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9.2.1917 Erstes Blatt
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Nr. 34

Der »tetz««er L«zel-e,

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Absage der Neutralen an Wilson.

Eine Rede Sonar Law§ im englischen Unterhause.

rohes Hauptauartier ^ A-brnnr . ' _ . ^

MTB.)

(Amtlich.)

mrm Kriegsschauplatz.

81 irhr®/rf.VI tt,fe i ömarf<, onö Herzog

Albrecht von Württemberg.

fctt 3m Npernvogen herrschte abends lebhafte Feuertätig-

3m Wytschorte-Bogen zerstörten wir durch! umfang Mbneng/nge"^"^" e,nai erheblichen Teil der feindlichen

Fliegergeschwader warf auf die Stadt htrhuS- die, neben Häuserzerftömngen,

3rau und sechzehn Kinder getütet, zwei verwundet wurden. An militärischen An­lagen ist Schaden nicht entstanden.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern.

h Allerseits des Kanals von La Baisse, an der Ancrc Bouchamsnes war der Artilleriekampf gegen sie Lungert. Nach Mitternacht griffen die Engländer an ^rdnfer der Anere und südöstlich von Bouchavcsncs «abAA^^dlnfangserfolgc wurden durch nnsereil Gegen- noy schnell ausgeglichen.

Front des Deutschen Kronprinzen.

und bei Vauquois. östlich der Argonncil, l^^i^totztrupps siebzehn Gefangene aus den französischen

Oestlichcr Kriegsschauplatz.

Front des GencralfeldmarschallS

. «5 r , ,näcn Leopold von Bayern.

'Bcr Krfwlin. westlich von Luck, war ein Erkundungsvor- itotz für uns erfolgreich.

Front des Generalobersten Erzherzog Josef.

Karpathen und im Berggetündc der E ^iZ?eftnngew^°^ ** 5CUatätiRffit und Gefechte

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Macfensen.

Die Lage ist unverändert.

M a z e d o n i s ch e F r o n t.

Dchrida- und Prespa-See Vorposten-Lcharr mutzel, der denen französische Gefangene eingebracht wurden

Der Erste Generalauartiermeister Ludendorsf.

der niederländischen Souveränität, von Melcher Seite Ne auch kommen möge, mit der Waffe in der Hand entgegentreben werde, befreit uns von einer Sorge. Denn ^ssen daß unsere deutsche Regierung im Falle strikter r 1 der holländischen Neutralität keinen An- yctt und -auch nicht die geringste Neigung hegt, gewalt­sam rn dre Rechte des Nachbarlandes einzugreifen. Wohl 5^. s^rd solches von Enaland zu befürchten, dos wohl vrel drum geben würde, wenn es an der mederl-andrscheir Inste Truppen landen und das Volk selbst, wie das belgische, ins Schlepptau seiner Gegnerschaft gegen Die Hoffnungen entschwinden ihm. Auch -^utralen, sogar auch die amerikanischen Süd- treten^ Elgern sich, in die Fußstapfen eines Wilson zu

George hat and) der zweite Machthaber in r* ' J?. ül j rtr eine große Rede über die Kriegslage gehalten. Sie hat ganz und gar nicht die Wucht, die von Dik- ^?ren auszugehen pflegt. Man kann nicht sagen, daß er das Blaue vom Himmel heru n te rlügt, sondern daß er es ^EfßHwindelt! Es bereitet uns ein uneingeschränktes Vergnügen, einmal die Weltlage durch diese Brille eines

Der Abendbericht.

?erlin,8. Febr., abends. (WTB. Amtlich )

.. . mme-GMet zeitweilig starkes Feuer. Bei Sailly

nnd Deilkampfe nn Gange. '

An den anderen Fronten nichts Wesentliches.

