i ve Ueocxreugung tobe, <*tB öie ^$m>Ji)me am beiten den Landes- ittrerc|)en menen fömte, ltjemt inan sie in j>em Zustand, wie sie fe? 1 War, belasse. (Lebhafte Zwischenrufe von links.) £mimaS_tur>£ fort: Tie staatlichen und privaten Unternehmun gen haben »eit Ausbrnll> des Krieges Wunder geleistet. Für '^^^^terrmgen der staatlichen Unternehmungen wurden 11 bis 12 Milliarden ansgegeben. 64 000 Verträge wurden abgeschlossen, ^er Staat mußte hohe Preise gewähren als Sicherheitsmittel für nne schnelle H-erstellung. Dafür hat sich der Staat bemüht, die ßnene zu wntwllieren litib Preisermäßigungen herbeizuführen. ^Dqmaö führt ans. daß der Arbeiter im Innern des Landes mit ° bi» 10 Fvanken nicht viel mehr verdiene, wie der Soldat an der deren jeder mit Verpflegung ungefähr 5 Franken 10 Centimes täglich koste, uneingerechuet die staatlichen Unterstützungen an Kranen nttb Kinder. Thomas sagte ferner, Der vorliegende Ge wtzesantvag führe die Stoatskontrolle über die mobilisierten Ar beiter ein. welche der militärischen Disziplin nnterworfen bleiben nützten. Ter Abgeordnete Didion erklärte, das Gesetz nicht gutheißen zu können, worauf der Sozialist L e d o u c e erwiderte, Tidron the gut, in der Kammer nicht als Kriegslieferant zu lprechen. Ri bot jorberts die Kammer auf, das Gesetz anziu- uehmen, worauf das ganze Gesetz angenommen wurde und die Besprechung der einzelnen Artikel begann. Tie Kammer wurde bis Donnerstag vertagt.
(Anmerkung: Es ist interessant, daß der Munitionsurinister letzt eine These ausstellt, die den sozialistischen Prinzipien auf eine Beritaatlichung vollkommen widerspricht. Tie hierauf bezüglichen Ausführungen von Thomas wurden nach Lyoner Blättern von der äußersten Linken mit lebhaftem Erstaunen und Widerspruch ausgenommen.)
Der französische Ankenhandel.
Bern, 27 . Febr. (WTB.) Nach der amllichen Statistik über den französischen Außenhandel beträgt vorläufigen Satzungen zufolge die Unterbilanz für 1916 über zehn Milliarden Fran Tt il Dieser Bettag bleibt jedoch nach den noeremstimmenden Kommentaren des „Temps" und des „Petit Pa- rrsien" bedeutend hinter der wirklichen Höhe der Unterbilanz zurück, da den Berechnungen die für den Markt von 1915 geltenden Durchschnittswerte zugrunde liegen Die für 1915 nunmehr veröffent- uöoültigen Abrechnungen ergeben eine Unterbilanz von neben Milliarden. Nach der Liste, in der die eigentlichen Kriegs- Ireterungen nicht aufgeführt sind, zeigt die Einfuhr folgender Aiv- ttkel die höchste Steigerung gegenüber dem letzten Normaljahr 1913: Getreide öon 200 Millionen auf eine Milliarde, Zucker von 32 aus 210 Millionen, frisches und Büchsenfleisch von 33 auf 401, Pserdr von 10 auf $33, Baumwollgarne von 29 aus 348 Mülionen. Umgebllirt nt die Einfuhr künstlicher Düngemittel von 18 auf 0,5 Millionen grsrmken.
Petersburg im Kriegszustände.
Frankfurt a. M., 1. März Wie der „Franks. Ztg." aus ^toccholm gemeldet wird, habe der Befehlshaber dos Peterburger Militärbezirks General Habalow Petersburg als im Kriegszustände befiicklich erklärt und eine besonders an die Arbeiter gerichtete Warnung vor Kundgebungen erlassen. Bei der Eröffnung der Duma sei der Oberbefehlshaber des Bezirks ermächtigt, jeden Aufruhr oder Protest gegen die Staatsgewalt zu unterdrücken.
^ ^ Berlin, 28. Februar
Der obligatorische L<ruou»lrLfchastoore»NL in der Türkei.
. ^ Konftantinopel, 27. Febr. (WTB.) Die Kammer hat das durch Verordnung bereits in Kraft getretene Gesetz betteffend den obligatorischen Landwirtschaftsdienst ange nommen. Im Laufe der Debatte wies der Ackerbauminister Sche die durch das Gesetz bereits erzielten günstigen Ergebnisse hrn.
