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16.1.1917 Erstes Blatt
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JtolienischeS oft tun.

Rom, 14. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Marineministeriums. Das feindliche UnterseebootU C. 12", das die deutsche Marine der österreichisch-ungarischeu abgetreten hat, fiel in unsere Gelvalt und wurde unseren Torpedogeschwadern eingereicht. Ein anderes Unterseeboot, ,,U 12", der österreichisch-ungarischen Marine ist ebenfalls in unserem Besitze.

Außerdem gibt das Marineministerium begannt, daß italienisck)e und französische Wasserflugzeuge am Freitag eine 2lusklarungsoffensive unternehmen und über Polo Bomben auf feindliche Einheiten abwarfen. Die Gegen­angriffe feindlicher Flugzeuge wurden im Luftkampf zurück, geschlagen. Eines unserer Wasserflugzeuge kämpfte rwtrf)> einander mit drei feindlichen Flugzeugen und zwang sie zum Rückzuge. Die Bomben, die feindliche Flugzeuge auf 'unsere Torpedoboote auf hoher See warfen, hatten keinen Erfolg. Alle unsere Luft- und Schiffseinheiten kehrten unbeschädigt much ihrem Ausgangspunkt zurück.

Die rumänischen Verluste.

Bern, 15. Jän. (WTB. Nichtamtlich.) Französische Blätter veröffentlichen Nachrichten ans Rumänien, nach welchen von den 600000 Mann, die Rumänieir zu Beginn des Krieges unter den Waffen hatte, ungefähr 200 000 tot, verwundet oder vermißt sind, während etwa 100 000 Mann sich in deutscher Gefangenschaft befinden.

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Ein neuer Schritt der Entente gegen Griechenland?

Berlin, 16. Jan. Tie Athener Gesandten der Ententemächte sollen lautBossischer Zeitung" einen neuen Schritt bei der griechischen Regierung unternommen haben. Sie bestehen angeblich auf unverzügliche Ausführung der im Ultinratum aufgestellten Forderungen: der Llbsetzung der für die Borgänge am 1. Dezember verantwortlichen Generäle und des öfferttlichen 'Sühuezeremoniells vor den Entarteflaggen. Wie es weiter heisch, verlangt die griechische Regierung nach der Annahme des Ulttmatums die Uebergabe der von den Evolutionären besetzten Insel Cerigo. Bon der JnsÄ Euböa wird gemeldet, daß dort die griechLßchen konigs treuen Truppen Verstärkungen imd außerdem Gewehre und Munition erhalten.

Saloniki, 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Tie dcationalregierung hat beschlossen, jeder Nicht erng^ogenen Person eine Sondersteuer aüfzuerlegen.

Der Seekrieg.

^ie französische Handelsschiffahrt und der U-Bootkrieg

Bern, 14. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Vorstand des Zentralkomitees der-Reeder Frankreichs stellte in der letzten Sitzung fest, daß die Vernichtung von Handelsschiffen durch den U-Boot-Krieg etnCTt nrnner größeren Umfang annehme. In der letzten Woche seien 90 Handelsschiffe, darunter 20 französische, ver senkt worden. Infolge des Regierungsverbotes sei es un­möglich, den Schiffsverlust durch Ankäufe im Ausland wieder zu ersetzen. Die französische Handelsflotte könne nur durch Neubauten reorganisiert werden: aber auch dies sei unmöglich, da die Regierung trotz wiederholter Bemühun- flgtt d er Reeder und Ächiffserbauer noch keine Maßnahmen ergriff, die den Werften gestatten würden, sich mit dem Eigen Herstellungsmaterial zu versehen. Das Zentral- ^uritee mackst die Regierung nochmals darauf aufmerksam, daß dre französische .Handelsmarine völlig zu verschwinden dwhe. wenn die Werften nicht schnellstens Neubartten vor­nehmen können. Ferner habe die Neubildung des Marine- Mrmfteriums lerder zu weiterer Dezentralisation der zu- Amdrgen Verwaltungsstellen für die Handelsmarine ge­führt.

