»cmfmfrmsudr «tä> ®er oBeg MssmSwe» ®uff*tug geben 3-emr '»erden alle ,der j ttenthep. mrd K-minchemiM S .vrogen Ms ^ 'Ärfairnnlimg Bon Praktikern der Zucht behandelt Wogen öev fette rjtfee IBt b Bersorgung der Züchter mit Grr,z. Nutzungen und Landwegen. Zur UnhslanMnu »an Wmterftütrr >mrd ei« Ausspracktc sk,ttfinden^ iTÄTr S™ rr 1 ™ f “"i" l?UNäl7rrge Züchter ihr Erscheinen suqesaqt
halben und auch der LladtBor'dand und Landtagsabgeordneter Pro emgeladeu sind, versprickn die Tiersammlung ürtereifant ?u wachen Wir venonsen noch -ruf das heiüige Inserat.
Dir Preise fü r Sch l acht schwe i ne. Die un- gurNtigeli Futtcrverhalln^'e verhindern, daß die große Mehrzahl der Schlachtschwerne, soweit für sic nicht durch die Mast- orgamsatronen Futter zur Verfügung gestellt werden kann, von den Mastern nt eine Gewichtsklasse gebracht werden rönnen, die ihre Abgabe als Schlacht tiere nach den allgemeinen Auffassungen als wirtschaftlich erscheinen läßt. Im Lande smd zahlreiche Schweine von 140 bis 180 Pfund vvrhaiiden. von denen die Viehhalter hoffen, sie allmählich VUs^OO Pftlnd und darüber zu bringen, und deren Abgabe TU Saftachtzwecken sie daher bis zu diesem Zeitpunkt verzögern. Da in den nächsten Monaten mit größeren Futter- inengen zur Hcranmästung dieser Schweine nicht gerechnet 'werden kann, wäre es durchaus unwirtschaftlich, diese Tiere »toch länger zu halten. Es liegt vielmehr im Interesse der Besitzer wie der Verbraucher, wenn die Ablieferung dieser Tiere nötigenfalls durch Enteignung erzwungen wird. Um nun diese Maßnahme für die Viehhalter wetiiger empsindlich zu g^talten und sie williger zu machen, diese Tiere freiwillig zur Schlachtung abzugeben, hat das Großh. Ministerium des Innern durch Bekanntmachung vom 20. ds. Mts. aus Anordnung des Kriegsernährungsamts bestimmt, daß für solche Schweine im Gewicht von 100—180 Pfund derselbe Preis zu zahlen ist, wie bisher für Schweine votr 180—200 Pfund.
Fleiscbversorgung. Auk Anordnung des Großh. Ministerin,ns des Innern werden die Bescher von Schweinen aber 18g Pfund Lebendgewicht ausqeiordert, diese Schweine sofort Lem Oberhessischen Viehhandelsverband zur Verfügung zu stellen. Sämtliche Schweine, die innerhalb der Gemarkung 'Gießen ge- 1,alten werden, sind bis spätestens 26. Februar 1917 dem Stadt. Mbensmittelamt, Zimmer Nr. 13, anzumelden. Näheres siehe Bekanntmachung.
** Spinn papier und Papiergarne. Mit dem tiO. Februar 1917 ist eine Bekanntmachung (Nr. W III. 4700/12. >16. K. V. A.) in Kraft getreten, durch welche Höchstpreise für Spinnpapier aller Art sowie für einfache, gezwirnte oder ge- fcbnürte Papiergarne, welche mit anderen Faserstoffen nicht vermischt sind, einqefnhrt werden. Die im einzelnen festgesetzten Höchstpreise ergeben sich ans den beiden der Bekanntmachung angefügten Preistafeln. Der Wortlaut der Bekam,tmachung, die verschiedene Anzelbestimmungcn enthält, ist emzusehen.
