Generalfeldm<rrsch<llt v. Muckensen begab sich trn Kraftwagen vor das Königliche Schloß, wo er mit Blumen sträußen begrüßt wurde.
Der Kaiser an Feldmarschall Mackensen.
Berlin, 7. Dez. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser hat anläßlich der Einnahme von Bukarest an den Generalselomarschall v. Mackensen folgendes Telegramm gerichtet:
Die an Euer Exzellenz heutigem Geburtstag erfolgte und für alle Zeiten denkwürdige Einnahme von Bukarest, der Hauptstadt des zuletzt in Waffen gegen uns erschienenen heimtückischen Feindes, gibt mir Anlaß, Ihnen, mein lieber Feldmarschall, und den unter Ihrer bewährteil Führung so ruhmreichen Truppen der Tonau- und 9. Armee, welche unter den größten Anstrengungen Außerordentliches geleistet haben, ineinen kaiserlichen Tank und meine vollste Anerkennung anszu sprechen. Ganz Deutschland blickt voll Stolz auf seine und seiner Verbündeten tapferen Söhne, deren Taten mit Gottes Hilfe ein Markstein auf dem Wege zum endgültigen Siege sein werden. gez. W il he l m I. R
Telegramme des Kaisers Karl an die Verbündeten Monarchen.
Wien, 6. Dez. (WTB.) Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Kaiser Kart richtete im Laufe des Abends an die bei der Zusammenkunft nicht anwesenden Monarchen der verbündeten Staaten folgende Glnckwnnschdepeschen:
Au S. M. Ferdinand, Königder Bulgaren, Sofia.
Angesichts der glanzenden Leistungen der verbündeten Streitlüste in Rumänien,, deren vorderste Abteilungen heute nacht in die feindliche Hauptstadt eingezogen sind, folge ich dem Drange menieö .Herzens, wenn ich Dir meine lebhafte Freude au diesem Erfolg treuen Znstrm menwirkens zum Ausdruck bringe. Es ist da- nüt eine wesentliche Etappe auf dem W!ege zurückgelegt worden, welchen Uns sehr gegen unseren Willen unsere verräterischen Nachbarn zu betteten gezwungen haben. Indem ich Dir aus diesem ch^^MAlffühlten wärmsten Glückwünsche zu dem ruhm- *Een Anteil Deiner tapferen Truppen ausspreche, hoffe ich zuversichtlich, daß es Nits Mit Gottes Beistand gelingen werde, in naher ^Zukunft die Gegner von der Zwecklosigkeit weiteren Blutvergießens zu überzeugen. Karl.
An S. M den SUl ta n, Koustantinopel.
Der Gmzng der Vorhut der verbündeten S-tteitkräfte in Bubest tft mtt soeben gemeldet worden. Ich beeile mich, Eurer Maje- ftat m-enre Mnze BeftiMgamg auszudrücken, die ich bei diesem neuen Erfolge des militärischen Zusammenwirkens empfinde, an ^m die Mpseren Truppen Eurer Majestät gleichfalls beteiligt sind. I^wem ich m:r gestatte, bei dieser Gelegenheit Eurer Majestät meine lwha^ften und aufrichtigsten Glückwünsche zu übermitteln, gebe ich mich der Hoffnung hin, daß es uns in naher Zukunft vergönnt \cm tt«we, endgültig über unsere Gegner M triumphieren.
Karl.
Telegrammwechsel zwischen dem Kaiser und dem König von Bayern.
Berlin, 7. Dez. (WTB. Amtlich.) Anläßlich der Einnahme von Bukarest hat folgender Depeschenwechset zwilchen dem Kaiser und dem König von Bayern stattgefunden.
An Seine MirjestLt den Kaiser. Großes Hiupt-tuartier, ^„.Kr Einmchme von Bukarest spreche ich Tir heimlichste« Glück- ünulich « Sie großartlseni militärischen Erfolge. E d« l«l -mch mcrnr br-wcn Bavenr teilnahmcn, haben mich höchst ' ßübiutg.
An Snue Majestät den Mnig, München.
