Ausgabe 
7.6.1916 Erstes Blatt
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n^PoftLssiftOrteu Moos in Darmstodt, Ruppert in Gvoß-Germi und S-t vd tmc i ft ec in Moaintz. Versetzt: Ober-Postpraktikant Roth von Tarmstadt nach .Hamburg imter Ucbertrmmug einer Telegrcrpheuirlspekdorstell«e und Ober-Teleyra- PhensÄretär Ditter von Cuxhaven nach Worms. Ileber - tragen: eine Brrvoaubeamteustelle bei der Ober-Postdirektron denr Telograpliensekrttär Ha de r in Darmstadt unter Ernennung Mnr Ober-Possiekretär. Mngeno m men als Postauwnrwr: Virtteldwebtt Bergt in Msfekd (Heften): zu Postgehilfen Real- gymnasiast Haas in. Mainz, die Oberrealschüler Cherbourg, )2>a nge und Mittler in Darmstadt, B r i ck eDm a i e r in Offen- bach Main) rmd Rossel nt Mainz, die Noakschlll-er Heeb in Mkrin^ und Langohr in Friedberg (Hessen); zum Telegraphen- «chllsiik: Ghnmasiast Schneider in Offenbcvch (Main); zu Tel-e- yraphengehllsimreu: Emma .Hartmann in Alsfeld ^Hessen) und Mee Mulch in Darmstadt; als Posta gentin Anna R-uppcl in Mtrn-Barseck (Kr. Gießen). Freiwillig ausgeschi eden: die TekegrapchengeAMnnxnc Helene Bangert in Warms, H o r n in Bad Nauheim imib L<rng in Alsfeld (Hessen); Gestorben: der ^Zofioerwalter a. D. Habi ch in Gernsheim (Hessen).

* Die nächste AuSgabe der Brot- und Fleisch- m arten findet mkt Rücksicht auf die Feiertage schon am

hiw jiuupu)i uui vre (^icuuqc uiuu um m , a , ; e» v . X. V ^ ' ry

Kx-.k« «fl .dm«. J»«i, statt, und snwr für die B-,>,gSb-r-chtiat°n

mit den Anfangsbuchstaben AK vormittags von 612 und die jenigen mit LZ von 26 Uhr.

** D?r MUsterfchÄtzenF^aben auf denr Trieb, am Elllenkspf, ist tmeber he-rgeröchbet und mit verschiedenen Neueinrichtungen, wie Harchpostensappe, Harchpofteirloch, Drahtverhau vor dem Hvrchposttm und vor der Stellung, Stand zum Beschießen der Horchpofteusappe, sowie StolperdDÄchen versehen. Gegen enr Eintrittsgeld von 30 Mg. für Erwachsene und 10' Mg. für Kinder zum Besten der Kes^sDrsorge steht er täglich von 8 Uhr vor­mittags bis 9 Uhr cckends zur Befichttgung zur Bevfüguug.

tt. Achtums VEsrpeu! In diestnn, an Ungeziefer reichen Zähre ist es besonders dir Apfelbaum-Gespi n stmo tte i^ypmiomeuta. malinella), welche die im ganzen vielversprechende Obsternte bedroht. Den Schädling, eine kleine, grünliche Ränpe, erkennt man leicht an den größere, weißen Gespinsten in der Lanb- 'krmre der Apsselbärcme. Diese Gespinste nniffen, solange die Raupen .noch Oesannweu sitzen, abgeschnitten und verbrannt werden. Andern­falls werden gMze Aeföe bis auf die Mattrippen kahl gefressen. Gmrz ebenso ist der Itvetschenspinner (Le^roprL oratne^slla) IM bekainpfen, der besonders da häufig auftritt, wo Schwarzdvrn- checken in der Mche sirQ.

** 5 °/o Zinsen fütt Slp<rr-Einlagen in Gold. Noch immer werden erhebkche Beträ ge in Goldstücken von der Bevöl- Ilerrmg zurückgehalten, die den betreffenden Personen weder wäh­rend des Krises noch nach demselben einen Nutzen bringen, aber für das Reich von größtem Werte ivären, wenn sie jetzt der Reichs- jbant Mgesührt lvürdcn. Um in .Hessen dazu anzueisern, hat Großh.

witts Ph. SpieS dahier. Der Gefallene war Inhaber der Heffffchev

Tapferkeitsmedaille.