Landkreis Gießen.
l_I H o l z h e i m . 22. Febr. Ten, Postagenten Ernst Zeitz Heim Res.-Jtff.-Rgt. Nr. 254 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
-«fe. Hungen, 22. Febr. Angesicht? der hohen Holz- und Kohlenpreise hatte matt behördlicherseits auch der hiesigen minderbemittelten Bevölkerung gestattet, LeSholz aus den, Walde zu holen. Wie so oft bei derartigen Anlässen, waren einige Leute nun in unsinniger Weise mit Beil und Säge zu Werk gegangen und hatten s,ch dadurch eines Forstfrevels schuldig gemacht, wofür ihnen heute ein Strafbefehl in der gelinden Höhe von 2 Mk. zuging. So schwer Las Borgehen einzelner Leute zu verurteilen ist, so bedauerlich ist es, daß mehrere milbestrast werden mutzten, die kann, für 2 Mk. Holz bekommen hatten, so daß sich die Wohltat, die man ihnen zuteil werden lasten wollte, noch m einen Verlust verwandelte.
-m Langd, 28. Febr. Ein erfreuliches Zeichen von der Opferwilligkeit unserer kleinen Gemeinde geht aus der Haus- sammlung zur Großherzogs-Jubiläumsspende hervor, die den schönen Betrag von 4 0 3 Mark ergab. — Unsere fiskalische Waldjagd, deren Pacbt-eit dieses Jahr abgelanfen war, ist auf Ersuchen der bisherigen Pächter diesen von der Forstbehörde aus weitere 2 Jahre überlassen worden.
an. Steinbach, 22. Febr. DaS Eiserne Kreuz 2. Klasse er- Iftelten aus unserer Gemeinde der Ersatzreservist Jakob Horn IV. wegen erfolgreichen Patrouillenganges und der nach Genesung von seiner schweren Verwundung als Krankenträger in Run,änien tätige Jakob Burk.
** Wieseck, 22. Febr. Am Samstag feiert Herr Wilhelin L o tz in voller körperlicher und geistiger Frische seinen 80. Ge- librtslag. Der Jubilar ist trotz seines hohen Alters in ungewöhnlicher Weise in der Landwirtschaft tätig.
Kreis Büdingen.
— Büdingen, 22. Febr. Vom KrelSamt wurde angeordnet, daß in Zukunft der Speck nicht inehr an der Luft getrocknet werden darf, wie das sonst in, Kreise seit altersher üblich ist, so,,» de«, daß er der besseren Haltbarkeit wegen geräuchert werden muß. Die Kreissammelstelle darf fortan nur noch geräucherten Speck zur Weitergabe an Schwerarbeiter entgegennehmen.
X Büdingen, 22. Febr. Die hiesige Bezirkssparkasse bewilligte für die G r o tz h e r z o q - E r n st - L u d w i g - S t i s t u n g den Betrag von 2500 Mk.
D B udingen, 23. jFebr. Der Petrimarkt, der am vorigem Dienstag irrt un fever Kreisstadt stattfand, hatte zwar eine Aldenge kauflustiger Menschen nach hier gelockt, doch die in dieser Zeit so gesuchten Borstentiere, denen sonst besonders der Markt galt, hatten es vorgezogen, jbei Idem herrlickM Früjhlttrgsivettec, das herrschte, nicht ziu erscheinen, glaubwürdige Besucher des Marktes verscherten, daß nur 1 / 2 Dutzend der kleinsten dieser Rasse er- schienen waren. — Am vorigen Dienstag tagte im Fürstenhotel unter dem Vorsitz von (^hermrat Boeckm a nn-Büdingen ein aus allen Ständen des Kreises z u fa mimen gesetzter engerer Ans- schust. um über die nötige Werbearbeit f irr die neue Reichst an lei he zu beraten. Es wurde beschlösse, in allen Orten vaterländische Lichtbildervorträge zu halten, die „das deutsche Heimat- Heer und seine Waffen" u. a. Themata behandeln sollen. Um die Vorträge zu organisieren, wurde der Kreis in 5 Bezirke geteilt, für die je ein Obmann die wertere DurchfWrung der Arbeit über-, nahm, und zwar für Büdingen Pfarrer Göbel-Büdingen, Nidda Dekan B r i l l - Oberwiddersheim, Ortenberg Pfarrer , Kahn- Ortenberg, Altenstadt Lehrer S t or ck- Altenstadt und Echzell Pfarrer Stra ck-Echzell. Versästedene Herrm haben schon bereitwilligst sich zur Ue bernahme von Vorträgen zur Verfügung gestellt) Auch auf die Hürden burgspende soll bei diesen Veranstaltungen empsetzletrd hinge wiesen werden.
