Vlmt er st l'litfaug 1914 arnjelreten: nrtt Nückstcht auf i>m bald da hciü> ausgcbrochvncn läßt sich also kaum sagen, in lpelchem
Goisie er cs geführt lütt. Vorher ist er Landrat von. Niederbarnim mrd Oberpräsidialrat in Pc'tsdam güvcscn. Ans finanzieller.! Gebiet bat er sich nur in jungen Jahren, gleich nach seiner Assessorenzeit, betätigt, wo er ein paar Jahre lang Hilfsarbeiter im /preußischen Finanzniinisteriuin gewesen ist. Daß er trotzdem auf den gerade imgewölTnlich Verantwortung s und sicher bald auch dornenvollen Posten des Reichsschatzsctrctärs berufen morden ist, zeigt wenigstens den 'hohen Grad von Vertrauen, das ihm von der Spitze der Reichs- Leitung «ntgegengebracht wird.
Die neue Rcichsstelle für Lebensmittelversorgung.
Berlin, 22. Mai. (WTB. Amtlich.) Der Bundes rat hat den Reichskanzler ermächtigt, eine eigene, neue, ihm unterstellte Behörde, das K r i e g s e r n ä h r u. n g s a m t-, zu errichten. Der Präsident dieser Blehöroe erhält das Berfügun gsrecht über alle im Deutschen Reiche vorhandenen Lebensmittel, Rohstoffe und die Gegenstände, die zur Lebensmittelversorgung not
erfassen und ihre Verwertung und Vertellmrg ohne rede Verzögerung in der zweckmäßigsten Weise dnrchznftihren. Einschränkungen, Anpassung des Bedarfs, Verpändnis^ für die Notwendig- leiten und Schwierigkeiten unserer wirtschaftlichen Lage werden selbstverständlich auch weiter vonnöten sein. Die Organisation kann nur gewährleisten, daß innerhalb der Grenzen des Möglichen das Aeußerfte für die Bcftiedi-gnng der Ansprüche des Bedarfs geschieht. Tie Vorarbeiten zur Einrichtung der neuen Behörde sind in vollem Gange. Ter Zeitpunkts an dem sie ihre Tätigkeit aufnimmt, wird durch den „Reichsanzeiger" bekannt gegeben.
Der Dank des Kaisers an Delbrück.
Berlin, 22. Mai. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser und König haben an den Staatsminister Dr. Delbrück folgendes Allerhöchstes An schreiben gerichtet:
Mein lieber Staatsminister Delbrück! Nachdem ich Ihnen durch Erlaß vom heutigen Tage die nachgefuchte Entlassung in Gnaden erteilt habe, ist cs mir ein Bedürfnis, Ihnen meinen wärm sten Dank für die hingebende und au fopfterun gs
Das geldliche Ergebnis des Unternehmens stellt pch Im ersten Vierteljahr wie folgt:
Markensahrten-Einnahme
1916 1915 1916 1915 1916 1915
Rote Linie Mk. 22 341 Mk. 23 335 84 910 70 201 Mk. 5957 Mk. 4911
Grüne Linie beideLinien zusammen
12 752 , 11 016 ' 63 243 46 778 , 4443
35 093 * 34 341 148153 11679
9409
3278
8189
wendig sind, ferner über die Futtermittel und die zur Biehversor- «volle Treu e auszusprechen, mit der Sie Ihre hervorragende! guirg nötigen E Rohstoffe und Gegenstände. Das Verfügungsrecht I Kraft allezeit im Frieden wie im Krieg in den Dienst des Vater- 'süicßt die gesanrtc Verlehro und Verbrauchsregelung, damit er- lautes gestellt haben. Als Zeick-en meiner Anerkennung und meines fordert ichensalls natürlich auch die En tci gnu n g , die Regelung Wohlwollens habe ich Ihnen den Hohen Orden vom Schoarzen. Adder An-, Aus- und Durchfuhr, soivic der Preise ein. Der Praß- I [ er verliehen, dessen Abzeichen ich Il>nen hier neben meinen dent brnn in dringendem Fällen die Landesbehörden unmittelbar besten Wünschen für Ihre Genesung und Ihr Wohlergehen zu mit Mtwcisungen versehen
Zum Präsidenten des striegsernähruugsamtes ist der Oberpräsident der Provinz Ostpreußen, v. Batvcki, berufen.
gehen lasse.
v.Batocki
Um deck Reiche.
