Ausgabe 
23.2.1917 Erstes Blatt
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Vermischte».

i * Berlin, 22. Febr. (WTBö Professor v. Schmoller rriirde der Kronenordeir erster Klasse verliehen.

L udw i gsha fe u, 22. Febr. Der Fabrikbesitzer Tr. R u i ch r g schenkt e der Stadtverwaltung etwa 200000 Qtra d r s t me l e r B a u [ n n d auf teilt Mfundenheimer Lor- ItaMgefottbc unter der Bedingmrg, daß sie bis zum 31. Dezember zu ihrem bereits vorhandenen Gelände von 150000 Quadrat­meter ru>d; iveitere 100 000 Quadratmeter erwirbt, um es 4 0 0 51 r i e g s re i l ne h me r n je 1000 Quadratmeter zur Bersiig'ung! stellen zu können. Es soll dorr eine Gartenstadt erstehen.

2 e r Bäcker als Pfandleiher. Wenn jetzt von

emeS dieser Gesetze zu verstoßen, so mögen sie sich damit trösten daß es in früheren Jahrhunderten damit zuweilen schlimmer war Es gab vielleicht nicht so viel Vorschriften, aber sie waren oft viel beengender. Besonders hatten die Bäcker viel anSzustehen; in jedem Orte gab es für sie andere Vorschriften, die Gesellen, die in einen neuen Ort kamen, hatten es schwer, sich erst in alle diese Beslnnmungen hineinzufinden. Eine besonders merkwürdige Vor- schrift, die an manchen Orten bestand, z. B. in Freiberg m Sachsen, nach .dem dortigen Stadtrecht vom Jahre 1307 war, daß die Bäcker vervflichtet waren, ihre Waren auf Borg gegen Pfand zu neben. ,£ie Bäcker," so hieß es da, .sollen Pfänder' nehmen von jedermann für ihr Brot ohne Widerrede, die noch einmal soviel wert sind (als die Ware) und sollen sie behalten, bis das Geld

dafür erlegt wird." Die zweifellos arnienfreundliche Bestimmung führte aber zu sehr vielen Streitigkeiten über den Wert der Pfänder und zu manchen Ungelegenheiten für die Bäcker.

Akademische Kundgebung für den Hilkfsdienft.

= Frankfurt a. M., 22. Febr. Eine von Professoren, To- zenten und Studierenden der Universität starkbesuchte Versamm­lung beschäftigte sich hier nckt der Z i v i l d.i e n ft tyf I i rf> t der (5tubefiten. Ten einleitenden Vortrag lsielt Professor Tr. Giese über ,,Tas Wesen der Zivildienstpflicht unter besonderer Berücksichtigung der Anteilnahme der Studentenschaft an diesem Dienst". Ter Redner kam in seinen Ausführungen zu dem Er­gebnis, daß der Militärdienst jetzt Anforderungen steile, die man bedingungslos erfüllten müsse, und die man im bürgerlichen Leben als seinem Bildungsgrad nicht entsprechend verweigern oder nur sehr ungern tun würde. Tie Frage, ob man aus die Beendigung des Studiums Rücksicht zu nehmen habe, sei dahin zu bejahen, daß der Staat ja an einem guten akademischen Nachwuchs ein ganz besonderes Interesse haben müsse. Eine gennsse Rücksichtnahme gegenüber den Studierenden erscheine aus diesem Grunde bei der Einberufung Kum Zivildienst geboten. Universitätsrektor Pros. Dr. von Arnchn erörterte die rein formelle Seite der Zivil- dienstpslicht der Studenten und gab zu den Onew'scheu Ausfül)- rungen einige Ergänzungen und praktische Vori'chlägc. Ich Auf­träge der Studentinnen bedan.ertc Frl. Söder, daß mau die Frauenwelt vom Zivildienst bisher ^ausgeschlossen habe. Es sei zu hosseu, daß nmn auch bald die Frau offiziell in den Tienst der

großen Sache stelle. Für die Studenkbujchast erklärte der Leiter der Versammlung, Stud. Fegers, daß sie jeden von ihr geforderten Tienst gern und begeistert ausuehiur. Ter deutsche Student kenne nur das eine eiserne Gesetz:Für Kaiser und Reich". M a j o r v o n Brau n b e h r e n s, der Leiter der Kriegsamtsstelle des 18. Ar­meekorps, wies aus die demnächst stattfindende Errichtung der Hilfsdienst stellen hin, die auch in der Universität eine Zweigstelle erhielten. Mit einem warmherzigen Appell <m die akademisch^ Jugend zur Bereitsckmft für deit Hilfsdienst schloß Stud. FegerS die Kundgebung.

Meteorologische Beobachtungen -er Station Sietzen.

Febr.

1917

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Höchste Temperatur am 21. bis 22. Februar 1917 ----- + 2,1* C. Niedrigste 21. 22. 1917 --- 3,2 "0.

Niederschlag: 0,0 mm.

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Heinrich IKochstätter.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben

iFriedricli üanss

Lokomotivführer i. P.

sagen wir hiermit allen unseren herzlichen Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Giessen, den 23. Februar 191

1511

Sonntag, den 25. Februar 1917, nach­mittags 3 Uhr, im großen Saale des Hotel- Restaurants Hopfeld, Wetzlarer Weg, Ecke Friedrich­straße (am Bahnhof)

osfentl. Versammlung

Tagesordnung:

1) Bortrag des Herrn K. Behrendt-Marburg über

MsmrlsWliche KlimrieiMcht

2) Beantwortungen von Fragen aus der Praxis-

Zu regem Besuche ladet freundlichst ein

Kaninchenzucht- u. Pflege-Verein

I. A.

Hans Horst.

1502D

Holzversteigerung.

