# Lin b fy« I m , 2V. FEbr. Suf eine ganz eigenartige Weise tarn ein hrefiger Sandwrrt um§ Leben, indem er beim Fütter,- »>e< VteheS van emem Schwitidelanialle ergriffen ivnrde und mit bem ^opi in einen mit Wasser gefüllten .Tränkstein" fiel und er- trturt. Die Frau des Verunglückten fand den entseelten Körper.
* # N*, b ' f 7 * ?«br. Für die JubiläumSfUftung »«tflen hier 4050 Mk. cm. Hierzu gaben die Stadt 100 Mk., der Vorschuß, und Kredttverern 200 m. f der Turnverein 25 Mk.. die .Frecw. k^euerivrhr 25 Mk., der Gewerbeverein 50 Mk., der Krieqer- 50 l-i: ^r Krankenpflegeverein 25 Mk., das Hospital ZO Mk. d»e tftrma I. Himmelsbach 400 Mk.. die Bezirkssparkasse
stiftete Kommerzienrat H. W. Cloos 20 000 All. — Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier d. Nes. 'Richard S e u m.
Ortenberg 25. Febr. Die Bezirkssparkasse zeichnete m ihrer gestrigen Aufsichtsratssitzung für die Grob- 5 e » C 2 , r Ludwig-Jubiläumssliftung bezm. für das Erholungsheim der hessischen Soldaten 10 00 Mark. - Wegen Kohlenmangel muhte unsere Kleinkinderschule ™ « a ^ e geschlossen werderr. — Auls neue zeigten die beiden Klassen unserer Volksschule ihren vaterländischen opferwilligeii Sinn. Zum Besten der Kriegskiudersürsorge der Grobherzogin nagelten sie se ein Brett mit je 254 Nägeln, das mit der Uiiterschrifl der Großherzogin versehen ivird und dann im Schulsaal ausgehängt werden soll. Es komiten durch die Nagelung 40 Mark dem guten Zwecke zugesührt werden. — Eines plötzlichen Todes starb heute nachmittag infolge Herzschlags im Hotel zur Post ein Reisender. Er war gerade 'angekommen und hatte sich ein Zimmer bestellt, als er tot zu Boden sank. Die Visitenkarte, die er dem Gastwirt gerade übergeben hatte, lautete auf den Namen I. M. Wolfs aus P s u n g st a d t. Die Bürgermeisterei seines Wohnortes wurde sofort benachrichtigt.
H: R a N st a d t, 26. Febr. Zum Leutnant befördert wurde 'der frühere Lehrer Georg Lahr.
GVonhausen.26. Febr. Die Hessische Tapserkeitsmedaille -erhielt der Reservist Heinrich L o t t im Res.-Jns.-Rgt. 116.
Kreis Alsfeld.
n. Alsfeld, 27. Februar. Der 18jährige Ludwig Deru, Abiturient der hiesigen Oberwalschulc, Sohn des Gerichtsvollziehers B. Dern, wurde zum Bizeftldwebel befördert.
Kreis Schotten.
-s- Bersrod, 27. Febr. Für die Großherzig-Ernst-Ludwig- JnLnlänms-Stiftung gingen 145,35 Mk. ein, zu welcher Summe die Schüler 30 Mk. unter sich sammelttm. — Der Bruder unseres iOrtsdumers Hofmann ist nach Li/sM-stger Gefangenschaft in England, tt» er auf der Insel Man als Zilntgefangcner iuterniert war, als Ausgewechselter uach Deutschland u,rd in seine Heimat Zurückgekehrt.
D Kölzenhain, 26. Febr. Infolge einer schweren Verwundung (Bauchschuß) starb der Lehrer Adam Vetter, Vizeseldwebel und Inhaber des Eisernen Kreuzes.
# Ober-LaiS, 27. Febr. Die Hessische Tapferkeitsmedaille , .erhielt Pionier Wilh. Hirtz im Pionier-Bataillon 16.
Kreis Friedbcrg.
— Friedberg, 27. Febr. Die evangelische Gemeinde vlant den Bau eines Gern ein de- und Schwesternhauses. Sammlungen zur Aufbringung der Mittel sind eingeleitet. — Die Stadtverordneten-Dersammlung bewilligte für die Grobherzogs- Iubilä umsspende 1000 Mk.
