Nr. 50
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Erster vlatt
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Goetz. Verantwortkim
für Politik u. Feuilleton: vankverlehr: Aug. Goetz. Stadt und
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Erstes Vlatt (67. Jahrgang Mittwoch, 2
-
pestlcheckkonro: Krankftirt a.M. N686
General-Anzeiger für Oberhessen
amtlich in Gießen.
Grotzrs Hauptquartier, 27
(Amtlich.»
Westlichrr Kriegsschauplatz.
Bon zahlreichen Vorstätzen der Engländer gegen unsere Fsront zwischen Bvern urch Somme gelangte nur einer in unsere Gräben.
Lestlich von Arras eingednmgener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen.
.Das Arlitleriefeuer erhöhte sich nur in wenigen Ab- Schnitten über das gewöhnliche Maß.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
, Bei abnehmender Kälte die Gefechtstütigkeit mehrfach lebhafter als,n letzter Zeit.
Mazedonische Front.
Nichts Neues.
Der Erste Gcneralguartiermeister Ludendorff.
Eine Nanzlerrede im Reichstag.
f, 27. Februar, werden, die Inkonseauenzen. deren rieft Wilion aeatnitbe.r. See au frftüken: n
Der Abendbericht.
Berlin. 27. Febr.. abends. (WTB. Amtlich.) An einzelnen Stellen der Westfront zeitweilig hafte Gefechtstütigkeit.
Fm Osten keine wesentlichen Ereignisse.
leb-
Die gestrige Reichstagssitzung nrit der großen Rede des Hietchskanzlers hat uns keine Enthüllung gebracht. Keine mene Wisfenslneigung der Regierung hat sich vor uns cruf- «zetLn: was gesagt wurde, das haben wir dem Inhalt nach gewußt. Aber der leitende Mann an der Spitze, gegen den -sich in den letzten Wochen und Monaten manche Vorwürfe gehäuft haben, hat dem Volke sein Antlitz gezeigt, und das Molk hatte auch ein Recht darauf, ihm wieder ins Auge zu ffehen. Herr v. Bethmann Hoklweg erschien noch viel weniger denn sonst als ein Trinmphator. Er hat persönlich, wenn nicht Enttäuschungen, so doch eine Unrwendung seiner eigentlichen Plane erleben müssen, und wenn diese Umwendung fmö) in den schwer berecherrbaren Entschlüssen unserer Gegner chearündet ist, so bleibt doch eben die Tatsache vor uns liegen, M ein gewisses System, das uns dem Frieden näher bringen sollte, gebrochen und erneuert worden ist. Wo die Erneuerung liegt, sagte der Kanzler im zweiten Teil seiner Rede. Im Anfang seiner Ausführungen liegt ein ge- wiftes Entsagen in den drei Worten fornurliert: Kämpfer! ruch siegen! Es liegt darin der Wille, auf andere Weise zu Erreichen, was auf dem bisherigen Wege der Politik nicht zu anachen war. Es ist danach psychologisch recht begreiflich, daß Herr v. Bethmann Hollweg, der schon vor geraumer Zeit die Erörterung der Kriegs ziele in der Oeffenttichkeit frei- -gvg^den hat, für sich selbst in dieser Frage eine größere 'Zurrükhaltung an den Tag gelegt hat als jemals zuvor. sEr zeichnete sein Ziel nur in ganz allgemeinen Umrissen, reichte es uns mit jener Temperatur, dve jeder Deutsche, od er nun im Rate der Mdeutscben oder in der Stehhalle der Lebens,nrttelanwartschaft sich befinden mag, auch durch ibrte dickste Tuchjvppe spüren muß. Den besseren Tagen, da die Leitung der deutschen Politik dem kämpfenden Volke ^etwas deutlicher die sich immer weiter aufbauende Neu- gestaltuag der Reichsbelange zu zeigen vermag, sind wir anscheinend noch nicht nahergerückt. Wir stehen vor einem sin manchen Streitfragen der Vergangenheit noch etwas fest- ^enefielten Reichskarchker, der naturgemäß Zurückhaltung ä'ckt, sogar hin und wirrer verschlossen erscheinen muß. Auch in der inneren Politik beschränkte er sich, wie er es selbst ausdrückte, nur auf allgemeine Bemerkungen. Da offenbarte er ein Volks freundliches Herz, ein Dankgefüht, wie er es wiederholt deu schassenden und -blutenden Deutschen ausgedrückt hat. Er trug hier eine Schüssel auf, die zwar noch leer, aber immerhin viel größer und geräumiger ist, als der Teller, auf dem er sein gedämpftes Kriegs- oder Friedensziel auf- krug. Schöne Worte, denen man zustimmen muß, bei denen <cker im Grunde alles auf die Ausführung im einzelnen an- kommr. Ein Bekenntnis zu einem fortschreitenden Liberalismus, dessen Träger der nationale Gedanke zusammenschmiedet. Wir ersehen aus kurzen, telegraphischen Auszügen von Berliner Presseäußerungen, daß z. B. das „Berliner Tageblatt" bei dieser Umrißschilderung der künftigen nationalen Monarchie den Mund verzieht und sich seine Zweifel in*den Bart murmelt.
