Italienischer Krkessschsu-lStz.
Die Lase ist unverändert.
Mn Schwader von Seeflugzeugen griff gestern nacht die Bahnanlager; von San Sana di Piave an der Livenza und von Latifana an. Unsere Landflieger belegten die Bahnhöfe von Verona, Bla und Vicenza ausgiebig mit Bomben.
Seit Beginn dieses Monats wurden über 9700 Italiener darunter 184 Offiziere, gefangen genommen, 13 Maschinen Lewehre und fünf Geschütze erbeutet.
S ü d ö-stlich-e r Kriegsschauplatz.
Ruhe.
Der (Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Me Seeschlacht in der Nordsee.
Berlin^ 6. Juni. (WTB. Amtlich.) Engländer, die von der deutschen 5. Torpedobootsflottille während der S e e - schlachtvordemSkagerak aufgefischt wurden, haben ausgesagt, datz der Schlachtkreuzer ..Princetz Roval" schwere Schlagseite schabt hätte, als die „Queen Mary" im Gefecht mit der denHchen ersten Aufklärungsgruppe und fast gleichzeitig der kleine Kreuzer „Birmingham" sanken Ferner seien an dreßem Teile des Gefechts alle fünf Uebers- dreadnsugl^s der Queen-Elizabeth-Klasse beteiligt gewesen. Andere errgUfche Gefangene, welche von der deutschen 3. Torpedobootsflottille gerettet wurden, haben unabhängig von einander und unter schriftlicher Bestätigung ausgesagt, daß sie das Sinkendes „W a r s p i t e", des Schlachtkreuzers „Princetz Royal" und von „Turbulent", ,Lkeftor" und'„Al c asto r" mit Sicherheit gesehen hätten. Don einem deutschen U-Boot ist 90 Seemeilen östlich der T^MNündrmg nach der Seeschlacht vor dem Skagerak ein ÄMf der HNN-Dnke-Klafsc mit schwerer Schlagseite und mit sichtlich vmWaffer im Vorschiff mit Kurs auf die eng lifche Küste grstchtct worden. Dem Unterseeboot gelang es wegen ungünstiger Stellung zu dem Schiff und wegen schwe rer See nicht, ziM Schutz zu kommen. Der e n g l i s ch e V e r - tust an Manschenleben während der Seeschlacht vor dem Maseru? wird a u f üb er 7000 geschätzt.
Kirre Ansprache des Kaisers.
Verein, 0.Srimi (WTB. Anttlich.) Der Kaiser?Kit am 5. Im« in ven von Bord des Flotten slaggschiffes
an die <&r Lmrd gettäitTvm Abordnung«: sämtlicher an der Seeschlacht beim Skagerrak beteiligt gttveseneu Schiffe und Fahrzeuge etwa folgende Aussprache gehalten:
„Sv ost ich in den vergangenen .Jabreu meine Marine in WikhÄMshavsN besucht chrbe. Mxsmsl habe ich mich in tiefster Seele gefreut Wer den Anblick der sich entwickelnden Flotte, des sich erweiternd«: Hafens. Mt Wohlgefallen ruhte mein Äuge auf der jungen Msmffchaft, die iE^erzierfchupven aufgestellt war. bereit, den FahkMeid zu leisten. Viele Taufende von Euch haben dem obersten Kriegsherrn inS Auge geschaut, als sie den Eid leisteten Ich habe Euch aufmerksam gemacht auf Eure Pflicht, auf Eure Aufgabe, vor allen DijnMr darauf, daß. die deutsche Flotte, wenn es eivndrl mst Mssgie teÄJSR soltze, gegen eine gewaltige Uebermacht m ffou&fen haben Ewe Dieses Bewußtsein ist in der Flotte zur Tradition gmrwrdes^, ebc»rfv wie es iw Heere gewesen ist, schon von Fri^-richs des Großen Zette» an: Preußen )oit Deutschland sind stettz vBchxhen geweÄt von ü ber m ächti gen Feinden. Darum hat sich unser Volt zu ettrem Block zuiamjmenschweißen müssen, der unendliche DrTste in sich au-gespMhctt hat, bereit sie loszulassen, wenn Not an den Miann Mme.
