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17.9.1916 Erstes Blatt
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(^3 stliHc r Kriegsschauplatz.

Bei mjtrtn Truppen nichts Neues.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer. Feldmarfchalleutnant.

Wren. 17. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlimtbart: 17. September 1916.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Südöstlich van Hatszeg (Hötzing) vollführten Houved Kompaguien und deutsche Abteilungen einen erfolgreichen Vorstoß. Sonst an der Front gegen Rumänien nichts von besonderer Bedeutung.

An der russischen Front bot der Feind gestern neuer, lich autzergewöhnliche Anstrengungen auf, die Linien der Ver­bündeten ins W-anken zu bringen. Der Kampf entschied sich überall zu unseren Gunsten. Die

HeeresfrontdesGeneralsder Kavallerie Erzherzo g Karl wurde an der Dreiländerecke südwestlich von Dorna Watra. zwischen dem Capul und der Czerna Hora, nordwestlich des Jablonica-Pasfes, nördlich von Stanislau. an der Najorow- ka und südöstlich von Brzezany von meist weit überlegenen Kräften angegriffen. Die feindlichen Anstürme endeten, von einem unbedeutenden örtlichen Vorteil bei Lipnica Dolna ab gesiHen, Äeratl für die Russen mit einem Mißerfolg.

Das gleiche Ergebnis zeitigtet: die feindlichen Angriffe gegen die zwischen Zborow und dem obersten Sereth unter drm Befehl des Generals von Eben kämpfenden verbündeten Stveitkrüfte der Armee des Generalobersten von Böhm-Er- nwlli. Der Feind wurde dank des erfolgreichen Zusammen­wirkens von Infanterie und Artillerie überall restlos ab­gewiesen. Einen Haupffchlag gedachten die Russen westlich von Luck gegen die Armee des Generalobersten von Tersz- tpanski zu ftrhren, gegen die sich auch Mieder die neu auf­gefüllten Gardedivisionen in den Kampf warfen. In zahl­reichen Wellen gegliedert, stürzten sich die russischen Massen zwischen Prrftsmyty und Zaturcy inimer wieder auf den von General v. d. Marwitz befehligten Abschnitt. Die ftindlichen .Kolonnen brachen meist schon vor unseren Hindernissen zu­sammen. Gelang es ihnen an einzelnen Punkten in unsere Stellungen einzudringen. so wurden sie im Gegenangriff wie­der geworfen. Das Schlachtfeld ist von toten und verwun­dete« Russen bedeckt. Die verhältnismäßig geringe Zahl von Gefangenen zeugt für die Erbitterung, mit der.gekämpft wurde. Unsere Verluste sind verhältnismäßig gering.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Auf der Karsthochflächt setzten die Italiener ihren An­griff Dag und Nacht fort. Unsere Front blieb unerschüttert.

Im nördlichsten Abschnitt erlahmte die Kraft des Gea- ners an vielen fruchtlosen Verstößen. Am heftigsten war die Schlacht zwischen Lokvica und der Karftkuppe. südöstlich des Doberdo^Sees. Obwohl der Feind gegen dieses 'Fronfftück unaufhörlich frische Kräfte heranfühitte und stellenweise in unsere Linien eindringen konnte, enffchied sich der Nah- kampf immer wieder zu Gunsten unserer Truppen, unter denen sich das Infanterie-Regiment Nr. 96 besonders hervor­tat. Die Verluste der Italiener sind entsprechend dem Massen- einsatz auf engem Angriffsraum äußerst hoch. So verbluteten ttffcin im Ringen um die envichrtte .Karsttuppe sieben feind liche Regimenter.

An der Front nördlich der Dippach bis zum .Krn hat der Artilleriekampf an Lebhaftigkeit zugenommen. Im Flit scher Abschnitt griff der Feind nach starker Feuervorberei ttmg von Vrsic. Ravelnik und Rombon vergeblich an.

In den Fassaner Alpen wurden mehrere Versuche der Italiener, den Coltorondo zu erklettern, abgewiesen.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Bei den K. und K. Truppen keine besonderen Begeben Heiken.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

' ^chimnu gelang es den Engländern, vorübergehend in einen Schützengraben einzudringen, sie mürben aber alÄsald wieder hin- ausgeruorfen und ihre früheren Stellungen wieder einzunehmen! gezwungen. An der FrontvDelasitzCegansLa Planrna und an dem Struma schwaches Artilleriefeuer. Am Aegäischen Ufer Ruhe.

