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vergebliche Angr
(DTB.) Großes Hauptquartier, 10. Februar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Bei der
Armee des Generalfeld marsch alls Herzog
Alürecht von Württemberg an der Ypern- und Wytschaete-Front,
bei der
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht im Artois sonne zwischen Ancre und Somme mehrfach gesteigerte TütWeit der artilleristischen Kräfte.
Unter Feuerschutz stieben an vielen Stellen englische Er- kurwungstrupps, südlich von Sailly stärckere Mteilungen gegen unsere Stellungen vor. Sie wurden überall abgewiesen.
Heeresgruppe Kronprinz.
Ans dem Weftuferder Maas setzte von Mittag an heftiges französisches Feuer ein. Durch unser Wirkungs- schretzen ist ein sich vorbereitender Angriff gegen Höhe 304 unterdrückt worden.
Auf dem östlichen Flutzufer, am Pfefferrücken, scheiterte der Vorstoß einer feindlichen Kompagnie.
Bei Vaux (nördlich von St.Mihiel) drang einer unserer Stoßtrupps in die französischen Linien und vernichtete Unterstände mit ihrer Besatzung.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Nordwestlich von S t a n i s l a u brachte ein plangemäß durchgeführtes Unternehmen 17 Gefangme und drei Maschi- nengemehrc ein.
An der
Front des Generalobersten Erzherzog Josef
aitfc bei der
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen
ist die Lage bei anhaltcrKem Frostwctter unverändert.
Mazedonische Front.
Zwischen Vardar und Do j ran-See zeitweilig lebhaftes Geschütz- und Minenwerferfeuer.
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorfs.
(WTB.) Großes Hauptquartier. 11. Februar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Westlich von Lille, beiderseits des Kanals von La BaWe und der Serre, sonne im nördlichen Teil de.s Somme-Gebiets lebhafter Artilleriekampf.
Ans dem Nordufer der Ancre griffen die Engländer mft starken Kräften nordöstlich von Beaumont, auf dem Süduftr östlich von Grandcourt uird nördlich von Courcelette mit schwächeren Mteilungen an. Am Wege von Pufieux nach Beaucourt drangen sie in Kompagnia- drerte ein. an allen übrigen Teilen sind sie zum Teil im Nahkampf zurückgewiesen worden.
Heeresgruppe Kronprinz.
Auf dem linken Maasufer nahm wie am Vortage das Feuer von Mittag an zu, ohne daß sich ein Angriff entwickelte.
Im Walde von A i l l y (südöstlich von St. Mihiel)) und beiderseits der Mosel erfolgten französische Vorstöße, die durch rmfer Abwehrfeuer und im Handgemenge abgeschlagen wurden.
Erkundungs- und Angriffsaufgaben führten unsere Fliegergeschwader weit hinter die feindliche Front. Für die Gegner wichtige militärisäu und Verkchrsanlagen wurden bei Tag und bei Nacht wirkungsvoll mit Bomben beworfen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Front de's Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Mit nachlassender Külte nahnr die Gefechtstätigkeit in vielen Abschnitten zu.
Bei Postawy (nördlich des Narocz-Sees) und süd- östttch von Zloczow wurden russische JaMommandos ab-
gewiesen.
Am Unterlauf des S t o ch o d hotten unsere Stoßtrupps ohne eigenen Verlust eine Anzahl Gefangener aus den feindlichen Gräben.
An der
Front des Generalobersten Erzherzog Josef
und bei der
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen
außer Vorftldgefechten und nur vereinzelt lebhafterem Ge- fchützfeuer keine besonderen Ereignisse.
.Mazedonischen Front
' Nordwestlich von Mona st i r blieb ein französischer Vorstoß, südwestlich des Dojran-Secs ein nach starkem Vor- bereltungsfeuer einsetzendcr Angriff der Engländer ohne jeden Erfolg.
Der Erste Generalquartiermeister - * Ludendorff.
Die Abcndberichte.
. Berlin,10. Febr.. abends. (WTB. Amtlich.) % dem dtordufer der Somme, dem Westufer der Maas, mchreren Mschnitten der O st f r o n t und zwischen Ward und Do i rau fee lebhafte ArtUlerietätigkeit.
iffe kt Ln
B erlin, 10.Febr. (WTB. Amtlich.) Deutsche Mari nieflugzeuge griffen in der Nacht vom 8. zum 9. Februar die Flugplätze St. Pol bei Dünkirchen und Coxide erfolgreich mit 66 Bomben an. Mehrere Treffer auf den Flugplätzen wurden beobachtet. Sämtliche Flugzeuge sind unbeschädigt zurückgekehrt.