Äher fo gehoben«-. SyaaftaS wie am heutigen Tage habe ich noch nie ehre Fal^ m Euch gemacht. Jahrzehntelang hat sich die Mmruschaft der dcheWen FlÄte ans «Len deutschen Gauen zu- saMrmeugesetzt unk. zi siommengeschweißt in mühevoller Friedens- arbest, immer mit dem einen Gedsnken: Wenn es losgeht, dann wollest wir zeigen, was wir können. M> es kam das große Jahr des Krieges. Neidisch? Feinde überfielen unser Vaterland. Heer und Flotte waren berett Aber fitr die Flotte kam nun eine schwere Zeit . der Entsa-nwg. Während das Heer in heiß«: Kämpfen gegen über mächtige Feinde allmählich die Gegner niederringen konnte, einen nach dem andern, wartete und harnte die Flotte vergeblich auf den Kampf. Die vielfachen einzelnen Taten, die ihr beschiedcn waren, sprachen deukkich von dem Heldengeist, der sie beseelte. Aber so, wie sie es ersehnt^, konnte sie sich doch nicht betätigen.. Mvnatä um Monate verstrichen. Große Erfolge auf dem Lande wurden errungen und noch immer hatte die Stunde für die Flotte nicht geschlagen. Vergehens wurde ein Vorschlag nach dem andern gemacht, wie man es ansangen könne, den Gegner herauszubringen.
Da endlich kam der Da-. Eine g-elvaltige Flotte des meerbeherrscheinden Albivn, das seit Trafalgar hundert Jahre lang über die ganze Welt den Baun der Welt-, beherrschendes SeettMsrnei gelegt hatte, den Nimbus trug der llnüberwindsichkeit und Nnb^isgbarkect — da kam sie heraus. Ihr Admiral war wie kaum ett: anderer ein begeisterter Verehrer der deutschen Flotte gewesen. Mn tapferer Führer an der Spitze einer Flotte, A.t über ein vorzügliches Material :cnd tapfere alte Seeleute verfügte — so kam die übermächtige englische Armada heran und die unsere stEe sich zum Kampf.
Und was geschaht Die englische Floate wurde geschlagen. Der crfjjfc gewaltige Hammerschlag ift ge- hn, der Nim bus der englischen Weltherrschaft ges chwv n d m.
Wie ein elektrischer Fnn.Se ist die Nachricht dnvch die Welt geeilt und hat .überall, wo deutsche Herzen schlagen, und auch in den Reihen unserer kavßeren Verbürrdeten beispiellosen Jubel 'ausgelöst. Das ist der Erfvlg der Schlacht in der Nordsee. Ein neues Kapitel in der Weltgeschichte ist von uns aufgeschlagen. Die deutsche Flotte ist imstande gewesen die übernkächtige englische Flotte zu schlag«:. Der Herr der Heerscharen hat Euoe Armee gestählt, hat Euch das Auge klar gehalten.
Ich' aber stehe hstte hier gks Euer -^erster Kriegsherr, um tiefbewegten Herzens Esich meinen Dank auszusprechen. Ich stehe hier als Bettreber und im Namen des Vaterlandes, um Euch mein«: Dank anszusprechen. Ich stehe Wer als Vertreter und im Namen des Vaterlandes, um Mach seinen Dank, und im Aufträge mid im yt-ocmen meines ! <yteve$, Um Euch den Gruß der Schwester-weise zu überbringen. Jeder von Euch hat seine Pflicht aetan am Geschütz, am KH'et, in der s^mSerbude. Jeder hatte nur das große Ganze im Auge. Niemand dachte an sich, nur eist Gedanke bcheeste ta« ganze Flotte, es mich getingen: Der Feind rnust geWS gen wvchtev
So spreche ich den 'Führern, dem Ofsi^ierskiorps :tnd den Mannschaft«: vollste Auerkennnng und Dank aus. Gerade in diesen Tag«:, wo der Feilst) vor Verdun anfängt, langsam zurück- zuweichen, und wo ittsiere Verbündeten die Italiener von Berg zu V-«g veqagt haben :md inrmer noch werter zurück- w«»fen — habt Mr ^Lofe herrliche große Dal vottbracht- Mts alles Wr die WeV ans einer: Sieg der deutschen Motte über
die engfknhe nie rmd nvnwermrchr. Ter Anfang ist gerrvocht. Dem Feind wird der Schreck in die (Meder fahren!
