äciicufung oes iiaireuische» TrauSportdampsers
„MinaS".
Rom, 2-l ,vebr. (WTB.) Der ,,Agvnzin Stvfani" zufolge wurde der am 13. Febrnnr nach SÄonrk abaegLNgene ^E»por1dampser „Minas" am 15. Februar durch ein fnnbl^ Unlerloeboot ungefähr 160 Seiten westlich von versenkt. Herbeigeeilte Fahrzeuge Hütten er neu <e»l der an Bord befindlichen Truppen retten, kömren.
Ein japanischer Dampfer untergegangen.
24- F^br. (WTB.) „Progres de Lyon" meldet aus ./car)erlle, der japanische Dampfer „H a n k ok u Mar »»" ' et E 21- Dezember bei Cefu untergegangen. Es sei wemg Hofsnung, daß von seinen 360 Fahrgästen, darunter zwer Amerikaner, jemand gerettet sei.
m ^ Febr. (WDB.) Die „Times" meldet aus
Icew Bork: Einer der deutschen Kreuzer im Süd- sei jetzt endgültig als der Kreuzer „Vineta" fesdgastellt und zwar durch einige Leute von der Bemarmung des. britischen Schiffes „Theodore".
^*>ndon, 23. Febr. (WTB.) Der englische Darnpfer „Belgien, 4588 Domren, ist versenkt »vordem Der englische Danrpfer „Wa t ch fi e l d" und die englische Bark n- verauld", 1416 Tonnen, sind versenkt worden.
London, 24. Febr. (WTB.) Llohds meldet, daß der englische Dampfer „Grenadjer" (1004 Tonnen) versenkt wurde. Der Kapitän und sechs Mann der Besatzung wurden getötet, der Rest der Besatzung ist gerettet.
Der englische Danipfer „Tro jan P riiice" (3196Tonnen) ist versenkt worden.
Amsterdam, 24. Febr. (WTB.) Nach englischen Müttern werden die folgenden Schiffe von Lloyds als vermißt angegeben: Der Dampfer „Bayreanlx" (3000 sonnen) aus London und die britischen Segler „Baltic", ^,Bro ckles b y" und „C p l o m b i <t". Der norwegische '??urpftr „Mauranger" (1024 Tonnen) ist sehr stark Der spanische Danipfer „Josefa Ra i ci" ^2654 Donnen) ist gesunken.
Rotterdam, 24. Febr. (WTB.) Die englischen Dampfer „Sun dy Island" (2005 Bruttoregistertonnen), „Ln- c e n t (1409 Bruttoregistertonnen) und „S u n d e r l a n b" (4319 Bruttoregistertonnen) wurden versenkt.
Rotterdam, 24. Febr. (WTB.) Die englischen Damp- sbr „B e r r i m a" (11137 Brnttoregistertonnen), „H e a d l y" (49.^ Bruttoregistervinnen), der Fischdampfer „Picton Castle" (245 Bruttoregistertonnen), der französische Schoner „Biolette" (145 Bruttoregistertonnen), sowie der griechische Dampfer „Leartis" (3914 Brnttoregistertonnen) wurden versenkt.
Ro t t er d a m , 24. Febr. (WTB.) Auf der Börse wurde heute berichtet, daß die norwegische Bark „Falls of Af- ton" (1965 Bruttoregistertonnen) im Kanal von einem deutschen U-Boot zum Sinken gebracht wurde.
Kristiania, 25. Febr. (WTB.) Die »norwegische Gesandtschaft in London drahtet: Der Dampfer „M o r - manna^' aus Sandefjord (2900 Domren), „Ajax" aers Kristiania (1468 Donnen) und „Blen heim" aus Frederik- Vad (1029 Donnen) wurden versenkt.
^ ^ ^ P e n hage n, 23. Febr. (WTB.) Die Vereinigte Dam-fschiffahrtsgesellschaft ist noch immer ohne Nachricht, ob der Dampfer „Frederik VIII." bereits Halifax verlassen havSeit seiner Abreise aus New York ist bereits eine Woche verstrichen. Seitdem ist kett» Telegramm über den Dampfer bei der Reederei eingetroffen. Es wird angenommen, daß der Dampfer bereits Halifax verlassen hat, und daß die Drahtnachricht hierüber von der englischen Zensur zurückgehalten wird. Wie jetzt festgestellt ist, bringt der Dampfer Post nicht mrt. Utiter den Reisenden befindet sich auch eine Anzahl Skandinavier.