L Glückwunsch zu der Einnahme oon Bu- Ewer tft geschlagen. Der Feind hat die be- lr Wir haben mit Gottes Hilfe einen
™ £*,&*■* ^^ärts getan. Deine tapferen Bayern Sü Jf 11 Gebrrgskamipfen und in der Ebene Hervorragendes ?^^^ben ud> von neuem unvergänglichen Ruhm Der ^eren Prinzen und vorbildlichen Soldaten aus ^ fte ^^u ein besonderer Ansporn ge- weien,em. ^ Wilhelm.
ungarische Abgeordnetenhaus an den Deutschen Reichstag.
Dez (WTB. Nichtamtlich.) Der Bize- prusrdent des Abgeordnetenhauses v. Szeß hat
des Deutschen Reichstages Dr. Kämpf folgendes Telebramm gerichtet: * 1
sämtlicher Mitglieder des ungari- J n ^ tn unserer heutigen Sitzung ge- El§s l rtlt welchem anläßlich des erfrentichei:
? u ^ ai T^ ^^sügt wurde, daß nach den Kämpfen und ^teL.ert, welche Unser e Armee gemeinsam mit den unter dem un-
fe r *« T-utsch«, 'bai-.-rl ?anw
mrden verbimdeten deutschen Arme«, sowie mit unseren übrigen! Brmdesgenojsen eramgm Satte«, <nt de« Deutschen Reichstag eine, T?*- Dieses historisch« Ereignis £ n S des Krieges abgeschlossen und ruhmvolle Ausft^t auf nn neues, gebe es Gott, letztes glänzendes KächZ
. . 5%?$* Telegramme wurden auch an den Präsidenten mAffurktscheo^Abgeordnetenhauses Hadji Adil und an den 8^et^"^" ^^Enschen Sobranje Dr. Natschew ge-
Freude in Sofia.
N». (WTB, Nichtamtlich.) Meldung der
Bulgarischen ^legraphen-Agentur. Die Nachricht« o n dem Falle Bukarests, die gestern von der Sobranje aus bekannt wurde, die die Sitzung zu Ehren des großen über den treulosen Feittd errungenen Sieges nnfhob vest breitete >n?> in der ganzen Stadt mit blitzartiger Geschwindta- ke,t. Den ganzen Abend über herrschte überall größte Bewegung Heute früh wurden sämtlich« Kirchen glocken geläutet. Jn den Schulen wurde der Tag ^e,gegeben. Dt« gesamte Schuljugend veranstaltet in den Straßen der Stadt Freudenkundgebnngen.
Di- Bedeutung der Siege in Rumänien.
..^ Berlin, 7. Dez. AllNichtamtl.s BoW strategischen Ge- stchtspmlkt aus muß der Einnahme von Lainpina und P^sti d£ gleuche Bedeutung, wie d« Eroberung von Bukarest cchgeräum? werden. Die Strecke Kronstadt-Bukarest, der kichMe Schim^ weg von Ungarn nach ,(rc Walachei, ist damit in der Hand §r- Mrbnrweten ,vas den Nachschub au Mannschaften «nd Materwl ^cutmd erlerckstert. Mtt der Enobernng von Pboesti ist ferner die Eneu oahnVerbindung der Moldau mit der Walachei endgültra ab^ gesänntten. An Ploesti bcfinSen sich die großen Petrol nt m- t . a J] xr }. tx ielt mit modernen Zanlmlagm. Bon äunertl-cr Wi-ck^- hgiett fr m auch für die Mittelmächte die eroberten ^umäinschm P.^Lr ole umgebrete, oeren ergiebigstes das Gebiet von Cam- pt na varstelll. Der größte Teil der Rohölprudu ktion
a nt eit s dae nohezu 2 Millionen To-rmen pro Ickhr be- §Wt, veftndet sich d<rmit in den Händen der Sieaer Alle Ententehoftnlmgen, daß der Mangel an Schmieröl und Benzin dre Kriegführung und Kriegsindustrie der Mittelmächlte hemMen weroe, sind fomck für rmmer gescheitert. Die Front der Berbü'ndc- 1 ^ d;l,( ^ €rt Gbene wurde durch die Einnahme von, Ploesn von 700 auf jnur mehr 160 Kilometer verkürzt.
