mittel**, die dritte AuffWrimg des Märchens vom „Daumen-
I u t f ck e r", für die wiederum starke Bormeldungen einlaufen. Die beiden ersten Vorstellungen Ratten ausverkaufte Häuser erzielt.
Städtischer Hut ter v er kau f. Die städtischen Verkaufsstellen (Molkerei Gebr. Gricb) sind ant 1. Januar 1917 ge* schlossen. Tie HeuryÄi'everargten der BwtnnrrkKnbezirke 1, 2 und 3 n*eii>nt deshalb die ilmen zusftchende Butter Dienstag, den. 2. Januar 1917 erhalten.
** Städtischer Eierverkauf. Freitag, den 29. Dezember 1916, rverden ftcr die Brotmarkendezirkc 1, 2, 7. 8, 9, 10,
II und 12 Eier misgegeben.
Landkreis Gießen.
*• Beuern, 27. Dez. Gefreiter Ludwig Otto in der l. Batterie Landw.-Feld-Art.-Rgts. Nr. 13 wurde mit dem Eisernen Kreuz 2 Klasse ausgezeichnet.
O Lich. 27. Dez. Das Eiserne Kreuz 2. Kl. wurde Metzger- meisüer Chanstian Iiau, Unteroffizier der Landnx'h-r bei einer Fufzartilteriedatteric, verliehe:!. Mit der Hessischen Tapftrkvits- nudaille wurde er bereits früher ausgezeichnet.
b. Stein buch, 28. Dez. Nackidem gemäß Verfügung der obersten Schulbehörde die Fortbildungsschulen in freu Landotten geschlossen werden sollten, ivandten sich aus freiem Antrieb eine Ang-aN Eltern von solcl^en Schülern, welche bei der Arbeit abkömm- lich sind.' mr den Schulvorstand, Schritts zu unternehmen, daß unsere Fortbildungsschule aufrecht erhalten nnirde. Dem daraufhin gestelÜen Anträge wurde in diesen Tagen die Ge ne Huri gang zuteil, und so loird hier mit rund 25 Schülern der Fortb-ilduirgsunterricht lvettevgefLbtt.
** Trais-Horloff, 27. Dez. 'Der Schulderw>alter Fritz Berg wurde in den Kämpfen an der Somme mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. Berg mar vor seinem Eintritt zum Militär im März 1916 Sck.sulverwalter in Rabertshausen.
•* Weitershain, 27. Dez. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl wurde ausgezeichnet der Gefreite Wilhelm Keller, der in der 1. Batterie des Landw.-Feld-Art.-Rgts. Nr. 13 kämpft.
Kreis Büdingen.
da. Büdingen, 27. Dez Seit 21. März 1916 hat die Zentralgenosienfchast der Hessischen Landmirtschastlicben Konsumvereine werter <388 Zentner Kleie aus Mühlen unseres Kremes und 3879 Zentner Kleie aus auswärtigen Mühlen in Gemeinden des Kreises Büdingen geliefert.
# ® lauberg, 27. Dez. Zum Kricgsgerichtssekretär betör- dert wurde der Militärgerichtsasststent H. B e ch t o l d in Darmstadt, Sohn deS hiesigen verstorbenen Volizeidieners Becdtold.
r. Hirzenhain, 27/Dez. Auch am diesjährigen Weih- nachtsseste wurden die Arbeiter des hieftgen Eisenwerkes mit air- sehnlichen Geldqeschenken bedacht. Jo nach der Dauer der Arbeitszeit betrugen dre Geschenke 10, 20, 3s) und 40 Mark. Manckxw Familienvater, der mit mehreren Söhnen hier arbeitet, brachte eint schöne Summe, die er in dieser Zeit wohl gebrauchen kann, zu Weihnachten nach Hause.
