wrwsorvwntum Dessen wurde die Seuche Er noch in der «rovin» O b r r » e s s. „ l> »eh-fden », 2 ®™«nbmun 8 Kreisen und iv der Provinz Sturkenburg rn einem Gehöft ifcFtacftclli twilnxiiö Rheinhessen vöMg seirchenfrei tft. Was Lie Schiveineseuche anbetrifft, so Erde diese am 15 Mai >4n Kurhessei, in >1 inid im Regrerungsbezirk Wiesbaden an .»-> ml>„ösicu festgestellt, während im Grobherzoc,1um Hessen in Oberbessen' und Starkenbnrq zusammen 8 Fälle ver- reichiiet fmb. Rheinhessen weist keinen Fall auf.
* **Sammclt ans ländrs ches Getb! 'Sie lange Tauer
heS Krieges nötigt zu immer weiterer Ausdehnung der Liebes- tdtiaTeit Nicht mir während die Kämpfe Loben, sondern auch später, Luf lange Zeit hin. müssen noch imgel-eure Aufwendimgen gemacht werden um die Schaden, die der Krieg verursacht, zu heilen. .Hierzu das Rote Kreuz noch> großer Mittel. Diesem Zwecke gilt
unsere Sammlung. Jeder, der von einer Auslandsreise ans ländisch es Geld mitgebracht hat, spende es uns. Zn großen Mengen vereinigt, hat es bedeutenden Wert. Wer umlaussähige ländische Geldstücke, auch Papiergeld, im Betrage von wenigstens Y 5 Mark einsendet, erhält zum Entgelt als Ehrenpreis eine tnn dem bekannten Tierbildhauer Professor Gaul entworfene, ?önstlcrisib schöne Erinnernngsmünze. die aus Eisen unter mSrtpenimng von Geschoßmctall her ge stellt ist. Vereine, Schulen, ^wmmtisckte und jeder einzelne werden herzlich gebeten, sich der Sammeltätigkeit zu widmen. Sam mcl stelle ist die Materialien- Mteilimg des Roten Kreuzes Tarmstadt, Altes Palais.
^ ** Ein eRei ch sgemüfestel le. Durch eine nene Bundes- ratsvevordnimg ist soeben eine „Reichsstelle für Gemüse «i n d O b ft" getroffen worden. Sie ist ttotz ihres anttlichen Charakters nnd ihres halWehördlichen Aufbaues (nach dem Muster der Meichsgetreidestelle besitzt sie eine Derwaltungs- und eine Geschäfts- vbteilung) keine Versorgnngszentrale, sondern nur eine Organisation zum Ausgleiche und zur Ergänzung des privaten Verkehrs. Mollen Ersatz des privaten .Handels durch öffentliche Bedarfs- Vermittlung macht die leichte Verderblichkeit von Obst und Gemüse «unb die mit ihr zufammeuhängende lokale Absatzzersplitterung törMöglich: cr ist auch keineswegs nötig. Dagegen ist dafür zu sorgm, daß die bedenklichen — und gegenwärtig doppelt und dreifach bedenklichen — Folgen der Absatzzersplitternng befeiticjt Serbien: die Ungleichmäßigkeit der Versorgung (Ueberschuß in den duim bevölkerten Anbaugebieten, Mangel in den Berbrauchs- nentren^ und der Vvrratsverlust durch Verderben großer Mengen »licht abgesetztcr Ware. Hier soll die neue Organisation eingreifen. Sie will einmal feste Lieferungsverträge abschließen und mit ihrer Mfe das Angebot in den Verbranchsmittelpunkten vermehren; fie will außerdem in eigene und in großer Zahl errichtete Ab- »rahmestellen bestimmte Obst- nnd Gemüsesorten auch ohne Liefern ngsv ertrage und ohne vorherige Anmeldung entgegennehm eu tzrnd zweckmäßigster Verwertung zuführen. Leitgesichtspnukt bleibt dabei, daß das, was dem Frischkonsum nicht zur Verfügung gestellt a>der von ihm nicht ausgenommen werden kann, möglichst restlos Bcmfertnert werden Muß. Damit dies Ziel erreicht werde, hat die Reichsgemüsestelle durch» die Verordnung das Recht erhalten, von allen Betrieben, die sich mit der Haltbarmachung von Obst und lGemüfe befassen, die Verarbeitung der Mengen zu verlangen, bie si- ihnen zuweist: die Betriebe sind verpflichtet, solchen
