Ausgabe 
6.1.1917 Erstes Blatt
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f8Hjfcigfrtt hin. Morr nähere sich jetzt dem letzten» Höhepunkt des Konfliktes Die Honnnngen wüchsen mit jedem To.ge. Mer jeder Fehler in dem neuen Plane könne derart rverden, da','- er sticht wehr OS zu machen wirre.

Cvrriere d'Jtalia" schreibt: Die Bedeutung der neuen werde in Berlin und Wen nicht entgehen. Sie beweise, datz die Entente durch das Friedensmanöver nicht in die Brüche gegangen ist, sondern fest entschlossen sei, den Krieg bis zur Er­reichung des Kriegszieles fortzu setzen.

.,Perseveranza^ meldet, daß nach der Meinung einrger Persönlichkeiten aus der Konferenz die Richlungslinien vereinbart werden sollen, die die Alliierten gegenüber einem weiteren Schritt m der diplomatischen Offensive der Mittelmächte einhalten würden.

Die Kämpfe in vftafrtka. _

London, 5. Jan. (WTB.) Der amtliche Bericht aus Ostafrika berichtet über weitere Einkreisungs opera­tiv neu, durch die die übrig bleibenden deutschen L>treit- kräste langsam in das untere Ru fi d s chi tal getrieben und dort eingeschlossen werden. Der Bericht meldet, daß» englische Streitkräfte sich in der Nähe von Kissaki, südlich vom Uluguruhügel sammelten und die Offensive ergriffen. Am 1. Januar stürmten sie stark befestigte feindliche Linien im Mgetatai, fügten dem Feinde schwere Verluste zu und erbeuteten mehrere Geschütze und Haubitzen. Der Feind wurde gegen das Rufidschital hin verfolgt. Gleichzeitig machte eine andere Kolonne westwärts eine weite Um­gehung über schwieriges wegloses Gelände, erreichte den Rusudschi und besetzte das Mutzufer und die wichtigsten vom unteren Rufudschi südwärts führenden Straßen. Weiter östlich gingen unsere Truppen nördlich und nordöstlich vom Hafen von Kilwa aus vor. Sie besetzten eine von Osten nach Westen verlaufende Linie quer über die vom Rufidschi- delta südwärts führenden Wege. Beträchtliche feindliche Streitkräfte werden an verschiedenen Orten des unteren Rufudschitales und -deltas gemeldet. Weiter westlich gehen unsere Truppen von der Linie Jrrnga-Opema vor und treiben starre feindliche Streitkräfte' aus Mahauge hin zurück.

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Da- Amt für Bolk-ernährung in Oesterreich.

Wien, 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser hat den Präsidenten des Amtes für Volks ernähr urig Kok­stein auf seine Bitte von seiner Stellung enthoben unter voller Anerkennung seiner in schwierigen Verhältnissen ge­leisteten ersprießlichen Dienste und den Obersten des Gene- ralstabskorps Anton Höf er, Chef der Quartiermeister- abteilung des Armeeoberkommandos, zum Minister ernannt und mit der Leitung des Amtes für Volksernährung betraut.

England und die norwegische Ausfuhr.

Kristiania, 5. Jan. (WTB.) Sofort nach dem Zu­sammentritt des Storthings wird der Minister des Aeußeren Mitteilungen machen über die mit der eng- lischenRegierun g geführten Verhandlungen betreffend die englische Klage über die Ausfuhr von Fischen und Schwefelkies, die England als unvereinbar mit den zwischen den beiden Regierungen getroffenen Uebereinkünften an- sieht.

ver Seefrfeg.

Unsere U-Boote.

Berlin, 5. Jan. (Privattel.) Ein in den Heimathafen zurückgekehrtes U-Boot hat in elf Tagen elf Schiffe versenkt; darunter befanden sich fünss Dampfer mit 15000 Tonnen Kohlen für Italien imb Frankreich bestimmt.

Berlin, 5. Jan. (WTB. Amtlich.) Das deutsche UnterseebootU 4 6", das nach einem englischen Poldhu-Bericht vom 2fl. Dezember 1916 auf der höhe von St. Nazaire versenkt fein soll, ist wohlbehalten in seinen Heimathafen zurücvgekehrt. Auch ein anderes deutsches Unterseeboot kommt für die von unseren Gegnern gemeldete Vernichtung nicht in Frage.

Die Versenkung derJvernia".

