Mn 14. 'AprS KberNpg ein aus der WkMung von Wvos wm- nvendes feindliches Flugzeug Adrianvpel und war Lvrt zwei Bomben d>, ohne eine Wirkung zU erzielen.
In 'der Gegend am Kanal von Suez griff eine unserer Ausklärungsabteftungen eine feindliche an und zwang sie xur Flucht, nachdem sie fünf Mann gelötet hatte.
Englische Flugzeuge über Konstantinope^l.
London, 17. April. (WTB.) Die Admiralität teilt mit: Am 14. April abends unternahmen drei Marine-Flugzeuge einen Streifzug nach K o n st a n t i n o p e l, die auf die Pulverfabrik und Flugzeugschuppen Bomben abwarfen. Ein anderes Marineflugzeug besuchte Adrianopel und warf Bomben auf die Eisenbahnstation. Alle Flugzeuge sind unbeschädigt zurückgekehrt. Der Flug nach Konstantinopel und zurück maß 300 Meilen. Das Wetter war zuerst schön und schlug später in Wind, Regen und Gewitter um.
Der Zeekrieg.
Die Wirkung des Tauchbootkriegs.
London, 17. April, (zf.) Tie „Nation" sagt über den deutschen U n r e r s e e b o o t s k r i e g: Es ist bezeichnend, daß. Deutschland bereits unsere Verbindungen mit dem Konti n e n t u n s i ch e r gemacht hat. Es ist zwar wahr, daß die Wege, auf denen die englische Flotte die militärischen Hilfsmittel für die Verbündeten bringt, kaum jemals gefährdet werden können, aber int die Verluste der Kauffahrteiflotte vor dem 1. März nicht wieder gut gemacht worden sind, so mag die Wirkung eines neuen Unterseebootkrieges doch recht ernsthafter Natur sein. Wenn der Verlust an Transportschiffen noch mehr ausgedehnt wird, so beunruhigt er unser Volk.
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Berlin, 17. April. (Priv.-Tel.) Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus Rotterdam: Wie holländische Blätter melden, hat der holländische Dampfer „K e l b e r - gen", der mit Getreide von Baltimore nach Leeds unterwegs war, in einer Entfernung von zwei Tagereisen von der englischen Küste eine englische Ve r t e i d i g u n g s m a n n - schaft an Bord erhalten, die mit Handgranaten, Bomben und anderen Waffen ausgerüstet war, um das Schiff gegen einen eventuellen Angriff deutscher Tauchboote zu verteidigen. Die holländische Bemannung des „Kelbergen" hatte gegen das englische Vorgehen erklärliche Bedenken. Der holländische Minister des Aeußern ist jetzt davon verständigt worden.
London, 17. April. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agentur meldet: Das norwegische Schiff „Glendo on" ist durch Kanonenfeuer zum Sinken gekrackt worden. — Der unbewaffnete britische Dampfer „Harro- v i e tx" wurde versenkt.
Paris, 17. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Temps" meldet . die Versenkung des Fischer f a hrz enges Nr. 2 4 von Trouville durch Kanonenschüsse eines deutschen Unterseebootes.
Amerika und Mexiko.
New Pork, 17. April. (WTB. Nichtamtlich.) Melduug des Reuterfcheu Bureaus. Nach einem Telegramm aus San Antonio (Texas), geht aus dem amtlichen Bericht des Majors Topkins hervor, daß 300 Mann von Carranzas Truppen mit Unterstützung der Bevölkerung von Parral die amerikanischen Truppen angegriffen haken. Diese mußten sich unter beständigen Nachhutgefechten von Parral nach Santa Cruz zurückziehen. Die Mexikaner hatten 11 Tote. Die amerikanischen Verluste sind: Major Topkrns leicht verwundet, zwei Mann tot und sechs verwundet.
M§ dem Reiche.
/ Die Teigwaren-Versorgung Deutschlands.
