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7.11.1916 Erstes Blatt
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itoerrf>e, di? sich zwar Staatsmänner nennten, aber nur neuen fBrändstoff znsainmentragen würden, während die Welt in Mammen siehe.

Hughes sprach in Mw Jork nach einem Fackelzuge in 'einer großen Versanrmlung über die Tarifsrage. Er sagte voraus, daß die großen Erwartungen des amerikanischen Unternehmertums nach dem Kriege in nichts verfließen »würden. Alle Nationen würden sich darauf vorbereiten, kihre eigenen Jildnstrien zu schützen und den Ueberschuß »ihrer Produktion auf den amerikanischen Markt zu werfen. Die einzige Hoffnung für die amerikanische Arbeiterschaft )fei die Einführung von Schutzzöllen, mindestens so hoch, >wie die Differenz des Preises der Arbeit in Amerika und den kntbeten Ländern ist.

.Hughes über die Ausfuhr von Kriegsmaterial.

New Jork, 6. Nov. (WTB.) Funkspruch des Ver­treters des Wolsfschen Bureaus. Verspätet eingetroffen. In Evansvilte (Jndicrnia) sagte Hughes in einer Rede zur Frage des Verbotes der Ausfuhr von K r i e g s m u n i rion und der Warnung der Amerikaner vor der Benutzung Von Schiffen der kriegführenden Mächte:

Ich trete ein für die Wahrung jeden Rechtes, einschließlich Aes Rechtes, zu reisen, und des Rechtes, Waren zu verschiffen. KWir haben als neutrales Volk ein sehr wichtiges Recht. Es ist Am großer Wichtigkeit, daß wir in dieser Zeit, da der große fKrieg tobt, die Recljte der Neutralen geltend wachen und das ^Völkerrecht unversehrt bewahren. Es müßte nach meiner Mei- irirrrg eine sehr gedankenlose Politik sein, die irgend eines von ldiesen wichtigen Rechten aus irgendwelchen sentimentalen Erwä- «amgen heraus preisgeben wollte, da wir doch die Notwendig­keiten des neutralen Handels und die Rechte der Neutralen im Dirchlick aus die Zukunst der Bereinigten Staaten im Auge zu Palten haben.

*

Die Ladung derDeutschland".

- Berlin, 7. Nov. Ueber die Ladung derDeutsch- ll a nd" heißt es in verschiedenen Blättern, das Zollamt von Con­necticut berichte, daß die Ladung einen Wert von ziemlich lO Mill. ^Dollars habe, zu einem Teil aus Wertpapieren bestehe und sich fint übrigen aus Farbstoffen, Chemikalien und kostbaren Steinen Nusammcnsetze.

* . *

Die Kämpfe in Oftasrika.

> London, 6. Nov. (WTB.) Im einem weiteren Bericht Nus D e n t s ch - O st n f r i k a wird gemeldet: Eine kleine jerrglische Truppen Abteilung von 50 Monn mit zwei Kanonen jwurde gezwungen, die Stellung zwischen Aeringa und M g o m i n j t zu räunren, nachdem sie fünf Tage lang einer chchtmal stärkeren feindlichen Wteilung Widerstand geleistet ^hatte. Etwa die Hälfte der Besatzung entkam, nachdem sie die B-eschütze unbrauchbar gemacht hatte. Am 30. Oktober stiimn- ten unsere Truppen erfolgreich feindliche Stellungen west­lich des Rufidji-Flusses.

Der 5eekrieg.

Minen an der hoSändifchen Küste.

Amsterdam, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Im Ok­tober wurden 145 Minen an der holländischen Küste «rrngespül't, wovon 121 englischer, 13 deutscher und 11 urrbe- farrnter Natiorralität waren.

Die Flotteuverluste Englands.