Berlin, 22. Mai. (WTB.) Der Kai se r hat heute vormittag die Präsidenten des 'Reichstages, des Herrenhauses urid des Abgeordnetenhauses in Audienz empfangen. Das Staatsministerium war zur Tafel geladen. '
Berlin, 22.Mai. (WTB.) In der heutigen Sitzung des B undesrates gelangten zur Annahme der Entwurf einer Verordnung über die Sicherung der Volksernährung, der Entwurf einer Verordnung betreffend den Ueber- gang der Geschäfte der Reichsstelle für Kartoffelver- orgung auf die Reichskartoffelstelle und der. Entwurf einer Verordnung über den Verkehr mit Fleischwaren.
«.Berlin, 23. Mai. Dem Reichstag wird, wie die „Bo s s i s ch e Zeitung" hört, noch in diesem Dagungsab- schnitte eine weit er e Krie gs kredi tv o r l a a c zugehen, die wieder Kehn Milliarden anfordern weroe. Die zuletzt bewilligten Kredite -reichten zwar noch bis in den ommer hinein. Nucrn wolle aber dem Reichstag ein nochmaliges Zusammentreten im Hochsommer ersparen. Die Vorlage dürfte in der Woche vvr Pfingsten zur Erledtguung gelangen.
Berlin, 22. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Im Haupt
Berlin. 22. Mai. An die Spitze der neuen Organisation Ausschüsse be§Jfte&tageS bei bevJunten Lesung
; Lebensmittelversorgung wird der Oberpräfident v. Batocki> Krregsfoeuergesetzes der Reichoschatzsekretar Dr. Hel f-
f e r i ch darauf hin, daß kerne Steuern dre notwendigen Lebensmittel auch nur um «einen Pfennig verteuern, weil
für
treten, neben ihm der Generalmajor Großer und der bayerische Ministerialrat v. Braun. (Franks. Ztg
Der.Leiter der neuen Reichsstelle für Vvlksernährung si/
diese unter Höchstpreisen stünden. Er würde, es bedauern.
der „Wirtschaslsdikrator", Herr v. Batocki. der im 54. Jahre wenn versucht werde, diese Tatsache zu verdunkeln. — Im ! steht, hat seit Kriegsbeginn viel von sich reden gemacht als der Steuerausschuß wurde die Reichsabgabe zu den Post- i Mnse OberpräNbent von Onvrenken. dessen lchwerr Äutzab« -«Iund Tclegraphenqebiihre,, mit dcn Abänderun- war, bald nach Kriegsbeginn die be,,ernde Oand an die schaden'
blick in £8%% d-rs'hIm Antra, ^«Eogenot Sfaftmmgai mfxx ferpefMft. ®te Steuer,
unb mick omtcTjur-n. baö er di- um.^'ieuberc Uebcrsicht. bic feine 1 lal,c mr wurben bcm aintrooe ™tnrr,-rft™h
erfordert, zu gewinnen verstehen wird.
sätze für Zigaretten wurden dem gemeinsamen Anträge eirtsprechcnd angenommen.