Aufträgen nachzn kommen. Wenn, wie Man zuversichttick erwarten Lars, die neue Stelle ihrer Tätigkeit von vornherein in großem Stile mit möglichst ausgedehntem Wirkungskreise und dezentralisierter Sammelorganisation mrfnimMt. wird sie für die Nährversor-
r g im — vorläufig unvermeidlich sleischknappeu — Sommer und die Mldung von NLHrwertreserveu für den Winter höchst
Wichtiges leisten. _ . _. rr m r
** Mastanstalt in TraUnstern. Zur bestereu Regelung der Fleischversorgung hat die Stadt Traunstein nach! dem Vorbilde anderer Städte eine statische Schweinernastanstalt eingerichtet, .En der z Zt. 150 Schweine untergebracht sind. Das Futter für iftt Tiere wird ans den Abfällen der Haushaltungen bestritten, ortspolizeiliche Maßnahmen find getroffen, dre diese Abfälle der Mastanstalt zuführen. Es würde sich empfehlen, wenn vuckr andere Städte diese einfache und zweckmäßige Regelung ihrer Meischversorgung und Abfallverwertung vornehmen würden. , **Minderwer1igeSalatöleuudSalatöleriatz Nachdem in letzter Zeit "wiederholt behördliche Warnungen vor dem Ankäufe der zu hoben Preisen in den Handel gebrachten so- genannten Salatol-Ersatzmittel erfolgt sind, werden neuerdings 'riese aus gelbgefärbten schleimigen Pflanzenauszügen bestehenden wortlosen Mittel nicht mehr als Oelersatzstoffe, sondern unter W^mtasienamen wie Salat-Tunke oder dergleichen im Verkehr vnge troffen. 2luch diese Erzeugnisse sind als Salatöl-Ersatzmittel völlig ungeeignet, da sie weder den Nährwert, noch den Genußwert LesSalatöls -tu ersetzen vermögen. Vielfach stellen die neuen Er- Aengmsse lediglich künstlich gelbgesärbte und mit .Kochsalz versetzte verdünnte Essige dar, deren'Materialwert in keinem Verhältnis tzu ihrem Verkaufspreise steht. Es kann daher nicht dringend genug ftttjr dem Llnkcmfe dieser Erzeugnisse, die zum Teil als „billige eoenhett " ,nur solange Vorrat reicht" und in ähnlicher rellamc- er Weise an geboten wurden, gewarnt werden. Währeno gewöhn- i Speiseessig Mindesteiis 3,5 Prozent Effigsäure enthalten muß, Hetzen die fertigen Salattunken des Handels trotz ihres hohen Dreffes als wirksame Stoffe sestgestelltermaßen nur 1 bis 1,6 Prozent Essigsäure und 2,5 Prozent Kochsalzzusotz. Dm käuflicheir WLrwmken können daher im Hanshälte sehr leicht entbehrt iverden La die Zubereitung schmackhafter grüner Salate leicht bei Ver fctt&img der üblichen Gewürze, Salz und Pfeffer, durch Beigabe *iner gekochten und zerkleinerten Kartoffel WM Effig oder von etwas Schnittlauch bezw. Zwiebel gelingt, während , bei Kartoffelsalaten tzrchen Salz und Essig schon der Zusatz von einigen MloffelnMilch vder von etwas Gartenkresse oder Lauch wohlschmeckende Gerichte fljSert Auch die Beigabe einer auch! nur geringen Menge von in Würfel zerschnittenem und ausgelassenem Speck oder emes Eigelbes Erhöhen bekanntlich den Wohlgeschmack und Nährwert der -Ällat- jverichte. Sehr bewährt hat sich! auch eine Salattunke, die durch Küfftchen einer kleinen Mehlmenge in wenig Milche und Beimischung von Essig bis zur gewünschten Konsistenz leweüig rm
Varrshalte frisch bereitet wird. ... , m *
Das heutige Kreisblatt bringt mehrere Bekannt imachungen, die sich mit der Regelung des Vieheinkaufs in der Pro uinz Oberhessen und der Lieferung von Schlachtvieh zur Fleisch Versorgung dev Bevölkerung befassen. ,
** Brotmarken von Angehörigen aus de mR e ^ierunasbezirk Koblenz haben in Hessen keme Gültigkeit Äacker, Gastwirte und Hotels seien besonders daraus hmgewiesen, Laß diese Marken bei der Mehlverteilungsstelle nicht angenommen werden. _ „
Landkreis Gießen.
