Ausgabe 
25.11.1916 Zweites Blatt
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218 Zweites Blatt J66. Jahrgang

Erscheint tS-tich mit Ausnahme de- S««t»qs.

Deilagen. .Metzener ZEllenbMtett' mb Krdsblatt für den Xreis Sietzrn".

PoMche^eitto: 5rantf,tt am Main Nr. um. 9«nt»(ffdir: SewerdedW! Hjetzen.

General-Anzeiger für Gberhejfen

Samstag, 25. November Mb

ZwillingSrunddruck und Verlag:

B r ü hl'fche UnwersirätS-Buch-u.Stttirdruckere

N. Lange, Gießerr.

ZchriflleitUNtz, Geschäftsstelle und Druckerei:

Schulstmße7. Geschäftsstelleu. Verlag: e^jy6 ; , Schriftleitung: 112.

Anschrift für Drahtnachrrchten: Anzeiger

Arrs Hessen.

Vom Finanzausschuß der Zweiten Kammer.

r rh »r^w 1 pvf V' ^ 0D ' Erweiterte Finanzaus-

. ^ ? heute vormittag eine gemein

Lame Beratung mit der Regierung, die durch die Herren Minister

1s r« ombt / Finanzminister Dr. Becker. l H ^ er n' Mtmsterralrat Schliephakc, Geh. Obermedrzmalrat Dr Lorenz. Oberrcgicrungsrat W a g n e r «d ^^ungsrat Lecbler vertreten war. Zn Beginn der tsaAmg widmete der Vorsitzende, Herr Abg. Dr. Osann, dem varstorbenen Fmanzinnnster i. R. Dr. Brann einen warmherzigen * lT f TCll 0 -,^ te Verftmmlnng das Andenken des Verewigten durch Erheben von den Sitzen ehrte. Der Ausschuß genehmigte darmn zuerst eie zur Vorlesung gebrachten Ausschußberichte über die Anträge ^.eun, Fenchel und Dorsch, betr. Hinterkorn, Wvlf-Sta- 'T" 1 ?;.. Werngchetz, Cal man, Schott und Stöpler, betr.