"* Lich, 6. Juni. Karl Nikolaus jau., Sohn des Orgel-- 'baumeisters Nikolaus hier, hat bei der Handwerkskammer für "Schwaben und Neuburg seine Ät e i st e r p r üfn n g in der Orgel­baukunst in allen Fächern mit der Note sehr gut abgelegt.

Kreis Brwrn-en.

G Dauernheim, 7.Juni. Die Hessische Tapferkeit s- Medaille erhielt der Gefreite Saul.

Kreis Schotten.

# Rudingshain, 7. Juni. Das Eiferire Kreuz erhielt der Unteroffizier F r a'n k im Ref.-Jnf.-Rgt. 254.

# Streithain, 7. Juni. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Musketier D r a p p im Jnk.°Rgt. 176.

Kreis FriedSerg.

Bl. F r i e d b e rg - F a u e r b ach, 6. Jimi. Der Landwehr- Ge fr eite Karl R-cvuff ch im Pionier-Bataillon 21, Mitinhaber der Firma Sommer 6- Rausch, wurde mit der Hessischen Tapserkeits- nlpdarlle ausgezeichnet. Im vergangenen Jahre erhielt er die Sächsische Dcwfexkeitsmcdaill-e.

Bl. F r üe dhe r g, 6. Juni. Auf dem Felde der Ehre fiel der Vize-Wachtmeister der 2. ^loaschinengewehr-Kompagni? im Jn-

Ministermm des Innern bei den heUMen SparSaKcn angeregt^

nach dem VvrbiL pveschiicher StzaMHen für &< nl'ax?EN im WCCU8 ' (

»Gold einen erhöhten Zchsfnß zu gewähren. Hierdurck> ver anlatzt, 'hat der Borftaud der B^irksfpa tta ffe Schoten bEi losscn, ibrs auf werteres Einbyeu in jrtzer Höhe, die in Golowert geleistet werben, M 5 o/o Zinsen cmUSdehmen und diese 'b prozentige DerzinMng reicht vor dein 1. Januar 1925 berab^ ^znsetzen. Die Stzxrttaffe wird daraus zwar kcdven Gewinn ziehen.

ra^ W-erdorf, 6. Juni. Leutnant und Bataillonsadjutant Hans A n t h o n i (Jnf -Regt. 9tt. 81) wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klaffe cmsgezeächnet.

Heffen-Nassau.

[} M a rb'Ur a , 6. Juni. AulKßlich der Grund stein­te stuug des Jnvalideicheims firr Jug-er und Schützen am

Beträge in 5 Kriegsanleihe angelegt werden, deren

Berrinsnng bekamrtlich vvr dein Jahre 1924 keine Aendernng er fahren wich.

Vt. Bohueu an G«rtomlanben und Hansstpa-- l i ew em? Dre T ü r Vr-sche oder Fon z x bo hrr-e ward von 'jeher' gern zur BegrüuWrg von Lauben rmd GartKrsPali-ereic benützt. In der fetzigen Zeit, wo Lmlstnfruchte ein gesuchter Artikel sirtd, gewinnt ihr Anbau eine erhlMe Bedeutung. Die Ferrer- odcr Blumenb-o^re nnrd auch in ungünstigen Jahren und Lagen noch reff, wenn fie nur somrig steht, und ihre Bohnen, auch die bunten, sind ebenso wertvoll wie jede andere. Nur als Grün- gemüse und zum Einfachen taugt sie nicht viel, weil sie bald l>art wird. Was crn Schoten nicht reif geworden ist, reift nach, wenn mmt die PflmMm un Spätherbst halb aus dem Boden reißt, so daß die Ranken an den Schnüren, Drähten oder Latten, an benen man sie in die Höhe leitet, etwas welken. Zerr Aussaat ist es letzt noch Zeit.

beginnt um 6 Uhr vorvrittags in den Marktlauben. Zum Verkauf kommen beste, frischeste Seefische (Schellfisch, Cabliml, Seelachs, Schollen, Hettnge).

