Berlin, 8. Dez. (Prw.-Tel.) Eine Bundesratsvcr- »rdnung stcht in Aussicht, wonach jede Lichtreklame ver- ^oten wird. Die Außc nbe leuch tung der Schaufenster und >ie Jnnenbeleuchlung wird Einschränkungen erfahren. Der ill gemeine Ladenschluß wird auf 7 Uhr festgesetzt, rusgenommen die Nahrungsmittclgeschäfte. Der Schluß l'ürGasthäuser, Theater, Lichtspielhäuser und Z i n g h a l l e n wird auf 10 Uhr festgesetzt. Ausnahmen können durch die Zentralbehörden gestattet werden, jedoch darf per Schluß nicht später als 117a Uhr erfolgen.
Berlin, 8. Dez. (WTB.) Die Bezugsveresingung der Deut Mn Landioirte, Abteilung Kraft ftttternnttel, Berlin W. 35, Pots- tzamerstraße 31, loeist hiermit die beteiligten Kreise auf die in dem SeutTölbkrtt für das Deutsche Reich Nr. 51 vom 24. November erschienenen Ausführungsbestimmungen vom 5. Oktober 1916 hin Tie Mlsfnhrimgsbestimmnngen enthalten auch eine Liste der Haupts äcklich in Frage kommenden Futtermittel mit den dafür geltenden Höchstpreisen. Die Kenntnis dieser Bestimmung ist umso notn^enviger, als die in der Liste genannten Preise alffvlute Höchstpreise im Sinne des Höchsipreisgesetzes sind. Zugleich/ beseitigt die Liste etwa raxf* bestehende Unklarheiten ^lber den Umsana der Verordnung vom 5. Oktober 1916. ^re Perordmmg umfaßt alle in der Liste genannten Gegenstände und
außerdem alle Fntternrittel, die'nicht in ^a^Mi^Veror^^en. igelt
besonders geregelt oder in der Futtermitdelversorgung ausdrücklich ausgenommen sind
Ans Stadt «nd €anb.
Gießen, 9. Dezember. 1916
Hessische Ostpreußenhilse.
Man schreibt uns: ,
Der Gesamtvorstand der Hessischen Ostpreußenhufe hat -sich vor kurzen mit der Aufforderung an vre Bevölkerung des Hessenlandes gewandt, die große Aufgaoe, dre dre Hessische Ostpreußenhilfe übernommen hat, durch rerchlrche Spenden zu unterstützen. Die Hessische Ostpreußenhilfe hat, iwje bekannt, die Kriegs Patenschaft für vier Kirchspiele Ostpreußens übernommen. Insgesamt 36 Ortschaften, hart an der alten russischen Grenze im Kreis Oletz ko gelegen «und mit etwas über 10000 Einwohnern, soll sich die hessische Fürsorge zuwenden. Ist diesen Ortschaften ist ore 'Zerstörung besonders groß; wiederholt ging der Krieg mit seinem zerrnalmeiiden Schritt über sie hinweg.38 Gehöfte iund über 1000 Gebäude sind dort vernichtet. Was die ost- Dreußisck^ Bevölkerung an leiblichem Gut verloren, was ?sie in feelischein Erleben gelitten hat, das hat sre mit für sirns alle ertragen.. Dafür soll ihr auch von allen gedankt sw erden.
Im Verttauen mif die während des Krieges schon so pst beivährte Opferwilligkeit der Bepvlkerung der Stadt -findet am Sonntag, 10. Dezember, vorm, von 11V ,—}* /?, auf der Süd-Anlage ein Promenade-Konzert mit Büchsensammlung zugunsten der Ostpreußenhnfe unter Mitwirkung fteiwilliger Helferinnen statt. Außerdem wird in der Zeit vom 0. bis 17. Dezember eine allgemeine Haussammlung vorgenommen werden. Die allgemeine Beteiligung an dieser Sammlung wird aufs wärmste empfohlen. Sie möge der Aiisdruck unseres Dankes' fern dafür daß unserer Heimat der Schrecken des „Feindes im -and erspart worden äst.
