Nr.
Zweites Blatt
M. Jahrgang
Lftcheinl täßltch mit Ausnahme deS Sonntags.
Di, ..Oietzener ZamiUenvIättcr" werden dem
.Anzeiger" viermal wöchentlich be,gelegt. das
..Breisblatt für den Breit «letzen- zweimal wöchentlich. Tie ..Landwirtschaftlichen Leit' fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesfen
Zreitag, 25 . August 1916
Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'jchea Universität« - B»«ch- und ^iemdructere«.
R. Lange. (tzießen.
Schnttlertung,Geschäftsstelleli.Druckerel Schul» ftrave7.Geschästsst-llc u. Verlag ez&bl, ~d)rift* Uttung: e^ll2. Adresse für Drahtnachrlt^te« Anzeiger Gießen.
Die Schlacht an der Somme im Monat Zuli.
Dritter Teil.
VI.
Unverzüglich nachdem cnn 1. Jnli dir feindliche Absicht einer großen entscheidendeii E^esumt offensive beiderseits der ^omme einwandfrei ertamit war, würben zur Unterstützung und Ablöping der Divisionen, welche den ersttm Anprall des Acindes abgesa ngen hatten, Bersrürkungen an Infanterie und, Arn llerie Hera »gezogen. Aber das Einsehen dieser BersrarfuntTen zwischen die bisherigen Gra.benbesatzu.ngen und der Aufmarsch der heraneilenden Artillerie lmtrde dadurch bedeutend erschwert, daß beides mitten im ta-benüen! Gefecht und unter der Einwirkung des rastlos wuleirdeai. iemdlichen Artilleriefeuers erfolgen mußte, welches nicht nur dw .Kampflinien. sondern auch das gesamte .Hintcrgelände absuchte und auf eine Tiefe von mehreren >Üilometern Tag und Nacht mit Eisen überschüttete. Auch mußten die neuen Verteidigungslinien verstärkt, die Arlilleriestellungen für die Massen namentlich am schweren Geschütz. welch«' nach und nach in das Gefecht cingriffcn, erst im Feuer geschaffen werden -vier gab namentlich die wackere 2lrmicrungs truppe wieder einmal Beweise wahrhaft überwältigender Hingebung.
Etwa um die Mitte des MonatS war die neue Vertcidi gungsgruppe soweit eingerichtet, daß ihre Einwirkung aus den Gesamwerlauf der feindlichen Offensive sich entscheidend geltend zu machen begann. Schon die Ergebnisse, ivelchc der rzeind am 14. im mittleren Abschnitt erzielen konnte, standet nicht im entferntesten im Verhältnis zu seinem Einsatz. Auch ließ sich mit steigender Deutlichkeit erfeuuen, daß der Feind aus seine erste und eiacnthdK Absicht, den großen jfrategt 'chen Durchbruch. immer mehr zu verzichten gezwungen war. Die .Hauvrrichtuug seiner Angriffe zielte liämlich nicht niehr gegen da - Mittelstück der Geländezone: der ganze Abschnitt von Guillemont bis Maisonnette blieb von jedeni stärkeren Druck in östlicher Richtung frei. Statt dessen lassen sich zwei gänzlich auseinanderklafsende AngrisfSrichtuiigcii unter- 'chciden: Die Engländer drücken scharf nördlich auf ben Abschnitt Thiepval—Longueval. die Franzosen in südöstlicher Richtung aus die Front Barleiu, Soyecourt. Diese exzentrischen Angriffsstöße bedeuten den Versuch, die Verteidigungslinie. deren Durchreißung in fcntrecbrrr Richtung miß lungen ist, nunmehr parallel zu ihrem Verlaus zurückzu drängen, „aufzurollen". Aber auch dieser Versuch ist bei 'einen immer wiederholten Erneuerungen unter den schreck lichstcn Verlusten der Feinde zusammengebrochen
Zunächst allerdings rafften Engländer und Franzosen noch einmal alle ihre Kräfte zusammen. Aus der ganzen Strecke von Poziöres bis VermandovillerS ging die Ar tillerie noch einmal ans Werk. Auf der 40 Kilometer langen ckront stürmte am 20. Juli der Feind: 17 Divisionen. 200000 Mann rannten an, sollten den Erfolg erzwingen und rannten doch nur, nutzlos geopfert, in den Tod Sftrauerlich gelichtet mußten seine Reihen fast überall zw rück. Nur ioestlich von Hardöcourt drückten d,e Franzosen eine unserer Divisionen in einer Breite von drei Kilometern um MO Ndcter aus dem ersten Grabxu iif den zweiten am Wcstrandc von Maurevas zurück. Die Engläiidcr hatten nichl den geringsten Erfolg gehabt. Und doch Hanen gerade sie große, ^ausschweifende voftnungen auf die Unternehmung dieses Tages gefetzt: sicher, nunmehr endlich durchzubrechcn. hatten sie sogar Kavallerie in großen Massen hjnter ihrer Front bercitgestellt, um nachzuftoßen. Ein Teil dieser unglückseligen Reiterscharen wurde zur Attacke angeietzl und natürlich von unserer Infanterie wehrlos zusammen geschossen.
