vollen deutschen Wvrte, die, unseren Widersachern MnLen sollen, daß das.gan^e deutsche Volk wie ein Mm« hinjer seinem Kaiser steht und eisern entschlossen ist, alles zn tun, bis der endliche volle Sieg evjumuflon ist. Vevnmlttmcs und Vertrettmg der Stadt Atainz."
Kreis Wetzlar.
" Kroidorf, 18. * Jan. Dr. Seipp, der als König!, preutz. Stabsarzt der L. 1 seit klriegsbegiim im Felde steht und der bereits mit dem Eisernen Kreuze sowie dersHessischen Tapser- keitsinedaille ausgezeichnet wurde, ist jetzt vomMöuig von Bauern auch der bäurische Militär Verdienstorden verliehen worden.
Hessen-Nassau.
etc Aus Hesse u - N a s s a u, 18. Jan. Ter Oberpräsident, hat folgende Ferwnvrdkmnq für die höheren Schulen und Lehrerbildungsanstalten der Provinz Hessen,Nassau und des Fürstentums Waldeck von -Ostern 1917 Ins ebendahin 1918 festgesetzt: Für den Regierungsbezirk Kassel, mit Ausnahme der Stadt Atarburg, das Fürstentnn, Waldeck und die Städte Tillen- burg, Frankfurt a. M., Herborn, Bad-Homburg, Oberursel, Usingen und Weilburcp: Ostern 1917 vom 4. April bis 19. April: Pfingsten 25. Mai bis 1. Juni: Sommer 6. Juli bis
7. August: Michaelis 29. September bis 16. Oktober:
Weihnachten 21. Dezember bis 4. Januar 1918: Ostern 1918 27. März. Für die Städte Marburg, Biebrich. Biedenkopf, Diez, Eltville, Ems, Hadamar, Höchst a. M., Geisenheim, Limburg, Montabaur und Wiesbaden: Ostern 1917 4. April bis 19. April: Pfingsten 25. Mai bis 5. Juni: So innrer 20. Füll bis 21. August: Michaelis 3. Oktober bis 16. Oktober: Weihnaächen 21. Dezember bis 4. Januar 1918: Ostern 27. März.
v. Frankfurt a. Dl., 17. Jan. Der älteste Sohn von Pros. G g. Bender, der Vizewachtmeister unb Offiziers- aspirant Fritz Bender vo,n Feld-Art.°Regt. 63, starb im Alter von 21 Jahren den Heldentod fürs Vaterland, Pros. Bender, ein eifriger Förderer aller gemeinnützig vaterländischen Bestrebungen, ist Vorsitzender des Zweigvereins Frankfurt ci. M. vom Vogels- berge r Höhen kl ub lnrd hat sich als solcher um die Hebung des Fremdenverkehrs im Vogelsberg große Verdienste erworben. Geboren in Hungen, lebt und wirkt er eifrig für „sein" Ober« Hessen. Die Teilnahme mit der hart betroffenen Familie ist allgemein.
Frankfurt ia. M., 17. Jan. Tie heutige zahlreich besuchte Sxmptversämuckung des Mittel rHeini schcn Fabrika n - len Vereins nahm einstämmig folgende Erklärung au: ,,Der Mittelrheinische Fabrikantenverein nimmt in seiner heutigeil zum drittenmal während des Krieges stattfindenden Hau Pt Versammlung Verankassung, seine Bewunderung und Dankbarkeit den kämpfenden Truppen auszusprechen, die auch im abgelausenen Jahr wieder eine Fülle glänzender Waffentaten vollbracht, da4 Vaterland vor feindlichen Einfällen bewahrt und grvtze, für die Volksernährung wichtige Gebiete in Besitz genommen haben. Aber auch hinter der Front ist es gelungen, die der Versorgung des Heeres uud der Bevölkerung dienenden ''Aufgaben befriedigend zu lösen, mld es ist mit Sicherheit zu erirxrrten, daß dies auch.künftig trotz alter Schwierig keilen gelingt, wenn alle Krästö sich in deirl Dienst des Vaterlandes stellen. Nachdem die letzten Kundgebungen des Vierverbandes auch deu bisher auf Verständigung rechnenden Kreisen volle Klarheit über die Ziele unserer Feinds und ihr heuchlerisches Vorgehen gebracht haben, darf vertraut ,verden, daß das ganze Volk einig und geschlossen nach dem Aufruf unseres Kaisers zusammen steht, uud daß alle Machtmittel und alle Bestrebungen hinter der Front nur aus das eine Ziel, die Niederringung unserer Gegner, gerichtet werden. Die In d u st r ie wird, wie bisher, alles darau setzen, den ihr gestellten Aufgaben gerecht zu werden."
