liebcitStaürtoflf ’SQrrtftwrt nicht fcijntbfa blieb und ich mir dachte. wieLdeiHwerchtvoU eintm sprachllrndigen Numikncn das europäische Weltbild erscheinen nrüßte. loenn er diese Zwiesprache zwischen seinem französischen Berdittrdeten und seinem sächsischen Cselrits- mam« verstehen könnte.
Bvn den Rumänen verstand sie keiner, das merkte man. Sttrmpfsiirnig naltm einer nach dein andern sein großes pVeinicf auf und verschnmud in dem chm zugewiesenen Msteil. Endlich imren alle lmtergebradjt Der Zug setzte si.Z in lbewegung.^Ich winkbe der Begleittuaimsckhaft den Avsafatz. Einer von den Sachsen lies; das Fenster niedcr nnd rief mir zu: ,,Wenn ich gesagt habe, nickst einmal arbeiten können sie, das nvrdeu sie bei uns lernen! Die lernen arbeiten, darauf verlassen Sie sich!"
W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.
Hilf Stadt NNd Crtttfc.
©i e fte it , 11. Januar 1917.
** Amtliche Be rsvnalnachrichte n. Der- ©rof^ Herzog hat am 20. Te-zeml'er ben Assistenten der Gennal inspektion Gieren, chewerln-rat Dr. Gustav Stöckle, zum Assistenten bei der Get^rbemspektion Darmstadt ernannt. — In den Ruhe,fand verseht wurd? am 9. Januar der Amtsgerichts- diener bei dem Amtsgeiicht Gieß'n Heiirrich Nicolai an, sein Nachsnchen mit Wirkung vom In. Januar 1917 unter Anerken- iruna seiner langjährigen treuen Dienste. — Der Großl>erzog bat am 9 Januar 1917 den Vorstand des Finanzamts Ober-Inge!- Xi in Finan-rat David Me es zu Olx-r-Ingelk^in, vom Tage seines Dienstantritts ab in gleicher- Dienfaigenschaft an das tzi- nanzamt Mainz H verseht. — Der hat am 9. Januar
d Js den Finanzamtnmn.,, bei dem Finanzamt Darmstadt l, Finmrzmt Start Lin den str u t h, zurzeit I-manzrest-rent für da e Bolizeipräsidimn Warschau, in der Zivil Verwaltung beim 0vueralge«wernenni,t Warschau. vom 1. Februar- 1917 an zum Vvrstond eines Zünanzamts lmd den Ol>ersteuerkv,ttrollenr I-inanz- asiestor August Weimer ya Gi-oß^Gerau vom 1. Februar 1917 an zum FinmrHamtmann ernannt.
** G e a e n di e F r e m dw ü r t c r. Die RrickMwst Verwaltung, die bekanntlich schon seLt Jahren an der Ansimnzung der Fremd Wörter miilnlft. liat nenerdMgS ihr Augenmerk aus die Fremdwörter in den Verzeichnissen der- Fernspn'chtrilnehmer gerichtet nnd an die Teilnehmer- die Aufforderrmg ergelwn. lassen, die Pofa und Tele- araphenanstalterr im Kamps gegen die Fremdwörter zu unterstützen. In den Trilnebmerverzrich,rissen stehen auch tatsächlich noch viele fremdsprachige 9ln^l>inicte, die durch Rutsche Wörter gut erseht werden kömrten. Hoffentlich wird die Rrichspvstvenvaltung in diesem ihrem Bestreben recht unterstützt.
