Ste-rfirt, 26 Wpri\. (Amtlich.) Nach her Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 19. April 1916 über Druckpapier sind die zu den vor geschriebenen Meldungerl über den Verbrauch an nnbed ruckte,n, Maschineuglaltem, holzhaltigem Maschineridruckpapier erforderlichen Vordrucke von der .>iriegsw'irtschafts stelle für das Deutsche Zeitung sg ein er b e , G. nr b. H., Berlin E. 2 , Breitestr. 8/9, Fernsprecher: Zentrum 10976, 10977, Telegrammadresse: V<ontrngent Berlin) anzufordern. Die Aufnahme der Bestände hat am 4. Mai 1916, abends 6 Uhr, zu erfolgen. Zn. dieser Bestandsaufnahme sind alle Personeir, Firmen usw. (insbesondere gewerbsmäßige Erzeuger, Händler, Verleger, Drucker, Lagerl-alter), die unbedri'icktes^ ma- ' fchinerrglattes, holzhaltiges M aschiirendrnckpapi-er am 4. Mai 1916, abends 6 Uhr, in Gewahrsam haben, verpflichtet. Mit Rücksicht auf die Strafen, die bei* Unterlassung der vorgeschriebenen Meldungen angedroht sind, wird empfohlen, sich die in Betracht koinmenden Vordrucke von der Kriegs- wirtschaftsftelle rechtzeitig zu beschaffen und diese in Zwei- '.elsfällen schriftlich oder telephonisch um Auskunft zu ersuchen.
Ans und
Gießen. 28. April 1916.
Ein Mahnruf an unsere Landwirte.
Man schreibt uns: Rach einer Verordnung ist das Verfüttern von Brotgetreide verboten. Jedes Korn, welches gesät worden ist, soll auch wieder geerntet werden. Run sieht man aber ab und zu in den Feldern, daß grüner Roggen von 1/4 bis 1/2 Meter Hohe zum Verfüttern abgemäht wird. Man wird wahrscheinlich auch bald wieder das sogenarrnte Ansfurgeln wahrnehmen können. Jeder Landwirt, der dieses tut, schädigt das Vaterland. Der Roggen, der gesät worden ist, sowie der, welcher hiervon geerntet werden soll, geht ans diese Weise für das Volk verloren. Net-men wir an, es wird in jeder Gemeinde ein Zenü^r Saatroggen grün abgefüttert, so würde sich bei erner^mittleren Ernte in jeder Gemeinde ein Verlust von 8 bis 10 Zentner Roggen ergeben. Dieses wäre im Groß-- herzogtum Hessen mit ungefähr 1300 Gemeinden ein Verlust von etwa 13000 Zentnern. Jeder Landwirt wird sich u>ohl eine Vorstellung machen können, welche Zentnerzahl bci einer solchen Berechnung im ganzen Deutschen Reiche herauskommt. Wenn dieser grüne Roggen auch für das Vieh sehr nahrhaft ist, so steht das doch in keinem Ver-_ valtnis m dem durch das Verfuttern entstehenden Schaden. Denket daran, daß Tausende von Menschen mehr durch: biefen Verlust ernährt Norden könnten, und daß ihr durch das Verfüttern von grünem Roggen unseren Feinden einen Dienst leistet, was ihr doch wohl selber nicht wollt. Daher der Mahnruf: „Verfüttert reinen grünen Roggen."
*
** A us z e i chnung. Dem Einjähr. - Gefreiten Hermann -- 1 0 b u §, Jnf.-Negiment 116, wurde nach seinem Tode vom lommandterenden Genera! eine Anerkennungsurkunde ausgestellt, weil er im stärksten feindlichen Feuer wichtige Befehle dein flom- vagmen'lhrer überbrachte. Er fiel kurz nach Ueberbrinauna dieser Befehle.
** Vortragsabend. Hiermit sei nochmals auf den beute abend 8 ^ Uhr im großen Hörsaale der Universität stattfindenden Vortragsabend („Der Orient in der deutschen Dichtung") hinge,niesen.
** Der städtische Voranschlag für das Rechnungsjahr 1916/17 ist soeben erschienen und den Stadtverordneten sowie der Presse Angegangen. Der Vor au schlag findet seinen Ausgleich ohne Steuererhö- 1 ; un g.
