p»fte 2, itoCf euuitti Getegenyeu «ebowtt werben toU, ihre eefflmmelten Bucheckern znr ALlrefernng zu bringen. Zer
also Bucheckern be,cht^ liefere sie zur «rnqegebEn »eit *■ «r orl,äli bafur 70 ®fa. für bal «CI *'bie Halste der gemntutelten Menge treten Erlaubnis zur Oel- Wrettuitg et teilt werden. Wer die Mieferung unterläßt, setzt ,,ch der Gefahr aus, bestraft zu werden.
** Drasch rdieb stahl. In letzter Zeit sind in hiesiger Stadt jiixi rotwcißgeblumte unb zwei rosafarbige Bett- h c zu g e , eur wechieinenes Frauenhemd, ein schwarzer Rock, 3V Paar grawchwarz« und braune Herren- und K rnde ritrümpfe, welche über Nacht zum Trocknen in aupgehangt waren, entwendet worden. SachdreMräie Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei ent- gegen Da suh derartige Diebstähle in verflossener Zdit sehr vermehrt ^ben so wird das Publikum nachdrücklichst hiermit geimtrnt, über Nacht Wäschestücke zum Trocknen außen hängen zu lassen.
•* Jungwehr:
Mittwoch, 28. Februar. Antreten: 620: Ober-Realschule. Komp. 621:
S l / i Uhr. Komp.
Gymnasium.
M e h r e r e K e tte n 6 d&n ee gänse kamen von Norden her am Samstag nachmittag und Sonntag und Dienstag früh über umere Gegend geflogen. Daß sie von Norden kamen, bedeutet -eue Kalte. Hossenlllch haben sich die gefiederten Wetterpropheten in ihrer ^'lugrichtung geirrt, denn an Kälte hat es wahrlich nicht gefehlt Allerdings haben wir wieder zunehmenden Mond, wodurch meist die Wltterring sehr beeinträchtigt wird.
, t M ?, u U ie ,3 l,cfetmar(en Nr. 8 und 9 können vom ^ 1917 ie 250 Gramm Zucker bezogen werden.
Nach Ablauf des 31. März 1917 verlieren diese Marken ihre Gültigkeit. '
** D i e dl us zahlung der Familien unter stütz ungen an die "Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für 1 bis IS. März bezw. für Februar findet statt vom 1. bis 8. März. Näheres siehe Bekannlinächunq.
Da S Schwarz-Weiß-Theater, Sellersweg 81, bringt tm Programm vom Mittwoch. 28. Febr.. bis einschließlich Freitag, 2. März, das große dreiaktige Fliegerdrama „Vom Licht zur Finsternis. Weiter : Die Schlacht von Santa Fee. ein Wild- Weu-KriegSbilo mit Jndianerkarnvfen unb spannenden Reiterfzenen, tn 2 dlkten. sowie ein gutes Beiprogramm.
_ , ** Lichtspielhaus Gießen. „Hornunculus", 5. Teil,
spielt ab SamStag, den 3. März.
Landkreis Gietzen.
-e. Großen-Linden, 28. Febr. Der Schlosser Heinrich M ii l l e r. ein Sohn des Eisenbahners Konrad Müller, wurde bei dem Jnf.-Regt. Nr. 116 mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet Müller rückte bald nach Kriegsausbruch als Ersatzreservist ein und steht nun schon über zwei Jahre im Feld. Im Herbst 1915 er- hielt er die Hessische Tapferkeitsmedaille.
, l_j G r ü n i n g e n . 29. Febr. Die hiesige F e l d j a g d pachtete em Fabrikbesitzer von Frankfurt a. M. zum Preise von 994 Mk.
M Lang-GönS, 28. Febr. Einen Habicht sing der Molkereibesitzer Ph. Frey in seinem Jagdgebiet, der eine Flügel- weite von 1,50 Meter hatte. Der Habicht wird als Vogelscheuche in der Zwiebackbäckerei Kaiser benutzt. — Landwehrmann Peter R u t t ist den Heldentod gestorben. Er hinterläßt Frau und drei Kinder.
** Ober-Bessingen, 28. Febr. Der seit Kriegsbeginn ini Felde stehende Gefreite Heinrich Heinz wurde, nachdem ihm schon im Jahre 191b die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen wurde, mir dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
Kreis Schotten.