** Tie G ebäude st euer in Hessen-Nassau. Die Gesamtzahl der steuerpflichtigen Gebäude in Hessen Nassau betrug im Jahre 1915 .988 199 mit einem jährlichen Gebäifa'slenerMntznngs- nxntt von 380 468 345 Btk. und einer jährlichen Gelstindestener von 8028196 Mk Steuerfreie Gebäude waren demgegenüber 357 362 v.n'hairden, sie befinden sich zu neun Zehnteln auf dem platten Lande Der durchschnittliche Gebändesteuer-NutzungÄvert stellte sich für Böohngedaudc in den Städten auf 1516 Mk., für gewerbliche Ge btiubf ans 837 Mk., auf dem Lande für Wohngebäude auf 134 Mk. nnd fi'fr aciwrbUcbc Gebäude aus 104 M'k., überhaupt für Wol-n- gedäude 581 Mk. nnd fi'tr gverbliche Ofatzände 516 Mk. Hinzn- gefügt sei, das, im. Jahre 1895 der Nntzungswert der steuerpflichtigen Wohngebäude überhaupt nur 946 Mk. nnd der gewerblichen Gebäude nur 276 Mk. betrug.
** Konzertverein. Das erste Konzert im neuen Jahre — <;n, Sonntag, den 14. Januar — lwird unS einen seit langem ent kehrten musikalischen Genus, besckwrn: Tie Vorträge eines in seiner Knnst bewährten Gesangsquartetts, das den Albend mit riner Auswahl ans den Zierden weltlicher Wrisen füllt. Wohl sind Gesangssolisten ständige O^iste bei den hiesigen geistlichen Ausführungen, doch sind ihnen cm dieser Stelle gewisse Grenzen durch den Chor und das Orchester gezogen, während sic im eigenen 81m- zerte Orrer Kunst unumschränkt zu weckten vermögen. Das Programm umfaßt eine Reihe mehrstimmiger Gesänge von Brahms nnd Schumann. Alle, die im vorigen Jahre dem Liederzyklus von Schumanns „Frauenlietze und Leben" in tiefer Ergriffenheit tauschten, werden sich fromm, Schumann mit seinem „Spanischen L i-verspiel" aus dem Programm zu finden. Es ist als Opus 74 aus des Meisters bester Zeit (1849 komZ und das bedeutendste der drei Zyklen „Spanisckws Liiedei-fpiel", „Spanische Lieb^lieder" und ,,Mrnuespiel". Meviel lyrischer Gehalt in diesen spanischen Liedern steckt, hat unS in jüngster Zeit Hugo 2tz>ols offenbart. Der neuere Meister bevorzugte das Einzellied, ivährend Schumann uns verschiedene Grirppen von Individuen vor Augen bringt und durch diskret verwandte, nationale Anklänge ein farbenreiches, südlich lelxadlges Bild hervorza Ulbert. Bon den Brahmsschen Gesängen sei in erster- Ltinie auf die „Liebeslieder" hingetviesen. Sie entstanden in Bonn, im Jahre 1868 als Opus 52 in Erinnerung an aas gemütliche Wien rmt seinen Walzerklängen. Bon diesen „Liebi-s- ljeder Walzern" sagte BrahmS selbst: „ich glaube, wer meine Musik überhaupt mag, wird diese Walzer mit estrigem Behagen sehen." Cluster dieson „Walzern werden noch Quartette und Duette von Brahms das Programm vervollständigen. Die aussührendcn Künstler das Stuttgarter Vokalquartett — sind von, letzten Winter durch ihr treffliches Ensemble in der „Kleinen Messe von Beethoven" zur Genüge bekämet. Sie haben neuerdings in vielen Städten, ,vie Stuttgart, Marburg, Frankfurt große Erfolge mit ihren Qnarlettabenden erzielt. Herr Professor Trantmann hat erfreulicherweise die .Klavierliegleitimg übernommen Auf die seltene Gelegenheit solchen Belmgens« wie es BrahmS meint und wie es die einzig schönen Gesänge unm^eiselhasl anSznlösen vermögen, kann nicht nachdrücklich genug lnngeiviesen loerden.
** I n der VortragS v er ei nigllng (Kansmännischer Verein und OrtS-Gewerbeuereinl spricht am ScnnStag, den 13. Inn., abends 8 Uhr, im Hotel Großherzog Fabrikant N e u t l i n g e r- Offenbach über Waren Umsatz st empel nnd QuittungS- st e in p e l.