Amtliche Perfonalnachrichten. Der Gro, Herzog hat der Berusskrankenpflegerin de? Alice-Frauenvevems Oberschwester Katbinka Bauer im Kreiskrankenhause zu Alzey das Silberne Dtenstauszeichnungskreuz für Krankenpflege verliehe.,
** Oberhessischer Kunstverein. Nächste Woche wird wieder eine teilweise Aenderung der jetzigen Ausstellung vorgenommen. Die zur Weitersendumg gelangenden Bilder bleiben nur noch bis einschließlich Mittwochs ausgestellt. Verkmist wurden noch „Pfauenfütterung' von W Tiedyen-München und von H. Haberl-Munchen zwei Original-Radierungen „Sturnchaube" und Birkenweiher". Wir verlveisen auf die Besprechung der Ausstellung rm
heutigen Feuilleton. , - . ^
** Die Sitzungen des Schwurgerichts für das 4. Vierteljahr 1016 nehmen Montag 11. Dez., vorm. ßi/2 Uhr, ihren Anfang mit einer Verhandlung gegen Elise Ellrich von Gr.-Eichen wegen Kindestötung. Die Anklage vertritt Großh. Ober-Staatsanwalt Hofmann. Die Verteidigung fühtt Rechtsanwalt Fi scheu
** Unfallverhütung. Am Donnerstag mittag Uhr wurde ein kleines Mädchen in der Schiilstraße vor einem Uriglück gerettet. Das Kind lief in die Elektrische Nr 3, und der Wagenführer Hosch hatte die Geistesgegem ivart, sofort die Bahn zum Stehen zu bringem
** Hindenburg spende der deutschen Landwirte
Das Krieqseniäbrungsanrt hat General-F-eldmarsfl-aN von Hinden bürg die Bitte vvrgetrayen, zu ^nehrmgm, daß die vowoen deutschen Lastdmrten angebotene freiwillige Fertsperck^e den Namen ,,.frn- ^wnirg-Spende ber bnit\dm Landwirte fuhrt wd daß, uni mn nwglichst unmittelbares Vernehmen Zwischen den dre Sünden sammelnden Stellen und den zu bedenkendenMunrttonÄarbeiter- B^irkm berzichtellm, eine Vernntdelmrgsstelle für die Hmden- burgspende der deutschen Lrndwitte" eingerichtet wird, welckie Wrfmr Svntd-'rn und Empfängcrii vernattelt und liamentllch Möglichst überM hin gleichmäßige Anteile d?r Spender, gelmigm. Ter Geneval-Feldmarschall hat diese Gn- rrcbtima aenestnigt und sich rnit der Beriennung nach seinem Na men riuvmsta".deu erklärt. Die Vennittelungsstelle hat ihren Sitz rn Berlin W. 9, Kötherier Straße 16. ^
** Aus dem Stadttheaterbureau. Nochmal sei auf den Vortragsabend von Professor Marcell Salzer ani kommenden Donnerstag hingewiesen. — In der Wiederholung von Gerhart Hanptmmms „Bib erp e lz am kom inend er i Dienstag, die zu Volksprei en stattfuidet, wird Herr- Karl Steinmetzen die Rolle des Amtsvorstehers Wehrhahn spÄen die bekanntlich bei der ersten Aufführung C. W.
Büller als Gast gegeben hatte. r , r .
~ •* § Li ch t s p ielhau 3, Bahnhofstrabe 34, bringt
ab beut? bis cmlchlieblich Montag: .Der ® l il c£ jrf) " e , b e v”, das schönste und beste Lustsv'el der Saison m 3 Akten m der HanM-aNe Rndoll S ch i I d k r a u t und als zwei er Schlager .D e r Verschollene". Sensationsdrama ln 4 Akten, versagt
nnd ms^nicrt^von Fred^ Sml». bringt ab Samstag,
Dezember, bis einschlietzlich Atontag, II. Dezember den groben gvtcnsfilm Die Krteaskorre pondenten" tu 4 Akten. Dieser Füm WM^waEitsaetteue Szenen des Krieges. Al2 2 Hauptfilm des KonunandeurS",''spannendes Seemanns-Drama in . :Ä, ov 'Wem noch ein Wild-Wes..
Drama .Ans teleqrnphi'chem Wege" und das ubriqe Beiprogramm. ES sollte niemand versämnen, dieses Programm anzusehen.