Unruhige Stimmung in Paris.
.Bern, 7. Dezember. (WTB. Nichtamtlich.) Unter der Ueber- 12^:V .//Unruhrge Stinümmg ui Paris" bringt das „Berner ^agotart wlgenoe Information: Wir erhalten aus privater «rber «u zMerrichtetzdr Otkelle hix AMrjcht^ daß xn Paris im
Volk sowohl, als auch« unter den Parlameirtarierir sich eine schwüle, unfteudige, gespannte StimNrung gütend vmcht. Besonders wird betont, daß die Einigkeit zwischen Briand und Jvffre in bedenklicher Weise gelitten hübe, und daß Frankreich vor einer Mintsterttise oder gar der Militärdiktatur stehe. Darauf deuten auch, die Artikel in einigen welschen Blättern, welche immer davon reden, daß eine einheitliche Leitung des Krieges notwendig, sei. In ftanzösischen Blättern wttd oft ganz unverblümt der Gedanke eines kraftvollen Oberhauptes ventiliert. — Diese Nachricht war an uns abgegangen, ehe in Paris der Fall von Bukarest bekannt war. Dieses Ereignis muß die trübe Stinrnnmg noch, ver- schärfen. Während in Berlin offen vor aller Welt schwerwiegende Beschlüsse^ gefaßt werden, verbirgt sich die französische Kammer hinter geschlossenen Türen, wo sie tagelang verhandelt, ohne daß ihr Volk weiß, was auf der Tagesordnung steht. Das muß im Verein mit der trostlosen Lage an der Somnre im Volke endlich den Eindruck erwecken, die Regierung habe viel zu verheimlichen.
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Der bulgarische Bericht.
So fick, 6. Dez. (WTB.) Bericht des Generalstabs vom 6. Dezember.
Mazedoni/che Front: Im Cerna-Bogen zeitweise heftiges Arttlleriefeiur. Durch Ge^gmangriff warfen lvtt feindliche Infanterie zuri'tck, die sich tmseren Stellungen ösllich der Cerna bei Grad-estica genähert hatte. Auf beiden Seiten des Wardar lebhaftes Feuer der feindlichen Artlllerie, besoirders gegen die deutschen Stellungen südlich Bogoroditze. An der Front der Belasitza Ruhe. An der Struma Artillerietättgkeit. Wir zerstrenteat ein Bataillon, das aus das Nordufer des Tahino-Sees vorzurücken suchte.
R n m än i. s che Front: Jn der Tobrudscha beiderseits zeitweiliges Artilleriefener. An der Donnli bei Tuttakan, Oltina, Rahova und Cernavoda Attilleriefeuer. Jn der Walachei brachten unsere Truppen am Unterlauf des Argeful verzweifelte Versuche der Russen und Rumänen, einen Gege-nangriff gegeir uns zu unternehmen, durch einen machttollen Vorstoß züm Scheitern. Besonders ttftig lvar ein Gegeitangriff der Russen auf der Linse Falastoce- Cgeni: er wurde mit schweren Verlusten für den Feind zurückge- schlagen.^ Zahlreiche tote und verwiuil)ete Fein>de blieben auf dem Schlachitselde. Die Brücken über txm Argesul sind von dem Gegener vollständig zerstött ,wvrden. Unsere Truvpen überschritten den .Ar g esu l auf der Furt bei Copasegi-Srai 0 an. Wir besetzte:: den Brückenkopf, unsere Trichpen befindet: sich sckwn sechs Kilometer von den Forts von Bukarest. In den Kämpfen an den Flüssen/ Reaflow und Argen brachte die tapfere 1. Division vom 28. November bis heute 60 Ofsiziere, 840 Mann, zwei schwere Geschütze, sechs Haubitzen, 26 Feldgefch-ütze, sieben Kanonen, lleinen Kalfibers, dre: Munitionswagen, acht Maschinengeioehre, Gewehre, Granaten und anderes Kriegsmaterial ein. In dem Dorfe Dahilar wurdeni zehn Flugzeuge und siebenzehn Pmrzertürme gründen.