Berlin, 16. April. (WTB.) Zeitweilige Knappheit an Lebensmitteln, die -nicht zum wenigsten aus umfarwreiche, durchaus unbegründete Angstkäufe ber Zwischenhändler und der Verbraucher zurückzufiih'ven ist, hat die Reichs getreidestelle veranlaßt, mit dem Verbrrnd deutscher Teigwarenfabrikanten E. V. Frankfurt a. M. ein Uebereinkommen dahin zu treffen, daß sämtliche Erzeugnisse aller Teigwarenbetriebe bis auf weiteres zwecks Versorgung der Bevölkerung der Reichsgetreide stelle zur Verfügung gestellt werden müssen. Die Reichsgetveidestelle wird die Teigwaren ausschließlich an die Kommunalverbände weiterleiten und zwar unter Berücksichtigung der Kopfzahl der Bevölkerung und der besonderen Verhältnisse der zu versorgenden Bezirke. Durch dieses Verteilungsverfahren wird für eine allseitige gerechte Teigwaren-Zuweisung Gewahr geleistet, was in erster Linie der minderbemittelten Bevölkerung zugute kommen wird. Daß dabei dem Zwischenhandel nicht dieselbe Bewegungsfreiheit zugebilligt werden kann wie in Friedenszeiten, liegt in den durch den Krieg herbei- geführten Verhältnissen Und Notwendigkeiten. Es muß daher von der vaterländischen Einsicht der Beteiligten erwartet werden, daß sie sich diesen Notwendigkeiten fügen. Auch die Verbraucher müssen diesen Verhältnissen insoweit Rechnung tragen, als sie ihre Ansprüche auf Lieferung bestimmter Sorten zurückstellen und sich mit den jeweilig verfügbaren Sorten zufrieden geben.
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Berlin, 17. April. (WTB.) Der Kaiser hat dem neu gegründeten Reichs verband Ostpreußenhilfe eine Spende von 100000 Mark überwiesen. Auf das Telegramm, das dem Kaiser die Begründung anzeigte, ging dem Vorsitzenden des Verbandes, Oberpräsident v. Batocki, sofgende Antwort zu: „Ich danke Ihnen für die Meldung von dem Zusammenschluß der zum Wiederaufbau kriegsgeschädigter Städte und Ortschaften begründeten Kriegshilfsvereine zu dem Reichsverband dtzr Ostpreußenhilfe. Mit herzlicher Freude begrüße ich die einheitliche Organisation eines Unternehmens, das der dankbaren vaterländischen Gesinnung des deutschen Volkes wie seiner wirtschaftlichen Kraft und Größe mitten in Kriegsnöten und Bedrängnissen ein neues glänzendes Zeugnis ausstellt. Meine wärmsten Wünsche begleiten die segensreiche Arbeit aller an dem Liebeswerk Beteiligten. Als Zeichen meiner persönlichen Teilnahme an dem Wiederaufbau meiner treuen Provinz Ostpreußen überweise ich dem Reichsverband Ostpreußenhilfe einen Beitrag vor: 100 000 Mark. Ich ersuche Sie, mir über die spezielle Verwendung dieser Summe Vorschläge zu machen, (gez.) Wilhelm R."
Aus Stadt und Land.
Gießen, 18. April 1916.
Einigkeit macht stark!
Hessische Kri e as v ers i ch e r u n g.
Noch ist der Feind nicht niedergekämpft. Gedenkt deshalb der hessischen Kriegsversicherung, einer von den Krankenkassenverbänden unter dem Vorsitz des Direktors des Großh. Oberversicherungsamts für den 5krieg gegründeten Sterbekasse auf Gegenseitigkeit, einem ohne jede Erwerbsabsicht lediglich ehrenamtlich betriebenen, ministeriell empfohlenen Wohltätigkeitsunternehmen.
Gerne wird jeder auf den Betrag verzichten, wenn der Versicherte aus dem Kriege zurückkehrt? Ein Vielfaches aber wird, im Falle der Versicherte den Heldentod verstirbt, seinen Angehörigen zugute kommen! Jeder Anteilschein kostet 10 Mark.
Anträge nimmt die Hauptgeschäftsstelle im Großh. Oberversicherungsamt, Darmstadt, Neckar st raße 1 (Tel. Nr. 2141) entgegen, die auch zu jeder Auskunft gerne bereit ist.
Das Antragsformular schicken wir auf Wunsch den Gesuchstellern kostenfrei zu.
An Beiträgen sind bis.jetzt schon 5 30 0 00 Mark eingegangen, die bei der DarmstLdter Bank und der Deutschen Bank verzinslich angelegt sind. Der Zinsgewinn betrügt bereits 30 000 Mark.
Gleichzeitig wird darum ersucht, daß der .Kriegsversicherung bei Sterbefällen jetzt schon die Anteilscheine und die von dem Standesamt auszustellenden Sterbeurkunden zu übersenden sind. Dadurch wird die raschere Auszahlung der Sterbegelder später herbeigesührt. Den empfangsberechtigten Hinterbliebenen geht nach Einsendung der Anteilscheine und der Sterbeurkunden eine Nachricht über die erfolgte Ablieferung der Scheine und über die Anerkennung des Versicherungsfalles einstweilen zu.