WaruuugSlose» Versenken eines PaffagierdampferS durch ein feindliches U-Boot.

^ 0Z ie ?' 15 : San. (WTB. Nichtamtlich.) Am 14. Januar vormittags wurde rn den Gewässern Mittel-Dalmatiens der Nerne PafsagierdampftrZ a g r e h" (ungefähr 500 Tonnen) i>on einem feindlichen Unterseeboot war- ö rje n ! t. 13 Mann der Zivilbemannung und 13 Fahrgaste sind umgekommen. Die Tat reiht sich würdig ^r Versenkung j^s SpitalschiffesElektra" und des kleinen KnrsdampfersDubrownik" an.

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Berlin, 15. Jan. (Privattel.) .Kapitäuleutnanä von Arnould, welcher kiirzlich mit seinem U-Boote von crner Reise zurückgekehrt ist, hat auf der Reise fünf be- waffnete feindliche Dampfer versenkt und vier Kapitäne derselben gefaiigen genommen, darunter einer: Engländer Die Schiffe waren mit Weizen für England und Kohlen und Kriegsmaterial für Saloniki bestimmt.

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GSetzener Äonzertvevekn.

Viertes Konzert am 14. Januar 1917

Das Stuttgarter Vokalguartett.

In der weck, selnden Folge seiner Veranstaltungen bot uns der «mzertvevem mit^ reiner Vokalmusik einen freundlichen, reich besuchten Abend, Jahren haben wir kern Gesangsguartett

bn uns gehört, obgleich! gerade diese Art musikalischer Dar­bietung werteren Sl reifen einen besonderen Gemrß ermöglichen kmm. Das Programm, das dem Anschein nach zur Mndrgen Vortrc^ssolge des Quartettes gehört, erfüllte einen für die kleinere Stadt immer schwer erfü llbaren Wim sch, näin lich erne einheitliche Darstellrmg nur weniger Komponisten ju geben Sv nmrden Uns nur Schumann rmd Brahms zu Gehör gebracht und schon dadurch den: Abend von vornherein ein Ein- druck gesickert, zumal fast alle dargebrachten Lieder eine gewisse Gleichheit der Stimmung besaßen. Von Schumann wnrde nur Liederspiel gesungen, das dem iruchtbafften ^ahre 1349 des Komponisten entstammt und mit seinen zehn Nummern in 4 Tagen geschaffen wurde. Tie reizvolle Fplge cm- und mehrstimmiger Gesänge, wurde durch das erngeschobene schöne LredFlutenreicher Ebro" (Baß) aus Opus 138 noch ge- geftergert. Reckt gesckstckt wurde die inuntere RomanzeDer Konttabandiste" aus dem Anhänge an die vorletzte Stelle oer- Nnesan, so dH das abwsch.selungsreiche Werk inachtvoll aus-klang: Und ich weiß, vd) bin geliebt." Von Brahms wurde uns ein reicheres Programni geboten, das zunackyt in unsren Quartetteii Mid Duetten charakteristische Werke des von Schunmnn m seinen

üestierten Meisters zu Gehör brachte, ^.er Nack druck lag auf dem eigenartigen Opus 52, denLiebes^ lredern mtt ihrer Walzerform. In wunderbarer Freiheit wird uns m dem Werke eine ganze Fülle von Gedanken in kleineren und mn'asseuderen Lätzen vorgesührt, die für Klavier und Gesang erne anpassungsvolle Tockmk verlangen.

Durch das S t u t t g a r t er Bo ka l q u a r t e t t von Herrn Professor Trautmann in gewohnter Weise wirkungsvoll am Au^brftutzt wurden die Gesänge in sasl zu rascher Folge, bxt bei dem großen Umfange des Programms freilich unvermeidlich war, mit großer Sicherheit und Glätte zur Geltung gebracht. In "rtl 11 ^ommersängerin Tester lernten wir ein ^^.^olles Organ ^nwn, das serns große Kraft gegenüber den obriaen stimmen mt hm>ff ^ . I.