e. Alten-Bus eck, 23. Mai. Dem Unteroffizier und Fahnen schmied Ludwig Meisel von hier, Drag.-Rgt. 24, Inhaber der 'Hessischen Tapferkeitsmedaille, wurde das Eiserne Kreuz 2 Klasse verliehen unter gleichzeitiger Beförderung zum Sergeanten und
ber-Fahnenschmied. * _ , _ . „ r , ^
XGrotzc».Linden. 22. Mal. In der Nnckt vom Sonn jtaa zum Montag wurde in der Alte Heerstraße ein Einbruchs- dieb stahl verübt. Der Dieb hat I-inem OpIer, der Arbeiter- und Kriegersrau Heinrich Seth aus der Küche alle Wirten von Lßwaren mitgenommen. — Zu derselben Gegend wurden kürzlich Linem Eisenbahner einige Hasen gestohlen.
I e Kesselbach, 23. Mai. Am 20. Mar bs. Is hielt dre Spar- und B o r f ch n ß k a f s e zu K>esselbach ihre Generalver Aämmtnng rn der Wirtschaft MerUnger ll. dahrer ab. Dre Mrt glieder waren auA nah und fern sehr zah!lreich erschrenen. Es wurde .die Rechnung für das Fahr 1915 von dem Rechner Becke r II 'verlesen, womrck trotz des zwecken KcieMahres ern gul^ Resnttat jerzielt wurde. Der Gesamttrmsatz belief srch auf 1 044 777.61 Mk. Ms konnten auf ein Stanrmguthaberr der Mrtglreder von pd 9ol,iö Mgrk 10 Prozent Dividende verteilt und der Reservefonds mck »roch mehr als dem gesetzlichen Prozentsatz erhöht worden. Daher wurde einstimmig'beschlossen, dem Hilfsverern des Roten Kreuzes N.00 Mik. zu übermitteln.
Kreis Büdingen.
-4 L ißber g, 23. Mar. Ta unsere alte Orgel vor kurzem so gründlich versagte, daß aus ihr nicht mehr der geringste T-on
herauszubringen ivar, so mußte trotz der teuren Kriegszeit dr« Anschaffung einer neuen Orgel von dem Kirchenvorstand unfy, der Kirchen gemeinde Vertretung beschlossen werden. Tank der auch auf dem Gebiete der Kriegsfürsorge schon vielfach hervorragend be- währteir Opserwilligkeit der ffcmen Gemeinde und der regen Tätigkeit ihres rührigen Geistlichen konnten innerl)alb kurzer Zeck 2000 Mark für die Neuanschaffturg gesammelt mcd die neue Orgel bei der bekannten Orgelbaufirma Nikolaus und Förster in Lich in Auftrag gegeben werden. Tie feierliche Einweihung der neuen Orgel soll schon kurz nach dem Pfingstfest durch einen Festgottesdienst und ein Kirchenkonzert erfolgen. Auch soll die Kirche noch im Laufe dieses Jahres die schon längst von vielen als ein Be- ürfnis empfundene Heizungsanlage erhalten. .