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6eri^t$faa(.
Utitfr der Anklage des Giftmordes.
---Frankfurt a. M., 17. Jan. Vor dem Schwurgericht hatte lick) Mittwoch und Donnerstag der 27jährige Fabrikarbeiter Karl Friedrich S chv 1 l aus Wiesbach w e g e u G i s t m o r d e s zu veraurtworten. .Gr lvar beschuldigt, im Juli 1916 seine Braut Therese Kandlbinder durch Gift getötet'zu haben. Sckwll ist bereits 16 mal vorbestraft und war schon von srülier Jugend an ein Fvemü» des weiblichen Geschlechts. Im Jahre 1916 verkehrte er
einer sMnna 5)irsch, der er nur von (Äift erzählte. Ter Angeklagte führte auch stets Gifte, die er sich in einer Drogerie beschafft hatte, bei sich und prahlte danrlit. daß er weit gescheiter als der Gfftnwrder Hopf sei, wenn er Gifte lnuvenden würde. Während er noch mit der Hirsch verkehrte, bändelte er mit der >ßandlbinder an, der er alle Ersparnisse ab schwindelte. Um sich eines der beiden Mädchen zu entledigen, beschloß er, so nimmt die Anklage an, den Giftmord. Da die Hirsch sich nicht emfchüchtern ließ, maßte die Kandlbinder darmr glauben. In der Nacht zuist 18. Juli vollführte er die Tat, indem er dem Mädchen mit Arsenik bestreuten Kuchen zu essen gab. Das Mädckien starb innerhalb 24 Stunden.. Scholl wurde schon am nächsten Tage als der mutmaßliche Täter verhaftet.
In der Verhandlung bestritt der Angeklagte die Tat, gab aber zu, daß er Gift bei sich gefüllt und allerlei Redensarten über Gftt gemacht habe. Tie Kandlbinder habe zwar Arsenik von ihm bekommen, sei aber von der Wirkung dieses Giftes nicht belehrt worden. Vermutlich habe sie davon genössen und sei daran gestorben. Weitere Einzelheiten konnte der Angeklagte nicht angeben. Die Zeugen bekundeten, daß Scholl ihnen gegenüber oft von Arsenft Vergiftungen gesprochen habe: sie halten alle einen Selbstmord der K. für ausgeschlossen. Die Sachverständigen stellten einmütig bei der K. Arsenrkvergiftung durch fremde Hand fest. Tie Geschworenen bejahten die Schuldfrage auf fahrlässige Tötung. Scholl nmrbe daraus in später Abeuvstuude wegen fahrlässiger Tötung pu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Er nahm die Strafe an.
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][ Marburg, 17. Jan. Das Schwurgericht verurteilte heute die 26 Jahre alte, seit drei Jahren von ihrem Manne getrennt lebende Arbeiterin Helene Gabriel aus Radom in Russisch-Pol eil, zuletzt wohnhaft in Groß-Ropperhausen, die beschuldigt wurde, ihr neugeborenes Kind am 29. April v. Js. getötet zu haben, zu 2 Jahren und 2 Monaten Gefängnis. Acht Monate Untersuchungshaft werden in Anrechnung gebracht
AAusdemKreiseBiedentopf, 17. Jan. Der Landrat des hiesigen Kreises hat einen Aufruf an die Gemeinde Vorstände erlassen, in denen er ihnen nahelegt, die Schafzucht, die bekanntlich im Hinterlande srülwr in hoher B-Me stand, wieder neu zu beleben und im Frühjahr in den Gemeinden, in denen die Schafherde ganz eingegangen ist, -wieder eine solche zu bilden. Keine (Gemeinde solle sich die groLan Vorteile, die jetzt die Haltung einer Schafherde mit sich brinjW, entgehen lassen.
vermischtes.