4- Ortenberg, 27. Dez. Gestern begingen unter allgemeiner Beteiligung der ganzen Gemeinde die Eheleute Johann Heinrich D a h m e r und Dorothea, Katharina, Elisabeth geb. Schmidt er das Fest der Goldenen Hochzeit. Tie Feier auf besonderen Wumck nachmittags um 2 Uhr im Hause statt. Es war«l dazu der Kirchen- und Stadlvorstand und die Mitglieder des Ortsgerichtes ersstftenen, auch die gräflichen Herrschaften roaren erschauen. Pfarrer Kahn überreistüe im Namen des Kirchcn- vocstandes, dem der Jubilar gerade 25 Jahre angehört, ein Bild, im Namen der obersten kirchlichen Behörde ein Gesangbuch mit entsprechender Widmung und Glückwunschschreiben, im Namen des Gvoßher»ogs, in Anerkennung der Berdienste des Jubilars eine Photographie mit eigenhändiger Nomcnsunterschrist und hielt dann eine Ansprache. Mit Einsegnung, Gebet und Segen schloß die Feier. Bürgermeister Hebbel sprach sodann im Namen des Stadtvorstandes und Ortsgerichtes, dem der Jubilar 17 bezw. 26 Jahre angehört.
Kreis Alsfeld.
X Alsfeld, 27. Dez. Am 1. Weihnachtsfeiertag wurde in der hiesigen Milvurgiskirche Johann Sebastian Bachs „Weih na chtso ra toüium" durch den Evangelischen Mrchengesang- verein cmfgefühtt. Als Solisten wirkten mit: Frau E. Bollow- Heineck (Aly, Frau E. MKler (Violine), Herr Pfarrer Eh. Möbus (Tenors, Herr K. Brabender (Baß) und Reallchrer Dotter (Orgel). Außer dem Kirchengesangverein war noch ein größerer Kinderchor bei der Aufführung tätig. The geräumige Kirche war Ns in den letzten Winkel besetzt; viele Besucher mußten mit Stehplätzen vorlieb nehmen. Nachdem ungefähr der dritte Test des prächtigen Werkes vorgetragen war, versagte plötzlich die elektrisch. Lichtanlage, und Mitwirkende und Gemeinde saßen im Dun kein. ■ Es bwrr ein (Rück, daß der Christbaum noch brannte, sonst hätte leicht eine Panik entstehen können. Die Gemeinde mußte ent lassen und die Aufführung des Werkes verschoben werden. Das ärgerliche Vorkommnis ist umso bedauerlicher, als die elektrische An läge in der Krche schon nahezu 8 Tage nickt in Ordnung ist.
4h W e t t s a a s e n , 27. Dez. Die Hessische TapserkeitSmedaille erhielt der hiesige Lehrer Herm. Roth.
Kreis Schotten.
2 Schotten, 27. Dez. Das Kriegsehrenzeichen erhielten die am hiesigen Veoernslazarett bediensteten Damen Irl. Huber, Fchar Weiß und Frl. Eise. — Bei der Kreissammelstelle kriegswirtschaftlicher Gegenstände sind eingegangen: 39 Zentner Brennes- seür, 61 Z^rtner Obstkerne, 51 Zentner Bucheckern, 27% Zentner Kastan i en, 1% Zentner Teeblätter, 4972 Zentner zinnhaltige Gegenstände und 1% Zentner Altgummi. Der Kreis ist in vier Sanrmel bezirke eingettstl, Leiter derselben sind die Lehrer K r ö l l Schotten, B a u m - Bobenhausen II, K e l l e r - Ober-Seemen und Massivg-Lanbach. Die Kreisleitung liegt in Händen des Gvoßh. Schulrates A. Feuerbach.
4h Eschenrod, 27. Dez. Das Efferne Kreuz erhielt der Wehrmann Georg Reih im Res.-Jnf.-Rgt. 116.
