Z<wan, nach euvopäischem Muster umgemodelt sind, so dürfen mir nicht die Kraft des Landes als politischen Machtsaktor unterschätzen. Das Land der ausgehenden Sonne ist ein Zukunftsland.
.... «ichnung. Dem Leutnant d. Res. undKomvagnie-
fuhrer Rudolf L,n d auL Gießen wurde für tapferes Verhalten an der Spitze seiner Kompagnie bei der Erstürmung des Sereth- bruckenkopfes Nanestt das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen.
.. . " 3rk G o l d e n e H o ch z e i t feiern morgenKonrad Dörr, ^.okomotwfuhrer i. R., und Ehefrau, Juliane, geb. Meißinger, Stein» stratze 4b.
„„ ,** ® Bcr fta t b z n Erbach f. In Kronstadt verun-
Graf Eberhard zu Erbach, Führer einer Nach- rlchtte,r-Ävteilung. nachdem er während 2 1 / 2 Jahren aus fast samt- lrchen Kriegsschauplätzen in treuester Hingabe an seine Pflicht für rrarser und RM) gekäuipft hatte. Er war mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse, dem Orden vom Zähringer Löwen und der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Ter Ersten Kammer der Stande gehörte er als Mitglied an.
** Die Gewerkschaft Gie ßen er Braunstein- bera werke spendete für die Großherzog-Ernst-Ludwia- Jubiläums-St, ftung den Betrag von 10000 Mk.
** Ein Ofen gestohlen! In der Zeit vom 8. bis 12. Februar 1*917 wurde von einem Wagen in der Nähe des hiesigen Güterbahnhofes ein neuer, mrr durch Hern überfallen von einem Wagen beschädigter grünemaillierter' Ofen, irischer Dauerbrenner, entwendet. Um sachdienliche Mitteilungen ersucht die hiesige Kriminalpolizei.
** Großherzog Ernst L u dwi g-I ubilä u m sst i s- tung. Immer wieder laufen in einzelnen Städten und Kreisen Hessens Gerüchte um. daß die gesammelten Gelder zur Grvßherzog Ernst Ludwig-J,lbiläumsstiftung sofort zum Bau eines Krieger- Erholungsheims Verwendung finden sollten, und daß damit di§ Wohltat, leidenden Kriegern alsbald Erholung zu gewähren. ' weite Ferne genickt werde. Diese Gerüchte können nur von solche,: verbreitet werden, denen die Verhandlungen in der letzten Sitzung des Landesausschusses, obwohl sie in allen hessischen Blättern per öffentlicht worden sind, frcmb geblieben sind. Um nachdrücklich st diesen Gerüchten den Boden zu entziehen, wird an dieser Stelle wiederholt erklärt, daß in der letzten Sitzung des Landesausschusses als Hauptzweck der Stiftung bestimmt worden ist, die Erträgnisse der Sammlungen in der zweckmäßigsten und raschesten Weise zur Erholung und Kräftigung der Gesundheit unserer Hessischen Krieger zu verwenden. Ein Kuratorium, das aus etlva 10 Personen bc stehen soll, wird nach Schluß der Sammlung zusammen treten und über die sofortige Nutzbarmachung der Gelder für unsere erholungs bedürftigen Krieger geeignete Vorschläge machen. Es dürfte hiermit eine sichere Gewähr für die nützlichste Verwendung der Spende ge boten sei,,. Auch darf nochmals hier erwähnt werden, daß der aus allen Kreisen der Bevölkerung zusammengesetzte Landesausschuß sich mit diesem Vorgehen durchaus einverstanden erklärt hat.
** Ter Alu mini u m-Pfennig. Tie Rttchsbank hat den Berliner Bankhäusern gestern, vorläufig noch in beschränkter Anzahl. die neuen Aluminium-Pfennige übergeben, die von heute ab in den öffentlichen Verkehr übergehen. Tie kleinen, silberglänzenden Münzen, die eher wie Kinderspielmarken als wie Geld aussehen unterscheiden ^sich von den Fünfpfennigstücken dadurch, daß sie kleiner sind. Trotzdem wird wohl die Gefahr nahe liegen, daß sie bei schnellein Zahlen oder Geldenwsang in der ersten Zeit für Fünfer ausgegeben und angeiwmmen werden. Jedenfalls aber ivird einen, das Geldausgeben vom Staate, dank dem Aluminrum- pfennig, sehr leicht gemacht.