Der zweite Teil^der Kanzlerrede bewegte sich in einer iS t e^g c rung des Tones und in konkreteren Darlegungen. lDer Feind, der unser Friedensangebot „gröber und verletzender zurückgewiesen hat, als irgend ein uns und den Neutralen sich denken eine geharnischte Gegenantwort. Und da liegt denn doch ,cin Umschwung, nicht nur im Ton und Grad des Kanipf- : willens, sondern auch im System. Der Reichskanzler, der so schüchtern sein allgemeines Kriegsziel formulierte, tat doch den folgenschweren Ausspruch: „I ed e K n ech t un g jedes nichtbrrtis ch en Seeverkehrs wollen und werden wir brechen." Daß dieser Wille und das Vertrauen darauf, ihn durchzusetzen, auch die ganze Richtung unserer Krie-gszielpolitik entscheidend ändern und beeinflusset nruß, liegt auf der Hand. Auch hier hätte Herr v. Bethmann Hollweg ruhig sagen können: Die Neuorientierung ist da! Der gewaltige Krieg hat sie geschaffen! Unser Verteidigungskrieg richtet sich jetzt wirllich und endgültig vor allem gegen England. Dieser Neuorientierung unserer Kriegstaktik widmete Herr v. Bethmann Hollweg die Vollkraft seines rednerischen Bemühens. Er poleinisierte wirksam gegen die amerikanische Umstellung der Tatsack>en und gegen die ungewöhnlichen Formen, die Präsident Wilson uns gegenüber augewendet hat. Die starken, gut gefaßten Vorhaltun gen, du der amerikanischen KriegSlieferungspolitik gemacht
vernünftiger bei konnte", erhält
werden, die Inkonsequenzen, deren sich Wilson gegenüber Deutschland schuldig gemacht hat, werden hoffentlich jenseits des großen Wassers nicht ganz ohnck Eindruck bl.'.b Die rechtliche und sittliche Begründung unseres U-Bootkrieges wirkte durchaus befreiend und durchschlagend. Noch mehr aber erwärmen uns das Herz die freudigen Tatsachen, vrE uns der neue Seekrieg bereits gebracht hat! „Wir können mit den erzielten Ergebnissen mehr als zufrieden sein."' „Mehr als zufriedsü" — olfül stolz gehoben Und befreit von aller Ungewißheit, wie auch die militärische Lage zu Lande uns über alte Frühjahrsstürme, soweit es denkbar ist, beruhigt. Wie packt rms das Wort des Kanzlers über den Erfolg der U-Boote gegenüber der neuen feindseligen Haltung gegen Deutschland, mit der Präsident Wilson durch seine Botschaft an den Kongreß wiederum in die Räder des Weltkrieges zlu greifen versucht hctt! In dieser von moralischer Putzsucht strotzenden Kundgebung steckt der hämische Satz, daß der Verkehr deö neutralen Staaten „vielleicht nicht wesentlich schwerer leide als vor dem 1. Februar, als die neue Anordnung der deutschen Negierung in Wirksamkeit trat." Wollte Wilson die lÄngeständuisse Lloyd Georges vielleicht wieder herabmindern, um die ttusgebliebene Mitwirkung der übrigen Neutralen bei seiner englandfreundlichen Politik ans andere Weise wenigstens zu einem Teil cu verwirklichen? Das erste war Einladung zur Mitwirkung, das zweite ist Verleitung der Neutralen zur Unvorsichtigkeit und zu Torheiten. Es soll' ihm nicht gelingen! Die Wilsonsche Botschaft muß trotz allem, weil sie an anderer Stelle die Gefahren doch auch wieder nicht leugnet, als ein'Dokument unentschlossenen Zögerns und Schwankens bezeichnet werden? Es fehlt Wilson die Sicherheit und das gute politische Gewissen!