Ein großes Eisenbahnunglück in Rumänien.
* Lon d oli, 17. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Times" meldet aus Ci u rea in Rumänien vom 7. Januar: Zwei Züge mit ungefähr 2000 Personen sind ineinander gefahren. Mehrere Wagen des einen Zuges wurden vollkommen ineinaudergeschoben, der andere Zug entgleiste. Die Leichen von
^ Soldaten, Frauen und Kindern liegen auf denr Bahnkörper. Unter den Verwundeten befindet sich der französische Attache Marguis Dabelbvh.
Schneefälle in Frankreich.
* Bern, 17. Jan. (WTB. Nichtamtlich). Seit 48 Stunden wüten in ganz Südsrankreich schwere Schneestürme. In den Seealpen sind die ineisten Ortschaften vom Verkehr abgeschnitten.
«rechliche Nachrichten.
Hkrttesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft.
Savbatseier den 20 . I a n. 1917. Freitag abd. 4.35 llhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr. Predigt. — Nachm. 3.30 Uhr. — y SabbatauSgang 5.50 Uhr. — Wochengottesdienst: morg. 7.00 Uhr,
abds. 4.30 Uhr.
letzte Nachrichten.
Personenzug Sieben Köln entgleist.
i. Köln, 18. Jan. (Drahtnachricht.) In der verflossenen Nacht gegen ! Uhr entgleiste am AuSaang der Kölner Elsenbahnbrncke ein Personenzug. wobei fünf Personen schwer und 25 leicht verletzt wurden. Die Schwerverletzten befinden sich anher Lebensgefahr. Seit heute vormittag sind alle Geleise wieder frei. Der Anprall war äußerst heftig. Feuerwehr und Sanitütskolonne waren sofort zur stelle und überftihrten die Verunglückten in die Kölner Krankenhäuser.
Wie wir von zuständiger Seite erfahren, hat der Unfall sich bei der Einfahrt eines aus Gießen kommenden Per- sonenzugeS in den Kölner Hauptbahnhof durch einen in anderer Richtung fahrenden Leerzug infolge Ueberfahrens des Haltesignals ereignet. Der Leerzug fuhr in die Flanke des G i e tz e n c r P e r s o n e n z u g e s und brachte zwei Wagen znm Umsturz. DaS Unglück ist auf den herrschenden stai-fen Rebel zurückznftihren.
Der Besuch der parlamentarischeil Präsidien in Berlin.
Berlin, 12. Jan. Die Präsidenten der österreichischen, nngarischen, türkischen nut> bulgarischen Volksvertretungen, treffen am Freitag in Berlin ein, ivo sie vom Reichstags Präsidenten, Bürgermeister Dr. Reiche, zwei Stadträten, so wie den Stadtverordnetenvorstehern, ferner von Vertretern der Reichs- und Stadtbehörden empfangen werden. Nach den Begrüßungen im Reichstage und Empfängen findet am Samstag eine Rundfahrt durch Berlin, eine Besichtigung städtischer Einrichtungen und eine Begrüßung im Berliner. Rathause statt.
Die Fraftionsführer beim Reichskanzler.
Berlin, 18. Jan. Die Besprechung des Reichskanzlers mit den Parteiführern der Reichstag sfr aktiv neu findet, wie das „Berliner Tageblatt" hört, gegenüber anderslautenden Meldungen, am heutigen Donnerstag statt.
Deutsch österreichische ErnährungSkonftreuz.
Wien, 17. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Ministerpräsi-, dent Elam-Martinit, und (Henevalmajor Hofer reisen heute nach Berlin ab, wo Besprechungen über Ernäh-rnngssragen ftattsinden.
Ein Aufnif an die Polen.
