Der Seekrieg.
CHite fatsche und teuderrziöse Anschuldigung der englischen Admiralität.
Berlin, 17. Jcru. (WTB. Amtlich.) Nach der „Times" Dezember 1916 macht die englische Admira- nt ** dezug auf die Versenkung des Dampfers ,L8eftmrn ster" durch ein deutsches U-Boot und die Beschießung der in den Booten befindlichen Besatzung folgendes bekannt.
Ter Grad der Wildheit, den die Deutschen in ihrer U-Boots- tawk erreicht hätten, schiene aufs höchste gestiegen zu sein bei der Bedeutung des englischen Dampfers „Westtnftister". Am 14. De- zemLrer 1916 wäre er von einem deutschen U-Boot ohne Warnung angegriffen morden, als er 180 Seemeilen vom Lande sich befand, und iväre schnell hintereinander von zwei Torpedos getroffen «En, die vier Mann töteten. Die Offiziere und die Besatzung des Dämmers wären, während sie sich von dem sinkenden Schiff zu retttn verfnchten, von dem U-Boot aus 2700 Meter Entfernung befchojfen worden. -Der .Kapitän iritb der leitende Maschinist tvären auf r^r stelle getötet worden, ihr Boot wäre gesunken. Der zweite um> dritte Maschinist und drei Mann der Besatzung wären nicht amgefrscht worden. Es folgen dann die üblichen Ausdrücke der Entrüstung Aer „kaltblütiges Morden", Beweis für den „Tiefstand der deutschen Ehre" usw., offenbar mit dem Zweck, die Erinne- rungan den „Baraloug"-, „Mng-Stephen"- und „Crampton"-Fall m ersticken.
Demgegenüber wird, nachdem die dienstliche Meldung des betreffenden U-Bootskonrmandanten vorliegt, fest- gestellt:
1. Es ist nur ein Torpedo aus den bewaffneten Dampfer „Weftnrinster" abgefeuert worden.
2. Mit einer Kanone ist überhaupt nicht geschossen! worden.
3. Als das Unterseeboot nach dein Torpedoschuß auf- tarichte. war das Schiff schon gesunken. Die Angabe, die Be- fatznng tväre, als sie sich von dem sinkenden Dampfer zu retten suchte, beschossen worden, ist somit frei erfunden.
4. Das U-Boot versuchte nach der Versenkung sich den Rettungsbooten m nähern. Bei diesem Versuch kam ein feindlicher Bewachungsdampser in Sicht. Das U-Boot mußte sich rm Interesse der eigenen Sicherheit entfernen. Dies konnte um so unbedenklicher geschehen, als die Aufnahme der Besatzung des Dampfers durch den Bewachuugsdampser gesichert erschien.
Der Bericht der englischen Admiralität ist somit in allen Einzelheiten falsch und tragt den Stempel tendenziöser Stimmungsmache im eigenen Lande und bei den Neutralen an der Stirn.
Ein erfolgreicher U-Bootführer.
. 2 t F.y n Dirn. (Priv.-Tel.) Kapitänleutnant Wünsche,
der nttzllch mit fernem U-Boot zurückgekehrt ist, hat aus seiner Unternehmung 16 Schiffe mit insgesamt 26 000 Brn tto re gifte r- wnnen versenkt. Davon waren zwei mit Mais, drei mit Kohlen, drei mit Früchten, zwei mit Schwefelkies, zwei mit Fischen und je emes nnt Salpeter, Eisenerz Grubenholz und .Hafer beladen.
Ein österreichisches Schiff ohne Warnung torpediert.
di o m, 17. Jan. (WTB.) Bericht des Marineministe- rurms. Am Morgen des 14. Januar wurde bei den dalmatinischen Inseln ein österreichisches Schiff von.eurem f ra n zö s i s ch e n-T o r p e d o b o o t, das unfern ^eestrertkraften beigegeben war, t o r p e d i e r t und versenkt. Das Unterseeboot wurde ergebnislos von einem öfterreichi jchen Flugzeug angegriffen.
Das Wolfffche Bureait bemerkt dazu: Es handelt sich um den österreichischen Kursdampfer „Zagreb", der, wie gemeldet, von einem feindlicher: Unterseeboot ohne Warnung torpediert wurde. Eine erhebliche Anzahl von Passagieren ist diesem Völkerrechts widrigen Angriff zum Opfer gefallen. U-Boot Beute.
