Nr. ZI
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AußsrderuNM Wilsons an die Neutralen
.MTB.) Großes Hauptquartier, 5. Februar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Vom Nordufer der Ancre.lüs zur Somme spielten sich bei starkem Artilleriefeuer in ,-inzelnen Abschnitten auch Jnsanteriekümpfe ab.
Im Gegenstoß wurde den üfNgländern der größte Teil der Gräben östlich von Beauer» urt wieder entrissen; dabei blieben rund huudert Gefangne in unserer Hand.
Nachmittags scheitelte ein ! heftiger Engläuderanqriff nördlich von Beaucorrrt, nachts 4 oiederholter Ansturm starker Kräfte gegen unsere Stellung en östlich von Grandcourt bis südlich von Pys. Auch am Vj ege von Beaulencourt nach Gueudecourt wurde gekämpft.
Südlich der Somme holten« Stoßtruvvs über zwanzig Franzosen und Engländer aus b en feindlichen Linien.
Oestlicher Krieg sschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls PrinzenLeopold von Bayern.
An der N a r a j o w k a fühl! jen kleine russische Abteilungen stegen unsere Sicherungen Mar, die sie durch Feuer zu- rückwiefcn.
An der
Front des Grrckeralobersten v ^ Erzherzog; Zosef
and bei der
Heeresgruppe des Gelteralfeldmarschalls vonMaj^ensen
ist die Lage bei geringem Arte tleriefeuer und Vorfeldgesech- ten unverändert.
Mazedonij che Front.
Nichts Neues.
Der Er- e Generalauartiermeister Ludendorff.
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Der Äbendbericht.
Berlin, 5. Fevr.. abi-nds. (WTB. Amtlich.)
Von den Fronten sindo größere Kampfhandlungen nicht gemeldet.
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Man hatte sich den WeFtkrieg früher, als er noch nicht Tatsache war, viel einförnck -ger, als einen lebenerlöschenden Vernichter alles Buntgesk/ (tigert, vorgestellt. In den ersten Kriegswochen hätte man b. eujeuigen, der etwa hatte prophe- zeierc wollen, daß nach zwei Kriegsjahren im Innern unseres Landes noch. Konzerte, Theatervorstellungeir, Wintervergnügmrgen um der Eisbahn, stattfinden könnten, einfach ausgelacht. Und heuuoch ist es so gekonffnen. Ein Lebensvernichter, ein Zs'rrtreter des Schönen und Mannig- :u eg gewiß in reichem Maße gewesen.
faltigen, ist der Weltkr. Aber es ist, als würde
chm von einer „höheren" Hand doch
rnanches unter der nttfW iberischen Sichel hinweggezogen. Der Grabenkrieg bat die A erhältnisse umgewandelt, der starke Aerteidigungsschutz, bitr urtfer Vaterland vor dem Ächrecken eines Einfalles der F.Feinde bewahrt, hat uns Muße verschafft, uns aus lanäiae Dauer des „Weltbrandes" einzu- richten. Unsere Ortzt anisattonen, die zwar nicht alles haben zuwege bringe -1 können und der Kritik vieles offenstehen lassen mußtH/, haben dem Lebenserlöscher wirksam entgeg eng carbeitet. Mir wissen jetzt, daß wir wirklich durchhalten können.. Denn uns alten ist die • Ueberzeugung gekommen, daß der"- Krieg doch nicht s o lange dauern kann, als es einst ein K) tchener in den Bereich der Möglichkeit gestellt hat, und Ä oyd George selber, hgs geduldige England, beginnen unA uhig zu werden und stellen vor der Welt fest, daß die (ZnijJ Heidungen nahe bevorstehen. Wie ruhig stehen wir Deutsch! da in der Gewißheit, daß wir auf alles wohl vorbereitet j ind, daß die Anwendung der schärfsten Mittel, den Krieg,' bald zu beendigen, wohl erwogen sind in allen Folgeerft Heinungen! Das