Hinder! Was Ihr' gotan hobt, dos habt Ihr getan für unser damit es in alle Zukmfft auf akken Meeren freie Bahn habe Gr seine Arbeit und sei« Tatkraft. So ruft denn jetzt hier aus: Lcher terwes, gekiebtsS, Wrrliches Vaterland Hurra, Harra
Ter Kaiser ött Krupp.
Esse n (Ruhr), 6. Jn«i. (WTB.) Der Kaiser hat an ^^errn Kwupp vi^BÄh»len un-d Halbach folgendes ^ Atgcmnn aus AAhelinsh-Lven gerrchtet:
kknter dem Eindruck der mündlichen Berichte aus der Schlacht in der Nordsee stehend, mochte ich Ihnen xmN Ausdruck bring«:, wie sehr wir dein vorzüglichen Artillerie- uwd Panzermaterial, im besonderen auch der Mrr^ichtend wirkenden Munition mrsere Erfolge verdanken. So rsr^ec Tag der Schlacht auch ein Ehrentag der Kruppwerkc. Wilhelm I. R.
München, 6. Juni. (WTB. Nichtanrtlich.) Der König verlieh dem Admiral S che er 'das ^ttoßkreuz und dem Vizeadmiral Hipper das Koininandeurkreuz. des Mlitär- Max-Josefvrdens. Der König teilte die Berlerchung in herzlichen Glückwunschtelegramruen mit.
S o f i a, 6. Juni. lBDB. Nichtamtlich.) Der Geesieg der deutschen Flotte rief hier große B e g e ist e r u n g hervor. Die Kunde verbreitete sich wie en: Lauffeuer durch die Stadt, noch ehe di« Zeitt::^«: erschienen. Es winden alslbald allenthalb«: d«:tsche und verbündete 'Fahnen hcrausgehü.^t. Die Zeitungen beglückwünschen Deutschland zu dem groß«: Erfolge seiner jungen Seemacht und- heben die ioelthistorische Bedeutung des Ereignisses hervor. ^— .Dnevnik" schreibt: Die deutsche Flotte hat der englischen ^eine Niederlage beigebracht, die einer Ersch"ltt«rung der englischen See- Herrschaft gleichkommt. — „Bo«me Jsvekia" schreibt: Der Schlag, den England erhalten hat, wird den Glauben seiner fanatilchen Freunde an seine Allmacht zur See zum Wanken bringen. — „Na- rodni Prava" bemerkt: Änt JI. Mai haben Asquith und Grey die gebührende Antwort auf ihre letzten ErkKinungen erhalten, daß Ei:g- land stark genug sei, Deutschland und seine Verbündeten zum Frieden zu z:mirgen. — „Echo de Bulgarie" schreibt: Anstatt Deutschlands' Eischöpfung und Nebergabe h«rb»iLufckhren, hat die Verlängerung des 'Krieges ihm eine unvergleichliche Entfaltung seiner Kräfte gebracht und machte die Niederlage seiner Fei:st>e noch fühlbarer. * * *
Dev frttnzösffchs Bericht.
