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ttm^ai haben die Erfahrrmgen des Krieges Swingend erwiesen.
Dhve Vorzüge beftÜTen tn der grvßeni LeisttrngssMgkeft bei mäßigem Verbrauch von Betriebsmitteln und geringer Betriebs kraft im£> in der daraus entspringenden Möglichkeit, große Mengen von Maff«F- :übern <n:f weite Eartferrurngen billig z-i: verfrachten. Sie ergänze:: dadurch in glücklicher Weise ine Eisenlmhnen. Beide Verkehrsmittel umtfeu int vol kÄoirt schaftlicki-en Jtttcresse zu einer einheitlichen BerkehrSpolttÄ zusaMmengesaßt werden. Von q<nn besonderer Bedeutung und als eine dringliche Aufgabe der Gegenwart erscheint der Ausbau des Rhein—Main— Donau- Wc sserweges, der als Vereinigung der größten m Betracht Eommeuirai Sttömr reid>e landwirtschaftliche und industrielle Gebiete miteinander verbündet und eines der wichtigsten Mittel darstellt, um die aus militärischen, politischen und volkswirtschaftlichen Gründen drirrgend notwendige dlnnäl-ernnA zwischen Deutschland und seinen Verbündeten zu fördern. Die Versammlung begrüßt es auf das lebhafteste, daß die bayerische Regierung durck) die lÄnbringimg der inzwischen von der Zweiten Kammer der Landstände angenommenen Vorlage, betreffend die Ausarbeitung eines ausführlichen Enttvurfes für die Herstellung einer Groß- Schiffahrtsstvaße von Aschaffenburg bis zur Reichsgrenze unterhalb Passau., der Ansführurrg dieser Schiffahrtsstraße feste Ziele gegeben l-at. und sprickst den Wunsch aus, daß sowohl die Reichsregierung :m allgemeinen derttscheu Interesse, wie auch die preußischen und i?essischen Regierungen, deren Staatsgebiete an dem Ausbau wesentlich mitbeteiligt such, diesem Vorgehen vorbehaltlich der Prüfung der zweckmäßigsten Linienführung ihre tatkräftige Unterstützung ansedeihen lasjen möchten.
Hessen-Nassau.
X Hanau, 2. März. Die von der Stadt Hanau mit der Fleischerinnung geführten Verhandlungen bezüglich der Uebernahme der Schlachtungen und der Wurstfabrikatioi: sind jetzt zum Abfchlus; gekommen. Hiernach wird die Fleischerinnung Hanau die Schlachtung des für die Stadt Hanau von: Biehhandelsverband gelieferten Viehes, die Anfertigung der Wurst und den Verkauf des Fleisches, sowie der Wurst zu näher festgesetzten Bedingungen übernehmen.
sf Marburg. 3. März. Fürst August zu Sayn- Wittgenstein-Hohen stein zu Schloß Wittgenstein bei Laasrche stiftete für daS Marburger Jnvalidenbeim für Jäger und Schützen der deutschen Armee 2000 Mk., mit der Maßgabe, daß zu Ehren de« verstorbenen Jägerkommandeurs v. Buttlar ein Zimmer, dessen Ausstattung er sich Vorbehalte, benannt werde.
fl Aus dem Kreise Franken berg, 2. März. In Somplar brannte nachts die Gerlach'sche Mahl- und Sägemühle samt dem Wohnhaus völlig nieder.
X. S ch l ü ch t e r n, 3. März. Aus Anregung des Schriftführer- vom Heimatbunde Schlüchtern, des Lehrers Flemmig, haben die Schulkinder des hiesigen Kreises für ihre Kameraden in Hanau und Frankfurt Lebensmittel gesammelt. In Hanau gestaltete sich die Verteilung der Liebesgaben zu einem schönen Akte. Im Beisein ihrer Lehrerinnen und Lehrer versammelten sich 234 Kinder in: Schulhof der Bezirksschule, wobei Lehrer Frick. der sich um die Lftbesgabenverteilung besonder? verdient gemacht hatte, eine Ansprache hielt und zum Schlüsse der Hoffnung Ausdruck gab, daß dem hochherzigen Beispiel des Kreises Schlüchtern bald andere Landkreise Nachfolgen möchten. Stadt und Land müßten jetzt kameradschaftlich zufammenstehen, um durchhalten zu können. Ein Teil der Liebesgaben, z. B. Brot, war schon vorher an arn:e Familien gespendet worden, so daß zusammen in Hanau 250 Kinder bedacht werden konnten.