Die Engländer habcii in ihrem Heeresbericht die Tatsache eines großen gemeinschaftlichen Angriffes übethlmpt voll- ständig verschweigen müssen, die Franzosen haben ihre un bedeutenden Erfolge phantastisch aufgeputzl, um sich über ihre furchtbare Enttänschuiig in ihrer Art zu trösten
Von nun an haben die Feinde in Abständen von wenigen Tagen immer aufs neue versucht, mit Aufgebot ihrer gguzeu Angrisfskrast unsere jetzt fest gusgebaulen Linien zu erfdnii lern. Am 22., 24, 27., vor altem am 30. Juli setzten jebeä mal auf größeren Frontabschnitten nach verschwenderischer Artillerievorbereitung wütende Jnfanteriestürme ein, d< Gesamteriolg indessen gleich Rull gewesen ist. Lediglich d,e Trümmerstälte des Dorfes Poziöres fiel um den 25. in die Hände der Engländer. Dies ist der einzige Fortschritt, welchen der Feind auf seiner ganzen Front, im Lause des letzten Fulidrittels trotz mehrererMafsenanftürme nndvieler Tag und Nacht weiter tobender Einzelangriffe hat erzielen können:
Auch die inzwischen abgelausenen drei ersten August- wochen haben keine wesentliche Veränderung hn taktischen Lage, sondern nur kleine Frontverschiebungen gebracht. Den Gegnern fortgesetzten äußersten Anstrengungen und
blutigsten Verlusten nichl gelungen, noch nennenswerte Erfolge zu erzielen.
ner besonderen Hervorhebung bedürfe« indessen die hartnäckigen Kämpfe, deren Ziel der Fouream Wald und daS Dorf Longueval am östlichen anschließenden Delville-' Wald waren An dielen beiden Punkten haben die (Sufir länder seit Mitte d>.- Monats zu immer wieder itourn ver zweifelten klngriffen angesetzt, in deren Verlauf die ge naniiken Stützpunkte mehrfach den Besitzer wechselten Der Heldenmut, mit dein hier unsere tapferen Magdeburger, Altenburger, ' rhalttner, Torgauer uni» später d rühm gekrönten Regimenter der Brandenburger und Sachsen dem wahmvitzigeu Anprall vielfacher Uebertegercheit mib dem tag und Nacht nicht aussetzenden Hagel schwerer und schwerste? Geschosse Trotz pcbotn 1 haben kann hier nur mit höchster Bewunderung genannt werden. Er bedürfte einer eigenen 'Würdigung
VII.
h der - b an der Somme und der Kampfe bei Verdun drängt sich aus.