Q. Bad-Nauheim, 26. Febr. Einen überraschenden Um fang haben die Geschäfte des hiesigen Schar- Un d Vorschuß- Vereins im letzten Geschäftsjahre angenoni-num Der Gesamt- Inffntz stieg von rund 27 Millionen in 1015 auf 41 Millionen in iT916, der bargeldlos,e Verkehr von 16 auf 26 Millionen, der ^Kcrsftnnffatz von 18 ans 26 Millionen.: der Reingewinn beträgt 41000 Mk. gegen 37 000 Mk. in 1915. Um die Förderung des* Larg-eK>lofen Verkehrs und die Unterstützung der beiden vorjährigen .Kriegsanleihen hat sich der Verein sehr bemüht. Die Hauchtver-c sanrmlung des Vereins findet Mitte nächsten Aäouats statt. 4Zirüge hundert Familien, die mehr Kartoffeln stngstellertt 'hatten, als ihnen nach der letzten Rationierung ( 3 /* Pfund auf den Köpft Erstanden, erhielten die Aufforderung, ihren Ueberschuß an die Stadt abzuliefern. Tie Stadt Zahlt 5,50 Mk. für den Zentner- Kartoffeln. — Um der Ko hlen knnppheit Zu steuern, gibt die Verwaltung des Gaswerks seit einigen Tagen Kohlen an die Bevölkerung aus ihren Vorräten ab. — Das am Samstag durch die Mitglieder des Gicßeuer Sstadttheaters Zur Aufführung gebrachte Sckitanspiel „Königs errang dank vorzüglicher Dar stellung vor arcsverkauftem .Haus einen durchschlagenderi Erfolg. - Von heute ab findet der Unterricht für die Volksschule und der! Erust-Ludwiq-Schule im Gebäude der Volksschule statt und zwar sind für vormittags (6 — 1 Uhrl und nachmittags (1V2—6 Uhr je fünf Unterrichtsstunden vorgesehen, an denen die Schüler ab^ wechselnd beteiligt sind. Tie Maßregel bezweckt eine Ersparnis an Heynüaterial.
Starkenburg und Nheinhessen.
— Darmstadt, 27. Febr. Im Alter von 89 Jahren ver -starb hier am Sonntag Geheimer Banrat Professor Eduard 6 onti e. Seit 1872 wirkte er an der hiesigen Technischen Hoch schule als Professor der Jngenieurwiffenschaften. Neben seiner -vielseitigen beruflichen Wirksamkeit war der Verstorbene auch schriftstellerisch außerordentlich tätig. Sein „Handbuch der Ingenieur Wissenschaft" gilt als eins der besten Werke aus diesem Gebiet. Weiten Kreisen ist Geheimrat Sonne durch seine Tätigkeit im Hessischen Landesgewerbeverein und als Förderer der Hand werkerschulen bekannt geworden.
Kreis Wetzlar.
— Wetzlar, 27. Febr. Für die Raiffeisenveretne des Kreises Wetzlar und seiner Nachbarschaft wurde am Bahichoi Ehringshausen ein Lagerhaus erbaut und dieser Tage dem Verkehr übergeben. Mit der Verwaltung des Hauses wurde W. Krauß aitS Ehrings Hausen betraut.
Hrssen-Nassau.
eo. Frankfurt a. M., 27. Febr. Die Direktion des Zoolo 'gischen Gartens der Stadt Frankfurt a. Main giht bekannt, daß das für Mittwoch, den 28. Februar, abends 8 Uhr, angekündigte V. Sinfonie-Konzert infolge des Heizverbotes nochmals verschoben werden muß.
ity Frankfurt a. M., 27. Februar. Auch bk außerhalb ber engeren Heimat wohnenden Hessen gedenken ihres Landes Herrn am dessen 25jähvigem Regie rungsjnbilänm. So hat der hiesige Zwstgverstn vom Vogelsberger Höhenklub, dessim Schirmherr Gvoßherzog .Ernst Ludwig ist, unter Führung des Professors Gg. Bender, für die .Jubiläumssammlimg bereits .den Betrag von 9 00 Mk. durch seine Mitglieder aufgebracht.