— Klette Quellen der Papiererzeiignug. Tic ftuft g rgv wA k m liche'n Ansprüche, die der Krieg überall <rrt die Papierindustrie stellt, haben die Wirkung mä sich gebracht, daß in der Pa- piererMAgnng in jüngster Zack bedeutende Fortschritte snuacht morden sind. Und zwar gilt das sowohl von der Gewinnung neuen PaPierüvffes ans Mtpapver wie a:utz von der Erschließung neuer Rohstoffe für die Papiererzengnng. Ans einer Reihe von Berichten, die der bei Otto Spamer in Leipzig erscheinende „Prometheus" veröffenlliM, ist znnächft die für uns erftentiche Kunde zu ent- nshme», daß e§ neuerdings in Deutschland gelunge:: ist, Papier- fdvfs aus Altvergamen t m gewinnen. Pergamentpapier, das ja in großen Mengen tcrzeugt:md veckraucht wird, zählte bisher zu den UnangeAklnnsien Fvenchkörpern in: Mtpapier, da es wegen seiner Widerstandsfähigkeit gegen Wasser, Säuren und Alkalien sich nvcht wie gewöhnliches Papier dnrch Koche:: wieder in Faserbrei verwanden läßt, sondern unverändert bleibt. Jnfolgäessen konnte es bei der Weiterbehandlung in den Zerftrftrmigsmasckinen lwchfterrS in kleine Stücke Lerissen werden, die dann im fertigen Papier obenauf lieg«: und dieses unbrauchbar machen. Andererseits ist jedoch die Wiederverwendmrg des Pergmnentpapftres schon aus dem Grunde, besonders wünschenswert, weil dieses stets aus besten holzfreien Fasern gewonnen wird. Um so erfreulicher ist es daß in neuester Zell gefunden ist, echtes Pergaurentpaprer in ernen brauchbaren Faserbrei zu verwandeln. Es geschieht das durch Ewwirckung geeigneter -Oxydationsmittel in wässeriger Lösung, die das Perganventpapier soweit cuchveichen, daß es dann rfjnc werteres M Papierbvei aufgeschlagen werden tarn. 'Xebei stellt sich das Verfahren der Ansbeveftuug so billig, daß für die Altpapierhchchler, wie für die Fabriken, die die Abfälle zur Verarbeitung onftansen, reichlicher Berdieirst übrig bleibt. Versuche, die das Matettalprüftmgsamt in Groß-Lichterselde auSft'ihrtie, ergaben die Brauchbarkeit des Verfrbvens, und damit ist eine n qg Qu elle für aus dlltpapftr wiedmzugewinnendes Fasermaterial er Sffiret- Da der Verbrauch! an Papier im ständigen Steigen begri ffen ist, wÄyrend das bisher hauptsächlich verwendete Nadel- hvt- immer seltener und teuerer wird, ist man schon seit langen: auf der Suche nach einem neuen galten und billigen RoWoff für die Papiererzeugung. Eine große Anzahl von Vorschläge:: ist bereits gemacht worden; sie schefterten redoch >alle daran, daß die vorgc- ,chla«Men Ersatzstoffe nicht ft: ausreichendem Maße vorhanden sind Nach Mrtteüu ng der BersichÄrbteiluwg dos amerckanisck)en Land- snrHchaftssninrsteriums hat man Papier aus Zacaton-(3ras her- ^stellt, welches ein schönes, rein weißes Papier lleftrt. Zacaton- Gvas (Ewoampes macro:rra) ist verwandt mit dem Esparto-Gras und wächst m mehreren Varftäten in Kalifornien und Texas. Seine Wurzeln werden zur Bürsdmhersdellung verwendet, während der oberrcdische Teil der Pflanze bisher als wertlos fottgewvrfelZ
