Ausgabe 
17.1.1917 Erstes Blatt
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pW weniger als 60 w. zu deen Zurucklegung sie 18 Minuten 'brauchte. 'Aber schon beiin zweiten Versuch hatte die Ratte auS dieser kurzen Erfahrung so viel gelernt, daß sie bereits einen Weg ivou 31 ra wählte, den sie in 8 Minuten zurücklegte. Beim letzten, de,n 66. Versuche, raste sie in mir 7 Sekunden aus kürzestem Wege nach ihrem Ziel. Diese Ratte war 300 Tage alt; überhaupt ge­stalteten sich die Versuche dadurch besonders interessant, daß man das genaue Lebensalter der einzelnen Versuchstiere beachtete. Man konnte dabei ieststellen, daß junge Ratten, z. B. 25 Tage alt, ein besonders schnelles Lernvermögen zeigten, Rattengreise hingegen von 600 Tagen nur eine sehr träge Auffassungsgabe bewiesen. Da die Ratten höchstens drei Jahre alt werden, sind schon zweijährige Tiere als betagt anzusehen. Im besten Alter nämlich von 65 bis 200 Tagen zeigt die männliche Ratte durchschnittlich ein größeres Lernvermögen als die weibliche. Bisher waren bei Tieren Unterschiede der Klugheit der verschiedenen Lebensalter nur bei Fischen bekannt, so galten unter den Karpfen diebemoosten Häupter- als besonders schlau. Bei den Ratten aber scheinen die Tiere im besten Durchschnittsalter nach den geschilderten Ver­suchen auch über das beste Lernvermöqcn zu verfügen.

* Werden Zeitungsanzeigen gelesen? Die Frage, ob Zeitungsanzeigen eigentlich gelesen werden, wird oft gestellt und in sehr verschiedenem Sinne beantwortet. Run hat der Leiter eine- großen Londoner Geschäftshauses. das dauernd sehr bedeu­tende Summen für Zeitungsanzeigen auSgibt, einen Versuch ge, macht, dessen Ergebnis einen lehrreichen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage bildet. Er setzte nämlich in die Zeitungen eine An- zeige, in die vorsätzlich verschiedene fehlerhafte 'Angaben über ge­schichtliche Ereigniffe und Taten eingeschmuggelt waren, und wartete nun ab, ob hieraus etwas erfolgen würde. Und ob etwas erfolgte! Im Laufe einer Woche waren bei dem Geschäftshaus aus allen Teilen des Landes etwa 3- bi« 400 Zuschriften eingelaufen, in denen die Briefschreiber ihr Erstaunen darüber ausdrückten, daß ein solcher Schasskopf, der von nichts eine Ahnung zu haben scheine, die Geschästsanzeigeii der Firma abfaffon dürste. Und i,i den folgenden Tagen nahm der Briefstrom noch dauernd zu. Es liefen Briese ein von Schuljungen und Schulmädeln, von Professoren und Lehrern, von Geiillichen und Landwirten, und selbst ein paar Namen von literarischem Ruse fanden sich unter den Briefschreibern. Da­mit war die Frage, uin die es sich handelte, allerdings beantwortet, Rmd der Leiter deS Londoner GeschästshauseS hat erklärt, daß feine Ileberzeugting von der Wirkfainkeit der Zeitungsanzeigen durch diesen Versuch außerordentlich bestärkt worden sei.

Liirge?a,rvt.

Gür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel «bernrmmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Das stiodeln.

Dem Gegner des Rodelus will der Verfasser des ersten Ein­gesandts nur noch empfehlen, doch selbst einmal einen Versuch nrit dem Rodeln zu machen oder mit sich machen zu lassen. Er wird dabei sicher am eigenen Leide eine so günstige Wirkung ver- spüren, daß er seine veralteten Anscliauungen über das Rodeln laufgibt und bei besserer Laune die gute Absicht des Eingesandts nicht mehr verkennt. Im übrigen wird von dem Einsender Gesetz­losigkeit nid>t vertreten, sondern zur Prüfung der Frage angeregt, ob ein Verdat im Hinblick auf ein stürmisch hervortrcteiüX's Be dürfnis nicht nur derHerren Iungcns" sondern auch der jungen Damen nicht eingeschränkt werden konnte. Damit verabschiedet sich der Einsender endgültig.