** Technische Hochschule Tarmstadt. Unsere Leser machen wir auf die im Anzeigenteil icnseres Blattes enthaltene Bc- kaimtmachunq der Technischen Hochschule zu Darmstadt aufmerksam Diese gewährt eine vollständige wissentstbaftliche und künstle rische Ausbildung für den technischen Beruf. In besonderen Abteilungen werden Architekten, Bau-Ingenieure, Kultur-Ingenieure, Mafchmen-Jn gerrieure, Papier-I,vgenieure, Elektro-Ingenieure, ,n der allgemeinen Abteilung Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften, sowie Geometer. Auch Frauen werden zum Studium zugelassen.
** D a 8 heutige Kceisblatt Nr. 27 enthält Bekannt machunqen über Höchstpreise für Hafer: JnlandsverkausSpreise von Kalisalzen; Vaterländischer Hilfsdienst; Dörrgemüse; HauS ,Pachtungen; Gefährdung von Schafherden bei Eisenbahnüber gangen u. a. m.
Landkreis Gießen.
iüLang-GönS, 15. Febr. Wilheln, Weil, Landwirt, beim Reserve-Jnfanterie-Reqt. 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. W. Weil ist der Sohn des Landwirtschasts kammer-Mitglieds Wilh. Weil.
r. Londorf, 15. Febr. Musketier Odenwald, welcher beim Jnf.-Rgt. 17 im Osten steht, erhielt an Kaisers Geburtstag das Eiserne Kreuz 2. Klaffe.
"Oppenrod, 16. Febr. Der Musketier Wilh. B als er im Res.-Jnl.-Rgt. Nr. 222, 12. Komp., welcher vor kurzem zun, Gefreiten befördert und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde, ist nun für besondere Tapferkeit bei einem Erkundungsstoß zum Unteroffizier befördert worden.
fli Watzenborn.-St ein borg, 15. Febr. Landsturm- Rekrut Georg Philipp von Stteinberg, vom Dtes.Jnf.-Regt. Nr. 87, Inf.-Pionier-Komp. Sohn von Balch. Philipp III., Landwirt in Stttnberg, rmtrtK’ am 3. Februar durch Verleihung deq Hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezttckmet.
** Watzenborn Sternberg, 15. Febr. Der Gefreite Otto Häuser von Steinberg, erhielt nach den Kämpfen an der Somme das Eiserne Kreuz 2. Kl., nachdem er schon bereits früher mit der Hessischen TavferktttsMedaille ausgezeichnet wurde.
Kreis Büdingen.
--- Büdingen, 14. Februar. Ter Kaufmann Karl Lahn- st e i n von hier hat in Frankfurt a. M. einen sogenannten Salatöl- Ersatz ohne jeglichen Nährwert hergestellt und Wucherpreisen an Kleinhändler vertrieben. Infolgedessen wurde er zu einem Monat Gefängnis und 1000 Mk. Geldstrafe verurteilt. Außerdem untersagte ihm die Polizei für die Dauer des Krieges jeglichen Handel mit Lebensmitteln-und Gegenständen des täglichen Bedarfs. Auch die Beteiligung in mittelbarer Weise an solchen Geschäften verbot man ihm.
)( Bergheim , 15. Febr. Am 14. d. Mts. starb in, Garmson- lazarett 2 in Landau in der Mall der Landsturmrekrut Johannes Heinrich Emrich von hier den Heldentod fürs Vaterland. Seine Leiche soll überführt und an, kommenden Sonntag nachmittag im heimatlichen Gottesacker bttqesetzt werden.