Paris, 6. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Montag nachmittag: Oesttüich der Maas setzten die D^eutschen abends und nachts ihre Angriffe gegen die französischen Stellungen in der Gegend von Bau-x und Damlvup fort. Sämtlnlfe Angriffe scheiterten, sowohl nordwestlich vom Fort Vaux auf den Abhängen des Firminwaldes, wie zwischen dem Fort und dem Torfe Tamlonp. Wahrend der Nächst fand ein erbitterter Kampf zwischen der Besatzrcug des Forts und deutschen Abteilungen statt, die unter VerwendMrg von Strahlen brennender Flüssigkeiten versuchten, dort einzrvdrrngen. Trotz reichlicher Antvendung dieses Verfahrens verhinderten die Franzosen alle Fortschritte ihrer Gegner. Auf den: linken Maasufer Beschießung mit Unterbrechjungen. In den Vogesen n ahmen die Deutschen bei eine in Hand st reichdreiGrabe nabschnitte westlich Carspach. Durch einen fast sosvtt imternommenLN Gegenangriff wurden alle diese Grabenstücke toieder eüobett.
Amtlicher Llbcndbericht vom 5. Juni: An der Front nördlich von Verdun verhi:st>err schlechtes Wetter die Operationen. Man meldet kein Jnfanteriegestcht. Während des Tages dairwte das Geschützfeuer zien:lich heftig in der Gegend von Vaitt, Damlonpi ::nd der Feste Vairr fort, too die Lage unverändert blieb. Aus dem link«: Ätaasuser Artilleriekampf mit Unterbrechungen im Abschrütt von Avocourt. Auf der übrigen Front verlief der Tag ruhig.
Belgischer Bericht: Es herrschte Rithe an der Front der belgischei: Armee.
Cirr belgischer Bericht über den Kampf in Afrika.
Le Havre, 6. Jw:i. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher belgischer Bericht über die Kolonien: Nachdem die Truppen! des Generals Tombeur au: 8. Mai Kigali und am 11. Ma: Nhanza besetzt WtLen. setzten sie ihren Marsch zur Verfolgung der feindlich«: Stteltkräsie, ^velche sich schnell südwärts zurückzogen, fort. Ende Väai war die Lage folgende: Unser linker Flügel lehnte sich an den Kageva-Fluß. Im Zentrun: hatte eine Kolonne den Akanjauu-Fluß östlich von Jtuvura überschritten, wo 'nach einer Nöeldung dve seitlichen Streitkräft« zufammen- gezogen waren: die rechte Kvlonne nrherte sich der Stadt Usum- bura. In Kirmrda ist «ine vorläufige Vennalttmg cinges'etzt. Der Akanjaru-Fluß ist der hauptsächliche rechte 'Nebcnfülß dos Kagera. Tie Stadt Usunürura ist der 5?aupksrt der deutschen Provinz, Urundi und liegt am nördlichen Ufer des Tanganjika-Sees gegenüber Uvira. Hieraus ergibt sich, daß di« belgische Truppen seit Mitte April etwa zweihmcherl Momleler weit ans dem feindlichen Gebiet vorgtzdrungM sind.
Der Druck Englands auf die Neutralen. Kopenhagen, 6. Jnin. (WTB.) „Politik«:" meldet aus Bergen: Infolge der Weigerung ^Englands, dimwrwegische Fischerei- fkvtte mtt Kohlen zu versehen, konnte diese ::rcht an der Fischer« bei Jslaich teilnehm«:. Dadurch ist Kr Nottvegen ein Verlust von vielen Millio:v«: Kronen entstand«:. N.mmeyr veröffentlicht der norwegische Fischereidirekdor die Mitteilung, wonach England zur Lieferung von Kohlen unter der Bedingung bereit sei, daß Norwegen den gesamt«: Fang mit Trauplnodukt«: Englmü) verkauft. Die Konttakte mit Ei^land sind jetzt geregelt. Die Kohlen beginnen bereits einzutteffen. Somit haben sich die Norweger der englischen Bedingung unterworfen.
Die holländische Ausfuhr.
Haag, 6. Jttni. (WTB. NichtamAich.) Tie Erlaubnis zur Ausfuhr von Zucht st irren , Milchkühen und tragenden Kühen ist tvied« aufgehoben worden.
Ans Griechen:r»nd.