Monotl. Uederstcht der Todesfälle in der Stadt Eichen.

Monat Dezember 1916,

Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 24,27 Nach Abzug von 38 Ortssreinden: 10,51 °/ #0 .

Es starben au

Zus.

Er­

wachsene

Kinder

im 1 . Leben-- vom 2. btü iabr 15. Ialir

Angeborener Lebensschwäche

1

1

Altersschwäche

15(4)

15(4)

Diphtherie und Krupp

7(7)

1(1)

6(6)

Rose

3

2

Lungentuberkulose

2(1)

2(1)

Tuberkulose anderer Organe

2(2)

2(2)

Lungenentzündung

8(3)

6(2)

2(1)

Sepsis

1

1

Krankheiten der Kreislaufs-

organe

5(2)

5(2)

Gchtrnschlag

1(1)

1 (1)

anderen Krankheiten des

Nervensystems

6(4)

4(3)

1(D

anderen Krankheiten der

Verdauungsorgane

6(4)

6(4)

Krankheiten der parnorgane

2(2)

2(2)

Krebs

3(8)

3(3)

anderen Neubildungen

1 (1)

KD

Selbstmord

1

1

Verunglückung

4(3)

3(3)

1

anderen benannten Todes-

Ursachen

KD

KD

Summa: 67 (38)

53 (27)

1

13(11)

Dnm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffeichen Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Beröfscntlichung des Großh. KreisgesundheitsamlS Gießen.

Dr. W a l g e r, Abed.-Rat.

Letzte Nachrichten.

Der Seniorenkonvent des Reichstages.

Berlin, 16. Jan. (WlTB. Nichtamtlich.) Ter Sentzvvvw- donvent des Mgeordineteirhanses trat nach der' heutigen Voll­sitzung zu einer Besprocharng zusammen und beschloß, außer der ersten Lestmg des Etats die zwckite Lesung der Hiberniavorlaae und des Diätengesetzes, sowie die erste Lesung des Fiderkonimiß^ gesetzcs vorvunehmen. Ferner wurde die Abhaltung eines soge­nannten Schwerrnstages beschlossen, wo eine Reihe vmr Initiativ­anträgen hur Beratung kommen sollen. Man hofft, die Be­ratungen bis Mittwoch! nächster Woche erledigen zu können. Sodann tritt eine Pause bis nrindestens den. 6. Februar ein, um den Aus­schüssen, besonders dem Staatshaushaltsausschuß zur Beratung des Etats Zeit zu geben.

Der preußische StaalSImushaltSplan.

.B k r lut ,16 Jan. (WTB Nichtamtl.) Der heute vom Finauz- ^-ontze rm Abgeordneten ha u s e eingebrachte preußische ^taatshauslxlltsplan für 1917 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 5160 765 7^1 Mark. s.ie Ermächtigung zur Begebung von ^ - battweouugcn wird von drei Milliarden im Vorjahre ans uns Milliarden ausgedehnt. Ter Haushaltsplan ist diesmal im unterfwied zu den ersten beiden Kriegsjahren im wesentklichn aus Grund der twirrlichen Einuahmeu und Ausgaben ausgestellt Bei den <2taatscisenbahneii ist ein kleiner Einnaluucü1>erschuß und dem gemäß eme Ueberweisung an den AusgleichssondS von 1.2 Mil lwnen Mark vorgcselren.. Im Unterschied von den sonstigen Ab teil ungen m bei der Ei sendabn Verwaltung eine große Zahl neuer Licam len stellen, ebenso eine reich Vermehrung des Fuhr parken geplant Für Beihilfen an Gemeinden und Aufwendungen ans dem Gebiete der Kriegswohlfahrtspslege werden wieder 200 Mil nonen Mark ausgeivorfai. Tie direkten Steuern lassen für 1916 infolge der Zuschläge einen Ertrag ettvartcn, der, abgesehen von dem rii Aussicht genommenen Mehrrrtrag von 100 Millionen Mark mv: J lll!1 der Fehlbeträge von 1914, den Voranschlag um etwa 00 MAllwnen übersteigen wird. Auch für das nächste Jahr wird mis ein günstiges Ergebnis der direkten Steuern gerechnet. Die