**_ Preußische Klassenlotterie. Tie Erneueruw der Lo)e zur 5. Klasse 7. (233.) Lotterie muß unter Vorlegung de Vorklasseubofes bis zum 2. Mai, al>ends 6 Uhr. geschehen Auc müssen bis zum vorgenannten Termin die Freilose gegen Rück gäbe der Gewinnlose eingelöst werden. Tic Ziehung der 5 Klaff beginnt am 5. Mai und eudigt am 31. Vttn.
Der Lahnkanalverein hält am Sonntag, de: 14. Mai im Großherzog von Hessen seine Achte ordentlich Haupt Versammlung ab. Näheres siehe Anzeige.
** Brotmarkenveränderung. Tie bisher im Ge brauch gewesene:: Bvotmarken-Auswefskarten sollen eingezoge, und durch neue ersetzt werden. Näheres im Anzeigenteile.
** Tre Auszahlung der Fa m i l i e n u n te r st ü tzu n gen cm die Familien der zum .Heeresdienst Einberufenen finde statt: a) Reichs- und Kreisunterstützung. An diejenigen derer Namen beginnen init A—H Montag, den 1. Mai, -l—U Dienstag den 2. Mai, S— Z Mittwoch. den 3. Mai. b) Weitere Unterftüt zung (Mietszuschuß). An diejeingen, deren Namen beginne:: nnt A—E Donnerstag, den 4. Mai, J--R Friütag. den 5. Mai, 8-7 Samstag, den 6 . Mai. c) An Vermieter, die Mietbeträge abholen Montag, den 8 . Mai 1916. Die Auszahlungen finden von 8 fri, 1 Uhr vormittags im Stadthaus, Zimmer f)tr. 7, statt. Die Urxter stützun gen dürfen nur an den vorgenannten Tagen abgeholt tverden ** Fü r Fa gdp achter. Wild in zerlegtem oder nn zerlegtem Zustande ist ccks Fleisch anzusehen, dessen Ausfuh: aus dem Großherzogtum .Hessen nach den Bestimmung er über die Fleischversorgung verboten ist. Die Verwertunc des erlegten Wildes hat also in Hessen zu erfolgen. Dc außerdem jedes Wild in den Fleischbestand der Gemeinde eingerechnet ist, so hat jeder Weidmann, der außerhall -einer HeimatlMneinde Wild erlegt, bei der Gemeinde, ir bet der. Mschuß erfolgt ist, darum zu ersuchen, das Fleisch aus führen zu dürfen. Die betreffende Fleischtneirge wird «itrij loenn es sich nur um ein Häschen, eine Ringeltaub« oder gar einen Staren handelt, dem Fleischbestand der Gemernde abgeschrieben, aus deven Gebiet das Wild erleg: wurde, und dem Fleischbestand der Heimatgemeinde des Jägers gutgeschrieben.
Landkreis Gießen.
6 . K l e i n - L i n d e n . 28. April. Dem Musketier Hernwntt Weigel bei einer Telephonttuppc in: Infanterie-Regiment 11 t zurze-t verwundet, wurde die Hesfiiche ravserkeitomedaille verliehen rs. R 0 d he i m , 28. April. Am 2. Osterfeiertag hielt Pfarrer Sch lower, der tu ex« Pfarramt in Chemnitz i. S. berufen ist. ni dem hiesigen dxchtgefüllten Gotteshause seine Wschiedspredigt. .M dieser legte der Scheiduwe die Gründe dar, weshalb er dem Rule m e:nen neuen, arbettscexch'ren Wirkungskreis gefolgt ist. Plärrer Sckstosser l>at hier sechs Jalp-e lang- treu seines Amtes ge. waltet. Seine Tätigkeit, beschränkte sich nickst nur auf das Predigen und Lehren, sondern er hat vor allem selbst praktisck-es Christen
tum geübt, vor gelebt :md dadurch sen:er Gemeinde das beste Vorbild gegeben. Tie Liebe und Zuneigung aller wohlmeinenden, ernsten Gemerndeglieder folgt ihm auch iix die Ferne. Unsere Ge- lneindc, die den treuen Seelsorger nur ungern ziehen läßt, wünscht ihm Gottes treustes Geleit auch in die Zukunft.