Unsere U-voote bei der Arbeit.
Die Versenkung der Laconia.
New York, 28. Febr. (WTB.) Meldung des Reuter- jchen Bureaus. Ein Telegramm ber „Associated Preß" aus Washington besagt, daß eine amtliche Depesche die Berichte über den Tod von Amerikanern auf der „Laconia" bestätigt und erklärt, dies und die Tatsache, daß der Passagierdampfer ohne Warnung torpediert worden ser, stelle eine „offenkundige Xat" (overt fact) dar. In btefem amtlichen Bericht wird die Versenkung der „Laconia" • et ™ neuer „Lusitania"-Fall angesehen, selbst wenn weniger Menschenleben verloren gegangen seien.
Washington 28. Febr. (WTB.) (Reuter.) Präsident 11 » 0 " und das Staatsdepartement stehen auf dem Stand- & tn bex Angelegenheit der Torpedierung der „Laco- ir i a keine wetteren Lxchritte getan werden sollen, bis der Kongreß Gelegenhett gehabt hat, den Präsidenten zur Bewaffnung der Handelsichifse zu ermächtigen. Das Kabinett hat besonders darant hingewiesen, ( daß ein Vorschlag, die Bewaffnung von Lxhissen, dle Munition ttansportieren. nicht zu gestatten, nicht ^wünscht sein würde, da die Schisse nach dem Völkerrecht derartige Ladungen führen dürften.
London, 28. Febr. (WTB.) Die Cmrardlinie teilt amt- .ich mtt, daß drei Passagiere der „Laconia" tot sind und )ret vermißt werden. Ferner werden sechs Mann der Be- atzung vermißt, sechs sind im Krankenhaus.
London, 27. Febr. (WTB.) Es wird bestätigt, daß bei der Torpedierung der „Laconia zwei Amerikanerinnen umgekommen sind.
Rotterdam, 28. Febr (WTB. Nichtamtlich.) Nach dem „Meuwe Rotterdamsche Courant" meldet „Manchester Guardian" aus London, da^tz man in bestunterrichteten unerrkanffchen Kreisen in London geneigt sei, anzunehmen, )er aconia" -- F a l l würde Wilson nicht in die Lage zersetzen, die gesainte öffentliche Meinung in Amerika hinter ich zu haben, da es sich nicht um ein amerikanisschers andern um ein englisches Schiff handele.
Berlin, 28. Febr. (WTB.) Eines unserer U-Boot _ Februar mittags etwa 30 Seemeilen westlich der Scil.Hanseln im Sperrgebiet den holländischen Damp- ser „Jakatra" an. Es wurde festgestellt, daß der Dampfer sich mit Getreide für die holländische Regierung auf dem Rotterdam befand. Da die Schonfrist für neutrale Schiffe in dem fraglichen Gewässer noch nicht abgelaufen
r rw • // . r . .. — -- tttai:, wurde der Dampfer entlassen, ihm aber dringend ge
olal-An^eiqer" meldet aus Stockholm: In Pertersburg und raten, umzukehren, das Sperrgebiet zu verlassen und nörd lE Te^au^r^Tages- | ^ und-östlich Desselben nach Holland zu fahren. Außerdem
(Privattelegramm.) Ter „Berliner
auf den Kanal fort. „Fakatra.'
nch, daß wartende Menschen erfrieren, weswegen die Aufstellung von Heftösen für die vor den Geschäften wattenden Menschenreihen erfolge.
Die russische Duma.