Berlin, 22. Mai. (WTB. Amtlich.) In der Sitzung des ts für Polkscrnährnng vom 20. Mai wurde die ch - und Kartofselversorgung und die Frage der «-S-nstelllm. Sein Em-lnh auf die einzelstaitlichm VMichungs-1 V , cI 9 cmi n « UÄ «. allS Obstkernen erörtert. Bei der Er.
und aus die militärische KvmmändobeHörden, die ja ihrer- ^.rung
neue schwere Aufgabe
Organisatorisch wird das neue Amt -so gestellt sein, daß es der I ^ c stärksten Hemmungen Herr zu werden vermag, die sich bisher den I,2? 5 1 r f c wirtschaftlichen Anordnungen des Reichsäints des Innern ent- S *
der Flcischversorgung wurde auch die Förderung des
^^diktatorische'gesic^^"W"wrÄ Vlsol W rld a b s ch u s ses in Betrag gezogen künftig in Wirtschaftsfragen nicht mehr bloß organisiert und versiegt, sondern uitter allen Umständen mich gehandelt werden. Auf diese Weise werden, in zwölfter Stunde noch, die unserer Volks
Berlin, 22. Mai. (WTB.) Der Kaiser hat an den Hof- Prediger a. D. Rogge aus Anlaß seines sechzigjährigen Amts-
mncchrung bisher erwachsenen ernsten Schwierigkeiten aus dem Jubiläums folgendes Telegramm gerichtet:
Woge zu räumen sein, wenn endlich ganze Arbeit und voller Ernst gemacht wird.
G e fie ra 1 tn aj o r.G r ö n e r
Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt u. a.
Ich sende Ihnen am heutigen Tage, wo Sie vor 60 Jahren Ihre segensreiche Tätigkeit für König und Vaterland im Dienste der Kirche begannen, meine herzlichsten Glückwünsche in warmer Anerkennung Ihrer Verdienste in der Militär-Seelsorge in Krieg und Frieden. Der bis auf den heutigen Tag ergreifende Gottesdienst vor St. Privat, in dein Sie die Truppen der 1. Garde- Division zum Kampfe vorbereiteten, bleibt ebenso unvergessen, wie ihre begeisterten Morte bei der Kaiserproklamattoit in Versailles. Der Dank des Königs von Preußen soll in meinem heutigen Glück- nnnrsch erneut zum Ausdruck konrMen. Der «Allmächtige segne Ihren Lebensabend. Wilhelm R.
Frankfurt a. M., 22. Mai. (WTB.) Zum 70. Geburtstag des Oberlandesgerichtspräsidenten und Reichstags- abgeordneten Dr. Spahn ist vom Reichskanzler folgendes Telegramm eingelaufen:
„An Ihrem heutigen Geburtstage, der Sie in das achte Jahrzehnt eines von erfolgreicher Arbeit für das Vaterland -erfüllten Lebens führt, sende ich Ihnen, sehr verehrter Herr Präsident, meine besten Glückwünsche. Ich gebe mich der aufrichtigen Hoffnung hin, daß Ihre auch! in diesen schweren Kriegszeiten stets bewährte staatsmännische Kraft unserem öffentlichen Leben noch viele Jahre erhalten bleibe, v. Beth- mann Hollweg."
Berlin, 22. Mai. Der Zentralvorstand der national- liberalen Partei hat in der gestern mitgetvilten Entschließung noch folgendes beschlossen: Der Zentralvorstand mißbilligt andererseits aufs schärfste, daß in dieser Frage, die Nicht nur über den Ausgang des Krieges, sondern über die ganze zukünftige geschichtliche Stellung des Deutschen Reiches
Der Bundesvat hat in seiner Sitzung vom 20. Mai den Reichs-! ^ut: emc freie Meinungsäußerung
kmrzler ermächtigt, eine eigene, neue, ihm mimittelbar unterstellte f * cr . deutschen Presse verhindert, sondern vielmehr dem Bel-örde, das 5lriegsernährungsamt, zu errichten. Der Präsident . cirte Uitt seinem wahren Willen Nicht übereinstimmende dieser Behörde erhält das V e rf ügungsrecht über alle im Meinung künstlich aufgedrungen werden soll. Es muß er- Deutschen Reiche vorhandenen Lebensmittel, Rvh ftoff c wartet werden, daß die Leitung der auswärtigen Politik das
:r:i «andere Gegenstände, die zur Lebensmittelversorgung notwendig heißt der Reichskanzler und der Staatssekretär des Auswär- nSÜ’fßfwifi 611 Iiehver- tigen Amtes die Verantwortung für alle diejenigen unserer
recht^L^ i^kE^Ä^L^e^n^mii! Stettin nerb!?nß ‘“Älf t? rme ll' T
crsvrderlichen.alls nattirlich ailch die Enteig--mng), die Regelung der ^^ Ä^^^^^vc^hangt, in Wahrheit in ihrer Teiidenz von Ein-, Aus- und Durchfuhr, sowie der Preise ein. Zur Silbernng I politischen Leltern des R eiches v eranlaßt worden sind. fax Durchführung können Zuividerhandelnde mit Gefängnis strafe ' ^
-zu einem Jahre und mit Gelostrase bis zu 10000 Mark bedroht werden. Ter Präsident kann in dringenden Fällen die Landesbchör
eben unmittelbar mit Anweisungen versehen. Die Verordnungen faö Bundesrats bleiben unberührt. In dringenden Fällen Wunen aber — unter unverzüglick>er Vorlage an den Bundesrat abweichende Besttmmimgen getroffen werden
Aus Stndt nsrd Lctnd.
