Nr. 2)
Der Gietztver rl«zei<er
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Mittwoch. 2^. Januar \9\Z
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R. Zenz.< H. Beck,
Neue Gedankey mb
Die Donau bei (Eulcea überschritten. Ein See
rotzes Hauptquartier, 23.
Januar.
(WTB.)
(Amtlich)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Ru pp recht von Bayern.
Nordöstlich von Armentißres drangen Crkun- dungsÄbteilungen bayrischer Mgimenter in die feindlichen Grapen und kehrten mit einigen Gefangenen und Maschinen- gewchven zurück.
Gegen unsere Stellung nordwestlich F r o m e l l e s vor- gehenbe englische Truppen wurden abgewiesen.
Im übrigen behinderte hier zeitweise nachlassender Dunst die Artillerie- und Fliegertätigkeit.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls PrinzenLcopold vonBayern.
Längs t^r Düna und nordwestlich von Luck steigerte sich vorübergehend das Artilleriefeuer.
Westlich von Düna bürg vertrieb unsere Grabenbesatzung eine russische Streifabteilung, die im Morgengrauen in die vordere Linie eingedrungcn war.
Front des Generalobersten Erzherzog Josef.
An einigen Stellen der Waldkarpathen und des Grenz- gebirges zur Moldau kam es bei sichtigem Frostwetter zu regeren Artillerrekämpfen.
Bei Vorfeldgefechten nahinen deutsche und österreichischungarische Truppen denr Gegner zwischen Slanic- und Putna-Tal hundert Gefangene ab und schlugen südlich des Casinu-Tales stärkere feindliche Vorstöße zurück.
Heeresgruppe des Generalfe,ldmarschalls vonMackensen.
Am unteren Putna-Laus hatten Vorpostengefcchte ein für uns günstiges Ergebnis.
In der Dobrudscha überschritten bulgarische Truppen bei Tulcea den südlichen Mündungsarm der Donau und hielten das Nordufer gegen russischen Angriff.
MazedonischeFront.
Keine besonderen Ereignisse.
Der Erste Generalauartiermeister Ludendorfs.
Der Abendbericht.
Berlin, 23. Jan., abends. WTB. Amtlich.)
Im Westen nur geringe Gefechtstütigkeit.
An der Ostfront ist südwestlich von Riga der Artillerie- kampf aufgelebt.
Der Präsident der Bereinigten Staaten hat uns mit einem neuen Friedensproanamm überrascht. Me Welt wird sich heute in die verwickelten, eigenartigen, politischen und philosophischen Gedankengänge vertiefen nnd nachsinnen, ob aus diesem Vorgehen Amerikas etwas' Ersprießliches entstehen könnte. Niemand wird diese Prüfung vornehmen ohne tiefste, innerste Bewegung, und wenn viele unter uns Deutschen Herrn Wilsons Staatsweisheiten als die Ausgeburten eines Ideologen oft kritisiert und zurückgewiesen haben, so wird heute doch jedermann sich des Ernstes der Tatsache bewußt sein, daß hier in die Geschicke der Welt mit einer Hand eülgegriffen wird, die früher oder später eine tatsächliche Einmischung in den Krieg folgen lassen wird. Der Präsident läßt dies aus langen, gewundenen Ausführungen hervorblicken, die das Wolfs-Bureau in seine in einigen Blättern bereits veröffentlichte Uebersetzung der Botschaft nachträglich hinzu fügte. Wilson will sich°zwär keinem Frieden entgegenstemmen, den die Kriegführenden unter sich vereinbaren wollten oder könnten, er fügt aber gleichzeitig seine Willensbetonung hinzu, daß er und die Menschheit Biwgschasten für die Dauer des zu schließenden Friedens wünschten und forderten und daß daher die Mitwirkung der Bereinigten Staaten beim Friedensschluß selbst nicht ausgeschlossen werden könne. Das ist eine Entgegnung auf die bekannte Auffassung der deutschen Regierung, die sich bereit erklärt hat, nach Friedensschluß an dem Zustandekommen einer Liga zur Erhaltung des Weltfriedens mitzuwirken.