** Stenberung de r Verordnung ü b e r d e n V e r- Ikehr mit Seife, Seife np ul v e r usw. Die vom Ober- bürgermeifter erlaffenen Bestimmungen vom 10. Mai 1916 erhalten ^folgende Fassimg: Die Abgabe ist während des ganzen Monats gestattet und ist vom Veräußerer auf der Ausweiskatte für den Bezug von Brotmarken unter Bezeichnrmg der Art und Menge (Gewicht) mit Tinte oder Farbstempel zu vermerken.

lt. Bohnen nachlagen? Vielfach sind die anfgegangenen :Bohnen bis auf die Samenlappen durch Erdflöhe verwüstet, j Diese Bohnen erhoberr sich iricht wittver, sondern sind sobald wie niöglich durch Nachsäen M ersetzen. Das beste Mittel gegen Erdflöhe ^ besteht übrigens im Ileberstteuen der Beete mit Oserrruß oder Sägespänrn nnd beständigem Feuchthalten durch Ueberbrausen Mt abgestandenem Wasser.

Landkreis Gießen.

! Allertshausen, 6. Juni. Wehrmann Zimmer, der feit Anfang des Krieges im Felde steht, ist mit der Hess. Tapfer- kettsmedaille ausgezeichnet worden. Er ist der erste von Allertshausen, der ausgezeichnet worden ist.

u. Heuchelheim, 7. Juni. Kriegsfreiwilliger Adolf Kreiling, Sohn des hiesigen Bürgermeisters, Bizefeldwebel im Infanterie-Regiment Nr. 253, erhielt das Eiserne Kreuz.

l_s L a n g - G o n s, 6. Juni. Am 29. Mai starb den Heldentod der Gefreite Vh. Spies, Sohn des Käsefabrikanten und Land­

wen Kreuzes sowie der Württenrbergischen und Hessischen Tapfer­keitsmedaille.

Bl. Büld-es-cheim, 6. Juni. Otto Her get, der vor einiger Zeit mit der Hessischen Tapserkoitsmedaikte ausgezeichnet wntt>e, ist zum Unteroffizier befördert worden.

Ks. B a d- R a u he i m, 6. Juni. Der ant DonnerNag, abends 8*4 Uhr, im Konzerthrms imter der Leitung des Professors Hans Mi rr d e r st e i n stattfin^eiche Richard-Wagner-Abendder Ktr r kap e ll e wird mit dem! Vorspiel zum 1. Akt ausLohen- g r i n" erngeleitet werden. Es folgen hieraufPilgerfahrt" (Ouver­türe nud Bachcmale) ans Da n n hau se r , dasWaldweben" aus S i eix f r i ev,Siegfrieds Rheinfahtt" undTrauermusik beim Dode Siegftteds!" aus der Götterdämmerung. ,^Jsoldetrs Liebestod" aus Tristan und Isolde bsidet den Schluß bc§ Konzerts, das einen hohen Geimß verspricht.

Starkenburg und Mkinhesseir.

d. D a r m st a d t, 6. Juni. Ein Feldwebel versuchte heute früh ein Dienstmädchen, mit dem er ein Verhältnis unterhielt, in deffen Zimmer zu e r st e ch e n. Das Rtädchen wurde sehr schwer verletzt^ und kam in hoffnungslosem Zustande in4 Krankenhaus. Der Täter, der <urs Eifersucht handelte, wurde verhaftet.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 6. Juni. Tie Stadtverordneten bewilligten für die Errichtung einer Kinderkrippe in den Räumen derHer­berge z^rr Heimat^ einen Zuschuß von 3000 Mk.

ra. Niederlemp, 6. Juni. Am 27. Mai starb der Vize- seldwebel Wrchelm K u h l m a n n (5. Komp. Regt. 118) als dritter von fiinf Brüdern den Ehrentod. Kuhlmann war Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hess. Tapferkeitsmedaille. Musketier Wikhelm Kuhlmann (Jnf.-Regt. 116) erhielt das Eiserne

aber <Uich kam en Berkuft etteiderr, wttl die in Gold emgchttiden^drittml Pfiugsttage findet hier die Ha Up tv ersamm- ^ ^um-g des den gleichen Namen tragerrden Beverus statt,

'sin dev u. ü. über die Organisation des Vereins für ganz, iPreuheu BÄchlu.ß gefaßt werden soll. Später schließt sich in den SbadMlen ein sog.Fjeikdgrüuer Aveüd" an, dessen Ertrag dem Bchefvuds zugute kommen soll.