Freienseen, 27/Dez. Eine freudige Weihnachtsuberra schnng erhielt Daniel Keller, Gefreiter im 116. Infanterie-Regiment. Seit Anfang des .Krieges im Feld, wurde er am ersten Ostettaq ds. Is. schwer verwundet und war hier über die Feiettage aus dem Lazavett zu Besuch, als für ihn das Eiserne Kreuz hier ankcmr. Die Hessische Tapsttteitsmedackl? hat er schon früher
sH Land ach, 27. Dez. Mit regem Fleiß haben sich auch in unserer Gemeinde am Einsammeln von Kastanien, Buchecke rin, Brennesseln ufw. teils Erwachsene-, teils Schul- fmbrr beteiligt. So wurden im Laufe des Jahves bei der hiesigen Sammelstelle, die unter Leitung von Lehrer Mas sing steht, ern- geliesert an Altpapier: 70 Zentner, an ZnTetfchensteinen: 29 Zentner, an altem Blech: 46 Zentner, an Drennesseln, erngesammelt vcm Lehrer Doll: 7 Zentner, an Kastanien: 27 Zentner, an Bucheckern: 15 Zentner, an Weißdornfrücht m: 5 Zentner, eingesammelt durch Kreisstvaßenmeister Sommerkorn ,. c
# Michelbach. 27. Dez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Bischofs im Jns.-Rgt. 99.
Kreis Lauterbach.
•• Bernshause ii, 27. Dez. Andreas Schäfer von hier, der vor kurzem erst zum Unteroffizier in der 1. Batterie des Landw.- Feld-Art. Rgts. Nr 13 befördert wurde, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
Starkenburg und Nheinhessen.
— Darmstadt, 27. Dez. Die Stadt plant die Errichtung einer Fettgewinnnn gs anstalt, in der die aus den stadti- fchen Schlachtungen gewonnenen Knochen und sonstigen Abfälle entfettet werden sollen. Die LlAsschveibungen zu dem Bau der! Mafchinenaiftageu sind bereits erfolgt.
Hessen Nassau.
- Frankfurt a. M , 27. Dez. Bei der Bergfahrt wurde das Schiff „Vereinigung. Mannheim Nr. 58" von der Hochwasser strömuug anr Neubau der Mainbrücke auf einen Pseilerst iim ps getrieben. Bis jetzt gelang es nNckneren Dampfern noch nicht, das FaHrzeug flott zu nmchen. Tie Sck?iffahtt erleidet durch den Un fall eine cnchettiche Störimg. , ^
Langenselbold, 27. Dez Der fast 40 Jahre hun tqtig gewesene Kautzor Fritz Schleucher ist m Hanau im Alter
von 71 Jahren gestorben. Schteucher hat in -ahlreichen Bedern und Artikeln das Kin^igtal mit seinen Burgen und Naturscköw- heiteu besungen. Mit besonderer Borliebe behandelte der begabte Heimatdichter die Ronneburg bei Büdingen und die geschichtliche Vergangenheit von Gelnhausen.
Gictzenev Stadtthecrter.
Der Bursche des Herrn Oberst.
Lustspiel von Pordes-Milo und Harrt) Pohlmaittt.
Ob dieses Lustspiel zu Anfang des Krieges entstander^ ist ^oder in nackfträgsicher Umarbeitung aus den großen )welthistorischen Hintergrund zngesckmitten ist, bleibt sich ganz gleich. Ans jc-den Fall lvevden die Beziehungen zum drohenden Kriegsausbruch nur als treibendes Moment verwertet und nickst als Anlaß zu unangenehm theatralisch ausgeputztem Patriotismus genonmven. Das ist ähnlichen. Sllücken gegenüber ein entschiedener Vorzug, der nicht un- aeb-ncht bleiben soll. Im übrigen handelt es sich, um eine recht ge- chickte Siktuattonskomödie in der Art „Herrschaftlicher Diener gesucht", rrur daß die Situationen hier weniger kraß, dafür aber auch nicht ganz so lebendig sind. Jetzt nach den Feiertagen, wo eine gewisse iMüdigkeit Platz greift — man konnte das auch an dem chnxichen Besuche der Vorstellung bemerken — beansprucht man keine Lluffülmung, die-eure angestvengte geistige dhrteilnahme erlangt, und so erwies sich das Stück als gcmz^ gut gewählt. Dre Rollen snrd darrkbar und verlangen keine AbMeichung von althergebrachten, festliegenden Gestaltungen. Kein Wunder, daß daher frei sottenr Spiel die Leistungen recht anspve>ck>end waren.