^ Detersburg, 27. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegvaphen-Agentur. Die Reich s duma hat peui? maimittcq wieder ihre Sitzimgeu ausgenommen, deren erste m vollkommener Ruhe verlief. Ter Präsideut hielt eine pattiotische Ansprache in der er die tapfere Armee pttes und die m der Ti- momMen-Loge der Duma versammelten Mitglieder der Konferenz
b ^ .^äetten begrütze. Nach ihm sprach IV, Stunden Landwitt- Fischerflottille von einem deutschen Tauchboot ne ichkftsnnmsttr Rittich über die Ern ä br un g s poli t i k der senkt worden oeursa)en Tauchboot ve
Regierung und besonders über die Getreide-irage. Er legte die Maß
lief dann -- ob freiwillig oder unfreiwillig, ist hier nicht ob'annt -- den englischen Hafen Tortmouth oder Falmouth 09 ' ^ Folge davon war, daß er sich später unter den am au ^ dresen Hafen ausgelaufenen, bei den Scrlly-Inseln versenkten holländischen Dampfern befand an. ? e J n J 27. Febr. (WTB.) Ein Berichterstatter des „Mattn , der mit Fischern des Kanals eine Unterredung harte, teilt mrt, vor einigen Tagen sei eine ganze
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iwfm*n&r, We ec W«ttr'fll*äS^cn"§8fwta^'getimte fafoltc I steiaent °us Fäcamp : Wegen des
Micki/tiaüe ir+rh>r ifvmm r«t4 Ki j ;a,j-, i _I v ^*-ciyciL_ Ost: See-Versicherungen und
. , . „ __ ___befriedigt ___
Nach der Rede des Ministers fdtfug der fortschrittliche Block einen rlnttag vor, der die Regierung aufsordett, sich z>u organisieren, uw wie keiner die durch den Krieg geschaffenen Schwierigkeiten zu bekanipfen. Vertreter der verschiedenen Parlamentsfraktionen sprachen sodann über die innere Lage des Landes.
Am gleichen Tage nahm auch der Reichsrat seine Sitzungen wieder auf und besprach mehrere weniger wichtige Vorlagen.
* * *
Die Lage in Portugal.
m,. Madrid, 27 Febr (WTB.) Funkspruch vom Vertteter des Wtener K. und K. Korrespondenzbureaus. Nach Meldungen portugiesischer und spanischer Blätter hat sich feit Abgang der ersten l mnvn w ™ , . .. ^nu-
povtuffiehfäen Truppen nach Frankreich und der Verkiwdigung der ^r^m^ingttanftn ^ hdm m} ' den gehaltenes Glückwunschtele- vericknrften U--Bootsperre dre innere Lage Portugals Lu- Xrf?S T^ Jf
sehends verschlimmert. Um gegen die Gewaltherrschaft der ^ d^ryonalliberale Partei be-
gegenwärtigen Regierung anzukämpfen, hat sich aus uuzufricHenen bcr ^ des Reick>stags den G e d e n k-
Elementen verschiedener^^ Pmtteien^^ ein pari amen ttfri T %Aus Mickftcht auf die ernsten
Block gebildet, der in scharfer Gegnerschaft der Regierungsmehrheit wottum S LSp ^ ^ c n ^ eier gewählt
fleoenfflfwrfteTit. q ^ I Horden, bei nur die ehemaligen und tetzrgen Mitglieder der national
Aus dem Reiche.
Das 50jühriZe Bestehen drr Notional!ib,ralen Partei.
X Zur Feier des 5 0jährigen Beste-
^^atr 0 nalliberaleu Partei trafen Telegramme ein vom Rei^kanzler vom Staatssekretär des Innern Dr^Helffe- rrch, vom Krregsmmister v. Stein und dem Kultusminister von Rei^ta§sfraktionen sandten Glückwtinsck^ l)os Zentrum, die Fortschrittliche Volkspartei ,5V. unv sc. ^orreivvnoenzoureaus. vcactf lutelöimgen portu-1 an der ^ ^c^patteü Au ch vou dem durch Kraukhett
spanischer Blütter W 'seit fclSL n«r
A« »rdmm g des. Mherni geMyL'UMmgÄ "an I ttbc^akm P«tei^Bi4marck'nnd ^’***“ ^?tion-l
Beförderungsmitteln mußte die ganze vorjährige Weinernte, bic J r . blc ^ unter Führung
beretts^teilweise nach Frankreich vettauft war, im Lande veMeü- gelttsttt ^hat ^ ^ Reichskanzler bei seinem Einigungswer^
ben. Die hierdurch geschaffene Kchse werde noch verschärft durch die angeordnete Einschränkung des Alkoholgenusses in England, das em bedeutendes Absatzgebitt für pottugiesische Weine war. Die Regierung stehe all diesen Ereignissen ohnmächtig gegenüber. Eine Mimsterkrrse stehe bevor. 1
" » *
Der holländische Handel.
Amsterdam, 28. Febr. Da der Königlich Westindische Poftdtenst seine Dampferfahrten zwischen dem Mutterland und Holl an disch-We st Indien einstellen mußte und auch die englische Linie zwischen Surinam und New Bork Surinam nicht mehr anläuft, hat die Regierung den Königlich Westindischen Postdienst ersucht, einen neuen direkten Dienst für Frachten und Fahrgäste von Surinam nach New Aork einzurichten.