", y.,' » c vuiv w i'iiuuu cuuun yviinmti. j.

Knegsbeihilfen, die vom 1. F'elnuar ab wieder erhöbt uwrde sind, werden auf alle Beamten mit einem Geball bis zu 4.600 Mk

gestiegen. Aus dem Haushaltsplan such alle entbehrlich erscheinen den Fremdwörter ausgcmcrzt.

Dir Kämpfe in Ostasrika.

L o n d o n . 16. Jan. (WTB. sttichtamtl.) Meldmrg des Reuter ichn Bureaus: Die Mitteilung des KrieasmmisteriumS, daß der. Burengeneval. SmutS, der Befehlsi^dcr der britisäxni streit kräste in Ostasrika und Südafrika, mif der bevorstel-euden Reichs konHermz in London vertteten sein lvird, enthält folgende Einzel­heiten über die Lage in Ostafrika. tvelch die Abreise SmutS möglich machte: Die militärisch Lage in Ostasrika ist glücklicher tveise derart, daß sie einen Kommandowechsel und eine gewisse Reorganisation verhältnismäßig einfach macht. In der Tat waren dw Rdaßnahmen, die jetzt ins Auge gefaßt wurden, als eine Folge der plötzlichen Abberufung deS Generals SmutS, für seine Stelle und auch sonst in jedem Falle binnen kurzem getroffen. SmutS übernahm im Februar 1916 den Oberbefehl, als ganz Deutsch Ost asrika sowie ein gervisser Teil des britischen Osebietes im feindlichen Besitz lvar. GegeMvärtig, elf Monate später. 4st nichts von Deutsch-Ostafrika dem Feinde geblieben, außer einem ve^ältniSmäßig kleinen, unbedeutenden Gebietsteil im Süden und' Südosten, ivv seine Streitkräfte sich auf ihrem Rückzipn' sammeln. Der Feind besitzt nicht eine einzige Balm, Stadt oder Hafen. Die schwachen und verminderten Transportmöglichkeiten beschränkten semr Bewegungsfähigkeit für Augrifssuulernehlnungen auf sclmmche Kräfte aus einen beschrcllikten Umkreis. Während der letzten zehn Tage hatten die Operationen au der Ngetafront zur Folge, daß sich der Feind über den Rusidsclü zurürkzog. W!ir halten jt-tzt den wichtigen Uebergang ülxw oen Fluß und können uns bewegen, je nachdem die Gelegenheit cs verlangt An den aikdcren Fronten ist der Feind während der gleicl>eu Zeit offenbar in llebereinstim - mung mit dem Plane für einen allgemeinen Rückzug aus neue uinen gewichen. Unter diesen Umständen ist es möglich gewesen, dem Wunsch der Regierung der- südafrikanischen Union nachznkom men. die Beurlaubung Swnts von seinem Kommando in Ostasrika in die Wege zu leiten. I