Warschau, 17. Jan. (WTB. Ni-chäMutlich^ Ter pröoi- sorische Staatsrat hat au die Polen einen Anfrut gerichtet, in dem es n. a. heißt: Durch den ewig denkwürdigen Akt vom 5. November 1916 haben die verbündeten Monarchen des Deutschign Reiches und Oesterrei-ch.-Ung-arns die Unabhän-gigteit des polnischen Reiches proklamiert. Die Wiederbelebung dieses Reiches, sein wirklichter Llufbau, die einseitige Ausdehnung in die sein Akte verkündeten unabhängigen S'taatswesens auf die Rußland entrissenen, noch Polen gravitierenden Länder. dies ist die große weltgeschichtliche Aufgabe .unseres^ Voltes. Bevor die oberste Gewalt der polnische König übernahmen wirch ist zwecks Bildimg des pol nischen Reiches ^dcr provisorische Staatsrat berufen worden. Das Bestreben des Staatsrados^ wird g?rich,tet sein auf eine, wenn möglich! baldige Vorbereitung des gesetzgebenden Landtages sonne ans die ''Ausarbcitnn.g der verfassungsinäßigen Einrichtung des Reiches, die den Bedürfnissen der Neuzeit entspricht und aufgebant ist aus der Grundlage der Gleichbereckltigung aller Bürger.
Die Schaffung einer zatzkreichen, schlagfertigen und nwhldiszi- pliniertcn polnischen Armee, die treu unseren großen vitterlichen Traditionen den alten Onchni des polnischen Schivertes wiedererwecken wird, ist für uns effre freudige, dringende Mtlvendigkeit. Wir sind uns nämlich dessen bewußt, daß eine solche Armee die erste Bedingung ftir ein imabhängigee- ^taatswesen darstellt. Sie .wird zur Merlangnrrg der dem polnischen Reiche iwllvendigen Grenzen betragen und wird zur Handhabe des Ansehens dieses Reiches. Da eine Anordirnng der allgemeinen Wehrpfticht gegenwärtig noch nicht getroffen inersen kann, wird sich die Heeresorganisation ans die freüvillige Werbung stiltzen, wofür unsere heldenmütigen Legionetc eigene, bereits fertige Kadres bilden.
Gleichzeitig wird der Staatsrat an die Arbeit der Organisierung der polnischen Verwaltung, nankentlich auch des polnischen Finanzwesens hevarrtreten und die stufenweise Ausgestaltung ^md Uebernahme einzelner Telle des öffentlichen Dienstes erstreben. Seine besondere bedeutsame Aufgabe erblickt der Staals- rat in der Bezeichnung und Anwendung wirksamer Mittel zur wirtschaftlichen Belebung des Landes, Hebung des Gewerbes, und znm Beginne des Wievermffbaues der vernichteten Wohn und Arbeitsstätten, in den er vor allem die Bedürfnisse des arbeitenden Voltes und den Arffschwung seiner geistigen und materiellen Kultur berücksichtigt.
Die Erfüllung der großen Aufgaban des gegenwärtigen Angew- blicks erfordert von der Volksgemeinschaft eirtsprechend große Opfer. Der Staatsrat wird bemüht sein, die Lasten und Nnzuträglicksteiten, die der Kriegszustand zur Folge hat, nach Möglichkeit zu nnldern. Immerhin muß man die NollocTrdigkeit voraussehen, noch weitere, hierfür unentbehrliche Opfer und Lasten zu tragen, damit der K>rieg für Polen günstig verlaufe, und darauf müssen alle Bürger gefaßt sein. Mögen sic auch darauf vorbereitet sein, daß der StaatSrat bei seiner Tätigkeit mit vielen Schwierigkeiten wird zn kämpfen haben und daß die Früchte seiner Arbeit nicht allein von ibm ab- hängen werden.
Die Arbeit des Staatsrates wird um so günstigere Ergebnisse erzielen, einer je größeren Unterstützung mrd Mitnärkung der Nation er sich erfreuen wird. Wjir stellen fest, daß wiir nicht eine beliebige politische Organisation sind, die dieser oder jener Lösung dient, sondern daß wir das polnische StaatÄbesen vertreten und eine mit RcgienmgsLesugnissen ausgestattete Körperschaft bilden, die alle Staatsbürger gleich behandeln und von allen auch gleiches Gehör für sich beanspruchen wird. Aller Sölxne bedarf das Vaterland heute, keinem ist es gestattet, sich der Dienste für dasselbe zu entziehen. Das Bvmbardfment von Galatz.
