Nr. 33
D«r Aitftcitc? »«zeiger
«schämt tätlich, außer Sonntag«. - Beilagen:
Giehener K«milienblätter^ Krcisbloti
für tzen Kreis Sietzen. Yczugrpreis:
nwnatl. 9" Bi., viertel- iahrl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf..- durch die Post Dtk. 2.45 viertel» jährl. ausfchl. Bestell-, ftenijpred)- Anschlüsse: fürdieSchristleitunq112 Berlaq.Gefchäftsstellebl Anschritt für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.
Erstes VlM J6Z. Jahrgang Donnerstag. 8
Gietzener Anzeiger
Donnerstag. 8. §ebruar btt
Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 1X686
General-Anzeiger für Oberhessen
Swillingsrunddruck u. Verlag: Sruhl'sche Univ.-Vuch- u. Stelnöruderei R. Lange. 8christlett»ng, Geschäftsstelle u. Druckerei- Schufttr. r. fs?nKch"i,'.
„jimhc oui» Anzeigen ine Tagesnummer bis -NM Nachmittag verhex. Zeilenvrcis, Anzeigen: örtlich 20 Pi., Vermietungen n. Stellengesuche 15Pf., auLwärt-l 25 Pf., b. PlotzvorschrstL, 30 Pi., Reklamen 75 Ps.^ bei Plahvorschriit 90 Pf. Hauptschriftleiler: Aua. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dankverkehr: Aug. Äoetz. Stadt und,
Kewrrbebank «letzen LanS.V-ruitzch.eS^-- richts,aal: Fr. N. Zenz.j . B«
Englischer KiegerangtH aus Vrugge.
/» Trohes Hauptquartier. 7. Februar.
(Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
«^dr«r i» i«r>x» «bwnitte» erhob sich infolge unaün- sttger «icht vie Gefechtsratigteit über tzac> gewöhnliche Matz Suöwestiich von Sennheim griff vormittags eine fran- zoftft^ Kompagnie nach starkem Feuer an. sie wurde ab- gewllsen und liest mehrere Gefangene in unserer Hand. Bei Erfolgreichen Erkundungsvorstösten nahe der Küste, beiderseits der Ancre. an der Nordchttront von Verdun und am Parrowvalde (Lothringen» wurden sechzig Gefangene ge- macht, drei Maschurengewehre erbeutet.
Oeftlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
tiL *2. ö . cr deresina drangen Stoßtrupps in die feina- Uchen Llnr-en und fchrten nach Zerstörung mn Unterstäu- oen mit zwei russischen Offizieren, fünfzig Mann und neun Mnrenwersern zuruck.
^ Auch an der Bahn Kowel—Luck hatte ein Vorstoß von Dturmtrupps vollen Erfolg. Dort wurden achtzehn Ge- sang ene und em Winenwerfer aus den nissischen Grüben
g«wlt.
Front des Generalobersten Erzherzog Josef
Nördlich von Kirlibaba scheiterte der Angriff von zwei
seuwlichen Kompagnien.
Heeresgruppe des Generalscldmarschalls von Mackensen
, Vutna und Sereth nahm zeitweilig das
Xrtitlericseuer zu. Mehrfach kam es zu Vorfeldgefechten.
Mazedonische Front.
Im Eerna-Bogen und ans beiden Wardar-Usern einzelne starke Feuerwellen bei sonst geringer Gcfechtstätigkeit.
Der Erste Generalquartiermeister Ludendorsf.
Der 2 lbendbericht.
D e r l i n. 7. Febr., abends. (WTB. Amtlich.)