Bern, 25. Febr. Pariser Blätter melden aus le Havre: Infolge dichten Nebels sind der englische Postdampfer „Northwestern Miller" (6504 Bruttoregistertonnen) und der norwegische Dampfer „Snetoppen" gescheitert. Ferner wird die Versenkung des schwedischen Dampfers „Man ningh am" (1888 Brntto-vegistertonnen) und des ftanMischen Schoners „St. Sanveur" (158 BruttoregistertVnrren) gemeldet.
Aus dem Reiche.
Aus dem ReichstagSausschuß für Errrährungsftagen.
Berlin, 24. Febr. (WTB.) Im Reichstagsa us schuß zur Beratung der Ernährungslfragen verwies heute B a - to cki auf tue Notwendigkeit, den Wirt s chia fts pl a n für das kommende Ecntejahr so rechtzeitig festtustellen, daß alle Beteiligten sich danach einrichten können. Die Grundsätze des Planes sollten spätestens bis 15. März veröffentlicht werden. Die Erfassung aller vorhandenen Leberksmittel sei eine Notwendigkeit. Er hoffe, daß alle Beteiligten dafür ein volles Verständnis haben und die Rationierung willig hinnehmen würden. Das Hauptaugenmerk seil auf die Bereitstellung von Frühgemüse und Frühobst zu richten, das durch öffentliche Wirtschaft ben Verbrauchern zuzu- führen sei. Der Anbau von Frühkartoffeln, insvesmwere in Rheinland und Westfalen, solle mrchdrücklichst gefördert werden. Die öffentliche Bewirtschaftung von Kartoffeln solle ab 1. Juli erfolgen Er muffe ferner erklären, daß eine Erhöhung des Weizen- und Roggenprnses ohne die gleichzeitige Herabsetzung der Rindvieh- und Schtoernepreise unannehmbar sei. Die Preiserhöhung für Brotgetreide sei bedingt durch die Lage des Wjektinaiiktes unid die Bedürfnisse der Produktion, die Herabsetzung der Viehpreise durch die Rücksicht auf die Verbraucher. Schließlich wäre es auch möglich, trotz der Erhöhung der Brotgetreidepreise den Brotpreis aus der gleichen Höhe zu halten. Dabei müßten die Gemeinden Mitwirken und sich noch dazu äußern. Bezüglich der Kartoffeln sei geplant, den Preis» m ganzen Reiche für das ganze Jahr auf 5 Mark für den Preis »m ganzen Reiche für das ganze Jahr auf 5 Mark für kartoffelstelle den südlichen Bundesstaaten und dem Westen gestattet sein, bis zu Mk. zu gehen. 'Eine Erhöhung der Fleisckwation könne setzt nicht mehr, wie früher in Aussicht gestellt, zugesagt wer- den. Dye Hauptsache sei die Erhaltung der Milchkühe zur Förderung der Mrlch- und Buttererzeugung.
Ernk Bundesratsverfügung über dir Verteilung der Kohlen.
Merlin, 25. Febr. (WTB. Amtlich.! Eine Verordnung des ^undesrates vom 24. Februar ermächtigt den Reichskanzler, duvch eine von ihm zu errichtende Stelle die im deutschen Reich vorhandenen Erzeirgnisse der Steinkohlen- und Braun- kohlen w erke (Steinkohllür, Braunkohlen, Briketts mid Koks) c ^ ^ ex1or 9 UJt fl bes Inlandes sowie für die Ausflihr in An- spruai zu nehmen.^ Sie gibt ihm insbesmidere die Befugnisse, die Erzeuger und Besitzer der genannten Brennstoffe anzluweisen, diese anvon rhnr bestimmte Personen zu überlassen mid die zur lieber- gM ersorderlrck^en Handlungen vorzunehinen. Die Regetimg soll vQi Hmrdel keineswegs ansschalterr, sondem lediglich ergänzen, dort für rasche und ausreichende Bedarfsdeckung sorgen, wo dieses kr«gswirt,rha.stlrch nötig ist und lauf dem geivöhnlichm Wege nicht irr genugeirdem Ausmaße oder TtidC>t schnell geimg erfolgen karrrr. Zu diesem Zrvecke »vird die vorn Reichskanzler zu errichtende Stelle, soweit erforderlich, gewisse Mengen der -Mwnnten Br-ermstvffe beschlagnahmen und sie bestimmten Empfänger»» zuteillm. Tie Teil- beschlagnähnre kann die völlige oder teilweise Ausheburlg oder AeVdcrung bestchender LicherMrM«LpflichLmlgerL nötig nrachen.
