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rrromag. 29. Januar W
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sämtlich in Gießen.
Neue U-Voot§ersolge im Mttelmeer.
(TO.) Trotzes Hsuptguartier. 27. Januar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Armee des Generalfeldmarschalls Herzog
Albrecht von Württemberg.
Sildwestlich von Dixmuiden wurde ein belgischer Posten von zehn Mamr ohne eigenen Verlust aufgehoben.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Südlich des Kanals von La Bassee scheiterten mehrere durch Feuer vorbereitete Vorstöße englischer Abteilungen.
Südöstlich von Chilly wurDen gegen unsere Gräben vordringende Franzosen abgewiesen.
Eigene Erkunder fanden bei Barleux die feindliche erste Linie leer.
Heeresgruppe Kronprinz.
Dem fchlgeschlagenen Nachtangriff der Franzosen gegen die von uns genommenen Stellungen auf H ö h e 3 0 4 folgte in den Morgenstunden ein weiterer Angriff, der gleichfalls blutig zusammenbrach.
Bei Manheulles in derWoevre, auf der Com- bres-Höhe und im Maas-Bogen westlich von St. Mi- biel drangen Aufklärungsabteilungen in die französischen Gräben ein und holten etwa zwanzig Gefangene heraus. Dabei zeichneten sich wie an den Vortagen Stoßtrupps des Hannoverschen Neserve-Jnfanterie-Regiments Nr. 73 aus.
Oeftlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls PrinzenLeopold vonBayern.
Oeftlich der Aa komtten auch neue Verstärkungen der Russen das von unseren Truppen erkämpfte Gelände nicht zurückgewinnen.
Front des Generalobersten Erzherzog Josef.
Zwischen Casinu- und Putna-Tal nahmen deutsche und österreichisch-ungarische Streifabteilungen dem Feinde 100 Gefangene ab.
Bei der
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen
und an der
Mazedonischen Front ereignete sich nichts von Bedeutung.
Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.
(WTB.)» Trotzes Hauptquartier, 28. Januar. (Amtlich^
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern.
Nach starkem Feuer gelang es englischen Abteilungen, -sich in einen kleinen Teil unserer vordersten Linie südwestlich von Le Transloy (nördlich der Somme) einzunisten.
Bei den Wrigen Armeen herrschte, abgesehen von zeitweiliger Steigerung des Feuers in begrenzten Abschnitten und vereinzelten Vorfeldgefechten. Ruhe.
Oeftlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls PrinzenLeopold vonBayern.
An der Aa war der Artilleriekampf stark. Auf beiden Flußustrn geführte Angriffe der Russen scheiterten verlustreich.
Front des Generalobersten Erzherzog Josef.
Im Mesticanesci- Ab schnitt, an der goldenen Bistritz. muhte infolge überlegenen russischen Drucks die Verteidigung näher an das östliche Fluhufer gelegt werden.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen.
Keine Ereignisse von Belang.
Mazedonische Front
Bei Gefechten von Erkundungsabteitungen in der Struma-Niederung errangen die Bulgaren Vorteile.
Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.
Die Aberrdberichte.
Berlin. 27. Januar 1917. abends. (WTB. Amtlich.)
Zwischen Ancre und Somme und auf beiden Aa-Ufern zeitweilig rege Kampftätigkeit der Artillerie.
Berlin. 28. Jan. 1917, al^ads. (WTB. Amtlich.)
Auf dem Westufer der Maas sind mehrere französische Angriffe gegen Höhe 304 gescheitert.
An der Slota Lipa wiesen osmanische Truppen wiederholte Angriffe der Russen ab.
* * *
Das letzte Seegefecht an der flandrischen Küste hat erstaunlicherweise den Engländern wieder Stoff zu einem fotzen Siegesgeschrei gegeben? Das britische Marin-eamt duldet dabei die handgreiflichsten Lügen: die deutsche Flotte soll mehrere Torpedoboote verloren haben — die Zahl ftnrcbe immer mehr, zuletzt bis sieben, gesteigert. Unsere deutsche Behörde hat uns klare und vollständige Berichte nntgeterlt, und heute wird nochmals halbamtlich festgestellt: ,,Tatsache ist, daß kein einziges deutsches Torpedoboot bei dem Gefecht oder nachher verloren gegangen ist und außer dem nach Dmuiden wegen Seenot eirigelaufenen „V. 69" und dem Boot, das ein englisches durch Rammen vernichtete, kein deutsches Torpedoboot irgend einen Scha
den davontrug. Dagegen sind zweifellos zwei englische Zerstörer verloren. Der eine ist in der Nacht zum 23. Januar durch ein deutsches Torpedoboot aus kürzeste Entfernung durch ein Torpedo getroffen worden und, wie die Besatzung dieses Torpedobootes aussaat, sofort wie Staub auseinandergeflogen. Der zweite englische Zerstörer ist am nächsten Morgen mit fehlendem Vorschiff von der Besatzung verlassen und in sinkendem Zustande von einem deutschen Flugzeug eiriwandfrei beobachtet worden."