Wie sieht mnt der Friede aus, den Herr Wilson sich ausgemalt hat, wie steht es um die „rücksichtslos enthüllten" Gebanken und Absichten, die „in seinem Geiste Gestalt angenommen" haben? Er beginnt mit der Feststellung, daß es weder Sieger noch Besiegte geben dürfe. „Hier stock ich schon, wer hilft mir weiter fort"", so darf man mit diesem Faustworte einschalten. Auf den erstarr Blick sieht diese Feststellung wie eine abweisende Gebärde an die Entente aus, dre ja eben noch in schroffster Weise erklärt hat, sie denke erst an Frieden, wenn sie uns die härteste Niederlage bereitet habe. Sollte man in die Herzenswinkel Wilsons geraume Zeit vorher schon Einblick gehabt haben? Ist man in London rm stillen Herzen den praktischen Folgen, die Wilsons Pläne haben würden, nicht abgeneigt? Man weiß irr der Welt, wo g e g e n w ä r t i g die Sieger und wo die Besiegten stehen. Optant könnte denken, daß die Herren Lloyd George und Briand bei dem Wilsonschen Programm die Zerrtral- mächte nicht allein die Nachgiebigen spielen lassen wollten. Es könnte in London ausgeklügelt worden fern, daß dre willkommene Wilsonsche „Dei- lung" durch Theorie (ohne Waffenenffcheidnng) am
besten durch eigene, rechtzeitige Krastgebärden unterstützt werden müßte. Man zerrt so lange an der anglo-amerikani- schen Friedensjacke herum (ander Mars als Schneider keinen Anteil hat), bis sie uns zu passen scheint. Ein bißchen Vorsicht ist also unseren deutschen Staatsmännern schon anzura- ten. Der neue Friedensweg wird den Kriegführenden verzuckert mit der Verheißung, daß sie nur am gemeinsamen Nutzen teilnehmen sollen. Wie verlockend ist der Gedanke, daß niemand mit Schaden aus diesem großen Kriege hervorgehen soll! Das erscheint uns aber als blasse Theorie, als ein schöner Traum, der sich von den Wirklichkeiten gar zu weit entfernt. Wilson stellt die große erträumte Friedensliga allem anderen voran. Wenn sie nur durchgesetzt wird, dann ist alles Recht gegründet auf gemeinsame Kraft. Auf die Verteilung der Mach t grenzen durch den Friedcns- schluß legt der Präsident nicht den Schwerpunkt. Er will nichkverkennen, daß es eine Gleichheit der Machtsphären nicht geben könne. Wilson hegt die kühne Hoffnung, daß es ihm gelingen könne, aller bisherigen natürlichen Entwicklung Einhalt zu tun. Dürfen dann Staaten nach seinem Programm künftighin noch nach Verdienst wachsen oder nach Verschulden dem Niedergang entgegengehen, wie es bisher der geschichtlichen Weisheit letzter Schluß gewesen ist? Der amerikanische Präsident will die Welt plötz-
>— ganz anders wie Dornröschen im Zauberschloß — mit seinem Nationalitätengrundsatz erstarren machen. Dazu sind vßele Einwendungen zu machen. Kann man über die Fehler der Vergangenheit ganz hinweggehen? Wo ist der gelobte Anfang des Jdeat- zustandes? Wirklich, man hat gar zu lebhaft das Bild des Küchenmeisters vor Augen, der im Augenblick der Verzauberung die Hand erhoben hat zum Backenstreich ftlr den Küchenjungen und in diesem Zustande schlafartig erstarrt. Jedes große Volk soll direkten Ausgang zu den großen Heeresstraßen der See erhalten. Soll dies das grüßte Kriegsziel Rußlands fördern, soll die Türkei von Europa vertrieben werdest? Alles, was Herr Wilson von der Freiheit der Meere, der Abrüstung von Heeren und Flotten spricht, ist im höchsten Grade problematisch und wir werden ausführlicher darauf zurückkommen müssen. Wir haben uns an das kalte Wetter der Zeit gewöhnt und wollen uns dnnh schöne Worte nicht in vorübergehende Träume wiegen lassen. Ter Ernst des Kampfes, den der Kaiser uns verkündet hat, läßt sich nicht abschwächen. Wir werden prüfen und wachen, aber auch kämpfen und „zu Stahl werden"". Zum Frieden geneigt, zum Schlagen bereit!
* * *
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 23. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. Januar 1917.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Die Bulgaren gewannen bei Tulcea das Nordufer des St. Georgs-Armes. An der unteren Putna wurden russische Vorstöße abgewiesen. Ebenso fühlten südlich des Casinu-Tales feindliche Abteilungen vergeblich in unsere Stellungen vor.
Bei der Armee des Generalobersten von Köveß stellenweise lebhafter Geschützkampf.
Weiter nördlich bei Den k. nnd k. Truppen nichts zu melden.
JtalienischerKriegsschauplatz.
Nächst Görz nahmen unsere Jagdkommandos einen feindlichen Graben, brachten drei Offiziere und 134 Mann als Gefangene ein und erbeuteten drei Maschinengewehre. Sonst ist die Lage unverändert.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v.Höfer, Feldmarschalleutnant.
* * *
Zwei englische Zerstörer vernichtet.
