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22.1.1917 Erstes Blatt
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Der ftltftetter Svzei-er

erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: «etzener ZamittenblStter; Nreisdlatt

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sör. Jahrgang

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General-Anzeiger für Oderhessen

Zwillingrrunddnuk u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei R. Lange

Montag. 22. Januar \9\Z

von Anzeigen

i die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Zei'ttwrels. f. Anzeigen: örtlich 20 Bf., Ver- inietungen u- Stellenge­suche 15Pf., ausw ärtS! 25 Pf., b. Plntzvorfchrift! 30 Pi., Reklamen 75 Pi.,, bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschriitleiter: Aug.> Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Sankverkehr: Aug. Goetz. Stadt und-

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Der Zerethbrüäenkops llanefti erstürmt.

(WTB.) Großes Hauptquartier. 20. Januar.

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Bei Wytschaete und westlich La Bassee wuftden heute nacht angreifende englische Patrouillen abgewiesen.

Zwischen Doller uni) RheinRhoneKanal angesetzte Erkundungsunterneynmngen sind mm württem- bergischen Truppen erfolgreich durchgefirhrt.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Keine besonderen Ereignisse.

Front des Generalobersten Erzherzog Josef.

In den Oftkarpathen nordöstlich Belbo r griffen mehrfach kleinere russische Abteilungen unsere Stellungen er­folglos an. An einer Stelle überraschend eingedrungener Feind wurde im Handgemenge zurückgeworfen.

Nördlich des S u s i t a - T a! e s erneuerten die R u - «tönen an denselben Stellen wie tags zuvor ihre ver­zweifelten Angriffe. Fünfmal wurden sie nach schwerem Kampfe blutig ab gewiesen. Auster mehreren Hundert Toten, die vor unseren Stellungen liegen, verloren die An­greifer 400 Gefangene.

Heeresgruppe des Ge neralfeld marschalls von Mackensen.

Starkes Schneetreiben und schlechte Beleuchtung hindert die Tätigkeit unserer Artillerie. Trotzdem wurde der am Sereth gelegene Ort Nanesti von deutschen Truppen gestern im Sturm genommen.

Mazedonische Front.

Tag und Nacht verliefen ruhig.

Der Eilte Generalquartiermeister Ludendorff.

MTB.) Großes Hauptquartier, 21. Januar.

(Amtliche

W e st l i ch e v Kriegsschauplatz.

Auster stellenweise lebhafterem Artillcrickampf und er­folgreichen eigenen Patrouillcmmternehmungen verlief der Tag ohne wesentliche Ereignisse.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalts Prinzen Leopold von Bayern.

Oeftlich Baranowitschi drangen deutsche Stoß­trupps in die russischen Graben ein und brachten siebzehn gefangene zurück.

Front des Generalobersten Erzherzog Josef.

In den Ostkarpathen kam ein geplanter feindlicher Amgriff an der Valeputna-Stratze in unserem wirkungs­vollen Artilleriefeuer nicht zur Entwicklung. Kleine russische Borftöstc wurden abgewiesen.

Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von M a ck e n s e n.

Mit N a nesti ftel am 19. l. der ganze von den Russen Port noch zäh verteidigte Brückenkopf in unure Hand , Pommern, Altmärker und Wcstpreusteu stürm ten mehrere feind liche Linien mit stark ansgebauteil Stützpunkten. Der Ort selber wurde in heißem Hänserkampf genommen.

Die über die Sereth-Brücken z u r ü ck f l n t e n - den Russen wurden von unseren Batterien und Ma­schinengewehren flankierend gefastt und erlitten schwere Verlust e. Ein Offtzier, 555 Mann, zwei.Maschinengewehre lind vier Minenwerfer fielen in unsere Hand.

Mazedonische Front.

Im Cerna-Bogen östlich Paralovo führte eine Deutsche Erkundungsabteilung eine erfolgreiche Unter nehmuna durch.

Der Erste Generälquartiermeister Lndendorff.

*

Der Abeudbericht.

Berlin, 20. Jan., abends. kW TB. Amtlich )

Au der Westfront keine besonderen Ereignisse.

Berlin. 21. Jan., abends. (WTB. Amtlich.)

An der West- und Ostfront keine besonderen Ereignisse.