London, 15. Jan. (WTB NrchkwnSlch.) LvoydS meidet,

daß der amerÄanische PoftdampferMinnesota nach einem Zusammenstoß im Hasen gesunken ist.

London, 15. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der norwegische DampferBe st so tb" wurde versenkt.

(Surefa (Kalifornien), 14. Jan. (WTB.) Der Panzer­kreuzerMilwaukee ist gestern an der Küste aus­gelaufen. ES wird befürchtet, daß er ganz verloren gehen konnte, da die hohe See ihn in Stücke zu schlagen, droht.

Der Abgeordnete vr. Stresemann über Krieg und Frieden.

In denDeutschen Stimmen" veröffentlicht der natio­nalliberale Abgeordnete Dr. Stresemann einen AufsatzEine Atempause im Weltkrieg", worin sehr interessante Feststel­lungen und Ausblicke enthalten und gute Gedanken über die deutschen Ziele aufgerichtet werden. Stresemann hält z. B. nichts von einer großen, allgemeinen Friedenskonferenz, er erklärt vielmehr:

Wilson steckt willkommen in diesen Gedankengängen des so­genannten Nationalckätensystems und ebenso in den Gedanken­gängen eines an Belgien geschehenen Unrechts, so daß seine Be- terligung an einem Friedenskongreß nur bedeuten würde, daß die cklgeciraskonserenz sich wiederholt, d. h. eine Konferenz, bei der wrr und unsere Verbündeten einem gemeinsamen Tribunal von Feinden gegenüberstehen, nur das; wir statt des Zehnverbandes fast die ganze Welt als unsere Gegner anzuschen hätten."

Am wirksamsten ist das, was Stresemann der bekamv- ten Ansicht und Forderung Scheiden: anns entgegenhält:

Die Opfer an Gut und Blut wachsen Wecker ins Ungeheuer­liche. Umso unverständlicher ist es, wenn 5)err Scheidemann immer noch amrcknmt, für ein Programm Gläubige zu finden, das uns eme erträgliche Zukunst verheißt, wenn alles) tvas französisch ist, französisch, was belgisch ist, belgisch bleibt, und wenn jeder seine eigene Last weiter trage. Das ist nicht nur auf der ganzen Westseite der status quo, sondern das ist ein viel schlimmerer Zustand für Deutschland, als er vor dem 1. August 1914 bestanden hat. Von der ideellen und der militari schön Seite, von der Gefahr eines rünsttgen Weltkrieges, der dann mit der Zerschmetterung Deutsch lands enden könnte, einmal ganz abgeseheri, ist die volkswirtschast- liche und weltwirtschaftliche Lage Deutschlands bei einem solchen Scherdemannschen Frieden gerade für den deutschen Arbeiter nicht zu ertragen. Wenn uns die flandrische Küste nicht ge­geben wird, weri/n weiterhin unsere deutsche ^^.^^1-^^^^^^^Elsflotte keine Stützpunkte und . 0 & Ijv* 1 stationen b e sitzt, wenn die ganze Freiheit der Meere durch üfchts anderes geschützt ist als o. u r ch p a p: e r<n e V e r t r ä g e, glmibt man dann tvirk- U- daß der deutsche Kaufmann, der so viel in diesem Weltkriege verloren hat, aufs neue hinausziehen wird, um Kaintal und Arbeit in fremde Lander zu stecken, dort deutsche Niederlassungen zu gründen, deutsche Plantagenwirtschaft zu ^treiben und so die mannigfaltigsten Fäden zu spinnerl. die ich letzten Endes zu einem starken Gewebe der deutschen Volks- vnckjchaft zusammenfanden? Glaube jemand, daß nach den Er- ahrungen die wir in diesem Weltkriege mit den Kolonien gemacht haben, noch ein Direktor einer Akttengesellschaft es verantworten tonnte, künftighin in deutsche Kolonien Geld zu stecken, das ja in einem rünsttgen Errege völlig ungeschützt wäre? Ist man sich mckst darüber klar, daß die wirtschaftliche Großmaäststellung, die w« vor dem Kriege z. B. in Antwerpen hatten, vollkommen ver­nichtet ist, sobald das Belgien, das sich der Pariser Wirtfchafts- .onstrenz angeschloffen hat, mck dem Haß gegen Deutschland er- xlllt, m nnabhäumger Frcüheck neu ersteht? Ist man Sich nicht Drüber klar, daß die deutsche Ausfuhrindustriie, die sich nach deist Kriege dem verschärften Wettbelverb des um ein Milliardenläpckal wirtschaftlich erstarkten Amerika gegen übersieht, die in der Ueber- gangszett noch gar nicht zur Entfaltung kommen kann, die zum großen Teck ihre Lbislandssorderungen 'nicht wird beitreiben können, uberhcmpt nicht mehr wettbewerbsfähig bleibt, wenn wir auch noch die eisernen Ketten der Schulden dieses Weltkrieges mck uns herumscUeppen müssen? Schon heute muß man die künftige jähr­liche Belastung Deutschlands durch .Kriegsanleihen. Verzinsungen Rentenzahlung und Entschädigungen auf 6000 bis 7000 Millioneri ^^2_?eziffern, und diese Ziffer wächst mit jedem Tag. den der Weltkrieg fortgehl."