G Schotten, '28. Febr. An einer schweren Verwundung starb im Lazarett in Gießen der Musketier Karl Hof mann im Jns.-Regt. 99. — Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt der Leutnant der Res. Lehrer Heinrich Schaaf, früher Lehrer an der hiesigen
Stadtschule, daun an der deutschen Schule in Paris.
# Breungeshain, 28. Febr. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Gesreite Heinrich O e st re ich im Jnf.-Regt. 418.
# Betzenrod, 28. Febr. FurS Vaterland starb der Fahrer Karl Funk in einer Art.-Munitionskolonne.
4ß Eichelsachsen, 28. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Otto Weber im Jns.-Regt. 87.
StrrkeLburtz und Rheinhessen.
Mainz, 87. Febr. (W. B.) Auf dem Rhein ill gestern nachmittag beim Heranfahren an einen Schlepper das Polizei- b o o i 1 des Gouvernements Mainz oberhalb der Kaiserbrücke infolge Versagens deS Motor« von einem nachfolgenden Schlepper gerammt morden und untergegangen. Ein Gefreiter der FestungS-Gendarmerie und ein Pionier ertranken dabei, während der Führer des Bootes und ein anderer Pionier gerettet wurden.
— Wochenheim, 26. Febr. Bei der diesjährigen Wein- verlleigeruna aus den Kellereien des Fr. Albert Bürklin wurden für 62 Stuck 1915er Weißwein 484 108 Mk. erzielt. Den „Rekord" schlugen 1000 Liter Gewürztraminer Auslese mit 40 000 Mark. Da« Liter kostet also im Einkauf 40 Mark. Was wird der Wein nun erst im Verkauf kosten? Die billigste Marke wurde um 3550 Mark für 1000 Liter abgesetzt.
Hessen-Nassau.
mr. Frankfurt a. Ai., 27. Febr. Um die Milch- Versorgung für die Bezugsberechtigten in weitestem Umfange sicherzustellen, beabsichtigt die Stadt Weiden anzulegen, um die Zahl der Milchkühe vermehren zu können. Vier Güter sollen gepachtet werden: der im TanntrS gelegene Henriettenthaler Hof, der Hof Gassenbach bei Idstein, der Hof Langeniviesen im Westerwald und das Gilt Blumenrode. ebenfalls tin Westerwald.
= Frankfurt a. M., 26. Febr. Geheimrat Dr. Arthur von Weinberg überwies der Stadt zum Wiederaufbau der durch den Krieg geschädigten Frankfurter Handwerkerbetriebe 10 000 Mk.
X. Gelnhausen, 27. Febr. In der Etsenerzgrube »Heinrich" bei Eichenberg im Kahlgrunde ist der Arbeiter Schroth aus deur Dorfe Sommerkahl von einem Etsenerzblock, der sich losgelöst hatte, erschlagen worden.
X Hanau, 26. Febr. In der Plenarsitzung der .Hanauer Handelskammer wurde über die am 12. b. Mts. in Frankfurt a. M. auf Einladung des Oberbürgermeisters Bvigt abgehaltene Versammlung detr. das Projekt eines Rhein-Main-Donau- Großschiffahrtsweges, an der als Vertreter der Han-- delskammer die Herren Albert Deines und Dr. phil. G r a m - bow und seitens des Magistrats die Herren Oberbürgermeister Hild und Karl Glaser teilgeitommen haben, der Hantxcks- kammer ein ausführlicher Bericht im Anschluß an den vom König!. Bayrischen Staatsuiinisterium der Kammer der Abgeordneten am 30. Januar vorgelegten Gesetzentwurf und speziell an das in genannter Versammlung vvn dem bayrischen Abgeordneten Held erstattete Referat vorgetragen. Eine sich hieran schließende eingehende Besprechung führte zu dem Beschluß der Handelskammer, von. neuem nachdrücklich dafür einzutreten, daß im Interesse des wirtschaftlichen Gedeihens und der industriellen Zuttmftsenllvick- mng Hanaus und des übrigen Handelskammerbezirks der seit ^^vr^hnteu ettvogene Anschluß .Hanaus an die große, in ihrer Kurtschaftlmien Bedeutung unabsehbar wichtige Main wasser- stratze trotz aller Schwierigkeiten verwirklicht werde, und dem alsbald eine kurz begründete Vorlage zu unterbreiten. D«1er Beschluß wurde, da die Handelskammer von der nir- bevingten Notwendigkeit einer unmittelbaren Beteiligung Hanaus an dem Schtffahrtswege angesichts der neuen Erfahrungen und Entwicklungen heute mehr demi je überzeugt ist, einstimmig gefaßt mrd Mit deni Hinweis noch besonders begründet, daß gerade der gegenwärtigeKvhlemnangel die schweren Folgen früherer Versäum- Mise eindringlich zeigt.