** B ienen z n cht e rv er e in Gießen unb u m - neac-nb. Ge.leralversammlung Sonntag, den 10. Dezember, nachnnttags 3 Uhr, bei Ntitylied Krast m Gieyen, Frankfurter Straße 81. Tagesordnung: S. Biene.
Landkreis Greßen.
cna. Grünbera, 9. Dez. Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde Gefreiter Fritz G e h r i n g e r bei emeni Artillerie- Regiment im Elsaß. Gehringer i,t 1. Turn wart des Turn-Vereins Grünberg, dessen 3. Turnwart evensafls Inhaber der gleichen Aus-
zeichitung ist. e^,n^ ^ Mit bem Eisernen Kreuz 2. Klasse uud der Hessischen TapserkeüsniedatNe ai.Sgezeichnet wurde der
Ersatzreservist Wilhelm Zeiß in der I. Kompagnie des vandwehr-
Ynf.-Rgts. Nr. 4^.
ch Leihgestern, 9. Dez. Dem Wchrmann Mkst ^«hn bei der Eisenbahii-Bau-Komp. 22 wurde für sein tapferes Ber- ihalten bei Verdun die Hessische DapferkeitsmrdaWe verliehen. Dieselbe Auszeichnung wurde dem Garde-Füsilier Georg Fab er im Leib-Garde-Jnf. -Regt. 115 vom Großherzog persönlich überreicht.
Kreis Alsfeld.
oz. Appenrod, 9. Dez. Der Dragoner Johs. D i p p e l I, Sohn des Aiidr. K. Dippell dahier, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. . „
oz. Ernienrod, 9. Dez. Ausgezeichnet mit der Hessischen Verdienstmedaille wurde der Beigeordnete Heinr. Schmidt von hiers der als Polizei-Unteroifizier in Nauheim an einem Lazarett seit längerer Zeit wirkt. „ _ .
oz. Haarhausen, 9. Dez. Dem Musketier Hch. Seim von hier wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde am 25. Nov. die Hessische Tapierkeitsmedaille verliehen.
** Lehnheim (Kreis Alsfeld), 8. Dez. Für tapferes, um- sichtiiges Verhalten bei den Erkundignngsunternchmnngen des Jagidkommandos einer Reserve-Division wurde dem Reservismi Karl Korber gleickigeitig das Eiserne Kreuz und die Hetzyche TapferkeitsmedaiÜe verliehst:. Körber, ein Sohn des Schuhnlachers Philipp Körber dahier, käinpst seit l 1 /? Jal/ren in den Vogesen or. Leusel, 9. Dez. Dem Kanonier Hch. Leih m a n n von hier wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde der Hessische Verdienstorden verliehen. . ^
oz. N i e d e r - O f l e i d e n, 9. Dez. Dem Pionier Johannes S e i b e r t von hier wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verlieheu.
Kreis Schotten.
O Gedern, 9. Dy. Unter überaus starker DeteilMM^ wurde vorgestern der Landwirt Heinrich Fay II. M Grobe geleitet. Der Verstorbene hatte die Faldzüge von 1866 und 1870/cl mitgenrachlt und nxrr in letzterem mit dem.Eisernen Kreuz ausge- zeichinet loorden. Der 5kriegerverein mrd der Gefangnerem „Lreoer- kvcniz", dein dar Gntsclflafene über 50 Jahre Mgehötte, beteiligten sich vollzählig am Begräbnis des wackeren Mannes. Fay war auch 18 Jahre hinduoh Mitglied der Kirchengemernde- vertretimg. Eine charakteristisch: Persönlichkeit, dve sich allgememer Wettschätzung erfreute, ist nrct ilyn dahmgeschieden.
Kreis Friedberg.
dz. B a d ° N a u h e , m , 8. Dez. Wehrmann Otto M 6 r l e r wurde mit den: Eisernen Kreuz ausgezeichnet. .