deutsche Volk hat seine Kräfte erprobt uni o vermag einer ganzen Welt von Feinden ftand zuhalt en. Girl Gefühl des Stolzes! ist mit der Erwartung der bevorstehende? r Folgen des ungehemmten U-Bootkrieges zugleich in unsere ^Herzen gezogen. Welcher Feind könnte.uns heute noch den, Sieg entreißen, nachdem wir so Großes erreicht habe/tt und nun die letzte, schwerste Waffe gegen iden Hauptgegner schwingen! In dieser Zeit einer stolzerr Erwartung, einer ruhigen, stählernen Fasses mg, da verschlägt es nichts, wenn wir wegen der grimmiger t Kälte für einige Tage die Musentempel, die schulen und andere öffentliche Einrichtungen schließen. Gesprenge Herren negieren nicht lange. Jetzt erst spüren wir einmal recht, dtz iß wir in einer eisernen, auch in einer eiskalten Zell leflck n. Aber wir werden weder verhungern, noch erfrieren. Huna er und Kälte setzen auch unseren Feinden zu, >luw am Ende ! önnen w i r sie besser ertragen als diese. Der „scharfe Geisten zahn", der „auf pseilgespitzten Zungen" gegen uns yerandrcnv g und uns den Kohlenmangel fühlbar machte, bei we äterMvicht so unsympathisch als der neueste Wtno aus dem „neutralen" Lager der Vereinigten Staaten. Doch auch, di- 1er schreckt uns nicht. Wilson hat nach dest neuesten Nach richten versucht, in besonderen Noten an die kleineren Met neutralen diese zum Gleichschritt an der Seite Amerikas zu bewegen. Nach Stimmen, die aus Holland und der c^chwerz z u uns dringen, scheint es ihm nicht zu gelingen. Man durchs^ aut die Ziele des Präsidenten. Er will die An- deren semew krgenen Zielen und Zwecken dienstbar machen und dann sez bst wohl schwerlich die äußersten Konsequenzen ziehen. Da e> t binsieht, dajß er zu weit vom Schüsse ist, um unv wirklich, gefährlich zu werden, so sollen die anderen Neutralen bl fc Gefahren, die uns bedrohen, vermehren. Diese aber, unsere, unmittelbaren Nachbarn, haben noch einige Ach
tung vor unseren Kräften und setzen einiges Mißtrauen in die Lockrufe, die so weit her übers Wasser zu ihnen dringen. So wird Herr Wilson seine Entschlüsse zunächst wohl allein fassen müssen.
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Der österreichisch.ur»garische Tagesbericht.
Wien. 5.Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 5. Februar 1917. '
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Feindliche Abteilungen. die gegen unsere Stellungen südwestlich von B rzezany vorfühlten, wurden durch Feuer vertrieben. ^
Italienischer Kriegsschauplatz.
Gestern morgen drang eine Abteilung des Feld-Jäger- Bataillons Nr. 39 in eine feindliche Stellung westlich des Plöcken-Passes (Karnischer Kamm) ein, nahm einrn Offizier und 28 Mann gefangen und erbeutete ein Maschinengewehr, einen Minenwerfer und mehrere Gewehre. Sollst keine Ereignisse von Belang.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Lage unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höf er, Feldmarschalleutttant.
Ein Luftangriff ans den Haien von Dünkirchen.
B e r l i n, 5. Febr. (WTB. Amtlich.) Ein deutsches Marineflugzeug belegte am 3. Februar abends die Hafenaistagen von Dünkirchen erfolgreich mit Bomben. Ein in einem dortigen Schuppen entstandener Braird war beim Rückflug noch weithin sichtbar.
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.Krieg und Arbeit in den Froilten.