Bern, 6. Juni. (WTB.) Der Mailänder „Secolo" meldet aus Salonik: Nach einem chiffrierten DelegrmNm cars Athen wurden König Konstantin an seinem Namenstage auf der ^Fahrt nach der Kathedrale, als die Bevölkerung und die Mitglieder der Regierung von der BerhängUirs dos Belagerungszustandes über Salonik noch niMs wußten, große Kundgebungen dargedacht, 'bei welchen aus der zahl-reichen Volksmenge, in der sich auch viele Offizvere befanden, auch Hochrufe auf Deutschland ausgebracht wurden. Der Wagen des deutsch«: Gesandten wurde ebenfalls laut begrüßt. Die Mindgebung wiederholte sich pater vor der deutschen Gesandtschaft.
Der Berichberstatter des „Secolo" in Salvnük beällkcket, daß die griechischen Beamten in Salonik fast alle int Amt geblieben seien. Die russische Kriegs^ewruusteuer.
P-eters bmr g, 6. Juni. (TO) Der Reichs rat lehnte sie von der Rechtzen vbrgeschlagene KrieHsgewinn- teuer mit 70 «gegen 43 Stt:nMeu ab.
Der §eMeg.
London, 6. J:mi. (WTB. Ni-chttmEich.) MoiM meldet, daß der nvrweg ische Dampsier „Sigrnmon^, der von London nach Amsterdam mtterwegs war, dicht bei der Themsemün- dimg gesunken ist. Die BesatzE wurde in Sheerneß gelandet. Ter Koch ist ertrunken.
Kopenhagen, 6. Juni. (WTB. NiÄMtlich.) „Berlingske Tid«lde" berichtet aus Ä m ö: ^jgfM| lf Bro-r Posten-
chiff verfolgte gestern en^n enpwnt Da mchfe r durch den Smrd in nördlicher Richtung. Der Dampfer entkam jedoch nach Helsrngbvrg und setzt« später die Fahrt auf schwedischem See- gebret fort. Der schwedische Dampfer „Garm" wurde gestern südlich vom Sund von den Derttschen msigebrcvcht und nach Swmemüicde gechhrt.
SchatttgHai, 6. Jmsi. fiEG. MchtzarrrMch.) Dīn- chika i ist Montag frKh!
Lm hm Mche.
Stuttgart, 6. Juni. (WM UZhiWMsch.) Wie Staatsanzeiger meldet, hat Mn n i sie«pr äsiD ent v. W e i z sri ck e r den: ReicLMkanzler aus Anl gen Rede im Reichstage ein yerzlich-es t e l e tt-r a m m ge-sinttrt.
.Kommunale Maffenspeisrms.
Der Gedanke, der Massenspeisung den Ehcrvakter der KriegswohltätigkeiL zu nehmen und sie zu einer Waffe im Aushungerungskrieg Umzuschmioden, kvird bereits von eir:- zelnen Genkeinden in die Tat umgesetzt.
So hat die Stadtverwaltung von Hannover 5e- schlossen, in Schule:: n.nd anderen g-eeigueten Mnrmen Großküchen einzurichten, in denen jeder Speisen gegen ange- n:essene Bezahlung erhalten kann. Mit der Erriclsiung der Großküchen ist bereits begonnen morden.
Der Magistrat der Stadt C^arlvtten.burg beabsichtigt in allernächster Zeit die Massenfpeisirng zu zentralisieren. Bisher wurde in Charlottenburg schon seit Kriegsbeginn bedürftigen Kreisen der Bevölkerung Mittags- sf>eisung gewährt. Die Stadt überivies diesen Speiseanstalten Unterstütz ungsbedwrstige und bot auch der minderbemittelten Bevölkerung Gelege-.cheit, auf Eigene Kosten ein billiges Mittagsessen einzunehnreir. Monatlich wurden bereits rund 50 000 Portionen a?rsgegeben. Die Stadt hat für die Zeit vom 1. April 19*5 bis 30.'April 1916 ^und 150 000 Mark aufgewendet. Der MagDwirt von Char- lottenburg plant nun die Errichtung einiger großer Zentralküchen, die die über die gmrze Stadt vertellren Ansgabe- stellen, von denen die Speisen abgeholt :md in der ^Löhnung verzehrt werden können, mit Speisen zu versorgen haben.