# Büdingen, 22. Febr. In einem Feldlazarett vor Verdun starb der Pionier Otto Volk, Sohn des Kreisamtsbureau» Vorstehers W. Volk.
B ü d i n g en, 22. Febr. Grotzherzoql. Kreisamt hat infolge starker Ueberlastung des Personals die Dienststunden am Donnerstag (Amtstage) von 8 bis 12 und 2 bis 3 Uhr, an allen anderen Tagen auf II bis 12 Uhr zu persönlichen Verhandlungen mit den, Publikum verlegt.
T. Bl eichenba ch, 237Feibr. Der hiesige Vorschuß-un d Kredfttv^ercjin e. G. m.u.H, hält am Sonntag, den 4. März seine diesjährige ordentliche Generalversammlung. Npbeu oen üblichen Berichten soll insbesondere über eine Dienstanweisung für den Vorstand und Auffichtsrat beratet, werden.
# Düdelsheim, 22. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Sergeant Karl Klepper.
? Mer kenfritz, 22. Febr. Bei der heute in den hiesigen Fürst! Birstemer Waldungen abgehaltenen Brenn ho ^Versteigerung wurden folgende Durchschnittspreise für den Meter erzielt: Buchen- schettholz 21 Mk., Mtchenknüppel 17,50 Mk., das Hundert Buchen Wellen 48 Mk., das Hundert gemischte Weilen 32 Mk. Es waren Holzhändler aus der Nä!he von Hanau, Mainz und Wetzlar anwesend, die sich eifrig an dem Gebot beteiligten.
)( N i d d a , 22. Febr. Die Bezirkskasie beschloß, als außer- ordentlichen Beitrag zu der JubiläumSstistung unseres Grotz- herzsgS 2008 Mk. beqrrsteuern.
m Rote-Kreuz-Medallle erhielt «reis tnerwehr-Jnfpektor Vetzberger.
von hf5 r £ e £^ rö ^Ter Bootsmaat WM Wiesner des chrsigen Byrgaordn^m Heinrich Wiesner, der Ä 12? Abmnn des Krieges unter den Waffen und satt etwa einen, ^"^osabtmlung an den Dardanellen steht, erhielt < nachten v.^s. den Eisernen Halbmond. Wiesner ist damit w Gemeinde, der eine Auszeichnung unserer
LJ J? n Bundesgenossen erhielt. — Ern setoalttges Gänsegeschrei erionre am vorigen Sonntag abend in unserm Orte und schreckte 'um Te,l die Bewohner aus dem ersten Schlaf. M-rnchei eilten schnell an ihre Ställe, weil sie schon befürchteten, ein vier- oder gar zweibeiniger Noeftter Mein-ecke sei an die tostbaven Tiere geraten, aber alles war in bestqr -Ordnuitg, nach langem Sachen sarw man die Ursache, eine groß« Schar Schnoegäus« hatte ihr Standgrlartter m den Gärten und Feldern aufgeschlagen und voN- suyrte einen wüsten Lärm, zwei Nächte und Tage halten sich die Diere aus ihrer Wanderschaft nach dem Norden hier aus, aber trotzdem gelang es den Jägern nicht, auch nur eins davon zu er legen, .das gewiß manchen, in dieser fteischarmen Zeit einen hoch wftl ko inmenen Braten geliefert hätte. Hoffentlich deutet der Flug der Schneegänse ein baldiges Frühjahr. — Mit dem 20. d. Mts. erfolgte auf unserer Bahnstrecke Geben,—Stockheim eine weitere Einschränkung der Züge. Ter tmfommeube HauptpostMg des Vormittags siel aus, es verkehren jetzt nur noch 3 P-chsonenzüge nach seder Richtung.
? O rt e n b e r g , 22. Febr. Der Lebrer K r an s ch im nahen Bergheim, z. Zt. Leutnant in einen, Jnsanterie-Negiment, wurde mit den. Eisernen Kreuz 1. Klasie ausgezeichnet.
44 R a n st a d t, 22. Febr. Den Heidenrod fürs Vaterland Itapb durch Herzschuß in Rumänien Musketier Wilhelm P reu sch. Kreis Schotten.