sj M a r b u r g, 26. Febr. In der Nacht von SamStag zum Sonntag wurden m einigen Straßen der Oberstadt sowohl wie tm Südviertel eine Menge großer Schaufensterscheiben, an
scheinend mtUelit eines mit einer Elsenspitze versehenen oumc*, 5 i n ?eU )Irtflen * Der Schaden beträgt einige tausend Mark. Für die Ermittelung des Täters hat die hiesige Splegelscheiben- Bersicherungsgesellschaft eine Belohnung von l 00 Mk. ausgesetzt.
ra Don der Dill, 27. Febr. Im 15. Jahrhundert wurde die Eisenindustrie im oberen Dietzhölztals seßhaft. 1420 wurde die Hütte zu Steiiibrücken erbat,t, die bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts bestand. Ilm 1440 folgte die Erbauulig der Neu- Hütte, die heute noch blüht. Nach dem 30jährigen Kriege wllrde am Hammerweiher über Steinbrücken an Stelle einer früheren Mühle der »Teichhammer" erbaut. 1700 folgte die Erbammg emes BlechhammerS bei Eibelshausen, aus dem sich die heutige ,Eibels- häuser Hütte" entwickelt hat.
Darmstädter Cheaterbrief.
„Biolanta" und „Der Ring des Polykrates" von Korngold.
Der junge Wiener Klaviervirtuose Erich Wolfgang Korngivldcher sich schon als zwölfjähriger Wunderknabe in den großen Konzertsälen als Geniales Genie h ia Mozart zeigte uiid mit schwierigen Kamm-ermusikw-erken aufwartete, hat wenige Jahre darauf auch mit zwei Opernkompositionen aufgewartet, die inzwischen ihren Lauf über Hamburg, München, Wien, Frankfurt usw. ausgesuhrt haben und nun auch gestern abend im Tarmstädter Hoftheater ihre Erstaufführung erlebten. Die beiden einaktigen Opern des fetzt 19jährigen Komponisten, sind grundverschiedener Art und überraschen durch ihre technische Reife und die souveräne Beherrschung der Instrumente, mit welcher der Dichter eine Aiusik modernster Art geschaffen hat. „Biolanta", mit dem Text von Hans Müller, mutet echt italienisch an. Sie beginnt mit einem lustigen Kvrnevalstreiben. Die Titelheldin ist die schöne Gattin des Hauptmamis Tvovar, die den Tod ihrer Schivester an dem Verführer, dem Prinzen Alfonso von Neapel, rächen will. Bei einer Begegnung auf dem Karneval lockt sie ihn in ihr Haus und verabredet rnit ihrem Gatten, den Prinzen zu töten. Dann ist Diolartta allem intb sie rratR sich gestehen, daß dieser durch seine Schönheit und sein ritterliches Wesen einen tiefen Eindruck auf sie gemacht hat. Sie wehrt sich verzweifelt gegen den Gedanken, das; sich ihr Haß in Liebe zu verwandeln beginnt, aber sie ist ohnmächtig gegen das immer stärker werdende Gefühl der Liebe zu dem Prinzen. Ms er im Hause Violantas erscheint, entdeckt sie ihm. wer sie ist und was ihm bevorsteht. Alfonso will dre schuld, die er auf sich geladen hat, mit seinem Blut bezahlen; aber vorher muß er^Violanta gestehen, daß er sie vom ersten Mtgenblick an liebt, und daß er fühlt, auch sie liebt ihn. Sie gesteht ihm ebenfalls ihre sündige Liebe und will sie mit dem Tode bezahlen. In höchster Eckstase^ruft sie ihren Gatten durch das verabr^rete Lied: ,.Aus den Gräbern selbst die Toten tanzen heute Brust an Brust." Sie gesteht dem Gatten ihre Liebe zu Alfonso und fängt
mit ihrer Brust den Dolchstoß aus, der diesem
zugedacht . war. Die Schuld ist gesühnt. — Die
öurze tragische Handlung hat der Tondichter mft einer hinreißenden modern-italienischen Musik versehen, mit heißvulsieren- dem Blut in den Adern der beiden Hauptfiguren, wobei aber trotzdem das Orchester mit dem schwierigen Durcheinander der Instrumente das Uebergewicht behält. Tie „Biolanta" fand durch Frau Kammersänger Schelper eine meisterhaft dramatisch hock)- gestimmte Verkörperung, und §>err M ann gestaltete als Alfonso die große Liebesszene mit ihr durch die Entfaltung seiner herrlichen Tonfülle zu gewaltiger Wirkung.