Berlin, 10. Febr. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 9. zum 10. Februar griffen mehrere unserer flandrischen Marineflugzeuge die Hafcnanlagen von Dünkirchen und in der Nähe gelegene feindliche Flugplätze mit Bomben an. Gute Wirkung wurde beobachtet.
Berlin, 11. Febr. 1917, abends. (WTB. Amtlich.)
Beiderseits der Ancre lebhafte Artillerie- und Gra- benkampftütigkeit.
Sonst im Westen und Osten nichts Wesentliches.
* * *
Der U-Bootkrieg geht, wie aus dem Nachrichtenteil zu ersehen ist, höchst erfokrrei'ch weiter. Unbedingt zuverlässig ist das, was das Wolfs-Bureau aus Berlin zur Veröffentlichung erhält. Der Erfolg läßt sich'aber nicht nur an der Zahl der versenkten Schifft ermessen, sondern vor allem au der Abnahme oder am Unterbleiben des Handelsverkehrs im Gebiete der deutschen Seesperre. Wenn die „Neue Zürcher Zeitung" meldet, daß am 8. Februar eine Höchstleistung des U-Bootkrieges mit 35 versenkten Schiffen aufgestellt worden sei, so muß diese Nachricht so lange mit Vorbehalt aufgerwm- meit werden, als es nicht festfteht, woher das genannte Blatt diese wichtigen Dinge erfahren hat. Ebenso ungewiß, und man darf beinahe sagen, wertlos ist die von der „Vossischen Zeitung" wiedergcgebene Meldung „mehrerer norwegischer Blätter" vom 10. dieses Monxrts, wonach „der Gesamtverlust an Schiffen in den letzten 24 Stunden 39 000 Tonnen betragen habe". Immerhin, Norwegen liegt etwas näher am Schauplatz der Ereignisse, Lind wenn die norwegische Presse wirklich dergleichen veröffentlicht hat, so kann uns dies nur freuen. Denn es ist kennzeichnend für die Stimmung der Neutralen und wirkt im deutschen Interesse abschreckend.
Das Reuter-Bnronu, dessen Verdrehungen unb Verfälschungen der amerikanischen Lage jetzt mehr und mehr ans Tageslicht kommen und von der amtlichen „Nordd. Allgem. Zkg" wirksam festgenagelt werden, erweist sich weiterhin als ein sehr skrupelloser Kriegsteilnehmer. Nur merkwürdig, daß Präsident Wilson, der die Menschlichkeit und Sittlichkeit so oft im Munde führt, sich bisher mrr begnügt hat, einige voreilige Meldungen über die angebliche Kriegslust Amerikas widerrufen zu. lassen, im übrigen aber der so aufdringlich amerikanischer Dinge sich annehmenden Hetze des Lügenbureaus arischeinend nrit einem gewissen Wohlwollen znschaut. Reuter berichtet heute aus New York, daß von dort zwei Schifft ohne die von Deutschland gewünschten Abzeichen und ohne die deutsche Erklärung zu berücksichtigen, ins Sperrgebiet abgefahren seien, um Bordeaux anzulaufen. Das wären also Trutzschiffe, denen das' Schicksal der „Lusi- tania" blühen könnte. Wir Linnen die Nachricht nicht recht glauben. Am Ernste der deutschen Absichten darf weder Wilson noch irgend ein anderer zweifeln, und es wäre ein frivoles Spiel mit Menschenleben, wenn das amtliche Amerika auf diese Weise einen sich äußerlich besser ausnehmenden Grund zum endgültigen Bruche mit Deutschland ertrotzen wollte. Deutschland hat rechtzeitig gewarnt; es kann jede Verantwortung für das Schicksal der beiden Schiffe, wenn sie wirklich die gefährliche Reise angetreten haben sollten, ablehnen. „Ungewarnt torpediert", mit diesem Schlagwort kann nicht mehr gegen uns gearbeitet rverden. Als die englische Regierung am 3. November 1914 die ganze Nordsee als Kriegsschareplatz bezeichnet^, warnte sie ebenfalls alle neutralen Schiffe ausdrücklich davor, in die be- zeichneten Gewässer einznfahren, da sie dort den schwersten Gefahren von ansgelegten englischen Adrnen imd von englischen Kriegsschiffen ansgesetzt seien. Das Recht Deutschlands, für seine Seesperre eine gleiche Warimng zu verkünden, kann nicht bestritten werde::. Die einmalige, allgemeine Warnung muß genügen. Alle Vorhaltungen über „Deutsche Barbarei im Naturzustände" und loie die schönen englischen Ministerschlagworte alle heißen, werden hinfällig, wenn man sich erinnert, was der hervorragende englische Marinesachverständige Adnriral Sir Percy Scott am 16. Juli 1915 bei einer Auseinandersetzung mit einen: seiner Kritiker, dem Lord Syden-