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Der österreichisch.ungarische Tagesbericht.
Wien. 27. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirb veriautbart: 27. Februar 1917.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Stellenweise etwas lebhaftere Gefechlstätigkeit.
Südwestlicher und südöstlicher
Kriegsschauplatz.
Die Lage ist unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalitabs v. Hö fer, Feldmarschalleutnant.
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Erfolg eilte« deutschen Seeflugzeuges.
Berlin, 27. Febr. (WTB.) Ein deutsches See- flugzeug hat im Nordägäischen Meer einen feindlichen Dransportdampfer erfolgreich mit Bomben beworfen. Trotz starken Geschützseuers und Verfolgung durch zwei feindliche Flugzeuge kehrte es wohlbehalten zurück.
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Wilsons Botschaft an den ftongreh.
W a s h i n g t o n, 26. Febr. l'WTB.) Vieldunq des Reuterschen Bureaus. In seiner Botschaft an den Kongreß sagt Wrlson: »
Wir nrachen kritische Zeiten durch, in denen ich verpflichtet bin, in enger Fühlung mit den beiden Kongreß Häusern zu bleiben. Tie am 1. Februar angckündigte deutsche Taktik ist jetzt fast vier Wochen angewendet, ihre praktischen Folgen sind noch nicht gan« übersehbar. Der Handel der anderen neutralen Länder ist ernstlich geschädigt, obwohl vielleicht nicht mehr als vor dem 1. Februar, da die neue Kriegführung mlfrng. Wir haben die übrigen neutralen Regierungen anigefordett, mitzua rbeiten * diese Zerstörung zu beendigen. Aber ich fürchte, keine von ihnen erachtete eine gemeinsame Aktion mit den; Vereinigten Staaten für ratsam. Unser eigener Handel leidet ebenfalls mehr durch das Abwarten als durch die eigentlichen Ereignisse, mehr durch das ängstliche Liegenbleiben so vieler unserer Schiffe in den amerikamsck>en .Häsen als dadurch, daß so viele Schiffe in den Grund gebohrt werden.
lieber die Störung des Schiffsverkehrs in den amerikanischen Häfeii und infolge der Abneigung der Reeder, ihre Schiffe der Versicherung bloß und ohne gew'lgenden Schutz auszusetzen und über die sehr ernste Störung des amerikanisck>en .Handels infolgedessen sagte Wilson: Dies allein würde schon Folgen haben können, die mit den neuen deutschen «U-Boots-Verordmmgen, was mcs anlangr, beabsichtigt werden. Wr köimen deshalb nur sagen, daß eine offene Tat, deren Vermeidung durch die deutschen U-Bool Kommandanten ich erhoffte, noch mcht eingetteten ist. Aber obwohl cs sich glücklicherweise so verhält, so liegen dock Andeutungen und Aussprüche von einem Teile der deutschen Presse und der deutschen Behörden vor, die den Eindruck eher verstärken als abschlvächen, daß die Verschonung unserer Schiffe und unserer Bürger eher einem glücklichen Zusammentreffen oder der Tatsache zuzuschreiben ist, daß die Kommandanten der deutschen Unterseeboote, denen sie begehen, einen unerwarteten Takt imd Selbstbeherrschung an den Tag legen, als die Instruktionen, die diesen Kommandanten gegeben sind. Es wäre töricht, zu leugnen, daß die Lage allerlei, ernstliche Möglichkeiten und Gefahren in sich birgt; es wäre sehr unvorsichtig, darauf nicht vorbereitet zu sein: ich halte mich deshalb für verpflrchtet. Sie aufzufordern, mir sofort alle Machtbefugnisse zuzusichern,die ich jedenAugeu- blick benötigen kanrr. Wir müssen unseren Handel und das Leben imserer Bürger urrter den gegcuwättigen schwierigen Um ständen mit Ueberlegung und Entschlossenheit schützen. Ich hoffe von ganzen! Herzen, daß es nicht notwendig