Der türkische Bericht.
K o n st a n t i n o pe l, 7. Dez. (WTB.) Amtlicher Bericht des Generalstabes.
Ka uka s u ss r on t. Auf dem rechten Flügel schlug eine unserer Kompagnien freu Angriff von drei feindlichen Kompagnien erfolgreich ab.
An den übrigen Froitten kein.Ereignis von Bedeutung
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Die Kabinettskrise in England.
Lloyd George mit der Kabinettsbilduttg beauftragt.
H a a Z, .7. Dez. (Zf.) Reuter »ireldet ans London: lDer König 'hat auf den Rat Bo nur Laws hin L l o y d G e o r g e mit der Bildung eines Ministeriums beauftragt. Lloyd George st i m m t e z u.
wird versuchen, ein nationales M iu i ste r iu in zu bilden, ohne den Parteidifferenzen Rechnung zu tragen.
Reuter meldet aus London von: 6. Dezentber, 7 Uhr abends: Lloyd George ist noch nicht in Privataudienz beim König gewesen. Es waren also lediglich fünf Minister bei der Konferenz mit dem König anwesend, nämlich Asguith. Lloyd George, Bvnar Law, Balfour und Henderson. Tie Beratung dauerte iy 2 Stunden. Tie anderen Minister sind zwar im Palaste gewesen, aber wegen anderer Angelegenheiten.
Reuter versichert, daß zwar unter normalen Verhältnissen eine Regierung stets von der Mehrheit im Unterhanse äbhänge, daß aber die durch den Krieg geschaffene Lage eure Aenderung hierin zuwege gebracht habe. Man dürfe anuehinen, daß ein Kabinett mit Lloyd George als Ministerpräsident genügeird patriotische Unterstützung finden )oerde, um die Regierung stützen zu können. Alte Minister Und leitenden politischen Persönlichkeiten feien den ganzen Tag ununterbrochen mit Beratungen beschäftigt gewesen.
London, 7. Dezember. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschten Bureaus. Tie Blätter glauben allgemein, daß Lloyd George die Bildung des Kabinetts mit H i l fe d e r Liberalen, der Konservativen und der Arbeiterpartei gelingen werde. Man -erwartet, daß er der Arbeiterpartei eine ausgiebigere Vertretung im Ministerium einräumen wird, und daß Asguith und die wichttgsten ftüheren liberalen Minister vorziehen werden, eine freundschaftliche Opposition zu bilden.
„Daily Ehvvnicle" schreibt, daß die Kühnheit seines Auftretens Lloyd George die Sympathien der Demokratie versch-affen und ilm in den Stm:d setzen könne, ohne Rücksicht auf das Vorhandensein einer Patteimafchine zu regieren. Das neue Kabinett würde wahrscheinlich 'mir aus sechs Mitgliedern bestehen. Lloyd (veorge lege großes Gewiäff auf die Unterstützung der Arbeiterpartei. Er beabsichtige eine sehr kräftige Politik zu machen und habe unter anderem den Plan, alle Kohbenbergbauten unter Staatsauffichl zu stellen. Bor allem strebe er eine erg:ebigeve Weiterfü'hrung des Krieges an.
„Daily News" erfährt, daß Lloyd George der Arbeiterpartei drei oder noch melir Sitze im Kabinett einräuimlen werde, das übrigens stark eingeschränkt werden soll.
Ter „Manchester Gtrardian" huldigt Lloyd George wegen einer külpien pattiottschen Jnitiattte.
London, 7. Dezember. (WTB. Nichtanttlich.) Das Unterhaus hat sich nach einer stark besuchten formellen Sitzung in der die Minister anwesend waren, ohne Diskussion bis zum 12. Dezember vertagt.
Aus der italienischen Kammer.
Lugano, 7. Dez. (Zf.) Die Kammer beschloß nach dem Wunsche der Regierung mit 293 gegen 47 Stimmen die Beratung des sozialisttschen Friedensantrags um ein halbes Jahr zu vertagen. Die Regierung übernahm die Aufsicht über die Verteilung und den Verbrauch der Rohstoffe. Sie richtete dafür elf Konttollbezirke ein. Mehrere deutschfeindliche Verbände ersuchen die Regierung, die bürgerliche Dienstpflicht nach deutschem Vorbild in Italien einzuführen.