-- Franksurt a. M., 26..Febr. Der Verband der Klein gartenbau-Vereine von Frankfurt und Umgebung veranstaltet im Herckst eine größere Gartenbau-^Ausstellung, auf der in erster Linie die Leistungen der Meingärtner während des Kriege gezeigt werden sollen. . _ ri
ra. Hatzfeld, 27. Febr. Folgende alte Fastnachtsatlfzelch- nung enthält das hiesige Salbuch: Jeder Bürger und Einwohner zu Hatzfeld gibt jährlich von seiner feuerstädte aufs Ascher Mitt woch 2 Meslen Hasser, welches ein paw 3s!s.rii auui prL6eeäevti8 Vota. ES sind gar Viele arme Leuth alhier, von welchen man nichts bekommen kann und waß die übrigen geben, ist lauter leichte und sehr schlechte Haffer. Erträgt also nach Cammer-lLsea aljährlich 30 fl. Nota. Wo Vatter und Sohn oder zmep paar zusammen in einem Haus und äivsrsvu Tisch führen, muß jeder We Haffer leisten und geben.
sf M a r b u r g , 23. Febr. Der traurige Unglnckssall, be welchem durch Absturz von einem Baugerüst der 31 Jahre alle Kriegsinvalide Georg Nikolaus Appel auS Lingelbach im Kreise Aiegenhain im UniversitätsverwaltnngSgebäude seinen Tod fand, beschäftigte heute die Strafkammer. Unter der Anklage der fahr- Lässigen Tötung stand ein Vorarbeiter der Betonbaugesellschaft, bei der Appel beschäftigt gewesen. Er wurde für schuldig eracbtet, be bgt;i Gerüstbau die Sicherheitsvorrichtungen nicht genügend beob achtet zu haben, und deshalb 311 sechs Wochen Gefängnis verurteilt.
s) Marburg, 25. Febr. In emer gestern im Gasthaus Pfeiffer abgehaltenen Landwirte-Verfammlung wurde
in eindringlichster Weise gewünscht, daß in diesem Sommer alle verfügbaren Arbeitskräfte den an Arbeitermangel leidenden Landwirten zur Verfügung gestellt würden, z. B. die Schüler und zweiten Dienstboten in den Städten. Ferner wurde eine den Erzeugerkosten entsprechende Regelung der Butter- und Milchpreise beschlossen und zugleich angeregt, daß die Landwirte mit der Stadl sog. LieferlmgSverträge bezüglich des Herbstgemüfes abschließen mochten. Zum Schluß hielt Landwirtschaftslehrer Müller erneu Vortrag über „Die Anpassung der Fruchtfolgen an die jetzigen Zeitverhältnisse".
Handel.
Frankfurt a. M., 26. Febr. In der heutigen Bilanz- itzung des AuisichtsratS der Mitteldeutschen Creditbank wurde beschlossen, in der auf den 26. März d. Js. einzuberusenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 6V, Proz. gegen 5'/, Proz. im Vorjahre) zu beantragen.
vermischte».
^Koblenz, 26. Febr. Wie der „Köln. Volksztg." berichtet lvird, ist gestern mittag in N i e d e r b e r g bei Ehrenbreitstein ein Wagen der elektrischen Straßenbahn entgleist lind eine mehrere Meter hohe Mauer herabgestürzt. Dabei sind 2 0 Fahrgäste mehr oder weniger schwer verletzt ivorden. Zlvei von ihnen dürften kalim mit dem Leben davonkommen. Das Unglück lvird auf Versagen der Bremse zurück- geführt.
* Berlin, 26. Febr. (Priv.-Tel.) Das „Berl. Tagbl." meldet aus Tempelhof bei Berlin: Auf dem RangierbQhnhof fuhren, anscheinend durch snlsckies Signal, die Lokomotiven eines Rangier- und Güterzuges zusammen. Der Führer uicd der Heizer des Rangierzuges ivurden schwer verletzt.