F. C. Bad - Nauheim, 8. Dez. Das Ergebnis des G o l d- a n k a u f 8 im hiesigen Bezirk beläuft sich dis jetzt auf 23 625,90 Mk., und zwar in Friedberg 9W1,70 Mk, Bad-Nauherm 8o80,3o Mk Butzvach 2172.75 Mk.. Vilbel 139,35 Mk., Büdingen 2150,45 Mk Altenstadt 125,55 Mk., Nidda 533,55 Mk. und Ortenberg 122.90 Mk.
oa. Melbach, 9. Dez. Die Sammlung für die Hessische Q st p r e u ß e n h i l i e ergab hier die Summe von 632 Mk.
nt. Melbach, 9. Dez. Für Tapferkeit in den Kämpfen an der Som,ue wurde dem Musketier Karl -L ch a u b a ch, zurzeit verwundet in einem Friedberger Lazarett, die Hessische Tapserkeüs- inedaille verliehel:. ^
nt. Ni eder-Florstadt. 9. Dez. Der Unterosftzrer Wrlh.
> L e h r von hier, bei der Maschinengewehr-Kompagnie Reserve- .Infanterie-Regiment Nr. 254, wurde zum Vizefeldwebel befördert.
' nt. Weckes he im, 9. Dez. Milskelier Heinrich Ri^eß erhielt wegen tapferen Verhaltens an der Somme die Hessische Zapfer- keitsmedaille.
Starkenburg und Rheinhessen.
D a r,n sl a d t, 9. Dez. AuS einem Eisenbahnwagen mit 400 von der Stadt in Ostpreußen gekauften Gänsen wurden rvährend der Fahrt nach hier 4 0 G ä u s e g e st o h l e n. Die Plomben an den Wagen waren durch falsche ersetzt.
Kreis Wetzlar.
ra. Wetzlar, 8. Dez. Die vollendete Ulmbachtalba hn von Stockliansen an der Strecke Greßen-Koblenz nach Beikstem ist dazu bestimmt, die wittsäMlichen Verhältnisse ^der von ihr be- rühtten Gegend zu heben. T« 15,5 Kilometer 11,5 Kilometer im Kreise Wetzvar nnd 4,0 Kilometer rm Tülkers Ihr Verkehrsgebiet umfaßt 70 Quadratkilometer nnt rund 5400 Bewohnern und folgenden Ottsckmften: Stockhausen, Blskircheil Bissenberg, Allendorf, Ulm, Holzl-ausen, Rodenroth, Beilstem mit Walleirdorf, Haiern und Greistuftem.
ra. A tz b a ch, 9. Dez. Die Volkszählung hatte rn hre- siger Genremde folgendes Ergebnis: 898 Personen (376 mannlrche und 522 weibliche). ^ ^ __
va Aus dem Kreise Wetzlar, 8. Dez. Es sind bis letzt Zusammen leg nngssn aus ge führt rv30 Kversgememden mit einer Fläck>enaröße von 14 547 Hektar. Nerr beantragt bezw. schon in der Ausftrhrung begriffen ist das Zus.ammenlegimgsver- fahren für die Gemarkungen Tutenlwfen, Edingen, Oberguembach itnlb Niederkleen mit einer Gesamtflächengröße von 160b> vmar Die Kreisbeibilstn werden vorzugsweise aegeben, um den Zu samnrenlegungs-Jnteressenten über die ersten Kosten hinroegM
Hessen-Nassau.
Marburg, 8. Dez. Das Maschinen haus der Jeche Wilhelmshaufen brannte nieder, so daß die Kohlen Forderung nach dem Osterberg imd nach Speele unterbrochen werden
mußte. F^^nkfurt a. M., 8. Dez. Der Finanzausschuß der Stadtverordnetenversammlung lehnte den Magistratsantrag auf Erhöhung der Hundesteuer von 30 aus 60 Mk. einstimmig ab. Dagegen empfahl er dem Magistrat, für die Haltung jedes weiteren Hundes eine Erhöhung der Steuer nm 30 Mk. emtreten
äU YLn au, 8. Dez. Der 50 Jahre alte Rentner B i s s i n g er, der in der letzten Zeit kränklich war, hat sich mit seinem Jagd gewehr erschossen. — Ueber das Vermögen des Bankprokuristen Faust, der bei der Bauksirma Fleischmann & Theobald in .Aschaffenburg Unterschlagungen verübt hat, ist das Konkurs verfahren eröffnet worden.___
VermNoyres.