Erfolge deutscher Seestugzeuge in der Dobrudscha.

Berlin, 17. Sept. (WTB. Amtlich.) Deutsche See- tlu g zeuge haben am 16. September Eisenbahn anl agenl und feindliche Kolonnen in der nördlichen Dobrudscha mit Er- wlg angegriffen. Ein feindliches Seeflugzeuggeschwader auf demi See/bei stucla wurde nrit Bomben belegt und ein Flugzeug ge- troneu. Die Flugzeuge kehrten unbeschädigt zurück.

Das neue griechische Kabinett.

Athen. 16. Sept. (WTB.) Meldung der AgenceHavas. Es ist ein Kabinett Calogeropnlos gebildet worden.

Am ste rd a m, 17. Sept. (WTB.) Das Reutersche Bn- rean meldet ans Athen: Das neue Kabinett ist fol­gendermaßen gebildet worden: Calogeropnlos über­nimmt den Vorsitz im Ministerium und zugleich das Kriegs­und das Finanzministerium. Damianos wird Mari-no- minister, Ronfos Minister des Innern, Carapanos Minister des Aenßern, Bokotopulos übernimmt das Justizministe­rium, Canaris das Ministerium für Unterricht. Eaftan- goglon das Verkehrs- und Bassios das Volkswirtschafts- ministerintn.

Sven Hedin in der Türkei.

Konstantinopel, 15. September. (WTB. Nichtamtlich.) Verspcnet eingetroffen. Sven Hedin, der von einer sechsmöna- ügen. Sttidilpi reist in Syrien. Mesopotamien, Arabien und der Halbinsel Sinai zurückgekehrt ist, berichtet in den Blättern über leme aus gezeichneten Eindrücke, namentlich in Syrien,, wo Dstrstal Pascha ein isahr hast großartiges Werk vollbracht habe, oos? Um als großen Militär und iwch größeren Staatsmann zeige. Me Zahl der in Syrien begründeten Fabriken, der lieber schuß an Getreide und Nahrungsmittetn sei geradezu verblüffend. Sven Hedin, /der -morgen nach Stockholm zurückreist, wird ein Werk über die Türkei veröffentlichen.

Eine Anleihe in Wilna.

Wilna, 15. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der deutsche Stadt- hauptinann erläßt in den. Wilnaer Blättern eine Bekanntmachung.- nach der eine Million Rubel von den Bürgern Wilnas als Anleihe aufz'ubringen sind, ,7m die gezahlten Betrage werden Schuldverschreibungen ausgegeben, für deren Sicherheit das gesamte Vermögen und die Steuerkraft des Stadtbezirks Wilna haftet. Die Anleihe wird mit 6 % verzinst und innerhalb fünf Jahren nach Friedensschluß zurückgezahlt Die Anleihe ist zu drei gleichen Teilen bis 10. Oktober, 10. November und 1. Dezember 1916 einzuzahlen. Zeichnungen werden bis'zum 1. Oktober entgegengenommen. Falls der Betrag von einer Million Rubel nicht durch freiwillige Zeichnungen aufgebracht wird, wird der Fehlbetrag nach einer aufzustellenden Liste durch Zwangs- abgabe erhoben, die weder verzinst noch zurückgezahlt wird.

Ereignisse zur See.

Ein Seeflugzeuggefchwader hat in der Nacht vom 16. auf den 17. die Bahnanlagen von Me st re mit schweren Bauchen erfolgreich belegt. Alle Flugzeuge sind unversehrt emgerückt.

Flottenkommando.

* *

Der bulgarische Bericht.

Sofia, 15. Sept. (WTB.) Amtlicher Bericht des Gene ralstabes.

Rumänische Front: Am Donauufer herrscht Ruhe, mur che Festung Tutrakan wurde von der feindlichen Artillerick -ohne redes Ergebnis bombardiert.