Düsseldorf plant die Bergrötzerurkg seiner ebenfalls schon seit Kriegsbeginn bestehenden Schul- und Kriegs- küchen. Im August 1914 wurden diese stark benutzt. Der Besuch ließ abler bald wieder nach und stieg erst in der letzten Zeit, so daß jetzt werktäglich etwa 5000 Drettsiertel- lrterportionen Gerichte abgegeben werden.^In den Schulküchen w^erden die Kind>er, die bedürftmen unentgellllch, an Ort und Stelle gespeist. Eine erhebliche (ÄIvLiterung dieser Speisegelegenheiten soll mm durchgefährt Werdern Man hofft m drei bis vier Wochen das drei- bis vierfache und nach Bedarf mehr leisten zu Lönneir. Der Bezug dep Sveffeu soll aber vprläufig noch auf den bedürftigen Teil der Bevölkerung beschränkt bleiben, da erst abgewartrt werden soll, ob die technischen Voraussetzungen nrr eme allgemerne Massenspeisung durchjührbar sein werden. Infolgedessen betont der Düsseldorfer Magistrat, daß die be- stehenoen Sperseanstalten der industriellen Werke usw., wie auch die Einkaufs- und Verlaufsgenofs^rschaftzer: auf alle Falle ihren Betrieb ausiecl-techalten und erweitern sollen.
Berlin, 6. Juni. (WTV.) Der Rechnungsaus-, schuß des Reichstags :rahm heute das Kriegs- k o u L r o l lg e s e tz an und dazu eine fortschrittliche Ent- schlußung zur Prüfung aller Leistungen und Lieferungen für Kriegszwecke sowie der eiuscblägrgen Verträge, einen Ausschuß zu - berufen, zu dem vom Reichstag zu wahLende Mitglieder des Reichstages urrd^ Sachverständige zuzuziehen such, und dem Gericht des Ausschusses der ghostgobendeu. Korperschafteu mit Vorschlägen zur Beseitigung etwaiger Mrßstände nntzuteilen.
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folgeude Anfrage eingeöracht: Im „EDerfelder Tägllchei Anzeiger", Nr. 146, 1916, wird folgendes mitgeteilL:
ß** I.^^Vitungen der Berliner Börse. D: Berliner Bors« hat bekanntlia? vor einigen Tagen ans die yazisist Aeußemmg«: des Präsidenten Wklspu mit einer allgemeine Bame geantwortet. Durch diese Tattache ist erneut die Aüfmett famk«t leitender Kreise darauf hingelenkt Verden, daß der s p-e kr 1 at: v e Handel in Krie gswerten emeii fäcl)en Umfmt angenommen liat. daß dadurch, die vaterländisch«: Interessen i 0 -rage gesteckt werden, die -auch auf dem GcldinarLe wie auf alle ander«: voMwrttlchcrftlick-«: (^bieten Be«,cksichsigwn
verlarrgen. W:e rms von wohlinpoemierttr Sette mitgeterlt toick schweb«: Erwägungen darüber, eine ernste Bervmnrung an d betreff«wen Börsenkreise ergehen zu lassen. Sollt«: diese nick «ne sofortige Abstellung -der erwähut«: Mißstmü^ im Gefolc haben, so wird nöttgenfalls eine Vollkvmmsirc Mtterdrückrmg dc Sperulatwn an der Börse sorvvhl wie an anderen Orten mrtt schwerer Sttafandrdhung die Folge stirr.
Treffen die hier behaupteten Dinge zu, und ist de Herr Reichskanzler bejahendenfalls bereit, entsprechend Maßnahmen gegen die Spekuluttou der Wrse anzuordnen Mir genügt eine schriftliche Anttvvrt.
Aus Hessen.