^ E. Lardenbach, 22. Febr. Ter Pionier Heinrich Kn Üb, Lohn des Forstwarts Knöß dahier, ivelcher in einer Reserve- Plotuer-Konipagnie steht, erhielt für tapieres Verhaltet, vor dem Feinde in den Kämpfen um Dünaburg das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Die Hessische Tapie-rkeitsti,edaille hatte er schon früher erworben.
Starkenburg und Rheinhessen.
H. N i e r ft e i n (Rheinhessen), 22. Febr. Tie alljährliche Früh- sahrstagung der Rhein hessischen Mlijsionskonferenz sindet unter dem Vorsitz von Prälat Euler-Darmstadt, der als Vorsitzender die Konferenz mit einer Ansprache eröffnen wird, am 1. März statt. Im Mittelpunkt der Tagung steht ein Vortrag des^ Missionsinspektors v. Frohnmey er-Basel über ,.Mission und Passion in alter und neuer Zeit". Den Schluß der Tagung bildet der übliche Reckienschaftsbericht!des Schriftführers Pfarrer Hill-Talsheim.
Hessen-Nassau.
--Frankfurt a. Nt., 22. Febr. Der Nationalstistung wurden von der Deutsche,, V e r e i n s b a t, f 30 000 Mk., von Rentner Alfred Speyer 20000 Ntk., und von Hofjtttvelier Robert Koch 15 000 Mk. überwiesen.
— Frankfurt a. M.,^82. Febr. Bei einem Einbruch in eine Wohnung des Hauses Schloßstraße 9l erbeuteten die Diebe sämtliche Gold- und Silbergegenstände in, Werte von mehr als 2000 Mk. Auch alle vorhat,denet, Lebensmittel nahmen die Einbrecher mit.
mr. Frankfurt a. M., 22. Febr. Der Regierungspräsident von Wiesbaden hat das Heizverbot bis zum 4.März ds.Js. verlängert. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat aber gestattet, daß die Theater, Knws und Varietes am Freitag, Samstag und Sonntag dieser .Mock>e und am Samstag und Sonntag nächster Woche herzen dürfen. Ebenso beginnen sämtliche Frankfurter Schulen am nächsten Montag. — Mit dem Ausbau der Mehre aus dem Main wird am Freitag begonnen, so daß die Schiffahrt spätestens anfangs näckftter Woche wieder ungehindert stattftnden kann.
mr. Franks h t t 'a. M., 22. Febr. Die städtischen Regie- l chl a-cht un g ein schließen fütr den Monat Januar mit einem Defizit von 3 Prozent des Gesamtumsatzes ab. Man will zum Aus- gleich eine EAwhung der Fleisch- und Würstpreise eintreten lassen.
Höchst a. Mt, 22. Febr. Ter Miltel rh. Verband GviaNg!., Arbeitervereine hielt in den letzten Tagen hier seine Telegiertenversammlung ab, die von Bertretertt der Vereine aus Hessen (darunter auch Gießen) sowie Hessen- Nassau gut besucht tvar. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein von H. Kirchn er-Gi e.ßen erstattetes Referat über „Erfahrungen aus der Kriegsbeschädigten- und Hin- terbliebauenversor gu ncst'. Als BHrort des VErbandcsi wurde Höchst a. M. bestimmt, ebenso wurde der seitherige Verbands Vorstand wiedergewählt.
