BrOHne«4Sertz-h«ug i« Kuglaud.
D«ag, 19. Febr. In England ist der Preis für den Kbier-Pfund-Brotlaib von heute ab auf 11 Pence (annährend eine Mark) erhöht worden. Der Preis hat sich gegenüber August 1914 allmählich genau verdoppelt.
* . *
Atalierrs englische Freunde.
Berlin, 20. Febr. Ein vernichtendes Urteil über Italiens englische Freunde äußerte, lvie das „B. T." schreibt, der Mailänder Mzebürgermeister zu einem Schriftleiter des „Avanti": Wenn Italien sich heute in schwerster Not befindet, so dankt es'dies ausschließlich seinem Vertrauen auf England. Als der englische Minister Runciman im letzten Sommer in Italien war, sich auf Banketten feiern ließ und beim KnallenderCham- pagnerpfropfen erklärte, die Engländer würden lieber selbst frieren, als die Italiener frieren lassen, — da ließ ganz Italien sich täuschen. Niemand dachte daran, die Kohlenvorräte zu ergänzen: ja viele Firmen setzten ihre Bestellungen aus, da ja der britische Minister Runciinan Italien binnen kurzem förmlich unter Ko hl eil ersticken würde. Aber gerade das Gegenteil war dann der Fall. Wenn heute keine Kohlen ru-ehl' im Lande ftrü), f il das nur die Folge der Begeisterung, mit der jwou den schönen Verweisungen des englischen .Handelsministers glaubte.
Die italienische Kriegsanleihe.
Rom, 18. Febr. (WTB.) Meldung der Agenzia Ste- fcrni. Die Zeichnungen aus die fünfprEntige Kriegsanleihe erveiästw ccm 17. Februar 1740000000 Lire, NnDon 1150000 000 Lire ans Bar^eichnnngen entfallen.
Italienische N-Boot-Sorgen.
Lugano, 19. Febr. Das Blatt „Messaggrro", das Organ Mssokttis, bringt einen Artikel eines Abgeordneten über die innere Lage Italiens infolge des U-Boot-Krieges. Auf eine Zufuhr, heißt es darin, ist reicht mehr zu z-ählan. Man muß also sofort daran denken, die vorl-andeuen Bestände zu rationieren, wie in einer belagerte,; Stadt. Dieses wichtige Organisationswerk ist Aufgabe der Polizei. Im rveibereu sind dre Gemeinden Italiens unmündig, so das: nur die Staatsgewalt die Verteilüng dccrchfülwen kann. Man dürfe keinen Augenblick zögern, die schvernnegendstcn Entschlüsse zu fassen, sonst st-mrde Italien vor eurer moralischen und materiellen K<Äastrophe.
* * *
Frankreichs N-Boot-Sorgen.
Genf, 30. Febr. Ten Bemühungen der dein französischen Marineamt nahestehenden Organen, die Wirkungen der U-Boot- Sperre auf die französische Küste als minder bedeutend hinzustellen, widerstnechen die heutigen Meldungen, wonach für Frankreichs Bedarf in Zewalien, Salz, Zucker usw. die ivemgen Seglern suftrhreu kau in in Betracht kommen. Die Verstopfung der meisten fvanzüfischen Häfen dauert fort, abgesehen von Cette, wo eine gewisse Besserung eingetreten sei. Die fremden Kapitäne bestätigen, daß die Reedereien aller neutralen Staaten enorme Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Matrosen üird Maschinisten hätten, i^bschon die bewilligten Löhne und Lebensvcrsicherungsprämien eine Höhe erreichen, die nurn vvr dem 1. Februar für absurd gehalten hätte.
* . f
Der türkische Bericht.
Kvnstautinvpel, 18. Febr. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht. Ti g r i's s ro nt: Südlich des Tigris zog der Feind das Gws seiner Streftkräfte 10 Kilometer zurück und ließ in den von «us geräumten Stellungen nur BeobachttmgsPosten zacrück. Am 17. Februar griff der Feind nach kräftiger Artillerievorbereitung, mit schatzungsweife einer Jnsanteriebrigade unsere Stellung bei Fellahic an. Es gelang dem Feinde, vorübergehend in imsere Stellung einzudringen, er wurde aber nach Stürmen intt dem Bajonett und im Handgran-atenkanrps wieder vertrieben, so daß wir am Ende des Karnpses unsere Stellung vollkommen wieder besetzten. Die Brigade des Gegners wurde fast ganz verbuchtet. Wir urachten einen. Offizier und 60 Mann zu Gefangenen und erbeuteten ein Maschinengewehr und einige arrtomattsche Gewehre. .Unsere Verluste sind imbedeutend.
