tüjUe&Uüj oeii -tifiuea,. «/Ule eutjdjiCiötnDüeu vsüjUumql ui uai Xurfaiftwaen mtot au brr Xcxicm geschlagen (ZenLa, Peter-
wavbrn,. BÄsaätz. Etwa 100 Jahre spater iLerschrritet der Ge- vl-^u Europas., Napoleon. die Donau (bei Mm und Wagram). Sv S«Yt du- Weltqeichtchte ehernen Schritts donanaus- und abwärts bis zum heuttten Dag. AVer moch ^ friedliche Berühr ans den Wassern mcios Flusses tft von weltwirtschaMicher Bedeutung
Schon vre alten Griechen trieben auf der Donau, die sie Jsrer nannten, Handelsverkehr: chncm folgten die Römer, deren Schiffahrt allorvurgs durch die Hunnen bald zerstört wurde. Karl der Grohc hatte mit der Anlage eines Kanals besonnen, doch die Ungarn vernichteten das begönnerte Werk. Zur Zeit der Kreuz- r-üge entioickelte sich ent reger Schiffsverkehr. Wien und Regens bürg murbeit die Hauptstapelplatze des Donauhandels. Als Genue seil und Venezianer die See beherrschten, fuhren ihre Schiffe bis in dre mttere Donau. Bis 1712 haben sast alle Städte ihre recht lrchen Ordvmrischiffe. Besonders unter Joseph U. stand die Donau schiffahrt in hohem Ansehen. Die Handelsschiffe fuhren besondere' Seide, Spitzen, Porzellan, Glas, eiserne und stählerne Schmiedeware, Wein u. a. Damals legten zum ersten Mal tür kische Schiffe in Wien nn. Girre neue Zeit für die Donauschiff- salnst brach herein, als das erste Dampfschiff in Wien von Stapel gelassen ivurde. 1829 wird die erste Kaiserlich! Königlich privlli- zierte Donoudampffchiff-Gesellschast gegründet. Ein Jahr darauf werden tatsächlich alle alten Vorrechte wie Zölle, Abftndungsgelder abgeschafft. Aus dem Wiener Kongreß wird zum erstenmal das Wort von der freien Donau ausgesprochen. Beim Abschluß des Pariser Friedens (1856) verzichtete Rußland auf das Protektorat über die Donaufürstentümer und trat die Doncrumündung an die Türlei ab. Einige Jahre später wurden die Donau fürsten tii me r z u dem Fürstenttrm Rumänien vereinigt. Rumcmien ist somit auf den Dormuweg angewiesen. Ging das Getreide bisher hauptsächlich den Seeweg« s wftmnfce aber das Erdöl fast durchweg durch die Donau schiffe befördert. Bon allen Staaten ist wohl Ungarn am meisten cm der Donauschiffahrt intevessiert, entfallen doch 937 Kilometer aus Ungarn. Es tut daher viel für die Regulierung der Katarakten- Et recke, und die vor einigen Jahren gegründete Ungarische Donau- Daurpi schiff-Akt.-Gesellschaft ist um Hebung des Personen- und Handelsverkehrs eifrigst bemüht- Bulgarien ist mit 400 .Kilometern beteiligt. Deutschland und Oesterreich besonders mit Schwerfrachten, und für die Türkei wird das Interesse wachsen, wenn einmal die Bagdadbahn vollendet ist, die formt die Erzeugnisse bis zum Bos porus bringen wird. Je inniger die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Mächten Mitteleuropas werden, desto glänzender werden auch die Aussichten für den Großschiff-Verkehr auf der Donau, zumal ja eine Verbindung des Rheins mit der Donau ge plant ist. Ans jeden Fall bleibt dir Donau, was sie war und was sie ist, ein Wasserweg von weltwirtschaftlicher Bedeutung. —
Zum Schluß zeigte der Redner iroch in wohlgelungeiren Lichtbildern die landschaftlichst Schönheiten der Donau, und reicher Beifall der sehr zahlreichen Zuhörerschaft lohnte die interessanten Ausführungen.
Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 8. bis 14. Januar 1917 haben nach' folgende Lebensmittelmarken Gültigkeit:
Brotmarken der 2. Woche, gültig vom 8.-H. Januar 1917
Buttermarken „ 2. „ „ „ 8.—14. „ „
Fleischmarken , 2. * , , 8.-14. „ „
Kartoffelmarken,2. , ^ „ 8.—14. , ,
Zuckcrmarken Nr. 4 und 5, gültig bis 31. Januar 1917. Seifenmarken für den Monat Januar.
Fettmarken der 2. Woche, wie bereits bekannt gegeben.
Alle früheren Marken oder die zurzeit noch nicht gültigen Marken können nicht cingetauscht werden.
SefchäftSftnnden des Städt. LebeuSmittelamtes von S—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm.
Sonntags 10-12 Uhr vorm. Markenansgabe für Urlauber.
*♦ Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat am 13. Dezember dem Stadtkasseviener der Stadt Darmstadt Philipp Reimund anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Fftr langjährige treue Dienste" verliehen. Durch Beschluß Großh. Ministeriums der Finanzen vom 2. d. M. ist der Großh. Professor Dr. Greim in Darmstadt zum Vorstand deS Hydrographischen Bureaus bestellt worden.
** Au § zei ch n ungen. Unteroffizier Heinrich Dechcrt erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille wegen tapferen Verhaltens an der Somme. Das Eiferne Kreuz erhielt er bereits 1914. — Ersatzreseroisk Otto Bücher aus Gießen wurde vom Großherzog mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.
*• Beförderung. Vizefeldwebel Aug. R ü h l, früher im Jnf.-Rgt. Kaiser Wilhelm (Nr. 116), jetzt im akt. Jnf.-Rgt. Nr. 81, wurde zum Offizier-Stellvertreter befördert.
** Absatz von Gemüsekonserven Wie uns das hiesiae Kreisamt Turtelt ist durch die gestern in unserrn Blatte veröffentlichte, durch das Woffffche Bureau verbreitete Notiz über «Gemüsekonferven, die Betzanntmuchung des Kveisamtes, wonach bis zum 10. Januar 1 / 5 der Bestände verkauft werden darf, nicht wffgehoben worden.
** Warenumsatz stempelge setz. Das Großh Finanzamt teilt mit: Nach 8 164 e Ws. 1 Satz 3 der Ausführungsbe- stünmungen zum Warenumsatzstempelgesey ist für das Steuerjahr 1917 für die Verpflichtung zur Entrichtung der Abschlagszahlungen und deren Bemessung der Gesamtbetrag der Zahlmrgen oder Lieferungen im ganzen Kalenderjahr 1916 maßgebend. Dementsprechend ist auch in der Anmeldung zur Entrichtung des Warenumsatzstempels (Muster 29a der Aussührungsbestinrnrungen' auf Seite 2 uMer 4 sowohl die Angabe des Gesamtjahresbettages wie des auf das letzte Kalender Vierteljahr 1916 entfallenden Bettages der Zahlungen oder Lieferungen vorgeschrieben. Mit Rücksicht auf die mit der Feststellung des Gesamtjahresbetrages gerade für 1916 verbundenen großen Arbeit wird, soweit die ReichÄasse dabei keine Gefahr läuft, ent-- gegcnznkommen sein. Ein Jnteveffe des Reiches, für das Steuerjahr 1916 den genauen Jahresumsatz zu kennen, liegt dann nicht vor, wenn außer Zweifel stehr, daß der Jahresumsatz 200 000 Mk. nicht übersteigt. In allen diesen Fällen ist also nichts dagegen zu erinnern, wenn in der Anmeldung zur Entrichtung des Warenumsatzstempels unter 4 a oder 4 b statt genauer Angabe des Umsatzes während des Kalenderjahres 1916 angemeldet wird „der Gesamtbetrag beläuft sich auf nicht mehr als 200000 Mk." In Fällen, für welche diese Voraussetzung nicht Mtriff't, kann auf Antrag, die Anmeldung des Jahresumsatzes für 1916 auf Grund geimssen- hcrster Schätzung zugelassen werden, wenn glaubhaft gemacht wird, daß dessen genaue Feststellung unverhältnismäßige Arbeit verursacht. Im diesem Falle würde die Anmeldung an obenerwähnter Stelle zu lauten haben „der Gesamtbetrag belauft sich schätzungsweise aus. Mk." < __
r v , ^J"oe uoatij ( y Mauer. Der Bund deutscher Ge