** Da« heutige Kreisblatt Nr. 5 enthält Bekannt- machnn^en über Cumaronharz: Rohtabak-. Prüfung der Polizei- kommissäre; Ablieferung von Fahrradbereifungen; Verwertung der Walnüsse; Schwerstarbeiterzulage an Bauarbeiter in der RüstnngH- industrie; Notschlnchtnngen: Btaul- und Klauenseuche; Rodeln und Satzkarpfen.
Landkreis Gletzkn.
ra. A b e n d st e r n , 10. Jan. Um den vielen Arbeit ent, welche in Metzlar beschäftigt sind, Rechnung zu tragen, verkehrt der Motorwagen Lollar—Wetzlar, der nnr 9 Uhr nachnnttagS die lstesige Station berührt, von heute ab eine volle Sttrnde später.
** Steinheim b. Hnngen, 10. Jan. Dem Ersatzreservisten Ferd. Benler bei der II. Komp. Jns.-Rat. 11 wurde fürTnvser- feit die Hessische Tapferkeitömedaille uerltehen.
Kreis Bedingen.
4ß Aulen^Diebach, II. Jan. Das Eiserne Kreuzerhielt der Unterofsizier Wilh. Nickel. *
# Rieder-Mock st ad t, 11. Jan. Da« Eiserne Kreuz erhielt der Kanonier Friedr. Kern.
# Selters, 11. Jan. Ans den, Felde der Ehre starb nach 23monatiger treuer Psiichterfüllnng der Fahrer Rich. T h u m.
ih W a l l e r n h a n s e n , 11. Jan. Die Hessische Tapferkeit«- - Medaille erhielt der Gefreite Karl Becker.
KrnS Alsfeld.
oz. Alsfeld, 10. Jan. Wegen tapferen Verhaltens zum Unteroffizier befördert imrrde der Gefreite Friedrich F uj ch S.
ap. Ober-Ohmen, 10. Jan. Daß in den Dorfstraßen Fische gefangen werden, gehört wohl zu den AnSnahmen. Bei der letzten Ueberfchwemmung war daS hier der Fall. In den überschwemmten Lttaßen wurden mehrere Forellen gegriffen nnd dein hiesigen Fischpächler übergeben.
ap. Ruppertenrod, 10. Jan. Der Gardist (tzuslav Schlosser von hier wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet
oz. S chw abcncob, 11.Ian. Den, Krankenträger Heinrich * Rührig von hier, in der Sauitäls-iKvmpagnie 4511, wurde das
KcnriEskreuz verliehen.
Kreis Lauterdach.
z. Crainfeld, 10. JMr. Tcw in 9fr. 4 unseres Blattes gemeldete Tod dc's Solmes Karl txv Isiiudnnrts Konr. Müller mm hier ist nicht Imrvb Scistm.^aniari. sonlxum durch Erschießen bev vribfiUirt wordr'n. Müller nxu- liUm lange Zeit üuxnvd und batte ncl) N'iv Tod seiner Schwester und seines Bruders tx-rort zu Harzan genotnnreu, so frzß er sich in seiner Scheuer 3 8j^volverstbüss< in Kopf und Brust lH v ibrad>ti\ um auch seinem JMxm ans diese tragi sche Weise ein Ende zu machen.
Kreis Schotten.