* * *

Die Angrifstzhandkurrgen in der Moldau hatten in den letzten Tagen anscheinend eine Stockung erlitten. Wohl er­zählten die seirrdlichen Berichte und neutrale Blätter von schweren, durch Schnee und Kälte behinderten Operationen, aber ein greifbares Resultat der Anstrengungen war noch nicht zu melden. Nun überrascht uns der deutsche Tages­bericht mit der wichtigen Mitteilung, daß am 19. Januar der ganze von den Russen zäh verteidigte, durch mehrere Linien geschützte Brückenkopf Na nesti durch den kühnen Ansturm ponrmerscher, alttnärker und westprenßischer Trichpen in unsere Hand gefallen ist. Die Rüssen, die allen Grund hatten, diese für sie äußerst wichtige Stellung zu halten, suchten in erbittertem Häuserkampfe den unsrigen den Sieg nrxch- nmls strittig zu machen. Aber es half ihnen nichts, sie muß­ten in wilder Flucht über den Sereth zurückfluten, wurden dabei von unseren Batterien und Maschinengewehren flan­kierend gefaßt rnrd erlitten außer dem Vertust von 555 Mann,

4 Maschinengewehren und 4 Minenwerfern schwere blutige Verluste. Die knappen sachlichen Zeilen der Obersten Heeres­leitung lassen die einzelnen Phasen dieses durch alle Un­bilden der Witterung erschwerten Kanrpfes als eine klar durchdachte, zielbewußte Handlung vor unserm geistigen Auge erstehen. Wie sehr dieser Teilerfolg ins Gewicht zu fallen vermag, lehren die Ausführungen des Militär kr Eikers des BernerBund", der die Lage in der Moldau wie folgt zusammenfassend charakterisiert:

Es wäre verkehrt, aus der Verlangsamung der Operationen in der Moldau zu schließen, daß die Deutschen genötigt worden wä­ren, gruppen vom Südflügel nach Norden zu leiten, um diesen Di­versionen zu begegnen. 'Die Verlangsamung erklärt sich nicht nur aus der Unwegsamkeit des von schlechter Witterung heimgesuchten Operationsgebietes zwischen A djudul und G a l a tz, sondern auch aus der Annäherung der deutsch-österreichischen Truppen und der ihnen zugeteilten bulgarischen und türkischen Kontingente an den Sereth. Die Russen werden Galay, die Serethlinie GalatzFundeni und die Trotuslinic mit starken Kräften, und bis zum äußersten halten, denn der Fall von Galcch oder der Zusammenbruch der Tro- tuslinie, rollt (der erstere. von Süden, der andere von Norden) die ganze Moldausront des tufto-rumän. Heeres bis in die Bukowina hrneapaus. D.:nn wür^c cs d n R ss n s. g r s' wr wer'xn d nZbück- zug hinter den Pruth in Ordnung zu bewirren, um dort Stand zu saften. Nicht ohne tieferen Grund haben sie jetzt starke Artil­lerie zwischen Rcni und Tu l cea aufgefahren, um die Donau- flanke sicherzustellen, und nicht umsonst machen sic Ausfall auf Ausfall ans der Ga latzer Süd front iit der Richtung Ba­uen i und ans der Sertthschleife von Fundeni, um dem Gegner das Mäherkommen zu ei-schweren, tvälirend hinter der Sercry- front bereits strategische Nückbewegungen in: Gange sein dürsten. Bor allem aber halten sie, wie oorauszusehen war, die T r o 1 u s - linie und verlvehren dem Erzherzog mot grosser Hartnäckigkeit den Austritt aus dem Gebirge, und haben, wie vo rauszusehen war, heftige Gegenstöße aus dieser Richtung angesetzt. Erzherzog Joses trifft fottgesetzt auf den zähesten Widerstand, der mir schrittweise gebrock-ep werden kann

Neben dern Heeresersvlge lösen die nun zahlreicher einlausenden Berichte über wirkftune Tätigkeit der zwerten Möve, die nach einer Meldung sich sogar durch Ausrüstung eines gekaperten Schiffes aus eigener Kraft verdoppelt hat, bei uns helle Freude aus unb jaiien dem Engländer die Angst ins schlotternde Gebein. Da p'ben den Erfolgen des Kaper schifses noch zahlreiche Torpedierungen geineldct sind, kamt man sich der freudigen Zuversicht hingeben, daß nunmehr der U-Bootkrieg wiederum wirksamere Formen an­genommen l)at imd somit jenes vielumsttittene Vttttel zur Verinchtung Englands, dessen rücksichtslose Anwendung Reichstagsabgeordneter Dr. Werner irr seinem gestrigen Vorrrage und mit ihm alle Anwesenden forderte, in der Form des Kreuzerkrieges,, nachdrücklicher verwendet wird. Falls un­sere Reichsleitung aus triftigen Gründen, die sich der Beurtei-, lung des Fernerstehenden entziehen, auf die Auswirkung der Möglichkeit innerhalb der .Kriegszone alle Fahrzeuge rücksichtslos zu torpedieren, immer noch verzichtet, so sind doch schon mit der milderen Form des abgeblendeten U-Boot- Kaperkrieges in den letzten Tagen Ergebnisse erzielt worden, auf die jeder Deutsche und vor allem unsere treffliche Ma­rine stolz sein kann.

Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte.

Wien. 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vkrlautbart. 20. Januar 1917.

O e st l i ch t r Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls v o n M a ck e n s e n.

Der Ort Na nesti, westlich von Nomoloasa, ist durch deutsche Regimenter erstürmt worden.

Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef.

^Nördlich des Susita-Tales sandten auch gestern die Russen und Rumänen ihre Truppen zum Angriff vor. Alle fünf Anstürme scheiterten, wobei der Feind außer schwe­ren blutigen Verlusten 400 Gefangene einbüßte. Nordöstlich von B e l b o r wurden russische Erkundungsttuppen abgewie­sen. Bei Valepurna unternahmen unsere Ausklürungs- abteilungcn einen Neberfall auf die feindlichen Feldwachen.

H e c r e s f r o n t d e s G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l s

Prinzen Leopold von Bayern.

Nichts zu melden.

Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Keine Aenderung.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

Wien. 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart i 21. Januar 1917.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Bei der Erstürnmug des Brückenkopfes N a n c st i, west­lich von Nomoloasa. wurden 556 Gefangene, zwei Maschinengewehre und vier Minenwerfer eingebracht. Im M e st i k a n e st i - A b s ch n i t t - wirkte gestern nachmittag starke russische Artillerie gegen unsere Stellungen. Nachfol­gende Angriffsversuche der Russen scheiterten schon im ersten Ansatz.

Ein österreichisch-ungarischer Flieger zwang ein feind­liches Flugzeug bei Marmaros-^Szigeth zum Landen. Flugzeirg und Insassen fielen imversehrt in unsere Hand. Weiter nördlich bei den k. und k. Truppen nichts von Belang.

Jtalienlfchcr und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unverändert.

Der Stellvertteter des Chefs des Generalstabs v. fer, Feldmarschalleutnant.

* * '

Minifterzusammentunft in Wien.

W ic n, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Heute früh sind die beiden Ministerpräsidenten von Clam-Martinic und Graf Tisza, der österreichische Minister von Höfer und der unoattsche Ackerbau- mmi,ter Baron Ghillany aus Berlin hier eingettofsen. Am gleichen Tage trafen der deutsche Staatssekretär Zimmermann und Lega- tronssekretär von Prittwitz und Gaffton in Wien ein.

Ein Note der Türkei auf die Antwort der Entente.

K o n st a n t i n o p c l, 19. Jan. (WTB. Nichtmntkich.) Tie kaiserliche Regierung itt 1 ermittelte gestern den Neutralen eine Note über die Antwott der Entente auf bim Friedensvorschlag. Die Note, die säst den gleichm Inhalt hat wie. die von. unseren Der lüudeten überreichten Noten, t-ebt besonders hervor, daß die yjeitte i machte leinen Grund hatten, den Krieg zu entfesseftr, und daß die Tiirkei keinen. Grund l>atte, ohne gezwimgerr. zu '-r-erden, darau teilzunehmen, schon aus dem Grurckic, weil niemn-rd von ihnen Gebietsansprüche zum Nachteil der Entertte hatte, was bei den Ententcstaaten nicht der Fall ist. Man. kennt die Absichten Frank­reichs aus Syrien und Elsaß-Lothringen, die Italiens auf die österreichischen Südwestprovinzen, die Rüßlands ans Konstantftro- pel, die Meerengen nnd zum großen Teil Anatoliens, die England, auf Mesopotamien und Arabien. Ebenso weiß man. welche Jn-- lrigen sie emgeleiret laben, um den neuerlich.'.r Aufschwung der Türlei zu hindern und um ihren Tcilungsplan eines Tages ver-, wirklichen zu. können, und zwar ttotz des attonalittrlenprinzipo. das sie immer her vor heben. In Wirtlichkeit künrmett sich die' tente ruenig unr eben diese Grundsätze, sobald sie ihnen eigenere Interessen nicht entsprechen. Die Verkündung des-englischen Pro­tektorates über Aegvpten, dessen Bevölkerung in keiuenr Verhält­nis zur englischen Rasse steht, die Anircxion Etipewrs, wo nichts englisch ist, die Besetzung Tripolis durch die Italiener, wo doch der Italiener mir Eindringling ist, die finsteren Pläne Rußlands, Konstantchovel mit dein Marmavabecken besitzen zu wollen, wo die überwältigende Atehrheft der Bevölkermm türkisch imd moba- Nedanisch ist, sütd ebensoviele Verletzungen des Nattonatftäten- Prinzips. Tie Türkei !var also gezmimgen, gleich ihre:: Ver- bündtteir zu den Waften zu greifen zur Betteidigung ihres Be­standes, ihrer Freiheit uud ihrer Unabhängigkeit. Indessen glaubt die Türkei mit ihren Verbündeten, daß dieses Ziel heute erreicht ist. Die feindliche Mächte dagegen sind in diesem Arrgendkick von der Berwirttichung ihrer Pläne wefter als je ensserut^-L^che deswegen lelwen sie nervös den anftichttgeu BörsWag ab übernehmen dagegen unüberlegt die Verantwortung für die Fott- setzung des Blutvergießens. Tie Note erwähnt dann das Schick­sal Serbiens, Montenegros und Rumäniens, die von der Entente in den Krieg gestoßen worden sind, imb hebt das gar iftcht näher zu bezeichnende Vorgehen hervor, das die Entente Griechenland gegenüber eingeschlagen bat, um es in bert Krieg zn stürzen. Die Note weist auf die Leiden der Menschheit hin, die aus dem Kriege entstehen, und den zu beenden die. Gegner ohne jeden Grund ab­gelehnt haben, so daß die Verantwortung für die Fortdauer des Kampfes ans sie zurückfällt. Tie Note schließt mit den Worten^ daß die vier Verbündeten im Vertrauen auf die Gerechttgkeit ihrer Sache den Krieg forrsetzen werden bis zur Erzielung eines Frie­dens, der die Ehre rmd Freiheit ihrer Völker sichert imd den Na- twnen eine freie Entnftcklung verbürgt.

