Kontoauszug - Wgeftellt. und bic Beträge her ötetrfwethg fror* liegenden Zahlung- und Posba'.i»venungen »urr Zählkarte dem Postscheckkonto zu geführt werden, L.cr Postschcckkunoe kann ferner becnitraaen das; auch einzelne bereits erngegangene Post- und Älungsamveffungcn seinem PostfchecKonto gutgesairreben wer- den Schließlich können die durchPostmiftrag oder Nachnahme ern- aezoaenen Beträge auch dem Po,tscheckkonto eines Dritten mit 3<ykmc überwiesen werden. Ucker die Euvelheiten (AnbrnnaE der erforderlichen Vermerke auf den Vosdanftragen und Nachnahmen) geben die Postanstalten Ansllmft. i . .
** Ein Kriegsmar chen. Aus Vrll ina t wird dem Tyronf). Genernl-Anz " geschrieben: Ein eifrig weitergetragen^ Kriegsnrchen macht dem lftesrgen Bürgermeister viele Arbeit. Mau soll beim Abbruch einer alten Klostermauer eure aus dem Zalne 1701 stammende Urkunde geftrndeü haben, die eine Voraussagung über den gegenwärtigen Weltkrieg enthielt und zwar soll der Anfang und das Ende des Krieges in folgenden ^Porten angcdeutet sein: „Der ZÄneg wird um die Zeit der Korn- reife ausbrechen, dann werden zwerinal die Kirschen blühen, und i'M die Zeit der dann folg eichen Ehristmette wird der ^ede geschlossen werden." Das Original bie^ ^phezcnmg lall sich nach der allgemeinen Erzählung i:n Rathaus zu Villmar unt« Mas und Rahnren befinden. Der Bürgermeister: wird imn von allen Seiten mit Anfragen bestürmt, logar telephonisch und telegraphisch. und um Auskunft über die vielsagende ,'furche beten An der ganzen Sache ist kem waches Wort, urch ^ ö» oerwnndern, daß es mich heute noch w viele ^eute allen
Unsinn für bare Münze halten und mit wichttger Miene Wetter
verbrntm. Bück er Halle. Im Oktober wurden
9179 Räude auSaeliehen. Davon kommen aus: Erzählende Mnv 15«, ZciNchri't°n 282. Jua.ndschrist-n 18^ Literatur.
12 (Gedichte und Draineir 65, Lander- und Völkerkunde 45, Kulturgeschichte 3B, Geschichte und Biographien 112, Kunstgeschichte S3, Naturwihenschait und Technologie 104 Heer- und Seewesen 18 und Landwirtschaft 8, GesundheitSlehre b. Religion und Ph,i°i°vl,te 42, Slaa-swisi-nichait 15, Sprachwiff.nlcha't 18. Frenid- prachliche» 18 Bände, 91a* auSwattS kamen 28 Bande. .
Landkreis Gieben.
Allendorf a. d. Lda., 6. Nov. Kaufmann Wilhelm Paulus, 22 Jahre alt, der jüngste von vier im Felde stehenden mv,".ve>-n bat nach schwerer Verwund,rng im Feldlazarett den Hlldenrod erlitten. Er war vor zwei Jahren als Kriegsfreiwilliger
,ns \^.VeTsTcTb, 7. Nov. Dem Kriegsfreiwilligen Johannes 5 cfl c i 0 wurde bei den Kämpfen an der Somme das Eiserne Kreuz
verliehen. ^ u ^ ^ c { m § 6 . Nov. In einem Feldlazarett starb
nach schwerer Verwundung der Lehrer Adam Keller, gebürtig aus Beedenkirchen im Odenwald. Er wirkte außer hier noch in ViAmqen und RudingShausen.
^ Heuchelheim, 6. Okt. Der hiesige Schulverwalter Otto P i a f f befindet sich in russischer Gefangenschaft. _ . . ^
. , nana-Göns, 7. Nov. Die Ph. Frey'sche JagdgeieN schail erlegte auf der Treibjagd in dem Heidewald 7 Rehe,
24 Hasen und 2 Füchse. _
ivd Lich. 7. Nov. Ein großer Leichenzug bewegte sich gestern du.» di- Strafzen des Städtchens Lich. Die Leidtragend«,,.haben dem all'eitia belieb,eu Lehrer Will,elm Zimmer das letzte Geleite. Er war ein Kind hiesiqer Stadt »»d hat es verstanden, sich »I alle» Schichten der Bevöikerunc, hohe Achtung z» erwerbem Worte boher -Anerkennung ,ollten ihm der Vertreter der Großh. Kr-,e- Schi.lkon,Mission, der Grohh. Bürgermeister von Lich, die Vertreter de--, Lehrerkollegiums und d-S L-hrerbez,rksvcr-lNs. der Vorige,>de de» Lahntal-Sängerbundes. die Präsidenten der beiden Licher Gesang-
vereine »nd de« B. d^o^. j {m Unieroifizier Hermann Stein, Sohn des" Gastwirts Jakob Stein, der die Kämpse an der Somme nritmachte, wurde das Eiserne Kreuz 8. Klaff« verliehen.
