Ausgabe 
21.12.1916 Erstes Blatt
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Nr. 300

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Donnerstag. 2 \. Dezember

Erstes Blatt 166. Jahrgang Donnerstag. 2 \.

Eichener Anzeiger

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General-Anzeiger für Oderhessen

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Die veschimpsungen des Friedensangebotes.

Grobes Hauptquartier. 20. Dezember.

(ÄMtlM.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Au der Somme, an der Ais ne unv in der Cham- ^Evie auf dem Ostufcr der Maas nur in einzelnen ^vschmtten wechselnd starkes Artilleriefeuer und Patrouillen- tätlgknt.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Nichts Wesentliches.

Front des Generalobersten Erzherzog Josef.

In den Bergen auf dem Ostufer der goldenen B i st r i tz scheiterten mehrere Angriffe russischer Bataillone.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackettsen.

Nichts Neues.

Mazedonische Front.

Vereinzelt mar die Artillerietütigkeit lebhafter.

Der Erste Generalquarticrmeister > Ludcndorff.

i *

Der Abendbcricht.

Berlin. 20. Dez., abends. (WTB. Amtlich.)

An der Westfront und im Osten keine gröberen Kampfhandlungen.

Im nördlichsten Teil der Dobrudscha hat sich der bis dort gewichem Gegner wieder zum Kampfe gestellt.

Fm Cerna-Bogen sind nach starkem Feuer ein- 'etzevde feindliche Angriffe vor unseren Stellungen gescheitert.

Unser schlimmster, unser grimmigster Feind hat jetzt uns gesprochen: England. Wir geben heute die Rede Lwyd Georges ausführlich wieder und wenn wir von vornherein skeptisch waren in der Erwartung der Antwort auf das Frie­densangebot, so hat uns doch die Schroffheit, die Anmaßung dieser Rede einigermaßen überrascht. Gerade England ist es, das es immer wieder wagt, Deutschland als Verbrecher, als Räuber und Mörder hinzustellen, und das dünkelhafte Selbstbewußtsein, mit dem dies stets geschieht, ist nirgends sonst in der Welt zu finden als in London. Wie schlicht, sach­lich und wohlgegrüudet auf Tatsache:! hat dagegen der deutsche Reichskanzler die Lage gekennzeichnet und die Folgerungen daraus gezogen! Wir durften unsere Erfolge auf dem europäischen Kriegsschauplätze hervocheben, durften uns stolz als diejenigen bekennen, die bisher die Stärkeren waren. Nun aber fühlt sich der Engländer in seinem grenzenlosen Hochmut und Größenwahn geknickt. Es ist erstaunlich, was dieser an der leitenden Ministerstelle stehende Vollbluteng­länder an Selbstüberhebung, Vermessenheit und frevelhafter .Herausforderung des weltgeschichtlichen Schicksals sich geleistet hat! Oder war es mehr ein rauschender Tam-Tam, um denjenigen Eindruck in der Welt zu machen, den die bis­herigen Leistungen Englands im Weltkriege nicht hervor­zubringen vermocht haben, als aufgewühlte Leidenschaft? Jedenfalls erinnert uns das Leitmotiv der Rede Lloyd Georges sehr lebhaft an Belsazar, dem Heine das bekannte LäfteNvort in den Mund legt:Iehovah, Dir künd' ich auf ewig Hohn ich bin der König von Babylon!" Doch es liegt trotz der angenommenen Weltherrscherpose auch eine stille Angst und Wut in der neuen Parlaments­rede. Zuerst die schreienden Drohungen, Verlästerungen und Verkleinerungen des Gegners, dam: die knurrenden Feststellungen, über bisherige Unzulänglichkeiten im Wirken der Entente. Wie aufgeblasen muten uns die Vorhaltungen Lloyd Georges von den Taten der Engländer an dev Somme an! Die Franzosen müssen sich ganz in den Schat­ten gestellt sehen. Briands Rede im Senat, die wir heuttt gleichfalls ausführlich wiedergeben, ist zwar auch voll lln- belehrbarkeit und Unversöhnlichkeit, atmet aber doch nicht solche Selbstgefälligkeit, solche Eisenfresserei! Und Frank­reich hat aus den angeblich so siegreichen Schlachten an der Somme ganz andere Folgerungen gezogen. Es hat den Ober- beseht in andere Hände gelegt und sich selber zugestanden!, baß die Ziele, die man sich gesteckt hatte, nicht erreicht worden sntd, sondern daß blutige Mißerfolge das Ende waren. Freilich hat jetzt der neueste französische Erfolg bei Verdun, der übrigens für uns keine ungünstige