Berlin, 5. Febr. (WTB. Nichtanstlich.) Wenn von den der- schiebenen Kriegsschauplapen in den letzten Tagen gemeldet wurde, „Keine Ereigilisse von Bedeutung", so hatte indessen doch nirgends der Kampf auch nur eine Sekunde gestockt. Auf der gesamten, 2000 Kilometer langen Front in Belgien, Frarstreich, Rußland, Runcänien und Mazedonien stehen in den Graben-Labyrinthen von Truppen zu jeder Stunde des Tages mit) der Nacht am Gewehr, stets bereit, jeden Versuch des belagerte:: Feindes, den Gürtel der Belagerer zu sprengen, zurückzuweisen. Beobachter, Artillerie und Minenwerser stehen Tag und Nacht aus ihrem Posten. Tie Batterien, verborgen in Wäldern, in SckMee und Eis versimken, sind jede Minute feuerbereite Lln Hunderten von .Abschnitten kommt es zu Artillerietampfen, Feuerübersällen und heftigen Kanonaden, die Zähigkeit imb Pflichttreue verlangen _ und auch blutige flpstr fordern. In der Nacht schieben sich die Patrouillen vor die Drahtverhaue, k auern die Horchposten in Sappenköpstn und Granattrichterir und . vollbringen stille Heldentaten, die niemand kenist. Täglich werden mit Mühen und Gefahren unzählige kleinere^ und größere Erkundungen unternommen, die bis in die feindlichen Stellungen führen. Pioniere wühlen und bauen in den Schächten, horchen Mifmerksam aus jedes Geräusch unter der Erde, in Taistenden von Fernsprechnnterständen herrscht angespannte Fiebertätigkeit zur Entgegennahme und Weitergabe von Meldungen, bei Dag und Nacht sind Scharen von Drahtslickern, unterwegs, um gestörte und zerschostene Leitungen wieder herzu- stellem Mck dem anbrechenden Tage — wenn das Wetter es irgend zuläßr — erheben sich die Fliegergeschwader auf langen Fronten in der Lust zu täglichen Aufklärungen und Kämpfen^ mit den: Feind, Tag und Nacht sind Kolonnen unterwegs, in Schnee und Eis, im Feuer feindlicher Granaten, um Munition, Nahrung und Ppst zu den Feuerstellungen zu bringen und Kranke und Verwundete zurückzuschaffen. In Tausenden von Verbandplätzen und Feldkriegslazaretten arbeitet ununterbrochen ein Heer von Aerzten, Pflegern und Pflegerinnen. Tie Feldbäckereien und Feldschlächtereien sind dauernd in fleberhaster Tätigkeit. Millionen von Männern stehen unausgesetzt bei Tag und Nacht im Kampfe, in der Ätrbeit, in freudiger Hingebung und unerschütterlicher Entschlossenheit, beseelt vom festen Vertrauen auf den Endsieg.
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Ein Besuch des Kaisers beim König von Bulgarien.
Großes Hauptquartier, 4. Febr. (WTB. Anitlich.) Der Kaiser begaÄ sich zum Besuche des Königs von Bulgarien am 3. Feoruar mit einem größeren Gefolge, unter denen sich auch der bulgarifche mikitärbevollmächtigte Oberst Janichowj befand, nach P o e st y e n in Ungarn, wo der König zur Kur weilt. Auf dem Wege von dem Bahnhof zum Hotel Thexnia-Palast wurde der Kaiser von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. In der .Halle des Hotels hatten sich die Spitzen der Behörden, die Badedirektion sowie eine größere Anzahl rekonvaleszenter Offtzierc der österreichisch-ungarisch len Armee versammelt. Der Kviser sprach jeden einzelnen an, n. a. auch den Bruder des ungarischen Ministerpräsidenten Grafen Tisza. Hierauf begab sich der Kaiser zu den Wohnränmen des Königs von Bulgarien, der ihn mit seinem Bruder, dem Prinzen Phillipp von Sach'en-Coburg imd Gotha, vor dem Eingang herzlich begrüßte. Borde Monarchen konferierf- teninehreren Stunden allein. lJm>Anschskußdaran fand eine Abendtafel im großen Saale des Hotels statt, an der auch die beiderseitigen Gefolge teilnabmen. Der Kaiser saß zwischen dem König und dem Prinzen Phstlipp, dem der Kviser den hohen Orden vom Schwarzerc Äldler verliehen hatte.