Eine freudige Bewegung wird auch die neueste Veröffentlichung unseres Admiralstabes Hervorrufen, wonach innerhalb weniger Tage im Mittelmeer von unseren Unterseebooten drei große feindliche Dampfer versenkt worden sind, darunter ein voll besetztes Truppentransportschiff, das von einem französisc^n Torpedoboot geleitet wurde. Die große Bedeutung unserer U-Bootstaktik wird jetzt auch von solchen Kreisen festgestellt, die dieser Waffe kein entscheidendes Eingreifen einräumen wollten. Der militärische Mitarbeiter des „Berliner Tageblattes", Major Morath, veröffentlicht nämlich in seinem neuesten Auffatz auch folgenden bemerkenswerten Hinweis: „Den Alliierten gegenüber fühlt sich England nunmehr ohne Scheu und ohne Furcht vor<etwa auf- tretender Eifersucht als Führer des Kriegsgedankens. Das „Journal of Commerce" führte am 18. Januar aus, daß- durch die Gefährdung Englands infolge des deutschen Unterseebootkrieges der ganze Verlauf des Krieges in Frage gestellt sei. Es spornt die Alliierten zu höchsten Leistungen und zum widerstandslosen Gehorsam an, namentlich in Fragen der Hemmung unserer U-Boot-Sache: „Von den Antworten auf diese Fragen hängt nicht nur das Schicksal Englands ab, sondern auch die Zukunft vieler; Völker." Dazu treten die Sorgen um die gesicherte Rekrutierung durch das Menschenmateria! der Dominions."
Zu Lande leben wir jetzt in einer bangen Zeit der Vorbereitungen. Ein strenger Winter spricht in den Hauptquartieren ein gewichtiges Wort mit, und auf den weiten, verschneiten Flachen, sich das Schicksal der Völker entscheiden soU, entwickeln sich gegenwärtig »eine weitgreifenden Gefechte. Nie haben wir die düstere Stimmung der Hebbelschen „Wrnterlandschgft" so erschauernd gespürt als heute: „Der Rabe dort, im Berg von Schnee und Eise, erstarrt und hilngrrg, gräbt sich tief hinab, und gräbt er nicht heraus den Bissen Speise, so gräbt er, glaub' ich sich hinein ins Grab." Nicht nur die Naben hungern im Schnee und Eise, sondern auch — die Russen. Es'wird nämlich nach den Gefechten südlich von Riga, die uns Geländegewinn eingebracht haben, berichtet, daß die russische Heeresverwaltung die Mannschaften der vordersten Front hungern lasse. Dann wäre also dieser Tod im weißen Festgewand, der „gähnend auf dem Thron des Lebens sitzt", uns ein unheimlicher Bundesgenosse! Freilich, auch in den westlichen Ländern machen sich ganz allgemein Trausportschwierigkeiten geltend. Sie verlangsamen die Umgruppierungen und Material- anhäufungen, die den Frühjahrskämpfen vorausgehen: die Abnützung der Transportmittel hat überall einen hohen Grad erreicht, und einen Mangel an Arbeitskräften verzeichnet wohl j e d e r der Kriegführenden, lieber das Stadium der Vorbereitungen gibt der militärische Verruchter im Berner „Bund" folgende Darlegungen:
„An der W e st f r o n t nimmt die Erkundnngstatigkeit andauernd zu. Bereits sind die Massenflüge von Bo mbengesckM,adern in Erscheinung getteten, die vor jeder größeren Operation beobachtet werden konnten und bestimmt sind, die Verschiebungen und die rückwärtigen Verbindungen zu unterbrechen; bereits suchen die Gegner sich auf der ganzen Linie Gefangene abzrmehmen, uni über Veränderungen in der Grabenbesatzung Auskunft zu erlangen, während das Artilleriefeuer scheinbar nach Laune, in Wirklichkeit planmäßig bald hier, bald da gesteigert wird, um Unsicherheit über den gewählten Angriffspunkt zu schaffen. Lange kann dieses vorbereitende Stadium nicht mehr währen. Man kann annehmen, daß auf deutscher Seite in den letzten Tagen die Bereitstellungen der nötigen Reserven erfolgt sind und die letzten Maßnahmen zur Vermckermrg der Front auf mächtig bestückten, genau