Stockholm, 18. Jan. Seit dem Vorrücken der Deutscher über Braila ist in Galatz eine Panik ausgebrock>en. Die begüterte Bevölkerung verließ größtenteils die Stadt, nnr daö Proletariall ist zurückgeblieben. Dieses ist der furchtbarsten Hungernot ausgesetzt, da die Militärbehörden alles irgendwie Eßbare beschlaMähmt haben. Brot fehlt gänzlich und nur Maismehl ist vorhanden. Ebenso herrscht gänzlich Mangel an Belenchtungs- mrd Heizmaterialien. Die (Aektrizitüts- und Gaswerke stellten den Betrieb infolge Kvhlen- mangels ein. Die Wasserleituug ist durch das Bombardement ge-- sährdet: infolgedessen wurde sie abgestellt. Die wohlhablerchere Bel- völkerung wurde russischerseitS zur Flucht verlockt durch die Nack>- richt, der Feind sende alte Rumänen zu Feldarbeiten nach der Türkei. Ein endloser Flüchtliugszug bewegt sich unanfhörlich über die Straßen. Man zählt täglich 20 (KX) Flüchtlinge. Das rumänische Parlament brach plötzlich seine Sitzungen ab, anscheinend, weil man sich in Jassy nicht mehr sicher fühlte.
Die Not der rumänischen Flüchtlinge in Odessa.
Gens, 18. Jan. lieber die in Odessa lprrsckFitdeii schiveren dLotstände berichtet der Smiderkorrespondent des „Temps", daß infolge des Zuströmens der flüchtigen rumänischen Familien namentlich aus Braila, die Lage geradezu kritisch geworden sei. Tie Riinlänen seien notdürftig nntergebrach^ Die ihv-em durch die öffentliche Wohltätigkeit zukommenden ^pendeii erwiesen sich als durchiaus unzureichend. T-ve Teuerung der nnchtßfften Gebrauchsartikel habe einen nie dagewesenen Grad erreicht.
Der bulaarische Bericht.
Sofia, 17. Jan. (WTB. Nichtamtlich.» Bericht des Geiveral- stabes vom 17. I an.ua r.
Mazedo n isch e Fro n t: Alt der gaiizeu Fvorit ,chtoack^ Artilleriefener an gewissen Stellen, besonders an der Struma und Patrouillengesechle. Zlvei stündliche Kreuzer beschossen riffolglos unsere Stellungen in der Nahe der Strnmanründung.
Rumänische Fronte Vier stnudliche Flugzeuge über- flogeii Tnlcea: wir vertrieben sie wieder durch ArtillEfener-
Englands Männermangel.
Rotterdam, 17. Jan. (WTB. Nichlamtl.' De, „Nieuwe Rotderdanffche Eonrant" nrcldel aus London: Der Präsib.nt des Ackerbananrtes Prutlrero teilt mit, er babc' von dein Kriegsirmt die VerstäTldignng erhalten, d>rß «'s sich al< nötig heransg-öellv habe, die Hälfte der vom Militärdienst befteiten Männer, die in der LanÄvrrtschaft tätig seien, anfzurufen Es sollen Maßregeln getroffen werden, um so rasch als möglich enil sprechen den Ersatz zu schaffen. „Daill) Emo nicke" wentx't sich energisch gegen dies« Entblösrmg des Landes von Arbeitskräften und schreibt: Entweder haben wir eine ernste Lebensmittel und Schiffahrtskrisc oder nicht. Wenn eine solche Krise besteht, so ist der Plan, von dew ohnehin schon entvölkerten Farmhöfen 20- bis 30Q00 Männer weg zu hoberi, einfach wahnsinnig. Wenn aber keine Krise besticht, warrrm hat man so viel Vtlarm geschlagen? Warum ist denn ein Lebensmittelkontrollenr nötig genxfen? Warum essen wir denn Kriegsbrot und warnm stellt Prethero selbst die Lage ans unserer Insel als die einer belagerten Stadt hin? Wcn.n die neue 'Ütat, reget dnrchgeft'rhrt wird, so wird nicht nur der oraanisiertenl Lebensmittelerzeugung ein schverer Schlag zugcfügt, sondern es wird auch die Bebauung des königlickijen Parkes usw. uninögllchl werden. Das Blatt verlangt eine Erhöhung des Dienstpflicht alters.
