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2.3.1917 Erstes Blatt
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ve» Hnec aUitmtiotiftCoioune ueiuutei, »uuiüe zum Vtzeioachlmetiler beordert. Auch er besitzt da§ Eiserne Kreuz und die Hessische

TapferkeitSdenkmsinze.

Kreis Schotten.

O Geber n . 2. März. Ter Grotzh. Bürgermeister Rispe l hat aus Gesundheitsrücksichten vom Grotzh. Kreisamt Schotten einen tnehrivöchigen Urlaub erbeten und erhalten. Die Ttenstgeschäite besorgt an seiner Stelle der Größt). Beigeordnete V o n a l t. Die hiesige Volksschule ist wegen des Kohlenmangels bereits vier Wochen geschlossen. Wie verlautet, soll der Unterricht in der nächsten Woche wieder seinen Ansang nehmen.

** Ulfa, 1. März. Wie schon öfters in diesem Jahre, so unternahm aitct) am Sonntag wieder unsere Jugendwehr einen. Reisemarsch. Und zwar wurde bei diesem bis jetzt die größte Leistungsfähigkeit erzielt: 46 Kilometer wurden trotz der ausgetautcn Wege zurückgelsat. Unermüdet, mit Sang und Mang, so wie morgens ausrückte . kehrte der Verein bei einbrechender Dunkelheit zurück Keine Entbehrung achtend, lest aus das Wort gestützt :Es sind die alten Schwerter noch, eS ist das deutsche Herz, es zwingt sich immer mehr ins Joch, sie halten durch wie Erz. strebt der Verein unter Lettung von Förster Zimmer eifrig seinem Ziele nach.

Kreis Frieöberg.

Q. Bad-Nauheim, 28. Febr. In der gestrigen Stadt­verordnetenversammlung kam folgendes zur Derhand-- lung: Die Versammlung genehmigt, durch die teiwen Kohlcnpreise und Verteuerung des Betriebes gezimrngen, die Er Hurra des Gaspreises von 16 Pfennig auf 23 Pfennig für den Kubik­meter. Ter Voranschlag des Gaswerkes schließt mit 208000 Mark ab. Ein Urberschuß, der in früheren Jahren immer vorhanden war, konnte nicht vorgesehen werden. Das Elektrizitäts­werk erbringt einen Ueberschuß von 10 000 Mark; Ernnahmen und Ausgaben 923O0 Mark. Wasserwer k hat 9800 Mark Ueberschuß, (Annahmen und ^lusaabrn 78 000 Mark. Ter Hauptvoranscblag schließt ab, mit 848 000 Mark. Er bleibt gegen die ?,rnedensjahre um 200 000 Mark zurück. Als Steuerertrag ist eine Summe von 480000 Mark eingesetzt. Für die Ernst- Ludwig- Jubiläumsstiftung werden 1000 Mark betvilligt. Ter DerkehrsVommisswn, die schon 4000 Mark empfangen hat, wird ein weiterer Zuschuß von 500 Mark gewährt. ßm einen Teil der Bevölkerung mit Heizmaterial versehen zu können, hat die Stadtverwaltung größere Mengen sogenannte Rohkohle von Wölfersheim bezogen unb läßt dien. den Zentner zu einer Mark in den Marktlauben verkaufen. Allerdings ist dieKohle" nur ein Notbehelf, da sich viel Grus und wenig Stücke in. ihr finden.

chh Aus der Wetterau. 1. März. In diesem Nachwinter sieht und hört man bei Taqesqrauen und abends große Scharen Wildgänse und Enten, die die überschwemmten Teile der Wiesen und kleinere Wässerlauie nach Nahrung absuchen. - Durch die strenge Kälte hat die M ä u s e p l a g e in den Feldern be­deutend nachgelassen.

Hessen-Nassau.

