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2.2.1917 Erstes Blatt
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Nr. 28

Dertc|mr Anzeiger

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Srft« Blatt |6Z. Jahrgang SreUag. 2

Gietzener Anzeiger

Zreitag. 2. Zebruar 19^

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General-Anzeiger für Oderhesjen

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amtlich in Gießen.

m ll-Vootkrieg und die noch unentschiedene Haltung der Neutralen.

(WTB.) Großes Hauptquartier. 1. Februar. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

An vielen Stellen der Front brachten Ertundungsvor- itoße mrtmiic Feststellungen über den Feind.

Oesilicher Kriegsschauplatz.

Front des Genera lfeld marschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Bei sehr strenger Kalte nur an wenigen Stellen leb­hafte Kampftätigkeit.

An der Najarowla, südöstlich von Lipnica Dotna. drangen Teile eines sächsischen Regiments in die russische Stellung und kehlen mit sechzig Gefangenen und einenl Maschinengewehr als Beute zurück.

An der

Front des Generalobersten Erzherzog Josef

und per der c

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen

kleine Vorfeldgefechte und vereinzeltes Artilleriefeuer.

M a z e d o n i s ch e F r o n t.

Südwestlich des Doiranfees nach starkem Feuer vor gehende Abteilungen würden abgewiesen.

Der Erste Generalquartiermeister L u d c n d o r f f.

* * *

Wir stehen tu der Erwartung großer Tinge. Die End scherdung gewisser Neutraler, insbesondere Amerikas, steht uns letzt bevor. Ziehen wir uns durch den neuesten Entschluß notterer Regierung neue Feinde zu - nun. so ist das zwar auch ein .großes Ding", itrdem eine ungeheure Spannung sich crusgelSst haben wird. Wir haben diesen Fall in den Bereich der Mg lichte iten gesetzt und zittern keineswegs davor Entscheidet sich Herr Wilson seine Entscheidung UJtrb wahrscheinlich tn>T derjenigen aller andern beteiligten Neutralen fallen für die Beibehaltung der Neutralität in dem bisher von ihm geübten Maße/so sind wir eben ialls von eirtem ?llpdruck befreit, nnd wir du Isen uns ge stehen, daß uns dieser Fall eine wirkliche Genugtuung bereiten würde. Es gibt, das' lehrt uns ent Blick itt die Presse, heute in Deutschland in dieser großen Zukunftsfrage keine Zweifler und Angstmeier mehr. Der Kampf im Inner- sten der Volksseele ist zugunsten eines entschlossenen Willens entschieden. Da herrscht eitle frohe Bejahung, eine ingrim irrige Gewißheit, weun wir an die in Schillers Worte ge 'kleidete Selbstprüfung des wagemtttigen Friedland denken: Und hast du dir's auch redlich selbst bedacht? Du willst die Macht, die ruhig thronende, e r s ch ü t t e r n, die in verjährt geheiligtem Besitz, in der Gewohnheit festgegründet ruht!?" Nun, eine ruhig thronende Macht ist England heute schon tticht mehr. Seine eingestandene Sorge wächst, lvird jetzt rapide wachsen. Heute wird gemeldet, daß Lloyd George sich mit dem Protest der weißen Arbeiter gegen das Ein­dringen der .Kulis auf dem Arbeitsinarkt in England abzufindcn habe. Wir werden, nach dem stolzen, bescheiden misgedrückten Vorhaben unserer Marine, England zum Friedett bringen. Sogar derVorwärts" teilt diese Hoffnung und drückt sein ruhiges Einverständnis mit dem verschärften U-Bootkrieg aus:

ganze Pritsche Volk ist eitrig in dem Wunsche, seine '^e^wtgung so bald wie möglich erfolgreich zu beenden. Das ganze oeutsthc Volk ist emverstanden mit der Anwendung von Mitteln d« geeignet sind, diesem Zweck zu dienen. Tie Frage, welche Mrttel als geeignet zu betrachten sind, kann aber nicht durch Tis- kusswn m Vepammümgen und in der Presse, sondern nur in einem engey Perpmenkreis entschieden werden. Auch,! in einer vollkvm- nßeuen Dcmokratte könnte das nicht anders sein, nur wäre dort der Persouenkreis ein anderer."