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"Auszeichnungen. Dem Wehrmann L. S t e ck e r, bisher im aktiven Infanterie-Regiment i 16, jetzt Kriegsinvalide, wurde da§ Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. — Der Ersatzreservist Jakob Th eise b ach, Teilhaber der Darmhandlung W. Theisebach Söhne, erhielt in den Kämpfen vor Verdun das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Dem Leutnant und Kompaguiesührer im Infanterie-Regiment v. Wiltich (3. kurhess.) Nr. 83 Eberhard von Ihering wurde das Oenerreichische Militärverdienslkrenz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. - Der Oberwerkmeister bei einer Artilleris-- Fliegcrabteilung im Westen, Peter Kronenberg aus Gießen, erhielt das Eherne Kreuz 2. Klasse. — Der Unteroffizier Willi Döll aus Gießen, der mit den !16ern ins Feld gerückt war und dann den bayerischen Trupven zugeteilt wurde, hat das Eiserne Kreuz 2. Klasse verlieben erhalten.
** A m tliche Personalna ch r i ch t e n. In den Ruhestand versetzt wurde der Rangiermeister Wilh. Eichbladt zu Gustavsburg und der Eisenbahn ge Hilfe Wilhelm Barchfeld zu Klein-Winternheim vom 1. Mai 1916 an, beide in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngemeinschaft.
** 25jähriges A m tsjubiläu m'. Am 30. April begeht Lehrer und Kantor Joses M arx die Feier seines 25 jährigen Ortsjubiläums. Marx ist am 1. März 1866 in Boppard a. Rh. geboren, besuchte das Gymnasium zu Linz, später das Lehrerseminar ^zu Münster und empfing seine gesangliche Ausbildung am Konservatorürm zn Brüssel. Er hat sich in der isr. Gemeinde durch Gründung eines Syuago-gen-Gesangvereins verdient gemacht. Die Schüler und Schülerinnen des Jubilars haben es sich, wie uns geschrieben wird, nicht nehmen lassen, mit Hilfe eines schon seit Monaten in der Stille arbeitenden und die alten Beziehungen wieder erneuernden Ausschusses, dem Jubilar wertvolle Ehrengaben zu stiften. Ebenso werden der isr. Gemeindevorstand, sowie andere Korporationen, denen Marx seine Tätigkeit widmete, es an Ehrungen mancherlei Art mcht fehlen lassen.
** I N! Protokoll der 58. K r e i s t a g s s i tz u n g des Kreises Gießen wurde, wie wir zu berichtigen gebeten werden, der Antrag: „Dein Kreis und Ortsausschuß' in Gießen für Kriegs' besckädiatenfürsorge geschaffenen Einrichtungen die Summe von 2900 Mk. auS dein Reservefonds zu bewilligen", von Kreistags- Mitglied Winn, nicht Wiener, ivie es fälschlich hieß, gestellt.
V o in Sch w u r g e r i ch t. Seit genau einem Iah r hat sich in der Provinz Oberhessen kein Fall eines schweren Verbrechens ereignet, dessen Aburteilung zur Bildung eines Schwurgerichts hätte führen müssen. In den vier Vierteljahren vorher, also vom 1. April 1914 bis 31. März 1915, fanden regelmäßig Schwurgerichte statt, vor denen im ganzen 17 Strafsachen zur Aburteilung kamen.
Die Geschäftsräume d e s Roten Kreuzes, des Alice-Frauen -Vereins Gießen, sowie de§ Bezirksausschusses für vermißte und kriegSgcfangene Deutsche sind vom 20.—25. April einschließlich geschlossen. Die Wiederaufnahme der Näharbeit erfolgt Montag, den 1. Mai. Näheres siehe Anzeige.
** Der städtische Fleisch verkauf an der Neustadt wird in 2—3 Tagen sein Ende erreichen, da nun noch rund 20 halbe Schweine vorh-auden sind und vorerst weiteres Gefrierfleisch nicht zu beschaffen ist. Gestern nachmittag war der Umsatz in Erbsen, Bohnen und Holländer Käse wieder einmal sehr belangreich. Bon den neu eingetroffenen Erbsen wurden allein 4 Zentner abgegeben. Mittwoch wird die Stadt ebenfalls in der alten Schule an der Neustadt bayerische Eier zum Preise von 14 Pfg. in Mengen bis zu 10 Stück ab geben, welche bereits ein- getrosfen sind. Siehe auch Anzeige.