Darüber ^owre rm ^treMU.über die Uebernochnwpreffe entscheDer w - ,^ch'«dsüericht, dessen Sußvmrreiisetzuug mrd Versalien vom Rer^Sm^ler geregelt wrrd. Die unter der- allgemvineu Tienstauf- Reichskanzlers stehende, im übrrgeu aber selbständige 3«ntvalstEe, die die Bervldmurg durchzusührerr hat, wird derrrj f^asanrl angeglredert, um in steter Fühlung mit derr militäri- -i 1 ? 1 sollen zu bleiben. In derr rvick»tigsten Erzaugmigsgebieten , ollen Nebenstellen erdichtet Werdern
Berlin, 24. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme: Der Entwurf einer Bekanntmachung betreffend die Bestimmungen zur Ausführung von § 7 des Gesetzes über ben vatcrländischenHilfsdienst, der Entwurf einer Bekanntmachung über die Regelung des Verkehrs mit Kohle und der Entwurf einer Bekanntmachung betreffend die Aen- derung der Verordnung über M i n e r a ö I e, Mineralerzeugnisse, Erdwachs und Kerzen vom 18. Januar 1917.
Be r l in, 25. Febr. (WTB.) Ter Kaiser nalM heute Vormittag den Vortrag des Reichskanzlers eiitgegen. Ter Kaiser hörte gestern den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts und gestern und heute den regelmäßigen Vortrag des Generalstabes.
Zeder Gramm Gold ist willkommen! viele wenig machen ein viel!
Die GoldakkaWeüe
in den Räumen der Bezirksparkasse Gießen ist morgen von 2 bis 4 Uhr geöffnet.
Ans Stabt unb Land.
Gieszen. 26. Februar 1917.
** Auszeichnung. Der ©efreite der Landw. Friedrich Sand wurde, nachdem er in Serbien die Hessische Tapkerkeits- nredaille erhallen, jetzt nn Westen mit dem Eifer,len Kreuz 2. Klasse a»lsgezeich,let. Er ist geboreller 6ffesiener und sieht seit Anfang des Krieges uilunterbrochen im Felde.
** Bub e nstr eich e. Wer gestern einen Ausflug in den Wäldern um Gießen machte, konnte wiederum feststellen, daß von Bubenhänden allenthalbeir Bänke umgeworsen ^nb zerstört worden sind. Es ist dies ein tveiteres Beispiel für die zunehmende Verivahrlosung der Jugend, über die an dieser Stelle schon öfter berechtigte Klage geführt wurde. In der Stadt selbst ist es nicht anders. Das Benehmen der Halbwüchsigen ist oftmals s-o, daß man ihnen mit einer gehörigen Manlschelle hinter die Löffel fahreir möchte. Das böswillige nächtliche Herausklingctn von Aerzten usw., die in ihrer Bern.fsansübnng durch die Kriegsverhältnisse überbürdet find, hat auch noch nicht nachgefasscu. und es wäre dringend zu wünschen, dalß endlich einer der Missetäter gefaßt und zur Anzeige gebracht würde. Wie uns vom Lande geklagt lvird, ist es auch dort nicht besser lme in der Stadt. Seit einiger Zeit wird dort, wie man uns schreibt, von halbwüchsigen Burschen allerlei Unfug und Ruhestörung verübt: Abends, luanchmal rrach der Polizeistunde, lvird von ihnen an die Fenster und Fensterläden geklopft und es werden Namen voir Personen mit verstellter Stimme ge- rirfen. Auch werfen diese frechen Buben mit Steinckjen, Schnee und Eisstilckchen an die Wände des Hauses. Wenn es kein anderes Mittel gibt, so sollte man diesen Burschen den Ernst der Zeit handgreiflich karmachen.