, ^<N EU traten werden sich fragen, wo ihre Interessen lEgen Aber sre mögen sich sagen, daß erstens eine zerschmetternde Niederlage Deutschlands nicht in ihrem Ittteresse liegt, und daß zweitens selbst foenn sie tu diesen: Punkte anderer Meinung mi \ muten ieme wlche zerschmetternde Niederlage Deutschlands auch durch ihren Beitrttt zur gegnerischen Koalitton nicht zu erreichen wäre. L-ie wollen, was mich wir, und ganz besonders 1UCC deutschen Sozialdemokraten wollet!: den Frieden, der irrcht ^ du^ch physischen Druck auf Deutschland, sondern nur durch 'l^oE^'wen Truck aus die friedenweigernden Gegner zu erreichen nt Mehr denn w sollten sie also dies ist unstre Hofsnting te&t alle chre Kräfte dav^n setzen. Um dein Krieg ein Ende zu

Winttnvrtter uutcröiubft auf stärkere .Kampftätigkeit.

alle bereiten

Wenn wir dasBerliner Tagebl." noch einmal erwäh- ebenfalls die Notwendigkeit betont,mit ruhi­ger Festigkeit geradeaus zu blicken", so veranlaßt uns dazu ferne u^rraschendc Behauptung, die sich in folgendem Satze ausoruckt:Daß es zum uneingeschränkte:: Unterseebootkrieg ckommen werde, war allen, die prüfend die Euttvickeluitg der sDtngc betrachteten den Gegnern und den Anhängern ^teferKrtegsmethode seit langen: klar. Von den: Tage ab, Friedensangebot ablehnte, wußte man, tr^« Ä - stunde des uneingeschränkten ober uttgehemintcn ^Aootkrteges gekommen sei. Uns deucht, dieses Prophcteu- L ? i. Cr ^bn Ereignissen her ist jetzt eine billige Sache. Gewöhnliche auch gut unterrichtete Sterbliche, waren nicht nr folchem Maße vom Lichte des Wissens beschienen, freuen uns jedoch alle, daß die Zeit der Ungewißheit gültig vorüber rft!

Wir

end-

Dev dfterreichisch-ungari^che Tagesbericht.

wriJuthfr?-' Nichtamtlich.) Amtlich verlautvart. I.Februuar 1916.

wird

Außergewöhnlich starkes der ganze,: Ostfront jedwede Auch vom

Italienischen Kriegsschauplatz und aus Albanien ist nichts Wesentliches zu melden.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r. Fcldmarschalleutnant.

* * *

Der verschärfte U-Sootkrieg.

Die Erürtermig im Hauptausschnß des Reichstags.

Berlin, l. Febr. lWTB. Nichtamtlich.) Der L>auptausschuß des Reichstages setzte heule die vertrauliche Besprechung der gestri- get: Mitteilungen des Reichskanzlers fort. Zunächst nahm der Ver­treter her s o z i a l d e m o i' r a t i s ch e n Fraktion das Wort. Darauf folgten erneute Ausführungen des Staatssekretärs des Aus­wärtigen Atutcs. des Reichsamtes des Innertt nnd des Reichs- mariueamles. Sodann legte der Vertreter der k o n s e r v a tim e n Partei den Standpunkt seiner Freunde dar. Nach kurzen Aus­führungen des Chefs des Kriegsamtes sprach der Redner der Deut s ch e n F r o k t i o n. Narydem der Staatssekretär des Reichs­marineamtes nochinals das Wort getwmmen hatte, schloß die Er- örterung in der Borinittagsätzung mit ei.Ncr Rede des Vertteters der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft.

Berlin, 1. Febr. (WTB.) In der Nachmittagssitzung des H a u p t a u s s ch u s s e s des Reichstages begann die vertrau­lichen Verhandlunget: ttckt Ausführungen eines Mitgliedes der Fortschrittlichen Vvlkspartei. Darnach-achett erneut die Staats­sekretäre des AnÄvärtigen Anrtes, des Reichsmarincamts und des Innern. Nach kurzen Bemerkttngetr des Cl-efs des Ktiegsamtes nalnn sodann eitt Mitglied der Nationalliberalet: Partei das Wort, an desfet: Ansführunget: der Slaatsstkreiär des-Auswärtigen Amtes einige Mitteilungen knüpfte. Nachdem ttoch ein Mitglied der Sozial- demokratisckten Fraktion und weiter ein Vertreter der Deutschen Partei gesptrchen hatte, wurde die Aussprache geschlossen.