Vermökehtes«
* Das Leben der Kanone. Seit dreißig Monaten arbeiten an allen Fronten und auf den Meeren tausende und abertausende von Kanonen und manch eine darunter har den Tod m,f dem Schlachtfeld« gefunden. Vom Leben der Kanonen zu Kriegs- Zeiten erzählt ein französischer Fachmann, F. Marre, in, „Cvrre- spondent", wobei er augenscheinlich ausschließlich an die französischen Geschütze denkt, die ja von den unseren in vielen Beziehungen verschieden sind. Tie Lebenslange einer Kanone, so führt er aus, zählt nran natürlich nicht nach Jahren, sondern nach der Anzahl der Schüsse, die sie abgcben kann. Umgekehrt wie in, Reiche des Lebens ist die Lebensdauer eines Geschützes um so kürzer, je größer das .Kaliber ist, und die Erfahrung des Krieges hat gezeigt, daß die Annahmen über die Lebensdauer nicht immer richttg waren. So iglaubtq man vor dem Kriege, daß die französischen 75-Millimeter-Geschütze nach> 5 bis 6000 Schüssen ausgedient hätten allein manche unter ihnen sollen nach 12 oder 15 000 Sck>üssen noch genau so brauchbar sein, üne beim ersten Schüsse. Ganz erheblich geringer ist die Lebensdauer der 12-, 15,5-, 21- und 38-Zentt- meter-Geschütze: sie können gewöhnlich nur 120 bis 150 Schüsse abfeueru und die 42-Zenttmeter-Geschütze und die ungeheuren 51- Zentimeter-Geschütze (? von ihnen erfährt man hier zum ersten Male. Sie sollten nach INarre im November in Dienst gestellt werden) können noch iveniger Schlisse abfeuern. Wie etchet nun eine Kanone ihr Leben? Die Todesnrschen können, ganz, wie beim Menschen,. Unfälle, .Krankheiten, Ueberau streu gung oder allgemeine Abnutztmg sein. Unfälle kommen im Kriege am häufigsten vor und zu ihnen ist >auch der Heldentod eines Geschützes zu zählen, wenn es in der Feuerstellung durch einen Volltreffer abgetan wird. Freilich ist ein Volltteffer, der ein Geschütz volWnimen ut,brauckchar macht, viel seltener, als ein Treffer, der einen auswechselbare Teil zerstört und wcam eine solche Verletzung eintritt, konunt das beschädigte (deschütz, genau wie ein Vertvundeter in Bchandlmig, um nach längerer oder kürzerer Zeit als geheilt und wlddienstfähig N'ieder an die Front geschickt zu tverden. Schwere Gesckstitze enden ziNveiten durch Selbsttnord, wie man Vergleichs,ostse sagen könttte. Komtnt der Feind so rasch heran, daß sie nicht mehr in Sicherheit gebracht werden können, so muß ihre eigene Bedienung sic durch Smenguug vernichten, damit sie nicht dem Gegner in die Hand fallen. Die Krankheiten der Geschütze können auf angeborenen! Fehlern berul^en, sie kvmren aus Ueberanstrengnng und aus schlechter Ernährung erfolgen. Ein sehlerl^ftes Geschoß, fehlerhafte Sprengstoffe können ein Geschütz töten, und nach den Angaben Mar res scheint dies bei den ftanchsischLN Geschützett zuzeiten epidemisch vorgckkommen zu sein. .Besotrders gefährlich fft es, wenn ein Geschütz überfl'tttert wird. Wenn im Gefecht mehr Schüsse hinlereinander abgegeben werden, als das Geschütz verträgt, so verändert sich der Stahl: es famt eine „Seelenerweiterung" mn- treten nird das Geschütz schießt ungenau, zu kurz, so daß cs die eigenen Truppen treffen kmtn. Hat ein Geschütz lange Zeft lntümrch im Kampfe gestanden, so ivird es schließlich wegen Ueberarbeitung tinbrmlchbar- durck) ?lusbrennnng und 2lbnutzuug sinkt seine Schießgencutigkeit, die Züge werden unscharf und der Feind, der die Mhrlmgsrmse der abyef^«-rlmr Ge ckmtze fnxt>ct, lanit <n,s der
ist. Bei den Panzerschiffen -ist .ore muxmjvuuxi «s y atöfecr als die der Bestückntig: wahrend des rnstisch-mpanlschen Krieges sollen die Japaner mrf einigen Panzetm die^Bestückung sogar mehrmals haben wechseln müsien. Ist ern Gejchutz infolge
von Abnutzung für den Frontdienst nicht mehr brauchbar, so tato es zurückgezogen und in eine Artilleriewetckstatt gebracht, wo es unter Umständen in der Hand von Fachleuteti in kürzerer Zeit, als die Herstelltmg eines Neuen Geschützes erfordern tvürde, verjüngt werden kann, so daß es wieder dietrstbrauchbar ist. Scheint dies voti vornherein ausgeschlöffeii, so .wird es zum „Grabengeschlitzt ernannt und zu Zwccketi verwandt, wo die große Genauigkeit nicht mehr die Rolle spielt wie früher. Wenn es vortr im Graben feuert, so kann sein Geschoß zu kurz fallen, ohne daß eigene Truppen dadurch gefährdet tverden; man kann ihm das Abschießen der ver schiedetrsten Geschoßarten zu muten, für die es in seinen guten Tagen nicht verwandt nmrde, und dann dient es bis zuni letzten Atemzuge.