, London, 17. Jan. >WTB. Nichtamtlich.) Die Verlust^ listen voin 15. und 16. enthalten die Nnmeil von 58 Offtz-ieren (26 gefallen) und 345)4 Mann.
Rotterdam, 17. Jan. In Birmingham lvnrden taiffe,^ freiwillige Polizisten eingestellt, znm Ersatz für die Bmnfs-poti- zistcn, die zur Front gehen Man braucht im ganzen 3(X)0 Neam, als Ersatz und deshalb richtete der Bischof von Birnüngham einen Aufruf an die sizeisttichen, sie möchten Polizisbendrenste annehnven — Tie englische Admiralität mackit bekannt, daß ba£ Departement des ersten Seelords zur Organisation der Arbeit auf den Schiffswerften und in den Marinewerkstätten ausgebaut werde. Zum^ Leiter dieses Neorganisationsdepartements wurde Lynden-Viccassep mit dem Titel „Direktor der Schiffswerften arbeiten" ernannt.
Die Stimmung in Frankreich.
Berlin, 18. Jan. Ter Vertreter des „Berliner Tageblattes" in Lugano berichtet: Eine ans Frankreich in der Schweiz eingetrossene skandmavische Persönlichteit, die über ein halbes Jahr in^ Frankreich verbrachte, gibt mir Anffchlnsse über die dortige Stimmung. Sie sei ganz und gar nicht so, wie sie die ftan zösische Presse darstelle. Vielmehr ftelK die große Me ln Heu des französischen Volkes unter dem Einfluß des deutschen Friedens^ ongebotes und wünsche sehnlichst, daß die Regierung auf den Bor schlag Deutschlands ein ginge Von zähem Festhalten an der Revanche oder Rückeroberung von Elsaß-Lothringen sei absolut keine Rede, wenigstens nickst bei dm Masse, lleberall, versicherte mir mein Gewährsmann, kann man selbst in guten Kreisen den. Wunsch hören: Ach, wenn dock, die rkiegierung mll Deutschland zilsammengingc und die Engländer zum Lande hinaus - komplimentiere. Nicht, daß man die Engländer Haffe, aber man sei ihnen gegenüber argwöhnisch in boRm Grade. Ein nnver söhnlicher Haß gegen Deutschland, den die Presse zn schüren versucht, existiert nrcht, wenigstens nicht im Volke.
DaS Eifendohnunglück in Frankreich.
Genf, 18. Jan. Bei dem Zusarnmenftost eines Güter zuges von Le Havre nach Paris mit einen: von Paris nach Le Havre sich de wegen den L-aza.rettzug wurden 18 Wagen zertrünnnert. Unter beti Toten, deren Zahl amtlich ver- schwiegen wird, befinden sich nach Pariser Blältermeldiingen zahlreiche britische Osfiöie're.
Italienische Niedergeschlaflenheit.
B^e r n , 17. Jan. MTB. Nichtamll.) In einem „Widerstand^' überschriebenen Artikel sagt „Giornate d'Jtalia", daß kein Land an der Fortsetzung des Krieges so viel Interesse iyabc, wie Italien, uni) wendet sich sodann gegen die Niedergeschlagenheit und Entmutigung, die sich besonders feit deni Friedensangebot der Mittel machte in Italien geltend gemacht t-abe. Nack den Ausführungen des Blattes gehen in fast allen größeren Städten des Landes böse Gerüchte um. In Äont fabele man von einer Revolution in Florenz, in Florenz spreckic man von blutigen Aufständen in Bo logna und in Bologna erzähle man mm einem Aufruhr in Pisa, wo man wissen wlll, Turin stehe in Fkammeir usw. Das Blatt erklärt alle diese Gerüchte für falsch.
Griechenland nimmt die Forderungen an.
London, 17. Januar. (WTB. Nichitamtlrch. ^luch das Ncutersiche Bureau erfährt, daß Griechenland die Forderungen der Alliierter! in vollem Umfange angenommen hat. Der britische (Gesandte Elliot ist aus Jeinen Posten zurückgekshrt.