Nachwirkung mehr gehabt hat, die Segel der

französischen .Kriegsmacher neu geschwellt. Aber der Feind im Westen benimmt sich im allgemeinen doch etwas würdiger als der rhetorische Holofernes über dem Kanal, dessen Volk heute noch dieselben Eigenschaften besitzt und sie gerade jetzt in ihrer abschreckenden Nacktheit uneder zur Schau stellt, wie sie einst Heine geschaut hat, der bei seiner Epistel über Shakespeares Mädchen und Frauen zunächst eine Feststellung über das Geburtsland des Dichters für nötig gehalten hat, die wir in dieser Stunde aus tiefstem Herzen miternpfinden:Welch ein widerwärtiges Volk, welch ein nnerauickliches Land! Wie steifleinen, wie hausbacken, wie selbstsüchtig, wie eng, wie englisch! Ein Land, welches langst der Ozean verschluckt hätte, wenn er nicht befürchtete, daß es chm Uebelheiten im Magen verursachen möchte. . . .

Ein Volk, ein graues, gähnendes Ungeheuer, dessen Atem nichts als Stickluft und tödliche Langeweile, und das sich gewiß mit einem kolossalen Schiffstau am Ende selbst auf­hängt . . ."

Heute, am 21. Dezember, geht nach Lloyd George die Weihnachtsbotschaft der Entente auf beu Friedensvorschlag in die Welt. Wie sie wirken muß, das erkennt selbst der Vorwärts'", der zur Rede des englischen Ministers folgende Anmerkungen macht: »

Je genauer man hinsieht, desto deutlicher erkennt man, daß der Mangel an detaÜlierten Friedeusbedingungen nur der Vorwand für die Ablehnung des deutschen Friedensangebotes ist, während ihr innerer Grund ans ganz anderem Gebiete liege. Nur. wenn Tentichland von vornherein die englischen Bediit- gungen schluckt, wird Lloyd George gnädigst mit uns verhandeln, ^st das dann überhaupt noch verhandelt? Lloyd Georges Haltung gegenüber Deutschland ist genau die gleiche, als wenn die Unter­nehmer mit demHerr-im-Hause"-Standpunkt zu den streikenden Arbeitern sagen, die einzige,Bedingung, über die wir verhandeln, ist die bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit. Auch in der sozial­demokratischen Arbeitsgemeinschaft erwartet kern einziger, daß die Regierung vor die Wttt tritt miit der Erklärung: Wir bitten um Frieden, verzichten nicht nur ausdrücklich auf jede Annexion, son­dern sind auch bereit, die Gegner mit Geld und Gebiet zu entschä­digen, sowie jede uns sonst auferlegte Strafe demütig und gehorsam zu trägem"

Der österreichisch-::,igarischr Tagesbericht.

Wien, 20. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 20. Dezember 1916.

Oestlrcher Kriegsschauplatz.

Gegen unsere Stellungen im M e st e e a n e st i-Abschuitt wiederholten die Russen gestern ihre heftigen Angriffe, die unter den größten Feindverlusten abqewiesen wurden.

An allen anderen Frontteilen hat sich nichts iveftntliches ereignet.

Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Lage unverändert.

.Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.

Ein Kabinett Clam-Martinitz in Oesterreich.