An allen Fronten nur mäßige Gefechtstätigkeit.
eines englischen Flicgergeschwa- vers aus B rüg ge fielen durch Treffer in eine Schule eine MU MW 16 belgische Kinder zum Opfer. MilitLrischrr Schaden wurde nicht verursacht. /
, x 3 n ,^ r englischen Thronrede, die wir im heutigen Nach- Menteil veröffentlichen, liegt nur ein schwacher Abglanz Dessen, was rn englischen Ministerreden und Kundmachungen ^ -früher hervorgclreten ist. Der König Georg zeich- E 'ich nicht durch hervorstecherrdc persönliche Eigenschaften aus, mrd dre „mmisteriellen Bekleidungsstücke", hinter denen ererschernt, decken alles Eigendenken des Monarchen zu. Die .ujüoirrefre stcmrmelt in dürftiger Fassung nur nach, was der ei^lische Kriegsrat in den letzten Wochen als Richtschnur aus- gegeven hat. Dagegen drängen sich die Minister nach wie vor mit starker agitatorischer Hetze in den Vordergrund. In einer -Versammlung, die für den ,,Nationaldienst" Stimmung machte, sprack) auch wieder der „Diktator" Lloyd George, deiieir Rede wir nachstehend wiedergeben. Er hat zwar auch keineswegs Neues vorgebracht, allein seine Meinungen tra- gen wenigstens ^ den frischen Stempel der neugeschaffenen Lage. Alter Phrasenwust erscheint neu ausfrisiert: „Wir müssen vre Zivilisation organisieren, um der organisierten Barbarei die Stirn zu bieten." Man sieht, der britische Ge- waltmensch liebt die gedrechselten Wortspitzfindigkeiten, die, in emer übrigens ganz anders gearteten nationalen Lage, Shakespeare als das Merkmal seines Zeitalters bezeichnet hat. Ob Lloyd George nicht auch sonst ein bißchen anhaltä-
L 0 rLJ2\Ä 6en «Jreiwasftr der Geschi'chtslehre herum- Platschert? Er verkündet: „Wenn die Verbündeten nicht noch m diesem Kriege die Möglickikeit des Triumphes eines solchen Vyftems beseitigen, dann würden wir in eine Barbarei wrc vor 2000 Jahren zurücksinken." Historische Er- renntnls finden wir dagegen eher in dem folgenden Satze: Ä R owscr Kampf erst vorüber ist, kann jeder nicht nur oas Bewußtsein haben, Großbritannien von dem furcht- barsten Schrecken, der jemals seine Freiheit bedroht ^gehalten zu haben, sondern auch das Bewußtsein, England in der ersten Reihe der Nationen der Welt ge- ^ ^ Verteidigung der ganzen mensch-
Ä n ^ l - l l ö lon . in Reih und Glied gestellt haben." Der S J l natürlich Unsinn; aber Lloyd George leug-
van „furchtbarsten Schrecken",
von der ernstesten Gefahr bedroht wird.
*
rüsten usts inittlerlveile, nicht nur mit U ^ r Jl utocT k au f eine neue Weltnnssion. Das 5 ^ 1 • l a fC -V 111 u ^ at dem Abgeordnetenhaus
foeBeit eme Denkschrift über die Förderung der Auslandsstudien Angehen lassen. Darin heißt es u. a.:
er, ist dre Welt. Jeder Akademiker muß es als seine
^yrenpmwt mistHeu, sich staatswisseuset-oftlich, sei es wirtschaft- ua>, reasttich ober politisch, zu belehren und üruerlich zu den großen FraMn der Weltpvlstik und Welttmrtschaft Stelümg zil nehmen, p u l i t ss che Deukeu muß geschult, der junge • " nnZtß politisiert werden. Nicht, als ob mau ihn
elnm-wören knolttc ans gewisse Parteidogmen. Nein, er soll gerade durch die Beschäftigung mir dem Ausland und das Ver- standrns li'vc die Weltstellung und die Wcltaufgabe Deutschlands bmausgeruhrt werden über die Fragen der heimischen Varteipolitik. Tre auch während des Krieges beroorgetretene Beurteilung außen-- Polrtstcher Fragen nach innenpolitischen Gesichtsvunkten kann nur uoerwnnden ioerden, wenn eine gediegene staatswissenschaftliche Bildung rn Bezug auf das Ausland als Ziel unserer nationalen Poli- trk trar erkannt und energisch erstrebt wird."