^..London, 17.1«r, (WTB. Nichtamtl.) Die Admiralität
wurde angenommen, daß die folgenden .^augayrtepchffse, die lange überfällig waren, von den Deutschen versenkt worden sind: Die, britischen Schiffe „Drama tist", „Ra d ma r ca r ro" „Mini ch", ,W e t 1 e rb h", ,H ul l"
norwegischen Dampfers „Solvanch', der am 13. Januar von einem U-Boot versenkt wurde, hier angekommen. Der Dampfer „Otto", ivahrscheinlich norwegischer Nationalität tft versenkt worden.
N«§ dem Reiche.
Eine Kundgebung des Zentrums.
^ Frankfurt a. M., 17. Jan. (WTB.) (tzrzellenz Dr ^pahn richtete namens des Reichsausschufses der deutschen Zentrumspartei und der Zentrumsfraktion des deutschen Reichstages an S. M. den Kaffer folgendes Telegramm:
An Seine Majestät den Deutschen Kaffer, Großes Haupt quartier.
. J5 lTe * Majestät sagen wir für den Aufruf an das deutsche Volk im Namen der deutschen Zeillrumspartei und der Zentrumsfraktion des Deuffchen Reichstags ehrfurchtsvollen Dank. Für Ehre, Größe und Macht unseres Vaterlandes sind 9tot und Tod nie zu schwer. Für die Füh- JHJJ9 unserer Waffenmacht vertrauen wir Eurer Majestät Willenskraft. Helsen wir uns selbst, so hilft uns Gott.
- c Dr. Spahn.
Darauf ist folgendes AntworttelegrMnm eingeganaen
Seine Majestät der Kaiser und 5lönig haben die ver- traueiisvolte Kundgebung des Reichsausschusses der deut lchen Zentrumspartei und der Zentrums fraktion des Deut lchen Reichstages mit großer Befriedigung entgeqengenom men und lassen herzlichst danken.
Auf allerhöchsten Befehl: Geh. Kabinettsrat v. Balentini.
Aufnahme der Vorräte an Brotgetreide usw.
Um einen Ueberblick über die vorhandenen Vorräte an Brot getrerde und Mehl, Gerste, Hafer und Hülsenfrüchten zu gewinnen, ai H ö'^ruar 1917 eute Bestandsaufnahme bei den Erzeugern und Konimunalvexbänden ftattffnden. Zu diesem Zweck ist am 16 Januar ds. ^s. eine Verordnung des Reichskanzlers ergangen. UÄer dre Einzelheiten der Erhebungen werden die Landeszentral- behorden das Erforderliche alsbald bekannt geben. Um eine möglichst vollständige Erfassung der Bestände sicherzuftelleri, ist dem Kommunalverband zur Pflicht gemacht, bis Ende Februar eine Nachprüfung der gemeindeweise erfolgenden Erhebung der Vorräte ourch Beamte oder beeidigte Vertrauensleute vorzunebmen. Unk- rrchtige Angaben der Anzeigepflichtigen sind mit Strafen bedroht.
Aber auch abgesehen von der Strafandrohung darf damit ge- rechnet werden, daß ieder Betriebsinhab^r seiner Anzeigepslicht im vaterlandffchen Znteresse mit peinlicher Genauigkeit Nachkommen und )owert Schätzung ungedroschener Vorräte in Frage kommt, diese gewiß schwierige Aufgabe so sorgsam und gewissenhaft wie irgend möglich erfüllen wird. ;
jr Die ErfassunF all er und richtiger Einheiten r I ' u «, bie menschliche Nahrung und die Heerespferde erforder lrchen Kornermenge, (die von der genauen Bestandsaufnahme ab hangt, ilt unbedingt geboten, um uns die Sicherheit des Durchhaltens bis zur neuen Ernte zu geben. W e r b e i d e r B e st a n d s - aufnahme nicht voll seine Pflicht tut, selbst wenn er nur, um s n ni cht rn der eigenen Wirtschaft zu kurz zu kommen, die Vorräte sahrlafffg zu niedrig angibt, schädigt das Vater-
I^a n d n n d h i l f t d e Ni F e i n d e , d e r u n s v e r n i ch t e n w i l l.
^eder mug deshalb in seinem Kreise ausklävend in dieser Hinsicht wirken, damit die Aufnahme richtig gelingt.