Dobrudscha-Front: Seit dem 12. September hatten ucheo e Truppen heftige Kämpfe zu führen gegen die vereinigtest ^ serndiichen Streck kr äste, bestehend aus russischen, rumänischen und stibsichen Truppen. Die große Schlacht in der Linie.' Al-rno-SeeDorf P a ra chioiDor f AbtaatMusu- btt )Kiara Omer endigte am 14. September mit der vollständigen Vernichtung des Feindes. Der dus der ganzen Linie zurückgeschlagene Feind wurde von unseren Truppen energisch verfolgt Die Zahl der Gefangenen und Tro­phäen wird jetzt festgestellt. An diesen Kämpfen haben, wie jetzt Testgestellt wurde, teilaenommen, die 2., 5., 9. und 19. rumänische Division, die 61. russische Infanteriedivision, eine gemischte rus- sssch-ferbische Infanteriedivision und drei russische Kavalleriedtvi-

im Tutra kaner

fronen.

Ans Gefangenenaussagen geht hervor, daß in Brückenkopf gefangen genommen wurden die 15. und 17. ru­mänische Division und zwar das 34., 36., 74., 75., 76., 79 und ,80. Infanterie-Regiment, ferner ein gemischtes Regiment und das Zweite Grenz-Jnfanterie-Regstnent, alles in allen: neun Regimen­ter, ferner das 5. Haubitzen-Regiment, das 3. Festungsartillerie- Regrment. sowie die ganze in Tutrakan befindliche Festungsartil- Brs letzt wurden als in Tutrakan gefangen im ganzen fest- * festere, darunter die Brigadekommandeure

Ersten Raschkanu urrd Marschescu, 40 Aerzte, fünf Kapellmeister, ftrner 25000 Soldaten. Der Chef der 15. Division General GrrMveseu ist nach Gefangenenaussagen entflohen, der Chef der "17. Drvpion Todorescu in der Donau ertrunken. Als Trophäen wurden emgebrackt: 2 Fahnen, 100 Geschütze, 62 Maschinen'- Mixfytc und vieles andere Kriegsmaterial. Bei der: Kämpfen bei Kurdbunar, Dobrü und Silistria wurden rwch 15 Offiziere und 3000 Soldaten gefangen genommen und 30 Geschütze erbeutet alles in allem seit Beginn des Krieges bis zum »a^^p^mÄer einschließlich 522 Offiziere und Aerzte ^2 8000 unverwundete Soldaten, 2 Fahnen, 130 Ge­schütze, 62 Maschinengewehre und vieles andere Kriegsmaterial.

M a ze d o n i s ch e F.rv n t: Im Westen und Südwesten des ^V, 0 , 15 öe es. wird heftig gekämpft Es wurden bedeutende feindliche .Kräfte feitgesteNt, unter ihnen im Moglena-Tal russische ^üMn^nipw.werden beiderseits mit großer Heftigkeit

Vrf^ ft 5 Ufien unsere Truppen alle An-

grnse zurua und brachten dem Gegner große Verluste bei.

, ^ r e ch t c n W a r d a r - ll f e r Ruhe, ani linken beitiaes Artillerie jener. Be: einem Angriff in der Richtung aus dem Dorfe

Die Neutralität der Nordstaateu.

erlin, 16. Sept. (WTB.) DieNordd. Mg. Ztg." schreibt: Die Neutralität der nordischen Staa­ten. Wie der Königlich Schwedische Gesandte mitgeteilt hat, ist die früher abgegebene Neutralitätserklärung der schwedischen Regierung fortdaueriid in Geltung.

Von den Gesandten der nordischen Staaken ist im Aus­wärtigen Amt eine gleichlautende Erklärung abgegeben wor­den, in der die Ziele der in Kristiania vom 19/bis 22. Sep­tember stattfindenden Konferenz wie folgt umschrieben wer- den: Die Zusammenkunft ist als ein neuer Ausdruck für den Wunsch der nordischen Reiche anznfehen. fitr die Wahrung ihrer Rechte und Interessen als neutrale Staaten gemein­schaftlich zu wirken, und zwar unter Anfrechlerhaltnng einer loyalen und unparteiischen Neutralität.

Schweden und die Entente.