Pfarrer: Traub besoricht in der „Voss. Ztg." diese Denk- schrlst mit Begeisterung: „Jene Idee, auf allen Uni'v ersi- j. fl 1 c I 1 bie großen allgemeinen Wissensgebiete zu neney Einherteir zu gruppieren, bedeutet einen Markstein für die geistige Entwicklung unserer Universitäten. Sie waren schon Gefahr, in eine Summe zusmnmenhangsloser spezia Isttstcher Arbeiten zu zerfallen, dre die Tiefe mtb Geschlossen- I)ett unserer Bildung außerordentlich gefährdeten. Dem soll entgegengearbeitet werde,: durch die Verpflichtung alter Bildnngskrerse unseres Volks, vom Arzt bis zum Tech- a-5 011t Änrijten bis zum Kaufmann, vom Lehrer bis znm Theolügeu, den gesamten Brldungsinhalt unter einen größeren Gesichtspunkt zu bringen, nämlich den: Wie finde ich mich als Deutscher in der Welt zurecht '.cnd was hat das deutsche Volk in der Welt für eine Aufgabe?"
Der Berner „Bund" beurteilt das Verhältnis der Wilson- schen Pläne zu den Neutralen niit folgenden Sätzen:
„Tic Deutschen und die Oesterreicher müssen gewirßt haben, dast ne bre Risiken einer allgemeinen Erhebung der Neutralen! laufen, und mir nurssen damst .echiren, daß sie milstärische Dor- sorgen getrosten haben, sich oor dem äußeffteir zu beirmhrerr. Sie inuchreu vor allem daraus beda. sein, ihre holländische Deien nnstanke und die gegen Nvrden gerichcere Rückendeckung ;u Wäger und zu Lande so auszugestalten, oeß ihnen
^ Unterseebootskrieges keine tiebervasckmng mstrtarrscher Natur in die Quere konrmen kann. Man wird sie ms zum Beweis des Geg-eirteils nicht für so kurzsicWg halten ne rare an einen diplmnatischen oder bewaffneten nonslrrt nnt den Vereinigten Staaten geda.cht hätten, denn diesen hauen ste nnlstärisch nicht zn bestirchten. Die Union kann, wenn sie srch je nach her Anwendung.der UnterseebootsWaste gezwungen erachtet, in den Krieg ernzutteten, ein Kontingent non Fredvilttgen zu den veeren der Entente stoßen lassen, läuft aber Gefahr, ihre Küsten ebenfalls und zwar,an der Basis blockiert zn sehen. 4 er Artionsradrus der deutschen Boote gestattet das, wofür ia Ickon vor Wochen der Beweis geliefert worden ist. 2k Zuführung a,t l'auutum kann kaum noch weientlich gesteigert werden, wenn rl e isth uicht in ihrer eigenen militärischen Bereitschaft
schwachen will.
Was raürde sich ändern, wem: die europäischen Neutralen in den Konflrtt erngrrffen? Kaum etwas zu ungunsreu Deutschlands, 'Es es jmcb über eine Manövriermasse gebietet, die das stratc- grscpe Geketz aus ernen neuen .Kriegsschauplatz tragen könnte. Davor würde kerne militärische Aktion Wilsons die Anrainer Denstch- rands lchntzen. auch eine englische Landung in .Holland — wr- arrsgewtzt, daß Holland sich zum Abbrrrch der Beziehungen mit Deutschland berett sände und daraus der Kriegszustand hervorginge — kchne Ivahrscheinlich zu spät, um Holland vor den rm !trätegrschon Ausfall vorzutrageudeu aktiven Defensiven einer deutschen Armee zn bewahren, also — eine Invasion mehr.
ar . ^empA auf die Schweiz auszudehnen, besteht kern Alllatz, da der Bundesrat bereits den Grundsatz der unverbrnch- tichen Neutralität bekräftigt bat. Es bleibt nur noch einmal fcst- zustellen., daß die Schweiz sich nach allen Ststten und jede m gegenüber einer Flankenstellung effreut, die nach allen Seiten hin wirksam ist, aber — das muß erjt jetzt hervorgchoben werden — nur als Desensivslankc gedacht ist und somit das politische Grundgesetz mit dem strategischen zu seltener Ueberernstinimung bringt."