An den Dardanellen schoß Leutnant Meinikc am ,17. Februar ein mit zwei Maschinengewehren bewaffnetes englisches Msgzeug ab, dessen Führer gefangen geirommen wurden. Das wmbkich' Flugzeug ist fast unversehrt und nach wenigen Ausbesse- Mngen verwendbar. Es befindet sich in unserem Besitz.
Galizische Front: Am 17. Februar machte der Feind «ch heftiger Artillerievorbereitung zwei Angriffe auf die Stellun- «ee ^msever Truvs>en bei Dziekilany. Alle 'Angriffe würben vollkommen durch unser Gewehr- und Maschinengcwehrfeuer i-ckyefchlagen.
Von den librigeir Fronten ist kein Ereignis zu melden.
Griechenlands Not.
Rotterdam, 20.Febr. Der „Nieuwe Rotterdamsche Eou- Ämt" meldet über Lausanne, daß täglich iveitere Menschen in Griechenland aus Mangel an Nahrungsmitteln sterben. So werden zehn Fälle von Hungertod gemeldet aus Akernomen und bittere aus Prevesa, Janina und anderen Orten. Auch die anderer! Krankheiten breiten sich aus. Obgleich die Bedingungen des Mtimarums von der griechischen Regierung vollständig erfüllt worden sind, wird die Blockade unverändert aufrecht erhalten. Zahl- «Lche Fischerboote, welche ausfuhren, um wenigstens Fische zur Nahrung hereinznbringen, find mit ihrer Ladung versenkt oder von den Engländern beschlagnahmt worden. Auch die grämte Kdhlew- fichrt zwischen den einzelnen grieckstschen HÄen ist unterbunden. Mangels anderer Nahrungsmittel nähren sich die Leute von wilden Ißk&irtcm. Die Not ist furchtbar.
Bedrohliche Zustände ln Griechenland.
L o n d o n , 19. Febr. Nack einer „Dime s" - Meldung aus Syra werden die Z u ft ä n d e in G rjie che n l a n d neuerdings b e- ^coblich, was besonders durch die von den Alliierten geforderte Ablieferung der Gewehre, die sich im Besitze der Bevölkerung befinden, verursacht wird. Auch die Reservisten wollten ihre Waffen für den Fall einer Selbstverteidigung zurückbehalten. Die Möglichkeit einer Empörung erweckt indessen wegen der Neberlegenheit der Alliierten keine Furcht.
* , *
Aus Holland.
Haag, 20. Febr. Der Bürgermeister von Rotterdam antwortete Demonstranten, die über den Notstand Klage führten, kurz und bündig: Geht ruhig nach Hause, es kommt noch schlimmer!
Der schwedische Reichsrat.
Stockholm 19. Febr. (WTB. Nichtamtl. Drahtnachr.) Der Reichstag hielt heute eine geheime Sitzung ab, in der von der Regierung verschiedene Mitteilungen gemacht wurden, worauf eine Aussprache folgte. Die Sitzung dauerte fünf Sttmden.
Erfolgreicher U-Vootkrieg.
Einstellung des dättisch-ameritanischen PaffaftierverkehrS.
Kristiania, 19. Mbr. (WTB.) Hiesigen Blättern zu- sind die in den letzten Dcvgen zwischen den Reedern und den Seeleute-Berbänden geführten Löhnungs- und 35emmt* nnngsverhandlunyen vorläufig gescheitert. Aller Passa- g:rerverkehr mit Amerika ist bis auf weiteres ein- öeßelli,
U-Boot-Erfolge im Mitteimeer.
Berlin,' 19. Febr. (WTB.) Im Sperrgebiet des Mittelmeeres wurden in den letzten Tagen durch,Unterseeboote eine größere Anzahl wertvoller feindlicher Schiffe versenkt, darunter ein vollbesetzter großer italienischer Truppentransportdampfer, zwei bewaffnete Dampfer von 3000 und 4500 Tonnen mit wichtiger Ladung für Salonik, der italienische Dampfer „Oceania" (4217 Bruttoregistertonnen), der französische Dampfer „Mont Ben tau x" (3235 Bruttoregistertom len) und der französische Segler „Aphrodite" (600 Brutto- re-gistertonnen) mit 735 Donnen Eisen für Italien.