Schwedische Schiffsverlusie.
Einer Meldung der „Bossischen Zeitung" gus Kopenhagen zufolge, scheint Schweden das Land zu sein, das nach Norwegen die größten Schi f ss ver l u ste
®r. Friedb'erg über die Ge- Ln-lw-L^P-ttek'her»-^^" **** MC ^^ung der ihm sprach 4lbgeordneter Dr. Stresemann über d,> ^kltnfttgen Aufgaben der Nationalliberalen Partei. Er brachte zum Schluß ein Hoch auf die Zukunft der Natioualliberalen Partei aus taufen“ ^ Glückwunschtelegramme dnqt
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, J t r t 2 d e n , 28. Februar. Um dem Mangel au i a*^.^ uhelfeu, beschloß die Stadt gestern, zwei Millionen 50-Psennig - G ut scheine auszugebeu. lt0nen
Aus Stadt ttttö Land.
Dießen, 1. März 1917. März.
^ Cr bci L Lenzmonat, so bezeichnet, weil er nach
°stt°n°mrsch«r B-r-chnung d-n Frühling briugi.^uch
FrühlingÄiu»^" benannt, ist nun ins Land gezogen.
Dichiermorte: ..Der Frühling naht mit Brausen, er rüstet sich?nr l4fln(l I Tat, nnd unter Sturm und Sausen wächst still die junge ©L?'
(Wbm. Bortrefd^ ta. Dharakter dieses Monats. Er qilt als falscher, ttenloser und veränderlicher Gesell, nnd nicht mit Unrecht wendet man seine wenig empfehlenswerten Eigenschaften auch oft ans emen unzuverlässigen Menschen an, inLem man sagt: iwl ftanbia wre der März" Die Bewohner des sonnigen Landes ^ Orangen und Zrttonen blühen, die Italiener, klagen Über n°t "Ui vlgenden schwermütigen Worten: „Ec kennt keine Träne ^^'°emt er, bald lacht er." Rauhe Lüfte, dorhe^
bctt. 1918 sind hundett Schiffe von insgesamt 64 000 Tonnen verunglückt. Außerdem hat die schwedische Handelsflotte 28 Dampfer von 39 000 Tonnen, 2 Motorschiffe und 24 Segelschiffe von insgesamt 2240 Tonnen an das Ausland verkauft. Insgesamt ^mgebüßt hat die schwedische Hicmdelsflotte im Jahre 1916 «7 000 Bruttoregistettonnen.
Tahckkmouopol ln der Schweiz.
Berliner Tagebkatt" meldet aus Zürich: Der schwei- L^.T^rrdu^esrat hat bt-e Einführung eines Tabakmonopols
^ Prinzip angenommene Gesetz soll in den Taae^rwt sich tellwer,e zum Sturm steigern.
s^nTag^n m innen Einzelheiten bekannt gegeben werden. De^ Regen- und Schneeschauern wechseln ab
^heverdes Praitttes ist der fttlhere Bundesprasideut und jt&Qt I %} ?nd sonnig schönen und ins Freie locken
Letter des schwrrzettjchen Finartzwesens, Buudesvltt Motte. ^Alten"^ !%£ Aefuudhait, besonders bei den
,mten . aber auch in der Kinderstube, zumal der Körper eben in
cec ttttegszett durch aie Dermmoerte Ernährung nicht che ^viider- stanoslrair answeiß, wie im Frieden. Vs bleibe kein Husten, kein leichtes Fiedern unoeachtet, denn es ist eine bekannte Tatsache, daß der Sem'enmanu besonders gerne im Mätrz die unerbittliche Hand ausstteckt nach alten Leuten, Schwachen und Kranken, heißt es doch: „Der März ist der Alten Sterz (Tod)." — Andererseits ist bei ge- srmden kväftigen Leuten nichts unsinniger, als eine allzugroße Verzärtelung. Am besten hält man die Winterkleidung noch bei, wenn sie auch au wärmeren Tagen lästig erscheint: sie schützt bei Tem- peraturwechiel und am kühlen Abend vor Erkältung. Gesunde Kin- bu^gmvfme man jetzt nach und nach an kalte Wäschungen und be- amiichtige besonders die Kleinen beim Spiel im Freien, da Er- Atzung durch Laufspiele usw. und zu rasche Abkühlung oft unhell- volle Folgeerscheinungen zeitigen.