Der österreichisch-ungarifche Tagesbericht.
^ f J UTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird
verlautbart: 7. Februar 1917.
Oeftlicher Kriegsschauplatz.
An der rumäitifchen Front stellenweise regerer Geschütz- rampf. Nordöstlich von Kirlibaba wiesen wir einen Vorstoß zweier feindlicher.Kompagnien ab.
An der Beresina wurden bei einer erfolgreichen Vor-' ftldimternehmung zwei rnfsische Offiziere, 50 Mann und 8 Minenwerfer eingebracht. An der Aktion nahmen öster- reichych-nngarrsche Abteilungen teil.
Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Englischer Heeresbericht vom 6. Februar.
Während des Tages rückten wir unsere Linie in die Mchbarsckrait von Grandconrt, wo wir etwa tnnSmb Yards
eines feindlichen Grabens besetzten, vor. Lebhafte Tätigkeit auf beiden Seiten an der Soinmefront und im AbschnitL von Ypern. Wir führten eine erfolgreiche Beschießung einer Anzahl von Punkten der feindlichen Stellungen aus. Wir warfen Bomben auf eine feindliche Flugzeughalle, wo bedeutender Schaden beobachtet wurde. Zivei unserer Flugzeuge wurden iin Luftkampfe znm Niederaehen gezwirngen; Awei deuffche Aöaschinen wurden beschädicft zürn Wsturz gebracht.
' . '
Fliegerkämpfe am 5. und 6. Februar.
Berlin, 7. Febr. (WTB.) Trotz strenger Kälte herrschte auch am 6. Februar an der ganzen Westfront rege Fliegertätigkeit. In der Nacht vom 5. zum 6. Februar wurden die Bahnhofaulageu von Albert und Dernoncourt von inlseren Kampfgeschwadern erneut und mit gutem Erfolge mit Bomben belegt. Auf feindliche Lager bei Hebnterne und Proport wurden insgesamt 440 Kilo Bomben crb- geworfen. Mehrere Treffer wurden beobachtet.
Jnc Luftkampf wurden fünf feindliche Flugzeuge a b g e s ch o s s e n. Die Ueberreste von dreien sind in unserer Hand.
* . •
Die deutsche sperrgedietserttärimg.
»fr uci oogeuuoex man -unaajir acioarrer
müsse, ob die Blockade effektiv sei, mW danach sein weiteres Handeln einzurichten.