** Hirz enhaiu, 16. F^r. Zu unserer letzten Notiz über die hier abqehalteneu B ren nho lz ver steige ru n g cn wird uns berichtend mrtgttttlr, daß der Durchschnittspreis sich wie folgt stellt: Buckrenschttt 1. Kl. 18,35 Mk., Buchenscheit 2. Kl. 13,85 Mk. und Buchenknüppel 12,18 Mk.
D Kefenrod, 14. Febr. Die hiesige Gemeinde-Feld- lütb Waldiagd, die einen ganz vorzüglichen Rehbestand hat und von der Stadt ,md dem Bahnhof Büdingen in einer Stmrde erreichbar ist, wird in zwe, Jagdbezirken am Mittwoch, den 21. Februar, nachm.
2 Uhr in der Wirtschaft von Betz auf,veitere 6 Jahre verpachtet. Ter eine Jagdbezirk umfaßt 750, der andere 4400 Morgen Feld und Wald.
? Nidda, 15. Febr. Der Niddaer Pferde-Versiche» rungs-Derein hält feine statutengemäße Generalversammlung Sonntag, den 25. Februar im .Gasthaus zur Traube" dahier ab.
^ Ortenberg, 16. Febr. Die in unserer Gemeinde für die Großherzog - Ernst - Ludwig - I u b i! ä u m S - S p e n d e von einem besonders zu diesem Zwecke gebildeten Ortsausschuß vor» genommene H a u s s a m m l n n g ergab bis jetzt die schöne Summe von 731,40 Mk. Besonders hervorgehoben zu werden verdient, daß sich auch die hiesigen Vereine, wenn auch ihren bescheidenen Mitteln entsprechend nur mit kleinen Beiträgen von 5—20 Mk., ohne Unterschied an der Sammlung beteiligt haben. In obige Summe sind die Beiträge der hiesigen Kaffen und des Postamts nicht emgeschloffen, die unter ihren Vorstandsmitgliedern, bezw.
® c j“* w * en emc besondere Sammlung für die hochherzige Stiftuna vornehmen und das Ergebnis später veröffentlichen werden.
Kreis Lauterbach.
öebc. gcute wurde die der hiesigen Gemeinde zustehende Wald» undFeldjagd auf weitere sechs
-A er jährliche Pachtprei's beträgt 255 Mk., der 1'achtpreis betrug jährlich 300 Mk. Der Mindererlös der
Zul°mm°nlch>ub mit
« Ä ,.f!.® tefatnf,öil1 ' 14 ‘ Tebr. Heute fand die erste Holz- f. v " ?, gerung aus den Domanialwaldnngen der hiesigen Ober- D,e Preise waren außergewöhnlich hoch. Bnchen- ^chettyolz 1. Klaffe per Raummeter 18—22 Mk., 2. Kl. 10—11 Mk.; Bnchen-Knuppel pro Raummeter 6-8 Mk.; Buchen-Stöcke pro Raummeter 6-7 Mk.; Buchen-Reiser, ausgebengelt, pro Raum- worden — 0 ^lche Preise sind noch niemals hier erzielt
Kreis Friedberg.