"st A n s d e m B ogelsberg, 10. Jan. Unter den landwirl fürstlichen Erzeugnissesr, deren Anbau durch den Olang der Zeit untergraben wurde nrrd deren Mirt jetzt durch d»äi Kfrieg hervor- gentfene Verhältnisse in ein ganz anderes Liätt gi-rückt sind, steht der Fl a chs b a u ol>en an. Schon im vorigen Jahre zeigten sich in den Ackerfeldern die neu angebanten Flackisstächen. Vorerst nur schüchtern und iwch lange nicht in der früher gewohnteil Ausdehnung. Allerdings bat sich, nach maßgebenden Mitteilungcm, die Anbaufläche für Flacl>s im Jahre 1916 gegenüber den Friedens fahren um das Dopi>elte vergrößert. Dazu sind 40 neue Flachs»- bereitnugsanstalten gegründet worden. Nach Ansicht d^w Sachver- stänbigen läßt sich aber der FlaclM>a.n noch bederltend steigern, ohne daß dadurch Ackerbatt dem Ztvecke der Bolksernährnng entzogen nnrd. Die nö ige Beschaffung von Leinsaat ist gesichfrä. Wenn unsere Isimdwifre sich iwch vielfach von dem Flachsbau znrückhalten, iveil alle Werkzeuge zur Herstellung von Lein-" zerfallen sind, so ist zu bewerfen, daß hierin kein lKrnnd zur >!ehm»ng liegen darf, da der Preis für Rohslachs ein folrfjcr ist. wtie ec lohnender nicht sein kann. Wir müssen uns mit der Zeit von dem Bezug russischen Flachses tmabhängig machen.
** Ul'a, io lan Ilnterolfiuer Heinrich Ruhl» im Besig de? Eisernen Kreuzes 9. Klasse, erhielt von der Kompagnie die Hess. Taple keitsinedaille. Zeig liegt er, durch Kopsichnß verwundet, im Feldlazareit in Rumänien
Kreis Wetzlar. -
|] Marburg, 11. Jan. Dem Leutnant nnd dldjutanten de, einer Feld-Artillerie-Abteilung Dr Fritz Dörffler wiirde das Eiserne K r e n z 1. Klasse verlieben.
ra. D r e i s h a cd lLemvh 1". Jan Unser 9ehrer Dillen- berger (Lentnant nnd Kompaaniefübrer i>n Res.-Jns.-Rgt. Rr. 81, 9. Komv ) ivilrde mit dem Eisernen Kreuz e r st e r 511 a s s e ausgezeichnet.
II Wetter, 11. Jan. 91m nächsieit Sonntag aebeafw die Eheleute Heinrich Pfeiffer in N , e d e r ,v e t t e r das Fest der Goldenen H o ch z e i t zu feiern. Der Jubilar ist 5iriegsteil- iiehiner von 1*66 und 1870/71.
F C Weil b n r a, 10 Jan. Für den OberlahnkreiS werden Milch' und S v e i f c 1 e 11 f a r 1 1 n am 15. Januar einaefnln t.
ra. u s d e m Kr e i s e M e tz 1 a r . 10. Jan. Von der K leie, die sieb bei der Ausmahlung des vorn Kreiskommunalverbande bis jetzt anfgekanften Getreides aus der neuen Ernte ergebeir hat, sind den Bürgermeistereien des Kreises insgesamt 1484 Zentner zur Per teilung an die Viehbesitzer übenviesen nwrden. Drw Kreis gibt die Kleie an die Bürgenneistereien zu dem gesetzlich sestgelegteu Preise von 7,50 Mk. für den Zentner ab
Hessen-Nassau.
Limburg, 10. Jan. Auf der Statiou Eschhofen fuhr ein G ü t e r z n g in ei nie n R a n g i e r z u g. Die Lokomotive und mehrere Wg^en entgleistirn, wodurch der Verkehr längere Zeit gesperrt war. Persoueu kamen >n.cht zu Scbadeu.
--- N i e d e r n h a » s e n , 10.-Jan. Ein Gülerzug fuhr heute nacht versehentlich gegen eine Raugierabteiluug. Drerliiei entgleisten mehren- Wage nnd nrnrden erln'blich beschädigt. Auch die Maschine erlitt deträckitlicheu Schabnr. Der Zugführer S tei n - feiler cnls Frankfurt wurde arg verletzt.
