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20.2.1917 Erstes Blatt
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S"? Modi>ma«AngÄage em, macht« den Megcszug

und steht xu^it KÄS £?£ r - -T tödlich verunglückt ift am 14 ds Mts der

§^bmbreck)er <vnednch Kröll von hier in dem Nickel scheu Stein-

wm^an^E-'' fÄSffl.S 1 ' lrroß« Trauerversammlung gab Lym am 6ru.ag dav letzte Gelett zum Grabe. Vor 14 wahren er*

N^der^ 18 wbriac ^ Familie ein ähnlicher Unglücks-

£ l temfrfhen2W* e durch einen herabrollenden Stein fittefter Dr^n'h-w r öe -f'- ~ Am Freitag wurde auch unser Wnra^? fu ! l M^«J? ,t l la $ ri9e3 Gemeinderatsmitglied Heinrich Y L a * äuc Zuhe bestattet; er stand im 82. Lebensjahr - Ümmmden ?er L^ensimLttckknal'Pllnt, die im

aeacririiuni^^n^s^^ Zubers m den Städten eintreten wird, ent- steltter^^llfelpi-st,.^ k daß neben die dem Zwange unter--

Diese? GrÄnn!^- ?. Landbewohner noch eine freiwillige tritt.

unsere Gemeinde nicht verschlossen, bresrge Besitzer von Ländereien beschlossen,

^er milderen Witterung allerlei Früh- f t Y f e ' ?^Een ^atat, Spinat, Frührettiche, Oberkohlrabi Di^n^^^E^ GruEsW so z.B. zlvischen die Reihen der S3 1 T ?uf den Acke^ zu säen, damit die Stadtleute so früh dne möglich mit größeren Mengen von Gemüse, als Ersatz für die werdenden Kartoffeln, versorgt tverden können. Der NLLS°«en soll beEnschaftbch von der hessischen Landwirt- "28 er ^Drese freiwillige Hilfeleistung ist

mcht m erster Lime des V^drenftes wegen ins Leben gerufen wor-

bi dem Bewußtsein, daß es

n o5 lb ' l I? c . < ?{ ht |J eme ? Deutschen ist, an der Beschaffung

Lebensmitteln für unsere Volksgenosseii, besonders auch für die Mnahrung der Schwerarbeiter in der Kriegsindustrie, mit allen Kvaften mrtMhelfen. Wie wir hören, soll in Lehrer- und Pfarr- ronferenzen dahur gewirkt werden, daß, der Gedanke der frei- willigen Hilfeleistung im ganzen Lande Verbreitung iin- oet. Lastautos sollen das geernte Gemüse auf dem Lande abholen, damit ohne den verteuernden Zwischenhandel diese Nahrungsmittel unmittelbar der arbeitenden Bevölkerung in den Städten, besonders d^i Munrttonsarbeitern, zugeführt werden köniren. Möge dieses Jßrrt der Menschen- und Nächstenliebe im ganzen Lande, besonders vcr u nserer Landbevölkerung, eifrig gefördert werden. Die Haus- sEnlnng für die Großher z og-Ern st-Ludwig-Jubi­läum s, pe n de ergab die Summe von 93,40 Mk., außerdenr wur­den noch 10 Mk. für diesen Zweck an die Post eingezahlt.

Kreis Büdingen.

X B e r g h e i m , 20. Febr Vorgestern fand hier die Beerdi­gung des im Garnisonlazaretl zu Landau an den Folgen eine? schweren Operation verstorbenen Armierungssoldaten Georg Heinrich Emr ich statt. Die Kirche konnte kaum die Menge derer fasten, die von allen Seiten herbeigeströmt waren, um denr allseits beliebten Manne die letzte Ehre zu erweisen. Pfarrer Kahn- Ortenberg hielt die Leichenrede, am Grabe legte eine Abordnung de? Armierungsbataillons Nr. 54 aus Mainz einen vrachtvollen Kranz nieder.

# Fauerbach, 19. Febr. Bei dem jüngsten Vorstoß der Franzosen erlitt den Heldentod der Vizeieldwebel Heinrich Kaiser. Er wurde in heimatlicher Erde bestattet.

# Nidda, 19. Febr. Die Hessische TapserkeitSinedaille er­hielt der Grenadier Karl Zeitz im Königin Augusta-Garde- Grenadier-Regt. 4.