„Mount Temple", „K ingGeörge", .Geora'H und „Volta ire" und die fvanKösffche-n «Schiffe '„Nan 1 es" und „A m r e r e s Es liegt eine deffnitive Nachricht aus Pernam- bueo vor, txck diese Annahme richtig ist. Am 15 Ja- wmr aberchs kam der japanische Dampfer „Hudson Hart," ^ ^ cl l)c öon Pernambucv mit den Kapitänen und 232 Mann ^^EMtzungen einiger, verloren gegangener Schiffe an, die an Ovzkchm dem 12. Dezember und 12. Januar versenkt wurden. Außerdem wurden die Dampfer „S a i n t Theodor e beschlagnahmt und mit einer Prisenbesatzung versehen. Der Dampfer „Yarrowdale" ist beschlagnahmt und mit ungefähr von anderen senkten Schiffen, die gelandet werden ^ ^ bcr 6eibcn Skiffe ist
Vernichtung de» Schlachtkreuzer» „Tsukuba".
Tokio, 17. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterschen Burear^. D er Verlust an Menschenleben bei dem Brande
PiL ¥*$*%**&&& „Tsukuba" wird jetzt auf 200 ae- Ichätzt. Boote von anderen Schiffen ftschten die Seeleute aus, wm denen,viele verwundet waren. Der „Tsnkuba" sank ^0 Minuten. Man glaubt, daß er in zwei Teile gebrochen ist. Dadas Unglück am Sonntag geschah, war bcr SfeWranö an Land. Die genaue Zahl der Verunglückten ist vorläufig noch unbekannt. Man glaubt, daß auch der Kommandant Arima und eine Anzahl Offiziere an Land waren. Ueber die Ursache der Erplofton weiß man nichts. r 1
m
Tnfi: 0 Ä e n n J a V n r< Das russische
Torpedoboot „Dobrowocez" von 660 Tonnen ist
E E feschesdell^ am 21. August 1916 am Eingang d!s' Rrgarschen Meerbusens aus eine Mine gelaufen u,7d g e - ' 1 ^ n E c rt.
h * ?$ e ° « e " - 17 ■ San. MTB. Nichtamtlich.) Der
danr,che Dampfer „Norm a" (2800 Tonnen) ist am
mft S ® alencia nach Londmij
mit einer Ladung L>udfruchte von einem Untersee-
fersen kt morden. In dem Telegrmmn ist nichts über das schick,al der Besatzung erwähnt. Es ist jedoch an-
KÄ^^folche ^ ^^-1 wurde, da die Bersenkr^ng ,m
Stavanger, 16. Jan. (WTB.) Ein vor Stavanqer kreuzendes englrsches Geschwader versolgte einen
dem es jedoch gelang, wohlbehalten über dre Hohertsgrenze bei Egersund zu^slüch- t e n , wo er vor Anker grug. Als ein norwegisches Torpedo- dE^nnzukmn, zogen sich die ftemden .«riegsschiffe seewärts
Bern, 16. Jan. (WTB.) Lyoner Blätter melden die rm“ eS .roamartrifd&'en Seglers „Saint M, che l" «1^4 Bruttoregistertonnen). Die Besatzung ist gerettet.
dune Nichtamtlich.) Lloyds-Met-
Besatzung des norwegischen Dampfers „West- ^ Schenkung bereits genieldet wurde, ist ge
rettet. Der Dampfer „Ophir" ist mit der Besatzung des
. drrlin t?. Jan. (WTB.) Gestern nachmittag fand rm RerchÄkanzlerpatast unter dem Vorsitz des bayerischen Stabtsmlnrsters Grafen v. Hertling eine längere Sitzung des Bundesratsausschusses für aus wartige Angelegenheiten statt.
Aus Studt und Land.
«ießen, 18. Januar 1917. Kriegskinderfpende deutscher Krauen.