«r er '• r ^ ^ ^ Er g, 15. Febr. Nachdem cs gelungen war, die
Auflösung der früher bestandenen Hauptgenolsenschaft durchzufuhren, errichtete die Zentralgenossenschast der hessischen Iandw,rtt-chio>stlvchen Konsumvereine c. G. m. b. H. zu Darmstadt ern Umlchlagslager zur raschen Verteilung >,md besseren Ueber- fuhrung der Futterartikel nnd Düngemittel an die Bedarfsgemeim» den und Genoss-enschaften in dem Lagerhaus Fauerbacher <Äraße zu Friedberg. In einer unlängst unter dem Vorsitze des zweiten Präsidenten des Verbandes der hessischlen landwirtschaftlichen Ge- nosienschaften, Molkereidirektor B i l l- Oftheim, abgehaltenen Be- iprechung der früheren Mitglieder der Hauptgcnwsienschast wurde mesen, „ach einem einleitenden Vorttag von Tirekdor Berg, die Zlveckmäßigkeit vor Augen geführt, Anschluß an die Zentrak- geuosjenschaft ft, Darmstadt zu nehmen, während den Einzelland- witten und anderen Körperschaften, znm Beispiel Bauernvereinen, welche einer Bezugsgenossenschaft oder Zentrale nicht angeschlossen sind, empfohlen wurde, eine s e l b st ä n d i g e l a n d w i r t s ch a f t- l iche Bezugs- und Absa tz g,en ossen schaft in Friedberg zu bilden. Diese Anregung fand lebhafte Unterstützung und rn reger Aussprache stellten einige Genossenschaftsvertreter den Beitritt zur Zenttalgenosse,lschaft in Aussicht, während Einzellandwitte das Statttt für die neu zu gründende Genossenschaft Unterzeichneten. Mittlerweile haben weitere Interessenten dei, ü&eiiritt vollzogen, so daß die Gründung der neuen Genossenschaft gesichett ist. Tie Haftsumme ist auf nur Mk 300.— bemessen und der E^e- schäftsanteil auf Mk. 30.— festgesetzt. Heute nachmittag 3 Uhr fiichet die endgültige Gründung nebst Vornahme der Wahlen Deutschen Hans zu Friedberg statt.
Bad-Nauheim, 15. Febr. Am 7. Februar starb den Heldentod fürs Vaterland Wilhelm Böller, Kauimann, beim Jnf.-Regt. 94, 12. Komp., in, Alter von 26 Jahren. Wilheln, Böller ist der Sohn der Frau Steueraufseher Böller, Witive, früher in Gießen wohnbait.
X Tr a i s - Al ü nz e n b e r g, 15. Febr. Den, Einjährig-Frei willigen Willi K a u S beim 35. Fuß-Art.-Batl.-Stab, Sohn des Steuerauffehers Kans in Butzbach, wurde wegen tapieren Ver Haltens die Hessische Tapferkeilsmedaille verliehen und zum Unteroffizier befördert.
Kreis Wetzlar.
d. A u s d e m K r e i s e W e tz l a r, 15. Febr. Zur Vetteilung an die versorgungsberechtigten Personen des Kreises standen in der vergangenen Woche zur Verfügung: 2210 Pfund Landbutter aus dem Kreise Wetzlar, 1650 Pfund Margarine und 79 Pfund Schweineschmalz, so daß auf die Fettkarte 50 Gramm Speisefette zur Verausgabung kamen.
d. To rn ho lz hausen, 15. Febr. Unteroffizier Althen von hier, bei einem Reserve-FeS> Artillerie-Reg-ftnent ftn Westen wurde mit dem Eisernen .Kreuz 2. Klasse ausg>ezeichnet. Mt den, wurde der der Mobilmachung als Gefteiter ein gezogen und im Winter 1914/15 zum Untewftizier befördert.
ra. Dutenhofen, 14. Febr. Gleich den beiden vorjährigen Knegshaushaltungskursen zu Krofdorf und Aßlar findet jetzt ein solcher hier rn Dutenhofen statt. Um den Jndusttie- arbeiterinnen und Fabrckmädchen die Teilnahme möglich zu m achm finden die Unterweisungen in den Abendstuirden statt. Der Kursus hat am 2. Januar mit 24 Teilnehmeriniren begonnen und wird auf 7—8 Wochen ausgedehnt. Leider mußte auch hier der Unterricht infolge Kohlenmangels für einige Tage ausgesetzt iverdcn.
ct. W e l d e n h a u s e n , 16. Febr. An Stelle des verstorbenen Gemeindevorstehers Hölß ist der Landwirt Johs. S ch ni i d t VII. zum Gemeindevorsteher hiesiger Gemeinde gewählt. Der Landrat hat die Wahl bestätigt.
Hessen-Nassau.