Trtrrbe. JÄhrkich werden anN MrxSv etwa 5 MLllonen engl. PßrNd von diesen Wurzeln ausgesührt. Ob dies Goas wirklich! praktische Bedeutung als Rohstoff für die Papiererzeuggms erlangen wird, kann so lange nicht beurteilt Werden, als .bis nicht Versuche im Gvoßen in einer Fabrik ausgeführt worden find. Dagegen ist zu erwarten, daß ein anderer Rohstoff für die Papieverzeugung besondere Bedeutung gewinnen, wird. Ihn hat man nach amerikanischen Mitteilungen in den Stengeln der Baumwollstaude gefunden. Für diese hat man bisher keine Verwendung, und das alljälpliche Wegschaffen der Stauden nach der Ernte der Baum- ivollfelder verursachte nur große Mühe und Kosten. Es hat sch 'nun gezeigt, daß aus diesen -Stengeln ein Zellstoff hergestelll werden kann, der billiger ist und ein bedeutend festereres Papier liefert als das, welches aus Nadelholz her gestellt wird. Bis jetzt stellt erst eine einzige amerikanische Fabrik aus den Stengeln der Baumwvllstmche Papier her: es wird jedoch erwartet, daß sich! daraus eine bebeutcnbe Industrie entwickeln imtb. Schließlich! will man nach Mitteilungen aus London noch einen anderem Iiohstoff für die Papiererzeugung in dem in Transvaal in große:: Menge:: wachjsenden Tambvokie-Gvase gefunden habe::. Es hat sich> gezeigt, daß dies Gras mehr Papiermasse liefert, als das algerisch>e Esparte-Gras und etwas weniger als das spanische. Tie Papr-ernrasse soll gut :tnd leicht löslich sein. Das Imperial Institute hat aus diesem Grase mehrere Papierprobe:: Herstellen lassen, wobei das Papier zuftiedenstellend und von guter Stärke ausgefallen sein soll.
* B e r ü h n: t e V i e l e s s e r. In der jetzigen Zeit der Lebensmittelnöte möge es den Menschen zum Tröste gereichen, daß sie nicht mit so starkem Appetit behaftet sind, wie die nachbenannten Berühmtheiten. Menschen, die sich durch einen ungewöhnlichen Llppettt auszeichneten, hat es schon in: Mlertum gegeben. Ta imn zum Beispiel Milo von Kroton, ein berühmter Wttttampfer, der einen ganzen Ochsei: trug :md ihn darauf verzehrte. .Hewdor vop Megara begehrte zu einer Mahlzeit 20 Pfund Fleisch, ebensoviel Brot :md einen halben Anker Wein. Claudius Alibinus vermochte auf einmal 500 Feigen, 100 Pfirsiche, 10 Melonen, 20 Pf:md Weintrauben und 100 Schnepfen zu verzehren. Jerdessen besaß das Altertum auch eine berühmte Vielesserin, die Flötenspielerin Aglais, die sich freilich mit 12 Pfd. Fleisch, ebensoviel 'Brot und und 16 Quart Wein genügen ließ. Der 235 n. Ehr. ermordete Kaiser Maximinus konnte an einem Tage einen Eimer Wein trinken miö 40 Pfund Fleisch essen; freilich wird diese Leistung erklärlich, wenn man von seiner Stärke vernimmt; er brach mit einem Faustschlage einem Pferde ein Bein mid zerrieb Steine mik den Händen. Aber nicht nur im Mterttrm gab es solche Fresser. Im Jahre 1765 befand sich bei der sächsischen Leibgarde ein Mann, der ai:f einmal 20 Pfund Rindfleisch und ein halbes gebratenes Kalb verzehrte. Ter französische Marschall Billars (1657—174.3 hatte einer: Schweizer, der als Vielesser bekannt war. Ter Marschall fragte ist: einst, wieviel Rindsrücken er auf einem Niedersitzen zu verzehren imstande sei. /,Wenig", war die Antwott, „vier bis fünf." — „Und Keulen?" —< „Sieben bis acht!" — „Unf> Hühner?" — „Zwanzig!" — „Tauben?" „Vierzig, vielleicht audu fünfzig, je