Karl Steinmeycr hatte die Aufgabe, als Bursche des Herrn Obersten seinen bürgerlichen Beruf als erfolgreicher Romanschriftsteller mit der Rolle eines Kompagnietülpels zu verdecken, da er (Gründe l>at, im Haufe des ObersvNi unerkannt zu blerven. Es ist die (beschichte von dem jungen Mann, der eines Jugendstreiches wegen nach Amerika geht, sich dott ehrlich hochbrrngt und der unerkannt zucückkehrt. Karl Steinmeyer führte die Doppelrolle aesckftckt durch und errang sich lebhaften Beifall. SckMuck und schneidig )var Ernst Theiling als Ulanen-Leutnant. Sem Spiel verdiente ebenso wie seine Regieführung cTjdicfre Anerkennung. Ebenso stellte Wilhelm Hellmuth einen tresflichen Oberstz Bally Scheidler machte aus seiner Tochter cm zielbewnßtes sympathisches Mädchen und Helene Kall mar verstand-es auch diesmal wieder, den deutschen Backftsch mit seiner ganzen lieblichen Anmut crusz-ugestalten. Mit starker Betonung des Läck^ettichm feer* half Linse Telosea der konnschen Lllten zu gutem Erfolge. Erwähnt feuert nod; Elli Do-rn'höfer als Frau Oberst, Hermine W v s s i d l o als Zimmermädchen, Kutt L e r ch als Lergeant Kimmei und Hans Werthmann als Postamtsvorjteher.
Die Aufführung wirrde in guter Stimnamg und mit reichem Beifall enlgogengenommen. _ zz -
Dermiicbiei.
Erdrutsche und Ueberfchrvnnmur.grn in der Schwei;.
* B e r n , 27. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Immer neue Nach
richten treffen aus allen Teilen des Laiides, besonders aus dev W e st s ch w e i z über Erdrutsche und U e V e r s ch w e m m u n - g e n ein Die Bahnlinie Bern—Schwarzenburg ist eine Strecke weit unterbrochen. In Champery ist die Lage noch immer gefährlich. In einem Hotel liegt der Schlamm bis in den zweften Stock. Beim Ansgang des Simplon-Tunnels riß eine Lawine mehrere Hütten weg. Der Mutten-See ist an einem einzigen Tage 86 Zentimeter gestiegen. Das untere Broye-Tal ist ein einziger See. Bei Romont ist eine Mauer auf 30 Meter eiugestürzt. Die Straße Romont— Boulog ist auf eine große Länge verschüttet. Die Saane ist ebenfalls über die Ufer getteten Der Schutzdamm wurde weggeschwemmt. ^
* Wie reich war Fürst Henckel von Donners-
marck? Nach seinem Vermögen und Einkommen nahm Fürst Henckel von Donnermarck under den Privatpersonen in Deutschland nächst Frau Bettha Krupp von Bohlen und Halbach dre zweite Stelle ein. Es belief sich sein Vermögen im Jahre 1908 bereits auf 187 Millionen und dürfte 1910 die Höhe von beiläuftg 197 Millionen Mark erreicht haben. Was sein Einkorntnen an geht, so bezifferte es sich 1909 aus 12 Millivnen Mark im Jahre. Das Verniösen des Füchten setzte sch aus sehr verschiedenartigeu Bestandteilen zusammen. Bon seinem Oftundbefitze, dessen Gchamt- ausdchnuno 21942 Hektar betrug und unter dem Grundbesitz der obechchSesifchen Magnaten die sechste Stelle einnahm, hatte cr den größten Teil durch, die fretben Fideikommisse Klein-Z vglin und Repten gebunden, deren Wett zusammen rutid 11 Millionen Mark dachlellen dürfte. Ungel-eure Wette hatte der Fürst bckanntlch in der Eisen- und Bergwettsiirdustrie, doch, betrieb er die Epen- industrie nicht mehr direkt, sondern hatte seine Hütte an die Bismarcklmtte verkauft, während er den Bergbau auf