$* r ^urnchtden- und Angehörigenrente, Adelung, (Äßnert betr staatliche Zuschüsse an Gemeinden, sowie über die Vorstellung, betr. Kriegs gewinne. Zrrr Beratung kam zuerst un^rag Lamm, betr. Fleisch- und Birtter-Zusahrationen. Die ^mes zu denr Antrag darauf hm, daß bereits in der ,,L>armftadtrr Zeitung" vorn 11, November eine Verordnung abge­druckt sei, m welcher über die Abgabe von Fleisch- rmd Buttcr-Zusatzi- rattonen nähere Bestimmungen getroffen worden seien. Im Hinblick ^rranf wurde der Antrag für erledigt erl'tärt. Zum denr Antrag ,w l " ^lNtziünpsung gegen die Rotlausseuche bei Schweinen rührte ^r Antragsteller aus, daß man das Vieh zu wenig geinrpft ! hatte. Von der Regierung wurde zugegeben, daß allerdings etwas aiT ^huiphe vorhanden gewesen sei, weil im Vorjahr nur lehr wenng Rvtlanferkrankungeu vorkamen. Die Herstellung der Lhmphe sei auch zurzeit nicht so einfach. Es sei deshalb auch ange­ordnet worden, daß gegebenenfalls die Schweine abgeschlachtct wer­den konnten, wenn sich die Seuche einstelle. Das sei wohl auch in den mersten Fällen geschehen. Der Antrag wurde schließlich der Re- !giecrrng zur Berücksichtigung überwiesen. Eine längere Anssprache entspann sich über den Antrag Dorsch, Kartoffel- und Viehpreise betreffend. Der Antragsteller wies auf die Tat­sache hin, daß z. Bi. auf dem Bahnhof Halber gen eine Sendung Kartoffeln für 14 Mark, eine ai:dere dagegen für 10 Mark abgegeben wurde Er verwahre sich gegen die Annahme, daß er mit seiner An­frage eine Preiserhöhung erzielen wolle. Er wende sich nur gegen die Ungerechtfertigte Preisbildung und verlange gleichmäßige Preis- stMetzkung. Die Regierung erklärte, daß eine gleichmäßige Preis­bildung seht erfolge. Die Anfrage wird damit als erledigt betrachtet und zurückgezogen. Zu dein Antrag Fulda, betr. Ablieferung der in Hefsen erlegten Hasen, wünscht der Antragsteller, daß das' erlegte Wild, das den Kommimalverbänden zugeführt werden muß, auch an die Minderbemittelter: überlasser: werde. Tie Regierung wies darauf hin, daß durch eine Verordnung dem Antrag bereits tzwn großen Teil entsprocher: worden sei. Abg. Herdt legte die fetzige Handhabung der Wildabgab'e in Mainz dar. Dort seien 25 000 Wildvezugskarten aresgegeben worden, und wenn ein Bosten Hafen mrkommt, z. B. 1000 stück, so wurden Dieselben an 3000 hineinanderfolgende Nnmrnern abgegeben, so daß schließlich rcder ein, wenn auch mrr geringes Quantum Wikd erhalte. Der Antrag Fulda wurde damit für erledigt erklärt. Zu der dringlichen Anfrage Reh, betrefferid Notstandskredite für Kriegs­teilnehmer, erhärte ein Regieüuugsvertreter, daß eine dres- bezügliche Regierungsvorlage bereits ausgearbeitet und dem Groß- herZoa per Genehnrigung unterbreitet worden sei: ste dürfte also in aller Kürze den Landstanden zu gehen. Tie Anfrage war damit erledigt und wurde 00 m Fragesteller zurückgezogen. Ein Antrag Weber, betr. Bucheckern fordert, daß die Vergütung für das Sammeln von Bucheckern in der späteren Iahrestzeit erhöht werden solle, da dasselbe bei dem ungünstigen Wetter schwieriger wird. Die Negierung teilte mit, daß bereits eine Verordnung erschienen sei, wonach der Preis der Entschädigung von 50 auf 60 Pfennig er­höht werde. Der Antrag war damit erledigt und der Ausschuß ver­tagte sich auf unbestimmte Zeit.

Srohherzsgin Adelheid von Luxemburg f.

, König stein i. T., 24. Nod. Heute nacht 2Vs Uhr ist die Gwßherzogin-Mutter von Luxemburg cürf ihrem Schlosse Hu König stein gestorben.

Groß Herzogin Adelheio, eine Prinzessin von Anhalt, wurde am 25. Dezeinber 1833 geboren und heiratete am 23. Apru 1851 den Herzog Adolf von Nassau, dessen erste Gemahlin, eine rus­sische Großfürstin, 1845 gestorben war. Sie hat einen großen Teil ihres Lebens in Frankfurt und Königstein verbracht. Ms durch oie Ereignisse von 1866 ihr Gemahl des Thrones ver­lustig gegangen war, wohnte das Fürstenoaar zuerst in Wien, dann in Paris, später in Frankfurt, wo der Herzog ein Palais auf der Bockenheimer Landstraße besaß. Der Tod des Königs Wilhelm III. der Niederlande führte 1890 Herzog Adolf auf den Thron von Luxemburg, nachdem er als nächster Agnat des Hauses Nossau-Oranien sckwn vorher während der schweren Er- krankung des Königs zweimal die Regentschaft übernommen hatte. Elf Fahre hat die Großherzogin ihren Gemahl, der 1905 gestor­ben ist, überlebt. Seit vielen Jahren wohnte sie zur Sommer­und Herbstzett im Schloß Königstein.

A«» Stadt rrnd Land.

Gießen, 25. November 1916.