lehrter und Künstler, eine Vereinigung von etwa tausend der erlesenste Bettreter von .Kunst und Wissenschaft, hat es sich f.J Ausgabe ftrner Kricgsarbeit gemacht, in völliger Unabhängig reu, wenn auch rn Fühlung mit den zentralen Behörden, den Geist m der Heutlat starr und fest zu erhalten, und dient biefcm Ztveckc uurrt) cutc Reihe von Veranstaltungen in Wort und Schrift und anderen geergrcetcn Mitteln der Werbetätigkeit. Das erhabenste Lreppiel. an dem sut> die Heimat immer wieder auftichten und wrtnt, hrin> uns durch anschauliche Schilderung der - im erschütterten rttmUen und drrrch das Zeugnis des ungebrochenen A^/tes gegeben, der unsere tapferen Truppen draußen beseelt. Solche Darstellungen sollen von einem Stabe der ^währtesten nriegsberrchterstatter entrollt werden, deren Mftarbeit sich der genannte Bund gesichert hat. Als erster wird Kriegsberichterstatter Tr..Wertheim am 11. Januar 1917, abends 77 2 Uhr, in der großen Aula mit dem Vortrag „Hindenburgs Mauett' beginnen: rn diesem wird die Ostfront von Kurland und Lithauen bis nach Wolhynien, Galtzren und den Karpathen mit zahlreichen Lichtbildern vorgeführt. Dem Abeardvortrag geht nachm. 5 Uhr ein • rttttff für Schüler voran. Ter Kartenvorverkanf befindet sich m der MusikaltenHandlung von Ernst Challier, Neuenweg 9.
. i- * amtlichenBekanntinachungen in unserm heuttgen Blatte betreffen die Bestimmungen zur Ausführung des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst, die Zuckerung von Wern, Versütternng tarn Hafer an Einhufer und Zuchtbullen Regelung des Verkehrs mtt Web-, Wirk- und Sttickwaren, Aus ffihrungsbestimmungen der Reichsbelleidungsstelle über gettagene Kletdnng, Wäsche und Schuhwaren, Vorzeitige Entlassung von Volksschulern.
Landkreis Gießen.
ga. Gründer^, 5. Jan. An der Somme starb Musketter Otto Hahn bei emer Maschinengewehrabteilung durch einen! Granatschuß den Heldentod fürs Vaterland. An Neujahr wurde an seine Vkutter die Hessische Tapferkeitsmedaille geschickt. — Das Hessische Kriegsehrenzeichen wurde bereits vor einiger Zeit Herrn Pfarrer Schmidt verliehen. Zum Jahreswechsel erhielten es dte Führer der Jugendwehr, U bri g, R ö h m , M ö l le c , R e Horn unb Schellhaas.
. ** Hattenrod, 5. Jan. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt
der Musketier Karl Stein, Jnf.-Rgt. Nr. 224.
-o- Lang-Göns, 5. Jan. Ter Gefreite Robert Brückel, Sohn des Spenglermeisters Wilhelm Brückel, seit 17 Monaten im pelde, zurzeit im Jnf.-Rgt. 129, 2. Komp., wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Auch seine beiden Brüder stehen im Felde.
** Lang-Göns, 5. Jan. Ter Landwehrmamr Konrad Müller, der bei Kriegsausbruch mit einer Fahrkolonne des Landw.-Jnf..Rgts. Nr. 116 ausrückte, erhielt die Hessische Tapfer kettsmedaille.
* Utph-e, 4 Jan. Gefreiter Heinrich Naab wurde nicht, wie wir vor einigen Tagen berichteten, mit der Hessischen Tapfer witsmedaitte, sondertl mit dem K^iegsverdienstehrenzeichen am Bande ausgezeichnet.
W x e j e d , 5. Jan. Dem Musketier Karl Weller, Ins. Rgt. 393, wurde das Eiserne Kreuz verliehen.
slreis Büdingen.
** Bingenheim, 5. Jan. Nöagislratsbeamter zu Frank mrt a-M. Carl Lobsink von hier, zurzeit Zahlmeister-Stellv in der Fuhrpark-Kolonne 3 103. Jns.-Dio., wurde am 24. Dezember 1916 das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen.