London, 4. Jan. (WTB.) Amtliche englische Mel­dung. Der Transportdampfer ,^-vernia" von der Eu° nard-Linie (14 278 Brnttoregistertonnen) ist im Mittelmeer bei schlechtem Wetter am 1. Januar 1917 von einem feind­lichen Unterseeboot versenkt worden. Er hatte Truppen an Bord; 4 MlitaroMiere und 146 Mann werden vermißt. Die Verluste an Schiffsoffizieren und Bemannung sind noch njcht endgültig bekannt, man hofft aber, daß die einzigen vermißten Schiffsoffiziere der Schiffsarzt und der erste Maschinist sind. Eine spätere Bekanntmachung der Admira­lität teilt mit, daß nach einer späteren Meldung die Zahl der von derJvernia" vermißten Mannschaften 120 und von der Besatzung 35 bettage.

Hamburg, 5. Jan. (Pttvattel.) Das hamburge Pnsengericht erklärte heute die Versenku ng des hollän dischen DampfersZeeland^, mit Kohle nach Frankveic bestimmt, am 4. April 1916, des norwegischen Dampfer- e l o x", mit Lebensmitteln von Rotterdam nach London am 24. August 1916,Ioh n Wilson", mit Lebensmitteln Mas, Baumwolle, Motoren und Maschinenteilen, von Rot terdam nach London, am 2. Augu st!916, des ftnnischci DampfersPeer Bratze", von Rairmo nach Stockholm am 2. August 1916, des schwedischen SeglersA n n a", rm leeren Petroleumtvnnen und Eisenerz, in der Ostsee, an 30. Juli 1916, als rechtmä ßig geschehen. Die Ersatz anspriiche wurden abgewiesen. Die Versenkung des norme gischen DampfersCubaco" wurde bereits im vorigen Jahr gebilligt; bei der heutigen Verhandlung wuwde'die Der nichtung seiner Ladung, wogegen 72 Einsprüche Vorlagen mrt wenigen Ausnahmen zugestimmt. Die Verkündung de- Urteils über den am 24. April 1915 versenkten hollündi scheu DampferDerkelstrovm", mit Steingut voi Äkmsterdam nach London, wurde auf den 5. Januar fest gefetzt.

- - ^ ^ ^ o n, 5. Jan. lWTB.) Lloydsmeldung. Die griechi

scken DampferDimitros",Gvnlasdris" un Arrstotetes" und der spanische DampferSan Le andro^ sind versenkt worden. Man glaubt, daß de mwwsgische Dampfer ,F)dda" versenkt wurde. Der nvr wegstche DampferBorne^' ist verfeukt worden.

London, 5. Januar. sWTB.) Llohdsmeldung. De DarnpserFrederick" l1872 Tonnen) aus New Bork ml als verloren; der spanisck-e DampferPelayv'" (164 Tonnen und der britische DampferServistan" (29:s Dannen) find überfällig.

_ ?o?d^n, 6 Jan (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel ott'der grieckfische DampferTsirop inas" (301. Br>R X.) torpediert wurde. 25 Mann der Besatzung rmlrde naetandet Man glaubt, daß der norwegische Da mp sertzelpy" (180l; Br verscirkt worden ist.

Bern, 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) DerTemps" meldet aus Toulon: Der englische Dampfer ,F)ceano" £4657 Tonnen) ist vor St. Tropez gestrandet. Menschen­leben sind nicht verloren gegangen.

Am dem Reiche.

Die Reichstagsnachlvahl in Köln.

Köln, 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich) Me Reichs­tags Nachwahl im Wahlkreise Köln-Stadt für den ver­storbenen Reichstagsabgeordneten Hofrichter stand im Zeichen des Burgfriedens. Für den Redakteur Meer- felo (sezialdem. Fräkt.) wurden 3057 Stimmen abgegeben.

Berlin, 6 Jan. Wie dasBerl Dagedl" erfahrt, wurden von der pommerschen Hindenburgspende an Wurst und Fett bisher 42 800 Pfund versandt; 10000 Pfund nach Bochum, 11000 Pfund nach Duisburg und 20000 Pfund nach Bochum-Land

Straßburg, 5. Jan. (WTB.) heute morgen starb im Alter von 82 Jahren nach kurzer Krankheit der Wirkliche Ge­heime Rat Otto Back, Ält-Bürgermeisder der Stadt Straß­burg und Kurator der Kaiser-Wichelms-Universität. Back war 1887 Untersbaatsfettetär im Ministerium für Elsaß- Lothringen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 6. Januar 1917.

Der DreikvnigStag.

Berlin, den 6. Januar.