Gie ß en,2 3. Mai 1916
Bon der Städtischen Straßenbahn.
Das Verkehrsbild unserer Straßenbahn stellt sich für die Monate Jannar-März l. I. im Vergleich zum gleichen
Im Krirgs<'rnührungsamte werden bewährte Männer aus den Zeitraum des Vorjahres um rund 16 000'zurncka.eleate Fahr-
nachstehendem die betreffende Zusammenstellung:
Zahl der beförderten Personen:
beide zusammen Zunahme 1916 1915 in 1916
137 229 130 675 6554
124 546 119 662 4884
133 323 128 271 5052
braucher mitaAreiten: die Beschlußfassung wird aber aus schließlich dem Vorsitzenden zustehen. In einem Beirat werden Vertreter der Bundesregierungen, der behördlichen Mrirgssteven und der Kriegsgesellschaften Sitz und Sttnrme haben Die Anordnungen der militäriichen Befehlshaber werden den Maßnahmen der zentralen Ernährungsbehörde angepaßt Der aus der Mtte des Reichstages! berufene Beirat für Bolksernäh- r ung bleibt neben der neu geschaffenen Einrichtung bestehen
i^iec neuen straffen OrgMnsationsregelung wird es mög- M 1 m, m m Reiche grMaren Nahru-rgsvorräte vollständig zu
Rote Linie 1916 1915
Jan. 87 068 89 014 Febr. 78 592 80 776 März 83 107 84 646 zus. 248 767 254 436
Grüne Linie 1916 1915
50161 41 661
45 954 38 886
50 216 43 622
14Ö 331 124 170
395 098 378 608 16 490
1916 weniger 5671, mehr 22161, mehr 16490 Fahrten.
Marken-
1916Mehreinnahme752 Mk. führten- 31174 — Mk. 1211
Zunahme
In der Zahl der beförderten Personen sind die Militär- Personen, welche die Einzelfahrt für 5 Pfg. fahren, je zsvei für einen Fahrgast berechnet. Bei den Markensahrten sind die städtischen Beamten und die Postbeamten, welche ebenfalls für 5 Pfg. die Fahrt znrücklegen, miteinbegriffen.