*
* Wi e m an Orangenschalen verwertet. Dos aus der Schale der süßen veredelten Orange, sondern ans der wilden Pomeranze hcrgestellt, die, zu diesem ZwlÄ in Fässer eingestonrpff, in Massen von Sizilien in große englische Konserven- sadriken wandert. Da aber die her uns käufliche Orange in ihrer Schale ein aromattsches Oel von nicht geringerem Wohlgeschmack und der gleichen heilkräftigen Wirkung enthält, so muß der Ausschluß dieses noch immer häufigen Obstaüfalles von der' Kandierung als unberechtigt, jetzt sogar als unrationell and uitklng be z.äch-net werden. Ter geringeren Ansehnlichkeit der selbst herge stellten Orangeate sielst ein nicht geringerer Wohl<7efchmack, größere Billigkeit und 2lppetitlich)keit in der Herstellung entgegen. Das Verfahren ist, wie ans der „Deutschen Landwirtschaftlichen Presst' zu ersehen ist, höchst einfach. Die voin innere, 1 Weißen befreiten und sonst gereinigten Schalen werden 5 -6 Tage in frischem Wasser gelangt, ^hernach in .stuckerwasser weich gekocht, die Flüssigkeit ein gedampft, so daß endlich die kandierterr Schalen ganz trocken in der Pfanne übrig bleiben. Für die Aufbewahrung in dem frischen und saftigen Zustand, durch den die Sckwlen sich nach der Kandierung aüszeickMen, eignet sich anr besten die Sterilisatton in den Einmachgläsern durch Kochen bei 80—85 Grad C. Offen auf bewahrte Orangoctte werden trocken und spröde und bedürfen vor ihrer Verwendung des Mörsers. Ter zum Kandieren benötigte Zucker — ein starker Eßlöffel pro Orange —, kommt den Speisen wieder zugute, so daß er dort abgezogen werden darf. Bei dem durchgängigen Mangel an ausländischem Gewürz ist das selbst I>ergestellte Orangeat, bas bei Mehlspeisen, süßen Kartoffel-, Grieß-, Haserflocken- und a,Deren Gerichten sehr an, Platze ist zweifellos ein empsehlungsll.mrdigas Hilfsmittel der Küche. B
VLchertisch.
— Ludwig Re e g, Von der tiefen Wirklichkeit. Verlag C. H. Beck, München: 2. lnirchgesehene Auflage. Preis 1,20 Mk.
Ter Krieg zerbrickst nickt nur, er baut auch auf: unb m feinem! Zerbroct^en wie in seinem 2lufbvua,r ist er ein Lehrmeister, streng und helfend zugleich. Im Opfern und Entsagen entsinkt tmfereir Händen manch undeachbetes Glück, manch emgebildetes Unglück: !die Not des Tages zwingt uns, ilMns-chvu und Dinge aus ihren Wert zu prüfen: mrd so kommen wir dem näher-, was echt unfr iwas notwendig ist. Am schrversten verlernen wir ,vvhl das Grübeln und Berechnen um Fortgang und ^lusgang des Krieg s schicksals: wir können -nichts wissen irnb wenden, — so wollen ,mr harren intb tragen, in schweigender Zuversicht. Dazu gehört große Kraft. Wo nehlnen wir sie her. Tag um Tag? —> Sie ist immer da!, ei^ verborgener Quell, aus dem die starken und tiefen Seelen schöpfen, die in dieser Welttvirrnis unerschüttert geblieben itrtb' von den schwankenden Wogen des Hoffe,cs itnii} Verzagens. Mit solcheck Geiste grüßt uns das Buch L. Reegs, das jetzt, mitten im Krieg, seine zweite Auflage ettebt, m,d denr der Verfasser dies Wort zum Geleit mitgibt: „Tie Wirklichkeit ist im GriMde immer von gl-eicher Schwere, uird unsre innere Stellung zu ihr von gleicher- Bedeutung. Httiabziahende Abgründe. Tod und Vernickstung imrgeben uns immer; das Gescheherr, das im Kriege zur Reife kontmt. vollzieht sick. immer. Und immer ist auch in der Tiefe Ider Wirklichkeit die- sellw klare Ruhe, kommt in ihrem Werden dieselbe Leben sein heit zur Erscheinung. Wird im Druck der Zeiten unser Leben innerlich ,atb wahr, wirb unsre Seele größer in der Größe der Tage, so lvird uns das Schwere leichter werde,:, als rcns zuvor das Lachte war." — Bis in die Schützengräben und die Gesan^nknlager hin ein hat dies Buch Ergrnckmg gebracht, nicht durch die „Ueberredung der Worte", sorrdern dadurch, daß ein Dichter uns schauen lehrt, die verborgene Schönheit jeder Erscheinung, uns lauschen lehrt auf den Rl-pthnrus der Lebensgesetze: und so leiten die lebenleuch-tendien Bilder ,rnd die. rhythurische Bewegung seiner Dichtung hin zum Sinn alles Geschehens.
Letzte Nachrichten.
Drr Torpedotwotsvorstoß in den Kanal.