In allen Ländern mit vorwiegend katholischer Bevölkerung ist bekanntlich der hl. Dreikönigstag ein Feiertag. Ta der Tag in diesem Jahre mrf einen Sonnabend fällt, gibt es also dort, Mo d^r Dreikönigstag gefeiert wiw, am 6. und 7. Januar wieder zwei auseinanderfolgende Feiertage. Die Zeit von Weihnacht bis WM Feste der heiligen drei Könige ist, abgesehen von Jahren, in denen der erste Weihnachtsfeiertag und deinen sprechend der Nei>- jahrstag ans einen Sonntag fällt, die an Feiertagen reichste des Jahves. Trifft noch dam der erste Weihnachtsfeier tag, wie im Jahre 1916, auf einen Montag, so haben wir eine Fülle auseinan­der folgender Feiertage, die in katholischen Ländern noch Um das Fest der heiligen drei Könige mit dem darauffolgendeir Sonntag vermehrt werden. Im Königreich Sachsen, dessen Bevölkerimg über wiegend protestantisch ist, das aber ein katholisches Königshaus hat, ist der Dreikönigstag, der dort Hochneujahr genannt tvrrd, heute noch ein staatlich anerkannter Feiertag, an dem alle Ge­schäftshäuser und Betriebe geschlossen bleibeii müssen. Im Jahre 1913 lnschloß zwar der sächsische Landtag im Einverständnis mit der sächsischen Handelskammer mrd den protestantischen kirchlichen Behörden, diesen Dag nicht inehr M feiern, sondern als Werktag zu betrachten, die sächsische Regierung trat aber diesem Beschlüsse nicht bei, so daß, also im Königreich Sachsen Hochneujahr tveitev als Feiertag bestehen bleibt. In friiheven Zeiten war auch in den protestantischen Ländern Deutschlands dief-er Tag ein Feiertag, der deswegen für manche Gegenden, so für Berlin und für die Mark Brandenburg, eine besondere Bedeutung hatte, weil mit ihm die Karnevalsfestlichkeiteu ihren A.nsang nahmen. Das Stern­sin ,ren mit dem A-ufinge der heiligen drei Könige, das man henke noch verschiedentlich ach dem Lande antrtfft, tvar damals allge­mein in Deutschland verbreitet. So dichtete Goethe für eine Meikönigsseicr in Weimar, die am 6. Januar 1781 stattsand, sein berühmtes GedichtEpiphanias", das mit den reizvollen Versen beginnt:

^Die heifigen drei König' mit ihrem Stern,

Sie essen, sie trinken, und bezahlen nicht gern."

Der erste der heiligen drei Könige spricht bei Goethe:

,Jch erster bin der weiß' und auch der schönk,

Bei Tage solltet ihr erst mich sehn!

Kwch, ach, mit allen SvMrei'n

Werd' ich sein Dag kein Mädchen mehr erfreU'n."

Diese Verse, die wir uns ohne weiteres nicht erklären können, hatten für die Teilnehmer an der Weimarer Dreikönigsfeier deswegen eine fofanfom Bedeutung, weil dieser König nicht von einem! Manne, sondern von der berühmten und gefeierten Corona Schröter dargestellt wurde. Den dritten Kömg laßt Goethe u. a. sagen:

Ich endlich bin der schwarz' und din der klein'

Ürrd mag auch wohl einmal recht lustig sein."

In den alten Mcikönigsspvelen und Dreikönigsaufzügen stellte der schwarze König ans V^ohreTüand namens Kaspar oder Kasper der Name Kaspar ist aus dem, persisckien Kandschwar (Schatzm eister) hervovgegangen l gewöhnlich die komische Person dar. Der Wiener Schauspieler Laroche brachte im 17. Jälwhundert den alten Hans- wnrst Imker dem Naiven des Mölwenkönigs .Kaspar ans die Bühne des Leopoldstädter Tl^eakers in Wien; die Wiener nannten ihn .Kasperle, und im Ansästuß an diese lustige Person entwickelte sich das Kasperletheater. Der lustige .Kasperle, der heute noch überall in unserem Vaterlande die Kindertvelt erfreut, ist also eigentlich ein weißgewaschener Mohr, hei dein dem bekannten Sprichwort zum Trotz die Mohrenwäsche mit Erfolg vollzogen worden ist. Es ist jedenfalls kulturgeschichtlich von größtem Interesse, daß arüh diese lustige Figur ihren Ursprung aus den alten demitschen Dreikönigs-

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pptClrU tJCTUflKT.