Es wurden im letzten Vierteljahr im Durchschliitt täglich 4340,5 Personen gegeii 4160,5 Personen im gleichen Zeihranm des Vorjahrs oder täglich 180 Personen^ mehr befördert. Die tägliche Einnahme belief sich ans 385,50 Mk. gegen 377,30 Mt. im 1. Vierteljahr 1915 oder in 1916 8,20 Mk. tägliche Mehreinnahme ans dem Personenverkehr. _ Interessant ist, daß das erste Mal seit d-em Bestehen der Straßenbahn die rote Linie gegen die Friedhofslinie in der Zunahme des Personenverkehrs zurückgeblieben ist, ja sogar gegen das Vorjahr.einen Ausfall von 5671 Fahrten zu verzeichnen hat, der aber durch die Zunahme des Verkehrs der grünen Linie nicht nur ausgeglichen, sondern mit 16 490 Fährten noch überholt ist. Der Ausfall der Linie nach dem Trieb erklärt sich damit, daß das Landsturm- Bataillon Ende des vorigen Jahres in die Baracken am Trieb untergebracht wurde, während die Mannschaft früher in Bürger quartieren in der Stadt lag>, unidl daß diese deshglb!' stchher die Straßenbahn stark benutzten. Auch sonst ist der militärische Verkehr zwischen Stadt und Kasernen stark znrückgegangen. Hierzu konrmt noch, daß das Gefangenenlager auf Einheimische und Fremde seine Anziehungskraft verloren hat, wodurch ebenfalls ein Ausfall oes Verkehrs! auf der roten Linie sich erklären läßt. Erfreulich ist, daß dre !grüne Linie sich genracht hat und damit eine Zunahme des Verkehrs und eine kleine Erhöhung der Erunahine aus dem Unternehmen der Stadt zngeftossen ist. Die Markenfahrten haben naturgemäß wi-ü>er eine Verrnehrung gegen das Voriahr erfahren und werden, wenn mit der Einkehr des Friedens wieder Handel und Wandel in unserer Stadt stärker pulsieren, dazu beitragen, den modernen Massenverkehr unserer Straßenbahn weiter zu steigern.
*
r" Auszeichnung. Leutnant Karl Wiener ini akt. Jnf.> Regt. 140, o. Komp., erhielt das Eiserne Kreuz.
** Amtliche Personalnachrichten. Ter Großherzog hat dem Briefträger Philipp Mü n ft e r m a n n in Bens- heml das Allgememe Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für lang- on' U 8&' • re . ll n-<Lenste" verliehen. — Der Großhcrzvg hat am 20. Äcai 1916 den Hauptsteueramtsassptenten bei dem Haupt- ftenerarrtt ^atrm1t<xbt r Karl Hof, zum MinisteriaLregistrator bei dem Mlntperrum der Finanzen ernwrnt.
ber 2 2 2er. 27. Mai bis 4. Juni 1.915. Stellungskampf bei Miniow dolny. Der Gegner machte verschiedene Angriffe, die sämtlich mißlangen.
Am 30. Mai wirft das 1. Bataillon in Stärke von 1-30 Mann rm Sturmangriff die bei Bolechow durchaebrochenen Russen zurück.
Am 4. Juni räumen die Rnffen ihre Stellung; die Verfolgung wird ausgenommen.
** Bezirkstag des Has si a bczi r ks Gießen. Auch der diesiahrrgc Bezrrkstag stunde unter dem Zeichen des Krieges Trotzdem waren von den 39 Vereinen 38 vertreten Nachdem der Bezirksvorsitzendc Daab-Lollar die Vertreter begrüßt hatte rmiy 290 Mk. nachträgliche KonftrTnrandcmintersttrtzuugerr für Kinder von im Felde stel-enden Vätern ausbezahlt worden waren, erstattete der Bezirksvorsteher Bericht über das verflogene Vererns- sahr. Einleitend bemerkte er, daß das deutsche Volk die schweren, blutigen Opfer in stiller Ergebenheit bisher getragen fydi und mnn cs darum nicht verstehen könne, daß jetzt, wo es einmal an Fleisch und Fett mangele, so viele ein Jammern und Wehklagen erheben und Frieden um jeden Preis schließen inöchten. Besonders geißelte er das Gebaren der Miesmacher