---Wiesbaden, 10. Jan. Die Polizei nahm in zahlreicheii O^eschästen Dinäiiuchung<n^ nach v c rb ot e u e r £ i t c r a t u r, Rick- Kartcr Detektivrommwn nsw. vor und sörberte iwic dieser Kost mehrere Wag cu l a du ngen voll zutage. Tie Sckmnblitcr.lv' tnr imirde heschlagnahntt nnd den, Gericht zur Verbrennung überwiesen.
Starkenbura und Rhkinhessen.
---- Mainz, 10. Jan. Ehedem bezahlte man in allen hiesigen Lokalen für einen st a t t l i ch e n M a i,n z e r H a n d kä s e 5 Pfg. Der Krieg hat auch hier (^früße und Preis dl^S Käses umgruppiert. Am letzten Samstag mußte mau sitr eir,. Handkäsckwn im Otzivickü von knapp 50 Gramm 40 Psg. hlelchlbst bezolsten. Daü ist eine Preissteigerung von „bloß" 800 Prozent.
Mainz, 10. Jan. Die Schafft,erin Rosa M e r t c I wurde heute mittag auf dem. Bahnhof Ostlstavsbnrg bei Mainz von einem Eilgüterziige überfahren nnd getötet.
M a i n z, 11. Jan. Der dieser Tage ve,-storbene AltefrnmS- Händler Franz Brav lwt einen großen Teil sfrner kostbaren Sammlung römischer nnd altmainzisch er Kunstgegenstände der Stadt Mainz verinacht.
vermischte».
* H n n d e t r e u e bis zum Tode. In einem Feldpostbriefe berichtet ein Ossi^er fiügendes: Tierfreunde dürste ein Fall über Hundetreue interessieren, der sich.! an de,- russisch,m Front bei einem reicksdeutschln, Reserve-Infanteriemenl znpetrngen hat. 9!ach einein nissischen Angriff gelang eS bem Feinde, iü die deutschen (Krüben einzndringen. Hierbei fiel auch ein deutsclnw Offizier, Besitzer eines schönen dentseben Schäferhundes. Ter Hund hatte einen Sel.nß in d<m hinteren rech len Lauf erhalten und jan, merte vor Schmerzen. Drei Stnndl'n später bemächtigten sich die Tnitscken im Gegenan-grifi des eroberten Grabt-ns. Und was fallen sü'? Nebln, der Leiche des Offiziers lag der Hund, den Laus mit einem nissischen. T^erband versehen. Tie treuen An gen des Tieres waren unverinmidt auf seinen toten He,-n, gerichtet, und nnr mit Gewicht konnte inan u»e,N'nßen. Ter tiefe Kummer der Hundeseele stand in den schmer-verzerrten Lrckitern zn lesen. Sogar bei einem durch! den Krieg ubgesiimlpsten Soldaten mußte ick! eine Träne bm,erke-n. so rikhrte tim der Anblick des treuen Tieres. Jetzt wird der für iinmer lühnre Hund ans Wunsch! tvt Angehörigen dt-s gefallenen Offiziers zu ihnen nach> Tentschland gebracht. Er ist der einzige Zeuge des Todes seines Herrn.
(ßcrid>^|aa(.
* Amöneburg, 10. Jan. Das Schwurgericht Frankfurt verurteilte die 39 jährige wwbeiratete .Mankenpflegerin Eignes Gutmann. geh. Weber, ans Amöneburg (Zkreis Kirchhain) liegen Verbrechens gegen das keiniende Ürlin zu 18 Monaten Zuchthaus.
Fc. Groß-Gerau, 10. Jan. An beu Pranger stellt daS hiesige .KreiSamt die Arbeid'rsfrau, deren Mamr in Kriegsgefangenschaft sieh befindet, Maria Becker von hier, weil sie sich mit einem Kriegsgcsangenen in Verk,chr einließ, der nickst ohne Folgen blieb. Reiben dieser Bloßstellung fidljf die Frau ihrer gerichtlichen Bestrafung noch entgegen. _
«irchttche Nachrlebten.