Im völligen Gegensatz zu „Violauta" steht der heitere Einakter „Ter Ring des Polykrates", Tert nach dem gleich- nanrigen Lustspiel von H. Tewrles. Ta ist das mollige Heim des Hofkcchellmeisters Arndt, der mft seiner Gattin wunschlos glücklich ist. Sein Freund Peter Vogel warnt ihn vor der Götter Neide unter Hinweis auf Schillers Ballade und beredet ihn, der Gattin die Frage z-u stellen, ob sie nicht vor ihm schon einen anderen geliebt babe. Auch der bi<- Unterredung mit anhörende Notenkopist Florian beschließt, dieselbe schicksalsschwere Frage an seine Braut zu richten: das führt zu heiteren Szenen und endet damit, daß Freund Vogel schleimigst das Feld räumen muß, denn bie Frauen behalten den Sieg. Wie der Tert, so ist auch Korngolds Musik hierzu stvtt und launig: sie ersck)eint hier noch origineller. flüssiger, und die gcmze Instrumentation erinnert stark an Rich. Strauß. Tie flotte Darstellung^ der Oper durch die Damen Geyersbach, Meyer und di.' Herren G l o b e r g e r, Perkins und Thomson verhals auch diesem Werk zu einem vollen Erfolg. Besondere Anerkennung erwarb sich Hofkapellmcister Ottenheimer und die Hvfkapelle um die vollendete musikalische Wiedergabe beider Werke. Auch der Grvßl>erzog und die Grvßherzogin wohnten dm interessantm Erstaufführungen bei. h.
*
Stockholm, 26. Febr. Richard Strauß dirigierte heule abend hier ein großes Konzert. Die Darbietungen wurden von dem zahlreichen Ptlblikurn mit größtem Beifall begrüßt, stcach öem Konzert gab der detltsche Gesandte Baron Lucius in seiner Wohnung em tUbendessen, zu denl Strauß und andere hervorragende Persön- ltchkeiten eingeladen waren.__
Universttäts>Nacbr«chten.
[] Marburg, 26. Febr. Der vertretungsweise an der hiesigeil Universität wirkende Heidelberger Geograph und Dozent au der Handelshochschule in Mannheim, Privatdozent Professor Dr. Thorbecke, hat einen Ruf aus den Lehrstubl der Geographie an die Handelshochschule zu Köln als Nachfolger des nachDresden scheidenden Professors Dr. Hassert angenommen — Der Philologe Professor Dr. I a g e m a n n wird ebenfalls dem Vernehmen nach den an ibn eraanaenen Ruf nach Gott i nqen annehmen. _
Handel.