Wien, 20. Dez. (WTB.) In Berücksichtigung dev poli­tischen Gescrmtlaae hat der Geheime Rat Dr. v. Spitz - müller den ihm erteilten Auftrag zur Bildnng eines Kabinetts in die Hand des Kaisers z u r ü ck g e l e g t. Wie wir erfahren, hat der hierauf mit der Kabinettsbildung be­traute Ackerbauminister Gras Clam-M a r t i n i tz die An­träge über die Zusammensetzung des neuen Ministeriums dem Kaiser bereits unterbreitet.

Wie verlautet, wird das neue Kabinett wie folgt zw- sarnmenbesetzt sein: Präsidium und Leitung des Ackerbcrw- Ministeriums Graf Clam-Martinitz, Minister des Innern Frhr. v. Handel: Handelsministerium Dr. Ur­ban; Arbeitsministerium Frhr. v. Trnks; Kultus- und Unterrichtsministerium Frhr. v. Hussarek; Minister für Galizien Dr. Bbrziaonski; Landesverteidigungsminister Frhr. v. G e o r g i; Finanzministerium Dr. v. Spitz- müller; Justizministerium Frhr!' v. Schenk; Eisenbahn­ministerium Frhr. v. Förster; Minister ohne Portefeuille Dr. Barnreither.

Berlin, 21. Dez. Zur Bildung des Kabinetts Ekam- Martinitz wird in derVossischen Zeitttng" gesagt: So wenig Spitzmüllers sttame politisch etwas bedeutete, so hochpolitisch klingt der des Grafen Clam-Martinitz. Man kennt ihn als einen energi­schen Hochari sw traten, der durchaus ein starkes Oesterreich wül und als Gegenspieler der Ungarn, als Förderer der Südslaven und vor allem als Förderer des Triälismus. Ob das neue Regime einen Kurswechsel anstrebt, oder ob man nur daraus schließen kann, daß sich kein anderer tatkräftiger Mann fand, der zugleich dem Mo­narchen genehm war, muß abgewartet werden.

DerBerliner Lokal-Anzeiger" sagt: Wenn die bis vor kur­zen: noch unbedingt ftchechenfrenndliche .Haltung von Clam-Mar- tinitz etwa die Befürchtung erwecken konnte, daß diese Lösung in einem der deutschen Sackte nicht sehr günstigen Sinne gemacht werden könnte, so steht dem die Tatsache der Ernennung zweier Minister eirtgegen, die seit jeher das deittsche Interesse in Böhinen vertreten haben.

* * *

Der Feldzug in Rumänien.

Berlin, 21. Dez. Die Verluste der rumäni- schenFeldarmee beziffern sich, wie verschiedene Blätter melden, auf 280 803 Mann, darunter 7930 Offiziere.

Berlin, 21. Dezember. In einer Proklamation Mackensens wurde die Bevölkerung in Bukarest auf die Folgen einer unloyalen Halttrng gegerrüber den siegreichen Truppen aufmerksam gemacht. Die Deutschen kämpften nicht gegen die Bevölkerung, sondern die rumänische Armee.

Geheime Sitzung der holländischen Kummer.

i. Köln, 21. Dez. DerKöln. Volksztg." zufolge be­antragte gestern das einzige antirevolutionäre Vkitglied der Z w e i t e n h o l l ä n d i s ch e n K a m. m e r Ban der Voort mit 9 arrderen Mitgliedern, sofort eine gelxeime Sitzung ab­zuhalten, um darin über militärische Angelegen­heiten und besonders über die Munitionsanferti- g u n g zu sprechen. Der Vorsitzende ließ die Türen schließen.

Lloyd Georges Erklärungen.

(Fortsetzung.)

Für beit Augenblick glaube ich nicht, daß es für mich ratsam sein würde, etwas aus die besondere Einladung hinzuzufügen. Die f^o r- melle Antwort wird von den Alliietten im Lause der näch­sten Tage gegeben werden. .

