Ausgabe 
21.8.1916 Zweites Blatt
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M.1-8

3Mte$ Blatt

Erscheint tSzlich nrtt Ausnahme des Sonntags.

Die ..«tetzener ZaEe«diStter" werden dem

^Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Krcisblatt für den Kreis «leben- zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit, fra-ev" erscheinen monatlich zweimal.

Jahrgang

nze.

General-Anzeiger für Oberheßen

Monttg. 2 [. Augnst l9|-

Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'jchea l'.niverjltäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen«

Schrrftleitung,Geschäftsstelle «.Druckerei: Schul» straße?. Geschästsst-lle lr. Verlag: e^K51,Schrift« leilung: ^^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.

Die feindlichen Berichte.

Der französische Bericht.

PL-ri-S, 20. Aug. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 19. August nachnrutags:

der So mime richteten die Deutschen im Laufe der . mcht heftige Gehenangriffe gegen die neuen französischen Stellun- Maurepas bis Clery. Int Maschinengewehrfeuer mw tErchtigen Gegenarcgrrsfen mit Handgranaten brachen alle ^ersuch^ mtt Ausnahme von einem.Punkte nördlich von Maurepas, m ent kleines Grabenstück eindrangen, zusammen. Dre r^vallzo^r machten rm Laufe der 9?ad>t von neuem 50 Gefan- Somme sehr lebhafter Artilleriekampf in der Gegend non Beltoh und Estrses. Auf dem linkenMaasufer f 1 ' 1 « 11 Deutschen aM späten Al>end zweimal mit Handgranaten den Wowprung nordöstlich des Kernwerkes Avocourt und die Gräben an der Diohe 304 an. Sie konnten jedoch nirgends in unsere Linie erndrnrgen und mutzten nach ihren Airsgangs pur; kten zurückkehren E Lote^und Verwundete zulücklassen. Auf dem rechten Ufer dauerten diegesterii begonnenen erbitterten Kämpfe fort. Die Fran- ^b^^bberten Schritt für Schritt Häuserblöcke und Trümmer, die die Deutschen noch am Ostrande von Fleu rh besetzt hielten. Die rMmzosen haben letzt tatsächlich das ganze Dorf trotz heftigster Ge- ge^bgri^, die dm Deutschen blutige Verluste kosteten, inne. Im osllrchen Teile des Geholzes von .Baux-Chapitre dauerte der Hand- der Strafte nach dem Fort Vaux fort. Die ^genstötze der Deutschen führten keine bemerk­bar? Veränderung herber. Die Zähl der durch die Franzosen auf

semachterr unverwundeten 300. Dre Bescksteßung war auf beiden Teilen sthr pcftißin der Angristsgvgend. Die Nacht war verhältnismäßig ruhig auf denr übrigen Frontteile.

An der Sommefront schoß Unterleutnant 1 iSw fl <s 17 - Autist sein dreizehntes, am 18. August sein vi erzehn tes Flugzeug ab, das zwischen Bouchavaines und Clery Unterleulmmt Leurteaiv buchte am 17. Augirst sein fünftes Flugzeug zum Absturz.

AmEcher Bericht vom 19. August abends: Nördlich der Sounne war außer Terluntsrnehmüngen, die uns gestatteten, den Mis dem Grabenstück, wo er nachts nördlich Maurepas Fuß .**= ^ ruhig. Unsere Truppen Ä, b Sw bcr eroberten Front rege

bedeutende Artillerietätigkeit wegen des schleck ten WEers. Fn den Argonnen ließen wir eine Mine springen, die die vorgeichobeneii Werke des Feindes bei Vauquois zerstörte ®f dem Eeir.Maasufer bleibt der Artilleriekamlpf immer leb- ^sm Abschnitt von Fleury, Baux und Chapitre keine Insan- ^^attgknt. Kerne wichtigen Ereignisse auf den übrigen Front

