Ausgabe 
23.12.1916 Zweites Blatt
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eier ba$ Stück 00 Pfg.; Käse 0 Pfg., Kasematte 0 Pfg. das Stück Hühner das Stück 0,000.OO Mk., Hahnen daS Stück O,OO0.00 Mk. Ochsenfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Kuhfleisch 2,10-0,00 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,80-0,00 Mk., Kalbfleisch daS Pfund 2,00-0,00 Mk., Hammelfleisch das Pfund 2,200,00 Mk.: Kartoffeln 50 Kilo 0 Mk.: Zwiebeln das Pfund 80-00 Pfg.: Milch das Liter 00 Pfg.: Meerrettig 20 Pfg. d. Pfd.; Spinat 35-40 Pfg. daS Pfund, Weißkraut das Stück 10-00 Pfg., Rotkraut 15-20 Pfg, Wirflng 1000 Pfg. das Stück, Kohlraben 5 6 Pfennig das Stück, Rote Rüben 15-20 Pfennig das Pfund; Gelbe Rüben 10 bis 15 Pfg. das Pfund, Endivien 00-00 Pfg.; Seflerie 1080 Pfg., Lauch 10 Pfg., Blumenkohl 2070 Pfg.; Aepfel daS Piund 22-25 Pfg., Birnen das Pfund 30-35 Pfg. Markt- zeit von 8 bis 2 Uhr.

Märkte.

ke. Wiesbaden, 21. Dez. Hell- und Stroh markt Man notierte: Heu 8,00 bis 0.00 Mark, Stroh (Nichtstroh)

0.000.00 Mk., Krummstroh 0,00 Mk-, Kornlangstroh 0.00 Mk Alles für 50 Kilo.

Wöchentt. Uedrrstcht i>erTobe?Me i. d. Stadt Siehe«.

40. Woche. Vom 3. bis 9 Dezember 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 23,56 °/ 0 ,.

Rach Abzug von 7 Ortsfremden: 12,56

r . . 0 . Er- Kinder

Es narben an Zuf.

Angeborener Lebensschwäche 1

6 ( 2 )

1 ( 1 )

1 ( 1 )

2(Y

1 ( 1 )

1

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Wachsens

6 ( 2 )

im l. Lebens- vom 2. big

jahr

1

15 . Jahr

2 ( 1 )

1 ( 1 )

1

1 ( 1 )

1 ( 1 )

1 ( 1 )

Altersschwäche Krupp Tuberkulose Lungenentzündung Krankheiten des Herzens anderen Neubildungen Selbstmord Verunglückung

Summa: 15(7) 12(5) 1 2 (2)

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Beröffentlichurrg des Großh. Kreisgefundheitsamts Gießen.

Dr. W a l g e r, Med.-Rat.

Letzte Nachrichten.

Ministerivechftl in Oesterreich-Ungarn.

Wien, 22, Dez. WTB. (Nichtamtlich.) Die morgige .^Die­ner Zeitung" veröffentlicht folgende allerneueste Handschreiben: . Lieber Prinz Hohenlohe! Ihrer Bitte willfahrend, enthebe ich Sie in Gnaden von dem Amte meines gemeinsamen Finanz^ Ministers und spreche Ihnen aus diesem Anlaß für Ihre in Ver­setzung dieses Afmbes entfaltete aufopfernde Tätigkeit und patrio­tische Hingabe meinen wärmsten Dank und meine volle Anerken­nung aus.

Ich behalte mir Ihre Wiederverwendung rin Dienste vor.

Wien, den 22. Dez. 1916. Karl m. p. Burian m p

Lieber Baron Burian! In Willfahrung Ihrer Bitte, von dem Amte des Ministers eines Hauses und des Aeußern enthobeir AU werden, genehmige ich in Gnaden die von Ihnen erbetene Ent­lassung.

. Bei diesem Anlaß spreche ich Ihnen für die in Versehung SHfS Vintes in schwierigen Verhältnissen geleisteten ausgezeich- Tienfte merne volle Anerkennung und meinen besonderen Dank aus In Würdigung Ihrer in führender Stellung jederzeit bewähr- ten und erfolgreichen Wirksamkeit finde ich mich bestimmt Sie

-u meinem gemeinsamen Firmnzminister zu ernennen und ver­leihe Ihnen als Zeichen meiner Gewogenheit die Brillanten zum Gwßkreuz des 'St. Stefansordens.