sein lvird, eine bewaff nete Macht in Tätigkeü tteten zu lassen. Das amerikanische Volk wünscht das nicht. Kein von mir gewählter Weg wird zum Kriege führen. Der Krieg kann nur verursacht werden durch mutwillige offensive Handlungen. Ich ersuche Sie, mich zu ermächtigeu, unsere Handelsschiffe. wenn sich das als iwttoendig Herausstellen sollte, mit Waffen zur Selbstverteidigung, mit Mitteln, um sich ihrer zu bedienen und mtt allen anderen Mitteln auszurüsten, um die Methoden anzuwenden, die notwendig, aber geeignet sind, unsere Schiffe und Bürger bei ihrer geschäftlichen friedlichen Arbeit auf
See zu schützen: wir denken nicht nur an die materiellen Interessen, sondern mehr noch an die funda- menitalen Menschenrechte. Ich denke an die großen Grundsätze von Mitgefühl und Schutz, die die Menschheit über Menschenleben wachen lassen, über das Leben von Menschen, die auf friedliche Weise an der Instandhaltung der Industrie der Welt arbeiten, über das Leben von Frauen und Kindern. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Mann mit amerikanischen Grundsätzen zögern könnte, diese Tinge zu verteidigen.
Bern, 27. Febr. 'WTB. Nichtamtlich.) Ter Washington« Korrespondent des „Petit Parjsien" kabelt, daß die Debatte in im Senat einen bisher im gekannten Grad von Erhitzung erreichte. Tie Demokraten hätten am Samstag die Aufrichtigkeit der Beweggründe angegriffen, die die Obstruktion der Republiüruer ver- anlaßte. Man ersehe hieraus, bis zu welchem Grade von lieber- reizung die Gefühle und Leidenschaften augenblicklich in beiden .Kmnmern gestiegen seien. Als Senator L o d g e erklärte, wenn der Präsident handele, habe er den Kongreß'hinter sich, handele er nicht, würde er das Vertrauen verlieren, habe Ädge damit die Haltung der republikanischen Pattei klar gekennzeichnet, zugleich aber einen Sturz entfesselt. Ter Tumult sei bis zum Paroxismus gesttcgen, als nach den.scharren 2Cngriffen Lodges gegen die Untätigkeit Wilsons seit seiner Botschaft der republikanische ^Senator ,vall den Wottlaut eines Beschlußantrages vorschtug, der dem Präsidenten die Ermächtigung erteilt, die Streikrafte der Union zum LxhutE des amerikanischen Lebens und Handels zu verwenden.
Washington, 27. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Im Re- pvajententenhaufc wurde eine Bill eingebracht, durch welche der Präsident ermächtigt wird, die Handelsschiffe zu betvaffnen und andere Maßregeln zu treffen, um sie aus l)vher See zu schützen. Außerdem sieht die Bill die besondere Ausgabe von Obligation«: cm Betrage von 100 Millionen Dollars vor.
m^ n9tl)n , 27. Febr. WTB. Nichtamtlich.) Taft. Cheile, Parker und Dutzende anderer Persönlichkeiten haben einen Ausruf an das Land veröffentlicht, in welchem es lieißt:
Tie Mehrzahl der Bürger, die ein tatkräftiges Vorgehen be- rürworten, schwiegen bisher aus Furcht, dem Prcffidenften eure Unbequemlichkeit zu verursachen. Bisher hat die Stimme einer kleinen Zahl von Jttedensfreunden einen falschen Eindruck erweckt. Ta- Gebot der Stunde ist, lieber wirksame Maßregeln zu ergreifen, um Scbifwhrt und Bürger zu schützen, anstatt die Ermordlmg weiterer amerikanischer Bürger abzuwatten, bevor man den Krieg erklätt
Der Llufruf fordett die Arnerikaner dringend auf, sich der Bewegung ftir ein sofortiges Handeln anzuschließen.
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Kut el Amara besetzt.
Amsterdam, 27. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die menge Presse-Agentur meldet: Die englischen Truppen haben Kut el Amara besetzt.