Die von der Kronprinzesffn am 20. September 1915 ins Leben gerusene Stiftung „Kriegskinderspende Deutscher Frauen" hat schon ^durstigen KVlegerfrauen die während dem Kriege einem Kurde das Leben schenkten und sich m besonderer Notlage befanden eine einmalige Unterstützung von 20 Mark gewährt. Die Bequt achtung der aus Hessen eingehenden Gesuche wurde dem Alice- strauenverein übertragen; zur schnelleren Erledigung dürfte es sich für hessr, che Frauen empfehlen, ihre Gesuche an dessen Geschäfts- stelle, Darmftadt, Mathildenplatz 20, zu richten, die dann nach Bearbeitung du Weitergabe nach. Berlin veranlaßt. Auch die Ber-
mb ÄäT er'“gST“ ^ Sntgegeuuahmo
Bei der ungeheuren Anzahl täglich einlaufender Gesuche war es notwendig, die Gewnhrung der Spende auf die Fälle einev a u ß erg e w o h n.l i ch e n Notlage zu beschränken und für die Be- Iwilligung der Spende bestimmte Grundsätze auszuftellen Diese sind:
o B nb muß nach dem 19. September 1915 geboren sein wesen \?in ® CWffWl mufe 3ur ^ elt f cr @eburt im HeeresÄenft ge
3. Der Ehemann darf nicht über 20 Mark Löhnung beziehen , 4. Die Gesuche msffsen innerhalb 3 Monaten nach der Geburt
erngereicht werden. t
, Di- Mutter muß burch besondere Umstände in außer-
?eXatm J™ T- bar J au6er Kiteasunterstützung unb Wochenhilfe keine anderen Einnahmen oder Vorteile haben — ba J t;rtb: ^ r t ie Ahnung, freie Lebensmittel, freie Feuerung' ftner Garten oder fteies Ackerland. ^
e Das Gesuch muß von der Mutter selbst geschriMn sein, um den bedürftigen Frauen nicht noch Veranlassung zu geben, durch Zuhilfenahme sich anbietender Schreibkräfte (wie dies bereits vorgekommen ist), die sich recht gut bezahlen lassen, noch unnötig Geld auszugeben.
, Die Mttel für die Stiftung roerdeii durch fveiwillige Spenden ^Outerter Krregsmutter aufgebrachk. Der Mice-Frauenverein hatte in letzter Zeit wiederholt die Freude, solche Gaben hessischer.Kriegs- ^!!?s^?Ä-§^uftvelLergeben zu können. Nur ivenn weiterhin reichliche Mittel aus Hessen erngehen, können in gleichem Maße me frühn: bedürfttge hessische Frauen von der Stiftung unter- tutzt werden. Es ergeht daher an alle bemittelten Kriegsmütter Zb herzliche Bitte, durch eine ihren Verhältnissen enffprechende ^bnde^as Unternehmen der Frau Kronprinzessin nach Kräften
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** A m tl i che P ers o n al n <a ch ri cht en. Ter G r o ß - Herzog hat Mittels Entstlsließung vom 13. d. Mts. ben Oberst- leutnMit ft. T. Kurt Fwiherr S ch e n ck z!u Sch w e i n s be r gs rn Schweinsberg zum KommerHerrn ernaarnt.
^ Dem Forstassessor Hans Rausch,
Sohn des Geh. Scyulrats Dr. Rausch hier, wurde das Eiserne Kreuz e r st e r Klasse verlieben. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille und das Eiserne Kreuz 2. Klasse war ihm bereits schon früher ver- Uehen worden. Er ist Maschinengewehr-Offizier im Res.-Inf.-Rat. Nr. 86. — Dem Unteroffizier Fritz Dunkel von der 2. Ma chinen- gewehr-Kompagnie des Jnf.-Rqts. 186, welcher bereits mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet ist, wurde nunmehr auch vom Großherzog die Hessische TapferkeitsmedaiNe verliehen.
^ o st d i e n st an Kaisers Geburtstag. Llm 27. Januar findet eine zweimalige Biieb (7,15 vorm, und 3 nachm ) und eine einmalige Paket- und Geldbestellung statt. Die Post chaltev find von 8-9 vorm unb von 12-1'/, Uhr nachm, geöffnet.
ai ^ ^ ^ Verbesserung des Poftverkehrs mit den Gefangenen in der französischen Armcezone ist die Beschaffung der notwendigen Unterlagen erforderlich. Ter Bezirksausschuß Gießen für vermißte und kriegsgefangene Deutsche
^ttet die Famcken von Gefangenen, die von den Franzosen in der rcriegszone zuruckgehalten werden, und an die unter der Adresse <le Uenstzigkremeuw. Paris“, geschrieben werden soll, in ledern r5alle unter Einsendung der Origmalkarte des Gefangenen mn Benachrichtigung. Außer den genauen Personalien des Gefangenen wird gebeten, auch Tag und Ort der Gefangennahme anzugeben.