Lloyd George wandte sich dann dem zu, was er als dnngende Ausgabe bezeichnete. Die Regierung sehe sich nämlich demgegenüber, die Mobilisation zu vervollständigen und sogar nürksamer zu machen; alle unsere nationalen Hilfsmittel für die Mobilisation, so führt« er aus, welche seit Beginn des Krieges ins Werk gesetzt wurden, waren derart, daß sie die Nation befähigen sollten, die Anstrengun­gen zu tragen^ so lange es auch dauern möge und duckchzuhalte-n bis zum Siege, wie lange und wie erschöpfend auch immer die Ausgabe sein möge. Es wäre dies eine gigantische Aufgabe und er spreche die Warnung aus, wenn es jemaird gebe, der der neuen Verwaltung in Envartung eines baldigen Sieges sein Vertrauen ge­geben habe, so würde er zu einer Enttäuschung verurtcllt sein. Die düstere Schilderung der militärischen Lage tvürdc keine der Wabrheit entsprechende Schilderting sein, aber er habe eine ernste Schilderung zu geben, weil diese die Tatsachen genau darstelle. Er habe immer gedrungen, daß viele Mißverstcrndnisse aus übertriebenen Ansichten entstanden seien, die über die Erfolge sich gebildet hätten und aus der Neigung, tatsächliche Rückschläge als eine Kleinigkeis zu be­handeln. England habe immer dann am besten beraten geschienen, wenn es sich einer wirklichen Gefahr gegenübersah und sie verstand. Lassen Sie uns, so fuhr Lloyd George fort, ü'ir den Augenblick auf das schlimmste sehen. Der rumänische Mißerfolg war ein Unglück, aber schlimmstenfalls verlängert er den Krieg, er ändert aber nicht die grundlegenden Tatsachen des .Krieges. Man kann sogar hoffen, daß er heüsame Folgen hat, rad!m ec die Aufmerk­samkeit der Verbündeten auf offensichtliche Fehler in der Organi­sation der Verbündeten lenkt. Nicht nur auf die Organisation und' ieden Einzelnen, sondern auch auf die Organisation des Ganzen. Wenn es dies tut und die zu neuer Anstrengung anspornt, so kann es, so schlecht es an unh für sich ist, ein Glück sein. Das ist das Schlimmste, es war ein wirklicher Rückschlag. Es ist die e i n z i g e plötzlichedunkelste Wolke, sie erschien an dem aufklärendcn Horizont. Wir tun das beste, um unmöglich zu machen, daß dieses Unheil zu noch Schlimmerem firhrt. Das ist der Grurrd, warum wir in den letzten Tagen diese sehr kräftige Aktion in Grie­che n l a vi d unternahmen. Wir wollen dott keine Gefahr lausen. Wir haben uns entschieden, einen endgültigen entscheidenden Schritt zu tun und ich glaube, er ist geglückt. (

Wir haben beschlossen, die Vertreter des großen griechischer» Staatsmannes Beniselos onzuerkennen (Beifall).

Ich wünsche ein Wort zu sagen über die Lehren des Kampfes an der Westfront uitd über die Bedeutung dieses großert Kampfes, eines der größten, der jemals in der Weltgeschichte ge­führt wurde. Er enthält genug Material zur Ermuttgung und zur Hoffnung. Ihr seht vor Euch ein durchaus neues Heer. Das alte hat seine Pflicht getan und ging verlöret: in der Erfüllung! seiner großen Aufgabe. Ein neues Heer besucht jetzt, aber vor einem Jahre lag es noch wie Erz in der Erde von Grvßbritaw-< nien und Jrlartd. Jetzt ist es Eisen geworden. (Beifall.) Das Eisen ist durch feurige Oefen gelaufen und der Feind kennt es. Es ist nun prächtiger Stahl. (Beifall.) Das neue Heer mit neuen Män­nern und neuen Offizieren und nicht gewohnt in dieser Art der Arbeit, hat gegenüber dem größten, bestausgerüsteteit und best­geübten Heer der Weft gestanden und es hat dieses Heer geschlagen und immer wieder geschlagen in einer Feldschlacht nach der an­derst, Tag für Dag, eine Woche nach der anderen. Aus dm stärk­sten Verschanzungen, die jemals durch Menschenhattd gebaut wur­den. hat dieses Heer seine Feinde mit unglaublichem Mut ver­trieben. Das ist etwas, das uns Hoffnung gibt, und das uns alle mit Stolz erfüllt auf die Nation, der ivir angehören. Das ist eine Tatsache und es ist eine Tatsache voll Bedeutung für uns uitd für der: Feind (Beifall). Der Feind hat gesehen, daß das Heer unter seinen Augen gewachsen ist. Desprll) grünen wir unser Verttanen auf diese Tatsachen. Ich bin überzeugter wie jemals zuvor von dem Endsiege, ivenn das Volk sich ebenso standhaft und ebenso tapfer, ebenso bereit zu opfern und ebenso entschlossen zeigt wie das große Heer an der Somme (Larr- ter Beifatt).