4 Ortenberg, 23. Mai. Unsere durch den Krieg schon seit einiger Zeit verwaiste Kinderschule konnte in diesen Tagen dank des Entgegenkommens des Elisabethensttftes in Darmstadt zur großen Freude der Kleinen und zum .großen Segen unserer/ ohnedies schon vielbeschäftigten Krieqerfrauen wieder eröffnet werden. Die Schute wurde kriegsmäßig mit Frl. Arbogast aus Mainz--Kostheim besetzt. — Am Mittwoch, den 24. d. M.,^ abends 9 Uhr, hält Missionar Gsell, Pfarrer an der Weißfrauen- gemeiirde in Frankfurt a. M. in unserer Kriegsbetstunde einen Bortrag über „Die Weltmission im Weltkrieg". — Eine große Freude konnte die Einmachstelle des hiesigen Franenvercins und Zweigvereins vom Roten Kreuz in dieser ob st- und gemüie- armen Frühfahrszcit verschiedenen Lazaretten bereiten. An die Makerialienableilung des Hessischen Landesvereins pom Roten Kreuze in Darmstadt wurden für Feldlazarette 13 große Kisten mit eingemachtem Obst und Gemüse, 45 Eimer mck Latwerge und ein großes Faß Sauerkraut abgesandt, in die Lazarette Roßlas gingen als Geburtstagsspende für die Prinzessin Mathilde zu Stolberg- Roßla gleichzeittg 4 Kisten mit eingemachtem Gemüse und Obst, Obstsast und gedörrtem Obst, sowie 8 Eimer Latwerge ab. Die Gaben erregten natürlich überall! die größte (Freuds ünd Danlbarkert.
Kreis Schölten.
8 H e r ch e n h a i n , 23. Mai. Wehrmann AUgifft T i e tz, im Feld-Art.-Regt. Nr. 61, erhielt vor wenigen Tagen das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Mit ihm haben nun die drei Brüder Dietz von hier diese Auszeichnung erlangt. Der jüngste machte als attiver Unteroffizier in der Leib-Komp. Kaiser Wilhelm-Regiment Nr. ,116 die Schlacht bei Anlov am 22. August 1914 miß wurde dabei so chwer verwundet, daß er entlassen werden mußte. Der älteste, Geftecker Wilhelm Dietz, nahm im Mai vorigen Jahres un Nef.- Jns.-Regt. Nr. 219 an den Schlachten in Galizien teil, und wurde dort durch Granatsplitter am linken Oberarm schwer beschädigt. Er wurde mit der Auszeichnung des Eisernen Kreuzes auch zum Gefreiten befördert. Der zweite machte schon einmal die Schlachten in Masuren im Februar 1915 mit, wurde dort leicht velMMidel und dann nach erfolgter Genesung dem Feld-Art.--Regt. Nr. bl zugeteilt, wobei er bis zur Stunde mit seinem Regiment alle Kämpfe mitmachte.
Kreis Friedberg.
Q. Bad-Nauheim, 23. Mai. Durch die Freigebigkeit emes ungenannten Wohltäters ivar es der Stadt niöglich, an 300 minderbemittelte Familien je zirei Psnnd ütten Speck das„Psund zu 1 Mk. abzilgeben, während sonst der Preis 2,50 Mk. beträgt.
o-o D i 'l b e l, 22. Mai. Vorgestern nacht drang wiederholt cm großer Hund in die auf dem Felde eingepferchte Schafherde des hiesigen Schäsereibesitzers H a r t m a n n und zerriß zwei
5 ch a f e. Das Fleisch der zerrissenen Schafe, deren Wert nian weit über 2 00 Mark schätzt, wurde der Freibauk überwiesen. Eigentümer dieses Hundes (Wolfshund) ist Gemeinderatsmitglied Reck dahier, der zurzeit in Frankreich im Felde steht.
Starkenburg und Rheinhessen.
sc. Aus Rheinhessen, 23. Mai. Auf dem Markt in Heidesheim wurden vorgestern bie ersten Kirschen zum Ver kam' gestellt: bas Pfund kostete 80 Pfennig.
Hessen-Nassau.
][ Kirchhain, 23. Mai. Das LandratSamt macht bekannt, daß grüner Roggen und Weizen nicht verfüttert werden darf. Wenn sich die Halme aber so gelagert haben, baß sie zu verderben drohen, kann bas Abmähen gestattet werden, wenn es das BürgermeisteraTüt bestätigt und die Bescheinigung dem An ttage beigefügt ist. ^ „
• = Frankfurt a. M., 23. Mai. Kapellmeister Pollak vom hiesigen Opernhause beffudet sich augenblicklich in Amerika, wohin er vor mehreren Monaten zur Abhaltung van Konzerteu Urlaub erhielt, auch die Zusicherung fteien Geleits für die Rückreise bekam er. Jetzt verweigert England das fteie Geleit. Infolgedessen muß die Opernrntendauz den Kapellmeisterposten neu besetzen und hat die Stelle berecks ausgeschrieben, allerdings zunächst für die Spielzeit 1916—1917. Bis dahin hofft man den seit Jahren bewährten Kapellmeister wieder „daheim" zu haben.