Am letzten Sonntag wuode der Psarroerwalter S ch m , d t von Dekan vai n er ans Hungen in hiesiger St,s-sk,rch- ordiniert. Er hielt daraus seine AntrittSvredigt, die sehr beisallig ausgenommen wurde. Schmidt ist aus Ait-nschlirs gebürtig und der Rach solger der zweiten Stistspsarrers Freitag, der ,n die Provinz Sachsen
7 Der Reservist Karl Baiser im
Feld-Art.-Rgt. Nr. 85, der seit Beginn des Krieges un Westen kämpst und am 31. Mär, d. Js. mit dem Eisernen Krenz 2. Klaffe ausgezeichnet wurde, ist sür taoieres Verhalten vor dem F-mde zuni etatmähigen Geireiten b-sördert und ^imOsstzlers-AuSbildungs- kursus koinmandiert worden. _ <
[] Wa tzenborn-Stern berg, 7. Nov. Kmrrgl.
Slal>sarz1 Dr. med. Kttrl S^mmcrkb vom 19^. Könrgl. sachs Im'anrerre-Regt., ältestem Sohn Hes hiesigen P)arrcrs sommer- \£ würbe in Auerkemrmrg seines tapferen Berlwttens ber der Verderdigmig des Forts V. bei Verdun vom Köinrg von ochsen da- RuLrkrenz 1. Masse des Mfonsvrdens imt Schwertern verlieben. Dos Eiserne Kren- 2. Klasse mrv die Oldenburg,, che Topfer- keüsmedallle wurden ihm schon früher zmerkamtt. — Heute wiirde die sechste Gedächtnisfeier für gefallene bezw vermMe Krieger in unserer Gemeinde abgehalten. Seit der letzten r^erer am 1. Jrrni d. Js. find folge-i^e wettere
ihren Mrndvn erlegen: Otto Fett, Sohn der Javob Fett Wiv^, «Men am Ludwig Bus vmr Watzenborir, Sohn
des Schuhmachers Ludwig Bils gefallen ^ 23. Jünr: Gefreiter m CO rq Philipp HI. von Stemberg, Sohn des Batth. Philipp IX, schwer verwundet am 17. April, gestorben m Stuttgart am 12. September (vgl. weiter hu rten); Georg Schmrtt vvn Steinberg, Sohn des Ludwig Schmrtt, gefaNen. mn 7 ®ejl; Tambourgefreiter KarlPhil i p p , S^n von Johann Ludwig Plülipp in Watzenbvrn, gefallen am 15. Sept.: Kanonrer Heinrich S ch m a n d 1, Sohn von Emrl Schmmrdt XIV. rn Watzen- ,bvrn. gefallen in der Nacht vom 13. Mit 14. Okwber d Js Vermiet sürd seit, mehr als zwei Jahttn, und daher als tot a NW sehen: Kriegsfrerwrlliger Ludwig Re i t s chm rl t, Abrtu- rient der Oberrealschule in Gießen oermitz ,ert bn Schlacht ber Le Quesnoy «am 30./31. Oktober 1914, Sohn des Joh. Rett-
schmitt IV. in Wiak^nborn; Karl Philipp^l. Bruder des oben, gen. Georg PH., vernttßt seit dcrn 17. ,Scvl. 191Gefecht bei Merlett. Hiermit steigt ote Zahl der aus unserer mehtiv Gefallenen auf 37. Dabei sind einige später Bernnßte außer Betracht gelassen, bei denen die Hoffnung nicht ausgeschlossen ist, daß sie noch am Leben sind.
Kreis Alsfeld.
# Alsfeld, 6. Nov. Nach einer schwereil Verwundung tarb in einem Krankenhause der Grenadier Lehrer W. Hart- m a n n. Tienslllch verwendet war er in Willmenrod, Kreis Lauter-- vach. Er ist das vierte Opler, das seine Eltern dem Vaterlaude gebracht haben, drei Söhne und ein Sclnviegersoh»,.