Kouferenz des holländischen MQrittcministeriums.

Haag, 1, Febr. (WTB. Mchtamtlich. Das vorläufige Verbot der Regierung, daß bolländnchen Schiffen die Aus­fahrt aus dett Häfen nach See untersagt, erstreckt sich attch üitf alle neutralen in See gehenden Schisse und hat den Zweck, den Schiffen erst getraue Anweisung über die einzu- schlagcnde Route zu. geben.

Das Korrespondenzbureau erfährt, daß gestern nach- mrttag im Marinedepartement eine Konferenz der nieder­ländischen Reeder mit den itt Betracht kommenden Ministern und Marinebehö-rden stattgeftuidett hat.

Der Postdainvser von Blissingen nach Londotl ist gestetm nicht ansgefahren.

1. Febr. iWTB. Mchtamtlich. ^ An der Konferenz :m N<annemitiisteriuin nahnten der Marinemitnster, der Acker- bauminister, dar Koloniokminister, der Chef des Maritteftabes, der Prä,tuent^ des Niederländischen Ileberseetrttstes, Tirektionsmitglie-' der der Dampsschissahrtsgeselllchasten. und der Direktor des Reichs- getreidebureans te:l. Man glaubt, daß hatrptsächlich über Maß­regeln zutn schütze der Sch>isfe, die sich ^unterwegs befinden, ge­sprochen wurde.

Tie Zeelandgesellschast hat aus Anordnung der Regierung den Treust mir England eingestellt.

Das Reicbsburacru st'ir die Ausfahrt von Schiffen teilt dem Korrejpondenzburcau mit, daß zioei Schleppdampfer abgeschich Nmrden, um den DampferWesterdijk" der sich troch ünmer mit etuer Ladung von Regierungsgetteide in Stortrowat) befindet, nach «ollatid zu schleppen. Die beiden Schleppdampwr sind nachts ans Nreuwe Walertveg ausgefahren.

Haag, 1. Febr. (WTB.) Gesternt nbetrd erhielt der Mi nister des Aeußern nacheittander von dem deutschen ttud den: österretchisch-ungarischett Gesaudten Mitteilungen, in denett die nenett deutschen Blockadegebiete erläutert werden, die am 1. Februar in Kraft treten.

Der Paffagierverkehr nach und von England.

B^erlitt, 1. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Ebenso wie für bei: Verkehr der regelmäßige:: amerikanischen Passagier danrpfer im Sperrgebiet Fcstsetzunget: getrofsen sind, ist auch dem Bedürfnis des kontinentalen Passagier- Verkehrs dadurch Rechnnng getragen lvorden, daß zwi­schen Vlissingen und Southwold wochentäglich in jeder Mch- tnng ein holländischer Raddampfer unter der Bedingung verkehret: darf, daß er das Sperrgebiet bei Tageslicht passiert und ans dem Hin- und Rt'icktvege das Noordhinder- Feuerschiff angesteuert wird. Auch für diese Schiffe sind, roie für die amerikanischen Pnssagierdampfer, besondere Ab­zeichen für Tag uttd dkacht vorgesehen.

V m n i d e n , 31. Fan. (WTB.) Detr holländischen DampfernZeelandia",Stroom" mtbRynskroom" ist ans Beranlassttng der holländischen Regierung die Aus­fahrt verboten worden. Dieses Verbot bezieht sich auf alle Hollandisschen Dampfer nnd Fischerfahrzeuae, die die mederlandischei: .Hoheitsgewässer verlassen wollen. Es ist durch die verschärfte deutsche Tauchboottaktik, die mit detn 1. Februar begiuttt, veratttaßt worden. Fremde Fahrzettge ollen dein: Verlassen der .Häfen gewarttt werden. ^Nan lvartet auf die Festlegung einer ungefährdeten Fahrstraße.

Stimmen aus Holland.