-- Fran kfur t a. M., 23. Mai. Die 60jälirige Ehefrau des Packers Simmedinger wurde heute ftüh gegen 4 Uhr im Hausflur ihrer Wohnung, Fahrgasse 136, tot auffgeftlnden. Der Ehemann ist mit der Verstorbenen bis gegen 11 Uhr abends in einer Sachsenhäuser Aepfelweiuwirtt'chcrft gewesen und dann gemeffl- sckaftlich mit ihr nach Hanse gegangen. Beide waren angetrunken. Nach Angabe des Mannes ist die Fran zuerst in das Haus gegangen, während er noch auf der Sttaße verweilt habe. Beim Betreten des Hauses habe er bie Frau tot am Boden liegend anfge- ftrrchen Ob >ein Verbrechen vorliegt, ist rroch nicht aufgellärt. Ter Ehemann wurde vorläufig in Lmft genommen. — Im Eschershei- mer Villenviertel überraschte ein Hausbesitzer zwei Einbrecher, vielfach vorbesttafte Zuchthäusler, als sic eine unbewohnte Villa ausplündern wollten. Mck vorgehaltenem Jagdgewehr konnte der Herr die beiden Räuber solange in Schach halten, bis Schutzleute kamen und die Burschen verhafteten. ... ^ .
fc. Wiesbaden, 22. Mai. Das Ergebnis der Bein kreszcnz M Regierungsbezirk Wiesbaden im Jahre 1915 hatte in den Weinbau treibenden Kreisen des Bezirks folgendes Ergebnis: Frankfurt a. M. 80 Hektoliter, Höchst a. M. 7,20 Hektoliter, Limburg 32,30 Hektoliter, Oberlahn 152 Hettolcker, Ober- tauuus 2,20 Hektoliter, Ilheingau 55 181,18 Hektoliter. Die Gemeinde Hallgarten hatte den höchsten Ertrag, 6000 Hektoliter bei einem vollen .Herbst und guter Qualität. St. Goarshausen
6 819,30 Hektoliter. Die Gemeinde Kestert steht hier mit 1 500 Hek tolitcr, bei einem halben Herbst obenan. Unterlahn 423,40 Hekto liter- die Gemeinde Obernhof hatte in diesem Kreis die höchste Kreszenz 187 Hektolcker, bei 2/3 bis 3/4 Herbst. Wiesbaden-Land 6 137,51 Hektoliter, die Gemarkung Hochheim mit 2 858 Hektoliter bei einem halben Herbst marschiert hier an der Spitze. Wiesbaden Stadt 309,20 Hektolcker. Im Ganzen wurden geerntet bei eurem Weinbergland von 2 933 Hektar und 21 Ar im Regierungsbezirk 69 144 Hektoliter 29 Lcker. Im berühmten Weinjahr 1911 war der Ertrag im Bezirk bei einer Weinbaufläche von 2 941 Hektar 49 Ar, 64 060,64 Hektoliter. Jnr Jahre 1912 betrug die Wernkreszenz 58 014,85 .Hektolcker und 1913 9 281,70 Hektolcker.
fc W ies b ad en , 23. Mai. Die Königin Don Wärt Lemberg, bie hier zum Besuch des Königs Wilhelm des Zwecken mehrere Tage geweilt, hat sich nach Schloß Neuwied begeben.
fe ©ab Orb, 23. Mai. Tie hiesige Kinderhe ila n stal mar im abgelaufenen Jahre von 1913 Personen besucht, davon waren 1482 Kinder und 431 Erwachsene, meistens ans der Provinz Hessen-Nassau. Diese Besuchszisferu sind seit Bestellen der Anstalt nod} nicht erreicht worden. Von den Besuchern wurden 1472 Per sonen entlassen und zwar 635 als völlig gelieckt und 837 als ge bessert Diese Kurerfolge sind vor allem durch die allgemeine und örtliche Bestrahlung mit der Quarzlampe herbeigeführt worden.
fc Aus dem Maiutal, 22. Mai. Die Heuernte hat hier bereits begonnen. Sie liefert einen sehr guten Ertrag. Wenn die Witterung günstig bleibt, rechnet inan in Anbetracht der frühen Jahreszeit auf eine dreimalige Schur. Auch der erste Kleeschnitt hat hier und da begonnen. ^ .