Türkei ist außerdem reich an noch nicht angebohrten Erdölguellen, dn lEijscn ustw. Im Bau der Bahnen, die die Erschließung de^ Landes ermöglichen sollen, sahen die Engländer einen Eingriff in ihre Rechte. Große Besitzungen der Türkei waren voir den Ententemächten von den: .Zentralgebiet abgttrennt: der jetzige Krieg sollte die Aufteilung der Türkei Vollenderl. Da suchte die Türkei den natürlichen Anschluß an Deutschland. Aber das Bündnis ist nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich von großer Zu­kunft. Denn der neue Staatenbnnd wird von der Weltwirffchaft unabhängig sein. Voll allein, toas wir brarich,!en, fehlt nur Kaut­schuk. Tie Entwicklung der Türkei war durch Kapitulationen ge­hemmt. Sic formte kein Gesetz ein führen ohne Englands und Frankreichs Gerrehmigimg. Tie Türkei hat sich davon fteigemacht. Deutschlands Kulturmission wird die Enttoicklung der Türkei sein, wo alles, was es braucht, oorhanden ist, aber noch im Urzustand daliegt. Arbeit und Kapital ist nolloendig, aber sie werden sich lohnen. Die gesamte islamitische Welt blickt heute auf Deutschland, als auf ihren 'Befreier. Der heilige .Krieg kann sich einstweilen nochi nicht völlig auswirken, weil es den ab- pe sprengten islamitischen Völkern an Waffen fehlt. Nach den: Kriege ward er sichi vor allen: int Zusammenschluß aller islamitischen Völker auswirkerr. Die Türken sind die Adelsmensch.cn sdes Ostens, ritterlich, treu und ohne Falschheit. Rührend sind die Aufopferung und Selbstlosigkeit der islainitischen Völker. Zum Be­weise dafür erzählte der Redner Beispiele islamitischer Gastfreund­schaft. Gegenseitige Hochachtung hat auch dem einfachen Volke eine tiefe Gemütsbildung verliehen. Orientalische Geistesbildung und Kunst sind 50007000 Jahre älter als die nnsrige. Bor 7000 Jahren standcm Chaldäer, Assyrier und Babylonier ans höchster Kultirrstufe, die meisten Religionen gehen auf sie zurück. Der Orieir- tale denkt überhaupt mehr nach innen, als nach außen. An In­telligenz stehen uns diese Völker nicht nach!, cs fehlt ihnen nur an Technik und Organisation. Die IUwgtrirken mit Enver Pascha haben erkannt, daß der Geist der Tatkraft rmd 'fröhlicher Arbeitslust im Volke.not tut. Wir Deutschen sind berufen, ihnen die Hand dazu zu leihen. >Eine neue Zeit ist mit dem deutsch-türkischen Bündnisse für die Türkei heraufgestiegen, die ihr segensreich werden möge.

jJm Anschluß an den Vortwg zeigte der Redner etwa 150 Lichtbilder, an Hand deren er die Sitten und Gebräuche der islami- tischerr Völker erläuterte. Der Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen.