Amsterdam, 1. Febr. >'WTB. Nichtamtl.) TieT i i d" jchrerbt tu eurem Leitartikel über den verschärften U-Bootkricg: llniere Regrerung sieht sich sehr großen Schwierigkeiten gegen­über. Es rst znwr richtig, daß den Nerttralen die Gebiete vorher bezeichnet wurden, in denen Deutschland sich tv'r U-Bvvt-Waffe bedient, ebenso tvie Clnglatrd cs bei der Abschließung der deut- chen Bullst tat. Aber das vor: Deutschland für gefährlich erklärte Georet :st mel ausgedehnter und umfaßt die Route von Großschiff- fahrtsluncn, und außerdem ist die U-Boots-Gefahr unendlich arößer, als die Gefahr der englischen Minensperre. Atlßer-

w«'s

dem steht zu befürchten, daß attch das freigegebcne Seegebiet nicht ganz ungefährlich sein wird. Tie Erklärung des deutschen Ge­sandten an unsere Regierung, daß die 'detttsche Regierung bereit ist, besondere Vorkehrungen zu tteffen, um den Post- und Passagier^verkehr zwischen Holland und England aus der Linie VlissingenSouthwold zu schonen, nützt unseren holländischen Schiffen, die mit Frachten an unsere Regierung, zum Beispiel auS Amerika kommen nnd in England bunkern müssen, tüchts. Unsere Lebensmittelversorgung ist in Frage gestellt, und unser Volk wird den Ernst der Zeit vermutlich noch stärker zu ft'chlen bekomnnn als bisher.

Haag, 1. Febr. (WTB. Nich.tanttlich.> Meldung des .Haager Korrespondenz-Bureaus. DerN i e u w e C «o u r a n t" schreibt, daß auf dem Gebiete des Seerechts die zivilisierte Welt jetzt einen Zustand von Anarchie erreicht habe, in detn ebenso wenig auf die Stimmen der Neutralen, wie auf die das Rechts gehört iverde. Holland erwarteten die größten ivirtschaftlicheu Schwrerigkeitear, die es aber vielleicht ebenso wie bisher ganz oder teilweise werde überwinde:: köime. Vickleicht wird die äußerste Gewalttätigkeit, in ibrer ganzen Schrecklichkeit angewendet, durchzusetz'u vermögen, was- Wilson mit seiner Friedens Vermittelung nicht erreicht habe, nämlich das Ende des Krieges näher zu rücken.

DasVaderland" schreibt:' So sind denn die Niederlande neuerdings in die Enge getrieben, und diesmal ärger als je zuvor. Wir können nur hoffen, daß die Maßregel picht in ihrem vollen Umfange zur Turck.fülrung kommen wird, und es sind verschiedene Anzeichett vorhanden, daß man in dieser Hinsicht nicht alle Hoffnungen auszngeben braucht. Wir wollen unserer Regierung vertrauen, von der wir aus Erfahrung wissen, daß die Würde and d:e Interessen der Niederlande bei ihr in guten Händen sind«

Schwedische Stimmen.

^ Stockholm, 1. Febr. 'WTB. Nichtamtl. Die U -Boot'Notll -veutschlands und Oesterreich-Ungarns an die Neutralen wird in der schwedischen Presse sehr ruhig beurteilt.

S venska Tagblade t" erklärt, die durch die Mittel­mächte angesagte Absperrung gehe eigentlich parallel mit Eng­lands Maßnahmen, die seit Anfang des Krieges die Me.inberr- schast Englands auf den: Meere bedeutet hätten. In einer Hinsicht halte sich das deutsche Vorgehen in maßvolleren Grenzen als das englische, da. es sich nur at:f der: Verkehr der Neutralen mit den Kriegsülfrenden, nicht cnff die Verbindungen der Neutralen untereinander beziehe.

Stockholms D a g b l a d e t" erinnert an die kürzlich be- kaw.tt gegebene etrglische Maßnahme zur Absperrung der Hollan­ds chen Küste tnd erklärt, auch durch diese sei der neutrale Hatrdel engeschränkt. In der jetzigen Lage bedürfe es für Schweden vor allem kalten Blutes und engen Anschlusses an die verantwortliche Regierung.