Gerickt-saal.
rz. L e i p z i g , 22. Mai. Das Landgericht Gießen hat am März den SchwemeHändler Wilhelm Kloß wegen Vergel-enü gegen das Viehseuck>engesetz und Vmutzuug einer ialschsn Urkunde, ämlich eines Ursprungszeugnisses, für eine Anzahl Ferkel zu Näouaten Gefängnis verurteilt, fenrec den Milangc'klacp'en Rausch, der Beigeordneter einer Lanogemernoe ist und das Zeugnis ausgestellt hatte, megen Beihilfe zu dem Vergehen der Urkundenfälschung zu 6 Wochm Gefängnis. Die nur von R. eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht verworfen.
— Bayreuth, 23. Mai. Am 28. Januar d. I. wurde bei Bamberg die schrecklich zugerichtete Leiche eines Mädchens, Babette D i l l i g , gesunden. Ter Hinterkopf der Toten ivar zertrümmert. Hals und Schultern zeigten tiefe Messerstiche. Als der vermutliche Täter wurde der Bruder des Mädchens, Georg Dillig, verhaftet, dessen auffallendes Wesen verdächtig gemacht hatte. Als Grund für die Bluttat wird angenommeu, daß Streitigkeiten zwischen den Geschwistern wegen Uebernahme eines Anwesens bestanden Die Getötete wollte nach dem Kriege ihren Verlobten heiraten nnd der Bruder ein Mädchen ans Törflems; es hatte darum schon mehrfach Uneinigkeit gegeben. — Der Angeklagte Dillig hat bis jetzt ans das entschiedenste die Tat geleugnet; er schwört, das; er unschuldig sei und von nichts wisse. Seit gestern sind vor dem Obersränkischen Schwurgericht die Verhandlungen im Gange, für die vorläufig eine Dauer von dre Tagen festgesetzt ist.
H Marburg, 23. Mai. Der Geh. Medizinalrat Professor Dr. Mannkopff hat seine reichhaltige B ü ch e r s a m m l u n g, etwa 1300 Bände, der hiesigen Universitätsbibliothek überwiesen.
Märkte.
Gießen, 22. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1,90-0,00. Hühnereier das Stück 20-00 Psg., Käse das Stück 10—00 Pfg., Kasematte 1 Stück 3-0 Pfg., Kartoffeln der Zentner 0,00 bis 0,00 Mark, Aiilrh das Liter 30 Psg., Spinat 25-30 Psg. das Pfd., Gelberüben 00-00 Pfennig das Pfd., Rosenkohl 25-30 Pfg. d. Pfd., rote Rüben 0-0 Pig., Zwiebeln das Pfund 50-60 Pfq., Nüsse 100 Stück 00-00 Pfg., Blumenkohl 00-00 Pfennig, Sellerie 0-00 Pfennig das Stück, Grünkohl 20-25 Pfg., Feldsalat 10-12 Pfg. — Marktzeit von 7 bis 1 Uhr.
fc. Frankfurt a. M., 22. Mai. Frucht- und Futter-
m i t t e l m a r k t. Das Geschäft am Fruchtmarkt ist still. Ter Verkehr hält sich weiter in sehr engen Grenzen. Futtermittel wurden kaum beachtet. Für Steck- und Runkelrüben bestehen Nachfrage. Preise ivurden nicht genannt.
fe. Frankfurt a. M., 22. Mai. Kartoffelmarkt. Kar- toffeln 10,60 Mk. per 100 Kilo, in loser Ladung ab Versandstation bei Abnahme von mindestens 500 Kilo.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 24. Mai 1916 Wechselnd bewölkt, meist trocken, Temveratur ivenig geändert.
Letzte Nachrichten.
Der Kaiser und die Ernährungssragen.
Berlin, 23. Mai. Ueber den Empfang der ReichstagZ- und Landtags Präsidien beim Kaiser erfährt das „Berliner Tageblatt" noch, daß sich dabei, soweit politische Tinge überhaupt berührt wurden, die Unterhaltung fast ausschließlich um die Er nährungs fragen und die neuen Maßnahmen gedreht hat. Ter Kaiser soll die bcsckmmLe Erwartung ausgesprochen haben, daß es nun gelingen werde, den Mißstand — denn um einen wirklichen vder gar bedrohlickstm Notstand könne es sich nicht handln ein schnelles Ende zu machen.