Israelitische ReligionSgemeinde.
Gottesdicuft in der Shnagoge <Sttd-''-lnlage1.
Samstag, den 18. Jan. 1917. Borabeno 4.45 Uhr. Morgens 9 Uhr. Abends 5.05 u>,d 5.40 Uhr.
Gottesliienst der israelitischen NeligionSqesellschaft.
Sabbatfeier den 18. Jan. 19 17, Freitag abd. 4.25, Samstag vorn,. 8.30, nachm. 8.80 Uhr. SabbatanSgang 5.40 Uhr. — WöchengotteSdieust: morgens 7 00, nackni,. 4 80 Uhr.
kthte Nachrichten.
Der Reichskanzler im Hauptmmrtirr.
Berlin, 10. Jan. Ter Reichskanzler hat sich «ach dem Großen Hauptquartier begeben.
Oesterreichischrr Ministrrrat.
Wien. 10.I^nr. lWTB. Nrchlamtlich9 Heute sauv unter dem Vorsitz d,-s k. und k. Ministers des k. und k. Hauses und des Aeußern, Grasen E z e r n i u. ein gemeinsamer M i n ist e r r a t statt, der »fit dem .(frieg zusammenhch,ge,üx- Mrtsckrastsangelegendefien zum filegcusland hatte. An der Beratung, dtz- „fit einer llnterbreckmng zur Mittagst>ausc von 10 Uhr vormittags bis >/z? Uw abends ivährte. nahmen die \x\bai MifisterpräsiLenten. die gemeinsamen Minister, die beiden FinanMinister, der ungarische Ackert«ummi ster, die Ehefs der beiden Eriuchrm,gsän,ttn'. ein Vertreter des Armeeoberkommandos nnd der Militärgouveriwur von Lüdltt, teil
Dir 5. üstrrrrichischr Krirgoanlritzr.
Wien, 10. J<ul. (WTB. Nichtamtliche Wie t>cis< f. und k Postst>,ukassenamt mitteilt, sind die Zeickmnngen aus die fittiftt- zeriegsanlnde liente gesästossen uwrden. Sie haben ncub den e,'sk-n Feststellungen eine Sumnw twn 4413,8 Millisuen Kvmre» er gebe». Die endtzültiaen Sckünßzisfen, können erst an einem späteren Zeitpunkt Ivreckmet werden.
GnardS Rede.
Rotterdam, 10. Ja» Der „Darin Telegraph" tnnickstei aus Rewhork: Der Minister des Aeusiern in Washington leimte es ab. so lauge der ^ö.ortlaut ülrer Ost-rards Rede über die tn utfeh amerikanischen Bezielumgen nicht in Arnerika ,wringe, die 'tigseit der Angaben des dentsckckn drahtlosen Berichtes anzuerfiinn-» Eine derartige Aenßernng traue er dem Takt deö Botsclnrfter^ nützt zu, um so mehr, weil Wilson sich bemüht, allen Krügiübren den das gleiche Vertrauen einznflöfpm. Lau sing, der seit seiner Be merkung. daß Amerika sich am Ütande des Krieges 1»esinde. seh,' zurückhaltend geuwrdeu war, äußerte sich gestern Freunden ,r,-gen-' ü'.H'r. OVerarb könne mir fiU' sich selbst gesprochm haben und Ivr deutsch drahtlose 'Berich gebe in jedem Falle kein rickstigr-s Bild der Bezielgunreu zu»scheu Dmtsckstand und Aureriko, die durckv den U Bootkrieg sehr gespanirt seien. (Es ist zu chmerfim, so er klärt der „Berk. Lok>Mrz..", daß. diese ^Ifrldungen aus englisch»' Olkelle stammen.)
Die Konferenz in Rom.