= Frankfurt a. M., 15. Febr. Die haftete heute früh einen von bald allen suchten Heiratsschwindler, der unter dem Namen
,m
Kriminalpolizei ver- lften go-
™ . ttanfmann
Bernhard Ehlers fajt in jeder größeren Stadt Deutschlai,ds seine Opfer gesucht und gefunden hat. Ehlers erließ regelmäßig Heirats- inserate als „Witwer mit einem .Mnd, der eine Frau auch ohne Vermögen suchte". In Wirklichkeit hieß der Schwindler Jür A d o l p h s e n , geboren am 24. Februar 1873 in Hadersleben. . letzt hielt sich d'^r Mann im westfälischen Jstdustriegebiet und ... Bayern auf, wo er unter den Namen Fritz Baumann, Joh. Diermg, Fritz Moll, Fritz Walter usw. inlstrat. Seine Verhaftung erfolgte auf der Kaiserstraße. Hier erkannte ihn ein Kriminalbeamter nach einer Photographie. ,
mr. Frankfurt a. M., 15. Febr. Oberbürgerinieister Tr. o i g t ist vom Reichskanzler zum Mitglied des Beirats des ReichskomTnissars für die Uebergangswirtschaft ernannt worden. — Der Main ist jetzt wieder nahezu frei von Treibeis. Die noch völlig vereisten Häsen sollen noch im Lause der Woche von Pionieren gesprengt ivcrden, damit mit dem Aufbau der Welwe und Schleusen möglichst bald lhegonnen werden kann, da der Mangel an Kohl«, in den Mainorten immer fühlbarer und uncmgenehum: wird. Hoffentlich macht die Witterung keinen Sttich durch die Rechnung, damit die Schiffahrt wieder in vollem Umfang aus genomme,i werden kann. _
Handel.
Berlin, 14. Febr. (WTB.) Jmperatvr-Motoren- Werke A.-G. Wie uns von zuständiger Seite milgeteilt wird, and am 14. Februar ft, Berlin eine Vereinigung der Skodawerke, Aktien-Gesellschaff in Pilsen, und der Oesterreichischeu Daimler-Motoren-A.-ED in Wiener-Neustadt mft einer Reihe deutscher Großindustriellen zur Errichtung eines Werkes für den Bau von Skoda-Zugwagen und -Motoren statt. Ter Gruppe der deutschen Interessenten gehörei, die .Hamburg-Amcrika-Linie, die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft in Berlin, die Firma Hügv Sttnnes in Mülheim a. Ruhr und die Firma F. C. Glaser & Erbpflaum an. Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates wurde Tr. Freiherr von Skoda gttvälilt. Das neue Unternehmen hat die neue Fabrik der Maschinenfabrik „Cyllop" Mehlis & Behrens, Berlin-Wittenaus, an gekauft und wird schon ft, der allernächsten Zeit den Betrieb aufnehnren. _
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übermmmt die Redaktion dem Prchlikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Brachlieffeuve Arbeitskraft.
Der Verfasser des Artikels „Brachliegende Arbeitskraft^ weiß wohl nicht, was Kohlentragen für eine Arbeit ist, sonst würde er nicht den Kriegerirauen empfehlen, von Haus zu Haus in jedem mehrere Eimer Kohlen mehrere Treppen hoch z,i tragen. Die in Betracht kommenden Frauen sind meist für diese Arbeit nicht genügend ernährt und der Lohn ist der Kraftaufwendung nicht ent- prechend. Wenn der Vater draußen Leben und Gesundheit zum Opfer bringt, so sollten wir der Mutter wenigstens leichtere Arbeit zuweisen, als Kohlen tragen, schon um der Kinder ,villen! M. L.
Letzte Nachrichten.
Lebyaftt Patrouillenkämpfe an der Westfront.