Zu vorstel^uder amtlicher Meldung lvird deiner kt: Snntt ist es trotz seiner wohl zelmsacben Uebermacht nicht gelungen, Ost­asrika ui elf Monaten in seinen Besitz zu bringen. Das (Gebiet, das vmi unserer tapferen kleinen Schintztvnppe noch besetzt gehallen! wird, umfaßt eineii Raum von ca. l 10 000 Quadratkilvmettr und entspricht sornit nngefähr dem F!äci>eninl)alt von '1>ayern, Würt- llnnberg, Aaden, Elsaß Lotlwingen und Sachsen. Es nnrd be grenzt ini Norden durch den ^Ansidii Fluß, im Westen durch den Rnhudse Kilonibtiro Mid dem '.l.'iassasee. im Süden durch den Rowuma-Fluß. Im Ostm befindet iicli lediglich, das Küstengebiet in seindlicher Hand. Hierdnrct' erhellt, daß der verhältnismäßig! klerne nnbedeutende Gebietsteil doel, noch einen ganz erheblicheii Umfang hat. Iiumeweit bk Bewegnngssreiheit der deutschen Trup­pen beschränkt ist, sieht man am ließen ans tof Offeiisivbelm'cnrng Ae?ien die ans deutsches (Gebiet vorgedrnngeii geivesenen Portugiesen. Trese Aktion warf nicht allein in lvenigen Lagen die Portugiesen ans Teutsch-Ostasrika hiimius, sondiwn führte die Schntztrnppe so­gar über den Rownnva-Flnß liach dem porbugiesischi'n Mozmnbi- que-Flnß.

5)ffeilsim' in Flandern?

Gens, 17. Jan. Aus die halbamtliche Ankündigung der Kon­ferenz in Iijom, daß ein planmäßiges Zusammensvirken der Heere und der Scestreitträste der Enteitte nahe bevorslehc, k'ommeii die Pariser Fachkritiker jetzt zurückDebats" meineii, weiiu irgeiidwo, würde die Idee eines solcl>en Zusammenwirkens an der flandrischen Mstc in Erscheinung treten.

Rumänien.

Berlin, 17 . Jan. Tie Lage der aus Rumänien nach Odessa

geflüchteten Famikien nnrd als geradezu verzlveifelt bezeichnet.

Bratirnus Verantwortung.

S t o ck h o l m , 17. Jan. Im rumänischen Parlament suchte Bratianu seine Kriegspolitik zu rechtfertigen. Er sagte: Das Koa- littonsnnnisterium hat incht die Musgabe, meine Verauttvortlicl»- keit zu erleichtern. Unsere Armee ist vor dem verzweifelten! FeiudS zusammengebrochen, der besser beivassnet ist, als urrsere sämtlickreic Verbündeten. Darin beruht Deutschlands Ueberlegenheit. Die Ver­bündeten gaben mir vor unserem Eingreifen die Zusage, daß der deutsche Vorsprung jetzt eingeholt sei. Diese Zusage hat sich als älsch herausgestellt. Trotzdem beschloß die rumänische Regierung, den Verträgen nicht untren zu werden. Wir hielten uns an Oester reich, so lange es ein Element des Friedens und des Gleichgewichts war. 2lber schon 1913 sagte ich dem österreichischen Gesandten, daß wir den Bundesverlrag nicht erfttllen könnten, weil er sich nicht mehr mit unseren nationalen Interessen decke. Ich würde die Teil­nahme am I.Kriege niclü bedauerir, wen.n wir auch eine Niederlage erlitten. Rnniänien würde für die gerechte Sache sterben. Take Io- nescn, der nach ihm sprach, sagte: Ich bin bereit, mein ganzes 32 jähriges parlamentarisches Lebeü zu verbrennen, außer den zwn Jahren, in denen ich den Krieg vorbereitete Die heutige Generali­tät leidet für alles Vergangene. ?lber selbst, ivenn tvir nicht an den Sieg geglaubt l>ätten, mußten wir in den Krieg gehen, das war unsere moralische Pflicht. Müßten auch künftig alle Rumänin in der Welt herumirrcn und das Land ein Schutthaufen werden, der Krieg war dennoch nötig.