H: Liede rbnch, 6. Nov. Zn»n Kompagniefeldwebel beiör- dert wurde der von hier gebürtige Lehrer Rudolf Vierheller in Hofheim, Kreis Benshein,. Er genügte vor 1900 als Zwanzig- jähriger seiner Militärpflicht.
Kreis Lauterbach.
M. Lanterbach, 7. Nov. Der einzige Sohn des Medrztnal- rates und Kreisarztes Dr. K l, l l nr a n n hier ist als Fliegerosfizier den Heldentod fürs Vaterland gestorben.^ Die Leiche wird voraus, ichtlich auf dem hiesige», Friedhoie beigeseist »verden.
Kreis Frirdderg.
Kw. Bad-Nauheim, 7. Nov. Ein Mohltütigkeits- k o n z e r t zum Besten der Roten Kreuz-Stiftung Bad-Nauheim findet am irächsten Donnerstag, den 9. November, abends 814 Uhr im Kurhaussaal statt. Durch die Mrtwirffrng bedeutender Künstler, der Opernsüngerin Melttta H e i m, des Konzertsängers Hans P o- k o r n y und der Pianistin Helene Lorsch, sämtlich aus Frankfurt a. M., sowie der Kurkapelle unter Leitmrg des Kapellnieisters Otto D r u m m dürfte es tu weilen Kreisen Interesse erregen und einen genußreichen Abend in lAusficht stellen. F-räulein Heim ivird eine Arie aus „Traviata", den Johann Straußschen Ges-angwalzer ,Dorfschwalben aus Oesterreich" und mit Herrn Pokorny ein Duett aus dem „Troubadour" singen, mährend Herr Pdkorny eine Arre aus „Figaro" und Lieder von Richard Strauß, Gustav Mahler und Rud. Schumacher vorträgt. Fräulein Lorsch spielt den Deutsch iert Tanz von Beethoven und Chopins Mmut-enwalzer. Tre Kurkapelle eröffnet das Konzert mit der Ouvertüre zum „Barbier von! Sevilla" und bringt außerdem noch eine Suite aus dem Ballett .„Die Millionen des Harlekin". Die bewährte Mnst sämllicherMtt- wirkeiiden und die fein zusantmcngestellte Vortraysfolge lassen den Besuch des Konzertes warm empfehlen.
Hessen-Nassau.
□ Marburg, 7. Nov. Um die Butterversorgung der hiesigen Einwohnerschaft zu heben, wirrde in der gestrigen Stadtverordnetensitznng beschlossen, mit einern Kostenaufwand von 10 000 Mk. in der Nähe des Hauptbahnhofes eine Molkerei zu errichten. Es wird damit gerechnet, daß täglich 3400—3500 Liter Milch in die Molkerei geliefert werden können. — Ferner bewilligten die Stadiverordiieieii als Weih»rachtsgabe für die in Marburg ausgestellten Truppenteile die Summe von 1000 Mk.
H Biedenkopf. 7. Nov. Den, Schriftsetzer Jakob Velde aus Wallan, Ersatzreservist in, Res.-Jnf.-Regt. 236, wiirde das Eiserne Krenz erster Klasse verliehen.
X Hanau, 6. Nov. Wie seinerzeit berichtet, ivurde in der Nacht zum 28. Oktober, morg-ens gegen i/*3 Uhr, unterhalb der Statiorr Dörnigheim, am Ausgang des Dörnigheimer Waldes, von einem Streckenarbeiter der 38 Jahre alte Offfzieritellvertreter Rein hold aus Naumburg a. S. zwischen den Hcruptgeleiiest liegend tot aufgefunden. Tie Leiche war ohne Waffenrock, der Kopf des Leicknams in zwei Teile gespalten. Es wunde damals vermutet, daß der vom Heimaturlaub zu seinem Truvpenteil zürückkehrende Offizierstellvertreter in der Schlaftrnnkenhett aus dem Berlin- Frankfurter. v - Z u g gestürzt ist. Die mittleriveile festgestellten Begleitmnstände, unter denen Reinhold den Tod gefunden hat, lassen es nicht ausgeschlossen erscheinen, daß er e i n e m B e r- brechen znnr Opfer gefallen ist. So wurde der Waffenrock des Toten in dem Abovt des von ihn, benußtem Wagenabteils an einem .Haken hängend gefunden. Dadurch) ist erwiesen, daß Reinhold von seinem Abteil aus den Abort erreicht haben nrnß, wenn er ihn überhaupt ausgesucht hat. Das ist aber nicht gut anzunehmen: jedenfalls ist es sehr zweifelhaft, daß er auf dem Rückweg zu seinem Abteil die 2lborttüre mit der Wagentüre verwechselt hat und ans dem Zuge gestürzt ist. Es liegt vielmehr die Vermutung nahe, daß Reinhold, der sich in seinem Abetil nach Ltblegung des Waffenrocks zur Ruhe niedergelegt hatte, i m Schlafe überfallen, zum Zu ge hinausgestoßen und der Waffenrock zur Verdeckung des Verbrechens im. Abort aufgehängt worden ist. Hierfür spricht auch, daß die einen größeren Geldbetrag enthaltende Brieftasche des Toten weder bei ihm, in seinem Waffenrock, noch in der Nähe der Fundstelle der Leiche gefunden morden ist. Tie Ermittelungen zur Aufklärung des dunklen Vorfalles sind »roch im Gange.