. Salonikifronk: Am 18.August mchmen die Streitkräste der Alliierten arider Front von Saloniki eme Fühlung mit den/ Deuticheai und BMaren an der Kurzen Westfront. Westlich des Doi- ran-Sees beschossen dre EnglÄcker und Franzosen heftig die Stel- urngen des Feindes, küssen Einschließung sie rrach einein Kampf Mann gegen Mann noch verengerten. Die britischen Truppen be­mächtigten uch einer Hohe m der Nähe des Dorfes Doldzeli Zwischen Dsroan-See und der Struma entrissen die französischen Truppen dis an dan vorhergehen^n TagQi die Dörfer Peika, Palinis, Sigovo und Mathrca am Wrßeder Beleschberge besetzten, dem Feind das Dorf Oberpovoi. Auf dem intim Flügel zog sich die serbische Armee m eme Ueberwachungßstelle Mrrück, die sie in Florina <L

wid die Spionage zu Unterdrückt. Bedeutende bulgarische StrEeaste brachen im Gegenangriff aus Florrna vor: geg«n Banica wird der Kampf fortgesetzt. Ter Feind beschoß unsere Stellungen auf dem rechten Wardarufer Und versuchte ohne reden.Erfolg mehrere örtliche dlngriffe gegen die serbischen! und sranKofifchen Truppen in der gebirgigen Gegend nördlich des Ostrovo-Sees und gegen Ljrnuiza. Ter Gegner sulw fort, unsere mm Front abzufühlen und rückte in der freien Gegaick von Dkrnir Hissar bis zur Berührung mit unseren vorgeschobenen Truppen vor.

Der letzte englische Bericht.

%ig - lWTB.) Erster englischer Heeresbericht

vom 19. August:

Unsere wahrend der Nacht errungenen Erfolge wurden fest- gehalten und ausgedehnt. Während der Nacht unternahm der Fernd verschiedene, sehr entschlossene Gegenan-i griffe gegen Stellungen, die schr genomm-en hatten. Mit Aus­nahme. emes einzigen auf unscreu äußersten rechten Flügel, wo der Feind etwas Gelände zurückgewann, wurde,: die Gegenangriffe! überall zucuckge,chlageu. Vom Foureaux-Walde bis zu dem Punkte, wo wir uns Mit den Franzosen vereinigen, schoben wir unsere Lime aus einer §rvnt von mehr als zwei Meilen in einer Diese 20 2 000 Yards schwankt. Wir halten jetzt

die Weitrmrder votr Gucklenront und eine Linie von da nordtvärts Ofs Mr Mitte zwischen dem Telville-Walde und Gincksy, ebenso .^Obstgarten nördlich von Longueval. Zwischen dem Foureaux- Walde wid der L-traße^ von Wert uack) Bapaume nahmen wir euuge Hundert Yards feindlicher Gräben. Oestlich und südöstlich des Mouguet-Gehoftes schoben ivrr unsere Linie uni einige 300 Yards vor. Zwischen Ovcklers und Thiepval rückten wir auf einer Front von über einer lyalbeu Meile vor. Das Ergebnis dieser Kampf Handlung smd mehrere Hundert Gefangene.

Zweiter eiiglischer Heeresbericht vom 19. August:

Dre gestrigen Kämpfe an verschiedenen PuMen unserer Front von «bhiepval bis zum äußersten rechten Flügel südlich von GUillemont über eine Entfernung von elf Meilen warett sehr ersvlgreich. Wir eroberten einen Höl-enrücken, der südlick von! Thiepval lugt imd dieses beherrscht, ferner die nördlichen Abhänge des hoch gelegenen Geländes nördlich Pozisres, von wo man einen, weitreichenden Ausblick gegen Osten und Nordosten hat. Wir teil den westl. Rand des Hochwaldes (High Wood), und die feindlichen Laufgraben besetzt, dre s'rch über eine halbe Meile westl. des Waldes m-strecken, und schoben unsere Linie bis zur Hälfte der Strecke Ginchh und brs an den Rand von Gnillemont vor, dessen äußere Viertel, emschließ!ich der Eisenbahnstation und des Steinbruches, wrr besetzt halten Letzterer hat beträchtliche militärische Bedeut tung. Unter den 796 Gefangeiien, die bis nachmittags gezählt wur­den, desinden sich 16 Offiziere. Wir rückten heiite nordöstlich von Lozieres mi beiden Leiten der Straße von Pozieres nach Ba- paume nordöstlich der Wirrdmühle weitere 3M Yards vor. Tie feindliche Artillerie beschoß unsere Stellungen, aber es fanden rerne ßundlick-en Infanterie-Angriffe statt. Der Feind beschoß uns auch von seinen Lstellungen östlich von Vierstraat bis Ypern Co- ^'ueskanal iind in der Nachbarschaft des Hügels 60, ferner Lei den Mühlen von Verbranden.

Die ZraLikfmter Modeschcm.