Berlin, 6. Nov. (Prid.-Tel.) Mit der kürzlich gemeldeten KZernichäung eines kleinen Kreuzers ist der Ge­ls a m t v e r l u st d e r e n g l i s ch e n Marine aus über 500 000 'Tonnen ihrer Linienschiffe und Kreuzer, welche England bei Aus- Ibruch des Krieges hatte, gestiegen. Insgesamt sind nämlich 4 4 len gli sck-e-Lin ien schi ffe und Kreuzer von zusammen >501550 Tonnen, nicht mitgerechuet die Hilfskreuzer, Hilfsschiffe, ^tauons-nboote u?cd Zerstörer, zugrunde gegangen. Insgesamt be­iträgt der Verlust bei den Linienschiffen etwa 14 Prozent, bei den sPauzerkveuzern 30 Prozent und bei den geschützten Kreuzexwätwas 'über 14 Prozent. Von diesen Verlusten an Linienschiffen und .Kreuzern sind nicht weniger als 39 Schiffe mit 443 500 Tonnen von .deutschen Seestreitkrästen oder in Seeschlachten, durch Unterseeboote oder durch deutsche Vtinen vernichtet worden, der Rest durch Streit- 'kräfte unserer Verbündeten oder durch Soeunfall. Tie Gesamt- i?dnmclge der vor Kriegsausbruch vorhandenen französischem 'T? Linienschiffe und 22 Panzerkreuzer bestes sich ans 497 450 ^Tonnen, während sich die gesäurte Wasscrverdrängnng der italie­nischen Flotte vor Kriegsausbruch <mf 335 700 Tonnen stellte. Hierin sind indessen sämtliche italienische Fahrzeuge einbegriffen, also auch die Kanonenboote, Zerstörer usw. An Torpedosahrzeugen ^a: Eigland bisher rund 50 verloren mit eiltet Tonnage von 41 500, an Unterseebooten 26.

Amsterdam, 5. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die e n gli- f Admiralität teilt mit: Die Meldung des deutschen Ad- wiralstabs vom 4. November, wonach ein deutsches Unterseeböot ^ 1. c ,l kleinen Kreuzer älteren Typs am

K3.-Oktober westttch von Irland versenkt habe, beziehe sich

offenbar auf die Versenkung des MinensuchersGenista", dessen Verlust am 26. Oktober amtlich bekannt gegeben wurde.

*

London, 6. Nov. (WTB.s Lloyds meldet: Me eng­lischen DampferOlan",Leslie" undStates- man" sind versenkt worden.

London, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyüsmel- dung. Der amerikanische DampferLana o" (692 Tonnen) ist am 28. Oktober g e s u n k e n. 30 Mann wurden in Burfy von dem norwegischen DampferTromp" gelandet.

Anrsterdam, 6. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einem hiesigen Blatte meldet dieTimes" ans Athen, daß Admiral Fourner kundgemacht hat, die beiden Damp­fer Angeliki und Kiki Fssaias seien von einem Unterseeboot torpediert worden.

Gefle, 6. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Gestern abend traf aus Oeregrund die Besatzung des Motocschoners Fo n- koeping ein, der vor Romme vom deutschen U-Boot U 22 versenkt wurde. Der Führer des Schoners berichtete, daß die schwedische MotorgÄeasse Kleo und der schwedische DampferAegi^ ebenfalls versenkt wurden.

mb- Deutscher Reichstag.

7 4. Sitzung, Samstag, den 4. Nov., vorm. 10 Uhr.

^Schluß.)

Ministerialdirektor Tr. Lewald: Me Famistenunterstützuu- Aeu betragen monatlich 130 Millionen. Tie Resolutionssorderiiug fei eine Erhöhungum 45 Millionen.. Im Dezember solleir sie sogar doppelt gezahlt werden. Das wäre eine Ausgabe von nicht weni-, ger als 350 Millionen Mark. Das geht nicht ^an, so sehr wir eine Erhöhung der Familienunterstützung in zahlreichen Familien an­erkennen. Eine Erhähurrg der Familienunterstützung wird ein- treteu.

Abg. C o ß m a n n (Ztr.): Die Erhöhung der^ Unterstützung muß sehr bald eintreten, weil die Not vielfach' groß ist. Auch die Kommunen müssen nüehc als bisher ihre Pflicht tun. Dein An­träge, den ririuderbezahlten Reichsbeamten eine Teuerungszir- lage zu gewähren, stmrmen wir gerit zu.