^ s. W e i t e r s 1) a r u, 27. April. Dem Musketier Wilhelm Schultheiß von hier, int Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116, ivurde das Elserue Kreuz 2. Klasse verliehe»!.
e. Wieseck, 27. Avril. Gesteru siel hier bei Ludwig Keller, Wiesecker Mühle, der erste B i e n e n s ch w a r m.
Kreis Büdingen.
# E cka r t s h a u s e u, 28. Älpril. Das Eiserne Kreiiz und die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Ö3efreite Wilhelin Reichert.
Kreis Laute rbnch.
rr. Schliß, 27. April. Von den in den hiesigen Gräflich Görß'schen Waldungen beschäftigten gefangenen Engländern fipd vvrgesterri in den Spätnachmittagssttmdcn z iv e i entwischt. Die Ausreißer dürsten in ihrer Uniform, nunnl sie auch der deutschen Sprache kauin »uächtia find, nicht allzu iveit toinmen.
8 Aus dem oberen Bvgelsbcrg, 27. April. Die Astern haben ivieder schöne, warme Frühlmgstage folgen lassen. Vm Felde ist das Leben lvieder erwacht. Die )lnssaat des Hafers gehl allniählich ihrem Ende zu. Das vor diesem Wltternngsrück- fchlag ausgestreute Saatgut sprießt sck>on aus der Erde und üe- ginnt zu wachsen. Die Gemüsesameu in den Gärten kennen auch langsam ans Tageslicht hervor. Die Wiesen haben sich trotz wiederholtem Schrrec m:b Frost weiter grün gekleidet. 9 wch per Wald zieht nach und nach sein sommerlich grünes Kleid au: hier und da hat es schon mancher Bauni vorgetan. Am rnexste« merkt man es doch den Vögeln an. daß der Frühling seinen Stawdort behaupten will. Wenn sie auch neulich schon zu Paaren flogen, konnte man doch ein Nisten noch nicht wahrnehmen. Naben und Stare.ja uwhl, aber dü singende Vogelwelt liefe noch nichts vom Nisteik merken. Die schwalben sind unu and) lvieder bei' uns cingekehrt. Hier' und da wird a»rch schon vereinzelt Vieh ans die Weide getrieben.
Kreis Schotten.
ip Gedern, 28. April. Von: Großherzog eigenhändig überreicht erhielt der llnterosfizier Leopold Vöhl die Hessische Tapferkeitsmedaikle.
4b E i cb e l s d 0 r f, 28. April. Auf dem Felde der Ehre starb der Unteroffizier Dechert im Iuf.-Regt. 116.
Kreis Fried de rg.
— Fried b erg, 27. April. Zivifcheu Obererleubach und Holzhauseu gerieten halbivüchsige Burschen auf den: Heimweg vom Osterausslug in Streit, in dessen Verlanf sie sich gegenseitig schroer nnt Alefiern bearbeiteten. Einige der Burschen nnlßten sofort in ärztliche Behandlnng gegeben werden.
V a d - N a n h e 1 m, 28. April. Die Osterfeiertaqe, die seit längerer Zeit ivieder eiinnal in die Sommerkiirzeil fielen, haben Bad-Naubeinr zahlreichen Besnch gebracht. Es herrschte besonders ain Ostermontag Infolge des herrlichen Frühlmgswetters riu Park und Wald so»vie bei den Knrhaliskouzerten reges Leben und Treiben. Das jetzt im Frühlingskleid prangende Bad-Niiuheiin eignet !ich außer zum längeren Kuraufenthalt ai,ch vorzüglich zitr AusfpamiU'ig und Erholring für einige Tage. Tie Zahl der kur» gebrauchenden Gäste ist schon recht erheblich und beträgt fast das Doppelte ivie zur gleichen Zeit des Vorjahres. Für Unterkunst ist bet_ reicher Auswahl gut gesorgt uild auch die Verpflegring ist, da außer Brotkarte:^ noch keine Befchräntinlgen bestehen, infolge der Lage Bad-Nauheiins in der sruchlbaren Wetterali den Ansprüchen der Kurbedürstigcn in jeder Hinsicht entsprechend.