Der Landmann wünscht sich den März trocken und sonnig, denn mit Sonnenschein und Staub, bringt viel Korn, Gras und Laub", dagegen ist ein „feuchter März des Bauern Schmerz".
Die sorgsame Hausfrau wird bald mit Arbeit überladen sein: das große Frühjahrsreinemachen vor Ostern beginnt in Kürze zum Schrecken mancher Ehemänner und die Gattin nebst den dienstbaren Geistern, ,oweit solche vorhanden sind, fegen, klopfen, bürsten, lüften und bringen Tod und Verderben aller Winterbrut, die sich in Teppichen und Möbeln festgesetzt haben sollte. Freilich wird die Hausfrau rn diesem Jahre nicht allzu verschwenderisch mit der so teueren Seife umgehen, sondern etwas mehr von einem anderen Wasch- mtttel nehmen, das den schönen Namen „Trückdrauf" führen sollte, das heißt, die Hand wird dieses Jahr noch mehr scheuern müffen, als es früher der Fall wart
In der Küche ist jetzt die magerste Zeit, da alle Vorräte zu Ende gehen und die Mutter Natur nichts Neues bietet. Für die Hühner- bentzer steht ein fteudiges Ereignis bevor, denn die Hennen be- ginneii zu legen. Wer wird heute im dtttten Kriegsjahr uichi mit rtteude den erfien Eiern entgegensehen, die ja leider auch so teuer! und für die Städter ein recht seltener Genuß geworden sind. Ferner gibt es fttt den Feinschmecker und die St. Hubettusjünger im März noch erii wichtiges Ereignis: Ende des Monats beginnt der „Schnepfensttich", gilt doch das würzige Fleisch dieses Vogels „mil dem lamgen Gesicht" als Delikatesse ersten Ranges, und die Jagd, die oft von der Witterung stark beeinflußt wird, ist eine der schwierigsten und interessantesten, we?ll die Schnepfe ganz unberechenbar m ihren Gewohnheiten ist. >
Alles in allem, der März kann uns noch nicht allzuviel bitten, aber er bringt uns einen Gast, der im deutschen Vaterlande immer gerne gesehen wurde und stets begeistett begrüßt wird. Es ist dev holde Frühling. Hoffen wir, daß er in diesem Jahre nicht lange auf sich wattim läßt und bald seinen siegreichen Einzug in die deutschen ^.ande halt. Er iit zu jeder Zeit willkommen, denn die lvenig angenehme Herrschaft des Winters kam uns dieses Jahr durch den Mangel an Brermmatettal so recht zum Bewußtsein.
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** Unser Stadttheater ist wegen Kohleiimangels seit 5. Februar geschlossen. In dieser Zeit konnten in einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Raum nur vorbereitende Proben abgehalteu werden, da zu den abschließenden Hauptproben für fast alle Stucke die Bühne notwendig ist. Das gesamte Personal mußte weiterbezahlt werden: Einnahmen fehlten gänzlich. Der dadurch ent- stmrdeue finanzielle Schaden, der zwischen 5—6000 Mark beträgt, geht zu Lasten der Stadtkasse. Der (Naube, das Mnstlerpersonal tonne mit diesem Zustand der Bezahlung ohne volle Leistung ganz trag. Im Gegenteil, sie wünschen alle dringend die Wiederaufnahme des Bettiebs. Dassels wünschen auch unsere Verwundeten und Soldaten, die zum Dell umsonst, zum Teil «i halben Preisen das Theater besuchen konnten und barin ihnen nod- Ujenbtge Erholung und geistige Erfrischung fanden. Aus allen diesen Gründen hat der Theaterbau verein in gemeinsamer Sitzung mit dem zuständigen städtischen Ausschuß beschlossen, für Heizung des Thea- ttrs zu wrgen, und es sollen zunächst am Sonntag, den 4. und Montag, den 5. März Vorstellungen stattfinden. Näheres wird tn den Zeitungen bekanntgegeben.