Stresemann hegt bei der BetracAung der Lage unserer Bernde für unsere Aussichten einen gesunden Optimismus besonders auf die lveitere, wirksame und von Beschränkungen befreite Tätigkeit unserer U-Boote.

Aus dem Reiche.

DerUnÄchängjge Ausschuß für einen Deutschen Frieden", der seit etwa anderthalb Jahren unter der Führung Professor Dr. Dietrich Sch a fe r s besteht, stellte bisher lediglich einen losen Zusammenschluß Gleichgesinnter dar. Um ein ferneres Wirken in der Oeffentlichkeit zu ermöglichen, hat er sicki, so schreibt man uns, veranlaßt gesehen, dprch Annahme der Verernsform den Anforderungen des Reichsvereinsqesetzes zu entjprechen. Wie bisher, so wurde auch in dieser neuen

Form von der Festsetznng einer Beitragspflicht abges^en; die erforderlichen, nicht unbedeutenden Geldmittel sollen mich in Zukunft durch freiwillige Beisteuer aufgebracht werden. Der Vorsitzende des Ausschusses ist Professor Dr. Drerrich Schafer -Berlin, der 1. stellvertretende Vorsitzende Land­tagsabgeordneter Paul Fuhrmann-Berlin, der 2. stell­vertretende Vorsitzende Geh. Hofrat Dr. Paul Po g e-Dres- den, Präsident der Sächsischen Zweiten Kammer.

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Berlin, 13. Jan, Der Verband deutscherHaus^ fr au envereine, der 78 Vereine mit 80000 Mitgliedern mnfaßt, richtet an das Kriegsernährnngsamt unter Bei­fügung von Vorschlägen die Mtte, dafür Sorge zu tragen, daß die Versorgung der Städte mit Milch besser geregelt werde, besonders mit Rücksicht auf die heran- wach sende Jugend.

Berlin, 15. Jan. (Privattel.) Nach dem Vorgänge Preußens wird auch im Reiche bedürftigen Beamten im Ruhestande und bedürftigen Hinterbliebenen von Beam­ten und Pensionären im laufenden Rechnungsjahr eure einmalige außergewöhnliche Kriegsunter st ützung entsprechend der in Preußen gezahlten gewährt wer den.