*
Berlin, 19. Febr. (Prwattel.) Wie wir hören, stand das Unterseeboot, rvelches innerhalb 24 Stunden rund 52000 Donnen versenkte, unter der Führung des Kapitänleutnants Potz.
London, 19. Febr. (WTB. Nichtamtlich.^ Meldung des Reuterschien Bureaus. Der en Alis che Dampfer ,^Io l e" (3903 Bruttoregistertonnen) istversenkt worden.
London, 18. Febr. (WTB.) Lloyds meldet: Der englische Dampfer ,Momasalen" (2548 Brutwregistertvnnen) ist versenkt worden.
Arr§ dem Reiche.
Ein preußischer Staatskommissar für Volksernährung.
Berlin, 19. Febr. (WTB. Rcfttttamtlich.) Durch Allerhöchst genehmigten Beschluß des Kgl. preuß. SLcrcrtsmi.ni.ste- riums vorn 11. resp. 12. Februar ist die Einsetzung eines Staatskommissars für Volksernährung ungeordnet und der Unterstaatssekretär Wirklick)er Geheimer Rat Dr. Michaelis (bisher Vorsitzender der Reichsgetreidestelle) zum Staatskommissar ernannt roorden.
*
Berlin, 19. Febr. (WTB.) Der „Rvichsanzeiger" veröffentlicht einen kaiserlichen Erlaß, nach welchem das Kalenderjahr 1917 den Kriegsteilnehmern gleichfalls als Kriegsjahr anzurechnen ist, ferner Bekanntmachungen über die Wohlfahrtspflege während des Krieges, die Einführung der Sommerzeit und die Beschränkungen des Verkehrs mit Kupfer.
Berlin, 19. Febr. (WTB Nichtamtlich.)» Der Bundesrat hat dein Entwurf eines Koh len steuerge s e tz e s zu- gestimmt.
Berlin, 19. Febr. Der Vorstand der deutsch-konservativen Partei hielt gestern im Abgeordnetenhaus eine Sitzung ab, der eine Besprechung im engeren Vorstände vormrsgegangen war. Es' gelangte einstirnmig folgende Entschließung zur Armahme:
„Die koirservative Partei hat mit großer Freude und mit tiefem Danke den Entschluß des obersten Kriegsherrn begrüßt. Sie erblickt darin einen neuen Ausdruck des un-- beugsamen Wlllens, den Krieg zu einem baldigen und siegreichen Ende zu führen, und sie teilt in vollstem Maße das vom Kaiser noch neuerdings wieder betonte unbedingte Vertrauen in den Opfermut, die Tapferkeit und Hingebung unserer Marine, auf der, neben unserem Landheere, nunmehr die Entscheidml.g im Kampf berccht. Die Gesamwertre- tung der konservativen Partei richtet deshalb auch die Bitte an Parteifreunde ttn Lande, die unvermeidlichen, von den AushungerungsbestrebUTigen unserer Feinde bewirkten Schwierigkeiten der Ernährung und der wirtschaftlichen Arbeit in dem Bewußtsein zu tragen, daß nur dadurch jener Sieg und jener Erfolg des Sieges errungen werden kann, der die ungeheuren Opfer dieses Krieges lohnt und unsrem Lande eine Zukunft eröffnet, die die Wundert heilt und einen neuen Auffchwuirg unseres gesamten Volkslebens zu gewährleisten vermag. Gott mit uns, wer nrag wider uns sein! Ein Zurück gibt es uicht, darf es' nicht geben!"
Gera, 16. Febr. Großherzog Adolf von Meck- lenburg-Strelitz hat sich mit der Prinzessin Feodora von Reuß j. L. verlobt. Der Großherzog steht im Mer von 34 Jahren. (Frks. Ztg.)
Au» Stadt «nd Land.
Gießen, 20. Februar 1917.
Fastenzeit.