Hessen-Nassau.
sj Marburg. 27. April. Die Allgeineine Marburg er Orts kranke nkasse teilt in ihrcin Jahresbericht mit, daß im Kriegsjahre 1915 20 000 Alk. Rücklagen geinacht werden konnten und daß das Gesanitverinögeli jetzt 122 307,54 Mk. beträgt. Tie Atttgliederzahl betrug am Jahresschlüsse 3691 gegen 4044 am Jahresanfang.
ra. Herborn, 27. f)lpril. .Unsere Stadtverordneten haben beschlosseil. eine Erhöhung der H u n d e st e n e r eintreten zu lasse»:. Es solle«: erhoben »verde,: für den ersten Hi»nd l0 Att'., für den zweiten 12 und jeden iveiteren 15 Mk. — Die städtischen Angestellten mit nicht »nehr als 1600 Mk. Gehalt erhalten eine einmalige T e r» e r u n g s z u l a g e von 100 Mark.
ul. Li m b urg, 27. April. Bei oer heutigen Land tags- ersatzwahl für den ans dem politischen Leben ausgeschiedenen bisherigen la,»gjnhrrgen Abgeordneten für den 5. Wahlkreis (Lim biirq), E a h e n s l i ), wurde der Generalsekretär der nassauischen Zentruinspartei Herkenrath- Lirnbnrg geivählt. Ein Gegenkandidat »var nicht ausgestellt.
X. F n l d a . 27. April. Die Stadtverordneten be- schlofie»!, »oähreiid der Kriegszcit die H n n d e sl e u e r z u erhöhen. Es sind zu zahlen für eine»! über 8 Alonate alten Hund 30 Aik. (bisher 10 Mk.), für einen ziveitcn Hund 50 Ml. (bisher 15 Mk.), für einen dritten Hund 100 Mk. (seither 20 Mk.). Polizei- und Foldhüterhunde sind ansaeiwlninen.
A Frankfurt a. M., 28. April. Am konunenden Sonntag ist im Zoologischen Garten der Eintritt »vährend des ganzen Tages ans 50 Pfg. .Kinder 25 Bfg.) herabgesetzt. Ter Eintritt in das Aquarium mit den teilweise neu und naturgemäß eingerichteten Reptilien- und Lurchenbehällern ist ani 20 Pfg. für die Person ermäßigt. Nachmittags 4 Uhr und abe»:ds 8 Uhr finden Pttlitärkonzerte der Ersatzkapelle des Jnfanterie-Reqiinents Nr. 81 statt.
- --- Frankfurt a. M., 27. April. Mit Rücksicht auf die am 1. Mai beginnende neue Zeiteinteilung wird die Polizeistunde für die Nacht vom 30. April zum 1. Mai auf 1 Uhr nachts festgesetzt. Vom 1. Mut ab verbleibt es bei der bisherigen 12-Uyr-Polizeistunde. — Fm Hause Lohrgasse 3 gerieben die Kleider eines siebzehnjährigen Ntädchens beim Abkochen von Wäsche in Brand. Das Mädchen erlitt so schwere Brandwunden am ganzen Leibe, daß es nach kurzer Zeit im Krankenhanse verstarb.
^ Fr ankf-urta. M., 27. April. Bei guter Beteiligung aus den menren deutschen Zweig vereinen hielt heute der „Deutsche P r 0 t e st a n t e n v c r e i n" unter dem Vorsitz von Pastor Fee k- Bremen im hiesigen Schauider-Jnmcngshaus feine ordentliche Mt glrederversammüing ab. In semer Begrüßungsansprache gedachre der Vorsitzende der gegeinvartigen Kriegszeit und gab der Hoffi nung Ausdruck, daß aus ihr auch, für die Kirche Segen erlvachsei, möge. Das Andenken der gefallenen Helden ehrte die Tagung durch Erheben von den Plätzen. Ten Bericht über'die Beremstätigkeit erstattete Pastor Alfred Fischer-Berlin, der besonders die Versorgung der Soldaten nnt gutem Lesestoff hervorlwb. Als Vorort wäbstc man für die Jahre 1916 bis 1919 wiederum Berlin, ^n den Vvntand wurden u. a. gewählt Pastor Feek- Brenwn, Professor Theobald Ziegler- Fronfturt, Pastor F : sch c r - Berlin imt> Dr. Fresenius- Wiesbaden. Hieraus fprach Pfarrer und Landtagsabgeordneter Dietrich Graue- Berlnx übrw das Thema: „Wie wünschen wir uns eiixc kirchen.polx- trschc Sluseinaridersetzung nach Friodensschluß?" Dem geistvollen Vortrag folgte eine lebhafte freie Ausfprackse. - Später beteilig
ten sich die Versanrmlmkgsteilnehmm- an ztve: öffcnttlichen Vorträgen, die ans Anlas: einer Zentralvorstcordssitzung des Allgemeines: ev.-prot. Misfionsvereins für Teutschlarrd hier gehalten wurde,!. In der Nilolaikirche sprach Missionsdirektor Lic. Dr. Witte-Berlin über: „Aus Tsingtaus schwere:: Tagen"; in der Polhtechnischen Oüsellsckwst sprach C-Kheimer Admiralitätsrat Tr. S ch r a m e i e r - Berlin über: „Die deittsche Mission und der deutsche Kultureinflnß in China". Beide Vorträge waren sehr stark besucht.