» ©oeöeitS Milchbrötchen. lupft Stal .ton Qfoefcru der tot ebicm Jahrhundert, am 10. $QBnte l8l6 m State das LuA der Welt eMicktc, mW rara tex gxö&tenber deutschen Einignngskrregc,^864--I8A)/71, war hms^Irch sea Dervsteaung im Kriege außerordentlich anspruchslos. \sf kam nicht
Ä'W « Zt der MarschaWw.seL bei
Stab vertreten war, der einzige gemelen ist, der nichts oder nun wenig aß und trank, während die MKerenHerren es^ sich Mfem liesren an feinem Tische. Trotz dieser Bedürfnislosigkeit mackste Gerreral v. Goeben im .^kriege 1870 seinem Feld-Jntendmrttn recht viele Mübe. Er hatte sich nämlich eine schwere Magenverstimmung zugezogen. Anl 2lbend des Schlachttages von Gravelotte ließ ' __ v tfrrr ob er ibm mckü
er den" Feldinteiidanten kommen und fragte ihn, ob er^ihm mch L etwas Weißbrot verschaffen
etwas Lveiyoror ver,cpa„eu könne. Das marfür dm danten Merleker eine Aufgabe, die gelöst werden Eßbe lkrstens irar es für ihn eine Ehrensache, gerade d« sÄErigswn Dmge fertig zu bringen, und dann war Goeben bei allen seßc beliebt. !^n ging ftirsi^i'durchs Feuer. Und ^dlich wäre es bosyetmtzem wenn Goebens Krankheit sich durch das Fehlen ^.Weißbrotes verschlimmert hätte. Abends 11 llhr^ward hau st zu
Gravelotte, wo Goeben mit seinem, Stabe abgest^^en tom: da4 Gespräch gesül-rt, und morgens öjjt Uhr wurden dem Qfatxaljtafc frische Milchbrötchen vorgesetzt. Aber es l^kerm.einfache.Sache geweseii. Das nächste Feldlazarett l>atte etwas Weize»imeh hergeben müssen, ausgeweichtes Schkvarzbrot mit Rnm angegetzst, bü bete das Gärungsmittel, ein Weißbäcker wurde noch in einem der Biwaks des Schlachtfeldes ermittelt, und Milch mutzt eine requirierte Kuh liefern, lieber offenem Herdsckuer auf em-q Eiseupsanne wurden die Brötck?en gebacken, die Zwar mcht ganz kunstgerecht gefornrt waren, von denen aber vom Intendanten Merleker die sechs besten ausgesucht, wurden. Goeben war gerührt von dem Diensteifer. Die Schnnerigkett war aber, dies« Milchbäckerei sorizusttzen auf Märschen, wo
quartiere winkten. Daher wurde erne gut nnlchmde Kuh beschafft, die das 8. Armeekorps begleiten sollte, w-iest Kuhwurde emesm, Marketender übergeben, einem einarmigen invaliden von Idbb, der es nicht leicht hatte, dem Heere zur Seite zu blliben und dahen' inimer schon vor Sonnenaufgang aufbreckMi mußte, um reckstzeittg abends im Standquattier zu sein. Sehr bald ak^r waren ,,Goebens Milchbrötchen" berühmt geworden; es f<mden. sich mehr Diebhaber dafür, plötzlich bekamen viele höhere Offiziere einen schwachen Magen, und schließlich mußte Merkeler statt der 6 Brötchen 206 Stück von Goebens Milchbrötck>en liefern. Eine ganze 'Megeiidk Brötchenbäckerei" auf einem Wagen folgte dem Stabe des Feld he r >_-1 n_ _
Börsen-Wochenbericht.
--- Frankfurt a. M., 8. Dez.