Rom, 7. Dez. (WTB.) Meldung der „Agenzia Ste- fani". Zu dem Anttage Cappa und Genossen betr. Geheimsitzungen der Kammer erklärte Ministerpräsident B o s e l l i, daß die Regierung die Vertagung des Antrages um sechs Monate verlange. Sie bestehe darauf, daß sie sicher sei, in dieser Sache mit dem italieni- chen Volke einig zu gehen. (Sehr lebhafter Beifall auf allen Banken mit Ausnahme bei den Sozialisten.) Die Aaenzin Stesani" fügt hinzu, daß Boselli erklärte, daß das Verlangen nach einer geheimen Sitzung eine außergewöhnliche Form der parlmnentarischen Verhandlungen darftelle, die im Lande einen peinlichen Eindruck Hervorrufen könnte. Die Kammer, sagte er, kann in aller Freiheit in öffentlicher Sitzung verhandeln. Die Regierrmg hat dem Parlament nichts zu verbergen. Sie könnte in einer Geheimsitznna keine vollständigeren Erklärirngen abgeben, als in einer öffentlichen.
Blockierung Griechenlands.
i. Köln, 8. Dez. Laut der „Köln. Ztg." berichtet die Ha- vas-Ag-enttrr, unterm 7. Dezember: Das Amtsblatt bringt morgen vormittag die Nottffzierirng der Blockierung Griechenlands. Diese' wird solange aufrecht erhalte::, bis die Verbandsmächte die erforderliche Genrrgttrung erhalten Hecken.
Der wachsende Reichtum Amerikas.
Washington, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. In denr von dem Schatz- sekretär dem Kongreß vvrgelegten Bericht heißt es: Der W o h l ft a n d nahm zu an D)aft und Ausdehnung der wirtschaftlichen Verhältnisse und lvar niemals gesunder. Amerika wurde ans einem Schuldnerst-aat ein Gläubigerstaat. Der Goldbestand wuchs in 16 Monaten um 715 Millio- nen Dollars. Der Bericht schätzt die Ausgaben für Heer und Flotte und gewisse Ausgaben für das sogenannte Bereit?- schaftsprogramm für das nächste Steuerjahr auf '170 bezw. 197 Millionen Dollars.
Die kanadischen Gesamtderluste.
Amsterdam, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Nach eiicem hiesigen Blatt erfährt die „Times" ans Toronto, daß die kanadischen Gesamtverluste im Kriege 65 600 Mann, darunter 15 735 Tote, bettagen. 377 285 Mann haben bisher Dienst genommen.
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Ein deutscher Erfolg in Ostasrika.
Bern, 7. Dez. (Zf.) Aus Lissabon wird gemeldet: In der Kammer teilte (oet /Ministerpräsident mit, daß über zwei- t ausendT eu t sch e und Askaris das lleine Fo rtNuala, ungefähr sechs Kilometer irörd-lick), der die Grenze zwischen Portt-- giesisch-Mozambigue und Deutschostafttka bildenden Rovnma, mit Kanonerc verschiedener Kaliber und zahlreichen Maschinengewehren ia n gegriffen haben. Der Kampf dauerte zwölf Stunden. Die portugiesische Hilfskolonne konnte die Verbindungen mit Nuala nicht wieder Herstellen. Ter Fottgarnffon gelang cs, nach achttägiger Belagerung in der Nacht des 28. November die Stellung zu verlassen und zu entwffchen. Täe Minister erwogen angesichts der Lage der portugiesischen Truppen in Mozambique dringende Maßnahmen. (Fvkf. Ztg.)
Der Seeirkeg.
Ein neuer Tauchbootangrrff auf Funchal.