profilierten rückwärtigen Linien unter Ausrichtung vorspringenden Ecken gettoffen worden sind: man darf ferner annehmen, daß die Franzosen ihre große Manoverrermasse bereits abteilen und in die Hände der zur Durchführung der geplanten Operationen ausersehenen Truppenführer gelegt haben und kamt endlich vermuten, daß die Engländer bald mit der Beziehung der ihnen neu zugewiesenen Stellungen fertig sind und daß allmähtt lich oder ruckweise die Zurücknahme der dort noch die erste Linie haltenden Franzosen erfolgt. Das sind mehr oder weniger operative Maßnahmen: an der Äufhäufui ggvo n Geschütz- und Geschoßmaterial auf beiden Teilen zweifeln wir ohnehin nidjiJ."
* * *
Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte.
Wien, 27. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 27. Januar 1917.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Pie österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen des Feldmarschalleutnants v. R u i z brachten bei ihren Streifungen imPutna-und Casinu- Tal 100Gefangene ein.
Sonst im Bereich der österreichisch-ungarischen Streitkräfte nichts von Bedeutung.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Geschützkämpf-.' und Fliegertätrgkeit waren im Görzischen lebhafter als gewöhnlich. In der Gegend des Doberdo-SecS hielt das Artilleriefeuer in unverminderter Stärke bis gegen Mitternacht an.
S li d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz.
Nichts Neues.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.
Wien, 28. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 28. Januar 1917.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen.
Nichts von Belang.
Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef.
Westlich von Valeputna drang örtlich überlegener Feind m unsere vordersten Gräben ein. Unsere Kampflinie wurde auf die nächste Kuppe verlsgt.
Heeresfront des Generalfeldmarschalls
Prinzen Leopold von Bayern.
Belai^^ * Cn österreichisch-ungarischen Kräften nichts vor
Italienischer und südöstlicher
„ _ . Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des ArneraLsLabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.
.« * U *
Kaisers Geburtstag.
Kaiserworte für die ostafrikanische Schutztruppe.
Berlin 27. Jan. (WTB. Amtlich.) Der Kaiser rrchtete anläßlich seines Geburtstages <nt den Staats sekre- tar des R e i ch s k o to n i a l am t e s nach stehende Ordre:
Seit 30 Monaten steht die Schutztruppe für Deutsch-Ostafrrka, aogejckinttten von jeder regelrechten Verbindung mit der Heimatt nr ununterbrochenem Kampfe gegen einen an Zahl und Kampfmitteln wett überlegenen, Gegner. In einem tropischen Klima kampsend. nur mit den emsachsten Mitteln versehen, hat die Schutztruppe unter rbrcm tapferen Kvmmandcur Taten vollbracht, die den Leistungen der Streitkräfte in der Heinrat würdig zur Seite ’ denkbar schwierigsten Verhältnissen hat sie in
SSm schlechten und Gefechten die gegen das Schutzgebiet aiJgestellten englischen, belgrsckien und portugiesischen Stteitkräfte geschlagen und den Krieg, lange Zeit in feindliches Gebiet getragen/
imterei Verlaus der Kämpfe hat sie jeden fußbreit deutschen Bodens erst nach zähester Gegenwehr der überwältigenden Ueber- baüe noch schirm? sie die deutsche Flagge in UtaMka.Wel^s Schicksal Gott der Herr auch der kleinen Helden- schar beschreden haben mag, das Vaterland gedenkt mit stolzem Be- wußtsern ferner rm ferner: Afrika kämpfenden Söhne. Ich sprechg bei- Truppe für ihr heldenmütiges Ausharrerr in denr urrgleichen Ringen meinen karserlrchen Dank und meine hohe Anerkennung aus
o'd) beauftrage Sie, diesen meinen Erlaß sobald als möglich zur Kenntnis meiner Schutztruppe zu bringen.