Wie sehr das Fasten in der Fastenzeit auch in BolkZsitte und Volkscharakter eingedrungen ist, zeigen eine große Unzahl Sprichwörter des derrtschen Landes, von denen nachstehend einige angeführt seien. „Fasten urrd Feiern ist der Christenheit verboten", heißt es im Königreich Bayern, nämlich zu gleicher Zeit, denn erst kommt das Fasberr und daim die Feier. Beim „Fasten und Feiern gehts tvie beim Kreuztragen". Wer nämlich das Kreuz trug, war vom Singen befteit. Bon Leuten, die es mit dem Fasderrgebot nicht sehr genau riahmen, sagte man in den niederdeutschen Landstrichen: „Er fastet wie Albas Hund, der Meisch fraß in der Faste." Wenn jemand, der in gutem Rufe stand, diesen um einen winzigen Vorteil fahren ließ, um sich einen kleinem Genuß zu erwirken, so sagte man von ihm, „er fastete ein ganzes Jahr und brach dann sein Fasten wegen einer Zwiebel." Bon einem armen verhungerten Menschen sollte die Fastenpredigt gehalten werden, verlangte das polnische Landvolk, besonders „so du willst einen großen feyßten menschen stupsen (necken)". Nach altderltschem Recht nrußtc man saftend zu Gerichte gehen, denn das Gericht sollte mit nüchterner Zunge geleitet werden. Von den kirchlich angesetzten Fasten und der eigentlicher Fasterrzeit wurde stets gerne auf das Wetter geschlossen: „Gibt 6# an Fasten viel Sterne, so legen die Hennen gerne." „An den Fasten Regen, bringt keinen Segerc", während trockene Fasten die Freiwe eines jeden Landmarnres sind, „trockene Fasten deuten auf ein gut und fruchtbar Jahttß besonders „werrn anr ersten Fastensonntag viel Stern am Himmel stehn, so sind in der Kornernte viel Kasten Korn inr Mu.re zsu sehen."
*
. ** Amtliche P e r sonalnachrichten. Ter Gro ß- herzog hat am 17. Februar die von der Stadtverordneten'vev- Versammlung zu Worms getroffene Wiederwahl des Beigeordneten Georg Binder zu Äornrs zum unbesoldeten BügLordneten der Stadt Worms auf die Dauer von sechs Jahren brstättgt. — In den Ruhestand versetzt wurde am 10. Februar der Lehrer an der Volksschule zu Tarnchadt, Jakob Schmitt, aus sein Nachsuchen untcr Anerkennung seiner langjährigen treueri Dienste mit Wirkung vom 1. April 1917 au — Erledigt ist eine mit einer evangelischen Lehrerin zu besetzende Stelle in Grebenau (Krsisj Alsfeld). — Der Groß he r z o g hat am 17. Februar d. Js. dem Betriebsleiter der technischen Werk? zu Bad-Naul>eim, Regienmgs- baumeister Eugeir Berck zu Bckd-Nanheim, den Charakter als Baurat verliehen.
** Bevölkerungspolitik. Gestern nachmittag 3V2 Uhr fand im großen 5)Esa^ der Landesuniv-ersität eine aus Gießen und Wetzlar gutbesuchte Berscmrmlmrg statt, die den Zweck hatte, eine OrtÄgrnppe Gießerr-Weülcrr des Rhein- j)Rainischen Berbwrdes für Bevölkern^Politik zu bilden Herr Pros. Opitz führte einleitend aus, »vie notrveudig es gerade jetzt sei, sich zu einer solchen Organisation zusamnren-
zirschließen. sgieraui hieli Koeisarzt > ' Lvalg e*r.'
einen läwgrren Vortrag über Bevölkernngrwolitik, den wir morgen ausführlicher wiedergeben werden. Rach diefenr Bor- träge, der in längerer Ausführung die Gründe des' Bevölke- rnrvgsrückgcmges und Maßnahmen, ihnen zu steuern, aus- einandersetzte, ergriff Frau Prof. Bogt das Wort und- kennzeichnele die Stellung der> deutschen Frauenwelt zu dieser wichtigen Frage. Beide Borträge wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen, der den einstimmigen Wunsch bekundete, der Frage der Bevölkerungspolitik auch praktisch durch Gründung einer Ortsgruppe näherzutreten. Auf Börsetag von Herrn Prof. Dr. Opitz wurde *um Borstanl? der Ortsgmrppe gewählt: Kreisarzt Medizinalrat Walger als Vorsitzender, Lehrer Kling als Schriftführer und Direktor .Heichelheim als Schatzmeister. Weiterhin wurden in den Borftrrnd gewählt die Damen: Frau Geh. Rat Sarto-- r i u s, Frau Dr. L e i tz, Frl. Herz, Frau ' «eh. Rat U finget, Frau Pros. Bog t und Frau Geh. Rat Gail^ solvie oie Herren: Bürgermeister Kühn, Dir. Grübler^ Mad.-Rat Braun, Geh. Rat Prof. Dr. Eck, Oberbürgermeister Keller, Gbschäftsführer der Ortskrankentasse Fourier und Prof. Dr. Opitz.