= Fron kfurt a. M., 27. Febr. Für die Erneuerung und künstlerische Durchbildung des^ Ausstattungslvesens der Städtischen Theater genehmigte >die Stadtverordnetenversamm­lung die Anstellung eines besonderen Ausstattungsdirektors. Als solcher wurde der bisherige Oberregisseur Siebert vom Mann­heimer Stvdttheater gewählt. Tie Vorlage des Magistrats aus Bewilligung von 50 000 Mk. als Beitrag zu den Entwurfskvsten eines Großschifsahrtsweges vom Main zur Donau zeitigte ein« längere Anseiiumdersetzung im Kollegium, bei der Stadtverord­neter Klein sch mi dt (Nat.-Lib.) gewisse Bedenken gegen die Nützlichkeit des Kanals zum Ausdruck brachte. Dagegen betonten die Sprecher der Fortschrittler und Sozialdernvkvaten einstimmig die hervvrragwlde ''Bedeutung des neuen Wasserweges und bean­tragten sofortige Bewilligung der angeforderten Smmn-e. Ober- Mrgermeister Voigt gab die Erklärung ab, daß auch die Handels­kammer Frankfurt den großen Plan in jeder Weise zu fördern be­strebt sein wird und schon jetzt in der Kanalfrage, von deren baldi­ger Lösung man sich für Frankfurts wirtschaftliche Zukunft außer­

ordentlich viel ver>prechc, mtf der StadtverivaLtmrg m engster Ge­meinschaft arbeitet. Die Vorlagen über Neugtostcckkun-g der Kriegskommission. Bewilligung eines neuen Sechs-Milkvrnen - MiarllKredfts für den Kriegsfonds, sowie ein Berichts über die Lebensmittelversorgung Frankfurts wurden, da sie zu spät an das Kollegium gelangten, aus Antrag aller Fraktionen einer späteren Sitzung zur Beratung Überwiesen. Dem Antrag aus Erbauung einer großen Lagerhalle für städtische Lebensmittel und städtisches Gemüse im Ostyafengebiet gab man seine Zustimmung.

= Frankfurt a. M., 28. Febr. Da die Stadt befürchtet, daß die ihr angewiesenen Kartosfelmengen nicht mehr in voller Höhe eingehen, fetzt sie vom 1. März ab bis auf weiteres die Tagesmenge für den Kopf von % Pfund auf 7» Pfund Kar­toffeln und '/, Pfund Steckrüben herab. Die Haushaltungen, die ihren Winterbedarf bis zum I. April eingelagert haben, müssen jetzt mit ihren Vorräten bis zum 3t. Mai reichen.

----- Frankfurt a. M., 28. Februar. Bon Roll- Und Ge­schäfts ftchrw'erlen werden seit geraumer Zeit große Mengen von Stückgütern gestohlen, die in erster Linie Lebensmittel und andere jetzt schwer erhältliche Waren bergen. Bisher gelang es nickst, die anscheinend organisierten und mrt Hehlern in Ver­bindung stehenden Diebe zu ernM-el«. Bei der Beraubung von Eilgütern wurden im Hauptbahnhof zwei arbeftsscheue junge BursclMt überrascht und verhaftet.

[J Marburg, 1. März. Um Kohlen zu sparen, werden jetzt von den fünf städtischen Schulen rate noch die Bürgerschubs- Nord und die Oberrealschule geherzt. In diesen beiden Schulen wird abwechselnd Unterricht erteilt.

1 IJI I HJ!.. ,lJ ! . m.iMK PP* -

Ul, versiräts-Nachrichten.

[] Marburg, 1. Aiärz. D»e hiesige Studentenverbindung Wingolf erklärte gestern, daß sie auf jedes Bi er trinken, so­wie auf alle Getraute, die auS Nahrungsmitteln hergestellt werden, während der Kriegsdatier verzichte, um wichtige Nährmittel nicht zu Genußzwecken zu verfchwendsn. Sie fordert gleichzeitig alle akademischen Kreise auf, sich diesem Vorgehen anzuschließen.

Marburg, 1. Mürh. Bor mrigen Wochen wurde eine Er­klärung won 65 Professoren der Universität Leidig zugunsten des humanistische Gynmasiums veröffentlichst: von den drei heute gleichberechtigten höheren Schulgattungen gelte ihn«: das Gym­nasium nach wie vor als die beste Vorbeveitungsstcstte für has Studium der Gsrsteswiss«rschasten, und in den neuerdings wieder her vor tretenden Bestrebungen, durch Abschaffung oder wesentliche Beschränkung des Unterrichts in einer der klassischen Sprachen die Eigenart des humanistischen, Gymnasiums zu zerstören, liege eine Gefahr für die ZrSunft unseres deutschen Geisteslebens. Zu dieser Leipziger Kikndgcbung haben jetzt mich 45 Marburg? r Dozenten der gefftcsmissenschaftlichm Fächer ihre ZtMmnrimg erklärt.