Stock h io t m , .. Sept: (WTB.) Die gemeinsame N o t c der Ententemächte an Schweden hebt bewnoers hervor, daß die schwedische Regieriing in einem Erlaß vvin 14. Juli 1916, der die näheren Bestimmungen über die Küstenwacht entlstelt, unterschieb zwischen Handels-Tauchbooten und Tauch-Booten der Kriegsmacht, wonach die Handels-Tauch-Boote nngehindert inner­halb der schwedischen .Hoheitsgewäfser fahren zu können scheinen Ferner heißt es, daß der Erlaß vom 14. Juli 1916, der den schwedischen Handelsschiffen allein das Recht läßt, die dnrch> eine Minensperre geschlossene Kogrimdrinne zii befallen, nicht ver­einbar scheint mit den Bestimmungen des Seefahrtsvertrages mit den Ententemächten vom 14. Juli 1862, nach dem alle Schisst dieser Mächte berech'tigt sind, gleich den schwedischen Schiffen anl der .Küstenfahrt und dem Handel zwischen schwedischen Häfen teil- zünehnien. Durch die gleiche Vervrdmmg vom 14. Juli 1916, sowie durch ein Zirkular der schwedischen Admiralität spertte die schwedische Regierung den einzigen Wog,^auf dem nicht schwedische Handelsschiffe, geschützt vor deutschen Seestreitkräften, von dem Lound nach der Ostsee oder zurück fahren können. Dagegen ließ die schwedische Regierung in ihrem .Hoheitsgewässtr zwischen Kalmarsund und Luca nicht ,iur einen offenen Weg, der jetzt allem für schwedische und deutsche Schiffe zugmrqig ist, sondern sichert diesen schiffen auch den Schutz gegen russische Seestteitkräfte zu. Das Ergebnis hiervon ist, daß die. deutschen Handels­schiffe sowohl zu Schwedens Ost- wie Westküste Zutritt haben, wämend mfolge der Sperrung der .Kögrnnd- rmne die Handelsschiffe der Alliierten, die sich in russischen Häfen bessiwen, nur Zutritt zur Ostküste haben und die übrigen Handelsschiffe der Wliierten nur zur Westküste Mit anderen Worten: Schweden hat die von Deutschland zwischen den Alliierten in der Ostsee aufgetürmte Scheidervand vervollstän­digt. Um der Möglichkeit einer Verletzung der schwebisck)en .Hoheits­gewässer durch Rußland vorzubeuqen, verstärkt die schwedische Regieriing die Bewachung ihrer Küsten und droht mit unmittel­barer Anwendung von Waffengewalt. Um der entsprechenden Möglichkeit von Teittschlland vorzübeugxn, entfernt dagegen die schwedische Regierung jeden Anlaß zum Eindringen deutscher See- strertkräste in schwedische Gewässer, indem sie ohne weiteres die L-eefahrt absperrt, an deren Störung Deutschland ein Jnter.esse hat. Zwischen der Haltung der schwedischen Regierirng gegenüber der einen und der anderen der krieasührendcn Parteien besteht

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ern deutlicher U n t e r s chr e d , der rmt den Verpflichtungen loyalem mußte geschehen, weil die Sicherrmg eines einigermaßen au unpa-tteisicher^Neutvüitat schlecht verembar scheint. Die Regierungen ^ttchenderr Brotaufstrickies für die Zeit bis Mm nächsten Somw der Ententelander beklagen lebhaft, dres festsvÄlen zu müssen.^ all^pnderen Interessen vorgehe.r inUß, und weil diese Sichln- Me würdige sachliche Antwort der schwedischen Regierung <A ~ ^ oa - f " lauf diese Note firrdet volle Zustimmung in den 'Abend- blättern.

Der Zeekrieg.

Die deutschen N-Bootersolge.

Berlin, 17. Sept. (W. B. Amtlich.) Im August ind 126 feindliche Hau dels fahr zeuge mit insgesamt 170779 Brutto-Register-Tonnen durch Unterseeboote der Mittelmächte oder durch Minen versenkt worden. Ferner wurden 35 neutrale Handelssahrzenge mit insgesamt 38568 Brntto-Register-Tonnen wegerr Beförderung von Bann­ware zum Feinde versenkt.