*

** 11 ebergewicht bei Feldp 0 stbriefcn. Von den Postanstalten nrüssen häuftg F e l d p 0 st b r i e f e wegen II e ber­sch r e i t u n g der Gewichtsgrenze den Absendern zurückge- gcberr werden. Bei den Erörterungen hierüber geben die Absender vielfach der Auffassung Ausdruck, daß die Zurückweisung der Sen­dungen mit Ueber-gewicht auf eine engherzige Auslegung der Be- stimm/un gen und auf mangelndes Entgegenkommen der Beamten zUrückzufühcen sei, oder sie bemängeln die Festsetzung der Gewichts­grenze auf 550 Gramm. Sie vergessen, daß das Verordnungsmäßige HöchstgÄvickft ftir die gebührenpslichtigen Feldpostbriefe 500 Gramn: beträgt und daß gerade infolge von solchen Klagen, wie man sie jetzt erhebt, in weitgehendstem Entgegenkommen gegenüber etwaigen Jrr- tümern des Publikums in der Gewichtsermittelung ein Ueberschrei- ten des verordnungsmäßigen Höchstgewichts um 1.0 Prozent bis zu 550 Gramm zugelassen worden ist. Würden die Post- und Heeres- verwaltung inm wieder darüber hinaus Gewichtsüberschreitungen (etwa 5 oder 10 Gramm) zulassen, so würde der Vorgang sich wie­derholen: auch das neue Ausnahrnevewichtt würde als Regel ange­sehen und bei geringfügiger Hebersc-Trestung würde Wer Reinliche Handhabung der Bestimmungen geklagt toetfoai. In der Tat muß aber mit Rücksicht auf die mit der Ausdehnung der Kriegsschauplätze ständig zunehmenden Schwierigkeiten in der Zuführung der Feld­post die Truppen an der Gewichtsgrenze von 550 Gramm unbe­dingt festgehalten werden, und wettere als die bereits zugelassenen Gewichtsüberschreitungen können nicht nachgegeben wetden. Die Schallerbeamten usw. nrüssen bei der Prüfung des Gewickfts und der Zurückweisung von Sendungen mit Uebergewicht nach den Bestim- mrrngen verfahrerr, well erfahrungsgemäß in. überaus zahlreichen Fällen immer wieder der Versuch gemacht wird, diese zu umgehen. Dem Publittrnl kann pr Vermeidung von Weiterungen nur empfol^- len werden, bei der Ferttgstcllung der Feldpostbriefe besonders sorg- fälttg darauf zu achten, daß das Gewicht unbedingt in der zugelasse­nen Ueberschreitungsgvenze bleibt. Für die Sendirngerr im Gewichte von mehr als 550 Granrm ist der Mllitär-Paketverkehr eingerichtet worden, wodurch allen Abseridern möglick) ist, auch schweres Sen­dungen ihren Angehörigerr im Felde gegen eine äußerst gering be­messene Gebühr zu überweisen.

** Eine nerre Schulsammlung: Kaffeegrund. Trockmmgs- und Fütterungsversuche mit gesammeltem Kaffee- grmrd oder Kaffeesatz haberr sich bewährt. Die Verwertung ist der Trockenfuttermittelgesells-chaft in Berlin übertragen worden. Sie hat eine eigene Abtei lmrg für die Kaffe eg rund Verwertung einge­richtet. Tie Gesellschaft zahlt für 1 Kilogramm lufttrockenen Kaf- feegrund 2 Pfennig. Die Schulverwaltungen ersuchen jetzt die Schulen, Sammelstellen einznrichten. Die Schulkirrder sollen ein­dringlich und wiederholt dazu angehallen rverden, den Grund zu sammeln, möglichst an der Luft zu trocknerr und abzuliefern. Bei den Sannnelstellen werden Schllder mtt der Aufschrift: Sanrmelt Kaffvegrund und liefert ihn gettocknet hier ab!" an­gebracht. Tie gesammelten Mengen rverden in regelmäßigen Lie­ferungen an die .Gesellschaft abgeschickt. Anstalten an dein selben Ort sollen gemeinsam abliefern, am besten in Fässern oder Säcken. Die Bezahlung geschieht monallich rrach Einsendung der Rech­nung. Fvachtkosten trägt die Gesellschaft rmd schickt leere Pack­gefäße und Säcke uwgehend frachtfrei zurück.

Unsere Berbüudeten des Islam.