h. Frankfurt a. M., 6.Jmri. Die Stmdtvenordne^enver- samollttug genehmigte heute einstimmig die Gewährung einer Teuor un gs zula ge für stiidttsche Beamte, Lehrer, Arbeiter und Hilfsarbeiter, sowie auch für die hilfsweise angestttttrn weib­lichen und männlichen Kräfte. Die monatlichen Aufwendungen hier­für betragen etwa 70 000 Mk. Ferner wurden der Stadt abermals »ztoei Mwini Mark Kredite für den Kriegsfonds bewilligt. Jns-

gesmnt stellte man der Stadt bisher 24,5 Millionen Mark zur Verfügung. Die Llnsgaben für Lebensmittel betrugen bis Ende Mai etwa 31,4 Millionen Mark: welche Summe hiervon tatsächlich zu La-steu der Stadt entfällt, ist noch unbestimmt. Die Vertust«

" D-r Städtischer Seesischmarkt am Donnerstag ^ ^uk«fe wm LodensErln und Abga^ m ermäjH^m

Preisen an Minderbemittelte ist auf 250 000 Mk. zu berechnen^ wovon Rttch und Staat etwa 45 Prozent zurückerstatteu. Mit der Organisation der Lebensmittttversorgmrg durch Errichtung eines Lebensmittelamtes erklätte sich die Versammlung einverstanden. In geheimer Sitzung nahm die Versammlung sodann, eine S t rs t uu g von Dr. Merton über 300 000 Mk. zur .Errichtung ttnes pcchsg»gffchen Lehrstuhks an der Universität cm.

b. Frankfurt a. M., 6. Juni. Die Adler iv erke spen­deten der Städtischen Beratimgsstelle für Kriegshinterbliebene 50,000 Mark.

h. Frankfurt a. M., 6. Juni. Den Hilfsbeamten und Ar­beitern der preichifch-heffischen Staatsbahnen gewähtte die Ver­waltung abermals eine Teuerungszulage, die in Frankfurt, Wiesbaden ufw. für Ledige monatlich 7 Mk., für verheiratete Leute ohne Kinder 12 Mk.. mit 1 bis 2 Kindern unter 14 Jahren 20 Mk., mit 3 Kindern 24 Mk., mit 4 Kindern 28 Alk., mit mehr als vier Kindern 32 Mk. beträgt.

ke L i m b u r g, 6. Jnni. Bor dem hiesigen Schöffengericht standen abermals wegen U eberschreit ung der Höchst­preise zwei Viehhändler. Es wurde auf 400 bezw. 800 Mark Geldstrafe und die Kosten erkannt._

Schwurgericht.

th. Gießen, 7. Jmn.

Nach Unterbrechung von ettva einem Jahr faübeu am Montag und gestern wieder 2 VerhaudLungen vor dem Schwurgericht der Provinz Oberheffen statt, wttche beide hinter verschlossenen Türen statts-mrden. Am Mvrrtag harrdelte es sich um ttn

Verbrechen der Notzucht, toelcheS vrm dem bisl^r unbescholtenen, verl-ewatet^! Lüon- -i ^ führer Ad. Krug von 0-ießen begauge/i ist. b ßbcmte hat

sich gegen ein in den .Mniken bedien stet gewesenes 10 sämiges Mädchen vergangen, er ist von einem Schutzmann in Zivi! iciV genommen worden, als er.am Abend daraus ein mrderes mit seinen Anträgen belästigte. Die Anklage vertrat Oki'idä* asseffor Knauß. Der Angeklagte wurde vom Recht-:an-.r-rlt Jtzchüz- rat Katz vettttdigt. In der Verhandlung wurden 0 Zerrgen ver­nommen und der Kreisarzt gehört. Nachdem die Schule.rage und die Frage nach mildernden Umständen durch die Geschworenen be­jaht lvorden waren, wurde der Angeklagte wegen des begangenen Verbrechens und wegerr Belttdigung zu einer (dchängnisstrase von 1 Jahr 10 Monaten verurteilt. Bei der Stra g wurde

berücksichtigt, daß der Angeklagte bisher un-reiscaft war, die Tat ttugestarrden hat imb daß er offenbar Reue darüber empfunden hat. Hierzu kommt, uoch als strasiuildernd in Betracht, daß der Llnge- ktagte durch die Tat seine Stellung verloren hat. Stra,erschwe.rend wurde in Vetvacht gezogen, daß der Angeklagte sich als verheirateter Mann an einem unbescholtenen Mädchen vergangen hat. Der Ge­richtshof erkannte, daß 8 Wochen der Unterfuchungshast auf die Strafe angerechMtt werden.