London, 7. Dez. (WTB.) Die Zeitungen berichten ans Lissabon vom 6. Dez.: Ein neuer Tauchboot- Angriff auf Funchal wird gemeldet. Einzelheiten fehlen. Die erste bereits gemeldete Beschießung war hgupt-- sächlich gegen die englische Unterfeekabel-Stalion und andere öffentliche Gebäude gerichtet. Nach anttlichen Nachrichten aus Madeira wurden 3 4 Personen getötet, darunter einige portugiesische Seeleute. Die Tauchboote beschossen die Küste zwei Stunden.
Ein Mißverständnis.
Bern, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Petit Journal" meldet: Der englische T ra nsp or td amp fer „Te- viot" versenkte den französischen Torpedo- j ä g e r „D a t a g a n". Englische Torpedo jäger retteten die Besatzung. Der Kommandant wurde erdrückt.
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London, 7. Dez. (WTB.) Lloyds meldet: Der griechische Dampfer „Fovo" wurde am 4. Dezember versenkt; die Besatzung ist gerettet.'
New Dork, 7. Dez. (WTB.) Amerikanische Mitglieder der Besatzung des amerikanischen Dampfers „John Lam- b e r k", die aus Bordeaux hier einttafen, berichten, daß das Schiff am 22. November von einem deutschen Tauchboot durch Granatfeuer versentt wurde.
London, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der russische Segler „Ans" wurde versenkt.
Kopenhagen, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der dänische Schoner „D o r i §" wurde Dienstag früh westlich von Hanstholm von einem deutschen Unterseeboot durch Jnbr and schießen z n m S i n k e n gebracht. Die Besatzung von sechs Mann wurde von einem schwedischen Dampfer ausgenommen.
Äu§ dem Reiche.
Ministerwrchsel in Bayern.
München, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Korre-^ spondenz Hoffmann meldet: Der Minister des Innern Frhr. v. Soden-Frauenhofen und Kriegsminister Frhr. Kreß von Kressen stein haben um die Enthebung von der Leitung ihrer Ministerien gebeten. Der König entsprach ihrem Ansuchen und hat Allerhöchste Handschreiben an sie gerichtet. Zum Minister des Innern wurde der derzettige Präsident der Regierung von Unterfranken und Aschafsen- burg Staatsminister a. D. Ritter v. Brettreich ernannt. Mit der einstweiligen Fi'lhrnng der Geschäfte des Kriegsministeriums wurde der General der Kavallerie z. D. Frhr. v. Speidel betraut. Die endgültige Besetzung der Stelle des Kriegsministers ist bis nach der Rückkehr S. M. des! Königs von einer Reise auf den Kriegsschauplatz, die der König heute nachmittag anttitt, Vorbehalten.
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Berlin, 7. Dez. (WTB. Amtlich.) Anläßlich der Verabschiedung des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst hat der Kaiser dem Staatssekretär des Innern, Staatsminister Dr. Helfferich, sein Bildnis mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift zu verleihen geruht.
Berlin, 8. Dez. Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands wendet sich im „Vorwärts" an die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter und Angestellten Deutschlands und tritt dafür ein, daß die Arbeiterschaft sich einmütig und ohne Unterlaß für die gewerkschaftliche Organisation einsetzt. Im anderen Falle würde die Nmge,taltung der freien Privatwirtschaft zur geregelten Bedarfswirtschaft des Staates die Arbeiter benachteiligen und nicht die freudige Anteilnahme und die großen Leistungen erwecken, deren das Reich so dringend bedürfe.
Aus Stadt und Lund.
Gießen, 8. Dezember 191b.
Feldpostverkehr.
Berlin, 4. Dez. Aus Anlaß vielfackMi Mißbrauck>s der Feldpost wird erneut duraus hinge wie seu, paß Gebührenfrei-« he: t e n .und Vergünstigungen im Feldpostverkchr nun Sendungen :n iP r: v a t a n g e le gen Heiken der Alnae^ Hürtgen des Heeres genießen. Den Angchörrgein des gleich steht das Personal der deutschen Landesvereine vom R o - ten Krenz und der chnen gleich?,nachtenden Ordcn und Geselle schaffen, smvett es in «der freiwilligen Zttankenpsleqe qnf dem Kriegsschauplatz Mrklich tätig ist, also nicht auch bei ständiges