* * *

Die allgemeine Lage ist gut. Wir freuen uns nicht etwa Hr^chknt Wilson uns noch nicht den Krieg ^ diese Freude wäre verfrüht, denn dic . rregserklarung kann noch kommen, aber wir verzeichnen

mit einer unverhohlenen Genugtuung dic Erklärungen ^^utralen Regierungen die sich als Antworten an die bekannte Aufsor^rung Wilsons frei hervorwagen. Allgemein wird es abgelehnt, rn das Fahrwasser der Bereinigten und dre diplomatischen Beziehurigen l^osen. Es ist bemerkenswert, daß diese Errlarnngen so vrornpt und fteimütig erfolgeii, qan^ im Gegensatz zu der offiziellen mnerikairischen Politik, die jetzt verkünden laßt Vorsicht und Umsicht-sei die Parole, also 'Sthw? 6 9elülf l e lluentschlossenheit angesichts der deutschen baß von Berlin aus in Sachen des U-Boot- krrege^ kern Schritt rnckwärts mehr geschehen könne. Die

^wyv'rk ein ganz merkwürdi- rn deni er heißt:Der-Gedanke des

ndd! mvralische Ueberzeugnna der

nicht K-rieg führenden Welt zur Vernunft zu bringen, scheint also hoffnungslos. Werter werderr die Amerikaner durch den ^. nbcrren Erfolg der ersten Tage des neuen

fcl cnvartet mit k,.^bie Englands der Lage Herr werden, aber non befurchtet, das; dies nicht ohne solche Verluste dre groß genug wären, um das »er» S&tffcr w deutschen Volkes zu dem .Krieg unter Schier, lei ev auch nur zertwerfe, zu stärken."

das verschwommene, schwankende Vrld Ameritas gefallt uns z. B. das jetzt offen enthüllte Pro-

gramni Hollands. Vor

klärung des holländischen'Ministerpräsidenten 'in^derZ^^-

uns liegt heiite die wörtliche Er-

SiöS m uns die ersrenlichste Gewähr bietet, daß wir

l° heimtückisch abwartendes lind mänien^v^E^", zu erwarten haben, wie es Ru- f 1 den Tag gelegt hat. Es liegt in diesen Minister-

fcÄÄ'llfS IS* r h ^ t shmpathischer Zug. da er es daß der neueste deutsche Swritt h#r den Neutralen Schwierigkeiten bringt, nur die Konkemre^

» ät s,s #">«««?

^ '., uulu .) uic c aolL ut. eines

Engländers zu schauen, der sicherlich ebenso ernste Sorgen rm Herzen tragt wie Lloyd George, aber in seinen Schilde­rungen das Unmögliche möglich macht. Die Ermunterungen, r l i e Lj e . tnc Hl ^olke vorträgt, gründen sich nicht auf uiirk- .iche Ereignisse und Tatsachen, sondern ans den guten Stern künftiger glücklicher Einfälle. Wie nett ist die Feststellung, England hcche wenigstens auf der Oberfläche der See sich die Vorherrschaft bewahrt, und welche Teufelchen jauch- ^en hinter dem Satze her, iiene Maßnahmen müßten er- die U-Bootsgefahr zu beschwören. hn j? Maßregeln erst erdacht werden miissen,

der Welt neu und interessant sein. Auf derselben W ^^ lrch die Hoffnungen auf das künf-

der Italiener, das Bonar Laiv merkwür- Mertverse nn der Spitze seines Rundblicks erwähnt hau ^ or dre Aussichten auf russische Schlachtenerfolge.

Er nennt also diejenigen Waffenbrüder zuerst, deren Durch- westen geworden ist. .Herzbewegend ist fraglos auch der Satz, daß an Rumänien keiner der Miier- ^ohne Kummer denkeii könne- an Saloniki, so fügen wir dem Bonar Law'schen Gedankengang hinzu, keiner ohne Verlegenheit! Damit ist der Feingehalt dieser Minister­rede im wesentlichen erschöpft.

Amtlich

wird

Oestlichcr Kriegsschauplatz.

^.®' n Angriffsversuch des Feindes östtich des Ea si nu- Tal es wurde bereits in seinen ersten Anfängen durch unser vereitelt. Westlich von Woronrzyn in die feindliche Stellung cingedrungene deutsche Stoßtrupps fiigten deren Ntzung erhebliche Verluste bei und kehrten ohne eigene Verluste mit einigen Gefangenen zurück.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Außer kleinen für uns erfolgreiche» Unternehmungen

kein Ereignis vonVelang^ <füböftrirfj

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

^ ^n der Gegend von Berat wurde rin italienisches geschlossen blnen patrouillierenben Gendarm ab-

Dcr Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs v. y ö f e r, Feldmarschalleutnant.

* * *

Feindliche Fliegerangriffe.