T a g e n s N p H e st e tf' fordert einiges entschlossenes Auf­treten der drei nordischen Regieringen, durch das man wahrschein­lich die bevorstehenden Schwierigkeiten am besten überwinden könne.

Stimmen aus Dänemark.

Kopenhagen, 1. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Die deut­sche Blockade -disote wird vo /n'der Bevölkerung verhälttns- mäßig ruhig ausgenommen, obwohl n:an sich die großen Schwierig­keiten nicht verhehlt, die dadurch für Dänemark enfftehen. In der letztet: Zeit waren hier wiederholt Gerüchte über das Bevorstehen! eines solchen Schrittes Deutschlands verbreitet. Daher :oar die ösfetttliche Meinung in gewissem Maße darauf vorbereitet. Äe Presse itt bestrebt, jebe übertriebene Beunruhigung von vornherein zu zerstreuen. Da die Note erst spät Nachts den Redaktwtreu zu­ging, konnten sie nur wenige Morgenzeitungen mit eigenen Be­merkungen begleiten.

Politiken" schreibt unter anderem: Die Note ist ein Be­weis dafür, daß wir uns mm im letzten Abschnitt des .Krieges be- ffnden, von ^dem schon seit langem vorausgffagt wurde, daß er den! neutralen Staaten die größten Schwierigkeiten beretten werde. Leider bestätigt die deutsche Note in allzu hohem Maße diese Vor­aussage. Wäre es tricht ntivertrünftig, vorweg zu verleugnen, daß der letzte deutsche Schritt gegen England uns eine besonders schwie­rige Lage bereitet? Wäre es airdererseits nicht atlch nnrichttg, sich zu übertriebener Unruhe verleiten zu lassen? Ist es dock der M- gierung bisher gelungen, das Land und das Volk glücklich durch den 21/2)ährigen WAtkrieg zu bringen, obgleich die Flammen dicht neben uns hoch emporschlngen. Nun kommen wir lwssentlich auch durch den letzten Däll des Krieges, selbst tvenn er, wie erwartet, der schwerste Teck ist, sowohl für die Kriegführenden selbst, wie für die Neutralen, denen die Kriegswirkungen immer tHäher auf den Leib rücken. ,

1B erlingske Tide n d e" sagt, daß es ims 'Airgenbkick unmöglich sei, die Lage zu übersehen, nnd empfiehlt, sich ruhici abwartetid zu verhalten irnd in weitestem Maße dem Versuche eventueller Uuruhestffter, die Lage auszubeuten, antgegenztttreten. Das Blatt fährt fort: Daß die in der deutschen Note angekündigten Maßnahmen zu ernstlichen Bedetiken Anlaß gebet: müssen, ist selbftverltändlich. Wir warnen jedoch die öffentliche Meinung ein­dringlich davor, sich von übereilten Stimmungen mitteisen zu laffen, mdem lvir auch darauf hitiweisen könnet:, daß selbst er­fahrene Schiffarhtskreise die Lage recht kaltblütig betrachten.

Sozialdemokraten" schreibt: Die Lage ist natürlich schwierig. 9lbcr Dänemark hat es schon ftüher verstandet:, Produt- tiotl und .Handel den Verhältnissen anznpassen und wird es wahr­scheinlich auch tun können. Es gilt in erster Reihe Ruhe, Festig­keit und gutes Zusammenarbeitet: zwischen Regierung, Reichstag Bevölkerung mtb Presse zu bewahren. Damr kommen !vir auch wohl durch den letzten Teil des furchtbaren Weltkrieges.

Gestein abend wurde noch ein Min ist errat abgehalten, in den: die neue Lage beraten jvnrde. Zu heute mittag waren beidck Häriser des Reichstages zu einer gemeinsamen geheimen Sitzung einberufen. Tie Börse ist vorläufig für diese und nächste Woche geschlossen worden.

Die Wirkung in Spanien.

A n: sie r.d a m, 1. Febr. Das Reutcrscha Bureau meldet aus Madrid: Die deutsche Note hat dort einen un* geheuren Eindruck gemacht.

Rotterdam, 1. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Infolge der Ankündigung des verschärften ll-Bootkrieges sind nachts feilte Schiffe ans dem Nieuwe Waterweg aus­gefahren.

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