Berlin, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Am 14. FM:uar war die deutsche und feindliche Pattouillentättgkeft an der Westfront
bei nachlassendein Frost und klaren! Wetter außerordeiftlick, lcbha^' Am Dpcrnbogen erlitt eine fEndliche Patrouille erhebliche -^5 ^ luste. Wir machten drei Gefangene. Zwei weitere feindliche^ x- trouillen wurden in diesem Frontabschnitt vertrieben. Eme oe, *■ sche Patrouille brachte vier Gefangene und ein Maschinengewey zurück. Bei dlruwntieres holten deutsche Patrouillen unter heftige Nahkampf z,vei Gefangene aus dem feindlichen Graben, ^udweil- lich von Lille iburde eine feindliche Pattouille abgewiesen, ^ouo- wcstlm, von Loos wurden zwei feindliche Kompagnien im joono* granatenkamps blutig zurückgeworfen. Zwei iveitere feindliche Aw- griffe an dieser Stelle scheiterten ebenfalls ai, der Zährgtert Verteidiger im Handgranatenkampft. Die deutschen Verluste \W> ganz unbedeutend. Oeftlich von Rerlincourt i-nirde eine feindliche Patrouille abgewiesen. Zwischen Serre und Ancre ivurdeu m vor Nacht zum 14. Februar mehrere Patrouillen verjagt und zwe, Gefangene und ein Maschinengewehr eingebracht. An der Aisne versuchten verschiedene feindliche Stoßttupps vorzugeheiu wurden unter Verlusten abgewiesen. Ein vottibergehend in unseren Graven eingedrungener Trupp wurde im Nahkampf geworfen, ivobe, zwei Gefangene ft, unserer Hand blieben. In der Champagne drangen nach heftiger Artillerievorbereftung feindliche Patrouillen ,n unp sere vorderen Gräben ein, wurden aber sofort wieder durch granaten verjagt. Auch an der Maas, btt St. Mihiel und in Lothringen stießen deutsche Patrouillen vor und brachten mehrere Gefangene zurück.
Wie im Westen, fanden auch an den östlichen Fronten in Ruß land, Elalirien, Rumänien und Mazedonien kühn durchgeführte, für uns ersolgrttche kleinere und größere Patrouillenunternehmnn- gen statt.
Graf Brrnstorffs Abreise. ^
Berlin, 16. Febr. (Drahtn.) Graf und Gräfin Bern- storff haben in der Nacht mit Sonderzug Washington verlassen. Der Dampfer Frederik VIII. lichtet Mittwoch nach- miäck.ag 2 Uhr die Anker. Ein Torpedojäger begleitet das dänische Schiff bis auf 15 Meilen von -der Küste.
Berlin, 16. Febr. (Drahtn.) Laut „Deutscher Tageszeitung" hat die Schuld an der Verzögerung der Abreise Bernftorffs an dem Verlangen der Dampfergesellschafl nach Sicherheit gegen die deutsche U-Bootgefahr gelegen und nicht an böswilliger Zurückhaltung des Botschafters.
Oesterreich-Ungarn und Amerika.
Kopenhagen, 16. Febr. In Pariser Zeitungen wird laut „Berlingske Tidende" darauf hingewiesen, daß in den Verhandlungen zwischen Oesterreich-Ungcrrn und Amerika seit Dienstag eine bedenkliche Wendung eingetreten sei. Oesterreich-Ungarn habe sich mit Deutschland im Hinblick auf den Unterseeboot-Krieg vollständig solidarisch erklärt, und die österreichisch-ungarische Regierung sei entschlossen, dir Folgerungen daraus zu ziehen.
Amerikas Maßnahmen.
Berlin, 16. Febr. (Drahtn.) Wie amerikanische Blätter ankündigen, soll jeder Amerikaner mit einer Strafe von 5000 Dollar und einer Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren bedroht werden, der Beziehungen zu fremden Regierungen unterhält zu dem Zwecke, die Unterhandlungen dieser Regierungen mit den Vereinigten Staaten zu beeinflussen oder die Maßnahmen der amerikanischen Regierung zu hindern.
Bern, 15. Febr. (Pttvattelegramm.) Tie Agentur Radio- meldet aus Washington: Der Korrespondent der „Kölnischen Ztt- tung" in Washington ist mrsgewiesen worden, wttl er die amtliche Funkenstation dazu benutzt hat, Pläne ttner fremden Regierung zu unterstützen, zu der die Regierung der Bereinigten Staaten die Beziehungen abgebrochen hat. Wilson hat eine UntersuchMg an- gcordntt, wttl die Marineverwaltung in verschiedenen Blättertt deswegen angegriffen worden ist.