Lloyd George wattdte sich dann der inneren Lage zu und sagte, er nwlle alles vermeiden, was Streit oder Uneinigkeit Her­vorrufen könnte. Die Berichte, die über die Bildung des neuen Kabinetts veröffentlicht worden seien, seien unvollständig. Das charakteristische des neuen Kabinetts' bestände darin, daß die Exe­kutive in wenigen Personen vereinigt sei. daß die Minister inehr nach ihrer Verwaltungs- urrd Geschäftserfahrung, als nach ihrer parlamentarischen Erfahrung ausgewählt seien und daß die Ar­beiterpartei eine stärkere Verlretmtg erhallen habe. Es fet un­möglich, einen Krieg zu führen, ohne die vvllstmtdige nnbeschränkte Unterstützung der Arbeiterschaft zu besitzen. Das ftühere Regie­rungssystem sei für Fredenszeten geeignet gewesen. Tie uene Kabinettsform sei auf den Krieg zugeschnitteit, wo vor allem an­deren schnelle Entsck-eidungen erfiorderlich seien. Die Alliiertes hätten bisher durch die Langsamkeit ihrer Entscheidungen imd des Handelns Unglück auf Unglück erlitten. Das neue System stelle jedoch durchaus nicht etiva einen Versuch dar, der vollständigen obersten Konttolle des Parlaments irgendivie Abbruch zu tim. Die Schiffahrt sei nie so wesentlich für das Lebeir der Natton gewesen, ivie jetzt, 'und die Zeft sei gekommen, um eine vollstärtdige Kontrolle liber alle britischer Schiffe einzurichten mtb sie etwa in dieselbe Stellung zu versetzen, wie die Eisenbahnen, so daß die Schiffahrt für^ die Dauer des Krieges verstaatlicht würde. Die enormen Gewinne aus den Frachten seien teils an den hohen Preisen der Lebens mittelbedürftnsse schuld und erschwerten es der Regiermtg. die Arbeiterorgauffationen zum Verzicht auf ihre Vor­rechte Au bewegen. Der )Hedner sprach die Hoffnung aus, dem! Haufe bald Pläne vvrlcgen zu können, um den vor­handenen Schiffsraum besser auszunützen und der: Bau neuer Schiffe zu beschleunigen. Dos Lebensmittelproblem ist zweifellos ernst und müsse sofort in Angriff gettommen weichen. Die Welternte an Getreide hat ver­sagt. Tie Ausftrhrmöglichskeit aus Amerika und Kmtada ist in unheilvollem Maße eingeschränkt, ?tvgenttnien gibt schlechte ^Aus­sichten, Rußland kanrr lüdjtä ausführen und die austtalische Aus^ fuhr macht fast prohibitive Tranzportschwierigkeiteu. Die eng­lische Ernte ist gering mtd die Neubestellung bettägt an­scheinend nur 3 /s des Durchschnitts. Die Fnch-j ahrsbestelluitg trjixb