Tiersknkr. ^

London, 16. Jan WTB Nic!»ramtl.) LloNdS meldet: Der DampferMartin" (1904 Br 3!. TZ. lvnrde versenkt. Der schwedische DampferNorna" ist init der Besatzung des twr* wegischeu Dampfers ,.T Hel m a" aus Drom, und einem Tell der Besatzung des brittscl>en Dampfers ,.B r o o k w o o d". die ver­senkt ivurden. hier augekvmmcn. Der erste Offizier und 12 Mann der Besatzung deSBrooklvvod" werden vermißt.

Die britische Reichskvnferenz.

London, 16. Jan. (WTB.) Meldnng des Reuterscl>ett Bureaus. Amtlich wird mitzieteilt: Burengeueral SmutS, der die englischen Streitkr>iste in Ostasrika befehligt, wird Südafrika bei der bevorsteluniden Reichst o n fe re nz m London vertreten, da der Premierminister General Botho ui Anbetracht der lvichtigen Fragen, die in der kommenden Session des südasrikanistlren Parlaments besprochen loerden sollen, mt der Konserrnz nicht teilnehmen kmm Chinesische Arbeiter für England.

Bern, 16. Jan. ZWTB. Nick^LamtlichZ Wie der ..Bund" meldet, ivurden unter Mllwiiduug der britischen O^csandt schall in Peking derNowvje Wrenna" zufolgi' in Tschrlli und W.ül)aiwei 30 000 cl inesische Arbeiter lllr England amtenwrlx'N. Do Einno die AuSivander ung chinesischer Arbnter nacli fftußlmrd Untersaat. u»crden jetzt von dem russisch'.» ch'sandtcn in Tokio, Knipenski, mit Ilchian BerlKnrdllm^en ül»er die 2liiwerlmng llneanischer Ar beiter gesühtt. F-ür Sibirien allein loium 10(XX) Kvlreaner ange Ivorbei! werden. Eine große Zahl Hindus passierte ans dem Wege nach Rußland die mandsilmrisch Stadt Clun'bin. Die Hindus sollen in Handelsuntenrehmimgen RdoSkmiS verlvmidt werden.

Neue Ausmnstirungktt in Frankreich.

Bern, 16. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Pariser Blät' lern zufolge ist beabsichtigt, alle untauglich befundenen Mannschaften der Iahresklasscii 1V)17 bis 1896 sonne zurück gestellten, mit Ausnahme der infolge Krieg-Venvnndnngen untauglich erklärten, neu auszumnstern. Der entsprett-ende Olesetzesantrag wird l>eute der Kammer vorgelegt werden.

Frankreichs Kohlen not.

Berlin, 17. Jan. In Frankreich nimmt die Kvhkeunok iunner größeren Umsang an. LautBerliner TaiN'blatl" irmßte in Paris eine der bedeutendsten Moto-rkraft-Zenttalen. die uutee i!ne. Abonnenten die bedeulendst<-u Wäschereien der llnigcbung van, Paris zählt, den Betrieb eiustelleu. Infolgedessen sind 200 Wäscliereien, die 3000 Arbiüterinnen beschäftigen, zur Schliesguig geuötigt. Ter .Üohlentransiwrt aus der Seine ist nvgeu lieber- lchwennunng eingestellt.

Schlacht in rinrr sranzüsischrn Munitionsfabrik.

Bern, 16. Jan. (WTB. NichtamtlZPetit Parisien" meldet, ans Bordeaux: In der Munitionssabrik zu Bessens ereigneten sich in den letzte» Tagen sehr schwere Znnschenfälle Die schwarzen und die gelben Arbeiter teilten sich in zwei .XriegSpatteikn, die sich gegenfemg Schlacht liesertm, so daß Tnlppen eingreifrn mußten. Es gab Tote und Berimmdetc. 30 Chinesen wurden ver hastet. Ein Spezialsickierheitüdienst wurde organisiert.

Italien.

Bern, 16. Jan.(ßiornale d'Italia" meldet, das Krieas- miuisterinm l)abe beschlossen, ans den Lazaretten diejenigen Mili­tärpflichtigen zurückznziehen, deren Dienst von Frauen besorgt werden könne. Aus diese Weise Haffe man, mindestens 20 000 Mann zu bekommen, und sie im Bereich der üriegSzane zu ver­wenden.