** Gieß euer Haus fra uen-Ve rein. In der Koch^ Vorführung am Dienstag abend im Metropol soll unter anderem gezeigt werden, wie Gemüse ohne Fett und o h n e W asser schmackhaft zubereitet werden kann. Soixrnn wird auch das Braten im Papier in der Kochkiste gelehrt, ein Weg, viel Brennmaterial An sparen. Fräulein Ohaus hat schon in vielen Städten mit ihren Vorträgen nnd Vorführungen große Erfolge erzielt Das Verfahren, welches sie anwendet, ist einfach und billig und daher dringend zu empfehlen. Es wäre zu wünschen, daß recht viele Vereiustnitglieder die Gelegenheit benützten, oiefe Art des Zeit, Brennmaterial und Fett sparenden Kochens sich zu eigen zu Machen. Eintrittskarten fitib in der Geschäftsstelle des Vereins, Mäsusburg 5, Dienstag nachmittag von 3—5 Uhr zu haben.
elun g des Fleischverbrauchs. Bis aus weiteres dürfen Metzer, Händler mft Fleischvaren, Wurst- und Kvn- servensabrikaten nsw. Dauerfleisch und Wurstwaren nur noch im Ausschnitt und Konservenfleisckm'uren im Kleinhandel überhaupt nicht mehr verkaufen. Näheres siehe Anzeige.
** Metallabliefer un g. Die bis jetzt noch nicht abgeholten Anerkenntnisscheine über abgeliefcrtes Kupfer, Messing und Reinnickel sind Nicker Vorlage der WiggesckMne innerhalb 8 Tagen auf dem Stadthause, Zimmer Nr. 16, in Empfang zu nehmen.
** Die Friedhöfe sind in der Zeit vom 16. April bis 15. Mai 1916 von 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends geöffnet.
** Keine Ausweispapiere ins Ausland! Es
besteht erneute.r Anlaß, darauf hinzuweisen, daß es im höch- 'ten Grade bedenklich ist, in nach dem Ausland gerichteten Briefen Militärpässe, Reisepässe und andere Legitimationspapiere zu versenden. Wenn solche Pässe usw., was immerhin leicht möglich ist, nicht in die Hände der Adressaten gelangen, können sie unter Umständen von feindlichen Beauftragten zum ungehinderten Ueberschrei- ten der Reichsgrenzen benutzt werden. Daß dadurch die Sicherheit des Reichs gefährdet werden kann, liegt auf der Hand. Das Publikum wird deshalb wiederholt vor der Vcr- endulig der erwähnten Papiere in das Ausland dringend gewarnt.
** Versand von Eiern ins Feld. Mit Rücksicht aus den vor Ostern stch voraussichtlich steigernden Versand von Eiern ins Feld wird dringend empfohlen, möglichst nur hartgekochte Eier zu verschicken, von der Versendung roher oder iveichgekochter Eier aber abzusehen. In jedem Falle innß die Verpackung der Eier besonders haltbar und widerstandsfähig sein, damit 'bei ihrem etwaige,! Zerbrechen Nachteile für andere Sendungen vermieden werden. Gleichzeitig wird wiederum au die ordnuugsiuäßiqe Verpackung vou Flüssigkeiten (Einlage vonBgniniuolle, Sägespänen nsw.) nnd von Feuchtigkeit absetzenden Lebensmitteln, ivie Butter, Mär- melade usw. (festschließeude Behältnisse) erinnert. Die Postgnstglteu
sind angewiesen, Feldpostsendungen in unzureichender Verpackung zurückzuweisen.
Landkreis Gießen.
e. Wieseck, 17. April. Der Musketier Friedrich Wilhel,n Kreiling vor» Wieseck, iin Landwehr-Jnsanterie-Rgt. Nr. 349, erhielt die Hessische TapierkeitsmedaiNe.