Auszeichnungen. Dr. Julius M e y e r h o f f von Gießen hat das Eiserne Kreuz L. Klasse erhalten. Er ist zurzeit im 2. bayer. Bataillon Brauuschweig. Schütze Georg H e r r m a n n bei der Maschinengewehr-Kompagnie akt. Jnf.-Rgt. 116 wurde das Eiserne Kreuz verliehen.

** Verlosungen. Das Grvßh. Mtnistepkum des Innern hat dem Hessischen Landesverein vom Roten Kreux und dem Alice-Frauetn verein die ErlauVniS erteilt, die Losbttefe einer vom März 1917 blis dahin 1918 zn veranstaltenden Geldlotterie ziuMnsten der Zwecke der genannten Vereine innerhalb des Großherzvgtums zu vcrtveideu Nach dem genehmigten Ver­losungsplane dürsan 100000 Losbttefe zu 1 Mark auSgeaeben werden. Während der Zeit des BertrieÜes der Lose zur ersten Klasse einer Kömglich Preußischen Staatslotkerie ist Ankündigung, Aus­gabe und Vertrieb der Losbrieft in .Hessen nicht gestattet.

** Aus dem Stad-tt heaterli ureaiu. Gin GaUptiel, das in weitesten Kreisen, sowolsl du.rch die Gaste wie das Stück und dessen Verfasser lebhaftestes Interesse erregen wird, bringt Sams­tag, der 13. Januar, llnscrer Bühnenleitung ist es gelungen, den König! Bayer. Hoffchauspieler Konrad Dreher mit seiner eigenen Gesellschaft für diesen Abend zu! einem Gastspiel zu ge-, wnmen. Zur Äuffführung gelangt der neue SchwankDer alte Feinschtnecker", der kein Geringerer als Ludwig Thonw! imter einen: Pseudonym für Dreher geschrieben hat. Das Stück hat auf der Gastspielreise, die Dreher augenblicklich durch Deutschland macht, überall durchschlagenden Erfolg erzislt, natürlich in erster Linie durch die virtuose Darstellung der Hauptrolle durch den be- rühmten Gast und wird auch hier wohl starb: Anziehungskraft ausüben.

** Gießener Konzert-Verein. Das Vierte Kvn-. zett ftndet Sonntag, den 14. Januar 1917, abends 5 Uhr^ ür der Neuen Auta statt, und «war wird das Stuttgarter Vokal- Quartett: Fnm E. Tester, Fräulein M. Diestel, Kannneo- sängerimren, Httr H. Ackermmm, Herr L. Feuerlein; am Flügel: Herr Professor H. Trautmaim,Spanisches Liederspiel von Schu­mann; Zigemrerlieder, Liebeslieder. Quartette und Duette von Brahm" bringen.

* Die BortragSvereint^ung (Kaufmännischer und OrtS-Gewerbcoerein) wird in den nächsten Tagen einen Vortrag über .Warennmfatzstemprl und QnittungSstcuer* halten lassen.

** Vvrtra g über Frühgemüsebav. Angesichts der Knappheit unserer Karkosselerute gelvrnnt die energisckw und recht­zeitige Jnangrisschchme des Frühgemüsebaus cme bosondeve Bedautzmg. NAß fttch und iriäst vorzeitig gmnig können div

Kleingärten in Sbattt und Land instand gtfe& u»d

Auch den Gartenschädlmgen gilt es mit allen Mitteln ytütibe » gehen. Der Gießener Obst- und GeTnüsebau-Bevein hat für Sonntag, den 7. Januar 191? nachmittags 3 Uhr eine Setf* sammlung airfdem Felsenkeller tn Aussicht gjotomurcs^ bn der ein erprobter Sac^erständiger, Garkenirrspevo-r In««; mrs Gepenheim, über die Aufgaben des JrühgemüftbauS und d« Bekinnpsung seiner SchMmge sprechen wird. Mich NichvmtgLv« der lind zu der Versammlung wMonrmeu,

** Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. Auf dem!

A«u vow 6. bis eiifichließKch 8. Januar ftchtDaS lebeut»« Rätsel" von Harry Piel. Phantastisches Schauspirl in 4 Akttm. ^re Hauptrolle hat ebenfalls Harry Piel i^saxamsmea, neben ^hw wirkt Ludwig Trautmanu vom Deutsthen Theater tft Berlin. Außerdem wird ein gutgeroahllcs Beiprogrmmn «a" das mjLbk neuesten Krisgsbrrichte von Oft und West bringt.