Letzte Aachrrchteu.
Von der Westfront.
Berlin, 22. Febr. Tie englischen Erkuirdmrgsvorstöße und Patrouillenunternehmungeii des letzten Tages standen unter einem unglücklichen Stertt. Sämtlich ^trdetcn sie ergebniAlos. Unter besvtt- ders sckpveren Verlusten brach der englische Vorstoß südlich Ar- menttcres zusammen. Schott aml frühen ?Rorgen des 21. Februar bereitete planmäßiges, sehr lebhaftes Feuer eine feindliche Unternehmung vor. Ter von etwa einem englischen Bataillon mit Ma- schinengetoehren unternommene Angriff fcrnd uns völlig beireit. Ter Gegner wurde deutscherseits bis zum zweiten Graben durchgelassen, sodann durch energisch durck>geführte Angriffe von vorn und beiden Seiten umfaßt und nach heftigem Nahkampfe zurückgeworsen. Tie Engländer ließen in dem Graben viele Tote zurück. Ter vorderste Graben wurde darauf ivtzDer besetzt. Di« Stellung ist restlos xti deutscher Hand. Tie deutscki-en Verluste sind gering.
Di-r zweite Möwe.
Kopenhagen, 23. Febr. Der zweite deutsche Hilfskreuzer, der angeblich P'nyme heißt, setzt, wie „Politiken" meldet, seine kühne Tättgkeit fort tzmd ^at bereits eine sehr groß« Anzahl von Schiffen versenkt. per letzten Dezembcrhälfte verlegte er seine Tätigkeit in den südlichem Tßil des Mlantischeu Ozeans. Tort brachte er nach einer Meldimg südamerikanischer Blätter auch den dänischen Dampfer HatnMerslM auf. Auch die nordameri- latlischen Zeitungen enthalten ausführliche Mitteilungen über die Tätigkcft des Hilfskreuzers. .Wo er sich jetzt aufbitt, ser unö«- kaunt. Elf englische ^Kriegsschiffe, Mehrere ftanzvsffche imd ein lapanisckM Kriegsschiff seien jetzt auf der Jagd nach dem Hilfskreuzer. Die Zahl der votr diesem v>ersmkten Schiffe ist in deck letzten Zeit auf 26 gesttegeti. Der Gesamtwert der versenktem und aufgebrachten .Schiffe mit der Ladung wird von den Blättern' mit 15 bis 20 Millionen Dollars angegeben. Ein amerikanisches Schiff ist ihm bisher nicht zum Opfer gefallen. Staatssekretär Laa- sing erklärte, daß der Hilfskreuzer tvie iedes andere Kriegs schiss beliandelL tverden rnüsse. Der Komtnamdant der P^uyme soll er-^ klärt haben, er habe Mnweifuing, Passagierdamvfer nicht auf- zubringen oder zu versanken.
Aufrufe zur Eprrjamkeit in En-laltd.
Berlin, 23. Febr. In London wird eine ungeheure Propaganda für Sparsamkeit und M e h r e t z e u g utig voti Lebens nt i 1 1 e I n gemacht Lloyd George richtete detit L. A. zufolge einen Brief an al?e Geistlichen und Lehrer Englands, in dem er sie anspornt, lokale OrgLnisationen für Feld- und Ackerbau zu bilden.,Es seikeine Zeitzuverlieren. Das Frühjahr stehe vor der Tür und wenn England davon keinen Gebrauch mache, seien seine Chancen verloren. Niemand köttne sagen, in welchem Maße die Eriftetrz Englands von der Arbeit in den rrächsten Monaten abhängen werde.
England braucht Männer.
Rotterdam, 23. Febr. Wie der,,Rotterdamsche Corrrautt^ aus London meldet, erklärte der Minister für den tmtionaler Dienst, daß er eine Million Männer brauche.
England und die Neutralen.
Berlin, 22. Febr. Die „BvMche Zeitung" schreibt: Die Neutralen sehen sich jetzt von Englatrd in eure Lage versetzt, die jedem Völkerrecht glatt widerspricht. England besinde sich auf der Jagd nach Schiffsraum. Der „Becl. Lokalanz." stellt fest, mtt dieser Verordnung lasse England auch öffemllichj Ne Maske fallen und habe in aller Form die Sperre über alle neuttalen Länder verhängt.