28<rr nung vor betrügerischen Sammlern, ^zn den letzten Tagen wurden in hiesiger Stadt Beiträge fi'lr einen U-Bvot-Verern gesannnelt. Die Sammlerin besnß keinerlei Erlaubnis; sie ist ermittelt und ein Strafverfahren gegen sie ist eingeleitet. Ob auch betrügerische Handlungen vorttegen, wird die Untersuchung ergebeii. Das Publikum wird un eigenen Interesse gebeten, von jedem Sammler, der in die Häuser kommt, die Vorlage seines Ausweises' zu verlangen. Ohne schriftlichen Answeis des Kreisamts Gießen oder des Polizeiamts Gießen hat niemand das Reckst, J- 1 ? r er ^ladt Gießen zu sammeln. Wenn ein Ausweis einer dieser beiden Behörden nicht vorgezeigt werdeii kaim, so weise m«n die fummelnde Person ab und erstatte dem Polizei amt sogleich, möglichst telephonisch, Anzeige unter Mit- teiliing des Namens, den die summelnde Person angegeben Hut, und einer möglichst genauen Personalbeschreibung Nur durch derartige Mitwirkung der Bevölkerung kann verhütet werden, dcrß Spenden aus der Bürgerschaft in falsche Hände kommen. ' ^
** Weibliche Hilfskräfte bei den Justizbe- Horden. Um wchrpsttck^ge Personen für den militärischen und sonstigen vaterlandiisten Dienst ftei zu machen, ist beabsichtigt weiterem Umfange wie seither zur ErlediMng des Schreibt ZEs bn den .^usttzbchörden weibliche Hckfskräfte einzustellen. Ausbildung ans der Schreibmaschine ist erwünscht, al^r nicht unbedingt erforderlich, ^te Höhe der Vergütung wird sich nach MasMbe der Leistungen und des Lebensalters beruessen wid grun^
bis zum Höchstbettage
von 1800 Mark iäl-rlich männlichen Schreibkräften bemilliat n^orbem Gesuckst m denen, auch der Ort, an dem eine Beschaftigunq als >Lch,reibgehilfin gewünscht wird, angegeben werden kann, sind an das ^ekretariat des Großh. Ministeriums der Justiz zu richten^ ZeuMMie sind mir m Wschrtft beijufüsen. "
^ »«* e cke r n - A bl i e se r u n g. Von zuständiger
Satte wird darauf aufmerksam gemacht, daß den Besitzern von Bucheckern am nächsten Samstag von 11 bis 12 Uhf im ET Tf Stadthauses Gartenstraßc 2, noch einmal Gelegenst geboten werden soll, ihre gesänunelten Bucheckern zun Ablreserung zu bringen. Wer also Bucheckern besitzt, liefere sie zur angegebenen Zeit ab. Er erhält dafür 60 Pfenntck pro Kilogramm. Wer die Ablieferung unterläßt, setzt sich der Gefahr aus, bestraft zu werden. Für die Hälfte der gesammelteilt werden übrigens Erlaubnis zur Oelbereitung er-
»„TE be ?-f eIn durch Kohlrüben. Du:
K^tofteln macht eine möglichst ftarle §,eranziehunq ocr Kohlrubcn unabwemlich. Drc Kohlrübe bält sich im Gegensatz ^ ® enu 6 ini allgemeinen nur bis
f kür später genug Kartoffeln
L d°ben, mit Nachdruck aus mogüchlt reichliche Vermendimg der .bi. blruben m de.n nächsten Monaten bingewirkt werden In &«Mr e r n ^ bw Anordimug ergangen, daß überall da, wo genügend Kohlrüben,vorl>anden und, die Wochenkopfmenge auf 3 Pfund Kartofieln .herabgesetzt wird und daß die sortsallende Kartvffelmenae: durch mi»de,tens die doppelte Menge Kohlrüben ersetzt wird Die .nartoffelzulage pur die Lvchiverarbeiter bleibt bestehen Den übri- & wweit die Verhältnisse es zulaffen, ein gleiches Verfahren anempfohlen worden.
. c Erhö hungi der Haferration für Holzabfuhr-, b e ‘ • Süc ?bstthr des Henrigen Holzeinschlages ans dett Wäldern, insbesondere für Grubenbetriebe und für Lweveszwecke, >hat o Schwierigkeiteii bereitet, da die gespannbesitzend ent
Landwirte die Holzabftrhr vielfach! nicht übernehmen konnten, tveih !^5 uE m der Lage gesehen haben, ihre Pferde bei diesen fwweren Arbeit nnt der allgemeinen Haferratto» von 1' . Psd mt m&yg Kraftfutter so bei Kräften zu halten, wie es für die Fruhiahrsbeftellung erforderlich ist. Da das benötigte Grubenholz und der Hvlzbedarf des Heeres rn der bis zur Frührahrsbestellung noch zur VersugiMg stellenden kurzen Zeit unbedingt abgefahren u bat ba ^ Hriegsernährungsamt in Würdigung dev
befteheiiden Futterungsschwierigkeiten angeordnet, dcust die Vor-, stände der .Kommunalverbände während der Zeit bis 15 Mär» Wenigen Pferde, die Holz aus den Wäldern abfahren, das für Grubenbettrebe oder für unmittelbarelr Heeresbedarf be-i ttt. mit Ausnahme von.Brennholz, eine Haferzulage von 1VL Pfund täglich, für die Dauer der Holzabfuhr bewilligen können. ^ Landkreis Gießen.