Ms zrvetter Redner der vom Kaufmännischen Verein, Orts- gewerbeverein, ftir diesen Winter angesetzten Vortragsreihe sprach gestern aber-> im dichtbesetzten Saale der Universitätsaula Schrift- fteCOer W. Schwiegerhausen airs Leipzig über das Thema: Unsere iVerbündeterr des Islam". Der Redner, der den Orient selbst bereist hat, führte etwa folgendes aus:

Tie Bahnlinie BerlinStaullmlBagdad bringt Orient und Okzident eirrmrder rrahe. Der nerre Staatenbund reicht von Ham­burg bis Basra, von Ma bis Helgoland und wird die Kulturen des Orients zu neuem frischenr Leben erwecken. Der Auffchwuirgj der Türkei wird mit der Landverbindung! rrach Fndien ihren An­fang nehmen. Die religiösen Sekten der Suniten rrnd Schiiten sind im Begriffe, sich wieder zusarrrurenzuschließeir. Tie Wurzeln dieses Krieges liegen auch schon in dem englisch-russischen Vertrag über Persiens und Rußlands Streben rrachi Konstanttrropel. J>n Kvnstanttnopel kreist die 9lchse der neuen Weltpolttik. Die Türkei urtb China sind die Absatzgebiete ftir Deutsch-larrds Jlrdustrie. Tie deutsch-türkische Verbindung bildet einen Mckversicherungsvei> trag aus Gegenseittgkett. Teutschl-and erschließt dirrch seine Bahn- bauteu besonders Mesopotamien, das jetzt verödet daliegt und früher mit paradiesischer Frlrchtbarfeit 60 Millionen Menschen ernährte. Die alten Bewässerungskanäle sind versaillEt.^ Aichierne Stauwerke würden die Türkei zum reichisten und besten Baarmlvolllaude der Erde mächnr. Meso­potamien kann 2 Mlllimrei: Hektar Land zur Bcmmwvllpftarrzung hergeben. Zwei Bewässerungswerb' sind schmr teilweise fertiggestellt. Die völlige Wiedererweckung Mesopotamiens ist der Zeit nach dem .Kriege vorbehllltan. Das Pvoiekt ist auf 1 Mllliarde ?Rark und 10 Jahre Banzett, aus 20 Prozent Verzinsung veranlagt. Tie

Kreis-ingen.

nt. Gettenau, 25. 9iov. Donnerstag früh, kurz nach 9 'Uhr entgleiste der seit dem 15. November uincjeöitberte frühere Personenzrch nach Nidda, welcher seit dieser Zett auch Güter befördert, auf eiire rrockr nicht geklärte Weise. Ins falsche Ge­leise, init ober ol/ne Absickft cinsahrend, überramrte er den soge- 'namtten Hund, der das Schlnßsttrck des Geleises blldet, und euren Zusanrmenstoß mtt einenr Zug entgegengesetzter Züchtung ver­hüten soll. Vorsteher Jung, als gewisserrhafter wr.d beliebter Beamter der dortigen Station bekannt, wollte int letzten Mrgen- blick dieses Hindernis beseitigen, wurde jedoch zur Seite ge­schleudert und erlitt außer einenr Armbrrrch noch verschiedene Verletzungen nicht schwerer Natur. Miß er der Maschine ent- gleisteir noch euttge Güterwagen. Ein intt Dickwurz beladener Wagen schob sich direkt auf den vorderen Wagen auf. Die Passa­giere in Iden htttteren Persvncnwagarr kampn mit dem 'Schrecken davon. Am besten fam noch der Biettvagen davon, dem mrr die Nase eingedrückt wurde.

Kreis Schotten.

oz. Meiches, 24. Nov. Aus hiesiger Gemeinde sind bis jetzt den Heldentod gestorben: Wilhelm Ettling, Heinrich Döring, Georg Fink, Heinrich Steuernagel, Heinrich Wolf. Ver­mißt werden : Karl Steuer nagel, Karl S ch ö n h a l 8 j., Heinrich Schneider. In Gefangenschaft ist Heinrich Karl. Die Tapferkeitsmedaille erhielten Jost Wolf und Heinrich Ober­mann; das Eiserne Kreuz: Heinrich Geiß, Wilhelm Wolf, Karl Weber, Karl Römer. Leicht verwundet »vurden: Otto S e n k l e r, H. Eifert, Heinrich Geiß, Johannes Roth, JhS. Gans, August Bolz, Karl Rühl und Heinrich Günther; schwer verwundet Karl R ü cf.