Berlin, 27. Fdbr. Die Morgenblätter rveisen daraus hin daß Englands Flotte sticht die Meere beherrscht. Der „Berliner Lokal-Anzeiger" schreibt: Die Tatsache, daß Teile unserer Torpedo- bootsstreitkräfte bis über die Linie Dover—Ealais in den englischen Kanal und in die Themsemündung einzudringen vermochten, zeigt auf das Deittlichfte, wie lächerlich die englische Behaupttrng von der Beherrschung der S^e durch Englands Flotte ist. Die Stelle Dover—Calais ist, wie allgemein bekannt, die engste des Kanals: 33,5 Mometer. Und an dieser Stelle ist heute
England n« allein für die Sicherheit der Sttaße ver- antworttick, beim es ist nicht nur im Besitze der starken aus hohrn, Kreidefelsen liegenden Befestigungen von- Dover die den Krieashaseu Dover nberblickerr, sondern es liat ftch auch auf der französischen Sette znm Htwrn von Calais gemacht, dessen weittragende GesckZütze von Ost-Südost her die enge Fahrstraße bestteichen. Die Tliemsemittünmg gleicht eurem Meerbusen und ist ebenfalls, selbst im ttefsten Frieden, durch Kriegsschiffe und starke Befestigm,gswerke — wir erinnerir an die Besesttgungen von Sheerneß südlich und die Batterien von Sheeünrynes umdlich der erwetterten Themsemündung — geschützt und sicherlich! im Kriege im erhöhten Maße. Nord-Foreland und Margate sind früher von
deittschen Luftschiffen besucht worden. Das erste ist ein Borgebirga auf der Nordftntze der südlühsten Halbinsel England. Tistes Vor gebttge trägt eine große Üküstenstation mtt angrenzenden Batterien die das Meer durch ihre günstige Laae wettlstn beherrschen. Aus bn Nordsette der wett vostpringeiiden Felsenmasse liegt der Badeort Margate mtt seinem Hafen und sstnen Batterien, die ihr Ist,er uack> Norden und Osteii richten, das heißt auch die Küste von Essex bestrstchen und gegen Angriffe schützen können Dover, Margate und das Margate benachbarte Ramsgate, ganz m schweigen von den Wetter nördlich an der Ostküste Englands gelegeneii Häsen l-aben regen Handelsverkehr, der natürlich an der Themsemündwig gewalttgen Umfang erreicht. Im der Nacht vom 25. Mid 26. Fr drnar wiirde .Handelsverkehr nicht angetroffen. Das sagt uns genug
Acht ftindliche Flugzeuge abgeschosscu.
Berlin, 26. Febr. (WTB. Amtlich.) Wie an den Vortagen so bstckMänkte auch am Vormittage des 25. Februar aus allen Fron ttn dickster Dmlst jede Sickst. Die Aiffklavungstati^nt der eigenen
Berlin. 27. Febr. In der Reichstaassitziinq crm Dions-
und feindlich«, Flieger wurde dadurch stark boentträchttgL. Gegen Mittag über dlrrchbrach die Sonne dir Wolünrmlaissen und mtt einem Schlage starteten aus beiden Seiten Flieger .zu ihren Kamps- Mid Erkund ungsauf gaben. Regster Flieaerbettteb herrschte in den Mtt tags- und Nachmtttagsstmid«i zwischen Lens und Ancre und lita der langen Sonrmo-Front. Bstonders lebhaft war die Fli eger- tätigfeit in der Champagne. Aus beiden Sstten der Front kam es zu zahlreichen Lnftkämpfen, in deren Verlaus es den deutschen Fliegern gelang, nicht wOriger als acht fstnd- liche Flugzeuge herunterzuhol«i. Davon wurden drei Flugzeuge nördlich der Somnre zur Erde niedergezwungen: ein viertes liegt östlich von St. Mihiel zerschossen dicht vor rmseren Lini«i, das fünfte, ein Nierchort, liegt zertrümmert im Elsaß zwischen Psastatt Mid Littterbact,, während das sechste, ebenfalls ein Nieirport, an der mazedonischen Front zum Msturz gebrackst wurde. Das siebeirte mrd achte Flugzeug wurde aus einem eirglischen Geschoaber herausgeholt, das rrachmittags Saargemünd anzugrstfen versucht hatte. Ten Engländern gelang es mcht, an das beabsickstigtr Ziel lieranzukominen. Unser ^lbwehrfeuer irötigte sie zum vor- zsttigen Abdrehen: die abg^vorfenen Bomben zerplatzten wirLoigs- los im (velände. Unsere Kampfflieger zwangeii im Luftkamps zwei von den Arigrstsern Mr Erde nieder. Ein zestchmettertes Flugzeug liegt dicht bei Saargemünd, dem anderen gelang es, mit knapper Not bis bintcr seine Linien znrückzukommen, wo es M Bruch ging. Im Verelll mtt dem in der vorher bst Saavalben abgv^
sclvossenen französischen Lenkluftschiff dürften diese Verluste unseren Gegnern doch zstgen, daß unser Hstmatluftschiff auf sstnem Posten ist mW so fein ungestraftes Besinnen blstbt, deutsche Industrie st ädtt anzugrstfen.