. 4- £) 11 e nft e r g , 20. Febr. Der Schneider und Briefträger Friedrich Bauer IV. und seine Frau Emma geb. Müller feiern morgen das Fest der Silbernen Hochzeit. Bon allen Seiten bringt nuut dem Silberpaare die herzlichsten Wünsche entgegen. Die beiden Söhne befiirden si-ch-unver den Waffen, der eure, der lange Zeit vermißt war, soll sich nach einer Nachricht des Hamburger Roten Kreuzes in russischer Gefangenschaft beffnden, doch traf von ihni selbst noch keirrerlei Nachricht ein. Der Gefreite Hans Hor­nung ivurde in den Kämpfen am Sereth am 16. Ja- «uar durch einen Hals-Rfückenschuß verwundet und befindet sich zurzeit in einem Feldlazarett Rumäniens. Nach langer Ungewiß­heit eckhielt Lehrer Kraft von hier die Nachricht, daß sein Schwieger­sohn, der Vizefeldwebel August Werner, welcher seit den schweren Novemberkämpfen bei Verdun -vermißt wurde, nach der eidlichen Aussage eines in französischer Gefangenschaft befindliche,! Fähn­richs feiner Kompagnie gefallen fei. Werner war vor Kriegsaus­bruch längere Zeit als Gerichtsschreibergehilfe auf dem hiesigen Amtsgericht beschäftigt.

Kreis Friedberg.

Hausen, 20. Febr. Hier starb nach kurzem Kranken­bett der GmveinoeeinnLhImär Johannes .Hildebrand. Am Morgen des BearÄbnistages folgte ihm unerwartet seine Frau in den Tod. Sämtliche Söhne des Ehepaares stehen im Felde.

# AuS der ©etter au, 19. Febr. Ein böser Wintergast, Vre Influenza, hat sich wieder in vielen Dörfern eingestellt. Alle, schwächliche Leute erliegen meist dieser heimtückischen Krankheit, aber auch jüngere sind schon hier und da durch Hinzutritt von Lungenentzündung gestorben.

Starkenburg und Rheinhessen.

Mainz, 18. Febr. Wie,dieKöln. Zig." erfahrt, tritt am 1. März b. Js. der bisherige Präsident der Eisenbahndirektion Köln, Wirkt. Geh. Oberregierungsrat Martini, an die Spitze der Crsenmrhndirektton Maiinz, während tzie Leitung der Kölner Direkt ion der P räsident der Eisenbahndirettion Mainz, v. Schae- wen, übernimmt.

Kreis Wetzlar.

d. Wetzlar, 19. Febr. In der vergangenen Woche tvaren der Stadt an Schlachtvieh durch den KreisL>mnttmatverband über­wiesen: 14 Stück Rindvieh, 8 Schweine und 12 Kälber. Nach! dem Gewicht der Tiere entfiel auf den .Kopf der Bevölkerung eine Fleische menge von 250 Gramm. An Speisefetten standen zur Ver­teilung an die versovgnn^berechtigten Psersonw des Kreises ywti Verfügung: 2260 Pfund Landbutter aus dem Kreise Wetzlar, 750 Pfund Ndrrgarine, 1000 Pfund Auslandsbutter und 87 Pfund Schweineschmalz. Es wurden 50 Gramm auf den Kopf der Bevöl- Vernug ausgegeben.

d. AusdemKreise We tz l a r, 19. Febr. Der Lanürat for­dert alle Erzeuger von Oelsaaten ans, ihre ablieferungspflich- Ügen Margen unverzüglich an die mit dem Aufkauf und der Ver­ladung beauftragte Firma Gebr. Zimmermann in Niederguembach ab^uliefern oder zum Verkaufe anzEeten. Der Krersausschuß hat für gute Eberhalttrng den Pflegern der Tiere Anerkennungen in Geldbeträgen von 10 und 5 Mk. bewilligt. Die durch den Kriegs­ausschuß für Oele und Fette im Aufträge des Kriegsernährnngs-

amres ver,uchsweffe ducchgefuhrte Entkeimung vvn Brotgetreide, L? rm Interesse unserer Ftttveriorgung von großer Bedeutung x '? U2? .e^ner Bekanntmachung des KäeiSausschusses auch bei dem dem Kreiskommunal verbände, den Gemeinden und den Selbst- versorgern des Kreises gehörigen Brotgetteide Vvrgenommeu werden.