- verdMl sind wir die Angreifer, in der Picardie befinden wir uns in der Abwehr Aber d,e Verteidigung Verduns, auf deren Hartnäckigkeit die Franzosen so stolz sind und Don der si in all W ' l. .. ^ niachen
den, nutzt sich an' den wuchtigen Rückhalt bet stärksten
Festung Frankreichs, ihren doppelten Fortgürtel und ein kunstvoll ausgebautes Verbmdungsnctz von Feldbefestigun gen. Schon das Angriffsgelände an sich bietet durch sein starkes Ansteigen und die tiefen Einschnitte, die es durch, ziehen, die überragenden Kuppen, die es schützen, dem Angreifer ungleich viel höhere Schwierigkeiten als die leicht gewellte Ebene der Picardie. Unseren .Kämpfern an der Somme stand nur ein schmaler Gürtel von Schützengräben zur Verfügung, deren vorderste Linie, als sie dem Erdboden gleich gemacht war. von der ungeheuren feindlichen Ueber- inacht nach siebentägigem Trommelfeuer im ersten Anlauf stellenweise überrannt und damit für die Verteidigung viel iach ausgeschaltet werden konnte.
Was aber das Starkeverhältnis anlängt, so ist cs bekannt. daß bei Verdun die Franzosen uns in einer Ueber- legenhen gegenüberstanden, die an Infanterie sich zu unserer Stärke wie 2: 1 verhaft. Dabei waren wir dort in der Rolle der Angreifer! An der Somme aber stellt sich das Zahlen- Verhältnis jedenfalls noch weit ungünstiger für uns. Und trotzdem ist der Geländegewinn unserer Feinde im ersten Monat ihrer Offensive noch nicht halb so groß als der unsrige im ersten Monat vor Verdun! Uebrrgens mag darauf hingewiesen werden, daß der Geländegewinn, den die Franzosen erzielen konnten, fast doppelt so groß ist als derjenige der Engländer, während die Verluste der ersteren etwa halb so groß sind als die der letzteren.»
Die Sckzlacht an der Somme stellt selbst gegen die .Kämpfe bei Bcrduu noch eine Steigerung des Einsatzes an Menschen und Munition dar. Sie bildet ben .Höhepunkt der .Kraftentsallung unserer Feinde und der ganzen bisherigen Kricgsge,chichle. Vergleicht man den Einsatz und die .Hoffnungen unserer Feinde mit ihren Erfolgen, so iiiuß sich jedem unbefangenen Beurteiler die Erkenntnis ausdrängen, daß sie unsere Stellung zu erschüttern nicht die Macht besitzen. Zum erstenmal Kat das bisher fting geschonte englische .Heer ge- waltige Verluste erlitten. An den nutzlosen Opfern trägt aber auch diesmal wieder Frankreich weftaus den größten Anteil. Ein weiter blühender Landstrich Frankreichs ist dürft) die Julikämpie in eine grausige Trümmerwüste ver- wandett.
ver Zweck -er vruschprämie.
Die Rerchsgetreidestelle verbreitet lolgcndc Ausführungen :
Dre ^ledeurung der Druichprainie von 20 Mart ftrr die Tonne Brotgetreide, welche die Reichsgebveidesdelle bis zum 15. Dezember dS Fs tvwilligen f.rrrn, ist rnesfach falsch beurteilt worden Man hat gegen die Druschpramre ern- gewandt, daß das möglichst schnelle AriSdresckTcn de>^ K^»rns, ftir welck>es die Prämie g«vahrt nftrd. nicht im Interesse der Erhaltrrng unserer Brvtoetreidevorräte liege, da sich das Korn am besten im Stroh konierviei'e Dann wiederum hat man darauf h,»gewiesen, daß bei der z<ntlick)eu Be grenzung der Drnfchprännc die kleincweu Landwirte gegeii- über deii größeren rcud leiskurigsfähigeren Laiidwirten benachteiligt wurden. Endlich ist vielerorts d,e Dnischprämic als ein nuliebfamei Zuschlag zu den ^wtreidepreisen ansgefaßt nwrden, welckzer nicht bcn zu erwarterrden günstigen Ergebnissen rmserer neuen Ernte entspräche.