eigene Reckrruiig sottsetzte. Einen sehr beträchtliche Teil seines Vermögens Ijcrtte Fücht Henckel ferner in Terrains, Bankbeteiligungen usw. angelegt. Das ungeheure Wachstum seines Vermögens würde niemals erfolgt snn, hätte nicht die Kohlen- und Eisenindustrie Obechck.lchiens im letzten Jabrhundett einen so richenhaften Lluf- sckwung geiwmmen. Das Vermögen betrug im Jal/rc 1895.96 71 Vttllioncn Mark, sank dann in den sol,senden Jahren um mehrere Millionen, sprang aber im Jahre 1899 infolge der Hoch- konjrmktur des Jahres auf '85 Milliorren. Bon da an vollzog ch das Wachstunl in schnellem Maße, bis 1908, wie bemerkt, die gttoaltige Summe von<187 Millionen erreicht wnrd?. Ta gleicktzeftig amt, das Einkommen des Füchten sich von 3 Mcklionen aus 12 Millivnen Matt im Jahre erhöht, und der greise Magnat seine AnspttlckL ans Leben in dieser Zeit MeiseNos nicht wenig ver- ändett hat, sv inuß Fücht Henckel im Läufe der Jahre auch« noch ganz wesentliche Ersparnisse lxrben machen können. In der 'Tat hat es, wie Rudolf Mattin bemerkt, in ganz Tentschtland keinen Privatmann gegeben, der so viel flüffiges Geld hatte, wie dieser fürstlicke Gvoßindustttelle. Ein Dutzend Millionen Matt oder auch andettbalb Dutzend hatte er ri-gelmäßig bei den Großbanken liegen, und sein Geld spielte zu gewissen goldtturppm Zeiten für die deutschen Groschanken eine rocht beducchanre Rolle. Er war der Mann in Deutschland, auf den am meisten das Wvtt paßte: „er hat Geld wie Heu." Von Jnterchse dürste ein Vergleich.! zwischen der Bewegrmg des Vermögens und Einkommens und der Frank- ftrtter Rotlchchilds, der Frau Bettha ^ttupp und des Fürsten Henckel sein. Ta zeigt sch denn, daß das Rothschildsche Vermögen, das 1895 noch 204 MiNionen betrug, im Jahre 1908 auf 107 Millionen herabgegangen war. In dechelben Zeit lratte sch das Kruppsche Vermögen von 119 auf 187 Millioncm vermeint und Fürst Henckels Vermögen ivar von 71 Millionen auf 177 Millionen angechüv-oUen. Im Verlause von noch nicht 15 Jalwen war also eine sehr weseittlche Verschiebung des Berhältniffes zwischen diesen drei Großvermögen eingetteten: das Kruppsche Bermö^pm ^hatte die Führinig übernommen, Fiirst Henckel war an die pveite Stelle aerüekt, und das nch 1895 bei weitem an der Spitze marschierende RiMchildsche Vermögen war weit auf den dtttten Platz zuttick- gedrückt. Was das Einkommen angeht, so erreichte das Rvtl^ sckiiDsche seinen Höhepunkt im Jahre 1896, wv es sich auis 7 Millionen belief, Fürst Heirckel hatte damüs nur 3 Millionen Jalireseinkommen, aber das Kruppsche Einkommen belief sch de reits aus 8 Millionen. 1909 stellte sich das Verhältnis so, daß das Kruppsche Einkommen 14, das Henckelsche 12, das Rothschildsche 5 Millionen im Jahre betrug. Zum Vergleiche mach angefülut sein, daß das weltberühmte Fuggersche Vcwmögeu fernen Hiihepuntt tm JMrc 1546 mit 4 3 A Millionen Gulden erreichte, ein Bettag, der 33 Millionen Matt gleickLomMt. Gmiz winzig Imll imö diese Summe freut neben einem Vernrög.nr. wie dem dtt> verstorbenen oberschlesischen Magnaten erscheirren, aber fteilch ist zu bedenken, daß die, Kaufkraft des Geltes in jener Zeit ans vielen ©efrieten ungleich bedeutender war, als dies heul der Fall ist .