Abg. Hier!-Anspach (Svz.): Angesichts der ungeheueren Kriegsausgaberr sollte diese einmonatliche Ausgabe von 350 Mil­lionen keilte Rolle spielen, wo es sich doch auch Ulm einse Kriegs-- ausgabe handelt. (Sehr richtigj? bei den Sozialdeurokraten.) Ich bitte Sie, die Resolutivnen auzunehmen, damit die Regierung ge­zwungen wird, ihre Pflicht zu tun.

Abg. Meyer-Herford (natl.): Me Resolulian, die zweif^- los angenommeit wird, empfehle ich der Regierung zur Beachtung. Die kinderreichen Beamtenfamilieu ntüssen cnrch berücksichttgt werden bei den Teuerungszulagen.

Abg. Liesching (Fvrtschr. Bpt.-: Es ist kein Zweifel, daß im Winter in vielen Krieg>erfanrilien die Nvt ernziehen wird. Me Verhälttrisse sirid jetzt noch viel schlimmer, als sie im vorigen Fahre gewesen sind. Die Regierung muß den Wünschen des Reichs­tages entsprecksen. Ter Reichstag weiß genau, daß er später die Mittel bewilligen muß. Diese Ausgabe ist aber dringend nötig, denn wir unterstützen auch die Kämpfer an der Front, wenn wir ihren Angehörigen daheinr das tägliche Brot geben, tramenklich zu Weihnachten. Sie erleichtern den Kämpfern in Frankreich, Ruß­land und in den Karpathen die Weihnachten, wenn Sie den An­gehörigen daheim Helsen. Mese 350 Millionen Mark stärken mich, in der Heimat und an der Front die Stellungen, die Zuversicht und den Mut. (Beifall.)

Staatssekretär M. Helsferich: Ministerialdirektor Dr. Le­wald hat keineswegs sich ablehnend ausgesprochen, er stellte vielmehr eine wohlwollende Prüfung dieser Frage in Aussicht, aber er konnte nichts sagen, da der Bundesrat sich noch nicht hat etrtscheiden köirnen. Diese Stellungnahme muß Vorbehalten bleiben. Wir lassen es in diesen Mn gen nicht an Initiative fehlen. Der Bundesrat hat heute noch die Monatsbeiträge für Wohl­fahrtspflege um 50 Pwzent erhöht. Dieser Beschluß wird aus die Zahlurrgen der einzelnen Staaten und der Kommunen nicht ohne Encfluß bleiben. Wich wir wissen, was ein Kriegswirrter bedeutet, und werden danach handeln.

Abg. Liz. Mumm (Dtsch. Fraktion): Wir stimmen der Re­solution mit Freuden zu und wünsjchen, daß die Weihnachtsfreude- den Kriegerfamilien recht bald zuteil werde.

Abg. Rhssel (Soz. Arbeitsgem.): Uns geht der Ausschuß­antrag, dem wir sympathisch gegenüberstehen, noch nicht weit genug. Das Reich, das den Familien den Ernährer genommen hat, hat auch die Pflicht, für diese Familien ausreichend zu sorgen. Die Re­gierung sollte sich die Lage der ^riegerfamilien aus der Frosch­perspektive und nicht aus der Vogelschau aüseheu. Der Reichstag darf sich der Verpflichtung, nicht entziehen, ausreichend für die Kriegerfamilien zu sorgen, und zwar unter Annahme unserer Ab- änderungsanträge. '

Damit schließt die Aussprache. Die Anträge des Ausschusses werden angenommen, die der Sozialdemokratischen Arbeitsgemein-- schaft werden abgelehnt.

Es folgt der Bericht über den Schutz der Bezeichnungen

Nationalsliftung" undMarinestiftung".

Der Ausschuß cnipfiehlt, die Beratung hierüber abzusetzen, dafür aber die Annahme einer Resolution zu beschließen, die ganze Kriegs- mohlfahrtspflege reichsgesetzlich zu regeln. Das Haus beschtteßt ent­sprechend. Damit ist die Tagesordnung erledigt.