** Wegen einer Marke den Anspruch auf Invalidenrente verloren. Die Witwe R. von P. hat lange Jahre hindurch Beiträge zur Invalidenversicherung geleistet nub wollte nun, nachdem sie alt geworden, Antrag auf Reute stellen. Hierbei stellte sich heraus, daß sie ihren Anspruck) auf Reute verloren hatte, weil in den Jahren 1903—1905 eine Marke zu wenig geklebt war. Die Witlve R. hatte wohl die zur Erfüllung der Wartezeit notwendige Airzahl Marken früher geklebt und dadurch einen Anspruch auf Rente erworben, 'sie ncußte aber, um diesen Ansprirch ju behalten, imrerhalb 2 Jahren mindestens 20 (bei der freiwilligen Versicherung 40) Wocklen- rnarken kleben. Da sie aber in der Zeit von 1903 bis 1905 jnur 19 Marken geklebt hatte, ist der Anspruch auf Rente erloschen; er lebt erst wieder auf, wenn erneut 200 Wvchen- marken verwendet sind. Leider sind die Fälle, in benen Versicherte oft wegen gairz geringer Versehen ihre Ansprüche verlieren, außerordentlich zahlreich. l§s kann deshalb den freiwillig Versicherten iricht drilrgend genug ans Herz gelegt werden, ihre Jnvalidenkarte und sonstigen llnterlagen (Bescheinigung über die ausgerechneten Quit- tungskartei-l usw.) von Zeit zu Zeit von sachkundiger Stelle prüfen zu lassen. Die Gemeinn ü tz i g e Re ch t s be ra- tungsstelle des Evang. Arbeitervereins (Schiffelibevger Weg 16III) steht allen Versicherterr in den Dienstags und Freitags abends von 8—9 und Sonntags von 2—3 Uhr stattfindenden Sprechsticnden zur kostenlosen Vornahrne dieser Prüfung zur Verfügung.
** Höhere A u smahlung des B r o t q'e l r e i d e s Durch Verfügung des Direktoriums der Reichsoetreidestelle ist im Einvernehmeir mit dem Präsidenten des Kriegsernätzrnngsaintes festgesetzt worden, daß sofort, spätestens aber vom 1. März 1917 ab. Roggen und Weizen nnndestens bis zu 94 v. H. ausznmalilen sind. Diese Festsetzung gilt für alles Brotgetreide, auch für dasjenige, welches landwirtschaftliche Selbstversorger ausmahlen lassen. Siehe Bekanntmachung.
** De r Theater-Berei n hlätt am Dienstag, bem 27. Februar, 6 Uhr, in der alten Bibliothek. Brandplatz 4, seine General- versaivinlung ab. ^Näheres siehe Anzeige.
** LichtsPiel h aus, Gießen. Das Gastspiel der Deutschen Iagdsilm-Gescllschast, das mit großem/ Beifall ausgenonrmen 'mürbe, findet nur uod) heute und morgen statt. Die Vorstellungen beginnen täglich nachmittags 4 und abends 8 Uhr.
** Schwarz-Weiß-'Theater. Sellersweg 81. Die Direktion hat wegen großer Nachfrage die Vorilihrung des Film- werkeS „Der Beilis-Prozeß" bis einschließlich Dienstag, 27. Febr., verlängert. Es ist also noch jedermann ttzelegenheit geboten, diese geschichtliche Tatsache int Filin lviedergegebeit zu sehen.
** DaS heutige Kreisblatt Nr. A5 enthält Bekannt- machungcn über Einsührnng von Schal- und Krustentieren, soivie Zubereitung von diesen Tieren; Verwendung von Rüben bei der Bereitutlg von Roggenbrot und Verkauf voit Ferngläsern und Objektiveir für Photographie unb Projektive
Landkreis Gießen.
S. Hausen, 24. Febr. Daß auch anderlvärts nordlichtartige Erscheinungen, wie sic von nns beobachtet wurden, rnalngerwmmen tvovden sind, belveist folgender von dem „Franks. 6^eneralcuneiger" (Nr. 41, 17. Febr.) dem „Heid. Tagebl." eirtirommener ^lerickü- Es heißt dort: „Gleich nach Tunkelwerdm lagerte sich über den nördlichen Horizont ein hellen Schein, aus dem besonders um 9 Uhr alleuthalben sck>eiuwerferartige Strahlen her'vor sahen. Sic verstärkten sich wl einzelnen Stellen, um nach kurzem wieder zil erblassen. Gegen 10 Uhr war irichts mehr von der Erscheimmg tvahr- zunehmen. Das Nordlicht dürfte im Zusammenhang stehen mit denk am 9. ds. Mts. erfolgten Vorübergang einer riesigen Sonnen- sleckengrnppe vor der Sonnen scheibe., Es wäre interessant zu er»
fayven, ob auch Störungen ui den Telegraphen!urien beobachtet lvnrden, wie das öfters geschah."
** Ltch, 26. Febr. Gefreiter Heinrich F u h v, welche»» vor einem Jahre schon das Eiserne Kre»»z 2. Klasse verliehen »v»»rde, erhielt nunmehr auch die Hessische TapserkeitSmedaille und wurde zum Geschützführer ernannt.