nachdem!" — „Aber Lerchen?" „Ach, Monseigneur," war die ?lntwort, „was die Tierchen anlangt, die kar:n ich urmuf- hörlich essen!" — Im Jahre l 771 starb zu Jlefeld der Passauer Vielfraß Joseph Kolniker. Schon in seinem dritten Lebensjahre soll er vor Hunger Steine gefressen habe::. Auch seine Mutter und Großmutter fraßen Steine, und er konnte überhaupt nur satt werden, wenn ec Steine unter sein Essen mischte. Länger als 1V 2 Sttrnden hielt keine Mahlzeit zur Sättigung bei ihn: vor. 2lus dem Schlosse in Bram:schweig verzehrte er in sechs Sttindeu 25 Pfund gebratenes Ochsenfleisch und trau: ztvanzig Quart Wein dazu. Ein andermal aß er zrver Kälber in fünf Stunden. Ztuch nahn: er Metalle, Filz imd ähnliche Dinge zu sich. Von feinen zwei .Kindern brauchte der fünf Mo-nate alte Knabe täglich zwei Quart Suppe, die ne cm Monate alte Tochter täglich ein Quart Milch Als Kolniker Soldat war, wcttde er bei Einguartierungen für acht Mam: gerechnet. Ein Zeitgenosse von diesem war der Gärtner Kahle, der 1754 m Wittenberg starb,. :vo heute noch im Stadtmuseum der Magen dieses ungewöhnliche:: Mensche:: auf- bewahrt wird. Er war in .weiten Teilen Deutschlands bekannt unter dem Namen „Freßkahl^l
Der aktuelle Photograph. In Marseille lebt ein Photograph, der einen großen Sinn für Aktualität besitzt und sich dank dieser Gabe reicher Einnahmen erfreut. In der ersten KriegS- jeU verdiente er. wie ein Pariser Blatt erzählt, viel Geld, indem er in seinem Atelier ein Krankenschwesterkleid bewahrte, daS er aui Wunsch jeder Dame anzog, die sich in heroischer Pose photograohieren lassen wollte.' Da dies aber heute veraltet ist, hat er nuncuehr eine neue Serie erfunden, die man betiteln könnte: „Der griechische Patriot, Anhänger von Venizelos, nach Marseille zuaereist, um der Politik des König? Konstantin zu entfliehen." Der Photograph hält siir alle männlichen Besucher ein griechisches Nationalkostüm bereit, und viele in Marseille wohnhafte (Griechen haben bereits diese ebenso sinnreiche wie billige Gelegenheit benützt, um sich in den Vordergrund politischer Beliebtheit zu stellen.
Letzte Nachrichten.
Die Räummrg der Ancrc-Stellung.
Bern, 2. März. (WTB. Nichtamtt.) Zur Räumung der deittscheu Ancre-Stelllnrg schreibt das „Journal de Gcneve": Tie Engländer scheinen d:rrch die Rückwärtsbeioegtmg des Feindes überrascht worden zu sein. Sie haben sie nicht vorausgesehen und nicht erkcnnrt, noch ausnützei: könrnm. Sie halben keine Gefangenen gemackst, während sie selbst solche verloren. Ter Rückzug ist sehr gut ausgesührt worden. Es ist möglich, daß er die Aufgabe der Engländer nicht erleichdert, die jetzt gezwungen sind. Stellungen an- zugveifen, welche sie nicht erftindet l-abeu.
Die U-Boot-Beute.
Berlin, 3. März. Zum letzten Bericht über die Beute deutscher ll^Bvot bemerkt der „Berliner Lokal-Anzeiger": Um eine:: Begriff von .dev MeiiWe der versenAen 8000 Sonnen Granaten zu geben , sei bemerkt, daß, wenn man ein Kaliber öon 10,5 Zentimeter arainrtntt, cttoo 5 50 000 Granaten von unsere:: lh-BVvten in die Tiefe versinkt sind. Falls es sich um 12,5 Zeuti- meter-Granaten handelt, wären es etwa 440000 Stirck.