ü. Tau bringen, 18. April. Mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille unter gleichzeitiger Ernennung zum Gefreiten ausgezeichnet wurde Musketier Karl Geißler, Sohn vor! Schreiner- meister Geißler, von der 10. Komp. Jns.-Rgt. 186. Musketier Ludwig Walter, Sohn von Bürgermeister Walter, der seit einiger Zeit im Besitze des Eisernen Kreuzes ist, wurde 'zum Gefteitenj befördert.
e. Lich, 18. April. Ihre Goldene Hochzeit feiern am ersten Osterseiertag Metzgermeister Hermann Petri mit Gemahlin. Beide Ehegatten erfreuen sich noch voller Geft'mdheit. Der Jubilar führt noch seinen! Schwiegersohn, der im Felde steht, das Metzgergeschäft. — An demselben Tage feiert Landwirt Christian Rau mit seiner Ehefrau Karoline geb. Albohn die Silberne Hochzeit.
e. Lich, 18. April. Karl Sommer von hier wurde bei Verdun das zweitemal verwundet, nnd mft der Hessischen Tapfer- keftsmedaftle ausgezeichnet.
O D o r f - G i l l, 18. April. Der hiesige Forstwart Schäfer, der seit Beginn des Krieges als Unteroffizier in dem Landwehr- Regiineut Nr. 116 siebt, wurde vor einigen Tagen zum Vizeseld- webel befördert. — Die Schüler der hiesigen Volksschule spendeten als. O st e r g a b e 263 Eier an die Verwundeten in Gießener Lazaretten. Di» Eier wurde»! an das Kreisamt abgelieiert.
^ t o ckh! au s en, 18. Aprft. Nachdem die kleine Schulklasse' von Stockhausen ihren vaterländischen Sinn durch Zeichnung von 610 Mk. bei der vierten Kriegsanleihe bekundet hatte, hat sie jetzt auch auf ihre Ostereier verzichtet und diese nebst einer Geldspende? von 3,05 Ntk. der Kriegsfürsorge ftir das Rote Kreuz zur Verfügung gestellt. Von den sämtlichen 28 Schülern und Schülerinnen wurden 120 Ostereier zusammengebracht, die hieute an das Kriegslazarett in Grünberg abgeliesert nmrden. Der Geldbetrag ist an den Kteiskasserechner Kauß in Gießen erngesandt worden.
Kreis Büdingen.
Bl. Gettenau, 18. April. Am 15. d. M. feierten in aller Stille der Kirchenvorsteher Heinrich Ost he im II. und seine Ehefrau Anna Margarete, geb. Weil, ihre Goldene Hochz-eft. Namens der Kirckengemeinde sprach der Ortsgeistliche dem Jtrbelpaar seine Segenswünsche aus und überreichte mit einem Glückwunschschreiben des Großh. Oberkonftstoriums als Gesch>enk ein Gesangbuch tit Prachtband.
]) Orten berg, 18. April. Der Kaufmann Loms Streu- ber in Amerika, ein gebürtiger Ortenberger, stiftete bereits zuni zweitenmal einen größeren Betrag für die örtliche Kriegshftfe> der jetzt vor Ostern zur Verteilung kam. — Pfarrer Lenz von, hier, bisher Pfarrer in Nieder-Modau, wurde als Feldprediger in die Argonnen berufen. Ein merkwürdiger Zufall gab es, daß er gleich bei seiner ersten Feldpredigt unter seinen Zuhörern mehrere Ortenberger traf.
)( Vom vorderen Vogelsberg, 18. April. Leider setzte der Frost in den letzten Nächten abermals ein, so daß in der vergangenenNacht sogar an geschützten Stellen das Thermometer als Maximmn — 3 Grad R. aufwies. Ob die Obstblüte ernstlichen Schaden genommen hat, kam: mit Bestimmtheit noch nicht gesagt werden.
Kreis Schotten.
§ H e r ch e n b a i n , 18. dlpril. Landwehrmann Sebastian Jost in der 4. Koinvagnie Jnianterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 erkffelt die Hessische Tapferkeits Medaille.
□ Lauba ch, 17. April. Das Gymnasium Fridericia- nunr wurde int abgetanseueu Schuljahr von 88 Schülern besucht, sämtlich evangelischen Glaubensbekenntnisses. AM Laukach waren es 27 Schüler, aus anderen hessischen Orten 42, aus nichthessischen Orten 16. Tie Kriegsreifeprüsung bestanden am 26. Juni 1915 6 Schüler, am 1. Llugust 1915 1 Schüler; die Reifeprüfung am 3. März 1916 2 Schiüler. Ten Heldentot für das Vaterland starben infolge schwerer Verivuuduug Heinz Römheld, D:iegs- freftvilliger, Gefteiter im 2. Pionier-Bat. Nr. 16, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl., am 7. Mai 1915, nnd Ernst Gödike, Fähnrich im Jnf.-Regt. 118, am 15. Januar 1916. Den Unterricht erteilten Direktor Friedrich Hentz und 14 Lehrkräfte. An Gold wurde gesammelt von den Schülern in Laubach nnd Umgebung 1560 Mk. Für die 3. Kriegsanleihe wurden 6600 Mk., für die 4. Kriegsanleihe 5400 Mk. gezeichnet. Tie Nagebmg eines von der Klasse III b. aufgesteUten „Eisernen Kreuzes" ergab die Stemme von 28 Mk., die dein.' „Roten Kreuz" zuflossen. Das neue Schuftahr beginnt am Montag dcir 1. Mai 1916, vormittags 8 Uhr.