** Steinbach, 26. Febr. Kriegsauszeichnungen. Der Wehrmann Karl Kräiner, Sohn des FrnchthändlerS Heinrich Krä,ner I., soivie der Wehrrnann Karl K r ä »n e r III.. Soh»r des Landivirts Hans Heinrich Krämer, beide von hier, habe»» die Hessische Tapkerkeits»nedaille erhalten. Beide Wehrinänner befinden sich seil Kriegsausbruch iin Felde. Sie haben die Kämpfe um Lille, sowie die Schlachte»» in der Champagne mitge»nacht, a»»tzer- de,n lange Zeit an der Son»n»e mitgekäinpft. Bis jetzt sind beide in alle»» Treffen nnverwundet gebliebei».
' Utphe, 26. Febr. Auch »lnsere Ge»neinde hat sich bei der Samn»l»»,»g zur Ernst-L»»dwig - I üb i l ä u »n s - S t i f t u n g recht ovierivillig gezeigt: 322 Mk. konnte»» au die Krelskasse Gießen ab- geliefert »verden.
Kreis Friedbcrg.
— Friedberg, 26. Febr. Tie 23jährige Lina Mater von hter versuchte i»n Frankfurter Hauptbahnhos auf einen scho»» fahreildei» Zug zu springen. Sie kam dabei zu Fall und geriet unter den Wagen, deffen Räder ihr das linke Brin abwhren.
— B a d - N a u h e i m, 26. Febr. Der Schriftsteller und Kult»lrhistoriker Paul W i l l i c e n u s ist hier im Alter von 70 Jahre,» gestorben. Ter Verstorbene ist in weitesten Kreisen durch seine Forschungen über die Echtheit der in Darrnstadt aufgefrmdenen Totenmaske Shakespeares bekannt geivorden. Auf de»n Gebiete der Volksbildungsbestrebunge»» »var Willicen»»s neben seiner sonstigen schriftstellerische!» Tätigkeit besonders rührig.
Hessen-Nassau.
— F rankf ur t a. M., 25. Febr. FrankfurtSLebenL- Mittelversorgung. Die Austvenöungen der Stadt für Lebensmittelversorgung erreichten bis Ende 1916 die Höhe vont 63 400 000 Mk. Dieser Summe stehen für den gleichen Zeitraum: 53 300 000 Mk. Einnahmen gege»nchLr. Zur Deckimg des Ausfalls hatte die Stadtvewrdnetenversauunluug bereits 6 Millionen Mvrs bewilligt; »mnmehr ersucht der Magistrat um weitere Bermlliguug eines weiteren Kredits von 6 Millionen Ncark zu Lasten des KriegS- fanb£ Weiter beantragt- der Magistrat Kreditbewilligimgen von 105 000 Mk. für Liebesgabe»» rtn Soldaten intb gemeinnützige Veranstaltungen und 150 000 Mk. für Gründung eines Betriebsfonds der Belleidungsstelle. — Von Kriegsbeginn bis Emde März 1916 verausgabte die Stadt ffir Kriegszwecke 24 500 000 Mk. ; für Fa- milienunterstützungeu wendete sie von April bis September 1916 etwa 22 000 000 Mk. auf, ferner für Teuerungszulagen, Lohn- fortzahlmigen u»»b Kriegsunterstützungen au städtische Angestellte 1 770 800 Mk.
Letzte Nüchrichten.
Die Versenkung der lwlländischen Schiffe.
A m st e r d a m, 26. F-ebruar. „Handelsblad" berichtet avs London: Bis jetzt sind 400 Mann der versenkten l-olländischar Schiffe in London angekvnrnren, wo sie mrf Gelegenheit warten, zurückzukehren.
Haag, 26. Febr. Das Pvessebureau Vas-Dias erfährt aus Reederkreisen, daß nach den Konferenzen »nit der Regier»ma ge- plant gewesen lvar, ii». der folgenden Woche etwa 20 Schisst her gnof?en lieberfahrtsgesellschaffen ans Rotterdam und Amsterdam nach A»nerika ausreisen zu lassen.
Rotterdam, 26. Febr. Reuter meldet, man sei in Eng- 1a»rd der Ansicht, daß die holländischen Schisse, indem fie Zusammen und mit angcFwrdede»» Lichtern fuhren, den Angrfff geradezu heoarrsforderten. Wären sie gefahren, nne die englischen Schiffe, so würden sie ebenso sicher duvchgekommen sein, wie die meisten von diesen. Diese höhnische Prahlerei dürste, so schreibt der „Berliner Lokal-Anzeiger" in Holland auch nicht gerade freundlich ausgenommen werden.