Aur Stadttt& Land.

Gießen, 16. Januar 1917.

Frischerhaltung

von Magermilch mit Wafferftoffsuperoxyd.

Tie ungenügende Versorgung der Städte und größeren Ge­meinden mit Milcht die hauptsächlich auf den starken Rückgang in der Milcherzeugung zurückzusühren ist, macht es wünschenswert, die M ck ck l: eferim gs bez i ehnngen der BedaffSgemeinden zu erweitern und ihnen nach Möglichkeck neue Quellen, vor allem auch neue Atager- mckck bezugSgebvete zu erschließen. Die Erreichung dieses Ziels war aber bisher durch! die Empftndlichkeck der Mckch, und besonders der Magermilch, gegen weckevo Transporte außermdentlich ersck-wert. Die Pasteurisierung ist zwar eines der Mittel zum Ziel, doch ist ein voll­kommenes P asteurisierungSverstchren, besonders in den jetzigen Zecken nich,t überall durchsithrbar. Gründliche Versuche maßgebender Behörden haben jetzt gelehrt, daß nicht pasteurisierte Magermilch durckj einen besttnrnrten Zusatz von Wasserstoffsuperoxyd unter ge­eigneter Behandlung zvenigstens 24 stunden haltbar gemmht werden kann, ohne daß hierdurch! irgend eine schädigende Wirkung für die Gesundheit hervorgerufeir wird. Die Reichsstelle für Speise- fette hat auf Grund der Vorschrift des 8 11 der Verordnung vom ä Oktober 1916 nunmehr eine Anordnung über die Zulassung von WasserschffsuPeroxyd zur Frischerhaltung von Magermilch erlassen, die im ^«ckschien Reichs- und Preußischen Staatsanzeiger veröffent­licht ist. In dieser Llinoidnung wird daraus hingewiesen, daß Mager­milch,, die vorschriftsmäßig mit Wasserswfffuperoxyd behandelt ist, für die Zwecke des menschlichen Verzehrs in den 5xrndel gebracht werden kann, daß aber solche Mckch an Säuglinge nicht verabfolgt werden darf. Nebenbei bemerkt, haben sich die namhaftesten Hygieniker rmmer dagegen ausgesprochen, Magermilch zur Säug­lingsernährung zu benutzen.

der Anordnung der Reichsstelle ist vorgeschrieben, .daß die Mckch tnt Haushalte sofort abzuLvchen ist: denn der Zusatz von Wasser,toffsuperoxyd ist zwar ein Mittel zur Frischerhaltung von Magermilch,, aber ebensowenig wie das sogenannte Pasteurisieren letfv Mittel zur völligen .Ilbtötung aller Krankheckskeime In diesem Zusammenhang mag aus folgende Vorschrift imMüchmerk. blalt", das rm Kaiserlichen Gesundheitsamt bearbeitet ist, hiw gewiesen sverden.

Für den Haushalt empfiehlt es sich, zur Sicherung gegen Verderben iknd gegen Uebertragung von Mrsteckungsstvffen, 'die Milli, ausz-iikochen und etwa 25 Minuten lang rm Sieden m halten. Zweckmäßig werden hierzu die mck Vorkebrnngen gegen' das Ueberwallen verschenen sogenannten Mckchjvochtöpft verwendet Nach, dem Kochen ist die Milch sofort abzukühlen und zur Bechüttmg des Zittritts neuer Keckne .in Töpfen und dergleichen mck über- g!reifenden Deckeln bei niedriger Temperatur aufzub-svahren.

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Fichtensamen als Quelle von SpeiseSl.