Karlsruhe, 8. Febr. (WTB.) Bei nächtlichen Flie- gcrangriften aus Kippenheim und Frciburg i Br vnd 8. Februar wurde mir ganz unbedeutender Sachschaden angerrchtet.

k ?ondo n, 6.^ Febr. (WTB.) Die Admiralität gibt be­kannt : Nb a r i n e s l u g z e n g e unterrmhmen am 3. Febnuar etl lr -? ei l e r den Hafen von Brügge. Es wurden

zahlreiche schwere Bomben auf den Torpedobootshafen ae- worfen; Gebäude und Docks wurdeil in Brand gesetzt Die Flieger hatten infolge der starken Kälte niit beträchtlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Eine andere ersolareiche Boin- benstrerfe wurde in der folgenden Nacht unteriivmincii Es vurde beobachtet, daß die Bomben Docks und Eisenbahn­strecken beschadlgten. «fe Flieger und Flugzeug« sind wohl­behalten zuruckgekehrt.

>Von amtlicher Stelle, wird zur Meldung der britischen Admiralität festgestellt, daß bei den erwähnten Flieqeranqris- fen men dm $afat tun Brügge außer einem leeren Sckuiwen ^ eV oi V9 I^- noch Docks in Brand gesetzt worden

Md. Aach sind knm Ei,anbahn,trecken beschädigt. Bon unseren (Zahrzeugen rm Hafen ist temes getroffen worden.

* *

Amerika und die Neutralen.

Eine Antwort Hollands.

^ H a ag, 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) In der Z,veiten Kammer gab zu Beginn der Sitzung Minister go rt v a n der Linden folgende Erklärung ab:

Vch bin jefct in der Lage, der Kammer einige nähere Mitteilungen über die ernsten Ereignisse der letzten Zeit zu machen. Die Regierung hat bisher unter den schwierigen Ver­hältnissen des Krieges ihre Haltung selbständig bestimmt. Sie hat keine Ursache gefunden, anläßlich des von Deutschland angekündigten verschärften U-Bootkrieges anders zu handeln. Die Regierung hielt sich während des Krieges streng an das Völkerrecht. Was einmal Recht ist, bleibt ihrer Meinung nach Recht, auch -wenn es vorr onderen verletz^ wird. Die Regierung ließ nicht nach, wo die Interessen der Niederlande benach­teiligt wurden, ernstlich gegen das Auftreten der verschie­denen Kriegführenden zu protestieren, wenn dieses ihrer Ansicht nach nicht genau mit dem Völkerrecht überein­stimmte. Sie hat namentlich den Grundsatz der Frei­heit der Meere hochgehalten. Gegenüber den jetzt von Deutsch­land angekündigten Maßregeln protestierte die Regrerung unter Beibehaltung ihres un parteiischen Standpunktes nachdrücklich, sowohl was die Behinde­rung der freien Fahrt betrifft, als auch die beabsichtigte Be­nützung des U-Boots, die nicht mit dem Völkerrecht überein­stimmt. (Beifatt.) Ebenso wenig, wie bei den anderen Er­eignissen, bei denen das Völkerrecht verletzt tvurde, hat die Regierung jetzt einen Anlaß gefunden, etwas an ihrer internationalen Politik zu ändern. Sie hält ent­schieden an !der von d-en Generalstaaten stets gebilligten Politik strikter Neutralität gegenüber allen Pa.r- teien fest. Sie läßt nicht von ihrem Vorhaben ob, jeder Verletzung unsere Gebietes und unserer Souveränität, von welcher Seite sie auch koinmen möge, bewaffneten Wider­stand zu leisten. Die Schwierigkeiten, die eine Folge der rnternationalen Lage sind, hofft die Regierung mit Ent­schlossenheit und Umsicht zu überwinden. (Lauter Beifall.) Eine kräftige dänische Abfertigung Wilsons.