w w 18 a i T?' ^ Etsernc Kreuz 2. Kl. wurde
dem Musketier With. Kehler beim Res.-Jus-Negt 222 bcr 12. Komp., verliehen.
q /' ® [ l Jan. Unteroffizier Wilh. H a n i t s ch im
r.answehv-Jns.«Regt. 118 wurde ivegen tapferem Verhalten bei wlttztigen Patromllengängen am 11 . Januar mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Zum Unteroffizier wurde er im November 1916 befördert.
- ^ th, ID Jan. Auf der Strecke Gießen—Gelnhausen^ zvnfchen Lich und Garbenteich, ist vor einigen Tagen unterhalb des sogengmtteift „Fuchssttauckies" ein D a m m r ii t s ch einge-, tteten. Die Geleise ftihren hier über einen hoch angelegten Damm, der infolge des anhaltenden Regens und der Schiieeschmelze nach^ gab, wie dies schon in früheren Jahren öfters geschehen ist. Glücklicherweise wurde der schaden rechtzeitig entdeckt und Vorsichts-^ maßregeln zur Sicherheit des Verkehrs getroffen. Die Züge müssen die gefährdete Stelle sehr langsam passieren. Es wird eiftäg ge-, arbeitet, um ein iverteres Senken des Dammes zu verhindern. Der schaden durfte bald tvieder behoben sein Kreis Alsfeld.
X A u s d e m O h m t a l. 17. Jan. Der P o st s ch l i t t e n geht wieder; das war schon seit Jahren nicht der Fall. Der Scynee ttegt allgemein fußhoch, an Windwehen und in Hohlwegen meterhoch. Sch„eeschipper schippen Bahn. Die Vögel befinden sich in Not und bedürfen der Fütterung. Wie's wintert, so ’ sommerts! ' 1
Kreis Friedberg.
• ^dad-Nauheim, 18. Jan. Unterofftzier und Offt- ^ersasplrant Wilhelm Langsdorf wurde mit dem Eisernen; Kreuz ausgezeichnet.
D»rheim 18. Jan. Wilhelm Eißner von hier erhielt das Eiserne Kreuz und ioardc' zum Gefreiten befördert.;
oa Ockstadt, 18 Jan. Dem Landsturmrekrut August Pfeuffer rm Rep-^nf.-Regt. 87 und dem Musketier Heinrich perliehe:^ ^ ^ im 2ns.-Regt. 394 wurde das Eiserne Kreuz
^^x^odheim v.d.H., 18. Jan. Kanonier Pfaff int Feld-Artlllerr^Reg. Nr. 107, erlstelt das Eiserne Kreuz, ebenso Unteroffizier W i e r, in: Jrff.-Regt. Nr. 88; die Tapferkeitsme- daüle hat letzterer fchon, früher erhallen. Jäger Fritz Jae obi, erhielt die Hessische Tapserkeftsmedackle.
^ ^oa. Vilbel, 18. Jwi. Dem Schützen Wilhelm Duvlois ^ayn des I,oh. Peder Taplotz, im Res.-Jnf.-Regt. 30, iwirri* das Eiserne Kreuz verliehen,
Starkenburg und Rheiuhessen.
Mainz, 17 Jan «WTB Nichtamtl.) Das nachstehende Telcgramni ist He.sie von dee btesigen 'BürgermeWrei abqesandt morden. ,,An des Deutschen Karsers Majestät! Euerer Kaiscr- Uchen Aöaiestat Ku,id-,sbunc, an das deutsche Volk lrom 12 Januar- Hat Ul allen dcntschsn Herzen mächtigen Widerhall qesundm ^ic «tadt Mmnz von deren Mauern der Aeind durch das nnbe- zwungenc deutsche Heer abgehalten >norden ist. teilt in ehrlichen, !orn die gerechte Entrüstung über die schnöde Zurücktveisung des hochhcrjtgen ?enedenvangehotö lurd die nun ossen bekannten ruchlosen Ziele ünsever Femdc. Sic dankt dem Kaiser für seine macht- ^