Bern, 10. Jan. Wie „Paris Midi" bericküel imirde aus der Konferenz in Ron, über das Deichütnis Italiens zu deck Mgiernug in Salioifiki keine Einigung erzielt. Dagcheu^sl ch,- Tert der Note an Wilson endgültig fest;relegl worden. Das ..Eckw de Paris" lach fick» aus stäom imelden, die Zonfereiiz, bilde da>< Vorspiel entscheidender E r e i g n i s s e. Bnand nnd die itti lienischen Mmister, mit denen sich die BerickUerstatte,- fi-anzösischr Blätter einen ?kl>end lang nnterhalteu durften, zeigwn sick, überau.-> entzilekt über die beniicl>n, Rom-Tage und ihr politische> Er.iedniS B iand n>a,- so guter Laune, daß er den Jouriralisten, den ganzen Abend hindurch Anekdoten erzählte, (slfrtürlich nur deslwlb. imfik er nichts Tatsächliches sagen wollte oder konnte.)
Dir Antwortnote der Entente an Wilson.
Bern, 10. Jan. (WTB. Nichamtlichk) ..Malin" ivill wissen, d^ ans der Konferenz in Rom der von Briand trusgearbeitete. WoAlant der Aulwortuote an Wilson ohne weiteres von bei, Vertretern der Allii'-rten fltbiUwt tvurde. Es sei festgeslellt nwrdeu, daß völlige ttebereinstimmung bei allen Miierten bezüglich? de.r Antwort ans das deutsch? Friedensangebot hen-schtz'. Die Väoche <rn Wilson werde klar den Urspi'nng der Kri<-gsziele chr Entente dm legen. Unsere Feinde, sagt Vr „Matm" loerden die Antwort als schanerchifi»? Sckstappe empfinden müssen. Das Londoner Abkmnmcn ist lcchisträfiiger als je zuvor.
Die schwedische Kohle ne in fuhr.
K o pe n da g e n , 10. Jan. (WTB. Nich)tamtlich..Natiorml Tideude" meldet ans Stockholm: Tie schwe-disck«- Whlenenifich,- ans England bat sich 1916 gegenüber der Einfirhr 1915 uw 99 Prozent nnd gegem'kber der Einfilhr 1914 um 61 Pr»>z<"nt verringert.
Das russisch nunanische Fiasko.
Haag, 11. Jan. „Daily Elwoniele" berichtet <nts Peters bürg, daß in der Hanptfd^t und in der Regierung sckh»' lrirgiil,stiege Oleriichte über die Krii'gslage. biyondeis über die Kämpfe am Nordflügel, in, Umlauf seien. Das Pnblikim, nttißte au, vergange inen Freitag durch» mntlichie MitteiUmgem beenlngt ,Verden. Es fanden Anslänfi in den Stms>'„ statt. Die Bennrnbigling läßt sich schyver eindännnen. da ans Rumänien audaiwrud schack>tt- 'Berichte kommen.
Lugano, 11. Jan. Die „Agnizia Nazionale" lwrngt aus römisch,- amtlicher Quelle eine „Insormalwn". die besagt in folge der di'utselien und öftermebifallen Erfolg in. Rumänien würden die russisch nrmünifcfjicat Truppen, um unnützes Blutvergießen zu erfiaren, sich Weiler ans IYin,,ii'l,n,n, !esch>rättken.Di« fNNVlichen Erfolge würden die in Rumünien geschafseire Lage nicht wesentlich' beemslnssen.