Kobe nhage n, 8. Febr. (WTB.)Ex tr a b l a de t" schreibt zur Wusonnote:

Es ist nicht unbekannt, daß her Weltkrieg jetzt 27 2 Jahre ge- Oancn hat, ohne daß es Wilson jemals cingefallen wäre, als Be­schützer der neutralen Staaten aufzutreten. In dieser- Züt nahm £3 er j£* an dem .Knege auf seiten Englands für gute Bezahlung Nit. Ganz gewiß aber ist, wenn wir angeben sollten, wie vielä Tausende Tote und Verwundete ?lmerika auf dem Gewissen hat,

)o wurden nur sicher zu einer hohen Zahl gelangen. Amerika lieh England Geld und lieferte unzählige Millionen Granatan und Patronen unzählige Mengen Geschütze, Gewehre imd anderes .striegvmaterral an England und Ruszland. Ist es nicht eigentlich eme Verzerrung des Begriffesneutral", die Vereinigten Staaten ^ l^utrale Macht zu nennen? Wenn Amerika im August 191ft alle LtusNlhr von Kriegsmaterial verboten hätte, so wie- ^ C r?h a Xri-y - ^ tat ' dann hätte man iit Verbindung mit her Re- Urbln Wchons von Neutralität sprechen können. Aber Anaerika

^ l 5 8n a 5e Jnd ustrie um, mit für eine ^ 01^1 des Weltkrieges Waffen zu schmieden, und die Republik lat es rm Sckutze der Neutralität. In dieser ganzen Zeit war die Wage der kleinen neutralen Staaten Europas nicht angenehm, eher Herr Wilson kani uns nicht zu Hilfe und rührte sich nw/t eher, als bis ein paar amerilanischk Schisse angegriffen unti einige amerikanische Bürger getroffen wurden. Ta stand plötzlich r^ an * e 1,1 ftlammen. Und als die" deutsche Seesperrnotzs erschien und letzt endlich der amerikanischen Waffenatlsfuhr ein Ende gemacht werden sollte, da zeigte sich plötzlich das Interesse Wons für die kleinen Staaten so lebhaft, daß er sie einlud, das Schnchal Serbiens, Montenegros und Rumäniens zu teilen Ist das nicht ein großartiger Gedanke? Amerika erklärt Deutschland den Krieg m emer Weise, daß Dänemark, Norwegen, Sclvmden Holland, die Schweiz und Spanien die 'Arbeit und Gefahr über- nehmm. Das Wort, daß die Einladung Wilsons an die neutralen Staaten em verhängnisvoller diplomatischer Fehlgriff gewesen ist. wird bestehen bleiben. Man ist versucht, die Einladung!, sich m Lfrcit mr verspäteten amerikanischen Friedensbestrebungen schlach- ten zu las sen, eine T u m m h e i t oder eine Frechheit

Wir wollen uns aber mir dem Fehlgriff begnügen, deiiih die Meinung ist ;a doch^ die gleiche.

. Vase l, 8. Febr. (zf.) Havas meldet aus Kopenhaaen: aNN che Regrerung teilte gesteru dem amerika­nischen Gesandten die Antwort Dänemarks mit, die dar­legt, daß die geographischen und wirtschaftlichen Bedin- gungen Dänemarks nicht gestatten, den Stand- p u n k t i l sons e in z nnehme n. Pie skandinavischen Staaten beratschlagen über die gemeinsame Note an Deutsch­land, nnr gegen den Tauchbootrrieg zu protestieren. Kundgebungen der Neutralen.

"Madrid, 3. Febr. (WTB.) Funkspruch vom Vertreter des' ZpPW K- ..und K. Korrespondcnzbureaus. Verspätet eingetroffen Mmitterprapdent Gras Roma non es erklärte in den beiden Kammern, das wirtschaftliche Leben Spaniens solle nicht und werde nicht unterbrochen werden.Mir werden alle Mittel versuchen, die uns innerhalb unserer Stellungnahme erlaubt sind, aus der schtvieri- gen Lage herauszulommen, und hoffen eine zufriedenstellende- sung zu finden." Graf Romanones verweigerte Näheres zu sagen veil dies mit den nationalen Interessen Spaniens im Widerspruch tande. Der Minister des Acußern hielt sodann eine Kon- ferenz nnt den diplomatischen Vertretern aller neutralen Staaten Die Note der M i t t el m ä ch t e wurde amtlich allen 3ivil- gouvemeuren, Hafenbehörden und Schiffsreedereicn mitgeteilt Dia Tenkschrift bezüglich der Seesperregrenzen wird im amtlichen Ver- ordnungsblatte veröffentlicht werden. Als unmittelbarer Erfolg der Note der Mittelmächte macht sich in allen Hasen Piä.;e n ein anger- olömticchos S t c lg eil h c t©cc srackit b c bem.-rkbar. An' der Börse m Bilbao trat eme lstdeutcnde Baisse in Schissahrts- und