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17.1.1917 Erstes Blatt
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Der Gletzener Anzeiger

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sämtlich in Gießen.

Kämpfe südlich von Zmorgcm.

i

(DTB.^ Trotzes Hauptquartier, 16. Januar. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Der Versuch französischer Abteilungen, bei Beuvraignes (südlich Roye) in unsere Stellungen einzudringen, wurde durch die Grabenbesatzung verhindert.

Im übrigen hielt sich die beiderseitige Kampftätigkeit, abgesehen von stellenweise lebhafterem Artilleriefeuer, in mäßigen Grenzen.

Oeftlicher Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Keine wesentlichen Ereignisse.

Front des Generalobersten Erzherzog Josef.

Auch gestern blieben feindliche Angriffe zwischen Ca- sinu und Susi total ohne jeden Erfolg. An einer Stelle cingrdrungene Rumänen wurden durch Gegenstoß völlig zu­rückgeworfen und dabei zwei Offiziere und 20V Mann ge­fangen geiwmmen.

H eere sf ro nt d es G c n e r a l fe ld m ar s ch al l s von Mackensen.

Nach heftiger Artillerievorbereitung gingen beiderseits Fundeni starke russische Massen zum Angriff vor. Einige

hundert Meter vor unseren Stellungen brachen die Sturm­wellen im Sperrfeuer zusammen. Bei Wiederholung der An­griffe am Abend gelangten schwache feindliche Teile in un­sere Gräben, wurden aber sofort wieder vertrieben. Die Ver­luste des Feindes sind groß.

MazedonischeFront.

Die Lage ist unverändert.

Der Erste Geueralquartiermeister Ludendorff.

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Der Abendbericht.

Tg bl." folgende Betrachtungen über die Aussichten d es Zarenreiches an:

Eine Unsumme von Enttäuschungen hat die Stimmung im Zarenreich tief herniedergedrückt, so daß jedes Hinzukvmmen wei­teren Unglücks innere Stürme entfesseln könnte, die ja schon lange von Persönlichkeiten, welche das russische Gemüt kennen wollen erwartet wird. ^ Was wir besonders zu beachten haben, sind die immer schwieriger werdenden Transport verhältnisse. Auf der rechtzeitigen Zufuhr aller Armeebedürfnisse beruht tatsächlich die Fortsetzung des rassischen Widerstandes. Ein Mangel er- Nötigsten macht sich bemerkbar aus der Art, wie der Russe s!-' seit einigen Wochen verteidigt und wie er angreist. Die Last be kriegerischen Handlung liegt nach dem einstimmigen Urteil der Be- richterstatter auf den Schultern der Infanterie, und die große Be sorgnis des Feindes vor weiterem Verlust an Arttlleriematerial zwingt ihn, den Nachhutkämpfen in Rumänien viel zu früh die Wirkung der Geschütze zu entziehen. Beachtenswert ist auch, daß die nordische Presse immer wieder daraus hinweist, wie die Zufuhr für Rußland durch, norwegisches Gebiet bald eine Lebensfrage für Rußland werden würde. Andererseits schriebNya Allehanda" vor einigen Tagen, nachdem daran erinnert war, daß Deutschland vor kurzem eine energische und drohende Sprache gegen Norwegen geführt habe:Wie wird es aber von Deutsch,land herklingen, wenn es sich wirklich zeigt, daß Norwegen aus Furcht vor England sich entschlossen, hat, die Einfuhr aller Waren, die Deutsch,land wünscht, zu verweigern. Deutschland wird sicher von seiner Forderung nicht abstehen, hauptsächlich deshalb, weil der Krieg in seine letzte rücksichtslose Phase tritt und weil Deutschland kaum etwas zu verlieren hat, wenn England Nor­wegen zum Krieg«, treibt, wie früher Portugal."

Sckwn vor einigen Tagen schrieben dieTimes":Mit ihren beiden Flügeln in feindlichen Händen ist die Serethlinie jetzt wir­kungslos. Die englische Kritik hatte dabei den russischen Vcrteidi- gungsraum südlich des Sereth im Auge und wird noch um einen Grad mißvergnügter werden, wenn im weiteren Kampf sich hcr- ausges^llt hat, daß auch das nördliche Ufer des Sereth durch die Operationen der Flügelheere Mackensens oder gar durch einen kombinierten Angriff in der Front erschüttert ist. Solche Gefahr für den russischen Widerstand bedeuten die Eroberung von Vadeni, gegenüber von Galatz. Osmanische Truppen haben es erstürmt, so daß nunmehr die längst unter dem Feuer unserer Artillerie stehende Festung Galatz auch bir^d} infanteristtsche Angriffs kraft bedroht ist. Die Front der Verbündeten rückt immer weiter aus den Vorbergen Ostsiebenbürgens gegen die Moldauebene vor."