Die französischen Märchen über Deutschland.
Bern, 23. Febr. „Moulin Rouge" nracht sich weiterhin in scharfer Weise über die NachrichttM der französischen Presse betreffend der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland lustig und erklärt, es sei unverständlich, daß es in Frankreicki noch soviel Lettte gebe, die Trübsal blasetl, während doch die Artikel der französischen Presse soviel Anlaß zur Heiterkeit gäben.
Notftandsmatznahmrn in Italien.
Lugano, 23. .Februar. Die Lebmsmittelzentralkotmtrisftvn in Rom hat folgende Beschlüsse gefasst: 1. Der Regierung die Einführung von Lebensmittelkarten zu eurpfehlert: 2. für die wichtigsten Nahrungsmittel nicht nur Höchstpreise, sondern auch die Beschlagnahme zu verfügen: 3. beide, Höchstpreise und Beschlagnahme für alle Milchprodutte, Oele tmd Fette emzuftihren; 4. die Erzeugung ppn Süßigkeitett zu verbietet^ Der Beschlußfassung tvar laut „Stampa" eine lebhccfte Debatte vorausgögangen. Die Kartett werden in detr trächsten Tagen eingeführt werden. Dagegen sei es nicht gewiß, ob die Regiertmg zur Beschlagnahme schrecken wird. Bezüglich der Fette wurde festgestelll, daß die .Produktion inrmer nocks sehr bedeutend sei. und daß infolgedessen die hohen Preise -nicht gerechtfertigt wären. Vom 1. Mürz an wird das Kommißbrot der Soldaten auch für die übrige Bevölkerung eingesührt.
Lugano ,-23. Februar. In einem vom Mirttsterium 'ernannten Ko mtt ec der ttalienischen .Kvblenverbrauckter und .Händler stellte das Mitglied Stadtrat Tepamis pon Turin den .Antrag mn Auflösung des Komitees, da es für dasselbe nichts mehr Ui tun gebe.
Lugano, 23. Februar. Nach dem „Avanti" herrscht in dlpillien tmter den Lattdarbeitern eitle große Gärung, wett der Präfekt von Vary Brotkarten zu 500 Gramm pro Kopf tind Tag eingeführt hat. Tie auf den Latifundien schtver arbeitenden Land Heloten lehnen sich hiergegen auf.
Spiomnfnnht in Amerika.
Genf, 23. Febr. Nach einer Meldung des „Mattn" aus Washington best irden sich unter den zahlreichen wegen Spionage verdackstes Verhafteten sechs Mftglieder einer der ältesten ameri kanischen Familien.
Holländische Vorräte.
Rotterdam, 23. Febr. Seit dent 6. Februar tvucdett aus Holland keine Schafe mehr nach England gesandt. Aber seit jenem Tage tmirdcn 4100 Sck>afc für den belgischest Hilssausschuß ge schlachtet. Im ganzen tverden 10 000 Hammel nach Belgien ge- sandt tverden. In Holland droht nach einer neuerlichen Meldun - ein Riesenvorrat von Heringen zu verderben. Die Heringe dürfen -nicht nackt Deutschland, können aber trur schtver irgendwo anderst untergebracht tverden. und in Holland selbst können sie nicht ver braucht werden. Der Vorrat belauft sich auf Zchntauseurde von Tonnen, und Ivenn die Regierung nicht schnellstens Mittel er greift, -um die Vorräte dem« Konsum zuzuführen, gehen sie verlörest.
Wiedereröffnmlg der Rkfeinschifftihrt.
Berlin, 23. Febr. Die Verhandllmgen, die seit einiger Zett über die Wiedereröffnung der Rheinschiffabrt votr Mannlnsi ir utrd .Kehl bis Basel geführt worden sind, hal>ett, tvie die „V. Z -- berichtet, zu einem befriodigerrden Ergebnis geftrhrt. Der Tran^ ^ Port votr Nrassengütern ttackt der Schweiz ist grundsätzlich de schlossen. Er dtrrste mffgenmtntiett tverden. sobald die Wgsservet hältnisse auf dem Oberrhein es gestatten.