Großes Hauptqucrttier, den 27. Januar 1917.
Wilhelm.
Der Kronprinz, General der Infanterie.
Berlin, 27. Jan. (Drahtb.) Das „Militärwochenbl." PrrA «von Preußen wurde zum General der Infanterie be- meldet: Der Kronprinz des Deutschen Reiches und Kron- fordert.
Kronprinz Wilhelm wurde am 6. Mai 1897 zum Leutnant ernannt:^ ber seiner Großjährigkett mn 1. Dezember 1900 er-, folgte ferne Beförderung zum Oberleutnant, am 18. November 1003 zum Hauptmann und Ehef der 2. Kvmpognie des 1. Garde- Regrmerttes; im September 1905 wurde er zur Dienstleisttmgi beim Regiment des Garde pu.Korp^ kommandiert und am 1 Januar 1906 mit der Führung einer Eskadron desselberr Regiments betraut Am 1 September 1906 erfolgte dann unter Enthebung von die)em Kommando seine Berufung zur Dienstleisttmg beim Großen Generalstab und dann bis zum 1. Sevetmebr 1908 seine Beurlaubung zwecks Einarbeitung in die Zivilverwaltung im Mrmstcrimn des Innern mit gleichzeitiger Einführung in die Geschäfte des Rcrchsmarineamtes und des Finanzministerium^. 1908 wurde er Kommandeur des 1. Bataillons' des 1. Garde-Regiments zu Fuß mid dann Major und Kommandeur des 1. Leib-Husaren- Regiments ü la suite des 1. Garde-Regimeittes zu Fuß und verschiedener anderer Regimenter. Er übersprang damr die Charge eines Oberstlentncutts mW befehligte als Oberst das 1 Leib- Hnsaren-Regiment Nr. 1 in DaNzig-Langenfuhr. Er hatte als solcher zu unmittelbaren Vorgesetzte und militärischen Beraten: den Kommandierenden General des 17. Armeekorps, General der Kavallerie von dRackensen Mid den Kommandeur der Lcib-Hnsaren- Brigade Graf von Schmettvw. Bekannt ist der Regimentsbefehl des Kronprinzen, mit welchem er am 16. Dezember 1913 tarn, fernem ihm sehr lieb gelvordenen Regimente Abschied nabm Er wurde dann zur Dienstleistung im Großen Generalstab abkomman- drert, was eine Neuerirng in den bis dahin üblichen Avancements^ verchälmissen der preußischen Kroitprinzen bedeutete, beim vor chm hatte noch kein Kronprinz eine dlnsbildimg in den milttär- wisiensck-astlichen Zweigeii, wie sie beim Generalstab in großem Umfange betrieben werden, erhalten. — Zu Begimi des Krieges erfolgte dann seine Beförderung zum Generalleuttrant, als solche? kommandierte er die „Kronprinzenarnree".
Militärische Ernennungen.
Berlin. 27. Jan. (WTB.) Das Militättvochenblatt meldet: wckFal ke n ha y n , General der Infanterie ä 1a suite des ?■ ?^dEegiments zu Fuß, zum Chef des Deutschordens-JN- fanterre-Negrments Nr. 152 ernamrt; zum Generaloberst befördert : der General der Attillerie v. Schubert, ä 1a suite der Feldar-titterieschießschule, zuletzt Inspektor der Feldartillerie: zuyr General der Infanterie befördett: 'der Generalleutnant v. Hutier, Kommarrdeur der ersten Garde-Division: zum General der Kavallerie befördert: der Generallenttrarrt Frhr. v. .Hollen. Kommandeur der 21. Division: zu llierreralleutrtants befördert die Generalmajore v. Kehler, Kommandeur der 65. .Jnfantcrie-Bri^ gade, Weinschenk, Kommandeirr der 38. Kavallerie-Brigade Heid horn. Kommandeur der 31. Kavallerie-Brigade, Wellmann' Korn- mandeur der 31. Infanterie-Brigade, von der Esch, Konrmandr""- der 41. Infanterie-Brigade, ferner der Generalniajor - D v Sir- nun (Bonn), zuletzt Kommandeur der 26. KaVallerre-Br'igade: zum Genevalmaror befördert der Oberst Herzog zu Braunschoeig mcd