Der deutsche B-estv in Portugal

Ain st er dam, l.si. Jan. (WTB.) Da-ÄllHemeene Han­delsblad" bringt eine Meldung desDailli Ehroniehe", nach der die portugiesische Regierung alle Dent- s ch e n aus dem Lande verbannt und ihren Besitz be- ischlaguahint hat Dieser beutfcl)e Besitz lvird jetzt verkauft. Der erzielte Erlös, der sehr hoch i,t, lvird bis nach dem .«ikriege anfbelvahrt. Dann entscheidet die stvegiernng. ob d«S Oll'ld den Eigentt'lmern zurückgegeben loerden dürfe Wenn eS sich herausstelle, da.ß sie sich v^'M'äderisclnn- Handlungen schuldig geniacht Hütten, lvürden sie alles verlieren.

Portugals Schiffs raub.

Bern, 16. Jan. (WTB. NichitanttlichZ Ans Lcssabcui mi'ldet der Korrespondent desTempS". Viv» all^n m pottngiefischen Häsen ln'schlaguabniteu deu tsäien Schissen sind nur bvn mxi» nidrf in Dienst gestellt, da il-re AuSlusisenMg nocl: urclN beendet ist Mit deiti größten Teil der beschlagnähmten deutsch'» Tampser beabswttigt die portugiesische Regierung eine SchiffSlrnie »ach Südamerika einzurichten. Der Oberbe fehl sbalvr der vortugiesischm Krorwslvwe crinck'te den Präsidenten der vortngiesisälen Repurblik, von den befreundeten Regierungen den Umtausch derjenigen dentschn Schifsr für lvelche Portugal kinne Denvendnug lwl»e, gegen ,-rnige 'Zer­störer oder Kreuzer .erwirken.

Dir drntschrn GrleitSbrirfr.

Madrid, 16. Jan. (WTB! Tie Madi7i,d<rr Presse ver- öffenlliclü eine Note des engl isclien Botschafters in Ma­drid, die erklärt, daß irtiU de u tscheu Gelleitsb r i eseiv versehene spanische Schisse nnbelündert die englisches Häsen an laufen dürfen, obwohl England angesnt>to de.^ von der feindlichn Macht ausgestellten-leikbrieseS berechtigt iväre die Papiere und die Ladmig des Schi Ls einzn.ziehen Die eng- lischp Regiernrrg erörterte nicht einmal die Frage, ob es aw- gebrach^ sei, die Ausfuhr spanischer Früchte narf> Deutschland zu verändern England verlaucp' von d^m nentrMnr Nachbarn TeutschlaudS die Zusicl^inug. daß die von ifymnt än<w- 'fügten Früchte irichü in Feindesland iveid-rverkanst würden Holland werde lmldigft ein Mo in men abschließen, das ihm die Einfuhr ausländischer Faunchte, besonders spanischer duichaus ge­statte.

Bern 16 Januar. ^WTB Nichtamtlich.^ Meldung der SchjN'erzerrschen TepeschMiageirttir. Die Verhältnisse hatten es dem Bundesrat rm Einverständnis mit der Arnreeleitung erlaubt Ivährend der letzten Monate die Truppen bestände m, der Grenze erheblvcll l>erabzusevc'n. Ter Bundi-srat l-at es jedoch seit Ansana des Ialnes als angemessen betrach,tet. .rusgetx-hnlere VoriichtS. maßregeln zu tresfen und di-Sl>alb die Mobllisation der zweiten Dwrswn sowre der noch., nicht ansgelwtenen Delle der l ,md o Trvrswn am 24. Januar auz»ordnen Der Bundesrat ist nach wie vor überzeugt davon, daß die beid.-n kriegführenden Parteien auch, in Zulun,t die. Neutralität oer Schtoe»; voll lesp.'kli.-re^ werde».

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