Der CH es des Admiralstabes der Marine. Berlin, 16. Sept. (WTB.) In der Zeit vom 3. bis 11. September sind dnrch unsere U-Boote im eng­lischen Kanal unb im Atlantischen Ozean 2 6 feindliche

Hande ^ s ßch i s s e von insgesarnL 26 222 Brutto Register^ Tonnen vernichtet worden, darunter an größeren: Handelsdanrpsern chie englischen DampferTorridge" (5036 B.-R.-T.),Hazelwood" (3102 B.-R.-T.), ,L>eathdene" (3541 B.-R.T.),Lexie" (3778 B.-R.-T.), die italienischen Darnpfer Messicano" (4065 B.^R.-T.) nndGennna" (3111 B.-R.-T.). Außer diesen feindlichen Handelsschiffen sind noch sieben Neutrale Handelsschiffe von einem Gesamttonnen- gehalt von 10669 B.-R.-T. nach den Bestimmungen der Prisenordnung versenkt worden, weil sie Bnnnwure nach England bezw. Frankreich führten.

Die Verluste der Haudelsstotten.

London, 16. Sept. (WTB.) Lloyds teilt eine Statistik über dre Verluste sämtlicher Handelsflotten mit. Tieie Statistik bezieht sich auf das >erste Quartal des laufenden wahres. Tie Gesamttonnage des britischen Reiches beläuft sich danach auf 21274 00 Tonnen, die Verluste betrugen 341500 Tonnen; hiervon waren 250 600 TonNm .Kttegsverluste. Die Kriegsverluste machen für das Vereinigte Königreich 1,71' Pri^ent nnd für die Kolomen 0,41 Prozent aus. Tie Verluste Hollands werden auf 2,29 Prozent, die Norwegens auf 1,51 Prozent be­rechnet. Dre deutschen Verluste werden mit 0,11 Prozent angegeben und diese Ziffer lmrd als hoch bezeichnet, da ein sehr großer Teil der deutsch«: Flotte in den neutralen Häfen ststliegr. Tie Reuter- depefche schließt: Im Verhältnis zu der mächsigen Größe dey britischen Flotte sind die Verluste ziemlich gering und sie sind bisher durch Ankäufe und Neubauten mehr als wettgemacht.

*

London, 15. Sept. (WTB.) Verspätet eingetroffen. Nach einer Lloydmeldnng ist der holländische Dampfer Antwerpen^ gesunken.

London, 16. September. (WTB.) Lloyds meldet, daß der DampferMarcel^ .(1433 Tonnen) versenkt und die Be­satzung gelandet wurde.

rs.EstEfvAsHnr DampftrEli -abeth" (573 Ämmm, und rk t cm 1 (H^2^Tonn«i) smd gesimken. Nach einem Bericht aus L>t Malo vom 14 ist der dcmische DampferHans Larsen" I/04 Donnenf gesunken. # 7te Besatzung wurde gelandet. Aus' PIhmmith wird gemeldet, oaß die Bemannung des holländischen -vampfersAntwerpen", dessen Versenkung bereits oememtt wurde, dort gelandet ist.

d«ris 16. Sept WTB.) Nach einer Meldung des aus Madrid ist der spanisckie DampferLuis Vipes" ist 160 Tonnen) von einem Unterseeboot versenkt worden.

Die GolöankauffjeLe

ist morgen von 3 bis 5 Uhr geöffnet!

Ans Ktcrdt und Land.

Gießen, 16. September 1916.

Beschlagnahme von Aepfeln, Zwetschen und Pflaumen.

Der Stellvertretende kommandierende General des 18 ttstneetorps hat am 15. ds. Mts. eine Verordnung erlassen i l^'ch wflcye die gesamten noch nichr Mi Kleinhandel befind' lichen ttepfel, Zweffchen und Pflaumen, auch soweit sie u) geerntet wurden, mitsofortigerWirkuna b e s ch l a g n a h m t s i n d. Der Absatz darf nur an Personen erfolgen, die einen mit dem Stempel des Kriegsernährungä- amts versehenen Ausweis mit sich sühreii. Die Maßnahrue isi eine vorübergehende und bezweckt die Sicherstellung der- Obskmengen, die erforderlich siiid, um Heer und Bevölkerung ui ausreichender Weise mit Marmelade zu der- jehen. Die Verarb-eittrng und der Verbrauch rm eigenen Haushalt bleibt trotz der Beschlagnahme zulässig , Aus Berlin wird diirch das Wolfffche Bureau hierzu folgende Nachricht verbreitet:

Die Versorgung des Heeres Und Ibn Zivilbevölkerung Mit Mar melade und Mus zum Brotaufsttich ist angesichts der 'Fettknapp- I>nr von entscheidender Bedeutung. Nur ein verhältnismäßig klei- ner Teil der Haushaltungen kann sich den Bedaff durch Sekbstern- kochen fickfern.^ Für die Mehrzahl der Bevölkerung ebenso wie für der Vorrat durch Fckbrikeri beschafft werden. Bei der KnapPhett an Nabrungsmitteln ist der Verbrauch von frischen pflaum eil und Aepfeln außerordentlich gestiegen. Sie werden viel- fach unreif geerntet und von den Hausfrauen zum Ernkochen aufge- tauft. So nützlich das vom Standpunkt des Emzelhaushäktes ist, jo Timij noch die Gefahr vermieden werden, daß von den Fabriken für das Heer nnd den Massenverbrauch z-u wenig verarbeitet wird, und dann Mus und Marmelade nicht bis zum nächsten Sommer jonoern nur ms ^anuar oder Februar rrusoeicheii. Die bishe­rigen A n kau fsergebii isst der Ddarmeladenmdustrie lagen dkm Kinegsernahrnngsamt Mitte voriger Woche vor und haben ergeben, ^ Zehntel her für S^eu und Bevölkerung unbedingt

nötigen Mengen angekaust war. Der Industrie ,me sin vorigen Fahre bm Ärckaus zu beliebigen Preisen freizustellen, hätte neue un- erttagliche ^Prerstrerbereieir hervor gerufen. Die Festsetzung von Hochjtpreifeii für den Groß- lind Klemhaiidel genügt, wie d:e Erfahrungen bei den Pflaumen ergeben haben, nicht

me 'zur Marmeladenhersdellung nöttgen Obstmengest zu ficherii^ Es ivar Gefahr im Verzüge, wenn nicht un- heilbarer- Schaden gefchehen sollte. Deshalb erging die erwähnte misitarsiche Anordnung. Der Verbraiich für den eigenen .Haushalt

^'^ugers wird durch die Beschlagnahme nicht Strossen. T'er Verkauf darf aber bis auf weiters mcr an die vom Krreg<^er- nahrungsamt ziigelasseuen Aufkäufer für Marmeladefabrikeu'er­folgen welche unter Aussicht des Kriegstrnährungsgnites die Er­zeugnis,e her-zustellen und zu den amtlich festgesetzter: Preisen im Laust des Jahves an die Heeresverwaltung und Bevöl^rmrg zu sieferii halben. In solchen Bezirken, derer: Gesamderzeugima an Aepfeln Und Maumen so gering ist, daß eff: Aufkauf für die Fabriteii nicht angeht, ist, dansit nichts verdirbt, der Handel zu den Vvrgeschriebenen Höchstpreisen steigegeben. Für feine Obst- forten, die für die Fabriken nicht in Betracht kommen, ergehen, belondere Vorschriften. Zu der Beschlagiiahmck, daren Nachteile fiir e:ne alsbaldige Versorgung der Haushaltung klar smd, Haber; sick> die verantwortlichen Stellen rmr sehr schwer entschlossen. ""

oiyr e die Beschlagnahme nicht erreicht werden kann.

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Herb^pferd emarkt Nach einer Bekann machung der Pferdemarkt-Depntation in der Samstag Nummer findet am 27. d. Mts. der diesjährige Herb's Pferdemarkt in Gießen statt. Für die Prämiierur des besten Pferdematerials sind wieder über 2200 Mk. vo geseheri. Man ist dabei von der Absicht aeleitet, gemei: nützige wirtschaftliche Einrichtungen auch wahrend des Kri ges aufrechtzuerhalten. Das von: Generalkommarrdo für d Stadt Gießen ergangene Pferdeausfuhrverbot wird na an zuständiger Stelle eingezogener Erkundigung noch vi den: Btarkt wieder aufgehoben.

** Verteilung und Vertrieb von Auslandä k ä s e. Die Verteilung und der Vertrieb von dänischem m:o ln ländischem Käse werden von Anfang dieses Monats an «-ine grün legende Aenderung erfahren. ')lns Anlveisiing' de- Lrieg- ernährungSamtes rmrd die Zeiitraleinkaussgesellschast die zu: Cm fuhr gelangenden Mengen nach einen: Berttilungspian auf dc