Darmstadt, 6. Jmsi. (Prid.-Tll.) Die amtliche „Darm- ftadter Z«tung" schreibt unter der Ueberschrift „Zum Besuche des Re:chskanzlers": Tie kraftvollen Worte, mtt denest der Reichskanzler gestern im Reichstag Len gegen ihr: gerichtet«: Anfeindung«: «ttgegengttreten ist imb der ixrbei von ihm l'und- gegeb«:e imerschütterlichle Glaube <m das deutsche Volk werden allenthalben einen ticftn Eindruck Hervorruf«:. Geg«:über jenen Anfeirwmvgen wird es uns mit hoher Ge:rugttrm:g erfüllen, daß dem Reichskanzler bei ferner ?lnw-eseuhett in unserer Residenzstadt von der Bevölkerung bcgeistette HuMgungen dargebracht umrden, äurch welche die Sympalhi«: zum Msdruck g-ekoinmen sind, denen sich der ReichMrnzler in den brcittfLen Kreis«: des ^ssifchen. Volkes erfreut. Wie wir erfahren, hat der Reähskanzler über diese warmherzige Aufnahme loiederholt seine lebhafte Freude ausgesprochen und die besten Eindrücke über sei::«: Besuch, in Darm-' stadt mtt nach Berlin genonm:«:. Wir sind der fest«: Zuversicht, daß der hingebend«: restlosen Arbett des Reichsksnzlars in diesen Zeiten schwer«: Rügens um Deutschlands Zuftmft auch weiterhin verständnisvolle Würdigmkg und dca:kbare Arrerterrmmg von den: deutsch«: Volke .entgog-engebracht wird.
Aus Siabt Are- Lnnd.
ließen, 7. Ju«i 1916.
** Ordens -Verleihung. Der G c aß h e g hat am 6. Juni dem Pfarrer i. P. und Dichter Karl n o d t in
Bensheim das Ghrenkreuz zweiter Klasse des Stern von
Brabant verliehen.
** Auszeichnung. Dem MuSk. Wich. D e m m e r aus Kubach, zurzeit im Reserve-Lazarett 1 Tnrrcha'lle hier, wurde das Eiserne Kreuz verlieben.
** Per sn>nackft:achrid<r Obe-r-Vo stdire k- tivn in Darmfta'dt. Ve-vür-ech-on: Das Eiserne Kr«cz zweiter Klasse dem VizttoachtnuMer d. L., Bostsekretär Seeger aus Alsfeld (Hessen), dem Ober-P^stLfsistent
Da mbma nn rordlxm Offtzievstcllr.»evtr««- Posdmlwärter Kern aus Gießen; die Hessische dem Etapt^n-Tele-
graphensekkÄär G ö tz ans DaTmsts^t; das ÄkKgenüüne Ähven^üchen ftrr Kriegsverdienste am ticpi Vttmee-Postm-spefto e
Levnhardy und dem FekdpvsheHMtz.rr Steinmetz rmsDarm- ftadl: das Ehre:lN«ch«: für den Felbpoststkrttären
Knvos und Sch« tk aus D«Mdsiadt Ed Schn ell aus När-i-nz. — Ferner wurden verlieh«: ans Mhigß-chrig«: Amts-
jubiMiRns: der Rote 4. MHsi mtt der Zschl „50" d:nr
Qher-PvstsekvetLr Rechnuuqsrat Ka bst in Darmftadl i mb beim Scheiden <w:s dem Dienste das ^ SScft iöch.? V^^rrrtwwe : sichen mtt der Inschrift „für lanlsicK)rig<: ttcwe Disnstck^ dem Bri^trägev Mü n st er ma n n in Bensheim. das P:-eus,ische Mkg««cine Gln Anzeichen (in Silber) dem Obar-Pvsts chafsiwc Schauer mann jn Friedberg (Heise::'. — Zn Offizieren des B^nrla u b t t\\* ft a n d e s befördert: die m
sHesscn), Flott tt: Offenbach. (Main) und pf iv Nieder-