Kreis Friedberg.
Bl. Friedberg, 18. April. Bei der SämmelsteNe der Landgräflichen Hessischen Landesbank, Filiale Friedberg i. H., gingen tveiter ein ftir erblindete Krieger 9 Mk. von der Klasse 6 o der hiesigen Musterschnle. Hiermit ist die Sammlung beendet. Die Sammelstelle für Schlachtvieh beftndet sich auf dem Bahnhof Fricdberg. Vorgesehen ist vorerst eine einmalige wöchentliche Viehabnahme.
Bl. Kloppenheim, 18. Aprft. Ter Geftefte Gregor Harth, Sohn des Landwirts Phftipp Harth, im Artillerie-Regiment Nr. 61, wurde mit denk Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Tie Auszeichnung wurde ihm von: Kaiser persönlich überreicht. Es ist dies der dritte Krieger, unserer Gemeinde, tvelchem diese Aus-- zeichnung zuteil wurde.
Starkcnburg und Rheinhessen.
— R ü s s e l s h e i rn , 17. April. Der Äätinhaber der Opelwerke, Ludwig Opel, ist am 14. April im Alter von 36 Jahren aus dem Schlachtselde gefallen.
- ch. Bingen, 18. April. Der Rektor der hiesigen, höheren Mädchenschule Professor Wenzel ist als Oberlehrer an daE Realgymnasium in Gießen versetzt worden. Er war 9 Jahre an der Binger Schule tätig.
ch. Aus Rheinhessen, 16. April. Bei den in den letzten Tagen in Rieder-Jngelhenn abgeschlossenen Spargelgeschäften wurden für den Zentner Spargel von den Händlern durchschnittlich IMMark bezahlt. Dabei wurden die Spargel beim Spargelzüchter abgeholt. — In Heidesheim wurden die gleichen Preise bez-cchlt, a.nch! wurde dort schon Spargel zu 80 bis 90 Mark der Zentner abgegeben.
Kreis Wetzlar.
ro. Wetzlar, 16. April. Der Schluß der diesjährigen Schonzeit für Rehböcke wird für den Umfang des Bezirks aus deu 1. Mai festgesetzt, so daß der 2. Mai der erste Jagdtag ist.
— Dutenhofen, 18. April. Bei der nächtlichen Heimkehr von einer Geschäftsreise stürzte der 62jährige Landwirt und Kohlenhändler Georg A g el in den Kleebach und ertrank. Die Leiche wurde gestern früh aufgefunden.
ra. Niederwetz, IG. April. Gefreiter Wilhelm Rehorn (4. GardoNegiinent) ivurde mit dein Eisernen Krenz aus- gezeichnet.
Hessen-Nassau.
][ Marburg, .18. April. In der lieutigeu S t a d t v e r ordneten sitz ung wurde der außerordentliche Haushaltsplan für 1916 in Einnahwen und Ausgaben nrit 90 460 Mk. festgesetzt. Der Kriegskredit für 1916 schließt mit rund 133 000 Mk. ab.' Ferner wurde beschlossen, verschiedene größere Grasflächen in städtischen Parkanlagen umzuackern und mit Kartoffeln zu bepflanzen. Es soll dazu ein landwirtschaftlicher Sachverständiger herangezogen werden.
X Schlüchtern, (Reg.-Bez. Kassel). 17. April. Im Hohenzell er Walde ist kürzlich der 18 Jahre alte Bastcrnsohn ßldam Füller- aus Bellings erschossen anfgefunden worden. Nach dem Be-: fundc der Leick/enöffnung muß angenommen werden, daß er das Opfer eines Verbrechens geworden ist. Der Täter hatte bi: Schußwaffe neben die Leiche niedergelegt, um den Verdacht des Selbstmordes zu erwecken.
--- Obe r u r s e l, 16. Aprft. Vor einigen Tagen brannte einem Frankfurter Metzger in eister eine Kuh durch und konnte