Kreis Friedderg.
oa. Friedberg, 5.Jan. Dem Landsturmmcmn R. Weid wann im Ins.-Regt. 118 wurde die Hessische Tapferrcittnedaille verliehen.
j= Fricdbe^rg, 5. Jan Die Baumatettalen-Hatidlung G. 'o ch w a r z L S öhne ließ jeder Kriegerfrau, die von der Stadt Unterstützung bezieht, zwei Zentner Kohlen unentgeltlich zuwenden.
nt. Fried borg, 5. Jan. Dem ältesten Lohn des Stadt- psarrers Kleberger, der Leutnant und Kompagniesührer in einer Maschinengewebr-Koinpagnie, Hermann Kleberger, wurde für seine Tätigkeit an der Somme der Sächsische Verdienstorden 2. Kl. mit Schwertern verliehen. Es ist seine vierte Auszeichnung — Dem Unteroffizier H ufe mann, im Reserve-Dragoner-Rcgimeitt Nr. 4, wurde die Hessische Tapferkeitsnredaillc verlieben.
bna. Bad-Nauheim, 5. Jan. Es erhielten das Militär- Lanitäts-Kreuz die Schwestern Anna Bukvwski, Christine Gretzel, Frieda Monje, Lisi Hirsch, das Kriegselnen- zeichen Frau San.-Ral Tr. H irisch, Fräulein Helene Müller, Schwester Martha Koch.
oa. Melbach, 5. Jan. Landsttrrmmann Eritst Hetzer, bei einein Reierve-Jnfanterie-Regiment, wurde mjit der Hessischen Topferkeitsmeforille ausgezeichnet.
nt. Melbach, 5. Jan. Dem Musketter Wals Schmidt V., in einem Reserve-Jnsanterie-Regiment in Rumänien, Sohn des Bergmanns Heinrich Schmidt II., wurde die Hessische Tapferkeits- medaille verliehen.
nt. Ober-Rosbach, 5. Jan. Der Wehrmann August Buch, bei der 197. .Infanterie-Division, Infanterie-Regiment Nr. 237, 2. Bataillon, 8. Kompagnie, Sohn des Joh. August Buch von hier, ivelck.ev seit Kriegsbeginn in: Felde steht, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
Hessen-Nassau.
Die Frankfurter Milch- und Fettversorgung.
--- Frankfurt a. M., 4. Jan. Tie Versorgung der Frankfurter Bevölkerung mit Milch.und Fett aus dem Großhörzogtuui Hessen war beute Gegenstand eingehender Beratungen der hiesigen Lckbensnnttelkonrmission. Hierbei wurde mttgetoilt, daß der hessische Kommtmalverband den Abschluß eines festen Milcküiescrnngsver- troges abgelehnt hat und auch für die nächste Zukunft keine bindenden Erllärungen abgeben kann. Ter Mangel an Fett nnrd darauf zurückgesührt, daß die ländliche Bevölkerung erhebliche Mengen! der allgemeinen Verteilungsregelung auf Schleichwegen mit ün- gebeuren Preisüberschrettnngcn entzieht. Da die Zuffchr von Milch und Fett aus Hessen versagt, hat die Stadt nunmehr Unterhandlungen mit den Kontmunalverbänden der Provinz Hessen Nassair eingeleitet. Ferner soll die in Bildung begriffene Milch- und Fettversorgungsgesellschaft nr. b. H. einen erheblichen Teil ilwer Tättg- keil auf die Steigerung der Milch- und Fettzufuhren verwenden Die bis jetzt der Stadt zugeführten Milchmengen reichen nicht im entferntelten für die Bedarfsdeckung der Versorgung berechtigten, Milchverbraucher ans. — Tie Abgabe von Fleisch aus der stödtt- chOt Freibank geschieht in Zukunft nur noch gegen Iialbe Fleischkarten. Bisher war sie völlig markenftei.