Letzte Nachrichten.

Die Aricre-Kämpfe.

Rotterdam, 2. März. DieMorning Post" meldet ans dem englischen Hauptquartier, daß nichts mehr von Gommecourt übrig geblieben sei, das einen Teil der ursprünglichen deutsches Linie bildete. Außer den Fundamenten des Schlosses, in dem sich unterirdische Säle befanden, groß genug, um ein halbes Bataillon- zu beherbergen. Weiter heißt es: Ter Schloßgarten ist ganz ver­schwunden in einem Netz von Schützengräben. Die Nachhutkämpse, um den allmählichen Mckzug der Deutschen zu decken, sind ziem­lich heftig.

Generaloberst v. Kluck über die Lage.

Budapest, 2. M ärz. In einer Unterredung, die der Bericht­erstatter desPesti Naplo" rn.it dem Generalobersten v. .Kluck batte, sagte dieser: Die militärische Lage .ist die _ denkbar beste. Unsere Truppe gleichem emer Erzmmier, unerschütterlich int Westen und tut Osten. Es ist unwahrscheinlich, daß diese erkämpfte Lage sich zu unseren Ungunsterr ändern könnte.

Amerikas Verhalten.

Haag, 2. März. Aus Washington wird berichtet: Man er­kennt allgemein, daß der gegenwärtige Zustand nicht länger fort-

beiwyeu tarai, u>eiDi uimi ,cuue &vcUiui\iuuj}u*z ovu*

ftändig ändert, was nach der Rede des Reichskanzlers als «usM- schlossen gilt. Wenn aber einmal gewisse ameritanische HanüeW- schiffe in Soe stecken, könne sehr viel g^sckMhen.

Stockholm, 2. März. Nach einer Londoner Meldtmv deS Aftonbladet"' scheint es, daß man in Amerika allgemein Wusons Regel im Kongreß als letzten Schritt zum Kri eg e aunaM- Man meint, daß der .Kongreß dem Präsidenten eine formelle Vor­macht erteile und läßt durchblicken, daß, wenn auch der Ko«are8 aus politischen Gründen sich weigern würde, Wilson freie H«ck zu lassen, Wilson doch in jedem Falle handeln werde. Es heißt, daß die Dampfer der amerikanischen Eurvpalinien in der nächstar Woche bewaffnet werden. _ ^

Genf, 2. März. Die ,Law 7 na"-Angrlegenheit bildete aach einer Washingtoner sunkentelegraphischen Meldung den Gegen­stand meiner längeren Unterredung zwischen Wilson und Lmrsmg. Beim Verlassen pes Weißen Hauses gab Lansing den Prestever- tretern eine Erklärung, die den Eindruck machte, als habe mav sich bereits über die endgültige Entscheidung geeinigt.

Genf, 2. März. Nach einer Washingtoner Meldung s täh der Newyorker Jachtklub 10 000 freiwillige Küstenwächter und 750 Motorboote. Hundert amerikanische transatlantische Dampfer sollen je vier Geschütze von 127 Millimeter Bordbewaffnung erhalten.

Reue amerikanische Sperrbrecher.

Genf, 2. März. Nach Lyoner Blätterm solle« die DampferNew Aork",Philadelphia",St. Paul",GaÄrv- larrd" undFinnland" der International Meroantile Ma- rine Company in einer Woche in See stechen. Sie warten nur die Entscheidutrg der Regierung ab.

Serbische Stabsoffiziere mitDampfer MinaS untergegaugen.

Genf. 2. März. WiePetit Parisi-en" berichtet YStven sich drei serbische Stabsoffiziere: General Goikowitsch und die Ober­sten Tnlitsch und Milan Ristitsch unter den Offizieren befunden, die mit dem jüngst versenkten italienischen Dampfer Minas unter- gingen.

Der englische Bureumord.