* Sparsames Heizen. Aus wirtsch/rftlichei' Gründen fft sparsames Umgehen mit dem Heizmaterial dringend geboten. Vor allem muß der Töpfer daft'ir sorgeu, daß der Zug im Ofen mck.t z» statt sei, denn dabei geht viel Hitze verloveu. Durch, häufigem Lüften erwärmt sick. frisch' Lust viel bessiu und sckmeller, äls verbcanckste. Man soll ferner die Heizung ständig reguluwen: es gibt cuch im *Winter winriger kalte Tage, an betten man mit ivenrg Breimmaterial auskommt tmd dock,! eine belxaglche Durchwärmt mg
der Wvhnrövme rc^tdt. Man ziehe deshalb früh beim auch den Thermometer KU Rate. Es ist falsch, an jedem Morgen
Asche aus dem Feuerloch zu nehmen. Je nach der Größe Feuerungsraumes lasse man die Äsche wie eine .prattnch Mitarbeiterin der Wvchorschrift „Dv-e Blatt qehött der Haunirau' rät — ruhig 8 bis 14 Tage sich! ansammttn. Die Glut hält )*L> dann viel besser und länger, als in einem völlig ausgeräumten 'Feuerloch,. Eine p«seit1liche Ersparnis aber kann man erzielen, werm der Ofen über Nach mch vollkommen auskichl. z»oet Preßkohlen genügen vollkommen, den Open vor einem völligen Erkalten über eracht zu schützen. Man wickelt diese in eine mehrfache Sckrchl ZeitungSpapier ein trüb drückt sie abends, vor dem ?,n btttgehen, in die noch, vorhcnrdene Glut, lehnt aber dft Tür zum Feuerloch nur an, ohne sie fest zuzuschrmiben. Tie PregtöhiM verbrennen in dieser Einpackung ganz allmählichl, haltet den Ofen warm, und man kann morgens mit der vorhandenen Glut iveiter- Man spatt dabei also nicht nur an Heizmaterial da ia nrch ein völlig erkatteter Ofen, sondern eät nock) leidlich warmer LfteF angeheizt loird —, sondern auch an Holz und Feueranzündern
«iechttche Nachrrchten»
Israelitische Nrligionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).
Samstag, den 30. Dezbr. 1916. Vorabend 4.30 Uhr. Morgens 9 Uhr. Abends 4.50 und 5.25 Uhr.
Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast.
Sabbatteier den 30. Dezbr. 1916: Freitag abend 4.10, Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30 Uhr. Sabbatausgang 5.26 Uhr — WocyengotteSdienst: morgens 7 10, nachm. 4 00 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen der Station Siehen.
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Höchste Temperatur am 26. bis 27. Dezember 1916: + 4,1* 0. Niedrigste * „ 26. . 27. , 1916: ft- 0,7" 6.
Niederschlag 0,0 mm.
wöchentl. Uedersicht der Todesfälle i. -.Stadt Sichen.
50. Woche. Vom 10. bis 16. Dezember 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1600 Mann Militär). Skerblichkeitsziffer: 2b,l3°l 0 ,.
Nach Abzug von 10 Ortsfremden: 9,43 "/„.
Zus.