19. Aug. Im Schumannthcater, das die ganze Veranstaltung schon von vornherein mit einem künstlerisch anmutendeu Rahmen umkränzt, begann heute nachmittag dle große Frankfurter Mo de scha u. Es ist dle zweite, die der Mode- ri; veranstaltet. Wenn der aus der Kriegsnvt geborene Bund schon Lei der ersten Schau benüesen hatte, datz er Talente zu wecken verstand, für seme deutschen Bestrebungen zii werben und Boden zu erobern, zu gewinnen suchte und endlich die im ganzen Reiche zerstreuten Kräfte künstlerischer und mode-industrieller zu sammeln trachtete, so leistet er in der gegenwärttgen Mödeschau praktische Arbeit und zeigt, daß er es versteht, sich in seinen Arbeiten den Er­fordernissen der Zeit anzuschmieg«,.

Die Modeschau wurde in Gegenwart der Großherzogin- nen von Baden und Hessen, der Herzogin von Sachsest und 1'Reimn^n, und der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, sowie Schar von Damen und Herren alter ^d süddeutschen Städte und ^.nd^ttile eröffnet. Ati den Darbietmigeii smd neben zahlreichen Frankfurter Modegeschäfteii auch die führeiidm Firmen von Köln. Beilm, Wien, Dresden nsw. vertreten, vielfach sogar in meisterlich komponierten Eigenausstellun^n.

^^^urttn^em Wählspruch:Das einfache Kleid . Sre tragt danvit der ernsten Zeit und ihren Forderungen Rechnung, weckt aber erfveulicherTveise, soweit sich heute schon übersehen Ia|t, berechtigte leise Hoffnungen für eine SS?ber Zukunft Eine Fülle von Fragen:

Mode, seitdem sie vom Ausland £ 1 und geschmackvoll dar? Me paßt sie sich bei den knappen Vorräten den Mvdeforderungen für eine formen­

schöne Kleidung an? Und wie kommt man mit dem Wenig-au. haushälterisch aus? . . . wurde bereits heute in trefflicher Weise durch die Schau beantwortet und durchweg auch gelöst. In ge- schiloffeneii Gruppen liehen die ausstellenden Geschäft? ihre Mode-

Urt^ nach rvie vor das Feld. Schönheitssinn und Schneiderkunst schufen vereint ausgez-eichnete Arbeiten von wirklich gutem Ge- jchmack uud Eleganz, voll Fluß und Leben. Mlerdmgs kamen auch arge Modeeiitgleisungen vor, die man schlechthin alsschlechtes Gelvlffeii" bezeichnen darf jund von der kritischen Zuschauer-' ^char auch dementsprechend gewertet wurde. Dock> diese Anspielungen aus Paris und London ivaren glücklicherweise nur sehr selten.. Wenn die deutschen Arbeiten sich durch Schlichtheit und Vonrehm- l-eit rn den Formen ausz-eichneten, rüh-mend auszeichneten, so offen­barten die Affeuer Schöpfungen zweifellos auch hohe Geschmacks- - H e find für ben Ernst der Zeit M üppig und kosten zu

viel Gecd. Unter den Hüten herrschen ganz große uud gauz kluneFor^ meil vor. Großes Aussehen errcgen die kos-baren Spitzenbesätze an den Kleroern, dre oft kleine Vermögen darstellim und - das fet lobend h^rvorgehoben deutschen Ursprungs (Plauen) sind. Prachtvolle ArbertQi zeigen ferner die Brokatkleider. So zeigte schon der erste Tag der auf eine Woche berechneten Modftcksai:, daß der Modcbimd auf dem richtigen ^L?g ist, eine deutsche Mode zu scbaffen, dre frei von jedweder ftemden Beeinflussung ist. R. H.

Ktinff, wi^enschast und Leben.

«.* _ ^ ^ ^ n g bei Großstadt'