Splelvlan des Eichener Stadtchcaler».

Direktion: Hermann Steirrgoetter.

Sonntag, den 26. November (Totenfestl. teure Vorstellung. Dienstaa, den 28. Nov., abends 8 Uhr, der Volkspreiieir: ^olks- Vorstelluug: .Maria Stuart/ Ende H Uhr. Freitag, den 1. De- zember, abends 8 Uhr, bei geivöhnlicheu Prenen (erma.ugt), 5. Freitag - Abonnenreirts - Vorstellung: Ludwig -rhoma - Abend :

Brautschau/' (Neuheit!) Bauernschwauk in 1 Akt vor Ludwig Thoma. Hieraru':Dichters Ehrentag." (Neuheit!) Lustspiel irr 1 Akt von Ludw. Thoma. Zrrnr Scblrrß:Die kleinen Verwandten."

(Nerrheit!) Lrrstspiel in 1 Aufzug von Ludivrg Thoma. Onbe 10 Uhr. Somrtag, derr 3. Dezeiuber, nachmittags 3'V Uhr, bei klune'.r Preisen:Urrter der blüherrdeir Liirde." Ende 6 Uhr. Llbends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen: ^Der ficbcnte Tag'" Ende gegen 10 Uhr. __

Sptdplatt der vereinigen zrankjutter Stadtth-arer.

Gpernyaus.

Sorrntag, den 26. Nov., rrachnrittags 3ft', Uhr:Martha/

Abends 7 Uhr:Violetta/ Diontag, den 27. Novcnrbcr, abends 7 l l 3 Uhr:Die Kaiserin." Dienstag, derr 28. November, aberrds

7ft, Uhr:TaS Treimäderlharrs." Diittrvoch, den 29. sttovember, geschlossen. Donnerstag, den 30. Novbr., abends 7ft, Uhr:Mona Lisa." Fr derr 1. Dezember, geschlossen (5. Museums-Könzert). Sanrstag, r. .1 2. Dezember, aberrds 7 Uhr:Der Freischütz."

Sonntag, den 3. Dezember, nachurittags 3)L Uhr:Das Drei-

rnäderlhaus." Llbends 7 Uhr:Porzra." Morrtag, den 4. Dez., geschlossen.

5chauspielhau§.

Somrtag, den 26. Novenrber. rrachinittags 3 Uhr:Glaube und Heirnat/ Aberrds 6ft, Uhr:Peer Gyut." Montag, den

27. Novenrber, abends 7'/, Uhr:Die Wildeirte." Dienstag, den

28. sttovenrber, abends 7'/, Uhr:Der Revisor. Mittwoch, den

29. November, abenc>§ 7ft, Uhr: Gastspiel der Frau 2lnna Bah r- Mildenburg und Wiederauitreteir des Hdrrir Gg. Lerrgbach: Zum ersten Male:Tie Slimnre." Schauspiel irr 3 Llruzügen von Herrnanu Bahr. Tomrerstag, den 30. Noveirrber, aberrds 6'/, Uhr: Faust." Freilag, den 1. Dezember, aberrds 7 -,, Uhr:Die Siebzehrrjährigen." Samstag, dsu 2. Tezeinber, abends 7'/, Uhr: Zweites und letztes Gastspiel der Frau Anna B a h r - M i l d e n- burg:Die Stimnre." Somrtag, den 3. Dezember, nachmittags

30. Uhr:Als ich noch im Flügelklerde . . Abends 7ft, Uhr:

Alt- Heidelberg." Morrtag, den 4. Dezenrber, abends 1% Uhr: Der Revisor." _

Börserr-WochenSerichL.

Frankfurt a. M., 24. November.