Die Rode des ^Reichskanzlers.
ichstags
tag, in der die mit der Rede des Schatzsekretärs Graf von Röderir eingeleitete erste Lesung des Etats itnd der neuen Krieassbenervorlage fort ge führt werden soll, wird an erster Steltt der Reichskanzler zu einer laut „Berl. Tagebl." kurzen Rede das Wort nehmen.
Eine Rede .Heydedrands.
Hamburg, 27. Febr. Im Saale des KonventgartenS veranstaltete die Hamburger konservative Vereinigung einen Vortragsabend, bei dem Reichstagsabgeordneter von Hetzde- brand und der Lasa über das Tl)ema: DentschlaNds gegeilt w-ärtige volitisck)e Lage, sprach. Er erklärte unter anderem: Nach Ablehnmig unseres Friedensangebotes durch unsere Feinde habe jetzt der Torpedo und das Schloert das Wort. Dem ungehemmten U-Bootkrieg stimmen nicht nur die Konservativen und Liberalen, sondern alle Parteien, auch die Sozialdemokraten, zu. Das deutsche Volk wisse, daß jetzt das Ende des Krieges vor ihm stehe. Ein Zurück im U- Bootkrieg gebe es nicht- Auch Amerika könne man nicht ertt- gegenkonnnen. England sei unser Hauptfeind, und vor: seiner rücksichtslosen Politik müßten lvir sehr viel lernen. Die Der- sammlnng beschloß die Absertdung von Telegrmnmen an Hindenburg, Admiral Scheer und Großadmiral v. Tirpitz.
Aus dem amerikanischen Senate.
i Köln, 27. Febr. (Dvahtmelbung.) Laut „Köln. Volks- Zsttung" berichtet das Allgemeine Lmndelsblatt, daß die Reutermeldung, wonach Wilson dnrckn den Senat ermächtigt worden sst, die amerikanisch«, Stvsttkräfte zum Sbtu.tzeZ>es Lebens und Eigentums der UnUTnanen der Bereinigten Staaten^ zu verwenden, nicht zntrift. Ein späterer Berickst meldet, daß der Senat einstimmig besffflossei, habe. ^>en Antrags des Senators Fall dem Ausschuß für auswärtige Angelegenherten zu überrvstsen. Die Entschließrmg rvurde nach auherDrdentlich crr-epter Sitzung, in der die Repnbl, - laner dem Präsidenten wegen sstner zögernden Haltung Borwürft nrachten, angenommen.
Die amerikanischen Wettschifft.
Genf, 27. Febr. In Bordeaux herrschte, wie „Petit Journal" berichtet, gestern große Be,vegung, wstl die widestprecheudsten Gerüchte über das Eintvefferr der beiden amerikanisckien Schifft vorliegen. Vom sogemnurttn Kordicaner Signätturm konnte keine Bsttätignng darüber erlangt werden, daß die Dampfer „Rochester" und „Orleans" gesichtet seien. Die Hasenbehördcn ordneten an, daß das Picklikunr erst nach der EinsalM -der Schiffe in die Gttcmde verstmchigt Vierden solle. Am sogenannten Qnais de Benrrgogne sind für die erivarteten Schiffe Anstalten getroffen worden. Der Gemeinderat von Bordeaur besckstoß, den amerikanischen Offizieren ,md Mannschaften stnen festlichen Empfang zn bwstten. Aus Paris wird der Boffchafter der Verstnigten Staaten stntreffen imd an der Begrüßung im Stadthanse, wie an der Galavorstellung zu Ehren der amerikanischen Gäste teilustMen. An Wird der „Rvchester" befiichen sich mehrere amerikanisciie Journalisten, sowie sensations- lustige Sportsleute, die den drstfachen Pirsts für die Ueberfahrt zahlten.
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