und Wucherer, für die ider Scku'itzengraben eine gesunde Lehre sein könnte. Er forderte lie Kam>eräden auf, mitzuwirken, daß unser schoerer Kanrpf uns einen ehrenvollen Frieden bringe. Sodann g>eoachte er atler Gefallenen imd Verwundeten, besonders der geftcklenen Vorsitzender G r ö l z -Rnktershänfen und Kutscher -Bersrod. Sein Vorschlag, den nn Felde stehenden Vorsitzenden weiter Liebesgaben zu senden, fand allseittge Zusttmmung. Der Bezirk zählte 1915 zusammen 2845 aktive und 135 pasiive Mitglieder. Das Veremsvermögen der 39 Vereine, .das noch. 28 665 Wk. beträgt, ist in d«r beiden Kriegsjahren durch die Unterslützungen um 9330 Mk. zurückgegangen. Während dHe Vereine feit ihres Bestehens 72 794 Mark an Unterstützungen bezahlten, wurden i,n lichten Jahre 7516 Mk. geleistet. An Beiträgen zum Verband leistete der Bezirk 853.50 Mk., erhielt aber au Rückvergütungen von Feuerversicherungen und Jahrbücheru, sowie an Unterstützungen zusammen 2032.50 Mk., also 1179 Mk. mehr, als seinen Beitrag. Der schriftlich? Verkehr wurde erledigt durch 224 Postausgäuge. Als Vertreter zum Vertretertag am 18. Juni in Tarnrstadt wurde 'Bezirksvorsteher Da ab gewählt. Das alte Schiedsgericht, die Kanieraden Leicht --Watzenborn, A. D> i ck o r 6 - Gießen und' Lehrer B u ß - Leihgestern, wurde durch Zuruf äuf weitere dr-cr Jahre gewählt. An Stelle .des Kameraden Wagner, der nach Lichi verzogen ist, übenrahin in dankenswerter Weife Kamerad C. Schie- in-angk-Lollar das Sammelwerk i:n Bezirk. Es wurde beschlossen, in diesem Jahre wegen des günstigen Standes der Bezirkskassc, an die jetzt geringe Ansorderrmgen gestellt werden, keinen Beitrag zu erheben und 60 Mk. dem Unterstützungsfonds der Krieger- kameradschaft Hassia zuzuweisen. Nach! Erledigung der Tagesordnung hielt Bezirksvorsteher Da ab einen sehr interessanten Vortrag über das Thenvaj: „Urffer Feind im Osten und sein Verschulden an diesem Weltbrande", wofür ihm die Bersanttnlnng lauten Beifall spendele, den Kamerad Dickore in herzlichen Worten noch besonders zum Ausdruck brachte. Das von Kamerad Kanzleirat Schiffnie abgesaßte Protokoll wurde gutgeheißen. Hierauf schloß der Bezirks Vorsteher die Versammlung mit einem Ausblick in die Zukunft und der Mahnung: „Aushalten und durchhalten!"
** Beschädigung ö e c Anlagen. Fast täglich werden die öffentlichen gärtnerischen Ll-njagen durch Abreißen von Blunren und Zweigen, durch Betreten der Rasenflächen und Beete beschädigt, durch Hinwerfeu von Papier und sonstigen Abfällen verunreinigt. Um diesem Unfug wirksam zu steuern, bedarf es neben dem Eingreifen der Polizeü organe, die in derartigen Fällen unnachsichtlich Strafanzeige erheben werden, auch der tatkräftigen Unterstützung des Publikums. Alle Besucher unserer schönen Anlagen werden dahier dringend ersucht, diesen ihren besonderen Schutz augedeih-en zu lassen. Wir tnachen es auch hier nochmals allen anständigen Menschen zur Pflicht, solche Bubenstreiche, wie wir sie gestern vom Hochwartturm und der Freilichtbühne mitgeteilt haben, zu verhindern oder zur Anzeige zu bringen.
** Rückgang der Viehseuchen in beiden Hessen. Nach der neuesten Feststellung vom 15. Mai herrscht die Maul- und Klauenseuche in Kurhessen nur noch in 3 Gehöften, welche sich auf 3 Genreiuden in 2 Kreisen verteilen, im Regierungsbezirk Wiesbaden in 14 Gehöften, welche sich auf 3 Gem-einden in 3 Kreisen verteilen. Im