Berlin, 23. Fan. (WTB. Amtlich.) Bei einer Unternehmung von Teilen unserer Torpedoboot-Streitkräfte kam es am 23. früh in den Hoofden zu einem Zusammensto tz Mit englischen leichtenStreit- k r ä f t e n. Hierbei wurde ein feindlicher Zerstörer wahrend des Kampfes vernichtet, ein zweiter wurde nach dem Gefecht von unseren Flugzeugen in sinkendem Z u st a nde beobachtet. Von unseren Torpedobooten ist eines durch erlittene Havarie in Seenot geraten und hat nach eingegangenen Meldungen den holländischen Hafen Ymuiven angelaufen. Unsere übrigen Boote sind vollzählig mit geringen Verlusten zurückgekehrt.
Der Chef des Admiralftabs der Marine. Der bulgarische Bericht.
Sofia, 23. Jan. (WTB.) Gestern ist hier der erste Zug des Maritzatransportes eingetrvffen, der für Bulgarien bestimmte Waren ans Deutschlarid und Oesterreich-Ungarn bringt.
Der türkische Bericht.
K o n sta n 1 i nv p e l, 23. Jan. (WTB.) Heeresbericht vom 21. Jcm.: Oestlich von Kutel Amara nahm der Feind während der ganzen Nacht zum 15. Januar bie_ von uns geräumte Stellung unter das Feuer seiner leichten und schweren Artillerie und griff am folgenden Morgen diese Stellung mit einer Infanterie-Brigade an. Bei diesem Angriff wurde der Feind von uns unter Flankenfeuer genommen nnd erlitt schwere Verluste.
Persische Front: Eine feindliche Abteilung griff unsere in der Gegend von Tanlet-Abad stehenden Kräfte an, wurde jedoch abgewiesen nnd zog sich in Richtung aus Diz—Abad zurück.
. Kaukasusfront: Ter rechte Flügel des Feindes griff unsere Truppen in Stärke einer Kompagnie an, wurde jedoch völlig abgewiesen. Im Abschnitt des linken Flügels entfalteten unsere Patrouillen trotz dem unwegsamen Gelände eine lebhafte Auf- llärertätigkeit. Eine unserer Patrouillengruppen trieb vorgeschobene feindliche Aufklärer vor sich her und näherte sich der Hauptstellung der Russen. An einer anderen Stelle verjagte eine unserer Kompagnien bei einer Erkundung eine feindliche Kompagnie und bemächtigte sich ihrer Stellung. Ein Gegeno 'griff des Feindes mit drei Kompagnien wurde blutig abgewiesen, reilweise im Bajonett- iämpf. Ebenso machte ans dem linken Flügel unsere Artillerie geschickte Feuerübersälle, nahm feindliche Kolonnen auf dem Marsche und das feindliche Lager unter das wirsimgSvvlle Feuer ihrer Geschütze, indem sie ihnen schwere Verluste zusügte.
Auf den übrigen Fronten nichts von Bedeutung.
Eine neue Botschaft Wilsons zur §riedensfratz.
Wien. 83. San. (WTB.) Meldung des Wiener k. k. TMgr.« Korr.-Bnr. Nach einer Meldung der hiesigen amerikanischen Botschaft richtete Wilson am heutig«! Tage an den Senat der Vereinigten Staaten nachstehende Botschaft zur Friedens« frage:
Meine Herren vom Senat! Am 18. Dezember vorigen Jahres 'habe ich an 'die Regierungen der gegenioärtig kriegführenden Staaten eine gleichlautende Note gerichtet, in der sie ersucht werden, die Bedingungen, unter 'denen sie den Friedensschluß für möglich halten, genauer festznlegen, als dies bis dahin von irgend einer kriegführenden Gruppe geschehen war. Ich sprach im Namen der Menschlichkeit und der Rechte alter neutralen Staaten tzn denen auch unser Staat gehört-, deren vitalste Interessen zum größten Teil durch die Kriegführenden fortwährend gefährdet sind. Tie Mittelmächte antworteten in einer Note, tue einfach besagte, daß sie bereit seien, mit ihren Gegnern zu einer Konferenz zusammenzutreten, wir die Friedensvorschläge zu erörtern. Tie Mächte der Entente Ijciben viel ausführlicher geantwortet und, wenn auch nur in allgenieinen Umrissen, so doch mir genügender Bestimmtheit die Vereinbarungen, Bürgschaften und Wiederher stellnngen (act of reparcrtion) langegeben, die als unumgängliche» Bedingung einer befriedigeirden Lösung erscheinen. Wir sind dadurch der endgültigen Erörterung des Friedens, der Den gegen- w artigen Krieg beenden soll, um so viel näher gekommen; wir befinden' uns Htm so viel näher der Erörterung der Angelegenheit internationalen Konzerts, das nachher die Welt zun Beobachtung ihrer Verpflichtungen anhalten muß. In jeder Erörterung über den Frieden, der diesen Krieg beenden muß, wird es als zweifellos angesehen, daß diesem Krieg irgend ein bestimmtes Einvernehmen der Mächte folgen muß, das es wirklich unmöglich machen wird, daß irgend eine Katastrophe, wie die gegenwärtige, jemals wieder über uns hereinbricht. Jeder Menschenfreund, jeder vernünftig denkende Mann, muß dies als ausgemacht an sehen. Ich habe diese Gelegenheit, mich an Sie zu wenden, gesucht, weil ich es Ihnen als dem mir zur endgültigen Feststellung unserer internationalen Verpflichtungen beigegebenen Rate schuldig zu sein glaubte. Ihnen rücksichtslos die Gedanken und die Absichten zu enthüllen, die in m eine nl Gei st e Ge - ftalt angenommen haben. Was die Verpftichtungen unserer Regierung angeht, in kommenden Tagen, »venu es notwendig sein wird, die Grundmauern des Friedens unter teil Völkern frisch und nach einem neuen Plan zu legen, so ist es undenkbar, daß das Volk der Vereinigten Staaten bei diesem großen Unternehmen keine Rolle spielen sollte.