Seekrieg. $
Washington, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Nach hier ttngttroffenen Nachrichten ist das vor Cogliari versenkte Schiff „Lyman Law" nur ein Schoner. Es lmirde durch ttne Bombe eines österreichisch-ungarischen Unterseebootes in Brand gesetzt, das keine Flagge hatte Menschenverlustc sind keine zu beklage!,.
London 15. Febr. (WTB. Nichbanttl.) Lloyds meldtt: Tie englischen Dampfer „Cilicia" und „Ferga" wurden versenkt. Tie Besatzungen sind gerettet.
Reuter meldet, daß der englische Fischdampfer „King Alfred" von einem deutsckum U-Boot versenkt wurde. Neun Mann der Besatzung wurden gerettet, der Kapitän gefangen genommen.
Norwegens Schiffsvcrlust im Januar.
Kopenhagen, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Na- ttonaltidente meldet aus Christiania: Norwegen hat im Januar 44 Schisse mit einer Gesamttonnage von 66 484 Tonnen verloren.
England schränkt sich ein.
Rotterdam, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Ter „Nicuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: In der gestrigen Sitzung des Unterhauses haben sich mehrere Abgeordnete für strengere Maßregeln gegen die Produktion,md die Einfuhr gttsttger Getränke ausgesprochen, um Schiffsraum zu sparen und mehr Merzen «nführen ^u können. Ter Staatssekrttär des Innern, Sir George Cavc, versprach alle zur Sicherung der Lebensmittelversorgung nottveirdigen Einschränkungen vorzunehmen, m,d sagte daß dre wertere Erzeugung gegenüber der des Jahres 1915 uni 40 Prozent und gegenüber der des Jahres 1916 um 30 Prozent 1>erabgesetzt iverden soll. Tie neuen Einscbränkungsbestftnnrunger werden am 1. April in Kraft treten.
Italien und die U-Boot-Sperre.
. „Lugano, 15. Febr. Wie „Pettt Parisien" berichtet, !mt die Ecu,sche Flotte in ihren Abivehrmaßregeln gegen die U-Boote alle anderen Enttmeslotten be, weitem überflügelt. Tie rtal,eni- icbcn Meere würde».heute von einer großen Anzahl kleiner Lenk- bÄwns und Spezralballons überwacht, sodaß sowohl die U-Boote als auch dw ausgelegten Minen entdeckt werden könnten Die Jta lrener hätten also keine Furcht vor dem U-Boot-Krieg, sondern sie lehnten ,hn vielmehr derbe,, um endgültig mit den deutschen U-Booten auszuraumen. (?) ' ^
Butter-Höchstpreise in Paris.
^. Berlrn, 15, Febr., (WTB. Nichtamtlich. Drahtn.) Tie Höchstpreise ,m KleurverLwf m Paris sind für Milch auf 60Cen- ttmes, für Butter auf 5,60-6,70 Francs das Kilo festgesetzt
« D« Sommerzett rn Frankreich.
Bern, 16 Febr. Dem „Temps" zufolge befürwortete der Kammerausschuß, daß die JoinSte^it in 1 ber ® auf ben 2ö. Februar oder den 4. März eingefübrt werde.
Die GolöankausfteAe
in den NSnmen der vezirlssparkasse Sietzen ist morgen von I« bis \Vk Uhr geöffnet!
«mtlrcher Teil.
Bekanntmachung.
In Ergänzung unserer Bekanntmachung vom 25 Januar 1 Q 17 tvcrd bestimmt: ' 15,1 '
l Zik- Wegevergüttmg steht nur Viehhändlern zu 2. D,e Bruchteile emes Kilometers werden bis zu einem hal*,, Krlometei- nach unten, von da nach oben afKicnnTiVt * Gießen, den 15 Februar 1917
Gberhessijcher Viehhandelsverba,lö.
Rosenberg.