Alle diese Eiiilvände gegen die Druschpiainie haben den eigentlichen Zweck dieser Maßnahine ganz übersehen. Dieser liegt ickrmlich in der notn^endigeriv^üse von der' Reichs- getreidosteile zu ergreifenden Vorratsvorsorge begründet. Tie Reichsgetreidestelle kann bekaiinelich die ihr zugewiesene Aufgabe nicht so erledigen, d^rß sie geivisscrTnaßeii von der Hand in den Mund das lziot^ude intt> Mehl für d,e jeweiligen Bedürfnisse beschafft, sie muß vielmehr ftir Monate hinaus den kommenden Bedürfnissen gerüstet gegenuberstehen und zu diesem Zivccke Vorräte ansanuneln. Die bisherigen Vorräte der ReichsgetrL'idestelle sind nun durch die Aiisordc- rungen der liftiten Zeit sehr stark beansprucht ivordeu. so daß die >lleichsgetreidestelle alles daransetzen nuiß. um möglichst viel Getreide möglichst schiel! wieder in ihre Hand zu bc kommen. Hierbei ist vor allen Dingen zu bedenten. daß in den Herbstmonaten bis in den Dezember hinein die Land wirte mit der Kartoffel- und Rübcneriite und der Bestellung ihrer Felder so reichlich beschäftigt find, daß in dieser Zeit das Dresck)en in dem Arb ei ts de trüb Landwirts zurück-
treten muß. Ilm so wichtil?er ist es. diese Arbeit durch den Anreiz der Drilschpraime jetzt zu lxZchleiuiigen Ebenso ist für die Maßnahme der Reichsgetreidestelle der Gesichts Punkt maßgebend, daß im Oktol>er wegen der Kartoffel liefernngen Waggonmarigel bei den Etfenbahnen zu er- ivarten i)t, so daß auch aus diesem Grunde die jetzige Zeit für die Getreidenbliefermngen genutzt werden muß Ans nlleii diesen Gründen Iwt die Reichsgetreidestelle schon amt lich darauf hingelviesen, daß sie einer sofortigen Ablieferung von Roggen und Weizen der neuen E r i, t e dringend bedürfe
Daß diese Maßnahme irgendeine Gesältrdung unserer Ge treibe Vorräte mit sich bringen könnte, ist ausgeschlossen -Hak dock, gerade die ReichSgetreidesteNe vom Beginn ihrer Tätigkeit der Frage der Kanservierimg des lKetreides ihre besondere Auftirerksamkeit gewidmet, niid es ist selbstverständlich, daß dieser (^sichtspunkt auch bei dieser Maßnahme die eingehendste Berücksichtigiing erfahren hat Daß dieser oder jener Landwirt von der Maßnahme einen Vorteil ziehen mag, während ein anderer hierzu mcht in der Lage ist. mag an sich bedauerlich sein: aber derartige Ungleichheiten lassen sich, wie wir nunmehr aus ^.fahrimg uftsseii, bei KTnegsmaßuahmeu nicht vermeiden, und es wäre durchaus unberechtigt, hier etwa iviedcr dumal den Vorwurf bureankratisck)er Einseitigkeit erktz-ben z^i wollen Denn gc^rade diese Maßnahme ist daraus berechnet, durck) Gewäli ruug eines geschäftlichen Anreizes Ungleichttz-iteu zu vermeiden. wie sie ohne eine derartige Maßnahme in der Ver sorgnna der Bevölkerung mit Brotgetreide entstehen kö,m- ten iritb wie sie durch die zentrale Regeftulg unserer Brot- getveidi'M'vforgung, lvelckx- die Bestände über das ganze Jahr gleichmäßig verteilen soll, vernlüwen lm'rden mchsen. Gegermber diesem obersten Gesichtspunkt der dauernden Bereithaltung der notwendigen Bestände nutssen untergeordnetere (Gesichtspunkte selbslverstLrdlich zurück- gestellt N'erden, imb es uhttt bedauerlich, inemi diiberv-
geartete Erörterungen in der Presse dazu führen wuroen, sie notwendigerweise gewünschte schnelle .'lblieierung des Brotgetreides ans der neuen Ernte zu verlangsamen
Aus
Hessen.