Im zwttten Fall, der gestern abgeutteilt wurde, handelte es sich um ein

Verbrechen aus § 219 des Str. -G., dessen die wegen der ^gleichen Tat schon vorbestrafte ehemalige Hebamme Julie Drei cher von Gießen in 4 Fällen beschuldigt wurde. Auch diese Anllagc vettrat Gerrchtsasiessor K na u &. Die Vcrtttdigung führte Rechtsanwalt Dr. Äeop. Katz. Es waren zehn Zeugen zu vernehmen und als Sachverständiger der Kreisarzt zu hören.

Tie Geschworenen vernttnten in einem Falle die Schnldfrage, hielten in einem Falle nur eine Beihilfe zu dem Verbrrcl>en für vorliegend, bejahten aber in zwei wefteren Fällen die Shuldfrage und bewilligten der Angeklagten für den FÄl der Btthilje zu der Tat mildernde Umstände.

Ter Gerichtshof verutteilte die Angeklagte unter Einbeziehung ttner von der Strafkammer gegen sie erkannte l L / 2 jährige Zucht­hausstrafe Ml ttner Gchanftstrase von 5 Jahren Zuckst Haus. Von dieser Sttaie wurden drei Monate nnd drtt Wock^n der er­littenen Untersuchungshaft als verbüßt angttehen. Vtt der Sttaf- zumesiung wurde berücksichtigt, daß die Angeklagte in Not gehandelt- daß Krankhttt in der Familie die Angeklagte gezwungen haben mag, des Gelderwerbs tvegeü sich strafbar zu machen, ebenso kam das Geständnis mildernd in Betracht. Straferschwerend mußte in die Wagschale fallen, daß die Angeklagte schon wegen des gleichen Verbrechens mit drei Jahrm Zuchthaus vorbestraft ist.

Vsrmzschtes.

* Konstantinopel, 6. Juni. Schukri Pascha f- Der Verteidiger Adrianopels während des Bakkankrieges, Schukri Pascha, ist gestorben._

Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 8. Jimi 1916 :

Wechselnd bewölkt, teilweise Niederschläge, kühl.

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Letzte LachrWe».

Angriffe gegen FclLiroe.

Haag, 7. Juni. Aus London nstrd gemeldet: Admiral I e lll i c o e ist nach London abgereist, um einer Konferenz in der Admiralität beiznwohnen. Cs l^ißt, daß auch König Gäwg den Wunsch znM Ausdruck gebracht habe, von Jellicoe persönlich Ein­drücke über die Schlacht zn erhalten. Verschiedene große Matter grttfen den AdM!ira! in heiler Weise an, weil feüt Verhalten sehlerhaft gaoefen fei. Er HDue Adackral Beatty nicht so wert in die däTrischttr Gewässer Vorschulen dürfen. Auch stt er reichlich zw» Stunden zu spät gekvMrnen.

Frankreichs letztes Aufgebot.

Genf, 7. Juni. Ern Erlaß des ftcmzösischen KriegsMinisters beruft alle bisher in der Etappe verwendeten HüfÄ«nsl1ähigat des Jührgangs 1902 bis 1917 zum Dienst an der Frrmt ein.

Die Zukunft Calais?