** Ausfallende Z ü g e. Vom 20. d. M. ab bis aus weiteres fallen noch folgende Schnell- und P e r s o n e züge aus: Strecke Cassel — Marburg: D45 (FranD surt)—Marburg" (ab 1.57)—Cassel (an 3.48)—(Berlin). D46 (Berlin)—Cassel (ab 3.03)—Marburg (an 5.04)—(Frankfurt). Pz776 Cassel (ab 10.45)-Marburg (an 1.26). Pz777 Marburg (ab 9.32)—Cassel (an 12,24). StreckeCassel — S angerhausen: D45 (Frankfurt)—Cassel (ab 3.54)— Sangerhausen (an 6.50)—(Berlin). D46 (Berlin)—Sangerhausen (ab 11.40)—Cassel (an 2.53)—(Frankfurt). E21 (Gotha)—Lei ne selbe (ab 6.21)—Eichenberg (an 6.55)—(Göttingen). E22 (Güttingen)—Eichenberg (ab 1.26)—Leinefelde an 2.03)—(Gotha). Pz573 Cassel (ab 7.09)—Sangerhausen an 11.39) — (Halle). $§577 Cassel (ab 4.50) — Nordhausen an 8.02). Pz572 Nordhausen (ab 8.15)—Cassel (an 11.34). Pz576 (Halle) — Sangerhausen (ab 4.09) — Cassel (an 9.07).- Jm Plane des Zuges 573 verkehrt Arbeiterzug 573 Cassel— Ihringshausen. Strecke N o r t he i in — N o r dy a u se ni Pz294 Nordhausen (ab 8.11)—Northeim (an 10.05). $§287 Northeim (ab 3.30)—Nordhausen (an 5.24). Sowie die Schnell- und Eilzüge Strecke Marburg — Cas- s e l — El§e: D79 (Frankfurt)—Marburg (ab 8.58)—Alfeld (ab 1.13)--Mtona). D74 (Altona)—Elze (ab 4.16)—Marburg (an 9.11)—(Frankfurt). E71 (Frankfurt)—Marburg ab 10.49)—Elze (an 4.32)—(Altona). E72 (Altona)—Elze ab 1.15)—Marburg (an 6.43)—(Frankfurt).
** Bekamp fung des Kettenhandels. Das Kreisamt macht darauf auftnerksanc, daß sowohkl in den Städten als auch Icru.f dem Laude bei den Kownialwarenhändlern Spiritus-, Lack. Leinöl- mrd Fardwarenvorräte twn Aufkäufern zu erwerben gesucht werden. Es chridett sich hier offenbar um verboten«: Ketten Handel. Es wird daher auf die Strafbarkeit derarttger Berkäust" crufmerks-anr geinacht und die Händler Elfgefordert, Angebote solcher Agenten zur Anzeige zu bringen. ,
"'Der Unterricht in den städtischen Schulen beginnt wieder Donnerstag, den 22. Febrnar 1917. Die Schule« rinnen der Stadtmädchenschule haben um 8*/, Uhr morgens im Schulhaus West-Anlage Nr. 43 und die Schüler der Stadtknaben- chnle >m gleichen Schulhaus nachmittags IX Uhr zu erscheinen.
** Leseholznutzung. Bis zum 1. Mai d.Js. ist das Sajmmeln von Leseholz im Stadtwald den GemLiTtdecmgehörigen der Stadt Gießen wöchenttich am Montag, Mittwoch und Freitag von Sonnenaitfgang bis Svimemrutergang gestattet.
** .Kartoffel- und Gemüse Versorgung im Jahre 19 17. Die Stadt Gießen beabsichtigt, zwecV cÄcherung der Kartoffel- und Gemüseversorgung ilwer Bewohner, nut Lrutv- wirten und Obst- und Gavtenbauvereinen Anbau-xZerträg« für Früh- lmd Spätgemüse aller Art, für Kartoffeln und Kohil- vaben abzuschließen'mcd bittet Interessenten in dieser Angelegen- hett, sich mit denc von der Stadt dazu beauftragten Realle^er Grimm (L-ebensmittelantt Zimmer Nr. 15; Wohnung Kaiser- Allee Nr. 9) in Berbirrdung zu setzen.