Das Geschäft im freien Verkehr der Börst^wegte sich auch in dieser Woche in sehr ruhigen Balten. Angesichts der glaw zenden Waffenerfolge in Rumänien war die Stimmuno zwar recht zuversichtlich, Spekillation und Publckum beobachteten aber rveiterhin große Zurückhaltung, imd die uberhandmhm^idE Geschästsunluft bewirkte auch auf einzelnen Gebieten ern Abbröckeln der Kurse. Anscheinend hängt die hochgradige Zuruckhaltung mit den Borberrittrngen für das heramiahmde Jahresende und dem Bestreben nach einer Berringcrirng der Verpflichtungen zusammen. Gefördert itmrbe die lustlose Haltung allerdings iwch durch besondere Umstände, wie beispielsweffe durch die Ungewißheit rw« den Aiusgang der englischen Ministerkrise rmd. dw Unsicher- heit über die Jvlgen, die das vaterrandckheiS'lfsdte-st- aefetz auf unser Erwerbsleben znttgen wird. In gleichem ivirkten die weitergesponnenen Erör^Mlngen üb^ vom Staatssekretär Helfferich angekündiAe wertere Msge^mg der Kriegsgewinn ft euer, obwohl Sdcuere^Shivig
nichts weiter als eine SelbstberstLnÄMmt tstund als solche «mch von der Gesästiftswelt im Prinzip gebrlligt wird Als Mettere Ur- fachen der Zurückhaltung kam ear ferner noch diezu erwarte^ SteuerVurslsifte und vor allchn die anhaltendeüsteiae- tung der Deviscknpreisc in Betracht Die rm freien Eftckv« tenveckkehr eingetretenen Kürsermäßigungen bettastn xn bn pam* sache hvMehendeSlpeziallvette, in denen übrigens dre VervNichttm- gen vielfach in der Tat eine ungesunde Anlehnung ettanü h^ten, während die guteii Standardpapiere des Ndrrktes, obgl ei ch trt demselben Maße tme Pie Kriegsspezialltc^i vonsiderKr^skm- junktur abhängen, nur tvenig von der Absch wächÜ ng berühtt wur den. Hier befinden sich die Papiere arischemend rn guter Vaud und daber bleiben die vorzüglichen Berichte über die Lage der groß- gewerblichen Industrie doch nickst ganz vM Umdruck. Montanpapi e r e zeigten durchweg recht feste Haltung; bevorzugt warm wiederum oberschlesische Wette. Bon Rüstungswerten gaben Miuuscheid, Rheinmetall und wrsch-Kupfer ^Kurse nach. Elek- trowerte lagen fest, uamenllich lÄ>flon. Aktienchemt-
scher Fabriken iraren .Badische Anrün- und Höchster FM.b* wette gefragt und höher. Zfö^res ^tttmsst wat für Kali- aktien 1«rvor, von denen Westeregeln, Walt und Deutsche^Kali ansehnliche Kursbesserungen erzielten.. Mne grotzere Kurssteigerung erzielten auch Pokorny und Wittttind-DiasckMen. Ä.u to- werte tvaren wenig verändett, mir gebeffett. Adler
Oppenheimer Leder nZaren an geboten und niedriger, lllummrmn! Neuliausen bliebmi auf das großzügige lstlyenscheProfekt gefra^ll Ferner Machte sich für Lindes Eisniaschmen Jntei^ffe geltend un Zusammenhang mit der Verbindung des Unternehmms mit der Stickstoffinldustrie, die auch für die Zeit , nach dem Kriege günstig beurteilt wird. Etwas festere HMung zeigten muh Banken imd Schiffahrtsaktien. Gute Nachfrage bestand ivetter für .ln- lagewerte sowohl für heiinische wie fremde Fonds, besond^K mich M .amerikanische Werte. Geld war unverandett leicht. Privatdiskont etwa 4*/ 16
Gießener Strafkammer.