** Das Schwartz-Weißtheater bringt tA ~

6. ^anuar bis einschließlich.Mäntag, 6. Januar em schr cmt gewähltes Programm zur Vorführimg. Ws erster SHbuger sei be­sonders hcrvorzicheben das vieraktige SchauspielAnne-Maria" eine ergreifende FamiliantragSdie, deren TStttrolle die beliebte Hanny Weise spielt. Außerdem wird das dreiakt^e Kriminal-- LustsprelDer Brillantentcufel" gegeben, das m Bild und Hand­lung guten Anklang finden wird. Auch einige gute Einlagen sieben auf dem Spielplan.

LündkreiS Gießen.

der. Bad-Nattheim, 6. Jan. Leutnant W Schutt dt von hier, der im Dienste des OsmaEhen Reiches an dem Orient- ftldzuge teilnahm, wurde vom Sultan durch Verleihung des Eiser­nen .Halbmondes aaSgezeichnel. Dvm Landstnrmnvamr Fr Krämer von Uer wurde die Hjesfische DapstrkeitÄmdaille ver­liehen.

lP. Jnheide«, 6. Jrm. Auch mm letzten Weihnachten hm der huftge Alice-Fraueirverein allen Soldaten der Gemeinde eine Freude bereitet. Durch freiwillige Spenden sehr schmackhafter^e war es möglich, jedem im Dienst des Vaterlandes stehenden Feld­grauen ein WMmoch^chpäckchen MMsendew Die darmrf aus dem

t elde einlaufenden Dankbriest lassen erkenn«, welche Freude die aben tn den Herzen der Krieger e am ctftoc

or. Inheiden, 6. Januar. In der hstfigen Quell- wasierlertung tvat eine BetriebSstörrMg ein. Wgleich brach in der Leitung nach Frankfurt ein Rohr. DÄwrch konnte in den oberen Stockwerken des rechtsmainischM Stadtgebiets in Fvrmkftitt die Wasserzuführung nicht aufrecht erhalten werden. Nach Behcbmrg der Betriebsstörungen, die in ganz ungewöhnlichem Ma^ zu- sammengetrvfien waren, wurde die Wrrsserverftwgung Frankfurts heute wieder in vollem Umfange aufgenonrmen.

lp. Nonnenroth, 6.Jan. Das Kriegs-Chrenzeiche» wurde vom Groß Herzog unserem Bürgermeister Hoppe und dem Führer der Jugendwehr, Wagnermeister Hch. Peter, verliehen.

oz. Queckborn , 6. Jan. Seit dem 30. Dezember liegt der Eisenbahnverkehr zwischen hier und Grünberg still. An dem Abhange der Grünbevger Höhe entstand infolge des Unwetters ein Eiseirbahndammrutsch. Der Nachmittagspug konnte Noch die Sta­tion Grünberg erreichen, aber nicht mehr zurückfahren, st daß jetzt die Züge von Lich nur noch bis zu unserem Dopst verkehren.

Kreis Lauterbach.

oz. Lattterbach, 6.Jan. Bon den Schulen des Kreises Lauterbach wurden 359 Zentner altes Papier gesammelt imi> an die Papierfabrik abgeliesert.

rr. Schlitz, 6. Jan. Gvade auf Weihnachten fiel irr Frank­reich Landsltnrmmann Auiprst Lünzer vom Inf.-Regt. 399. Er hinterläßt eine zahlreiche Familie. Kaufmann Johann Bern­stein und seine Ehefrau Katharine geb. Hoff mann feierten gestern ihre Silberne Hvchyeit; desgleichen der stDttsche Arbeiter Korrrod Langweiler mid seine Ehefrau Katharine grb. Frick- In einer auch von Damen stark besuchen Veranstaltung des Gewerbe­vereins hielt Rvallelwer Kahl-Darnrsbadt einen von vaterländi­scher Begeisterung getragenen Vvrttag über:Das deutsche Voll im dritten Kriegsjahr". Seine Ausführsmgvn fanden lebhaften Beifall.

Kreis Schotten.

c>L. Grvß-Eichen, 6. Jan. Durch unvorsichtiges Umgehen mit einem. Gewehr wurde der 11jährige Sohn des Landwirts Karl Horst lebensgeMickich verletzt.