ham, in der „Dimes" geschrieben hat. Syden- ham bezeichnete einen etwaigen U-Bootkrieg im deutschen Sinne als Seeräuberei. Sir Percy Scott widersprach, wie die „Köln. Zig." neuerdings feftstellt, mit folgenden Sätzen:
Ich betrachte diese Auffassung als eine gefährliche und höchst verwirrende Austastung, weil sie das britische Publikum zu dem Glauben verleitet, daß seine Nahrungsmittel Versorgung int Kriege sicher sein würde. Um diese Täuschung klarzumachen, gebe ich in Nachstehendem Auszug aus einem Brief wieder, den ein ausländischer Seeoffizier schrieb: Wenn imr mit einem Jnselland in Krieg gerieten, das mit seiner NahrnngSmittelversorgung von Uebersee abhängig ist, würde es unsere Aufgabe sein, diese Versorgung abzuschneiden. Bei der Kriegserklärung würden wir den Feind ersuchet:, seine Kauffahrteischiffe, die auf der Heimfahrt sind, deshalb ztl warnen, sich der Insel zu nähern, da wir eine Blockade von Minen und Unterseebooten errichten würden. Ebenso würden wir an aste Neutralen mitteilen, daß eine solche Blockade errichtet ist, und daß, wenn eines ihrer Schiffe sich der Insel nähere, es sich der Gefahr der Vernichtung durch Minen oder Unterseeboote ausfttzen würde, und dies auf eigenes Risiko täte.
Ibnld nun fährt Sir Percy Scott fort mit einer Erklärung, die der besmüwren Beachtung aller Neutralen empfohlen sei, der man sich aber in England nur ungern erinnern wird, da die hohe seemännische Autorität Percy Scotts allgemein anerkannt ist. Er schreibt:
„Eine solche Ankündigung wäre rmch m-einer Vdeinung v o l l - ständig in btx Ordnung, und wen», sobald sie erfolgt ist,
i? Somme-Gebiet.
britische Schiffe oder neutrale Schifft sie mißachten und die Blockade zu brechen versuchest, so könnte nicht angenominen werden, daß sie ftiedlichen Zwecke:: dienen würdet:, wie cs Lord Sydenham voraus- fttzt. Wenn sie bei ihren: Unternehme:: versenkt würden, so könnte das nicht als ein Rückfall in Wildheit und Seeräuberei m ihrer schlimmsten Form bezeichnet werde::."
Das ist ganz der deutsche Standpunkt. Wenn Lloyd George oder ein anderer den Admiral ebenfalls als einen „Barbaren im Naturzustände" bezeichnen wollen, so haben wir nichts dagegen. Barbarei entsteht höchstens dann, wenn die Amerikaner mit der ihnen bekannten Gefahr spielen und darin umkommen, aber dann ists eine amerikanische, aber keine deutsche Barbarei.
* * *
Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte.
Wien, 10. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 10. Februar 1917.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Nordwestlich von S t a n i s l a u hatte eine von unserer Truppen durchgeführte Unternehmung vollen Erfolg. Die in die russischen Gräben eingedrungenen Abteilungen brachten 17 Gefangene und drei Maschinengewehre als Beute zurück.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Im Görzischen gewannen unsere Truppen durch nächtliche Unternehmungen mehrere feindliche Grabenstücke, fügten den Italienern schwere blutige Verluste zu, brachten 15 Offiziere und 650 Mann als Gefangene ein und erbeuteten 10 Maschinengewehre, zwei Minenwerfer und viel sonstiges Material. Abteilungen der Infanterie-Regimenter Nr. 85 und 87 und Landsturm-Infanterie aus Niederöstcr- reich und der Bukowina hatten an diesem Erfolg hervorragenden Anteil.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Keine Ereigniift.