- Frankfurt a. M., 27. Llpris. Die Kleingärten am Sach-. senhäusec Berg wurde:! seit Wochen der dort gehaltenen Kaninchen beraubt, ol)ne daß der Täter gefaßt »verde:: konnte. Heute nacht gelang es nun mit Hilfe eines Polizeihundes, den schmn- losen Räuber in der Person eines Hansbnrsck-en zu ermitteU:. Dem 5^unde wurde in einem Stalle Witterung gegeben, worauf er sofort durch mehwere Straßen eilte und schließlicks vor. der Wolp- nung des Räubers sich verbellte. Hier fand man ein ganzes Lager von Exnbrechergeräten, zahlreiche neue Anzüge und 200 Aüark bares Geld — den Erlös für bereits verkaufte Kaninchen. Ferner fand n:an ii: einen: Stalle noch etiva 40 lebende Kaninchen vor, lauter geraubte Tiere. Als Hehler und Helfershelfer wurde außerdem ein entlassener Straßenbahnschaffner verhaftet.
— Oberurscl, 27. April. Der beka»:ute Kanipfflieger, Oberlcntnant B 0 e l k e, stattete au: Miitmoch der hiesigen Motoren-- jabrik einen längere,: Besuch ab. Ihm rvurden überall, wo er sich sehen ließ, herzliche Ehrungen zuteil.
Oeemrsclites.
* Berliu, 27. April. Professor Bruno Schinitz, der Erbauer des V ö l k e r s ch l a ch t d e n k n: a l s in Leipzig und der Kaiserdenkmäler aw dem Kyffhäuser und der Porta Westphaliea und anderer, ist heute vorini'ttag im Alter von 57 Jahren gestorben.
* Berlin, 27. April. Die „B. Z. a. M.^ meldet aus W i l m ersd 0 rf:. Nachts ivurde in einen: Hause der Duisburger Straße die dort ivohuende O p e r u s ä u g e r i n H. mit ihrem Verlobten G r a f Sch. mit Schußivunden verletzt aufgefunden. Wahrscheilülch versuchte der Graf mit Einwilligung der Braut diese zuerst und dam: sich selbst zu erschießen. Beide wurden in das Schöiieberger 51raiikenha:is gebracht, wo sie noch nicht ver- noinmen iverden komttcl:.
* Wien, 27. Llpril. (WTB. Nichtamtlich.) Prinz Leopold von Sachsen-Koburg und Gotha, ein Sohn des Prinzen Philipp, ist heute mittags in einen: Wiener Sa>:atorium am Ende einer Lluqenoperatioi: währe»:d der Narkose plötzlich am Herzschlag gestorben.
* Bern, 27. April. (WTB. Nichtamtlich.) Wie der „Bund"
erfährt, wird nach deiil I. Mai der Austausch schwer- verwundeter Gefailgener ivieder aufgeiwmmen werden. 10 000 schiververivinidete französische und 3000 deutsche Krieger sollen wieder in die Heinnit 0 -»encirc 1 0 rbe 11 werdew _
•Bmifccl,
— Frankfurt a. Ai., 27. Avril. (WTB.) Die heutige Generalversaiinnluug der Adlerivcrkc vorn:. Heinrich Kleyer A.-G. genehnngte einstiinnng sämtliche Anträge der Verwaltung und ivähttc das ausscheidende Au?sichlsratsnntqlied ivieder. Die Dioi- dende von 22 Prozent ist soiort zahlbar. _
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffcntlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 29. Llpril 1916 : Heiter, trocken, warm.