Nach der TafÄ wurden dem Kaiser Damen und Herren des rmgarischen Roten Kreuzes vorgestellt, zu dessen Gunsten er einen goldenen Nagel in eine Nachbildung der Kwne Ungarns einschlug. Am späten Abend wurde nach herzlicher VeraKschiä>ung die Rückreife nach dem großen Hauptquartier angetreten.
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 5. Febr. (WTB.) Generalstabsberrcht.
Tigrisfrvnt: Südlich des Tigris heftiger Är-
tilleriekampf. An der Felahie-Dtellu ng ^ZntiMterre- und AEleriestner und Kinnpse Mischer AnstkärungspatrouillAl. zu unseren Gunsten. Ans GsfangenenatlSsagen geht hervor, daß während des Kampfes am 1. Februar 1917 zwei feindtiche
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Bataillone , jedes in einer Stärke von 700 Mann, denen es gelang, in unsere Stellungen cinzudringeir, volftändig Vernichtet wurden.
Persische F r v nt: Wir nahmen dem Feind emen Zw» von 335 beladenen Kamelen ab.
5kaukasusfront: Wir schlugen feindliche UngrrfNt ttsu M gegen unseren rechteir Flügel ab.
Nach späteren Meldungen itmrbm bei unserer Beschießung von Tencdos ein Ballonab^vehrgeschütz und der Leuchtturm der Insel zerstört sowie acht LasWhne verserrkt. Ein von Tenedx^ geflüchteter Einwohner erklärte, daß auf 'der Insel kein Hospital vorhanden sei. Infolgedessen hat der Feind durch das Aufziehen von Rote Kreuz-Fahnen im klugen blick unserer Beschießung nnea> dings einen Verstoß gegen die Genfer Konvention begangen. Ein feindliches Schiff, das sich dem früher von uns bei Castellori vesienkten feindlichen Kreuzer zu nähern versuchte, wurde durch unser Arttlleriefeuer zum Sinken gebracht.
Ein neues türkisches Kabinett.
K o n st a n t i n o p e l, 4. Febr. (WTB.) Meldung der Agentur Milli. Großwefier Said Hcklim Pascha hat den Sultan aus Gesundheitsrücksichten um Entlassung grfKten. Der Sultan hat das Rücktritts ge such angenommen und den Mimster des Jttnern, Talaat Bey, mit der Bildung eines neuen Kabinetts Üeauf- ttagt. Talaat Bey hat die Kabinettsbstdung übernommen.
Das neue Kabinett setzt sich folgendermaßen Msammen: Dalaat Bey Großwefier mrd Inneres, sowie zeitwestig Finanzen, Mafla Kiazim Effendi Scheich ül Islam und Bakus, Messiny Bey Aeuße- rcs. Halst Bey Justiz und Vorsitz des Staatsrates, Enver Pascha Krieg, Tjemal Pascha Marine, Schükri Bey öffentlicher Unterricht und zeitwestig Posten und Telegraphen, der Abgeordnete flir Cü- sarea Scheres Bry Handel und Ackerbau, Ari Münif Bey, Gouverneur des Libanon, öffentliche Arbeiten.
Ter Sultan hat Talaat Bey den Titel Wesir und Pascha verliehen. Das neue Käbinett Talaat Pascha findet allgemein günstige Aufnahme. Das Kabinett, von dem nrehrere Mst- glicder dem früheren angehörten, wird die bisherige Polittk weite« verfolgen, nämlich energische Fortsetzung des Krieges an der Seite der BerMndeten bis zitr Erreichung des Endsieges.
Als sich der Zug des Großwesiers nach der Hohen Psotte begab, ivurde er von der 'Bevölkerung warm begrüßt. Großwefier Talaat Pascha hat heute seinen Posten angetreten und die Glückwünsche der Reichswürdenträger, der Senatoren und Abgeordneten, des diplomatischen Korps usw. entgegengenommen.