Rotterdam, 2. März.Nreuwe Rotterdarnsche Gumn«*'* stellt die Ziffern richtig, die der Reichskanzler von Bethmann Holl­weg in seiner letzten Rede über das große Sterben in den afrika­nischen Konzentrationslagern im Burankrieg gegeben hat Nicht 15 ^bis 16 000 Frauen und Kinder wären in jenen Lagern «o» starben, sondern wie aus der amtlichen Statistik Botchas btt&x* geht, 26 170 Frauen imd Kinder, außerdem noch 1421 alte Min­ner, also über ein Viertel der Lagerbewohner kamen um.

Einbruch im österreichischen Generalkonsulat in Zürich.

Zürich, 2. März. Wie aus Schweizer BlättermrtterkmgM ersichtlich ist, wurden ails dem österreichischen Generalkonsulat in. Zürich von unbekannten Dieben 50 000 Goldkronen und außerdem alle in den Schränken des Konsulats befindlichen Papiere go- stohlen. Die Diebeswerkz-euge, die 2000 Francs wert smd, wurden! am Tatort vvrgeftmden.

Ein bayerischer Ministerrat.

München, 2. März. Gestern fand unter dem Vorsitz des Königs ein bayerischer Ministerrat statt, der bedeutsame Ent- jjchlüsse über wichtige Aend-erungen faßte. Nähere lZinzektzstzenl dürften in kurzem bekanrrt gegeben werden.

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Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen.

Tie im Dezember 1916 bestellten DüngemitkeL'- sürd cingetrosfen. Tie EmpfangS-Anweismrgen Dnwm, von den BestfALerir aus dem Stctdtffchen Lebenso mittelamt, OstzrAnlage >13, Zimmer 6, gtpai Vor zeigen der Au sweis karte und sofortige: Bezahlung an folgenden Tagen abgeholl wadar^ Montag, den 5. Mcft^ 1917, für Besteller «st dem Zunamen AG,

Dienstag, den 6. März dem Zunamen HL,

Mittwoch, den 7. März dem Zunamen MR,

Donnerstag, den 8. März mit dem Zuname?, 8Z.

Der Betrag ist aby^zählt mitzubrütgen.

Gießen, den 1. März 1917. 17878

Ter Oberbürgermeister: Kelker.

1917, für Besteller mit 1917, für Besteller mit 1917, für BeHeller

Schlüstelwaren-Verteilnug.

(Teigwaren, G rieß, Gvaupen und Hafer flock«.)

1. Wer Scklüsselwaren für den Monat März 1917 beziehen will, l-at fiel), vom 6. bis 8. März 19 171 in einem Kleinftrndelsgeschäft zur Eintragung « die amtliche Bestell-Liste anzunrelden. Verspätete Ämreb- dnngen finden keine Berücksichtigung.

Bei Eintragung in die Bestell-Liste sind die drei Marken für Schlüssellnaren, die die Nr. 4 tragen^ den Kleinhändlern gegen Aushändigung einer Beschei­nigung über die Zahl der abgelleferten Marken, aus der die Nr. der BestelllListe anzirgeben ist, abzugcke».

2. Tie Kl ei nlxrndelsgeschäfte haben bvc Marken auf Bogen aufzukleben und zusamnren mit der T>eswlk-Liste bis znm 10. März 1917 dem Lebensmittelanrr unter Angabe der Gesamtzahl der vereinbarten Marken zur Prüfuzrg einzureichen,

Tie eingereichten Marken dielten als Grundlage für die Zuteilung an die Kleinl-andelsgeschäfte. denen B-c» zngsscheine mrsgiestellt werden.

3. Tie,M«eng>e an Schlüsselwaren, dia auf jede Marke entfallen, sowie der ginn der Ausgabe wird noch bekannt ge^ geben.

4. Die amtlichen Bestell listen für Kleinhandelsge- schäfte können vom 3. bis 6. März 1917 auf dem Lebens-, mittelamt in Empfang genomimen i»erden

Gießen, den 28. Februar 1917 1.725H

Ter Oberbürgermeister: Keller.

Mk. Zinisen aus Balthasar L <

Zu vergeben sind: 425,10 Stiftung der Konrad Erben an zwei bedt'irftigc,

Gießens, die mirrdesbens 60 Fahre alt sind.

Meldungen ,nmmt das städtische Armeuanrl. Mer- weg 9, bis 10. März 1917 «ntgegeL. )72LR

der"

sar Lawgp evangelisch^ Bewohner