn Stettendorf mit gutem Humor zu einer charakteristlschen Figur.

Tie Einzelleistungen waren demnach im einzelnen und im ^ das Rudolf Goll leitete, bedeutend besser als das -sttlck pv Nch, und ans diesem Gruiwe lohnt es sich sicher, diesen Lujtipiel auch bei Wiederholungen Interesse entgegen zu bringen -Ter Besuch war, nicht ganz so, tvie man nach der durch den Kohlenmapget vernr,achtt»k längeren llnterbrechung der Spielzeit erwarteii sollte. Als Grund wurde verschiedsillich die Befürchtung angegeben, das Theater fei doch niM genügend geheizt. T«mr- gc gen über nm ß betvitt »verden, daß die Tempera tur recht mollig * ax - Nt auch vielen Gießenern der Montag unge­

legen. Es ist Mos wo hl zu verftehen und nicht recht em zu schein, 75, -AliiStag als Spieltag vorgezvgen wurde. Ter Wnnch, es mochte L-amstags gespielt werden, wurde vielfach qe- "Uwtt. und lmr uitterstützen ihii rm Iüteresse des Theaterbesuches ebhaft, denn iverm fchon gespielt wird und dies ist durchaus zu veglutzen fo foll auch ein Tag gewählt merken, der es mög- l Cn ^ e Vorstellung zu besuchen. Uno ob am! -Aümstag oder Montag geheizt wird, blerbt sich wvhl ziemlich gleich.