Der Stellvertreter des Chefs des Gerieralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Wien, 11. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 11. Februar 1917.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Südwestlich von Ocna, bei B e k a s und südöstlich von Zloczow wurden feindliche Jagdkommandos abgewiesen.
Am unteren S t o ch o d holte ein Stoßtrupp eine Anzahl Gefangener aus den russischen Stellungen;
Italienisch ^Kriegsschauplatz.
Im G ö r z i s ch e n wurde au mehreren Stellen mit die von unseren Truppen eroberten Gräben gekämpft. Die feindlichen Gegenstöße scheiterten. Weitere 370 Gefangene blieben in unseren Händen. Abteilungen des k. k. Landwehr-Jnf.- Neginients 9kr. 37 zeichneten sich im Angriff aus.
Italienische Flieger warfen auf Triest, Muggia, di( Werften von San Rocco und das Feldspital in Opcina Bomben ab. Nördlich von Tolmein brachte eine gelungene Unternehmung 42 Italiener ein. Ein feindlicher Angriff auf uw sere Stellungen am Htilfftr Joch wurde blutig abgewieftn.
S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.
* * *
Deutsche Mgeeerfotge.
Berlin. 10. Febr. (WTB. Amtlich.) Rach Ausweis der im deutschen Heeresbericht aufgeführten Luftbeute-Ziffern haben die deutschen Flieger uno Abwehrsormationen seit Beginn des Krieges über tausend feindliche Flugzeuge, genau gerechnet bis Ende Faimar 1002, erledigt. Dabei sind nur die an der West- und Osffront heruntergeholten englischen, sranzösischen und russischen Flugzeuge gezählt. Der Balkan und die Türkei mit ihren nicht unerheblichen Erfolgen werden hier nicht mitgerechnet.
Die Bedeutung dieser gewaltigen Zahl wird noch eindringlicher, wenn man sich klar macht, daß diese 1002 Flugzeuge 167 feindlichen Geschwadern (zu sechs Apparaten gerechnet) entsprechen! Ferner sind dcrbei etwa 1700 feind- liche Flieger außer Gefecht gesetzt und etwa 50 Millionen Wert an Maschinen vernichtet worden.
Im einzelnen fetzt sich die Siegeszahl folgendermaßen zusammen: 1914/15: 163 Flugzmge: 1916: 784 Fluazeug-c: Januar 1917: 55 Flugzeuge: zusammen 1002 Flugzeuge.
B erlin, 10. Febr. (WTB. Amtlich.) Die Zahl der von deutschen Fliegern im Monat Dezember abgeschossenen feindlichen Flugzeuge hat sich von 66 auf 68 erhöht, nachdenr sich der zuerst ftMlichc Abschuß zweier feindlicher Flugzmgt bestätigt hat.
Falsche französische Fliegermeldungen.
Berlin. 10. Fchr. (WTB. Amtlich.) Ter Pariser Fllük- spruch vom 7. Febru<rr 1917, 4 Uhr nachm., meldet den Abschuß von nicht weniger als acht deutschen Flugzeugen.
Diese Meldung beleuchtet die Unzuverlässigkeit der französischen Fliegermeldungen. In den: Bestreben, möglichst hobd Abschußzahlen zu erzielen, rechnet sich anjchein-end der Leiter des sranzösischen Flugdienstes jeden Bericht über einen erfolgreickien Lust- kanipf ohne loeitere Nachprüfung als einen Sieg an. Bereits mehr - fach mußte von deutscher Seite darauf hingewresen werden, daß die feindlichen Berichte über das Flugwesen von Uebertrei- bungen und Unrichtigkeiten strotze::. Nicht ein einziger der französischen ,,Treffer", dem wir nicht bei einer ganzen Anzahl seiner genteldeten Siege genau i:ach weisen können, daß seine angeblickien Opfer unversehrt hinter den deutschen Linie:: gelaichet sind: insbesmwerc gilt das auch von dein n«ist erwätmtcn Leutnant Guynemer. Es wäre interessaM zu erfahren, wo am 6. Fichruar Leutnant Heurteaux seinen 25. Gegner, Adjutant C a sa l y. sein fünftes und Adjutant Madon sein seä/stes dcutschvs Flua^