P- J " sd e m Kreis eie tzlar,20. Febr. Nunmehr ist auch Mr den hiesigen Kiers dre Bcherznng von Theatern, Konzertsälen, ^^?/PP0sräumen und allen, öffentlichen Vergnügungsanstalten einschließlich der Wirtschaften Mit Varietekonzession bis aus iveite- res untersagt. Ausnahmen können von den zuständigen Polizei- behorden m besonderen Einzelfällen zugestanden werden. Da die, Zayt der Holzhauer in einzelnen Gemeinden des Kieises meistens erne sehr beschränkte ist, hat man zur schnelleren Beendigung der votzsallungsarbeiten auf Grund des Zivildienstpflichtgesetzes zur­zeit zu Hause abkömmliche Landwirte zu den Hauungen heran- gezogen Auch die Kiiegsgesangenen, die augenblicklich in der Land­wirtschaft abkommen können, beteiligen sich an den Fällungen. Der wegen Kvhlenmangels ausgesetzte Unterricht in den Schulen des Krerses hat gestern wieder begormen.

Hessen-Nassau.

ra - n- 58 Y ben köpf, ,19. Febr. Hauptmann und Bataillons-' fuhrer Ernst Efferz im Landwehr-Jnsanterie-Regiment Nr. 22 wurde mit dem Eisernen Kreuz erster .Klasse ausgezeichnet. Der also Ausgezeichnete ist ein Sohn von Rechnungsrat a. D. Efferz basier und ein ehemaliger Schüler des Gießener Realgymnasiums.

.77 "***"^"** 0. M., 18. Febr. Seit Januar d. I. wurden der N a t i 0 n a l st i f t u n g durch Frankfurter Bürger 1523 000 Mk. zilgesührt.

« ^ T r . a p T l urt st. M., 18. Febr. Für das Gebiet der Stadt Frankfurt srnd mit Zustimmung des Regierungspräsidenten Ri cht-

? V Sri. r ^ 01 * festgesetzt. Der Zentner loses Holz darf 3,50 Mk. ab Lager und 4 Mk. frei Haus nicht übersteigen; seines Tannenholz gespalten der Zentner 4 Mk. ab Lager und 4,o0 Mk. frei Haus; Bündelholz in Mindestgröße von 20 Zenti­meter Höhe und 22 Zentimeter Durchmesser 30 Pfg. das Bündel. Jeder Haushaltungsvorstaud darf für je 20 Tage nicht mehr als ^oA)Üens 5 Bündel oder 30 Pfund loses Holz gegen Bezugsschein erhalten. Die Verordnung tritt heute in Kraft. Damit ist dem schrankenlosen Wucher, der gerade in den letzten Wochen mit Brenn­stoffen getrieben wurde, ein Ende gemacht worden. Infolge der milderen Witterung gelten die städtischen Koksbezugstarten nur noch für die Hälfte der Meng«, ans die sie ausgestellt sind.

nt*- rytanf ^itt ta. M., 20. Febr. Der Polizeipräsident warnt dre Verbraucher vor dem Ankauf von Ersatzmitteln/ für Salatöle, die zum größten Teile ein ivertloses Gemisch von Wasser und etwas gefärbtem Pflanzenschleim darstellen und bei einem Preise von 45 Mark für 400 Kubikzenttmeter als über­mäßig verteuert gelten müssen. Die Hersteller solcher Mittel tverden strafrechtlich verfolgt. Der kommandierende General des 18. Ar- mce ^SFP^ / ® eitera ^ der Infanterie vonSchenck, Generaladjutaiit des Kaisers, w-urde in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Er verbleibt in dem Verhältnis als Generaladjutant des Kaisers und a la suite des Garde-Grettadierregimentes 9tr. 1 und reftrb auch ferner in der Drenstaltersliste der Generäle geführt.

X Ge ln Haufen, 19. Febr. Ter Vorsitzende des Kreisaus­schusses gibt bekannt, der Verttariensmann des ViehhandelsVer­bandes habe ihm mitgeteilt, daß es nicht möglich! sck, die für dick Versorguiig der Zivilbevölkerung urrd sür den Biehhandetsverband benötigten Schlackjtschweine aufzubringen. Die Schweine würden' Angeblich von den Larrdwirten zurückgebaltew Wenn nicht durch srenvillige Abgabe -allör Schlachtsckuveine der Bedarf gedeckt werde, sehe sich- der Vorsitzende des Kreisausschüsses vermckaßt. die Sck^iveine im Wege der Enteignung abzunehnren. Jur Land­kreise Hairau sind nach einer Aussprache im landwirtschaftlichen Kreisverein sehr viel fette Schweine vorhanden.