Eine Antwort des Kanzlers.
Berlin, 22. Mai. Wie der Berliner „Lokalanz." erfährt, hat der Reichskanzler Herrn Karl v. Wiegand, dem bekannten Vertreter verschiedener amerikanischer Blätter (u. a. der „New York World" und „Washington Post") eine Unterredung gewahrt, in der er ausführlich aus die letzten durch Sir Edward Grey einem amerikanischen Korrespondenten gegenüber getanen Aen^- rungen eingeht und auch die Rede Poincares in Nancy streift. Soweit wir über diese Unterredung des Reichskanzlers mck Herrn, v. Wiegand unterrichtet sind, hat .Herr v. Bethmann> Dolllveg in weit ausholender Weise die wiederholten Greyschen Behauptungen widerlegt, als sei Deuffchland als Friedensstörer Europas zu betrachten. Im großen mrd ganzen scheinen die Ausführungen des Kanzlers in leine Aufforderung an die Minister der Ententemächte und besonders an Sir Edward Grey, der das JttedensbMdrfnis Enalands so ausdrüMch betont hat, auszuklingen, doch lieber endlich, wenn wirllich der Friede gewünscht wird, Anschuldigungen und nebelhafte Beteuerungen gehabter oder noch zu erringender Erfolge beisecke zu lassen und mit deutlich verständlichen Feststellungen dessen hervorzutreten, was sie von einem Frizens- schlnß erwarten, der diesem mörderischen Krieg auf der Grundlage der wirklichen Kriegslage ein Ende zu setzen imstande sein soll Nur auf diese Weise toäre es möglich,, einer Verwckllichung dm heutigen Sehnsucht aller Völker nahe zu kommen. Der volle Text der Unterredung wird voraussichtlich Dienstag früh zur Veröffentlichung gelangen.
Rumäniens wirtschaftlicher Anschluß an den Vierbnnd.
Bukarest, 23. Mai. Die rumänischen Verhandlungen, mck der Türkei zum Abschlliß eines .HandelsVertrages .nach dem Muster des mck den Mittelmächten geschlossenen, haben begonnen. Die 2lbgesandten der rumänischen Jmportkommission in Kon- stantinopel haben mit den türkischen Unterhändlern bereits ein prinzipielles U eberein kommen erzielt. Die rumänffche Regierung werde den Vertrag indes nicht eher unterzeichnen, ehe die Türken die Preise für die dlusftchrwarcn festgelegt haben.
„Italiens Schicksalsstnnde".
ö l n, 23. Mai. Laut der „Köln. Ztg." nennt das.Kopen
hagen er „Extrabladet S ch i ck s a l s st n n d e.
das österreichische Vorgehen Italiens Die Italiener scheinen vorläufig außer Stande, den Vormarsch des österreichischen Zentrums auszuhalten. Die italienische Presse verhehlt nicht chre Beunruhigung. Auch die „Jdea nationale" meint, die italienischen Truppen befänden sich in einer etwas krittschen Lage, wenn durch den Ve^lguf der Kämpfe auf den anderen Kriegsschauplätzen nicht bald indirekte Hilfe gebracht werde, wo zurzeit 4n Stillstand emgetreten zu sein scheine. Das Blatt fragt, wann eigentlich die Heeresleitung der alliierten Mächte sich entschließen wollte, jene g.r 0 ße Aktion aut der Einheitsfront einznlecken. Die Zeck des Zögerns sollte vorüber sein. Man müsse nachdrücklich wünschen, daß die Alliierten von Worten zu Taten übergingen.
Eine griechische Stadt von den Italienern bombardiert.
Zürich, 23. Mai. Die Schweizerische Telegraphenckifor- matton meldet aus Mhen: Italienische Truppen bombardierten den griechischen Ort Basar y an der Grenze des Evirus, mn die Bevölkerung zur Räumung zu zw«gen. Das Regierungsblatt „Neon Asch" meldet, die Regierung habe Maßnahmen getroffen, um eine Wiederholung unmöglich zu machen.