Weilburg, 7. Nov. Die Sammlung a,n Marine- Opfertag hat im Oberlahnkreis die Summe von insgesamt 3717 Mk. ergeben. Hiervon entfalle ,\ allein auf die Stadt Weil- burg 1095 Mk.
' rn. W e i l in ü n st e r , 7. Nov. De>n Leutnant und Führer einer Divisions-Fernsprechabteilung im Osten, Regierungsbaumeister Bölpel, Sohn des Postsekretärs Völpel dahier, wurde das Eiserne Kreuz 1. Klasse und das 9iitterkrenz 2. Klasse des Albrechts- Ordens mit Schwetern verliehen.
„Gedenket der Geburtztagsspende für’$ Rote Rreuz"!
Gericht»?««!.
iS.' Mainz. V. Nov. Eine umfangreiche Milchpant- scher ei hatte ein halbes Jahr lang der MMhaEer Sch. Knecht aus Offenheim betrieben. Knecht Hatto nü de^ball
dftekt vor der Mainzer Strafkamm-er zu vermrtworten Lert 7 Jahren liefert er an drc Konsumenten in Alzey die Milch. Im Sommer dieses Jahres wurde seine Milch derart „blau", daß er von seinen Abnehmern daraus aufmerksam gemacht wurde. Er meinte, das käme von der jetzigen „mangelhaften Fütterung". Die Leute waren ruhig, weil sie befürchteten, sonst keine Mrlch mehr geliefert zu erhalten. Nun wurde Knecht in einem Hanfs in Alzey beobachtet, wie er sich im Hausflur am Wasserkrahnew zu schaffen machte imd das geschah täglich. Die Polizei wurde darauf aufmerffam gemacht und nahm nun auf der Straye mi seinem Wagen -Proben. Dabei war) Kneckt eine der gefüllten „Milch"kanneir um und der Inhalt lief auf die Straße. Trotzdem gelang es noch, auch von dieser Kanne eine Probe auf-usangen. Das chemische Untersnchilngsamt in Mainz stellte fest, daß die verschiedenen Proben von 120 dis 460 Prozent Wasser enthielten'. Der Angeklagte ilstz geständig, er gab zu, die Mrlch cur halbes Jahr durch Wasserzusatz gefälscht zu haben, werl fte rhm mcht gelangt habe. Die .Kanne „Milch" will er ber der Probeentnahme aus Angst umgeworsen l)aben. Der Inspektor des chemischen Un* tersuchnngsamtes, Herr Dr. Alfa bekundete, daß brs zu 460 Prozent Wasserznsatz vorhanden gewesen seren oder rn 100 .teilen Flüssigkeit seien 17—18 Teile Milch gewesen. Das ganze ser Milchwasser gewesen. Andere Proben wre)en 120 Prozent und andere 27 Prozent Wasser auf. Mit dem Milchwasser l^rbc er ie nach Bedarf verdünnt. Wie fesdgestellt wurde, hcttte der Angeklagte auch aus einer Gärtnerei Wasser zu ferner Milch hinzugepumpt. Staatsanwalt Altendorf war der Ansicht, daß nur durch exemplarische Strafen den Fälscherererr zu Leibe gegangen werden könne, er beantrage 6 Wochen^ Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe. Das Gericht erkannte auf diese Strafe. - ,
ö. Bodenherm, 7. Nov. Die 16 jährige Anna Maria Sauer ans Bodenheim l>atte mit dem bei ihren Eltern beichch- tigten ritssischen Gefangenen eine Liebschaft eingegangen, die nicht ohne Folgen blick. Vom Schöffengerichr wurde das Mädchen zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt. Dagegen legte der 'Amtsanwalt Berufung ein. Die Strafkammer hob das Urteil ans und verurteilte die Angeklagte zu 2 Wochen Gefängnis.