Gießen, den 8. Dezember 1916. Wegen unri chtiger Angabe deZ Ka rtoffelvor- rat» war Johann Georg K. Ehefrau, in Treis a. Lda. ein Strafbefehl über 60 Mk. zugogangen, well fte ihren Kattoffelvorrat um 48 Zentner zu wenig angegeben hatte Ferner war dem als Zälüer bestimmten Landwirt Johannes Philipp N. em Strafbefehl über 80 Mk. ziiaegangen, lvell er die Angeklagte sowie teit wegen unrichtiger Angabe seines Kattoffelvorrats durch Strafbefehl über 40 M rechtskräftig veuurteilten Landwirt Johann Philipp G. zu Treis a Lda. M den von ihnen gemachten unrichtigen Angaben durch Ueberredung oder andere Mittel vorsätzlich bestimmt habe. Auf erhobenen Einspruch gegen die Strafbefehle wurden die beiden Angeklagten vom hiesigeii Schöffengericht frergesprochen. Gegen dieses Urteil verfolgte die Grösst). Staatsanwaltschaft Berufung. Auf Grund der heutigen Bttveisaufnahme hob das Gericht hinsichtlich der angttlaqten Ehefrau K. das erstinstanzliche Urteil auf und ettannte gegen sie auf eine Geldstrafe von 20 Mk., lstlfsweffe 4 Tage Gefängnis. Hinsickstlich des Angeklagteii N. wirrdc die Berufung 'zurückgewiesen. Es bleibt bei dem rhu freisprechentzen Urteil erster
Instanz ^ alte Gelegenheitsarbeiter Friedrich Karl
Ehriftimi M. aus Dinkelsbühl in Mittelfmnken ist angeklagt und geständig, am 29. Oktober 1915 zu Baumcheim, woselbst er bei einem Landwirt unter dem falschen Namm „c-chnirelzer" bedienstet war, seiiwm Mitknucht aus einem verschlossenen SckMnk, den er imter Anwendiing eines fälschen Schlüssels geöffnet hatte den Gewberwg von 45 Matt entwendet zu haben. Nach, der Tot ging der Angeklagte alsbald ftückstig und lstelt sich seitdem in Gießen stnter falschem Namen auf. Der AuMagte, lvelche-r sich, deinnächst auch noch wegen EnlzrelsUNg der- Wehrpflicht zu veranstvivtten habe-ti wird, lvurde unter Zubilligung mildernder UnMude zu einer Gefängnisstrafe von 5 Monaten verurteilt, wclcke Strafe er alsbald als rellstskräfüg mrerkannte.
tetzle Nachrichten.
Die Petwleumvorräte Rumäniens.
Haag, 9. Dez. Die „Times" berichtet, der Berlllst von Bukarest sei zwar eine moralische Niederlage, aber die Folgeii der Groberung des ruManischM Petrvleumgebuckes se«n für dre Mi- ierten weit enisthafter, als der Fall von Bukarest. Nachdemdie rumänische Regierung Petrolemn als Bamnvare erllart hatte, babeii sich sehr große Oelvvrräte in Rumämen angebäilft, wahv- scheinlick, iibn eine Million Tonnen. Dü Ewbnung^ dieser Vorräte ist noch> wichtiger für die Zentralmächte, als die der Getreidemengen. Griechenlands Ermannung.
Budapest, 9. Dez. „Az. Est" meldet aus griechischer diplo- motisch.er Qitelle aus Softa, daß zwischen Athen und Sofia drahtlose Telegraphenvei'bimüing besteht. Die Athener gricchchche Re- gierung verstäiidigte die Entente und die Zentralmächte, daß Griecheillaiid streng die betvaffnete Neutralität aufreckst erhalten wolle' keinerlei Konzessionen an die Entente mehr machen und sede Ueil« Herausforderung der LMiierten als Kriegsfall amsehen werde.
G e n f, 9. Dezember. Wie das Pariser „Journal" aus Athen berich'tet, hat die griechische Regiermig bereits Maßnahmen zur ^lbwehr der Himgerblockade getroffen. Die LbensMittelabgabe wird eingeschränkt imd organffiert ,verden. Man vermutet, daß die Regierung die nötigen Lebeiismittelvvirirü' aufgespeichert lxll. Den in den ftaiizöfischen Häfen mit der Bestdnmimg nach Grwck^nland liegenden neutralen Schiffen wurde die Kohl«nal>gabe verweigert. Tie Schiffahrt zwischen dm Häfen Mtgriechenlands imd Saloniki ist vollstmldig eingestellt. Tie Mobllisierung des griechischen Heeves lnfftätigt sich- Sie nimutt ihren ungestortvi Verlauf.
Lilgaiio, 9. Dezember „Eorrrere della Sera" berichtet aus Acheii: 'Die Haussuchungen bei den Venririisten haben 30 000 Gen^lwe imd Eliche Mmition Uitage geför^wt, die nach Angaben des griechischen lliiterfuchimgskommiffars zur Unterstützimg eines allgemeinen VoWaufstandes beimnmt warxm.
Ein griechischer Dirpedojäger in die Luft geflogen.
Lugano, 9. Dez. Wie die „Agenzia Stefam" nceldet, ist der arivchffche, vom Admiral Fournet bescküagnahmte Torpedo- iäaer Panphsi" infolge einer Entzündmig der Petroleuntvorräto in die "Luft geflogen. .Fünf Mäim der B^saGvrg lvurden getötet, 2b verwundet.