*
----- Frankfurt a.'M., 4.Jan. Die Flutwelle des gegenwür- ttgen H o chwa s s e rs hat im Main heute abend 4,50 Meter Höhe erreicht. Seit Mittwoch nachmittag stieg das Wasser um nahezu einen Meter. Die UfergelÄtde sind weithin tief unter Wasser gesetzt Die an Stelle der alten Brücke über den Main führende hölzerne Notbrücke wurde wegen der Gefahr für den gesamten Fahr- und Fußgängerverkehr polizeilich gesperrt. Zahllose Baum
stücke und Bauhölzer von ocr Rcaütlanatt,attou bei Hanau uavai talwärts. Auch die großen Kies- und Sandhaufen zu beiden Seiten des Sttoms sind mit fortgerffscn worden. —« Bei Höchst stehen die Ufer- und Verladeanlagen ebenfalls ttef unter Wttffev, ebenso die städttschen Parkanlagen. Das Druck- und Stauwasser der wild dahintosenden Nidda ergießjt sich noch fortwährend landeinwärts und hat jetzt auch das Gelände zwischen Nied und Höchst überflutet. Wenn nicht weiterer Regen eintritt, hofft man, daß vom Freitag an die Fluten zurüebben.
— Frankfurt a. M., 5. Jan. Schon jetzt lassen sich die Schäden tellweise übersehen, die das Hochwasser angerrchtet hat. Am schwersten litten die Kanalisierungsarbeiten zlvischen Ascban'enburg und Frankfurt. Das meiste Bauholz wurde von den Waslern fortgerissen. Vom Holzlagerungsplatz der Holzgrvßhand- lnng Schermann (in Duisburg) bei Groß-SteinHerrn führten die Fluten für 150 000 Mark Gruben- und Bauhölzer weg. Was davon wieder erlangt werden kann, dürfte nicht der Rede sein. — Seit heute früh 5 Uhr fällt das Wasser langsam.
ßanftcl.
Berlin, 4. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) Ter „Reichs- anzergett' veröffentlicht zur Veranlagung der Besitz- und Kriegssteuer die S teuerkurszettel aller deutschen Börsen.
Wien^ 4. Jaw (WTB.) Tie zuverncktliche Beurteilung der Gemmtlage rn ftnanziellen Kreisen I>at int Anschluß an die neuer* ltchen Erfolge her verbündeten Truppen in Rumänien eine weitere Verstärkung erfahren. Gestützt hierauf, verkehrte der Freie ?utli£. n \ ex * e 9 r ausgesprochen fteundlichn Haltung Das Geschäft nahm zwar einen größeren Umfang nicht an, gestaltete sich iehodii aus dem Jndustriemarkte zum Teil etlvas lebhafter. Bevorzugt waren Bergwerks-, Rüstungs- und Petroleumswerte. Ter Anlagemarkt verkehrt in unverändert fester Haltung.
Lugano
Letzte Nachrichten.
Die Antwort vrr Entente an Wilson.
o, 4. Januar. (Berl. Tagbl.) Zwffchen den Enten tekabrnetten findet zurzeit ein sehr lebhafter Mennmgsaus- taufch über die Antworvtote an Wilson statt, deren in Paris ansgearbeitetes Schema soeben in London, Petersburg mrd Rom geprüft wird. Vermutlich^wird die Note am Ende dieser Woche oder am Montag dem amettkanischen Botschafter in Paris überreicht werden. Laut einer Information des „Secolo" ist diese Note um> sangreicher als die Antwortnote an Deutschiland. Die Note soll alle Welt überzeugen, daß ihre Kriegsziele sich auch nicht arm-Lhenü) mit den Kriegszielen vergleichen lassen, die Deutschland bei der Entfesselung des Weltkrieges verfolgt habe. Die Note setzt daraus in großen Umrissen die Bedingungen der Entente auseinander, die die Räumung Belgiens, lDerbiens, Rumäniens, Moutenegrvs und Fratrkreichs fordert, ehe die Friedenskonferenz überhaupt möglich sei. Ferner verlange man die Rückgabe Äsaff-Lothringms und die Umgestaltung der europäischen Karte auf der Grundlage des Nationalitätenprinzips. Die ZentralMächte fcmt?n, so wirt gesagt, diese Bedingungen heute schon genau. Aber die Nenttalen sollen darüber aufgeklärt werden.
^ Die flüchtenden Rumänen.