Versenkt.
L o n d o n , 2. März. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Die Bark „Gal gern Ga stle" (1596 Brutto-
reMerbmnech avS Belfast wiwÄe am DienStag nachmittag von! einem deutschen lb-Boo versenkt. EiE der beiden Rettungsboote mit einem Teil der Besatzung, darunter zwei Amerikaner, wirb vermißt. ,
Wilsoils Trick.
Haag, 3. März. Wilsons persönlicher Einfluß und der aller seiner Freunde hat nicht die volle Sicherheit gegeben, daß der Kongreß dem Präsidenten die gewünschten BoNmackfter: erteilte 1 .: Deshalb wurde der „Assieiste-Preß" das Material zu sensationellen Enthüllungen über die Verhcmdllmgen zwischen T e u t s ch t a n dt und Mexiko zur Verfügung gestellt. Die Span:rung im Lande war so gewaltig, als gülge es um das Ergebnis einer Wahlkam-: pagne. Ununterbrochen kamen Boten mit ganzen Paketen von? Depeschen in den Sitzrmgsaal. Schließlich hat das Haus den Antrag Wllsm: mit 103 gegen 12 Stimmen angenommen.
Rotterdam, 3. März. In Washington wurde amtlich erklärt, daß die Regierung keine Botschaft irge:ü>wilcher Art über heu Brief des Staatssekretärs Zimmermcmn an den deutschen Ge-- sandten hatte. Auch hat noch kein Gedankenaustausch zwischen t>m Bereinigten Staaten und Mexiko ftattgesunden, aber das wird vermutlich noch geschehen.
Washington und Wien.
Wien, 3. Marz. Der ö sterreickchsch-ungarische Botschafter nö Washington, Gras Tarnewski, hatte eine Unterredung mit Lansing, die jedocb.keinen amtlichen Charakter trug, da Tarnowski sein Beglaubigungsschreiben noch nicht überreicht hat. Eine Begegnmrgl mit^ Wilson lyat noch nicht stattgesnnden. Die Stellung Tarnotvskis ist sonach^ noch ungellärt.
Anrerika bewaffnet die Handelsschiffe.
Amsterdam, 2. dMrz. (WTB. Nichtamtlich.) Die hiesige Presseagentur meldet aus Wiashrntfton, daß das Repräsentanten« Haus mit 403 gegen D3 Sttmmen beschloß, die amerikamschen Schifft gegen die ll-Boot-Gefahr zu bewaffnen.
Die Fahrt der „Rochester".
Genf, 3. Mär^. Aus Pmrillae wird berichtet, daß die Besatzung des im Hafen von Bordeaux eingettofsenen amerikanischen Dampfers „Rochester"' außer Kapitän Kcckeritz sechß amerikanische Offtzrere und 32 Matrosen zählte. Kakeritz berichtet, daß ftüt Schiff heftigen Sturm zu bestehen hatte, :rnd daß er ans Vorsicht nachts rnit ausgelöschten Lichtern gefahren sei. Er sei nur sehr '.venigen Handelsschiffen aus der Ueb^rfahrt bogegnet. Am Montag abend habe das Schiff die gefährdete Zone erreicht.
. Frankreich füllt die Front auf.
Paris, 2. Mürz. (WTB. Nichtamtlich.) Der Heeresausschuß der Mmmer nahm einen Antrag an, nach dem alle im aktiver« Heer oder in der Reserve Mobilisierten in die Kampftruppen em- gererht werden sollen. >
Frankreichs Brotknappheit.