Letzte Nachnchten.
Giu russisches Lrrnettschiff bombardiert.
Berlin, 28. April. (WTB. Amtlich.) Am 27. April haben drei deutsche Flugzeuge das russische Linienschiff „Slaroa" im Rigaischen Meerbusen mit 31 Bomben beworfen. Mehrere Treffer und Brandwirkungen sind ein- mauöfm beobachtet worden. Trotz heftigster Beschießung sind sämtliche Flugzeuge unversehrt zurückgekehrt.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
^ (Das russische Linienschiff „Slawa" lief 1903 vom Stapel, hat einen Wasserverdrang von 13 700 Tonnen und 825 Monn Besatzung.)
*
Der amerikanische Botschafter im Hauptguartier.
Berlin, 28. ?lpril. Zur Reise des amertkcmischen Boffchaf- ters Vererb ins Große Hauptquartier äußern verschiedene Blätter: Tie Anivefenheit des Botschafters an dem Orte, cm dem die cnrtscheidende Beratung :iber uirsere Antwort an die amerck^mische Regiermu; ftattftnbet, roird die 2llffassung der Antwort naturgemäß erleichtern imd beschleunigen.
Der Papst an die Amerikaner. >
Berlin, 28. April, (zb.) Der „Erchange Telegraph" be- riä.tet, daß der Papst fick) durch Kardinal Gaspari mit einem offene:: Brief an da s a m e r i k a:: i s che V'o l k wandte Darin heißt es: Die heilige Botschaft: „Friede sei mit euch!" ist an alle Menschen gerichtet. Der Papst hofft, daß die Völker, die jetzt im Friede:: leben, dabei verharren und Gott für diesen Segen danken, daß auch die Kriegftlhrenden bald das Schtoert aus der Lwnd lege:: unb dem Schlachten, das Europa und die Menschheit entehrt, cm Ende machen wird.
Verletzung der schweizerischen Grenze.
Bern, 27. 2lprü. (WTB. Nichtamtlich.) Tas Preffebureau des schweizerischen Armeestabes teilt mit: .Heute um 12 Uhr
35 Mrn. und 1 Nhr 5 Min. überflog je ein französischer Flieger die sckjwexzerische Gr«:ze bei Bernmeoesin um ein bis zwei Kilometer und kehrte nach etwa 2 Minuten wieder um. Die franzojxfchen 'Abzeichen an den Flugzeuge:: war<m oeutlich erkennbar. Unsere Truppen habe:: beide Flugzeuge beschossen.
Bern, 28. April. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Schweizerische Depeschen-Agenttir an zuständiger Stelle erfährt, wird gemäß verschiedenen Präzedenzfällen, die sich auf Flieger beider krieg, führenden Parteien beziehen, der gestern durch die beiden französischen Flieger l)ervorgerr:senc Zwischenfall k e i n diplomatisches Nachspiel 'haben, da die beiden Flieger, die die schweizerische 0 >renze überflogen hatten, kelpt genwchr haben, so^ bald sic ibven .Irrtum erkannt hatten :md sich höchstens zwei Minu-' ten über schweizerischem Gebiet befunden haben.
Wie bereitet man schmackhaften ariiiten Salat obnc Oel?
Der Salat wird gcreiniitt, gewaschen und zum Ablrovfen in ein Sieb gelegt. In.nvischen inacht mau sich eine Soße, bestebend aus einen, rohen Ei, einer kleinen mebligen zerdrückten Karroffel, 1 Messerspitze Senf, 1 Eßlöffel Heng stenbergS Weinessig, 1 Meffer- svitze Salz, zerrührt das gut und ,nischt es tüchtig mit dem gut abgetropften Salat. [3115s»
Echtes Wüdtuiger Salz existiert nicht Man meide die Nachahmungen
Fürstliche Wüdunger Mineralquellen, A.-G., Bad Wildtmgen — Schriften kostenfrei
1915 Flascherrverbrauch 1800731
bei Nierenleiden, Harnsäure,