Wien, den 22. Dezember 1916.

Karl m. p. Czernin m. p.

. Lieber Gras Cz ernin! Ich ernenne Sie zum Minister .meines Hauses und des Aeußerln und betraue Sie mit dem Vorsitz im gemeinsamen Ministerrate.

Wien, den 22. Dezember 1916.

Karl m.p. Burian w. p.

Stimmen zu Wilsons Note.

Berlin, 23. Tez. Die Aufnahme von Wilsons Note seitens der Berliner Presse ist freundlich und besonnen. In erster Linie, sagt dieF r e i s i n n i g e Z e i t u n g", ist jeder neutrale Staat und ledes Oberhaupt eines neutralen Staates willkommen, das sich um einen. Frieden bemüht. Bedingung aber ist, daß er nicht Partei ist. Eine solche Persönlichkeit an der Spitze aller neutralen Staaten hätte schon längst das Blutvergießen verringern können. Wenn Wilson m weiten Kreisen Deutschland wenig beliebt ist, so ist es, weil Amerika bisher wenig von wahrer Neutralität gezeigt hat.

^V ossischen Zeitung" heißt es: Wilson habe an der Stelle eingesetzt, wo aller Voraussicht nach unsere bis­herige Friedensaktion an einem toten Punkt angekommen sei. A-teGermattia" sagt: Wilsons Schritt stellt unser Vor­gehen als eine Rechtfertigung vor der ganzen Welt dar. Der Irrede marschiert, so heißt es imVorwärts", die Note Wil­sons leitet ihn. Im Berliner Lokal-Anzeiger" wird gefagt: Wilson kann sicher sein, daß seine Note von der deutschen Negierung aus das ernstlichste erwogen wird und daß auch das deutsche Volk sie mit einer Nachdenklichkeit prüfen wird, dre eine so weittragnrde Anregung wie dieser Schritt bean- Ipaar,eu kann. Vorläufig muß damit gerechnet werden, daß bei der ablehnenden Haltung des Bierverbairdes gegenüber der Frie­densaktion der Mittelmächte, eine sachliche Stellungnahme sei­tens der Alliierten überhaupt gegenstandslos werden könnte. pn der ..Bossischen Zeitung" wird gesagt: Deutschland hat jedenfalls keine Veranlassung, seine Bedingungen zu neunen, wenn seine feinde es nicht ebenfalls tun. Ebensowenig hat Deutschland auch gar keine Veranlassung, dem Präsidenten zu mißtrauen daß er nicht ehrlich auch unsere Gegner zur Kundgabe ihrer Bedinguir- gen zu veranlassen wünsche. Wir können, wenn unsere Feinde unser Friedensanerbieten ablehnen, unser Tun dann nur an unse- rem eigenen Interesse messen und unser Interesse erfordert einen schnellen und endgülttgen Sieg.

* Amsterdam ^ Dez. (WTB. Nichtamtlich.)Alg-emeen Handelsblad schreibt: Das Angebot des Präsidenten der Ver­einigten Staaten kann mau nicht nrit einer spöttischen oder höhni­schen Gebärde behandeln. Es ist vielmehr ein ernstes und voll- wmmen ehrliches Beinichen, den Frieden wiederherzustellen. Wenn die englischen Blätter diesen Vorschlag mit dem deutschen Friedens- angebot m Verbindung bringen, so können wir darauf Hinweisen datz Wilsons Absicht, den Kriegführenden Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch, zu geben, schon in der WalFzett. also Anfang November feststand und bekannt war.

5^* (WTB- Nichtamtlich.)Nieuwe Courant" schreibt: Wilsons Note ist in der Form sehr korrekt und was den Inhalt betrifft, sehr objektiv. Man kann Wilson und seinem Ka­binett unmöglich Sympathie für die eine oder die andere Sötte an­dren. Trotzdem, mehren sich die Anzeiä-eN, daß die englische Presse Wilson aufs entschiedenste entgegenttttt. Sie weist Wilsons Vermittelung mit ungewöhnlicher Schärfe ab. Jedoch wäre es üer* N-'uht, alle Hofsnimgen auszugeben und zu erklären, daß die ver­ständige Tat des Präsidenten erfolglos bleiben müsse.