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Wilsons Lockrufe an die Neutralen.
Bern, 5. Febr. (WTB. dttchtamtl.) Meldung der Schweizerischen Tepeschen-Ageittur: Präsident Wilson hat an die schweizerische Regierung eine Note gerichtet, in der er diese ein- lädt, sich dem Vorgehen Amerikas gegenüber Deutschland anzuschließen. Der Bundesrat befaßte sich heute in einer besonderen Sitzung mit dieser Note und stellte die Antwort an Wilson^ fest. Tie Antwott der schweizerischen Regierung wird erst veröffentlicht, wenn Wstson in ihrem Besitz ist.
Tie aus Anieritä stammende Nachricht, wonach die Schweiz mit der Vertretung der deutschen Interessen in Amerika betraut wurde, ist verfrüht. Dagegen besteht rrach Erkundigungen der Schweizerischen Depeschen-Agentur kein Zweifel darüber, daß die Schweiz gegebenenfalls einen solchen Auftrag annehmen werde.
Amsterdam, 5. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Ein Presse bureau veröffenllicht eine Depesche aus Washington vom 5. Februar, daß Wilsonan dieNeutralen eineNoteabgeschickt b a b e, in der er sie ausfordert, seinem Protest gegen das Auftreten Deutschla ndsgegen den nercttalen Seehandel zu unterstützen. Diese" Schritt sei eine Vorbereitung für den Plan, gemeinsam auf die Beschleunigung des Friedens und auf die Beschützung der Iiechte der Neuttalen hinzuarbeiteu. ,
London, 5. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Das Reutersche Bureau meldet aus Washington, die amerikanischen Vertreter im Auslände erhielten eine Instruktion, der neutralen Regierung mitzutesten, daß Wstson glaube, es werde zum Frieden führen, wem: die N-ecttralen dem Beispiele Amerikas folgten.
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Beschlagnahme deutscher Schiffe durch Amerika.
-Berlin, 5. Febr. (Prwattel.) Nach hierher gelangten Meldungen hat die Regierung der Vereinigten Staatenz außer den bereits genreldeten Handelsschiffen anch Hilfskreuzer, welche in amerikanischen Häfen liegen, beschlagnahmt und die Mannschaft dieser Kveuzer interniert.
London, 4. Febr. (WTB. Mchtamtlich.) Das Reuter- sche Bureau meldet aus Washington: Es' verlautet, daß die Regierung nicht beabsichtigt, die deutschen Handelsschiffe, die in amerikanischen .Häfen liegen, zu beschlagnahmen, da das eine Kriegshandlung wäre. Die Dampfer „Kronprinz Wilhelm", „Priirz Eitel Friedrich", „Ap- pam" und „Kronprinzessin Cäcilie" stehen bereits unter der Aufsicht der Regierung. Amtlicherseits lvird erklärt, daß die Maßregel der Behörden dorr Panama zweifellos zeitweiliger Natur sei und nur in der Absicht getro-ffen tourde, um zu verhindern, daß die Besatzungerr die Schiffe in die Luft sprengen und dabei den Kanal gefährden.
Amsterdam, 4. Febr. (WTB.) Meldung des Reutev- schen Bureaus. Der deutsche Dampfer „Kronprinzessin C.ecilie" in Boston ist beschlagnahmt worden.
Die amerikanische Regierung erwägt, ob die anrerika. urschen Schiffe durch die Seesperre durch Kriegsschiffe ge* leitet werden sollen.
In Panama wurden vier Dampfer der Ham- burg-Amerika-Linie, die sich dort seit KriegsauS-' bruch befinden, von den Behörden der Pananrakarralzorve beschlagnahmt.
Washington, 5. Febr (WTB. Nichtanrtlich.) Wie verlautet, haben die deutschen Besatzungen an Bord der in den philippinischen Häfen liegendeuk Schisse versucht, die Maschiiren zu zerjpMU.