Reickstagsprä!... :n Tr. Kaemvs: Wir nähern uns dem Schlüsse unserer Tagung, llnsere Arbeiten waren aus das Gemein- -gut gerichtet und in der festen Ueberzeugung und dent unerschutter- liichen Vertrauen, daß Deutschland im Verein mit seinen treuen Verbündeten allen Aufgaben gewachsen ist, die militärisch, wirt- sschaftlich und finanziell dieser Krieg sondergleichen uns bringt. Tie Pläne unserer Feinde sind gescheitert, sie werden auch weiter slcheitern an dem inneren Bewußtsein des deutschen Volkes und an seiner inneren Stärke. Sie werden scheitern an dem Bewußte sein, wie Großes das deutsche Volk bisher geleistet hat und zu welch großen Leistungen es noch ferner fähig ist. Kaiser und Reich, dOil deutschen Volk, dem deutschen Volksheer von seiner- obersten Leitung an bis zum letzten Landsturmmann gilt in diesem Augen­blick, wo wir unsere Arbeiten schließen, der wärmste, dankbarste ^Gruß. (Bravo!, Gott schütze das Vaterland! (Lebhafter Beifall.)

Der Staatssekretär Tr. Helsferich verliest sie Kaiser­liche Vertagungsorder, die die Bestimmung enthalt, daß. der Haushaltsausschnß auch während des Ver­tagung zusammentreten könne.

Präsident Dr. Kaempf: Wir trennen uns mit dem .Rute: Seine Majestät der Kaiser, Volk und Vaterland leben fjctfr! (Die anwesenden Abgeordneten der bürgerlichen Parteien sowie die Regierungsvertreter stimmen in den dreifachen Rut ein. Me So- jyiaibcmüfraten hatten sich erhoben.) Schluß V 4 10 Uhr

Au§ dsm Reiche.

Berlin. 7. Nov. LautVorwärts" haben am Freitag und Samstag Verhandlungen stattgefundeu über die Verlän­gerung der Tarifverträge in der Holzindustrie. Diese Verhandlungen sind als ergebnislos, abgebrochen worden. Der Kündigungstermin für die Verträge ist der 15. November. Heute beginnen Verhandlungen unter Leitting des Reichsamts des Innern, um einen 'letzten Ausgleichsversuch zu machen. Me For­derung einer 33^'3prozenttgen Erhöhung der Akkordlöhne und von 20 Pfennig Aufschlag auf die Sttmdenlöhne wird von seiten der Arbeitnehmer als Bedingung für die Verlängerung der Tarifver­träge festgehalten.

Aus Stadt und Land.

' Gießen, 7. November 1916.

Mitbürger und Mitbürgerinnen! DascntbehrlicheGolddemVnterland!

Die Kraftprobe der Kriegsanleihe ist glänzend bestanden. Wir sind auch geldwirtschaftlich unbesiegbar. Nun bleibt noch eins zu tun:

Den Goldschatz der Reichsbank, das Rück­grat des deutschen Geldwesens, wollen wir aus eigenem Antrieb noch weiter stärken. Wir wollen vor bauen für jede ettva noch kommend«? Belastungsprobe, fttt jeden möglichen ZatzlmittelbÄwri iw' Innern und nach außen, ftir die Kriegs- und dte'Ftte- denszeit.

Jetzt nach dem Gelingen der Kriegsanleihe kann es sich ganz selbstverständlich nicht um eine Wiederholung des Vorgangs von 1813 handeln, nicht um ein letztes Zusammenrassen von Geldmtt- teln für die Kriegführung, sonderit um das Heranziehen der im Golde ruhenden wirtschaftlichen Widerstandskraft. Diese ungenützt zu lassen, wäre nichts anderes als ein Verzicht mrf wirksame Waffen im Wirtschaftskrieg.

Tjie Gesjchickte wird es festhalteu, wie erhebend bei den Kriegsian leihen das Bert-oaueu der Reichslerttmg, in die staatsbürgerliche Einsicht, die uuverlöschlick»e Vaterlandsliebe des deutschen Volkes sich bewährte.

Nicht minder wird die freudig dargebvachte Stärkung des deutschen Goldschatzes in der Geschichte dieses Krieges für alle Zeiten ein Ruhmesblatt sein. Aber rrvch ist das Ringen um unsere Zukunft nicht zu Ende.