Kassel, 20. Febir. Eiire Verordnung des Kommarrdierenden Generals bestimmt: Bis zum 15. März ds. Js. sind Fuhrwerks­besitzer, die mindestens zwei Pferde haben, auf Aufforderung ihrer Ortspolizeibehörde verpflichtet, für von dieser ihnen bezeichnete Ge­schäfte oder Personen Holz aus den benachbarten Wäldern anzu sahrew Ucber Beschwerden wegen der Aufforderung entscheidet end­gültig die untere Venvaltungsbshörde (Landratsamt, Kreisamt, Be- zrrksdirektion). Die Vergüttrng für die Holzanfuhr ist ausschließlich Sache der Vereinbarung zwischen den Fuhrwerksbesitzern und dem, für den die Anfuhr des .Holzes erfolgt, nötigenfalls der richterlichen Festsetzung, jedoch hat die Gestellung des Fuhrwerks zu erfolgen ohrre 9tücksicht aus eine etwa eingelegte Beschwerde oder eine vor- herige Regelung der Bergütting. Zuwiderhandlungen iverden init Gesäiignis bis zu einem Jahr, beim Vorliegen mildernder Umstände nnt Haft oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraf:.

ü Ma rbu r g, 17. Febr. In einem hiesigen stndcntisckien Ver- einshauseE ereigirete sich vergangene Nacht ein tragischer Unglücks­fall. In später Stunde kehrten dort drei Angehörige der Verbindung ein, von denen einer aus dem Felde gekommen ivar, um in einem Zfimmgr iwch einige Zeit zu verweilen urrd auch, weil der Gast kein Unterkommen hatte, mit diesem dort zu nächtigen. Heute früh machte man die Entdeckung, daß das Zimmer infolge eines Schlauchdefckts mijt Gas gefüllt war und die drei Studenten besinnungslos am Boden lagen. Sie losurden in die Klinik gebracht, Ivo einer der jungen Leute bereits gestorben ist. Bei den anderen soll Lebens­gefahr wicht m^hr vorliegen. In der Nähe der Universität wurde gestern abend ein alter Kriegsinvalide von außerhalb, er soll von Fleischmann heißen, von der Sttaßenbahn überrannt imb so verl­ieht, daß er in der Klinik starb. ,

H 9)1 a t b u v g , 20. Febr. Der am SamStag infolge Gas­vergiftung gestorbene Student heißt Fritz Lange und stammt ans Hörse in Westfalen. Die Leiche wird in die Heimat überführt. Die beiden anderen Studenten befinden sich außer Gefahr. Alle drei geboren der Bur-fcheuschaft »Arminia^ an.

1J Marburg, 20. Febr. Wie in der am Sormabend im Pfeifferschen Saale abgehaltenen Versanrmlung der Hepdbuch- g es ell sscha ßt c n der Kneife McnÄurg und Kirchhain siir das Vogelsberger Rind festgcstellt wurde, hat dieses Höhenvieh sich der futterarmen Zeit recht gut angepaßt. Die Herdbuchgesellschaft ver­fügt über 388 Zuchttiere, 182 Kühe urrd 14 Bullen cnttfallen auf den Kreis Marburg und 184 Mhe und 8 Bullen auf den Kreis Kirchhain. Die Gesellschaft zählt 123 Mitglieder. Die gestern und vorgestern imTurnergarten" abgchaltene zweite Verbands- Ausstellung des Marburger und des EiseuLahner-Kaninchenzüchter- Vereins erfreute sich eines guten Besuchs. Mit der reichbeschickten Ausstellung war auch eine Prämiierung verbringen.

Wiesbaden, 18. Febr. Das Kgl. Theater hatte an- gekürrdigt, daß es infolge Zmverldung von Kohlerr ans privater Hand feirre Vorstellungen fortsetzen könne. Diese Mitteilung erregte in der Stadt angesichts des großen Kohlenmangels gewaltiges Aussehen rmd führte auch in der Stadtverordneterrsitzung zu einer Entschlie- fäntg, in der der Oberbürgermeister beauftragt rvurde, die Inten­danz um Herausgabe der Kohlen für die Armen zu bitten. Diesem Wünsche ist die Theaterleitung jetzt nachgekommen, indem sie ihren gesamten Kohlenvorrat der Stadt zur Verfügung stellte. Die Thea­ter bleiben bis arlf weiteres geschlossen. Der Magistrat beschloß die Einstellung der städtischen Holzversteigerun- g e w Das geschlagene Holz stellt er den unter Kvhlenmangel leiden­den Einwohnern zur Verfügung.

ko. Wiesbaden, 19. Febr. Die Wiesbadener Renntage 3917 finden am 20. und 23. Mai, am 1b. Angrsst, sowie am 10. September und 2. Oktober statt.

ra. Aus dem H essisschen Hinterland, 19. Febr. Die Nachfrage nach geeignetem Dienstpersonal ist bis um die Fastuachts- sehr rege. Vor allem sind es Lairdwirte aus der W^etteraü, welche fortgesetzt für landwirtschaftliche Betriebe Knechte und Mägde suchm. Die Löhne sind gegen frücher um das Doppelte gestiegen, aber ttotzdem hält es schwer, Dienstboten zu gewinnen; der Bedarf ift überall aus dem Lande sehr groß. _

Univerft --Nachrichten.