bäume ii. In dm Stratzen der Großstadt gehen oft gesunde, kräs° ttge Baume trotz alles BegiMens ein, zuwetlm befällt ein rasch« Tod ganze Baumrechen, und eine Bergiftung durch Leuchtgas wird gewöhnlich als Grund angegeben, rvenn sich keine andere Ursache erkennen läßt. Durch Versuche hat nun jüngst P Soraner fest- gestellt, trne sich die Leuchtgas Vergiftung bei Bäumen äußert, und aus diesen Untersuchungen scheint hervorzugehen, daß es tassäMch Leuchtgasoergiftung ist, die bei deir Großstadtbäu inen in den Stra­hn zuweilen das Absterben herbeiführt. Me die bei Gustav Fischer m Jena erscheinendeNaturwissenschaftliche Wochenschrift" berichtet, stellte Sorauer seine Versuche in einem Teile der Treptower Baum- schule an, der vorher nicht an die Gasleitung angeschlossen war Es ^würden Rohre in den Boden gelegt, die Reiheic feiner Löcher enthielten und dem Boden annähernd zwölf Wochen hindurch in der Stunde ernen halben Kubikmeter Gas zuführten. Alle wichttgeren Arten von Bäumen und Sträuchern waren unter den Versuchs- pflaiizen vertreten: an ihneü wurden alle krankhaften Verände­rungen über w-ie unter dem Boden beobachtet, und vor dem Ver­suche wie auch danach wurdeir die Pflanzen anatomisch genau unter­sucht. Die Beschädigungen durch Leuchtgas traten nach verschieden langer Emwirkung und in wechselnder Stärke auf: nicht immer war das Krankheitsbild das gleiche, doch stimmte es in den wesent­lichen Zügen -überein: die Spitzen der diesjährigen Triebe werden welk und gviu: schneidet man sie ab und stellt sie ins Wässer, so vertrockneii sie schrreller als gesmcke Zweige. Die Blätter bekommen gelbe, sich später brmrn färb ende, oft durchscheinende Flecke, die sich vom Rande und von den Mppeiiseldenr aus allmählich über die ganze Fläche ansbreiten. Hier enthalten die Zellen verfärbte Blatt­grünkörner, die nach und nach verschwirrdQi oder imt dem übrigen Inhalte zu unförmlichen Massen verschmelzen, während die Wan­dungen teilweise zusammensinken. So im Blattstiele Drusen von oxalsaurem Kalke vorhandeir sind, vermindert sich ihre Zahl zu-- sehmds. Eine Verstopfung der Gefäße ist in der Regel nicht bemer5- bar. Die jüngeren Wurzeln tveisen, soweit sie unmittelbar von dem ausströmenden Gas getroffen tverden, ausgedehnte Braun- färbungeit in der Rinde auf. Auch hier schvindet der Zellinhalt, ursbesondere die Reservestärkc. An einzelnen Stellen sind die Ri nden Par euch hmzellen auffallend in der Richtung des Radius ge­streckt. ^uese Ueberverläuc^erung führt an älteren Wurzelteilen viel­fach zur Bildung von örtlichen Anschwellungen, die später aüfreitzeir und ihnen ern auLohkrankheit" erinnerndes Aussehen verleihen. Ebensolck-e Wucherungen finden sich zuweiten anr Grunde der ober­irdischen Achse ^sehnliche Krankheitserscheinungen konnte Soraner auch an emer Anzahl von Zierpflanzerr beobachteir, die im Geivächs- hause der «Einwirkung von Leuchtgas ausgesetzt waren, das unver- brmlcht aus der Leitung entwich. Tie Gesamtheit aller dieser Kc-nw- zeichen darf also als ?.köerkinal für die Leuchtgasvergiftung gelten^ Merkwiirdig dabei ist, daß die oberirdischen Teile vertrocknen, also offenbar unter Wassermangel leiden, während die ilntereir nick mtter

Aus Studt und Land.

Gießen, 21. August 1916.

** Saccharin. Auf Grund einer Veröffentlichung in unserem Blatte über S a c ch a r i n s ü ß st o f f waren Zwerfel entftanden, wie der neue Süßstoff zu erhalten |bl,,da in den Apothekeir nur Saccharin in Röllchen von 110facher Süßkraft abgegeben wird. Auf eine Anfrage beim Kmegsernährungsamte gehen uns jetzt folgende' aufklä­rende Zeilen zu:Die Apotheker haben betr. der Saccharin­abgabe zwischen dem Süßstoff-Gesetz von 1902 und dem ogenannten KriegsversorgungAgesetz zu unterscheiden. Nach dem Sußstoffgesetz von 1902 darf Süßstoff ohne ärztliche Anweisung nur in den bekannten Glasröhrchenpackungen ab­gegeben werden. Die übrigen Packungen unterliegen der ärztlichen Anweisung. Auf Grund der Verordnung vom 30. März 1916, Reichgesetzbtatt S. 213, wird Süßstoff nun auch in Kr i e gs p a cku n g e n , und zwar an Kornmu- n a l v e r b ä n d e, auf deren Antrag bei der Reichszucker- telle abgegeben und zwar in sogenannten II- (5^anshal- tnngs-) Packungen mit 1*4 Gramm im Süßwert von zirka ^Pftrnd Zucker zum Preise von 25 Pfg., also sehr erheb­lich billiger als die Röhrchen-Packungen, und in l> (Gasb- haus-) Packungen mit 500 Stück = 7i/ 3 Pfund Zucker zum Preife von 1.85 Mk. Von solchen Packungen sind derLebens- mittelversoraungsstelle .Hessen in Mainz auf Antrag am 9. August erhebliche Mengen überwiesen. .Hessen bezw. Gießen könneti von Mainz Saccharin beziehen." Auf Gmrnd dieser Mitteilung wäre es sehr zu wünschen, wenn der hiesige Kommunalverband die Beschaffung der Äicc^nän- Krieaspackungen in die Hand nahnre, da in der letzten Zeit dre Apotheken von diesem drinaerrd erforderlichen Zucker- .ersatzstoff nur mehr ein Röllchen auf einnral abaeben könneii.