** Die Direktion des Lichtspielhauses, Bahn- hofftraße 34, bereitet, wie wir soeben erfahren, ein interessantes Gastspiel vor. Es finden Unterhmldbungen nrtl der „Deutschen Jagd-Filmgesellschaft" Berlin statt, die darauf hützielen, dem hiesigen Publikum die Ergebnisse der kinematographischen Ja gdexpedilion in die afrikanischen Urwälder im Film mit erläuterndem Vortrag vorzuführen. Die Aufnahmen wurden nach Rückkehr der Expedition im Jahre 1914 im Reichskn^erpalais dem Kaiser und der Kaiserin vorgeführt.
** Schwarz-Weiß-Theater. Der Spielplan vom 24. bis 26. Februar enthalt als ersten Schlager das sensationelle Sport- dvama „Surni der Stehett'! Tie Hauptrollen sind mit ersten Schauspielern besetzt En hochaktuekles Bild ist „Wie eine Seeschlacht geschlagen wird". — Das Lustspiel in zwei Akten „O diese Gigetta" sowie das übrige gute Beiprogramm vervollständigen den SpielplEu
** Das heutige Kreisblatt Nr. 31 enthält Bekannt- machungen über den Zahlungsverkehr mtt dem Ausland, Ausfuhr und Durchfuhr von verschiedenen Erzeugnissen, Stundungsvor- schrift des Zahlungsverbots gegen Rußland, Ausschuß der Patente und Gebrauchsmuster, Goldpreise, Ankauf von Ackerbohnen und Peluschken, Unterricht an den Fastnachtstagen und Verteilung von Graupen.
Landkreis Gießen.
ch Climbach, 17. Febr. Für die Jubil äumsspeude wurden in unserem kleinen Ort von 42 Gebern 93 Mark gestiftet. — Gefreiter Heinrich Kvnrad, zuletzt bei einer Minenwerfer- abteilung, ausgezeichnet mit denr Otfenrcni Kreuz zweiter Kkasst und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, und Gefreiter Wilhelm Stein im Infanterie-Regiment 254, Inhaber des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse, lvurden zu Unteroffizieren befördert. Bau zwei Brüdern des Stein fft der eine ebenfalls mit dem Eisernen .Kreuz ausgezeichnet, während der andere sich in ftanzös. Gefangenschaft vefrndet. — Der Wkhrmann Ludwig Leyerer im Laudw.-Jiff.-Regt. Nr. 81 wurde zum Gefreiten befördert. — Bürgermeister Stein dahier wurde das Krie, 7 sehrenAeichen verliehen.
** H o l z h e i m , 20. Febr. Es starb den Heldentod fürs Vaterland am 7. d. MtS., von einem (Granatsplitter am Kops getroffen, der Sanitäter Konrad Kraft im Jnf.-Regt 83, 11. Komp., Sobn von Christian Kraft dahier, im Alter von kaum 2v Jahren. Beim Ausbruch des Krieges kaum 17 Jahre alt, stellte er sich am 7. August 1914 in den Dienst der freiwilligen -Krankenvstege. Am 28. Oktober 1916 rückte er ins Feld, wo ihn nun nach kaum drei Monaten treuer Pflichterfüllung das tätliche Geschoß traf.
h. Londorf, 20. Febr. Der in unserer Gemeinde schon seit vielm Jahren wohlbekannte Missronsprediger Miemer von der Herrnhuter Missionsgesellschaft tzveilte am 18, ds. Mts. wieder unter uns. Außer dem Morgengottesdienst hielt er am Abend einen 'wohlgelungeuen Liästbildervortrag über die Mission in Alaska. Zum Schlussecheigte der Vortragende noch Bilder aus der Tätigkeit der Herrnhuter Waisenhäuser in Oesterreich — Nachdem die langanhaltende Frostperiode viele Hausbesitzer durch das öftere Zufrieren der Wasserlettungsrohre in Verlegenheit gesetzt hatte, bracst in der Micht zum 16. Februar in der Mittelstraße ein Zuleitungs- rohr. Die Straße stand teilweise unter Wlasfer mrd der Keller im Hause Kraft war voll gelaufen, so daß er leergepumpt werden mußte.
* M u s ch e n h e i m, 20. Febr. Dem Fahrer Wilbolm Bl e fer, Sohn des Landwirts Wilhelm Bleser in Muschenheim, der bei einem Feld-Ariillerte-Regiment im Felde steht, wurde da? Eiserne Kreuz verliehen.
rs. R v d h e i m, 20. Febr. Hermann Reich Hardt wurde! für treue Pffichterftülung das Eiserne Krem verliehen. Aeichhardt