Letzte Nachrichten.
Das große Sterben der Franzosen.
Berlin, 7. Nov. Der Berichterstatter des „Bert. Tagebl.' Qneri meldet aus dem Großen Hauptguartier vom 6. November: Das französische Volk hatte einen großen Sterbetag. Vom Morgen bis zum späten Abend Angriffe ohne Zahl, Angriffe ohne Gluck. Es kommt vor, daß heftige geschickte Stöße rasch gelingen, uni je schneller der Erfolg deslH lgeringer der Verlusi. Ein wiederholtes Unternehmen, ern Sichverbohren in ein und dieselbe ^turm- absrcht, muß unter allen Umständen schwer, schwer bezahlt werden. Es läßt sich heute noch nichts Ausreichendes über die Verluite des Feindes sagen. Wir wissen nur, daß vor einer Zahl unserer Gräben ein über die Maßen blutverronnenes Kampfsetd liegt, und daß unser Sperrfeuer darüber hinaus manche seindliche Sturmansstellimg vernichtete. Unsere Grabenvesatzuugeu schonen mit einer unvergleichlichen Ruhe au) die im tiefen Kot. des Geländes behinderten dlngrerfer. Wo es den dichten und vreltachen feindlichen Wellen gelang, Fuß zu fassen, brachten uns brcklante Gegenstöße den Enderfolg. ^Nordwestlich Sailly gab es amäirgtich Eindringlinge in unseren ^tällungeu. Sie wurde») prackftooll wrediw angegangen und slnteten zurück. Dreimal trugen sich Airgrffse gegen Transloy vor, dann aab der geschwäü e Absch-nrtt die Kainpsabnchi: aus. Das in kurzen Zügen die Hauptzüge der Kämp)e, die gestern rtvisch.en Le Sars und Bouchavesnes nnt einer für dre heutigen Gefechtsverhältnisse des Feindes riesigen A n g r e i) e r z a h l bestritten wurden. Ihre große Zahl mußte bei dem anscheinenden Ermatten der Opfer überraschen. Tie stete Bereitsch>a)t nn)er^ Truppen konnte nickt überramrt werden. Erstaunlich ilt nur, dan man die Durch,brnchsidee als Grundlage für *>cn Gesamtplan erkennt. Der Feind hatte zu einem seiner größten Kamp.tage gerüstet. Tie kraftvolle Mwchr gestaltete daraus den großen denk,chen Erfolg.
Kvnig Nikita an der Somme.
London, 7. November. Der Korrespondent der „Times" im britischen Hauptquartier meldet, daß der König von Montenegro vor einigen Tagen die britische Fvont an der «ranmue besuchte.
• Das neue Polen.
Warschau, 7. Nov. .Der Generalgonverneur v. Beseler hat durch eine Verordnung allen Städten über 20 00 0 Einwohner eine der Warschauer Wablordnung fast völlig glerch- lautertde Wahlordnung erlassen. Zugleich bat v. Beseler den Kreis-Kommunal verbänden ein Kreistags»vahlrecht verliehen.
. Lchlesisck)e Zeitung.
Die Ententeprcfse und Polen.
Lugano, 7. November. Ter Schlag der Unabhängigkeits- erklärüng Polens hat die Ententemächte ins Herz getroffen.^Das zeigt die haßerfüllte Sprache ihrer Presse. „Evrriere della Lera überschreibt seinen Artikel: Tie vierte Teilung Polens und wettert in beschimpfenden Ausdrücken über Deutschland. Brrand wacht darüber, daß die Pariser Blätter nichts bringen, was Rußland, dessen -Orthodoxie einen schweren Schlag erlitten hat, verletzen könnte.
Erkrankung Stürmers.
Gen), 6. Nvv. Wie der „Temps
aus Petersburg meldet.
st der russische Ministerpräsident Stürmer schwer
erkrankt. Sein Zustand ist beunruhigend. Tie Aeczte vervr> retcn ihm strengste Ruhe.
Maßregelung des russischen Konsuls in Malmö.
Kopenhagen, 7. Nov. Nach einer Mitteilung des „D)en- ft der russische Konsul in Malmö »regen deutscher N e r g u »r - ^ e n an) Befehl Stürmers seines A m t e s. c n t h o b c n lvowen. Tie russische Regierung plant nunmehr ,dw Errwptung eine* ordentlichen russischen Konsulats in Malmö mit rryfrichen Beamten,
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