Montag, den 26. Februar, vormittags

9>/., Uhr ansangend, kommen in dem Albacher Gememdewald, Distrikt Buchwald, folgende Holz­sortimente zur Versteigerung:

'1 Eichenstamm 2. Kl. 50 Ztm. Durchmesser ----- D22 Fstm.

3 Eichenstämme 3. Kl. 4048 Ztm. Durchmesser -- 2,98 Fstm.

6 Eichenstänlme 4. Kl. 3038 Ztm. Durchmesser 4,59 Fstm. '

5 Kiefernstämme 3. Kl. 33

36 Ztm. Durchmesser Kl. 29 Ztm. Durchmesser

3,67 Fstm.

1 Kiefern stamm 4 0,46 Fstm.

3 Fichten-Derbstangen 1. Kl. 0,24 Fstm.

45 Fichten-Derbstangen 2. Kl. = 1,95 Fstm. Scheit: 302 Rm. Buchen. 134 Rm. Eichen. 3,6 Rm.

Kiefern. 4,8 Rm. Fichten.

Knüppel: 58 Rm. Buchen. 25 Rm. Eichen. 2 Rm. Fichten.

Reisig : 27,3 Hundert Buchen. 12 Hundert Eiche.

0,5 Hundert Kiefern. 2,5 Hundert Fichte. Stock: 78 Rm. Buche. 38 Rm. Eiche. 2 Rm. Kiefern. 5 Rm. Fichte.

Die Zusammenkunft ist auf dem Bizinalweg AlbachHattenrod beim Pflanzgarten, unb zwar kommt das Bau- und Nutzholz zuerst zur Ver­steigerung.

Albach, den 21. Februar 1917.

Großh Bürgermeisterei Albach.

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Die Aktionäre werden hiermit cingeladen zur Teil­nahme an der diesjährigen 1505V

ordentl Generalversammlung

Mittworb, den 14. März. IS., nachmittags 5 Ubr,

im Sitzungssaals der Bürgermeisterei in Gießen. Tagesordnung:

Rechnungsablage und Entlastung des Vorstandes. Wahl von Mtgliedern des Vorstandes u. Auffichtsrates. Verschiedenes.

Bilanz ver 31. Dezember 1916 und Geschäftsbericht liegen ab Mittwoch, den 28^ Februar ds. I., 14 Tage laug auf der Bürgernieisterei, Zimmer Nr. 16, zur Einsicht der Aktionäre offen.

Der Borttand:

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Bekanntmachung.

Zwecks Vornahme von Aenderungen an der Schaltanlage ist die Stromlieferung im Ueberland- gebiet am Sonntag, den 25. d. Mts., vormit­tags von 9 bis mittags 12 Uhr unterbrochen.

Elektrizitätswerk u. Straßenbahn der Stadt Gießen.

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Ansgabe der Diplome vom Verbands-Wettsehreihen.

Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen.

des Innern werden 180 Pfund Lebend­gewicht aufgefordert, diese Schweine sofort dem Ober- hessischen Biehandelsverband zur Verfügung zu stellen. Die Abnahme erfolgt Montag, 26. Februar 1917. Tiere, die bis zu diesem Tage nicht abgenommen sind, gelten als enteignet unter den mit einer Enteignung verknüpften Nachteilen.

Vorstehende Anordnungen gelten nicht für:

1. Mastschweine, über die mjt der LandwirtschafSkammcr ein Vertrag abgeschlossen ist,

2. Schrveine, die für Hausschlachtungen bestimmt sind.

Sämtliche Schweine, die innerhalb der Gemarkung Gießen gehalten werden, sind bis ivätestens 26. Fe­bruar 1917, dem Städt. Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 13, unter Angabe des Namens und der Wohnung des Eigen­tümers und dos Gewichts des Schweines anzumelden: soweit die Schweine Mastvertrags-Schweine der Land

Wirtschaftskammer oder für Hausschlachtuilgen bestimmt sind, ist dies besonders anzugeben.

Gießen, den 22. Februar 1917. 1506 ^

Ter Oberbürgermeister.

Keller.

HolzoersteigerMg kt AM Akßrn.

Montag, den 26. Februar 1917 vor­mittags 9Vr Uhr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Bezirk des ForstwartS Arft, Abt. 7779, versteigert:

245.6 Rm. Bud?enscheithvlz 59,4 Eichen scheitholz

153.7 ,, Buchen knüppelhokz

134 Eichentn üppelholz

4 Hainbuchen knüppeltzo^

1 Kiefern kuüppelhöl^

3900 Wellen Buchenreisig 1360 Eichenreisig

22,6 Rm. Buchenstockholz 27 Eichenstockkilr.

Tie Zusammenkunft ist an der Licher Straße, 8. Schneise.

Holzhändler sind vom Mitbieten ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf mrr seinen Eigenb^arf steigern. Gießen, den 19. Februar 1917. 14246

Ter Oberbirrgermeister: I.B.: Grünewald.

L.icht8pi6lhaii8>6ietien

Bahnhofstraße 34.

UNTER 6 R 0 ESSTER l

Gastspiel der Deutschen Jagd­film- Gesellschaft.

LEBENSGEFAHR

hat unsere Expedition im Innern Afrikas die Jagd auf sämtliche Raubtiere der afrikanischen Wildnis im Kinofilm aufgenommen. Unsere Leute haben, mit dem Leiter unserer Expedition. Robert Schumann an der Spitze, 4 Jahre lang in der Wildnis gelebt Einer der Herren Direktoren der Deutschen Jagdlilm-Gesellschaft wird den erläuternden Vortrag zu dieser Filmserie halten.

S. M. der Kaiser hat sich unserer Filme vorführen lassen.

im Reichskanzlerpalast

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