Eine früher in ihrer großen Bedeutung garnicht beachtete Quelle für die menschliche Ernährung bietet unser deutscher Wald Erst die Not der Kriegszttck hat die allgemeine Aufmerksamkeit auf die vielen Hckfsmittel gelenkt, die im Walde uns zur Verfügung stehen Man braucht nur an das Hol^, das Harz und die Früchte der Baume die Schwämme und Beeren zu erinnern. Im vorigen Herbst ist das Sammeln der Eicheln imd Bucheln behördlich organisiert und emsig betrieben worden. Vernachläsftgt aber hat man noch immer die Fichtensamen. Auf sie und ihren Wert weist Professor Kckrl Freiherr von Tubens im neuesten Heft der von ihm heransgegebenen Naturwissenschaftlichen Zeitschrift ftrr Forst- und Landwirtschaft mit Nachdruck hm Er hat genau untersucht, ob es möglich ist, aus dem Samen der Fichte Oel yn gewinnen, das zur menschlichen Ernährung dienen kann Schon immer wurde das Nadelbolzöl und insbesondere das Fichtensamenöl zu Oelfarben, Firniß und als Brennöl verwen­det- Eingehende Versuche haben erwiesen, daß es auch als Speiseöl für Salate, Maronnaisen und znm Braten von Fleisch in Bettacht kommt, sonne unter Ausnützung der Abfälle als Oelkuchen für die «cwveme. Auch zu den bisher üblichen Gebrauchsarten kann es noch mehr herangezvgen werden. Ungeeignet ist es, da es zu den ttocst^ nenden Oelen gehört, als Schmiefrö l, Haaröl und zu ähnlichen

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tätigen Stimmen oft diE M n mW ® en S^ tl,r<imttot Streit über ixm Gebrauch der Fern-

»ugcin mntjte. örau (wir nehmen drewhre an AteHMriynentM M mtschieiden. Den bcdMtsamswn Kfolg

, u,ii -ivnujciut ähu^ lüften ^oeirrevungen^

!I ne !£ n9 r C J n ^ ^ b/t e l besitzt einen sehr stimmungsvollen ?llt. .necht erfreulich war der Einklang der beiden Frauenstimmen an vielen Stellen, tme etwa in dem Schumann-DuettLiebesgram".

^^wr des Herrn Ackermann erwies sich als das auÄrucks- fahigste Organ des Quartetts, wie dies besonders bei seinem aut empfundenen SoloNicht wandte, mein Licht" (Brahms, zum Aus- /rfrStSBu* euerlei n (Baß) verfügt wohl nicht über eine

allzumachttge ^ttmme er schien eiwaß indisponiert, in den

paßte seine Auffassung aber gut hinein. Reichen Eindruck h-interließ seine Wiedergabe desfluten-- reichen Ebro . Alle vier Sänger waren recht gilt aufeinarrder ein- gesmigen an einigen Stellen schien ihr Fottissimo der Akustik der \i eW l n ^ u l a * ü ' t gewaltig. Einige lebhaftere Tenipi ivurden ent- mueoen etwas gleichmäßig genomnittn. Daher waren langsamere ^^Ereferem Ein^uck, ,wie etwa SchumannIn der n^^Eholre" BrahmsSelmsucht", Die Meere".

5® ne ^, et wurde das chhchnnjche prachtvolle Glicht Schillers ^ W mU& ******

, ?bber die Begleitung von Herrn Pros. Trautmann zu uur oft Gesagtes unederholen. Fick seine imer- mndliche Kraft, tue sich ständig in den Dienst des Gießener Konzerttverems stellt, find wir ihm immer wieder von neuem zu großem Tanke verpflichtet.

,A^r wünschen chlen^ Beranstalttmgen des Konzertveveins einen Autm Besuch. Lchon vor Oefftrung des Saales hatte sich ^hlreWes Pnblikittn emgefunden und seine Erwarttingen damit bekundet. Rerck,er Verfall lohnte die Darbietungen. ' Dr. M.