Der türkische Bericht.

K o n st a n t i n o p e l, 19. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amt­licher Bericht.

Oeftlich von K u t e l A m a r a griff der Feind nach Artillerie­vorbereitung von mehreren Stunden dreimal einen Teil mssecer Stellung an. Alle Angriffe blieben ergebnislos. Ter Feind erlitt große Verluste. Unsere Mannschaften der freiwilligen Kavallerie griffen eine Brigade feindlicher Kavallerie ans, die sich auf dem) Marsche befand. Der Feind erlitt große Verluste. Unsere frei­willigen R eiter nah,neu außerdem denr Feind drei M aschinen- gemebre ab und schossen ein englisches Flugzeug nieder. Die Trüm­mer des Flugzerrges befinden sich in unserem Besitz.

Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel wiesen wir die An­griffe zurück, die eine feindliche Kompagnie aus unsere Vorposten unternahmen.

Der bulgarische Bericht.

Sofia, 21. Jan. (WB.) Generalstabslwrickn wm 20. Jan. :

M az » donischc Front: In der Gegend von B i t o l ia vereinzeltes Artuleriefeuer. Im C erna-Bvgcn lebhafte Ap- tillerietätigkeit der beiden feindlichen Arttllerien. In !>n- Gegenü( von Mog'lenitza Jnsanteriefeuer, sowie Maschinengewehr- nnd Artittettefener. Im .Vardartal Attillettcsener. Längs der Slllruma lebhaftere Arttllerietattgkeit, Pattonillengesechtc' südlich von Seres, am Vardar und in der Gegeu.d des Golfes von Orsano Südwestlich vom T o i r a n - S e e schoß 'Unterlentnarn ^Vrauneck sein zwettes fesschliches Flugzeug ab.

Rumänische Front: Bei I s a e c c a Jtftawerie teuer vov beiden Ufern der Donain

* * *

Repressalien gegen französische Offiziere.

Berlin, 20. Jan. (WTB. Anttlickl. 'Nach zuverlässigatz Nachrichten werden kriegsgefangene deutsche Offtziere seitens der französischen Heeresleitung einer umvürdigen. välkerreckrswidrigey Behandlung ausgesetzt, um sie zn nrilitärssch^ wichtigen 'Aussagen zu beitimmen.'Ju den SannnelPlätzen, so z. B. in der Zftadelle von Amiens tverden sie bis zu 14 Tagen in Ecktzelhaft gehalten und stets von neuem anstteugendni Verhören uitterworsAi. Bei Ver- lveigeruug der Aussage .verden sie bedroht uard sogar inft drei­tägigem Dmckelarrest vei Wasser nud Brot ^'straft. Die Ossiziere erlitten Maunschiaftskosl, dürfen die Zelle nicht verlassen., schlafen auf Pritschen und Sttohsack und werden in ieder Bmftchun.i un­würdig behandelt.

Zur Herbeiülirnng einer Gleickpräßigkeit ist von der dentschcu Obersten Heeresleitung augeordnet t vor den, daß alle künftig zu Gefangenen gemachten französischni Offiziere -md OnrucrEell- bettrtter brs auf werteres in gleickMr Maße behmrdelt rvevdew,