^ Z ^ ie KartoffelPreisfestsetzung von 7 Mq fiir Mengen über 25 Pfund ünd von 7y 2 Pfg. für Mengeri unter 25 Pfund hat verschiedene Kartoffeichändler imu verleitet, nur Mengen unter 25 Pfund mit der Begnün^aa abzugeben, daß die Kartoffeln knapp seien, und daß daher eine Einteilung auf die verschiedeneii Knickei! erfolgeir müsse. Diese Angaben sind unzutreffend; es stehen genügend Kar- toffeln zur Berfügwig. Wir verweisen auf die heutige

d« Felegenen Ur nevgen, b*e augenscheirr-

^ orüichem Wasseruberschuß berul-en. Dies erklärt sich dar- aus, daß das Leuchtgas eme ausreichende Versorgung der Wurzeln .ürS erforderlichen Sauerstoffe verhindert, so daß m«^brstmckteintranvolekuilare" Atmung erntritt, durch die die Reserve,toffe verbraucht werden. Bei längerer Dauer des Sauer- ^ ^ S u i ben oberirdischen Pftanzentellen herber geschafft Unter dem Ernfllffse der uttinmolekularen Attnuug vermindert ftch zugleich der Wurzeldruck, und die Folge ist Wasser- bm Triebsandes bar dann die Bildung der Flecke auf den Blattern bewirkt, sowie die Anhäufung von Wasser in den im- teren Teilen, tna sich in Anschwellungen äußert

dritten Krregsisommer.Langsam aber stetig so schreibt dreTimes" in einer Betrachttmg über dre Emwrrkungeir des Krieges auf das Leben im britischen Insel- verch,hat auch London sich m dieser Zeck der großen' Verände­rungen umwandeln müssen. Wenn wir heute im dritten Kriegs-' somüier zmuckblicken, sehen nur nrit Staunen, daß auch) wir uns« ^ dieser Beziehung nicht gleichmütig zu verhalten oerinochten. Kr Zert Kriegsbegmns ivaren die iieuen Erscheinungen haupt­

sächlich äußerlicher Natur: dre Straßen wäveir dunkel so Gaumen wrr wenigstens' und überall erblickte inan Männer rn Khaknmiwrmen. Erst heute aber wissen ,orr, une wirklich verdunkelte Straßen aussehen, und die Zahl der Soldaten inj Lwndon ist so groß, daß kern Mensch überhaupt noch daran denkt es ser lemals anders getvesen. Auch die Zivilisten in London ge^ mahnen m diesem drttten Kriegssommer allesamt an den Krieg, da es Mich unter den Nichssoldaten karmt einen Mann gibt, dessen Arbeit un Dienste des Krieges nicht durch irgend eine offizielle Armbinde ober cm sonstiges ")lbzeichen kenntlich gemacht ist. In der ersten .Kneg^ert ivurde die allgenwine ')lufmerksamkeit durch, dre Rekrutterungsiplakate auf sich gezoFeu, hchrte aber sind solcki« da das Unerwartetste von allem geschehen fft. namllch der allgemeine Dienstzwang für die Bürger Englands. Doch auch letzt sind du Zaune und Häuserfvonten mit Plakaten

verschiedensten Formen zur Lparsanckeit geinahmn. Ter größten Veränderungeii wird man

wSdSS&JSP J 111 F^da sonst das Mnzende und

orglos-frohliche Treiben der LondonerSeasvn" herrschte In diesem Jahre gibt es keine svirllickie Saison Lr, ^chbt keine EMerblumen m den Gärten, da man die Erde zu praktischeren Zwecken verwendet, und auf den Landstraßen in der Uingebung Londons kann Man nicht mehr die endlosen Kolonnen der Aus- m Autonwbllen erblicken. In der Stadt ist auch ietzt noch - ^erkehr sehr gwß, aber die privaten Krafttvaqen sind fast gänzlich verschwunden. Und dann: nichts gemahnt in London o sehr an den Krieg, wie die ins Ungemessene, wachsende Dätrgkert der Frauen. Wenn du rn eme bn Pstrdednosckkeu steigst, die ^uerdings rweder mifgetaucht sind, so sitzt eine Frau auf dem Kutschbock: ivenn du rn ern Restaurant gehst, wirft du von eine?