Bern, 3. März. Laut „Petit Parisien" wurde in der Qand< wirtschaftskommffsivn der französischen Kammer vom Minister Heriot bei der Besprechung der Brvtkartensrage erllärt, daß die Tagesration rwn Kriegsbrot in der Höhe von 500 Gramm nur Arbeitern gewährt werde, währerü) Müßiggänger, Intellektuelle^ Kinder und Greise, die gewöhnliche Ration erhalten sollen. Zur Begründung des Gesetzentwurfes über die Weizenmehlstreckung wurde vom Kommissumsberickfterstatter erllärt, das Problem ftt ernster als je. Tie nächsten Ernten, in Frankreich wie im Auslandes wirrden ein Defizit ergeben. Die Ernfuhr aus den überseeischen Län-. der:: körrne nicht für die Bedürftrissc der Kriegführenden und - 95u:trälen genügen, wenn diese beiden sich nicht Einschttmkuugen ^ Mkserlegen.
Feuer in der öfterreichischen Botschaft in Paris.
Bern^ 3. März. Wie „Bonet Rouge" nveldet, brach am l- März früh 5 Uhr in einem Nachbargebäude der österreichischer Bot>ck>afL in Paris ein Brand aus cher aus einen Pavillon der Botschaft Übergriff. Das Feuer soll nachnrittags noch nicht bewältigt gewesen sein. Ter Feuerschaden in der Botschaft soll bereits 4000 Francs bettagen.
Englischer Fliegerabsturz.
Amsterdam, 2. März. (WTB. Nichtamtl.) Gestern brndetg in Cadzand ein englisches Flugzeug aus Dünkirchen, das tt» Schrapnells an geschossen war. Das Flugzeug überschlug sich bei der Landung. Ter Flieger blieb unverletzt und wurde interniert.
Holländisches K-Brot.
Haag, 2. März. (WTB. Nichtamtlich.) Das Korrrspondenz- Bnrean teilt mft, daß mit Rücksickft auf die Schwierigkeiten bei der Getteideanfflhr in Zukunft Bramrbrot mit Roggen- und Kartoffel mehl eventl. auch mit Maismehl vermengt und zur Hersteil uns von Weißbrot außer inlä:idischem Material ameriLunsches Maismehl mrd Kartoffelmehl venvcndet werden soll.
Rückkehr verschleppter Ostpreußen.
Kopenhagen, 2. ?Mrz. (WTB. Nichtamtlich.) „Der- lingske Tidende" meldet aus Stockholm: Ein Teil der von datz Russen bei ihrem schnellen Itückzuge aus Ostpreußen verschleppte Eimvohner ist j-etzt von der russischen Regierung fteigegeben worden und auf der Heimreise gesten: in Stock^>lm eingettoffen. Im ganzen sind es 160 Personen, darunter 80 Kinder unter 8 Jahren. Das deutsche Konsulat sorgt für Berpftegung und Unterbringung bis zur Fortsetzung der Reise._
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Nach eiuernenerdings bestätigten Entscheidung der Reichs. - kartoffelstelle sind Kartoffelerzeuger nicht als Schwerarbeiter anznsehen. Fhnen und ihren Wirtschaftsangehörigcu stehe« daher für die Zeit vom 1. März bis 20. Juli 1917 »ur je 140 Pfnnd Kartoffeln zu, was insbesondere auch bei der be. vorstehenden Bestandsanfnahme der Kartoffeln zu berück, sichtigen ist.
Darmstadt, den 28. Februar 1917.
LandeSkartoffelstelle.
Hechler, OberregierungSrat.
O7?o<5eme 'Bedingungen Billigte Prämien. ^ empfiehlt
KMgM'LeMexVeVMskMW'
^Jösn-öeseMsd:^.
Bczirksallroktion: Fr an kfnrt a. 1„
Ka3ncrstraJj>e 06 Bfl. ' 1783i
Verireiep ln Gießen: A. Conrad, OberwaohtmNtr.i, P., Knloor-Allee 60.
Der Plan über die Herstellung einer oberirdischen Telegraphen Linie von der Babnlwffttaße nach der Riö- mrrrckftraße tn Langgöns liegt bei den: Kaiserlichen Post' amt in Gießen non deute ab 4 Wochon aus.
Darmstadl, 2. Acärz 1917.
Kaiserliche Ober-Postdirektion. 1790O
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