Berlin, 5. Jan. Die Flucht der rumänischen Bevölkerung aus den von dem Fetttde bedrohten Geibieten nimmt einen ungeheuren Umfang an. Tie meisten Flüchtlinge sollen nichts zu essen haben. Tie Bevölkerung von Galatz, so wird berichtet, verläßt die Stadt in panikarttger Flucht. Jft Braila sollen die Behörden gleichfalls bereits geflohen sein.
_ ®enf, 5.Jan. Pariser Blätter melden aus Jassy, daß die tt'lucht der rumänischen Bevölkerung aus den vom Feinde bedrohten Gebieten ungeheueren Umrang annehme. Die Bahnhöfe und Straßen stnd überfüllt von Flüchtlingen aller Bolksllassen. Viele .Ander irren, von^threir Eltern gettennt, auf den Wjdge-n umher. Die meisten Flüchtlinge haben, bW sie Rußland erreichen, nichts zu essen, ^as Schauspiel dieser Flucht sei niederschmetternd.
Gegen die Saloniki-Eipeditwn.
Lugano, 4. Jan. „Secolo" bringt eine Qmtdvner Depesche über den zunehmenden Widerwlllen der Londoner Kreise gegen das Lxtlontkimftcrnehmen, das sich^ immer mehr als ein zweites Galltelt entpuppe. Der „Secolo" gibt ausführlich das vom Letter des neuen englischen Kabinetts tnspirierte vernichtende Ur- tetl der „^aily Mall über Larrail wieder und tragt, wie es ff>nrme daß 200 000 Bulgaren genügten, um eine 1-albe Million Enterte truppen rn'Schach zu halten? Es wäre besser, das Salonikcheer sür die bevorstehende große Offensive im Westen zu verwenden, zumal da der sür die Berproviantterunq notwendige ungeheure Frack trmrm besser für die Versorgung der notleidenden Ententevölker, dienert würde. „Tally Mail" meint sodann, daß es an der Zert sei. den von Asguith begangepeit schweren Irrtum der salontkier-peditton wieder gut zu machen, was Sache Llovd Georges ser.
Griechenland.
Berlin, 5. Jan. Das „Berliner Tageblatt" schreibt: T«rch drc Ententepresse llang die Absicht, diesmal mit der griechischen Frage reinen Tffch zu machen. Es scheint, daß auch bei den Griechen die gleiche Absicht besteht. Jedenfalls würde das auch der <zall sein, weirn sich die Nachrichten bestätigen, daß der Gedanke erwogen.wird, das Parlament einzub-erusen und ihm den Plan emer Mobilisierung gegen die Entente vvrzillegen. Dann hätte schließlich die Gewaltpolitik der sogenarntten Schutzin ächte das genaue Gegenteil dessen erreicht, was von Anfang an ihr ftel war. Sie hätte zwar von Griechenland das Aufgehen 'einer Neutralität erzwungen, aber im umgekehrten Sinne, wie es von ihr geplant und mtt Benizelos vereinbart tvar. Ob der große Krregsrat in Rom, zu dem sich außer Lloyd George auch Brümd Ltzautey und der englische Generalstabsches nach der ftalrenischen .Hauptstadt begeben haben, mit diesen Dingen in Zusammenüana
steht?
Irr ven'cknedemn Blättern heißt es, der Reise Llvyd Georges würde größere Bedttrtung für die Orientftage. als für die Friedensfrage beige messen^ und die Fortsetzung des Salonitttsnlerneh- mens als in Frage stehend bezeichnet.
In anderen Blättern lieft man. die Bevölkerung von Athen M aus dem höckisten Punkt der Erbitterwtg wegen der von der Entente verhängten Blockade mtgelangl tmd sie verlange jetzt von der Regierung cme ulnmatumarttge Note an den Zehnerverband, in welcher die Einstelllrng der Blockade sofort gefordert rverde.
Die Goldankausstelle
in den Raumen der Bezirkssparkaffe Gießen ist morgen von JO bis \ 2 % Uhr geöffnet!
Eine angekörte Zuchtsau, hat vor 5 LLochen zum 2 mal geferkelt, sehr gut gesäugte Ferkel sind noch anzusehen^st zu verkaufen, weil überzählig b. Konrad Jak. Düringer, Vors, des Schweineznchtvereins Ober- Hörger n.