Die amerikanischen Wettfchiffe.
Genf. 26. Febr. Wie dem „Matin" aus ^Sordttrux genreld«. nnvd, sehe »»»an in den nächsten Stmrden bereits der Ankunft des amerikanischen Dampfers „Orleans" mbgegm, der ebenso wie die ,,Rochester" ihre Reist »»ach Europa auf die persönliche Initiative der beiden Direktoren der Kerr Stcaniship-Compcmv unternvnr- n»>en habe»».
Die Transportkrisis in Amerika.
Berlin, ,26. Febr. In Nelv Bork setzte laut „B. T.". um neue ernste Tumulte als Folge der Tronsportkrisis zu vermeiden^ die Staidtverwalttlug 5 Millionen Franks zum Einkaust von Lebensmitteln aus, die zu den »"»blichen Preisen m» die Bevölkerung abgegeben werden sollen.
Englands Sorge um das Alenfilienmaterial.
Rotterdam, 26. Febr. „Westininfter Gazette" warnt davor, sich bezüglich der Mich vlockhandenm Arbeiterreserven zu gwßen Erwartungen hinzugeben. Bei einer Bevölkerung von 45 Millionen kü»rne man nicht 5 BMioiren in die ?lrmee eürreihen, 2 bis 3 dldilltonen zu der Arbeit in den Drniritivnsfabristn bv- ilitniinen oder die Inganghaltung von Industrie m»d Handel übertragen und darin noch eine große Reserve voi» Menschok rn eirrem Alter übrig behalten, in den» sie mit Oeichtigkett ans einem! Industriezweig in einen anderen versetzt »verde»» kömren. Englands Einftlhrersparnis.
Berlin, 26. Febr. Zu Llohd Georges »reuesder Rkde heitzk es im Lokala»rzeiger. Ar»f uicht nrehr als auf eine ErnfulwersparniS von 900 000 Tonnen beziffert Llvtst George das, was England m einem Iahte der Einschränkung erreichen werde. 900000 Gv- »uichtstonnen solcher Gitter, »vie sie durch die rreuen Einftrhrverbvdv künftig nicht mehr die eirgllsche HWidelstonnage belasten werden, finden tatsächlich bequem Platz, einer Raunttormage, wie sst jn»fa* U-Boote in den letzten Monaten vor der Verschärfung des U-Bvot- krieges allmonatlich versenkt haben.
Die französische Verkehrsnot.
B c r n, 26. Feb-r. Die Gesellschaft Paris—Lyon—Mediteramie teilt mit, daß ab 15. März »vettere Schnellzüge arrssalle»» müssen^
Bern, 26. Fchr. Der „Mattn" meldet aus St. Paul de Lyon: Die Kälte der letzten Tage richtete ungeheure Verheerungen in den Anlagen für Frühgemüse an Der Schaden au erfrorenem Blumeukvhl beträgt allein 800 000 Frcurcsl. Auch von anderem Genr»»se ist fast »nchts mehr übrig. Die Arüschoken mußten gänzlich ausgerissen werden.
Bern, 26. Febr. Nach ftanzösischen Blättermeldrmgen betrug die Bevölkerung von Reims bei der letzten Volkszählung 17 100s Köpfe, das heißt 100 000 Menschen »veniger als vor den» Kriege
Berlin. 26. Febr. In der frairzösischen Kanrn»er erllärte der frühere La»»dwirtschaftsmimster David, das Land rverde der Regierung »ncht verzeihe»», »venn diese »richt alle Maßnahmen ttefst^ um die Hungersnot zu vermeiden.
Genf, 26. Fckr. Wie „Pettt Jour»»al" berichtet, werde von jetzt an ein Teil der deutschen Kriegsgefaugenen in Ginlppen zu st fünf eingeteilt, zu Arbeiten in der Landwirtschaft und in den Back^ stuben venvendet »verden. Auch Zivilgefa»»genr sollen in der Back-^ stube arbeiten.
Rußland abgrschnitten.
Wien, 26. Febr. Wie polnisckje Blätter aus Lemberm berichte»», ist zwischen Rußlaird u»»d den Ententeländern durchj den Unterseebootkrieg der Personen-, Brief- und FrachtverM kehr gänzlich eingestellt.
Foruran»«««» Schaupsei'