Dar m st a d t, 24 Aug. T er r w , l c r t e F i n a n •» auSschnß l.Kriegsansschuß > der Zwißten X immer trcn heute oor- mcttaa mir der :hegieruna, die dura Staats minister Tr. v. Ewald, Minister des Fnnern v H o m fa c r n k. Staarsrar Höl - i st 9 e r, Mmilterialräte Sch l i e v ha k c, Schwarz. Get. Lande sökonomierat Müller und Regierungsrat Hechl p-rtreL» war, zu einer aiärn'amen Beratung zusammen ü .ouröea nächst die Berichte über die schon rruher beratenen Anträge: Abg. K o r e l l - Fngelhcun, bet-r. Wernbouarbeücn. Abi7 D i e q a n dt. betr Kartoncl'verso'rwmg, und Abg. Leun. betr. Uiueritu^ung von Famllum \n den Militärdienst erngerretener ann'chatten v-rlesen und genehmigt (ftne längere BeratUTrg folgte dann über b-n An» trag der Abgg. Ealman, scholl und S t ö v l e r, bctr. .Zu-- ichusse zu ^^iwatrden- und ÄTTgehoria-.-n-Rensen. Dieser ?lnrrag wurde mr rtiuic der Antragsteller angenommen Ein Antrag der '?lbgcord,reten Adelung. E i ß n e r i und Gen . betrericnd Zus chüsse an Geirremden und Liescrungsverochrde, der wesentlich weiter geht als der vorgenannte ^lntraa, wurde vom Ausschuß «abgelehm. Die weiteren Anträge des Abg. Ealman, betr die Milchversorgung urw die Volk-rnöhrung. bcichioß der Ausschuß, der Regierung zur B-ru-füct^gung ;u uberw.'uen Ern dringliche, Antrag des '?lbg Adelung, b-ttr Hock''preise ftrr Gemuie. tvurde ebenfalls der Regierung zur Berückiichtigung über- wicieu. desgleichen em Antrag des Abg K o r e l l - Zngelbeim. ',etr ^bnkon'erven. hier wurde auch noch zum Ausdruck gebracht, die Obitkonierven von den Fabriken mögftchn billig abgegeben werden sollten. Ern Antrag E a l m a n W n n z e r über da«-- g>ov- rurs ver'ähren, wurde in evoa abg.andenrr Fassung des Abg Eal- man der Regierung zur Bcr)icksichtigm)g uberwieüuk. Em .lntrog des Abg. Nebel, betr Adlicicrung des tn Heften erlegten Wüde . tmirde zurückgezogen, ebenso ein Antrag Reh, betr. die Beschlagnahme von Zlizpier nicht zu verwechseln mtt dem Antrag des- ,elbQt Abgeordneten Wer di- A^d-ckung der russischen K ivelle m -rarmstadt. »veil dreier Antrag bererts überholt wor^m iß
L a r m )t a d t. 24. Aug. Ter G e s e tz ge b u n g s a u e ' ch u ß der zweiten .hünnner hielt gestern nachmittag ein- kurze Sitzung ab. welcher als Regie,rmgsvertret-r StaatSvvftnfb'r Tr v. E w a l d und (^eh Leqatronsrat Dr Reidkarr beimodnten T<n Haiwr- gege nständ der Beratung brldctc die Regiccungsoortage über die Verläng-rung der Abgeordnctemnandare Tie von uns bereits eingehend b^nrochene Vorlog- >nnV w e^e n ck'ch-i m >^r Regierungslasjimq angenommen Des werteren anrevm'gie der Ausrckm» noch den vom Abg Reh verfaßten Apsschußb-ricke ub-r die Reglernngsvorlage. betr. die 'Abbaur ?ckrte.
(ßcri(^t»faa(.