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Berlin, 16. Jan., abends. (WTB. Amtlich.)

Im Westen keine besonderen Ereignisse.

Im Oftr n haben sich südlich S mo r g o n Kämpfe ent­wickelt.

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Fn unseren winterlich verschneiten deutschen Landen re-gt sich neues Leben. Die Kriegsziele und die Schmähungen der Feinde haben uns uufgerüttelt; im großen zeigt sich dies mr den zahlreicherl Telegrammen an den Kaiser, die wir wegen Raummangels nicht alle wiedergeben können, die aber alle auf denselben Ton der Begeisterung für die tat­kräftige Fortsetzung des Krieges gestimmt sind im kleinen sehen wir's an entschlossenen Mienen, am Verstummen der Unterhaltungen über den Frieden. Im preußischen Abgeord­netenhaus, das gestern seine Sitzungen begonnen hat und in die Bevcrtung des Voranschlags eingetreten ist, hat der Prä­sident Graf Schwerin-Läwitz ebenfalls die neue Parole mit folgenden Worten ausgegeben:So aufrichtig unsere Frie- densbereitschast war, so entschlossen und unbeugsam muß heute auch unser Kampf werden. Heute gibt es kein, darf es bei uns kein Friedensgerede und keine andere Rücksicht mehr geben, als den vollen, nicht mehr wegzutäuschenden Sieg über alle unsere Feinde. Heute muß weiter gekämpft werden, bis die anderen um Frieden bitten." Die Stimmungen und Ueberzeugnngen der Bevölkerung sind nicht etwa ängstlich. Englands Kraftgebärde hat niemanden erschreckt. Selbst der Vorwärts", der über die Förderer des verschärften U-Boot- krieges noch manches schelterrde Wort,veröffentlicht, hält die Lage Englands hauptsächlich infolge'der Tätigkeit unserer ll-Bootwaffe für stark gefährdet. Das Blatt laßt Heinrich Eunow in einem AuffatzDie englische Seeschiffahrt und der Unterseebootskrieg" folgende Feststellungen machen:

Die Aufrechterhaltung der englischen Schiffahrt ist tatsäch­lich heute Englands größte Sorge. Sie ist weit wichtiger für Eng­land als Siege in Südflandern, an der SoMlneftont oder sonst irgendwo, denn die Fortsetzung des Krieges in seiner jetzigen Ausdehnung ist dem Vierverband Nur möglich, wenn England die Verfügung über einen genügenden Handelsschiffs raum behält. G e- lingt es, die schon jetzt vorhandene Knappheit dieses Raumes immer mehr zu steigern, so steht die Entente vor dem Zusammenbruch. Frankreich und Italien vermögen ohne die stetige Heranschaffung von Kohlen, Äsen und Lebensmitteln loeder ihre,Munittonsfabrikation, noch ihren Eisenbahndienst, noch ihre industrielle Tätigkeit fortzusetzen. Ebenso iväre Rußlands Kriegführung mattgesetzt, wenn ihm die Zufuhr von Munition, Waffen und Chemikalien aus den En­tenteländern völlig abgeschnitten würde. England selbst aber braucht dringend die freie Meereszufuhr von Nahrungsmitteln, die durch die Tätigkeit der deutschen Tauchboote immer mehr in Frage ge stellt wird."

Zum Schlüsse fügt Cunow hinzu:Die Lage wird für England äußerst gefährlich. Es ist anders gekommen, als man dort zu Beginn des Krieges träumte. Man gedachte Deutschland durch die englische Kriegsflotte leicht alle Zufuhr abschneiden und dadurch binnen kurzem auf die Knie zwingen zu können. Die Verhinderung aller LebenZmittelzufu.hr nach Deutschland ist England ja auch größtenteils geglückt, zugleich ist aber seine eigene Lebens- mittelzufuhr selbst immer mehr ins Stocken geraten."

Daß auch die Russen uns nicht irr große Aengste ver­setzen können, beweisen uns ihre mit jedem neuen Kriegstag zunehmenden Mißerfolge. Major Morath stellt imBert,

Im Innern des Reiches wird das Leben immer weiter­gehend vereinfacht und auf die Bedürfnisse des Krieges zu- geschnitten. So verzeichnen wir heute eine wichtige Neu­regelung unserer Einfuhr. Alles nimmt dabei einen durch­aus ruhigen, paniklosen Verlauf. Wie in manchen Dingen Bedacht darauf zu nehmen ist, daß nicht durch Uebertreibung von Beschränkungen nnd Anspannungen inehr geschadet als genützt wird, legt in Bezug <mf den Eisenbahnverkehr der frühere Eisenbahndirektionspräsident Schwering in einem lesenswerten Aufsatz desDag" dar. Er schreibt u. a.:

Bei allen Maßnahmen sollte man sich den Sinn der Bestim­mungen vor Augen halten, der dahin geht, daß im ganzen Arbeits­kräfte gespart werden, und daß die Arbeitskräfte in Landwirtschaft und den meisten Industriezweigen, die doch für den vaterländischen Hilfsdienst nutzbar gemacht werden sollen, ebenso wertvoll sind wie im Bergbau für die Gewinnung der Kohlen. Es liegt ja doch int Sinne der neuen Kriegsdienstgesetze, daß jede Arbeitskraft für den Dienst des Vaterlandes auszunützen ist. Wenn daher durch Einstel­lung eines Zugs wegen verminderten .Kohlenbedarfs ein Berg­arbeiter-Tagewerk gespart und dagegen 20 oder 50 Landarbeiter- oder Industriearbeiter-Tagewerke durch Verzögerung der Beför­derung verlorengehen, so macht die Gesamt-Kriegswjirtschaft ein sehr schlechtes Geschäft.

Niemals ist die Arbeitskraft in Deutschland wohl so hoch cin- geschätzt wie gerade jetzt. Ile höher abär die Arbeitskraft bewertet ist, um so mehr sollten Verluste durch Verzögerung der Beförderung vermieden werden. Es ist daher gar nicht ausgeschlossen, daß zur Ersparung und pfleglichen Verwendung der kostbaren Arbeits­kräfte gerade in dieser Zeit sogar Vermehrungen der Verkehrs­möglichkeiten vom allgemeinwirtschaftlichen Standpunkte aus zweck­mäßig und geboten sein köirnen, selbstverständlich nur, soweit nicht Mangel an Betriebsmitteln usw. das unmöglich macht.

Dev Verfasser will nicht die jetzt eingetrebenen Be­schränkungen tadeln und kritisieren, sondern nur vor zu weit gehenden Einschränkungen des Verkehrs wannen. Das ist in der Tat ein äußerst wichtiges Kapitel, dem die größte Sorgfalt beizulegen ist.

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Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 16. Fan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 16. Januar 1917.

Oeftlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen.

Gestern nachmittag brach der Feind aus seiner Brücken- kopfstellung bei Namolosa (Nemoloasa) am Sereth mit star­ken Massen vor. Sein Angriff brach im deutschen Artillerie­feuer zusammen. Abends vermochte er in unsere Gräben ein- zudringen, doch wurde er ungesäumt im Gegenangriff wieder hinausgeworfen.

Heeresfront des Generalober st en Erzherzog Josef.

Russen und Rumänen führten zwischen der Sufita und dem Casinu - Tal gegen die Kampfgruppe des Feld- marschalleutnants von Ruiz starke Angriffe: sie wurden über­all abgeschlagen, auch bei einer Höhe südlich Uasinu durch einen Gegenstoß. Der Feind ließ zwei Offiziere und 299 Mann in unserer Hand. In der Nähe des Mestecanestß- Tunnels stießen k. und k. Erkundungsabteilungen durch die feindliche Sicher-ungslinie bis zur russischen yauptstellung vor und brachten 29 Gefangene ein.

Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

An der Karftftont hält die Arlillerietätigkeit an.

Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

* '* *

Ein österreichischer Bericht über angebliche italienische Erfolge.

Wien, 15.Jan. In der Verlaubarung des italienischen M a r i n e m i n i stle r i u m s über die Offensive und Erkundung italienischer und französischer Seeflugzcuge über P o l a am 12. Ja­nuar wird von zuständiger Seite gemeldet: Am 12. Januar näherten sich zwei feindliche Flugzeuge Pola bis auf 12 Seemeilen, warfen auf ein. dort in See befffrdliches Torpedoboot Bomben ohne Erfolg ab und flogen daraus wieder gegen Venedig zurück. Eimes unserer Flugzeuge verfolgte den 'Gegner, belegte mehrere zirka 40 See- meilen secwärtes von Pola kreuzende feindliche Zerstörer mit Bom­ben und griff die feindlichen Flugzeuge int Luftkampf an, die sich ebenso, wie die Zerstörer, gegen Venedig zurückzogen. Mit VeMg auf den Bericht des italienischen Marineministeriums vom 12. Ja­nuar, der von einer vernichtenden Wirkung des Fliegerangriffes auf Pro secco und die militärischen Werke von Triest spricht, wird bemerkt, daß von einer vernichtenden Wirkung keine Rede ist, daß vielmehr gar kein nennenswerter Schaden enfftanden ist. Be­züglich, des eigenen Fliegerangriffes auf das italienische Flugfeld Beligna wird hinzugefügt, daß ein Flugzeug (Fregattenleutnant Babic und Einjährig-Freiwilliger Goenczi) nicht zurückgekehrt ist. Der bulgarische Bericht.