So wollen wir fortfahven in der Darbietung des entbehr­lichen Goldschtmicks. Freiwillig soll die Ablieferung sein, aber auch wuchtig die Ziffer des Ergebnisses. Me Goldankaufs - stellen vergüten den vollen Goldwert Auch hoch­wertige Edelsteine und Perlen (mit Und ohne Fassung) werden cm gekotlft.

** Verkehr mit Milch. Zu bet demnächst durch die Stadt erfolgenden Milchverteilung sollen diejenigen Händler heran­gezogen werden, die die Bevölkerung bisher mit Milch versorgt haben. Siehe Bekanntmachung.

** Ge ndet. Das seit einiger Zeit vemrrißte junge Mädchen wurde am verflossenen Samstag als Leiche in der Lahn dahier gelandet.

** Ge stöhlen. Am 2. November 1916 wurde in hie­siger Stadt eine kleine platie, schon sehr alte goldene Damen- Schlnsseluhr mit einer feingliodrigerl Halskette, im Werte von 100 Mk., ans einer Wohnung, die kurze Zeit unbeauf­sichtigt gelassen worden war, entwendet. Auf dem Rnckdeckel der Uhr befand sich ein Röschert, und der daran befirrdlöche Aufhängerina war urvechl und hatte eine Größe, die nicht zur Uhr Paßt. Ferner ist in letzter Zeit ans einem ver­schlossenen Raum ein Photographieapparat MarkeJca", ModellReika 115", Größe 9x12, im Werte von 50 Mk., gestohlen worden. Sachdienliche Mitteilungen über den Ver­bleib der Gegenstände und der Täter nimmt die Krinnnal- polizei dahier entgegen.

**Schwarz-Weiß-Theatcr, Selterslveg 81, Telephon 911. Das heutige Programm enthält Me The-o7tprätendenten. Dänischer Kunstftlm in 4 Allen. Die Doteir leben. Drama in fünf Akten, in der Haupttolle Walter Schmidthäsler, sowie die neuesten Kriegsberichte und ein gutes Beiprogramm.

** Erlegtes Wild für die Städte. In letzter Zeit sind eine Reihe ministerieller Anordnungen ergangen", die den Zweck verfolgen, das im Großherzogtum erlegte Wild möglichst dem Verbrauch in den hessischen Städten znzu- fühven. Mögen es sich alle Beteiligten angelegen sein lassen, diese Bestrebungen zu unterstützen! Allerdings darf oas Publikum keine zu großen Erwartungen hegen. Demi, wie neuerdings festgesteUt worden ist, gibt es dieses Jahr an dem Wild, das sonst am meisten zur Sttecke kommt, den Hasen, nur erste geringe Ausbeute. Me naßkalte Witterung im Frühjahr und Sommer und das Raubzeug, dem gegen­wärtig ans Mangel an Fagdaufsichtspersorral wenig nach- aestellt werden kann, hat ihnen großen Abbruch getan. So kommen jetzt selbst in sonst wildreichen Gegenden kaum ein Drittel der Hasen zur Strecke wie in den Vorjahren. Es ist dies um so bedauerlicher, als gerade der Hase ein verhältnis­mäßig nicht teures Fleischgericht abgibt.

** Eisenbahnverkehrseinschränkung zur Ersparung von Laderaum. Me Eisenbahn nimmt vom 5. bis 18. November d. J. Spielwaren, Pianinos, Uügel und neue Möbel als Stückgut nicht zur Beförderung an. Me Liste der in dieser Weise gesperrten Güter wird vor­aussichtlich noch erweitert. Maßgebend ist der Grundsatz, daß alle n i ch t dringlichen Stückgutsendungen in der genannten Zeit zurückzuhalten sind. Mutärgnt lmb Privatgut für die Militärverwaltung werden von dieser Sperrmaßnahme nicht betroffen. Ferner werden bis auf weiteres Holzver- schlage, Lattengestelle und Harrasse nur zerlegt als Stückgnt angenommen.

** Im Po ft sch eckverkehr werden vom 15. November ab drei wesentliche Verbesserungen eingeführt. Die Ab­schnitte der Zahlungsanweisungen, die einem Postscheckkonto gnt- gcschrteben werden solleit, werden den Posrscheckcuudeu unmittelbar von der Bestellpostanstalt nicht mehr vom Postscheckamt durch