Genf, 11. Im, Zu den nackchckfasten Folgen der Besitz- ergreifnng Focsanis durch Bi'ackckusen rechnet Major Eisrin^ mxb andere Pariser Fachkritiker die austerordentlfa>e Schwierigfint für die russischrumänische Heeresleitung, klar zu erkennen, nach ivelüx-r stdichttmg das deutsche Fcldlk-er seine b-dairtenden Erfolge zuiräckstt ansnül>en ,verde. Der „Tmrps" erörtert deir Mteil, d<m dfa einzelum and teile-der für den ckmnänifapeu Feldzug verfügbare-,« Streitkräfte der Mittelmächte an den bisherigen I^wtwrragende« Erfolgen bubel, und gesteht umimitmnben *u, daß die Türkei, bereu Leistnngsfäbigkert man in Entente kreisen nicht grirltziond einschätzte, sich sowohl in der Dobrudsch ivie beim Vornan-sitz gegen Braüa als tatfräftiger Bnndesgenosse enviesen habe. Das sei um so lwmerkenSioi-rler, als es die türkisch Heeresleitung verstalndeii hal>e, den feindlichn OffensivM <rn den asiatischen und asrikani- schn Fronten Halt zu gevielen. DaS auch numerisch überraschnd starke Aufgebot türkischer Wehrkräfte entziehe, eine allzu große An- -t,hl englischr mtb russischer Eilchüteu bni wichtigsten Operationsfeldern.
Griechenland.
Berlin. 11. I«n. Tie russische Kolonie foN. nne v erfanden en Blattern berichtet wird, ba, Piräus bereits w-rlnsseu haben. Ans Kreta und den Inseln des M>gäifa,m Meeres sowie in Niazedouien seien Hunderte von Anhänge,-,, des Könfao m» chftet uwrden. ÄenizeloS lwbe Athen vl'rstmtdiat, daß bei bnw ersten Fall der Erschieß-,mg von V,mrzelistvn alle von der vor läufigen 9tegiernng in Saloniki gefangen gemm,menen kSnigstrsuen Geiseln erschossen ivürden.
Kopenhagen, 11. Jan. Aus Paris erfährt „Berlingske Tidende^' man lrabe (tzrnnd zu der Annahme, daß König Kon shanttn den letzten Forderiumeu der Ententnnächte ernsthafte,« Widerstand entgegen stellen iverde. Um eiivem 'Lfrnch zu entge!>en. w-erd,' er ivalnschinlich einige Zngeftändnisse Mibieten, in den Hanptpunkfim aber sei eine Abweisung zu erwarben.
Bern, 10. Jan (WTB Nichtamtlich. > „Larrttlme" schreibt »n dem lUtimattm, der Enteirte an Griech«-,,bmd: Tfa Haltung König üXnistaiitnrs, der dein llltinmttrm folM-u nnrd, iw ,tz gelnmensalls Btaßno/hmeu zeitiger,, die zu evgreifiu nnr nutzt zögern dürfen nnd die bereits in voller Id-beieiusttiimniug mit dem Oln-rfommando beschlossen sind, ohne daß ein neuer Meinung austansch nottvendia lpäre. ,
Lugano, 11. Jan „Eorriere della Sem' lierichitt-t an*> Attn-n vom 9. abends : Das Ultimatum ist gestern abend dnrck^ d^n, itali<mischen Olesmrddm Bosdari der griechische Refaer-nng über reicht ivorden uub varfäNt ant 10. ds Mts abeutHV Es hält fest ai, den militärischen Forderungen und verspricht, daß die Veni zklisten nicht vom Mein her landen ,«-rden Das Ulttmatim, laß, der Regieruwl zwei Wochion Zeü za,r völligen Durch>führ»ng d^ r Forrdernngen der Note vom AI. Dezember. Man glaubt, daß die Rixfiernng das Ultinvattim aamehmeii wird. Die ^tzrwltz rnng verirrt richig und ,urtrauanst»N Heute fand im LÄnfa^ VKilaft rin Kronvat statt, dem auch fast alle friWirrn, Ministerprnj, deuten und Rrinister dttzoohnten. Während der Sifanrg begab sutz der Ministerpräsident Lamdr^>Si zum. italienischen Efaßmdlen ^fast>ar und kehrte bald darauf mit den ert*Utv„e„ E,cklärun,wn zurück Sxuti' o6f"b ftWl >'t n W nrifH-Tiwt. >mtWrt«i,Tid, urT vn.IWTum, der "üote au Nt Emteirte statt