— Abschluß de r M itt eldeu t f ffren Creditbank. Die wachsende Liquidät, welche die Abschlüsse der meisten deut- schm Bankeir ausz-eichnet, kommt auch in dem Rechnungswerk der Mitteldeutschen Creditbank zum Ausdruck. Sowohl die Ziffern des Gewinn- und Verllistkontvs als auch die der Bilanz weisen eine günstige Entwicklung aus. die weiter zu einer iirneren Konsolidierung des Instituts beigetragen hat. Ter Gesamtumsatz hat sich im Berichtsjahre von 11914 Milliarden Mk. auf 13 548 Milliarden Mark gehoben. Insbesondere hat sich das laufende Geschäft recht befriedigend gestaltet. Infolge der günstigen Umstände, uTtter denen das Jnstitttt im vorigen Geschäftsjahr gearbeitet hat. kann es mit seiner Dividende auf ten Satz der vier letztm Friedmsjahro zurückkehren. Die Verwaltung bringt bei der Gmwcckoersamnilüng vom 26. März die Ausschüttung einer Dividende von 6 V 2 % wie in den Jahren 1910—1913 in Vorschlag, während für die Jahre 1914 und 1915 je 5 V 2 °/o Dividende verteilt worden waren. Zu dein Erträgnis bat znm nicht geringen Teil cruch> das Geschäft der Fckialen bei getragen, deren Netz weiter arrsZudehnen die Bank andarrernd bemüht ist. Wie erinTverlich hat die Bmik am 1. Januar des abgelansenen Geschäftsjahres unter Uebernahme des Geschäftes der Firma Alfred Selig marm 6 c Co. eine Filiale in Karlsruhes errichtet. Im treuen Jahre hat es feinen Geschäftskreis weiter ausgedehnt, indem es die Bankftrma I. Benjamin in Hanau übernahm und außerdem seine geschäftlichen Verbindungen an seinern Stänrmsitz dadurch verstärkte, daß es das älteste Frankfurter Bankhaus, Johann Mertens, erwarb, nachdem es bereits mit Wirkung vom 1. Juli 1915 ab das Bankgeschäft Johcmtn Gvll & Shne in Frankfurt a. M. übernomnren hatte. Die Verwaltung der Mitteldeutschen Creditbank kam: in rhrem Geschäftsbericht sest- stetlcn, daß die Entwicklung ihrer sämtlichen Filialen stetig fortschreitend war. Bei der Aufmachamg der Gewinn- Niid Verlust- rechnung hat die Bank sick, selbstverständlich von der durch dre allgemeine Lage gebotenen Vorsicht leiten lassen und lviederum emen Getvinn auf Wertpapiere und Konsortialbeteiligungen nicht ausgewiesen. ___
vermischte».
* Köln, 27. Febr. (W.B.) Die beiden Mörder des Kaufmanns Hafercamp, Fräser H a h n und Geschützrevisor K e s e r, wurden heute aus dem Schießplatz Wahn durch Erschießen hinge r i ch t e t.
Meteorologische veobachtungen der Station Siegen.
ü
—
-r-
Febr.
1917
«0 5 03 f
s c «
2 3 •Jsv
ft ^
gjs
sr L
.2 ® st
5
e
c
ja
.5
1
’jQ
5
-U
2 ß c i
»cc^-
Wetter
K
w
cs
N
czi
* s &
27.
2”!
4,3
41
65
___
8
Bew. Himmel
27.
9»!
—
2,5
4 3
78
—
—
10
Bed. Himmel
28.
7"
0,4
41
88
5
Bew. Himmel
Ilili i
Höchste Temperatur am 26. bis 27. Februar 1917 — 4 - 4,5* C. Niedrigste „ „ 26. . 27. „ 1917 --- — 1,7*6.
Niederschlag: 0,0 mm.
VöchevLI. Übersicht der Todesfälle i. -.Stadt «letzen.
7. Woche. Vom 11. bis 17. Febriiar 1917. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (iukl. 1600 Mann Militärs Sterblichkeitsziffer: 31,40 •/„.
Nach Abzug von 10 Ortsfremden: 15,71
Zus.
(Sr-
Kinder
Es starben an
wachsene
tm l. Lebensjahr
vom 2 bt» 15. Jahr
Angeborener Lebensschwäche 1(1)
—
1(0
—
Altersschwäche
3(2)
3(2)
—
—
Lungentuberkulose
2
2
—
—
Lungenentzündung Krankheiten der Atmungs-
4
1
3
1
organe
1
—
Krankheiten des Herzens
1
—
1
—
Gehirnschlag anderen Krankheiten des
1
1
-
Nervensystems
2 (2)
2(2)
—
—
Krankheiten der VerdauunqS-
organe
1 (1)
1(1)
—
—
Blinddarmentzündung
1 (1)
—
—
10 )
Verunglückung
anderen benannten Todes-
2(2-
2(2)
Ursachen
1 (1)
KD
—
—
Summa:
20 (10)
16(8)
3(1)
Id)
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Looesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts ttach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen.