--Frankfurt a M. 21 Aug Für den Trebstad! von ieck>» Zentnern Zervelatwurst, dre dann 'Pmnd um Pfund m -W M7 verkauft wurden, verurtnlre die Strattammer oen Tag- löbner Leitz zu ^Fahren 6 Monaten, den Tagiolmer Tskar ."lä^'er zu 2 Fohren 6 Monaten Zuckttdaus und den Tapezierer Karl Schäfer zu 2Zodren Gefängnis. Außerd.-m erhielt jeder der Diebe 5 Fahre Ehrverlust.
nt Bruchköbel. 25. 2luqust Im März d. Js. hatte der Landwirt und Müller Konrad Brumann in Bruchköbel .-inen um- sangrrnch.-n Mehlbandel betriel>m. der schließlich den B.'rd.nftt
des Bürgerin-!ßers und des Wirtschaftsrxttlrandes erweckte Angeblich n'ar es Gerstenmehl, ivas er r»’r?.rin;,\ Eine durck den Vorhand
des Han auer R ihrung nnltc.u'.ter'üg ungsamtes. Dr Braunmüller, vrogenoimnene llnieftuckumg ergab aber, daß es za ' bis ' aus We,;enmel,I bestand. Weizen und Weizenm.-H' ivar aber beschlag'. nahm: ,md durste ^'ckt v-rkaust werden Tieierhalb wuwe er durch richterlichen Strafbr-'e mit l.Ü) Mark bestraft Tagca.n erhob er Einivruch mit der Berrunduna wemi »ich wirklich Weizenmehl unter dem Gerstenwehi geftmde - haben, so könne dies nur unods,chtl»cherir»e,',' kinenigekvn'men fern und tediglick» au«< den im Mahlgänge befindlichei, Resten b:standen 'mben. Der Gericktsbo» ivar aber der Ansichi. daß dann der Angeklagte tß? Ver- vilichtung gehabt hatte, den Mahlgang von den, Dnzenmehi säubern. Er imiun aber an. daß eine so großi
nicht znrückdle,ben könne Die Strafe blieb besteben
.mg? im Mab?gange
WrAIic^c 21acbrf4?tcn«
3 $raditifd}C Bdiqionsoemeiiibe.
Gorteövienst in der Cnuagogr «Sud.Anlage).
Samstag, den 26. A u gut 191.' Vorabend: »<.<)0 Uhr — Morgens rt.30 Abend«: S.35 und 9.10 Uhr.
Uhr. -
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S a b b o. t \ e \ e r am 2 V 2! n g u u 19 16
ftreitaq adend 7,:iO Uhr. - Samstag vorm. 8.30 Uhr. — — Nachm. 4.0i) Uhr. — Sab dato usgang O.ro Uhr. Wochengottesdienst morgen« 6.80, abends 7..30 Uhr.
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3,60-L.SO Mk.. .Krummikroh R"0 Mk Alles für ^0 Kilo lich Fuhrlohn. Geschäft flott.
te. Wiesbaden,
Mau notierte; Heu,
einschließ.
Wrltcrungobcricht.
M e f f e n t l i ch e r Wetterdienst.)
G i e ß c n . den 22 August 1018 Am wiraug dieser Berichtiwockre 16 b,s * v > August — fe® . Desto, von uns ein ausgedebnte - Tiefdruckgebiet. da-> lgnqsam oiw'ärts vordrang Unter Beurk blieb aus lug- d, ^e. wesswii iedock im allgeine.n?,, au» ihrer ; dlickren ~ undU bab/r hauvnacvltch nur burct. Rundwirbe. R- .u, Unter m An- stutz die,er Wirbel herrschte fast in qau Teutichland ttnbeständig-'.' »um Teil trübes. t«'ilmnir anfh uernN' ' r« n •'ivn > r.,„, ‘
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bl'cbe" .ba^r immn noch m, Bennck»,- von W u.tvn > vorwiegend nordrmltlicher R'.chmug. »o datz das n-nbe Weller mir numneb, mn- geringen "l«eber,ch,äaen bestehe» blieb Auch beite no.v i g u. wir ans der Grenze d.-s »vstlich,-» HockK»ruck.n4' d,n öü/i '
Depression und hal»eu daher rveiterbi', mit »vechl.-lnder B,-','ö:kuü» dock» meist trockenem Wickler zu eeckiit.-n ie 7-in^-ratu,en im tl vmi Anfang dieser Berich,»wockw .»» st.ft,>,g so - u
T'inperntunnari-mun» in Gieße»» »wu i ^ y\ '
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peraturimmmnm von l7" ,,„» turtagesmittel von 10 0 nu» 1' übergehend die 'Tagesleniveratur auf .
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