Diese Austastung' verkennt das Wesen der deutschen Sperr- gebrstserklärung vollständig, und es muß deshalb mit aller Deutlichkeit vor ihr gewarnt werden. Spe'rrgedülserklärung und Blockade haben nur eines gemeinsam, nämlich das Ziel, den Feind vom Seeverkehr abzicsperren. Genau so, wie England dieses Ziel gegenüber Deutschland nickst im Wege einer Blockade, sondern durch Schaffung von Geiabrzonen für die Schiffahrt zu erreichen !achte, genau ebcww will Deutschland jetzt durch seine L'perrgebietserklärung dieselbe Waste gegen England anwend Qi, lum England von: Seeverkehr seinerseits abzusperren. England hat bereits am 3. November 1914 die Nordsee „zum Kriegsgebiett" er- uärt. Mit dieser Erklärung hat es angedroht, daß die gesamte dcordsee ftrr jeden ftiedlichen Handelsverkehr gesperrt sei, daß dort die friedliche Schiffahrt den ernstesten Gefahren durch Minen und Kriegsschiffe ausgesetzt sei und daß Handelsschiffe, die trotzdem dieses Gebiet zu durchfahren suchten, dies aus eigene Gefahr tun würden. Ergland sah aber schon bald ein, daß es trotz dieses von rhm -damals willkürlich und entgegen allem Völkerrecht erklärten Kriegsgebiets sein Ziel, Deutschlands Frauen und Kinder dem Hungertode zu überliefern, nicht erreichen wurde. Deshalb» erließ es am 11. Mürz 1915 jene berüchttgte Order in Counzil, bei bereit Ausführung es schließlich so weit ging, die Neutralen aut Rationen zu setzen, sie zu blockieren. Als auch diese Maßnahme trotz zioeijähriger brrttalster Durchführung das Verhim- gern Deutschlmrds immer noch Nicht zur Folge hatte, erklärt« England am 26. Januar 1917 nochmals einen Teil der Nordseck zum Kriegsgebiet. Zweimal also hat England einen Teil der hohen See gesperrt. Zweimal liat es erklärt, daß derjenige, der iich in dieses gesperrte Gebiet begebe, Gefahr laufe, und zwar nicht rarr Gefahr lause für sein Schiff, sondern auch für das Leben aller an Bord befindlicher Menschen. Ohne Rücksicht aist die Rechte der Neutralen und die Rechte des ftiedlichen Handelsverkehrs hat England somit den Begriff eines Kriegsgebiets geschaffen,' dessen Wesen ist: Ankündigung einer genau begrenzten Gefahrzone durch Androhung ungenannter Gefahren für Schiff und Leben seiner Besatzung, ungehemmte Kriegführirng gegen jeden Schiffsverkehr innerhalb dieses Gebietes.
^ Deutschland ist rarnmehr diesem englisck>en Beispiel gefolgt. Dreine Sperrgcbietserklärung unterscheidet sich nur darin von den englischen Kriegsgebietserklärungen, daß cs neutrale Küsten nicht mit einbegriffen hat. Genau wie die englischen Kriegs gebietst erklärungen keine Blockadeerklärnngen sind oder sein wollen, genau ebenso wenig hat die deutsche Erklärung mit einer Blockadeerklarnng gemein. Das deutsche Sperrgebiet ist ein Gebiet, das nicht passiert werden kann, ohne daß Schiss und Besatzung sich der Gefahr der Berinchtting aussetzen. In diesem Gebiet wird nneingesch-räukc gegen den gesamten Seeverkehr nach und von den seindlichest Ländern Krieg gestrhrt, umd es gilt für dieses Gebiet das Wort' Wer stch in Gefahr begibt, kommt darin um.
Wilson und die Neutralen.
Kopenhagen, 6. Febr. (WTB.) Die Note des Präsidenten Wilson an die neutralen Staaten ist nach einer VTeldung der Abendblätter heute gleichzeitig in Kopenhagen, Stockholm und Kristiania überreicht worden. Wilson fordert darin die neutralen Staaten auf, dem Beispiel Amerikas zu folgen und die diplonratischen Beziehungen zu Deutscki- Fnd abzubrechen. Nach sicherem Verlauten wird die Antwort der dänischen Regierung auf die Note Wilsons darauf Hinweisen, daß die Stellung Dänemarks vollständig verkchie- ist, es deshalb unnwglich sei, einen Vergleich anzustreben, und daß die skandinavischen Länder in Stockholm vcr' handelten, um gemeinsame skandinavische Vorstellungen auf völkerrechtlicher Grundlage anläßlich der deut- chen Absperrungsbestimmungen in Berlin zu erheben.
m
Aus Holland.
Haag, 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die holländische Regierung hat seit gestern das Auslaufen h o l l ä n d i scher Schiffe nach England verboten. Es wird :uver- lässig berichtet, daß England am 1. Februar den holländischen Reedern erklärt habe, daß die in England befindlichen hollän-