Ginlegeschwein
z. verkanken. Näh. Wirtschaft Vogt, Sonn enstr. 1 4. [00078
lln grofloa Schwein in verkaufen. Gg. Euler, Hammflraße 1. 100084
Beinw. Herrsn-Anx., modern. Frackanz.ein*.West.,Wüocfc8 S.-Maiim.yu.Balgci• Allee53 2.
Gut erh. weißes Kinderbett zu verkaufen. 100073
Lodwls»<rnfle 29, 111. Kinderwjicen zu verkaufen. Eichweg I.
Zu vcrk. krirna Vaasngaatsll
Achse, Federn. Räder, fast ne». 8t«»on. SelterSw. 40.««"
Kontrollkassen
National, kaufe zu höchsten Preifetl gegen bar. Offerten
u. .1. U. H698 an Ifudolf Koiae, Berlin SW. 1 ö 4 -ßs
Kaufe
getragene Herren- u. Damen- Kleider u. -Schube jed. Art. Zahle die höchst. Preise. [ 0M034
L. Komenzwcig;,
Selterswegö8. Karte genügt.
Gut erh., gebr. Schreibtisch zu kaufen gesucht. Ludwig Bierau,Wißmar,Metzgerei und Gastwirtschaft. [189
Wer erteilt T» c Ä nc
Nachhilfe in Französisch nud Blathematik. Schristliclie Angebote unter 00023 an den Gießeuer Anzeiger erbeten.
Wer erteilt B,,i W er ‘
Schriftliche Angebote mit Preisangabe umer 164 an den Gießener Anzeiger erb.
Verloren
auf dem Wege von Rödgen biö z. Trieb anr4. Jan. ein schwarzes Täschchen mit 20 Mark, goldene Mir mit Zielte «nd Schlüssel. Gegen gntc Belohnung nbzugeben Nord Anlage 38. [199
Mattsold. Ohrrinu verl., Groß. Sleiuio.—Kaiser-AUee. Geg. Bel. abzug. vr. Lteinv. 11. ^
ooos, | Krie'.jsflMchtinn, w. 30 I. tu Paris De„isrl> uuterrichtet, ert. sraliz. Umerrirlst. 6 Mk.
,nonall. l-ndvigspiatR 14 111.
Wer schenkt ein. arm. Kriegs invaliden gebr. Bett. Sclir. Angeb. u.00070a.d. Gieß. Anz.
Freitag, 12. Jan. 1017,
vormittags 10 Uhr, wird auf dem hiesigen Amtsgericht. Zimmer Nr. 14, die dem Georg Bill zu Nieder-Weisel zngeschriebene nachstehend ocrzeichnete Parzelle versteigert: Flur 38 Nr. 2S2*/ l0 —482(,lnBauplabainHa»nl„.
Die auttSgertchtliche Verfügung ist im OrtögerichtS- zimiller öffentlich auSgehnngt. Gießen, den 17. Okl. 1916. Großh. OrtSgerichl I. V. Le o. 170V
SchvGmrusteinfahrik.nltcste
auß.Dvnd.. lief.bill. I^Stcine
1 «MMI. GieS, Neuwied.
K. 5/16. 1171B
Freitag, 12. Januar 1017.
vorm. l0 3 /< Mir, uicrbcti im Großh. Amtsgericht Gießen. Zimmer Nr. 11. die dem Heinrich Jentzen zu 1 ,> und dessen Witwe Elise Jenoen geb. Schneider zu beide zu Gießenzugeschriebenen nachstehend verzeichncten Parzellen versteigerte
1. F-ltir 1 Nr. 82.'?/, „ ° 380 q\n Grabgarten, in der Schev- oeneck,
2. Mur 1 ")h\ 826 - 319 qm Ho freite daselbst «West-An läge Nr. 711.
Die auttSgertchtliche Per fügung ist auf dem Zimmer des OrtögerichtS öffentlich gtigefchlggeu.
Gießen 23. Ropl 1916. Großherzogl. OrtSgenchi I. B.: Leo.
Schirme
[ohne Bezugsschein]
Alle Reparaturen
schnell und preiswert
Gebrüder Waag
Schirm-Fabrik ** Gioßen. S^lterswog Nr. 58