Kreis Frlülber-.

oa. FriedVeirg, 6.Jan. Leutnant Herm. Kleverger, ältester Sohn von Pfarrer Kleberger, erhielt den Sächsischen Ver­dienstorden zweiter Masst mit Schwertern. Dem Unteroffizier Husemann, im Reservo-Dvagoner-Regiment Nr. 4. wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Der Gefreite Fritz Stamm, Sohn des Lairdwitts Friedlich Stamm, erhielt das Eiserne Kreuz; die Hesfische Tapferstitsmedaille erhielt er schon früher.

nt. Melbach, 6. Jan. Der Jäger Otto Gr äs m einem Jager-Regiment, Sohn unseres Gemeindedieners Wilhelm Gras IL, wurde in den Kcrrpathenkämpfen mit dem Eisernen Kreuz aus­gezeichnet.

nt. Nteder-Rosbia ch, 6.Jan. Dem Grenadier Heinrich B u l l m a n n, beim Reserve-^Znfanterie-RegimeM Nr. 262, wmde die Heffische Tapferkeitsmedaille verliehen

oa.Irieder-M örlen, 6. Jan. Bürgermeister Lorenz Dey wurde Weihnachten das Kriegsehvenzeichen am Kriegsbande ver-

oa. Ober-Rosbach, 6. Jan. Der Wehrmann Aug. Buch, Ins.-Regt. Nr. 237, Sohn des Joh. August Buch von hier, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.

Starkrnburg und Rheinhessen.

ch. Bingen, 4. Jan. Die Hochwassergefahr tft nicht nur nicht beseitigt, sondern sogar noch gestiegen. Der Wasserstant am Binger Pegel stellt« sich heute abend auf 4,62 Meter gegen 4.58 Meter heute morgen. Seit heute früh tft also eine Steigerung um 4 Zentimeter erfolgt. Bei dem anhaltenden Regen ist weiteres Steigen zu erwarten. Auch die Rahe steht noch sehr hoch und zergt keine Neigung, zurückzugehen. Auch vom Oberrheln wird Steigen gemeldet.

--Höchst i. O., Jnstlge der starken Niederschlüge entstand am Eisenbahntmmel bei Frau-Ranses zwischen Mebelbach und Höchst ein Dammrutsch, der die Sckstenen mit SchlanrmLssen überschüttete und eine Verkehrsstörung hervorrief.

desftn-Nassrw.

ra. DillenbNrg, 6.Jan. Infolge einer Bbckvevgifttmg, die er sich bei Mrsführung seines Berufes zugez-ogen hatte, starb am Sttyj tn Galizien als Leiter der chrruvgischen Abteftung eines jKriegslazaretts der sEhefarzit des Dillenburger Kraukenchauses^ I)r. med. Walther Göbel. Der Verstorbene hat mir ein Alter von 39 Jahren erreicht.

= Haßsnrt a. M 6.Jan. Die AnyehSrigar des hkstgen F ab r ika r b eiters Johann H eppt erhielten im SeMmber 1914 die Nachricht, daß derselbe am 10. September 1914 in den Bvgesen gefallen sei. Jetzt hat nun der angeblich Gefallene unterm 16. De­zember 1916 aus englischer Gefangenschaft geschrvcven Me Frau des Heppt hat sich aber 1916 bereits wKeder verheiratet.

Üsingen , 5. Jan. Vom 1. Januar ab wurden für den Kreisbereich die Preise für Brot und Mehl herabgesetzt. Es wurden im Preise herabgesetzt der Doppelzentner Roggenmehl von 37 auf 34, Weizenmehl von 42 aus 40 Mck Im Metnverkauf, kosten ein Pfund Roggemnehl 19 statt 21. Weizenmehl 24 statt 25 !Wg. Der Preis für ein 3^/rPftmdbrvt vetvägt 60 statt 62 Pfg. Eine Verordnung, die nur Brvtt in runder Form zu backen ge­stattet, wurde ausgehoben.

= H öchst a. M., 5.Jan Der Nachbarort Unterlieder­bach hat in seiner gestrigen GemeinderatSsitzuno dem Gingen meindun gd vertrage zum Stadll^-irk Höchst zugefittnmt. Bor kmMr Zeit hatten auch die Orte Zeilsheim und Sindlingen! ihre politische Angliederung an Höchst beantragt. Nach der Ein- verlewung der drei Gemeinden wird Höchst etwa 26 -30 0M Ein­wohner zählen und damit nach Frankfurt und Wieshäden die dritt­größte Stadt Nassaus bezw. des NegierungslAezirks Wiesbaden sein.

oz. H v m be r g, 6. Jan. Dem (^rvmdier Heinrich Schild- w ächter (Sohn des Eberhard Sckpldwächter) im 3. Gardo-MAi-