Haag, 7. Juni. Mit erstaunlicher Qffenheczigkttt, um nicht zn sagen mit zynischer Frechl-eir, gttteht ,.Eomwmisck' in seiner letzten Nummer, daß inan in euglicheri offi-ieüen Kreisen l-eut« berttts die frmHösische Provbrz Pas de Calais als uutrr mg- lischer Herrschaft stehend ansieht. Das Blatt schreibt wörtlich; Offenbar iisfrcbc du Fttedensschlich unmöHlrch sein, ohne daß Frankrttch das wertvolle Departement Pas de Calais wieder erhalt. Es ist möglich, daß Grv ßbrilannien in dieser Sache etwas trat körmle, ohne einen wchentlichen Teil der Macht und Größe des« btttischen Reiches zu gefunden. An ttner anderen Stelle der Er­örterungen über die Fttederrsmöglichkttten, in einem Ärffsatz, worin Lord B r a s se y sich mft der Frage der Fttedensmöglichtciten und ettvaigen KompensatÄnrei! bttckKftigt, wird u. a. der Vorschlag ge^ macht, daß das Frarrzösffch sprechende Lothringen Frankreich zu-« fallen müsse, während der deutschspirechende Dell Lothringär^ Deutschland verblttben kbmtte.

MW^ Ji-orq ^ur ^ der EnSwi&kllsng haben oft viel unter Blutarmut und deren Foig0©l*»G*ieinWaagen,

Ä'^1GÄ lo wie Hes'zklopfen, Kopfschmerzen, blassem Aussehen, grosser Müdigkeit, zu leiden«

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Auf Grund der Bekann1mach«ng des Reichskanzlers vom 4. Mai 1916 iwer Aendernag der AusflihrungSbe- siimmuugen zur Verordnung über den Verkehr mit Eeift, SeifenprUver und anderen fettbaltiaen Wasche mirreln wird Sill der von mir erlaffenen Bemmmungen vom 10. A?ai 1916 über den Verkehr mit Seife und an­deren felthaUigen Waschmitteln abgeändert und erhält folgende Fcch-uug:

2. Die Lll'gabe ist während des ganzen Wlonats ge­stattet und ist vom Veräußerer auf der Ausweiskarte für den Bezug von Brotmarke» unter Bezeichnung der Art und Menge (Gewicht) mit Tinte oder Farbstempel zu ver- n^erken. * 481ÖB

Diese Bestimmung tritt sofort tn .Kraft.

Gießen, den 6. Juni 1916.

Der Oborhürgernrttster.

Kekl er.

Dftt Rücksicht gui die bevorstehende« Feiertage sindtt die nächste 'Ausgabe der Brot- und J-lsifchmarken

FxoötaH, den 9 . Jnni

und zwar für die BeKugsbercchtigten mit dem Anfangs

Vii^karteii IHriariHchc ßrackeMi.

bu«tO<ibon AK. vovrinttags von 812 Iftir und dteienigerv lit-D/ mnhnrttkaM .

Die svlgontturMrSgaben finden wieder an den itbstchen

mit«!..nfuchnrittasp.-' von 26 tthr statt.

Die svkgonde^r -Samstagen in der altgegebencn Weife statt.

43696

Anträge auf Ausstellung von Bezug 'ützeinen und

Llnftagen über den Bezug von Zucker und Seife werde» nur noch vormittags von 812 Uhr. im Stadchaus, Zimmer Nr. 6 entgegengenommen. 43126

Auf Gruud deS 8 6 2lbfatz 2 der AuSsilhrungobe- stnnmungen Grosch. Ministeriums des Innern vom 18. tztzai 1916 über den Dcrkebr mit Verbra««dS;ncker wird von der Stadt Gießen bei der Ausstellung von LcmseSbezi.gs- scheineu eine Gebühr erhoben werden. Dieselbe beträgt von 25 ks; biö 16S kg- Zucker 5 Pfennig rmd für jede weiteren 50 ktz- Zucker 5 Vf«nmig mehr. 43116

Diese Bestimmung tritt sofort in Krafll Gieß-eu, den 6. Jmn 1916.

Ter Oberb ürgermttster.

Keller.

Kohlenlieferung fnr

Die Ltefeumg des zu l.'ÄM-Zentner N'ttko'iH'n ll.Größe, 100 Zerttnei Anthrazit, 10b tz'wmuer Nniemdriketts und 100 Zentner Cfforrnbrlkriis vera s!a' - .eoavs für die.KriegSfüttorge und für die iiae>.,.ben Anstalreu \it für Witt zu vergelwa. Die Lre eruu i dedingnngen liegen im Stadthaus. Zimmer Nr. 16. zur O inffun ab»«.

Anqevote sind mit enstwech<-nd<n vettern

bis zum 15. Juni dc». IS., vormittags Nl»r, eiu\u* reichen. 4308B