** Der Thea terbau verein bittet uns um Ergänzung miseres Berichtes über die vott uns mrtgttellten Beschlüsse des Buhnen Vereins m ferner Generalversammlung in Berlin. In dev ausgedehnten Debatte wurde demnach, ivas auch für Gießen wichtig von versckuedenen Rednern betont, daß die Schließung der Theater unbedingt vermieden werden müsse. Rechtsanwalt Arttrri Wolfs machte darauf aufmerksam, daß auch der Kronprinz in einer Unterredung mit dem Cl^efredakteur der „Berliner BvlkK- Zeitung , Otto Nuschke, nach dem Bericht im „Berliner Tageblatt" vom Sonntag früh, geäußert habe, für die Soldaten, wenn sie auf Urlaub in der Heimat wellen, sei der Theaterbesuch als geistige Er- ttllchung notwendig. Das „Berliner Tageblatt" bemerkt hierzu' Von ernem großen Tell des feindlichen Auslandes hatte das von allen eeiten schgoer umdrängte Deutschland es iwraus, daß es der Bevölkerung, und vor allem den Soldaten, die als Rekonvaleszenten, als garnisondienstfLhig oder als Urlauber in der Heimat tmllren, die Erguickung unb Zerstreuung des Theaters uneinge- s chvanrt zu fuhren konnte Einwendungen, die hier und da gegen; den Spielplan gemacht werden mußten, änderten nichts an dev Gesamttaffache, daß hier em Quell erschlossen war, aus dem m febotfen tn fo strenger Jett eine noch größere Notwendigkeit ist als in Friedens tagen. Wer .insbesondere unsere Verw-undtten beobachtete, die nach den düsteren Erlebnissen des Schützengrabens nun für einige Stunden in die Traumwelt der Kunst entrückt waren, der empsano das Tlieater als ein Instrument der Wiederherstellung, wie es glücklicher nicht gedacht werden kann. Wenn nun die deutschen Buhnenleiter dafür eintreten, daß alle Theater weiterspielen sollen^
0 sch chr Wlmffch auch den enffcheidenden Behörden dringlich ans Herz gelegt. Dre Werte, die hier zu pflegen sind, bilden einen Tttl der ge)amten Organisation des Durchhaltens, und sie dürfen zw- gleich im Interesse der überaus zahlreichen Existenzen, die mit dem Theater verbunden find, nicht vernachlässigt werden. Die Berwir- rung, auch rechllicher Natur, die entstehen könnte, wenn die Bühnen- letter nicht mehr ihre Schauspieler beschäftigen, wäre groß. Wir gebeii diese Zeilen gern wieder, da sie sicher dazu betragen lverdett, Getuen zu zerstreuen, die in der kohlenarmen Zeit gegen! die Wiedereröffnung unseres Stadttheaters erhoben werden könntem M Eine Nachmusterung der D i e n st u n b r a u ch. ist an geordnet. Zum diesem Zweck sind alle am 8. Sep- tember 1870 und spater geborenen Wehrpflichtigen, di- als dauernd untauglich (T. 11.) oder „dauernd kriegsunbrairchbarE (d. kn.) oder „dauernd garmson- und arbeitsverwendungsunfälngE (d. g. u. a. v. u) anSgemustert worden sind, einerlei, ob sie diese Entscheidung im Frieden oder während des Krieges erhalten haben, verpflichtet, sich umgehend, spätestens bis zum 3. März 1917, zur Mutigen ^Blatte Nähere- siehe Bekanntmachung in unserem
** Ein Butterpaket enttnettbet. Am 16. d. M.
5 A ^ ?on Niederohmen nach Gießen gesandtes Paket mit ar ' u n d Butter entwendet worden. Wer hierüber Auskunft All geben vennag, wird gebeten, dies der hiesigen Krrnnnalpolrzet zu melden.
Jt* von Bronzeglocken. Am
37iarz 1917 ist eine Neue Bekanntmachung in Kraft getreten, die neben einer fteiwilligen Mlieferung von Bronzeglocken auch eine Beschlagnahme, Enteignung und Einziehung von BronAeglocken vorsieht. Me Einzelheiten ergeben sich mts deni Wortlaut der Bekailntmachung und aus den Ausfuhrungsbestimmungen, welche die mit der Durch- ührung beauftragten Kommunalbehörden erlassen Die Ver- offentlichung erfolgt in der üblichen Weise durch Anschlag und Abdruck tn den Tageszeitungen; außerdem ist der Wort- aut der Bekannttnachung auf unserer Geschäftsstelle einzusehen. Um den Bedürfnissen des Gottesdienstes gerecht zu werden, steht die Bekanntmachung vor, daß hierfür vorerst ie eine Glocke rm Geläut erhalten bleiben soll. Auf kunst> gewerblichen vder kunstaeschichtlichen Wert, dev durch behörd-- licherseito für diese Bekanntmachung besonders namhaft gemachteSachverstandrge sestzustellen ist, oder unmittelbar durch die Aufsichtsbehörde anertannt wird, wird die erforderliche Rücfflcht gencvrunen werden