Die Teilnahme an einem solchen Dienste wird die Gelegenheit sein, für welche unser Volk sich schon durch die Prinzipien und Zwecke seiner Politik und die bewährte Praxis seiner Negierung seit jeher vorzubereiten gesucht hat, seit den Taigen, da es eine neu» Nation begründete in der hohen und ehrenwerten Hofsiiung, daß diese in allen Ehren sein und dem». Tun der Meüschhüt den Wieg zur Freiheit zeigen möge. Unser Volk kann in Ehren nicht abstehen von dem Dienste, tzu dem es nnnwehr im Beigriffe ist, aufgerufen zu werden. Es wünscht auch nicht, diesen Dienst zu versagen, aber es ist sich selbst! und den anderen Nationen der Wjelt schuldig, die Bedingungen festznstellen, unter denen es sich im Stande fühlen wird, Hilfe zu bringen. Dieser Menst besteht in nichts weniger als in folgendem, ihr Gewicht nnd ihre Macht zu de»n Gewicht nnd der Kraft anderer Nationen hinzuzusugcn, um den Frieden nnd das Recht auf der ganzen Welt zu sichern. Solch eine Regelung kann > jetzt mcht mein lange verschoben werden. Es ist in Ordmmg, daß. bevor es dazu kommt, unsere Regierung freimütig die Bedingunge^r formuliere, unter denen sie sich ffüfc berechtigt hielt, vokn imserem Volke die Zustimmung zum formellen und feierlichen Beitritt zu einer Friedensliga zu verlangen. ^
Es ist mein Ztveck, die Fesfftclluirg dieser Bedingungen zu verjncheu. Zuerst muß der gegenwärtige Krieg beend e t »v e r d e n. Aber wir sind es der Rechtlichkeit »cnd ausrich- tigen Mlchichtnahme ans die öffentliche Meinung sckmldig, zu sagen, daß es, soweit unsere Teilnahme an der Verbürgung des künftigen Friedens in Frage kommt, einen großen Unter* jd)ieb machi, aus welchem Wege und unter »velchen Bedingungen dieser Krieg beendet wird. Me Vertrage und Ueberecnko mmcn, die ihn beenden, müssen die Bedingungen verwirklichen, Die einen Frieden schaffen, tvelcher wert ist, verbürgt und erhalten zu werdeii. einen Frieden, der den Einzel- mteressen und migenblickliche»: Zwecken der beteiligten Staaten dienen wird. Wir sollen keine Stimme bei der Feststellung dessen haben, was diese Bedingungen sein sollen, aber wir sollen — ich bin davon übmzeugt — eine St im m e haben bei der Festsetzung, ob die»e Bedingungen von den Bürgen eines allumfasse n de »i Bundes bleibend ge m acht wenden sollen oder nicht, und imser Vorteil über dasjenige, was eme gruiidlegende und wesentliche Bedüigung der Beständigkeit ist, sollte jetzt und nicht nachher ausgesprochen »verdau, »venn es zu spät sein könnte. Kein auf dem, Zusamnrenlvirke»: beruheiider Friedensbund, der nicht die Völker der neuen Welt in sich Mivßt. ausreichen, um die Zukunft vor dein Krieg zu sickern, und
Kann
doch gibt es nur eine Art Frieden, in beffen Verbürgung Die Völker tron Amerika sich zugesellen körnrten. Die Elemente dieses Fried«U mupen Elemente sein, welche das Vertrauen der ameri^misäxn Regierungerc verdienen und ihren Prinzipien Genüge leisten Eleü mente, welche zu dem politisck>en Glauben und den praktisckicn lieber« zeugungen stimmen , die die Völker von Amerika siet, zu emxn ae« macht und zu verteidiaen überrwmmen haben.