Sofia, 15. Jan. (WTB.) Bulgarischer Heeresbericht. Ma­zedonische Front: Schwaches Artilleriefeuer auf der ganzen Front. Lebhafte feindliche Lufttätigkeit in der Gegend von Mo- uastir, im Wardartal und am Struma. Wir brachten einen feind­lichen Aeroplan, der über der Umgebung von Tanthi flog, durch unser Arttlleriefeuer zum Absturz. Der Aeroplan versank im Meer.

Rumänische Front: Vom rechten Donau-Ufer aus wur­den durch unser Arttlleriefeuer Eisenbahnanlagen in der Umgebung von Galatz bombardiert. Die feindliche Arttllerie erwiderte mH einem schwachen, unwirksamen Feuer.

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Die skandalöse Behandlung der Gefangenen durch Frankreich.

Berlin, 16. Jan. (WTB. Amtlich.) Vor kurzem wurde auf die unwürdige Behandlung Und die Unterbrin­gung kriegsgesangener Deut scher in der Feuer­zone des französischen Operationsgebietes hingetviesen und gleichzeitig ntitgeteilt, daß die deutsche Regierung Maß­nahmen ergriff, um in diesen empörenden Zuständen Wandel zu schaffen.

Bon der französischen Regierung war in einer befristeten - .Note gefordert worden, alle Kriegsgefangenen im Opera­tionsgebiet mindestens 30 Kilometer hinter die Feuerlinie zurückzuziehen, in gut eingerichteten Lagern zu vereinigen und sie in bezug auf Behandlung, Postverkehr und Besuche durch neutrale Botschaftsvertreter den in Deutschland kriegs- gefaugenen Franzosen gleichzustellen. Es wurde dabei an- gekün'digt, daß im Falle einer Weigerung mehrere tausend kriegsgefangene Franzosen hinter der deutschen Front in .die Feuerzone überführt und dort denselben Bedingungen unterworfen würden, wie die kriegsgefangenen Deutschen hinter der französischen Front.

Da die französische Regierirng bis zu dem gestellten Termin, 15. Januar 1917, zu der deutschen Forderung sich nicht geäußert hat, ist die angekündigte Gegenmaß­regel nunmehr in Kraft getreten. Sie wird erst wieder ansgehoben, wenn Frankreich die deutsche Forderung er< füllt hat.

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Die Verträge mit der Türkei.

Konftantinopel, 16. Jan. (WTB.) In der gestrigen Sitzung der Kammer erklärte der Minister des Aeußern Halil y: Das große Werk, das unsere Nation emxrrtete, ist heute eine vollendete Tatsache. Uiffer großer Verbündeter Deutsch­land setzt seine endgültige Unterschrift rmter das Mkommen, dessen Erörterung vor eurem Jahre einsetzte und das auf der Grundlage der Gegenseittgkeit und des Völkerrechts unsere recht- licken Beziehungen zum .Deutschen Reich regelt. (Beifall.) Die Bedeutmrg dieses Ereignisses ist sehr groß für uns. Der Minister wies auf die durch, die Kapitulationeir geschaffene Lage der Un­gleichheit zwischen den Ottoinanen und den Ausländern in rechtlicher Beziehung sowie auf die Hemmungen auf tvirffchaftlichem Gebiete hin mtb legte dar, daß die Völker sich, infolge der Ausdehnung ihrer Beziehamgen genötigt sehen, gewisse Verträge auf der Grund­lage der Gleich,heit und Gegenseitigkeit abzuschließen. Der Ministe fügte hinzu: So haben wir ebenso wie andere unabhängigje

Länder und entsprich,end den zwischen anderen Völkern abge­schlossenen Verträgen heute zur Regettcng ^unserer rechtlicheir Be­ziehungen ans der Grundlage der Gleich,Heck nnd Gegenseitigkeit einen Konsularvertrag, euren Vertrag über den Rechtsschutz und gegenseitige Rechtshilfe in bürgerlichen Angelegenheiten und einen Äusliefernngsverträg abgeschlossen. Unser Land stand vor dem Kriege außerhalb des europäischerr Völkerrechts. Durch die Ab­schaffung der Kch>itulatiivnen erklärten wir unsere Gleichheit und nehmeir durch, die erstmalige UnterzeickZuung des Vertrages aus der Grundlage der Gleichihett und Gegenseittgkeit unseren Platz im Gleichgewicht der Mächte ein, wodurch wir unsere volle innere wie äußrere Souveränität wiedererlangten. Durch die Itttterzeichnnngj der Verträge wurde Mich, dia glänzende Waffenbrüderschaft und das Bündnis der beiden Regierungen bekräftigt, die Schütter an Schulter für eür großes Ziel kämpfen. (Beifall.) Tie Ottomanen, die dieses Datum feiern, wtvden es als Beginn einer Epoche der Wohl­fahrt betrachchen können und ehrfurchtsvoll des Namens des deut­schen Herrschers gedenken. (Beifall.)