Tie schon in der Vorwoche im f r e i e u Verkehr der Börse zutage getretene Zurück Haftung hat sich in derr letzten acht Tagen: noch weiter ausgeprägt. Schnarcher Geschäftsgang und wenig ver­änderte Kurse kennzeichnen die augenblickliche Märrktlage. Zur Begründung der lustlosen Haftung wurde vielfach die cnrgeküin- digte' Heranziehung der Zivilkräfte zur Wirtschaft» licherr Kriegsarbett uiw die hieraus nrögftcherwene erwachsenden! Rückwirkungen auf geschäftliche Interessen Hera.igezogen. iväh- rend alle geschäftsanregenden VJlo merttc ebeirso wie die günstigsrr Melbamgen v-o:r den Kriegsschauplätzen versagten. Ohne jeglicher: Einfluß aus die Börse blieö auch das AchLeden des Kaisers Franz » Josef sowie der .Wechsel im Mrswärttgen Am-te. Der Haupt­grund für die herrschende Zurückhaltung dürfte wohl ^ausschließ­lich in der Anh-äüfuing der spekulativen Engage:^ men Ls suchen sein: sie hat den Kursen allmählich die Bs-j weglichkeit etwas genomlnerr. In den geschäftlichen Verhältnissen hat sich jedenfalls ?kickfts geändert, was zu einer weniger Zuversicht­lichen Auffassung Anlaß geben £mr,rte. Die Gescbäfrsaüschlüfte der industriellen Werke such andauernd in hohen: M iße befriedigend- die jetzt zahlreich heraus kommenden Dividendenschätzungen nicht minder, die Roheisenprodüktchn zeigte für den Oktober wiederrrm einen neuen Rekordstand wälwend des Krieges und die Metall Märkte stehen im Zeicherr einer fast fteberhaften Hochkonjrmkttrr. Ja: seriösen Geschäftskreisen befürchtet man überdies auch nicht, tmß die UnvvÄOlngen, die mit der Zivildienstpflicht verbunden fein werden, grö^re Störurrgen im Pvodnktimrsprozeß her^ vorvufen könnten, nachbcnr aus den von zrrständig-er

Seide abgegebenen Erklärurrgen hervorgeht, daß besondere

Wünsche weitgehendste Berücksichtigung ftnden und Zwang nur im äußersten Falle an gewendet werden wird. Von den einzelnen Ber- kehtsgebieten ist wenig Bemerkenswertes zu berichten. Am 'Ion- tannrarkte schwächten sich die Kurse meist etwas ab, -nur Phoenix Nisaren vorübergehend mehr beachtet und Oberbedarf blieben auf hohe Divideirdendaxen weiter fest. Von anderen Industrie- papieren lagen Rüstungswentte vorwiegend schwacher. Besser hielten sich nur Hirsch Kupfer, die auf die Kapitalerhöhung und ein angekündigtes wertvolles Bezirgsrecht lebhafterem Juteresse begeg­neten. Größere Pofttionslösimgeu fanden in Deutschen Erdölakrierr statt, die stärkerem Druck unterlagen. Auto- und Elektrmverte blie­ben gut behauptet, ebenso die Mtten chemischer Fabriken. Gummi- peter konnten etwas anzieheir. Etwas festere Halttmg zeigten auch Bankaktien auf fortgesetzte Erörterimgen über die voraussicht­lich sehr guten Jahresbllanzen. Schiffahrtsäktien zeigten ebenfalls gut behauptete Haltung. Recht fest lagen Anlagewerte, sowohl deutsche ßvie äusläudische Anleihen im Zusarnmenhang mit der Flüssigkett am Geldmärkte. Privatdiskortt 4 l / 8 Prozent.

Cigarette

8 pt

einschließlich KriegsaufscftT aQ

hoö St^ut»rv>i'höiinnß bahaltan unsmi ZlQacatUx «Ken anerkannten Quelltaten

Qcorg A, Jaematzi Aktiengesellschaft.