Der Vormarsch in Rumänien.

r . Sofia, 23. Dez. Vom rumänischen Kriegsschauplatz wird perher beruhtet, daß die 9. Armee der Zenttulm ächte m lang- amem Vorgehen aus RMNNicu-Sarat begriffen ist. Das Zentrum mid die Dobrndscha-Armee schließen sich enge an. Die Dobrudscha-

Arniee steht zwischen der Donau und Babadag, von den Donau--. Mündungen nur noch 40 Kilometer entfernt.

Brussilotv in Not.

G e n f, 23. Dez. Parffer Matter betonen die außerordentlichen! Schwierigkeiten, .mit denen Brussilvw zu kämpfen hat, um die uitter dem ungeheuren Truck der Verfolgung Mackensens zurück- gehendeu Rumänen durch, eigene Truppen zu ersetzen. Tie Lage wird als sehr ernst bezeichnet.

Die unklare Lage in Griechenland.

Rotterdam, 22. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Laut dem Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet der LondonerDaily Te­legraph" vom Montag aus dem Piräus: Der Resevistenbund und das Militär suchten es dahin zu bringen, daß die griechische Regie­rung ihre Annahme des Ulttmatums wieder zurücknehme. Die Lage scheine sich in einer Richtung zu ändern, wo die Behörden sie nicht mehr würden beherrschen können. Die Diplomaten der Entente­mächte seien pessimistisch über die Aussichten.

Notiz: Eine echt englische Darstellung! Sollten Reuter und Havas, als sie die bedingungslose Unterwerfung Griechenlands mel­deten, etwa einer Mystisikatton zum Opfer gefallen sein?

König Konstantin.

B e rl i n , 23. Tez. Der Zustand des Königs von Griechenland soll, wie die Blätter aus Basel melden, sich neuerdings per-, schlimmert haben, so daß eine neue Operation für notwendig er- achlttt wird.

Neue Kämpft in Marokko.

Berlin, 22. Tez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Pariser Presse berichtet von neuen Kämpfen in Marollb, wo der Ait Aiat-Stanim den Krazza-Stamm angriff, der sich unlängst den französischen Truppen unterworfen hatte. Um die Aufständischen zum Rückzuge zn zwingen, mußten starke Hilfsrolomreu auch von Tadla entsandt werden.

Holländischer Kriegskredit.

Haag, 22. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Zweite Kammer hat ohne Beratung und ohne Abstimmung den Ge­setzentwurf über einen außerordentlichen Kriegskredit von 135 Millionen angenommen.

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sind folgende Nummern gezogen worden:

Lit. A zu je 1000 Mk.

58 88 104 166 181 331 450 Lit. B zu je 500 Mk.

62 69 78 108 114 154 158.

Die Rückzahlung dieser Teilschuldverschreibungcn erfolgt am 1. Juli 1917

bei der Dresdner Bank, Filiale Cassel. Cassel, bei der Dresdner Bank in Franksurt a. M., Frankfurt a. M..

bei dem Bankhause Baruch Strautz. Marburg und Franksurt a. M.,

bei dem Bankhaus« Baruch Strauß Rachf., Gießen, sowie

bei unserer Kasse in Gießen.

Gießen, den 22. Dezember 1916. 9131D

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Am dritten weihnachtsseiertag, vormittags y Uhr,

findet in der Ausstellung im Turmhaut gemäß § 2 der Satzung öffentlich die

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Zur Beiwohnung an dieser Verlosung wird er­gebenst eingeladen. ' [9099D

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Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt folgende Nutzholz aus den Distr. Ameisekops, Hengheö Todenzipfen und Embach aus dem Submissions Wege zu vergeben.

Fichtenstammholz 3., 4. und 5. Klasse zirk 200 Fstmtr. " *

Die Gebote sind nach Klassen getrennt bi zum 27. Dezember lfd. Js., nachmittags 3 Nhr

aus dem Bureau der Unterzeichneten Bürgermeisterc abzugeben, woselbst die Eröffnung stattfindet. Näher Auskunft erteilt Forstwart Herbert.

Steinbach, am 20. Dezember 1916.

Großh. Bürgermeisterei Steinbach. U,

Kramer. M