"Von der L a n d es u niversität. Professor der Physiologie Burk er, Tübingen, hat den Ruf an das Ordi­nariat der Physiologie und die Direktion des physiologischen Instituts hier angenommen.

Frankfurt a. M., 18. Febr Dr. med. Richard Hahn hat sich in der medizinischen Fakiiltät als Prioatdozent für Psychiatrie habilitiert. Mit einer Antrittsvorlesling überDie Konstitution der Komplexsolze^ habilitierte sich Samstag Dr. F. H a h n als Prioatdozent sür das Fach der Chemie in der naturwisienschastlichen Fakultät.

Frankfurt a. M., 20. Frbr. Professor Dr. Theodor Petersen feiert heute sein Goldenes Tokiorjubilaum. Der Ju­bilar nimmt trotz ferner 80 Lebensjahre noch heute im wissen- schaftlichen Leben Frankfurts eine führeirde Stelle ein. Er ist der Begründer der Fortbildungskurle für Lehrer der Naturwissen- wissenfchaften an höheren Sckwleir, ein Verdienst, für das ihm der Staat den Professorentitel verlieh. Dem PMsikalischen Verein, dem er in langen Jahrzehnten seine hervorragenden Kemrtnissie als Chemiker, Schriftsteller und Lehrer zur Vertilgung- stellte, ge­hört er alseiviges Mitglied" seit 1906 an. Im veutzschen Alpinismus l-at Petersen seit nunmehr 52 Jahreir eine füllende Rolle eingenommen. Ihm verdankt der Deutsch-österreichische M penverein, deur er längere Jahre als Präsident vvrstaiid, seine hohe Blüte. Seit 47 Jahren steht der jugendsrische Gelehrte an der Spitze der Frankfurter Mpenvereinssektion. Gin 3500 Meter hoher Toppelgipfel in den Oetztal-er Alpen führt nach ihm den Na inenPetersen spitze". Professor Tr. Petersen, der in Güttingen und Heidelberg studierte, vollendet im April d. Js. sein 81. Le- b ensjahr. __

Meteorologische Beobachtungen der 8tation (Sieben.

Febr.

1917

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Höchste Temperatur am 18. bis 19. Februar 1917 = + 5,4* C. Niedrigste 18. 19. . 1917 ----- 2,2*0.

Niederschlag: 0,0 wm.

Letzte Nachrichten-

Die Kohlennot in Paris.

Rom, 19. Febr. (WTB. Mchtamll. Drahttrüdg.! Gestern durchzogen nach demJouriral des Debats" ein Haufen von 100 bis 150 Personen, darunter viele Schüler vom Montmartre Kom­mend die Boulewards,Kohlen! Kohlen!" schreiend. Die Menge wirrde auf den Boulevards verstreitt. In der Rue Chemin verl stlirmte die Menge, 300 bis 400 Personen stark, den Kdhlenplatz und rmibte 78000 Kilogramm Briketts.

Versenkt.

Kristiania, 19. Febr. (WTB. Nichtamtlich. DvahtmZ Verdens Gant/" zufolge i st der norwegische Dampfer Stralsund" (500 Tonnen) mit Mscherr ans der Steife von Island nach Italien von einem deutschen U-Boot ver­senkt worden. Die Besatzung, die von einem englischen Pcv- trouillenboot aufgerrommen witrde, ist in Tvrnosvw gelandet worden.

Amtlrcher Teil.

B e t r.: Bekämpfung des Kettenhandels.

An die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinde« des Kreises.

Wie wir hören, werden sowohl in den Stödten als auch axt f dem Lande bei den Kvlonicckwareüsilmdlern Spiritus-, Lack-, Lein­öl- und FarbwavenvvTwäte von Äufläufern zu erwerbeil gesmÄ- Es handelt sich hier offenbar um v-erboterren Kettenhandel. Wir nlachen deshalb imederholt aus die Strafbarkeit derarttger Verkäufe aufurerksam und fordern die Händler aus, Angebote solcher Tlganten uns sofort zur Anzeige zu bringen.

Wir beauftvagen -Sie, das Vorstehende ortsüblick> bekannt zu macheil.

Gießen, den 20. Februar 1917.

Grobherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Gros.

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