Bern, 17. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Pettt Parisien" mel-- det: In der Kammer herrscht wegen der Ereignisse in Griechenland ^ lebhafte Erregung. Einige Wgeordueten hätten geäußert, sie wür- . den von der Regierung schnellstens genaue Erklärungen über die Lage in Griechenland verlangen. H-erv^ schreibt, er wisse, daß seft einigen Tagen ein selxr schlechter Wind gegen das Kabinett Briand in den ^Handelgängen der Kammer wel,c. Man werfe Briand Lang-- mütigkeit gegen König Konstantin vor. Hervö erllärt sodann, es sei inertwürdrg, wenn man jetzt schon von neuen Ministerlisten: spreche, weil Briand sich von König Konstantin habe um den Finger ivickeln lassen, wo sich vielleicht schon in ivenigen Tagen zeigen werde, daß der Widerstand König Kvnstaittins endgültig gebrochen sei. Herve sagt, man müsse noch einige Monate abwarten, bis die Regierung Belveise ihrer Tätigkeit habe erbringen können. Wenn die Regierung unter den augenblicklich entstandenen Bevhältnisseir gestürzt würde, würde dies keinen 'glücklichen Einfluß ans die Armee nnd das Land ausüben.
Eine neue Rote an Griechenland
Gens. 17. Jan. Die griechischen Meldungen der Pariser Blätter bestätigen, daß die Entente der Athener Regierung eine neue, in energischem Tone gehaltene dkote übervenüt hat, in der die unverzügliche Ausführung der Forderungen des Ultimatum^ verlangt wird. Gleich.zeUg liegen aber vom 13. Januar datterds Athener Meldungen vor, in denen ausdrücklich! erklärt wird, die dlusführung des Ultimatums sei schon in vollem Gange und Minister Zalott'stas habe srch zur .Besprechcmg der Einzelheiten zu den Enlentcgesandten nach dem Hasen von Keratsini begeben.
Die Perser für die Türkei.
K o n st a n 1 i n o p e 1, 17. Jan. Me in der Türkei lebenden Perser haben sich, soweit sie wehrfähig sind, iirnt türkischen Heeresdienst gemeldet. Die 18- bis 25jährigen Freiwilligen kmnmen an die versischc' Front. Ungefähr 200 000 Perser aus Persien selber haben sich an die türkische Seite qejtettt, um die Russen aus Persien zu vertreiben. Lansiligs Rücktritt.
Berlin, 18. Jan. Zu einer Meldung, daß Lansincr zurücktrete, bemerkt der Berliner „Lokalanz.": Es lie^t hin reichend Grund zu der Anuahme vor, daß die Meldunig über Lansings Mscktritt zutreffend ist. Obwohl Gesundheits- rücksicksten als der lfür Üanftugs Rücktritt bestimmende Grmid angegeben lverden, ist sein Rücktritt unter den gegebenen Umständen docki ein Ereignis, das die größte Aufmerksam- « teil aller politischen Kreise verdient und sicher auch sinden wird
Die Pca^uahmeu der Schweiz.
Wien, 18. Jan. Der schweizerische (^esianbw Bourcard äußerte laut Wiener „Neuen Freien Presse": Ter Schritt der Schweiz ist fernes,vegs als eine Maßregel aufzufassen, die untere Nachbarn beunruhigen soll oder kann. Sie ist ausgesprochene Vor ■ bengnngs und Vorsichtsmaßnahme und geeignet, in der Schümiz wie bei den Nachbarn Berulstgimg l>ervorzurusen Angesichts des sichtbar verschärften Kriegszustcnrdes glaubte die schoeizer Regie rnng mit dc-r Ausdehnung der Mobilisierung nicht zögern zu dürfen, rKwohl dadurch die Lasten für die Schweiz noch oerTmint werden Trotz der Ausdehnung der Mobil.isim.uing Ixit die Stnveiz noch inmwr nicht zur allgemeinen Kriegsmobikisiernng gegriffen Wir haben nur eine Ten 1 nvoIstlisier-img zugn Zwecke (sHyti • 'chutzt's, der Beweis ist, daß die vom Ablös»mgsiw^nn Vervetten! Offiziere und Maumchawen iricht chnzunüchan Höchen.