Dr. W a l g e r, Med.-Rat.
Letzte Nachrlchten.
Dir Versenkung der „Laconia".
London, 27. Febr. lWTB. Mchtamtlich.) „Daily Chro- nicle" meldet aus Queenstow n: Die „Laconia" ist bk verhältnismäßig ruhigem Wetter torpediert tvorden rmo überholte stark. Die Boote konnten nur mit großen Schwierigkeiten herabgelassen werden. Es gab leine Panik. Nach den Schätzungen der Passagiere sino 10 bis 22 Personen erttunkelt, darunter 2 Amerikaner. Im ganzen waren etwa 300 Btenscheir an Bord, darrmtcr sechs Amerikaner. Die Torpedierung geschah am Sonntag abend V 2 IO Uhr.
! Notiz: Dem widerspricht die Met düng der Direktion der Cu- nard-Line, daß alle Personen, Die sich an Bord der „Laeonia" befanden, gerettet sind. Es läßt sich vorläufig nicht seststellen, welche Meldung die spätere ift„'
Amsterdam, 27. Febr. iWTB. Nichtamtlich.) „Allgemeine Handelsblad" meldet aus London, daß aus den B-erichbert über die Torpedierung der „Laconia" l>ervorgeht, daß das Schiss ziveimal getrofstn wurde. Ter zweite Toroedo rras 20 Minuten, lwck)d:m die Boote, herabgelassen worden waren. Die acht Boote trieb eit lvn Sonntag 10 Uhr abends bis Montag früh unther. In einem Boot, das leck war, starben einige Passagiere an Erschöpfung. Man glaubt, daß 13 vermißt werden, darunter zwei Amenkbue- rinnen. Unter den Geretteten befindet sich der Kriegs i orrnportbent der Chikagoer „Tribuna", Gibben.
London, 27. Febr. (WTB. Nichtamllich.t Meldung oes Reuterschen Bureaus. Die Eunard-Gesellschast teilt mit: Alle Personen an Bord der „Laconia" sind gerettet worden.
, London, 27. Febr. 'WTB. Nichiamtl.) Es wird bestätiirt. daß bei der Torpedierung der ^,Laoonia" auch Amerika nc^ r i it n c n erftoreit sind.
Amsterdam 27. Febr. (WTB. Nichtamtl.') Das Haager Korrespondenz-Bureau erfährt, daß vcnt den Dampfern „L e n - land", „Bendsong" und „Zeendijk". die nach der Torpedierung treibend bliebeit. keine neuen Nachrichten emgerroften sind. Man hat von den Schiffen keine Spur mehr entdeckt. Die britisckte Wmiralität vermutet, daß sie gesunken sind.
Die Folgen der Seesperre.
Bern, 27. Febr. Petit Jouriurl meldet ans Fecamp: Infolge ches Steigens der Seeversicherrtngen und der Gefahren des Unterseebootskrieges werden in diesem Jahre nur französische Sgelschiffe zum Fischfang nach' Nettfundland fahren.
Kopenhagen, 28. Febr. Infolge der deutschen Sperre ist in Bergen eine bedeulendr Airzahl von Scknffen angesammelt, deren Gesamtschiffsranm sich auf 100000 Tonnen beläuft. In den allerletzten Tagen habeir einige Schiffe den Hasen von Bergen verlassen, mit Halifax als angeblichem Besttmmimgsvrt.
EnHlischer Fliegrr interniert.
Vlifsingen, 27. Febr. Ein englisches Flugzeug landete bei Ooftburg in Seeländijch-Flandern. Der Flieger wirrde interniert.
Die Hedschasbahn.
Konstantinopel, 27.Febr. Kammer und Senat genehmigten einen Kredit vvn 350 000 Pfund an die Verwalttmg b(*c Hedschasbahn zum Bau der nach Aegypten ftrhrendeir Zuwigbal^t, von der bereits 230 Kilometer fertig sind.
1