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« Komet. (Zum 175. Todestage vn

Edmund Halley, 14. Januar.) Der Name des vor 175 Jahvenj verstorbenen Mathematikers und Asttonvmen Edmirnd Halley ist für rmmer mck einer der wichtigsten Entdeckungen ans dem Gebiete unserer Kenttns über die Kometen verknüpft. Der am 29. Oktober 1656 zu Hagger,tvn in der Nähe von London geborene Halley ver­öffentlichte berecks als Neunzehnjähriger eine Abhmdluug aus der PlanetenthMrie. Bevats m jungen Jahren uuteruehm er erfolgreiche wcs,en,chaftliche Reisen, so eine Fahrt naä) St. Helena uno erne Rerse nach, Danzigs, Nur den zwischen dem dlsttonomen Hocke und Hevenius entbrannten Streit über den Gebrauch der Fern,-

zu verzeichnen. Er entdÄkte nämlich auf einer Reise nach Italien den großen periodischen Kometen, der seitdem nach ihm der Hal­ley,che Komet genamtt rvird. Halley war der erste, der auch für die schembar gesetzlosen Erschermmgen der Kometen feste Normen ans- zufmden vermochte. Während vor ihm niemand den Gedanken ins, Äuge gefaßt hatte, daß auch ein Komet gleichmäßig wiederkelnendett Gesetzen unterworfen lern kannte, verttat .Halley die Ansicht dakß es auch, unter den Kometen solche nrit geschlossener Bahn aeSx inemui, amgen, chernen, großen Gesetzen chres Daseins Kreise Vollender, Indem sie nach, einem gewissen Zeitraum sich immer wrtt>er de^Äomie iAern mb so für uns sichtbar weiden müssen.

^lihre 1682 Halley pie Bahn des damals sichtbarenl ^Een bereck)nete, fand er, daß ,ie mck dergenigen eines inr Jahre Äei,Ier f beobachteten Kometen die größte Achnlichkeck hatte. Wenn nun ferne Annahme, daß die beiden .Kometen identisch waren, strnrmte, so handelte es sich> also um ein Gestirn, das in einer ge,chlossenen Bahir mtt einer Umlaufteil von ungefähr 75 Zähren sch bewegte' und dessen Wiederkehr oaher auch fftt die Zullmft genau voransbestrmmt werden komrte. Diese für die damalige astwnomffchen Vechältnisse geradezu evolutionäre Theorie bestätigte sch, auf die glänzendste Weise. Da bei der Größe des Kometen denelbe auch in frül)esten Zeiten die Aufmerksamkeit erragt lxwen must, begannen die dücchMffchuNgien bei alten Chro- ntte.n rmd lleberliieferungen, aus denen sich ergab, daß im Jahre 2.l9 v Ehr. znm entenmal ein Komet in China beobachtet worden war, dessen Bahn und Erscheinungsart mit denen des ttag l rck en Ko nieten übereinstimmlen. Während über die erste auf cheies Tatmn folgende Wi-ederkchr inchts bekannt wurde, war der Wmet dann wieder sowohl 87 wie v. Ehr. beobachtet worden Mchikni.chinisen, für d ie in der Zeit nach Christus » u^-r^Mctterral ,ch^ bot, eichen tatzächlich eine pn-iodischr' Wieder- ^hr m Abständen von 75 Jahren bis auf das Jahr 1682. Aul ®ninö all dieser Prirsungeii und Berechnimgen prophezeite Hallen

Kometen für das Jahr l759) diss jtnnmte auch., aber der Forscher selbst konnte das Ereignis nicht mehr erleben. Znm letztenmal wurde der Hallepjche Komet vortz Pros. Wolf auf der Aermvärte Wnigsttchl bei .Heidelberg im Sep­tember auf photographischem Wege entdeckt.

* C L; Preisgericht der Grillparzer-

önm fat einstimmig den für das Trennüpn 1914/1917 fäll!' qm Grillparzerpreis im Betrage von .5000 .Kronen dem Schauspiel P o l k rn Nv-t von Karl Schönhexr zuerhrmck.