bedient: weim du die Halle eines Hotels betrittst, wirst du von lvetblichem Personal empfingen, und eine Fvau fährt dich

nn Auszug nach deinem Zimmer. Ter Fremde wird finden, daß London ^var nicht drrekt traurig, ledenfalls aber sehr ernst ge- ist. Mmichmal suhlt man sich an die Zeit nach dem TZe der Kpnimn Viktoria ermnert. Früh am Mend wird es All in w ^ Bezeichnung pes ewig brausenden LcMvn

hat sehr vrel von ihrer Richttgkeü eingebüßt"

ZlZP v * ftermaschin e. Beim Beginne der Winter- ffstelzeit wird m großes Theater in Chicago seinen Besuchern einer lleberraschung auftvarten, die selbst für ameriümiscke Be- griffe etwas Uivgehemrliches^dafftellt: au diesem Tha!t^ fat man narnlcch lvahrend der Spielpause eineOrchesterniaschine" btc alles in den Schatten stellt, >vas man bisher'vvu Musikinstrumenten und Orchestern gekannt hat. Bereinigt sie in sich doch alles, was I ich an Musik- uick Geräusche Werkzeugeil nur crsumeu laßt: ne nmsaßt eme ganze Riesenorgel, alle Werkzeuge d^ amerikanischen Militärkapellen (die bekänntlich sehr^«W voll smd.), ern gewöhnliches Opernorchester mit ungenwin reichem ^^lagze ug, dazu Kirck>englocken, Nückel hörn er, Fabrikpfeifen Vogelsttmmen, das Gesinnm von Bienen und da>n Werkzeuge die das Galoppieren .von Pferden, den Donner des Gewitters 'das Heulen des Sturmes sowie alle übrigen nur erdenklich cu Natur- A^^s^benswahr Hervorrufen. Zur Bedienung dieser Or- chestermaschllm rcicherr^ so berichtet ein amerikanisches Fach- ^ du Krache eines einzigen Menschen aus. Dieser Orchester^

bultartigen Gebäude, das eine enlseimte AehrflichBeit nnt erner Orgelbank l-at; es gehören dazu, gerade Nne bei Orgel oder Harmonruni, Manuale und Pedale, fernm Reaii^ ^le diese m viel größerer Anzahl, und dazii kwnn^r Tasten, Hebel und Züge. Im cünzen sZ es 43 pusten (wenn man Tasten als Misdruck für alle Arten dm Anschläge zusammenfa send bemckt), die mit den Füßen «errieten »erben 160 Registerzüge unb 1Ö7 andere Tasten Meie srnd ällmdngis doppelt zu zählen, da sie sich) beim Anschchu e mck Oft können und dabei ganz verschiedene ^ Töne auslofen. ^ic Reanuale sind, wie bei der Orgel, stusenartia in wer Rerheii angebrachit; hinter und über ihnen lregi im Halb- kreise eure Doppelrell-e von weiteren Tasten Das Spielen der

kiirpvrliche Arbeit, L{l

frcD&c Umsicht. Mes wrck dabei natürlich elcftrifd) ausgelöst unb trt dem eigentlichen Orchesterräume, der gut mid gern als .RaschrneurMiM bezeichmt werden kam,, sind zahllose Hilfsmaschff' neu untmgebE dEnter ein elektrischer Dcktor vm: acht PsÄÜ- llaften, der denWrnd ftir die Orchelpfeifen und die Blasinstai- bl-r Orchelpfeifen ist ellva eure Spawie ?? ^as das bedeutet, veranschmulickn viel- lelchn am beskm die -lu^mbc des Fachwlattes. daß die kanadis^'e Regiemobg rm Kustendu-nste ellvas kleinere Instrumente als ü eb?i dormer venvendet deren Ton 50 Kilometer weit mniehmlick ist wE^daß mau die Besucher des ainerikailische.t

?«maschm- ftdingen nrivb.tZ'V.

bestehen, ohne Schaden dammzutragen lKmnim