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 27. Febr. (WTB.) Amtlicher H«res- bericht vom 26. Februar. Unsere Operationen an der Tigrisfront vollziehen sich planmäßig. — An der Singifront griff feindliche zwvallerie in Verbindung mtt einer Batterie und sttbs Maschinengewehren eine unserer vorgeschobenen Kompagnien an. Nacv dreistündigem Kampf wurde der Gegner zum Rückzua ge- znnmgen. — Auf den anderen Fronten kein wichttg«S Ereignis
Englischer Bericht aus Mesopotamien.
Samstag früh eroberten wir den Höhenzug, der sich über die Landenge der Halbinsel Schumran erstreckt. Ter Feind ist in vollem Rückzuge in der Richtung nach B a gn a i l a h, westlich von Kut-el-Amara. Eine starke Abteilung Kavallerie imd Infanterve war den ganzen Tag über in hettige Gefechte verwickelt rmd fügte dem Feinde schwere Verluste zu. Inzwischen setzten wir die Erfolge bei Sa.nnaivat sott. Tie ganze feindliche Stellung von Sanuaiyat bis Kut-el-Amara wurde genommen. Die Ittbergänge von K u r 'Lut Passing sielen automasisch in unsere H<md. Der volle Umfang der türkischen Vettuste ist noch unbekannt. Wir machten in zwei Tagen 1730 Gefangene.
Der öfterreichisch-nttgarische Ausgleich.
Budapest, 27. Febr. (WTB.) Tie opposttionellen Abgeordneten Graf A pPo.n y i und Gras Ka ro l v i interpellieren über den Ausgleich mit Oesterreich, woraus der Ministerpräsidenr Graf T i s z a erklärte: Die Verhandlungen der beiden Regierunge:! sind bereits in ein Stadium gelangt, in dem die Regierungen über die wichtigeren Fragen ein lieber ein ko linnen getroffen haben, auf Grund dessen sie in der Lage sind, Verhandlungen mtt der deutschen Regierung aufnehmen zu können. Ties war der Sinn des veröffentlichten Kommuniques, und dies kann ick wuch jetzt bekräftigen. Weitergehende Aufklärungen über den Inhalt des Uebereinkommeus köimen mit Rücksicht auf die Interessen der Staaten weder von mir noch von einer der Regierungen twgeben nwrdcn. Diese Aufklärungen wären unbedingl mit der AuHeckuug solcher Einzelheiten verbünden, durch die wir vor dem Auslände sozusagen unsere Trumpskatte misspielen nsittden. Wir müssen bei den Verhandlwrgen mtt denr Auslände möglichst diskret solche Ber cinbarungen handlxiben, die Bedeutung aus dem Gesichtspunkte besitzen, rvelche Konzessionen vom Auslande gegen etwaige Gegenkonzessionen zu erreichen sind. Ties war der Bewcggrrmd, diese Frage nach Möglichkeit so zu behandeln, daß wtt eilt in einenr späteren Stadium, wemi schon die Hauptzüge der gmizen Frage entwickelt sind, vor die Oeffentlichkeit und die Gesetzgebung tteten sotten. Dies stimmt vollkomme» überein mit> dem anderer! Gesichtspunkte, der, wenn auch nicht in dem. Maße wm den 2lb - geordneten, so doch bis zu einem gewissen Grade auch von der Regierung, sowohl in der Vergangenheit beachtet wurde, als auch ii% Zukunft beachtet werden soll, das; nämlich, wenn möglich, nicht das gegenwärtige, sondern das nach dem Kriege zu wählende neue Par- lament in dieser Frage entscheiden möge. Auch ich selbst wünsche es. daß die definittve Regelung der ganzen Frage auf einen späteren Zeitpunkt hinausgeschoben werde, es sei denn, daß unvorhergesehene Umstände ein anderes Vorgehen erheischen sollten. Aus diesen Gründen kann ich in dieser Frage zu meinem gwMn Bedauern, iocder
heute rwch in der nächsten Zukunft iveitere 2lufllärungen erteilen._
Die Antwort des Ministerpräsidenten wurde zur Kenntnis ar* nommen.
Unsere U-Voote bei -er Arbeit.
Berlin, 27. Febr. (WTB.) Am 13. Februar bat ba* französische Marincministcrium bekauntaegeb.
daß ein feindliches Unterseeboot am 12. Februar