(?t-
Kinder
Es starben an
wachsene
tm 1. Lebensjahr
vom 2 b:S 15. Sehr
Altersschwäche
1
1
—
—
Tivlstherie
2(2)
1 (1)
—
1 (1)
Rose
1
1
—
—
Lungentuberkulose
2(1)
2(1)
—
—
Sonstiger Tubettulose
1 (1)
—
—
MD
Lungenentzündung
3(2)
2(1)
—
Kl)
Krankheiten des Herzens anderen Krankheiten des
1
1
KD
Nervensystems anderen Krankheiten der
2(2)
KD
Verdauungsorgane
1(1)
Kl)
—
—
Krebs
1(1)
KD
—
—
Verunglückung (Vergistnnq)
1
—
—
1
Summa:
16(101
11 (6)
—
5(4)
D n m.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Veröffenttichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen.
Dr. W a l g e r, Med.-Rat.
Letzte Nachrichten.
Deutsche U^Bootc an der porMgiesischen Mste.
Genf, 28. Dez. Nach einer Liffaboner Meldung des „Pettt Parisien" wurde vom Leuchtttl-rm Sagres ein deutsches^ U-Boot von gewaltigem Umfange gesichtet; Sagres liegt an der äußersten Südspitzc der pottugiesiscben Küste.
FriedenSbestrrbungen dcr skaitdinavischkn Sozialisten
Kopenhagen, 28. Dez. Nach Mitteilung in „Sozialdemokraten" bestehen Verhandlungen der skandinavischen Sozialisten mit jenen der Ententeländer zur Förderung der Friedensbcstrebungen. Neue Anregungen seien ans London ergmrgen, von denen der große Londoner Sozvv listenkongreß gleich nach Neujahr Zeugnis geben werde. Auch in der Behandlung des deutschen Friedensangebotes und der Wilscmsckien Note in den Ententeländern werd< man Spuren davon merken.
Die FriedenSanregungen.
Bern, 28. Dez. Zu der schweizerischen Friedensnote berichtet der „Bund" von nraßgebeuder Seite, daß der Vermittelungsschritt der ainerikanischen und der helvetischen Republik durchaus nicht vereinbart war. Der Bundesrat hatte am 18. November durch den schweizerischen Gesandten den Präsidenten der Bereinigten Staaten bitten lassen, daß man ihn davon unterrichte, falls Wilson eine Friedenskundgebung erlasse. Diese erbetene Mitteilung ist denn auch der schlvei- zerischen Gesandtschaft gemacht worden.
Neuorientiening Amerikas?
Basel-, 28. Dez. Wie die „Natiomch;eitung" aus Washington meldet, verlautet in dortigen Kreisen, daß die Note des Präsidenten Wilson möglicherlveise einey 11m- schtvung in der Potittk d-er Bereinigten Staaten herbeiführen iverde, indem diese ihre tradittonelle Politik der Isolierung aufgeben lverdc. Die Ablehlmng der Note Wilsons durch die Presse der Entente lmbe in den amerikanischer Regierungskrcisen keinerlei Eiitdruck gemacht
Bannfluch des Metropoliten von Athen gegen Penizelos.
Lugano, 28. Dez. In Athen smrd eiw ungeheure Demonstration von über 100 000 Personen gegen Berrizeios statt, deffev Bild verbrannt rmnäe. Ter Rtettvpolit sprach einen Bann stuft gegen den Verräter Benizelos aus. Tie gefarmte Volks meng« stimmte in die Fluchnwtte ein.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Betr.: Feststettung der ^ckuvcttbrtt'eiter in rndnstttellen Bettte- ben, bei der ©tfenhafrn, Pe'st und itmfttgeu Behörden Der in der Bek«imrtmachlrng des stell vertreten den Generalkommandos des 18. Mmeekorps vom 22. Dezember d. I. vei> öffentlickft im.KraiMatt Nr. 168 vom 27. Dezeml'er, vorgescbttebene Termin ist aus den 30. d. MtS. vettangett morden.
Hinter dem abgedrnckten Muster ist der Satz einznsügm' „Gefan gen e Sch wer star beiter sind besonders avf- znfü bren."
Gießen, den 27.Dezember 1916
GwßkcrzoglicheS Kreisamt Gießen.
I.B.: Langermann.


